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Die
Erfindung betrifft ein Flipflop zur Speicherung logischer Zustandsinformation
in einem Schaltungsblock, welches die Zustandsinformation beim Abschalten
des Flipflops und des umgebenden Schaltungsblocks behält.
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Zur
Verringerung der Verlustleistung eines Systems ist es bekannt, Schaltungsblöcke, insbesondere
Logikblöcke,
die zeitweise nicht für
die Funktion des Systems benötigt
werden, abzuschalten. Im Allgemeinen erfolgt die Abschaltung des
jeweiligen Schaltungsblocks durch Entkoppelung des Schaltungsblocks
von der Versorgungsspannung. Um den jeweiligen Schaltungsblock vom
negativen Po (VSS; z. B. 0 V) der Versorgungsspannung zu trennen,
wird ein großer
N-MOS-Transistor (N-MOS-Powerswitch) verwendet, welcher zwischen
dem VSS-Knoten und dem
Block-internen Versorgungsanschluss (VVSS – virtual VSS) angeordnet ist.
Alternativ kann der jeweilige Schaltungsblock vom positiven Pol
(VDD; z. B. 1,2 V) der Versorgungsspannung getrennt werden, wobei
in diesem Fall ein großer
P-MOS-Transistor (P-MOS-Powerswitch) Verwendung findet, welcher zwischen
dem VDD-Knoten und dem Block-internen Versorgungsanschluss (VVDD – virtual
VDD) angeschlossen ist. Im Stand der Technik sind auch kombinierte
Verfahren beschrieben, die sowohl P-MOS- als auch N-MOS-Powerswitches
innerhalb desselben Schaltungsblocks verwenden. Die Blockinternen
Versorgungspotentiale VVDD und VVSS werden auch als virtuelle Versorgungspotentiale
bezeichnet. Ein derartiges Abschalten von Schaltungsblöcken ist
im Stand der Technik unter den Begriffen „Multiple Threshold CMOS" (MTCMOS), „Circuit
Block Switch-off" (CB-SO)
oder „Sleep
Transistor Technique" bekannt.
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Wird
ein N-MOS- oder P-MOS-Powerswitch, welcher im Stand der Technik
auch als „Cut-Off-Transistor", „Sleep-Transistor", „Footer" bzw. „Header" bezeichnet wird,
abgeschaltet, laden die Leckströme die
internen Kapazitäten
so lange, bis das Potential aller Signalknoten innerhalb des abgeschalteten Schaltungsblocks
und das Potential des Block-internen WSS- bzw. VVDD-Knotens einen Wert nahe des Potentials
des nicht geschalteten Pols der Versorgungsspannung (d. h. VDD bzw.
VSS) erreicht hat. Auf diese Weise bricht die Spannung über dem
ausgeschalteten Schaltungsblock zusammen.
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Nachteilig
bei dem Abschalten eines Schaltungsblocks ist, dass sich innerhalb
des Schaltungsblocks befindliche speichernde Schaltungsteile, wie beispielsweise
Flipflops, Speicherzellen oder Speicherfelder, nach dem Abschalten
ihren Speicherinhalt verlieren. Auf Systemebene muss daher entschieden
werden, ob diese Speicherinhalte irrelevant sind und ihr Verlust
durch das Abschalten hingenommen werden kann, oder ob die Speicherinhalte
und somit der Zustand des betreffenden Schaltungsblocks erhalten
bleiben muss. Im letzten Fall können die
entsprechenden Speicherinhalte in einen Block-externen, nicht abgeschalteten
Speicher, beispielsweise ein SRAM (static random access memory),
ausgelagert werden. Alternativ können
innerhalb des abzuschalteten Schaltungsblocks spezielle Flipflops
verwendet werden, deren Speicherzustand durch das Abschalten nicht
verloren geht. Derartige Flipflops werden auch als State-Retention-Flipflops bezeichnet.
Die Verwendung von State-Retention-Flipflops ist einer SRAM-basierten
Lösung
vorzuziehen, da mit letzterer eine deutlich erhöhte Verlustleistungsaufnahme
als auch eine Latenzzeit zum Auslagern und Laden der Speicherinhalte
verbunden ist.
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Verschiedene
Implementierungsformen von State-Retention-Flipflops sind in den Druckschriften „1-V Power
Supply High-Speed
Digital Circuit Technology with Multithreshold-Voltage CMOS", Mutoh et al., IEEE
JSSC, Vol. 30., No. 8., August 1995;
US
5 473 571 ; US 2003/0188241 sowie US 2004/051574 beschrieben.
Diese aus dem Stand der Technik bekannte Implemen tierungsformen
eines State-Retention-Flipflops beruhen auf der Verwendung einer
zusätzlichen
Latchstufe zur Speicherung der Daten beim Abschalten des Schaltungsblocks,
welche sich entweder im Datenpfad des Flipflops oder in einem dazu
parallelen Pfad befindet. Diese zusätzliche Latchstufe wird auch
als „Shadow-Latch" oder „Ballon-Latch" bezeichnet. Bei
einem derartigen Shadow-Latch werden zur Verringerung der Leckströme sog.
Thick-Oxide-MOS-Transistoren (d. h. mit einem dicken Oxid zur Verringerung
des Gate-Tunnelstroms) bei gleichzeitig hoher Threshold-Spannung
verwendet. Bei Abschalten der Spannungsversorgung des Schaltungsblocks
bleibt die Spannungsversorgung des Shadow-Latch erhalten. Dazu wird das
Shadow-Latch mit dem VDD-Knoten statt dem VVDD-Knoten bzw. mit dem
VSS-Knoten statt
dem VVSS-Knoten verbunden.
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Nachteilig
an aus dem Stand der Technik bekannten Implementierungsformen eines
State-Retention-Flipflops ist, dass derartige State-Retention-Flipflops
innerhalb eines Schaltungsblocks statt mit zwei Versorgungspotentialen
mit mindestens drei Versorgungspotentialen versorgt werden müssen, nämlich mit
dem virtuellen Versorgungspotential VVDD bzw. VVSS und den beiden
nicht-geschalteten Versorgungspotentialen VDD und VSS. In einem Full-Custom-Entwurf
ist der Aufwand hierfür
durch ein geschicktes Platzieren der Flipflops grundsätzlich handhabbar.
Hingegen ist der zusätzliche
Aufwand aufgrund des dritten Versorgungspotentials bei einer automatischen,
rechnergestützten
Schaltungsblock-Synthese mittels eines sogenannten Place-and-Route-Tool
erheblich. Zur Versorgung der Shadow-Latchstufen mit dem zusätzlichen
Versorgungspotential muss in diesem Fall im Allgemeinen im Layout
sämtlicher
Standardzellen eines abschaltbaren Schaltungsblocks eine zusätzliche,
dritte Versorgungsschiene vorgesehen werden, welche durch alle Standardzellen
hindurchführt. 1 zeigt beispielhaft eine
derartige Standardzelle, welche neben einer VDD-Schiene und einer
VVSS-Schiene zusätzlich
eine VSS-Schiene
als dritte Versorgungsschiene zur Versorgung der Shadow-Latchstufe
aufweist. Angesichts der limitierten Anzahl von Metallisierungsebenen
ergeben sich aufgrund der zusätzlichen
Versorgungsschiene erhebliche Einschränkungen für die verbleibende Verdrahtung.
Darüber
hinaus resultieren aus der Verwendung des zusätzlichen Versorgungspotentials
weitere Nachteile für
das Layout; beispielsweise ist im Layout eine Wannentrennung notwendig.
Ein weiteres Problem ergibt sich dadurch, dass die Knoten zwischen
den abgeschalteten Schaltungsteilen und dem Shadow-Latch ein nicht definiertes,
schwebendes Potential aufweisen, was zu hohen Kurschlussströmen in das
Shadow-Latch führen
würde.
Aus diesem Grund wird das Shadow-Latch normalerweise durch sogenannte Transmission-Gates von der restlichen
Schaltung getrennt. Zu der Ansteuerung der Transmission-Gates werden
zwei weitere Steuersignale benötigt,
die dem Flipflop zusätzlich
zugeführt
werden müssen,
womit weiterer Aufwand im Layout verbunden ist. Außerdem müssen diese
Signale auch im abgeschalteten Zustand des Schaltungsblocks gültig sein,
d. h. die Gatter, die diese Signale generieren, müssen wie
das Shadow-Latch ebenfalls von dem nicht-abgeschalteten Versorgungspotential
versorgt werden.
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Es
ist daher Aufgabe der Erfindung, ein alternatives State-Retention-Flipflop
anzugeben, welches im Vergleich zum Stand der Technik einen geringeren Layout-Aufwand
erfordert, insbesondere in Bezug auf die Spannungsversorgung und
die Ansteuerung mit Steuersignalen.
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Die
der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird durch den Gegenstand
des Anspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind
in den abhängigen
Ansprüchen
sowie in den zu Anspruch 1 nebengeordneten Ansprüche beschrieben.
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Das
erfindungsgemäße Flipflop
nach Anspruch 1 dient der Speicherung einer logischen Zustandsinformation
und weist mindestens einen Dateneingang und mindestens einen Datenausgang auf.
Das Flipflop umfasst mindestens eine Latchstufe zur Speicherung
der Zustandsinformation, wenn das Flipflop eingeschaltet ist. Ferner
umfasst das erfindungsgemäße Flipflop
mindestens eine Speicherzelle mit einer Kapazität als Speicherelement. Dabei dient
die mindestens eine Speicherzelle der Speicherung der Zustandsinformation,
falls das Flipflop ausgeschaltet ist.
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Das
erfindungsgemäße Flipflop
beruht auf der Erkenntnis, dass bei einer Abschaltung von Schaltungsblöcken der
jeweilige Schaltungsblock in den meisten Anwendungsfällen lediglich
für einen begrenzten
Zeitraum ausgeschaltet wird. Somit ist es nicht notwendig, eine
unendlich lange Verfügbarkeit der
abgespeicherten Zustandsinformation nach dem Ausschalten der Schaltungsblocks
zu gewährleisten. Häufig ist
nämlich
ausgehend von der Systemspezifikation die Zeitdauer, für die ein
bestimmter Schaltungsblock nicht benötigt wird, bekannt. In anderen Anwendungsfällen ist
die statistische Auslastung bestimmter Schaltungsblöcke bekannt.
Dementsprechend ist es im Allgemeinen ausreichend, die unmittelbar
vor dem Zeitpunkt des Ausschaltens vorliegende Zustandsinformation
nur für
eine begrenzte Zeitdauer zu erhalten, beispielsweise lediglich für einige Millisekunden.
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Ausgehend
von dieser Erkenntnis liegt dem erfindungsgemäßen State-Retention-Flipflop
statt eines statischen Speicherkonzeptes (basierend auf einer mitgekoppelten
bistabilen Kippstufe) ein dynamisches Speicherkonzept – mit einer
Kapazität
als Speicherelement – zur
Bewahrung der Zustandsinformation beim Ausschalten zugrunde. Die
Tatsache, dass die Verwendung einer Kapazität als Speicherelement die Bewahrung
der Zustandsinformation nur für
eine begrenzte Zeitdauer nach Ausschalten des Flipflops gewährleisten
kann, ist – wie
vorstehend erläutert – für die meisten
Anwendungsfälle
nicht einschränkend.
Diese begrenzte Zeitdauer, in welcher die Zustandsinformation erhalten
bleibt, wird auch als Retentionszeit bezeichnet. Durch die Verwendung
eines dynamischen Speicherkonzepts statt eines statischen Speicherkonzepts
ergeben sich Vereinfachungen im Layout und der Schaltungsstruktur
des Flipflops und des umgebenden Schaltungsblocks.
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Bei
dem Flipflop gemäß Anspruch
1 kann es sich um ein zeitweise zwischen Dateneingang und Datenausgang
transparentes Flipflop, welches häufig auch als Latch bezeichnet
wird, oder um ein nicht-transparentes Master-Slave-Flipflop (sofern das
Flipflop 2 Latchstufen umfasst) handeln.
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Unter
dem Begriff Latchstufe werden im Sinn der Anmeldung verschiedene
digitale Speichermittel subsumiert: einerseits statische Speichermittel
wie bistabile mitgekoppelte Kippstufen, insbesondere mitgekoppelte
Sense-Amplifier, andererseits auch dynamische Speichermittel, welche
bei dynamischen Flipflop-Konzepten Verwendung finden.
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Das
Flipflop kann im Sinne der Erfindung auf verschiedene Arten ausgeschaltet
werden. Beispielsweise könnten
im Flipflop vorhandene Stromquellen ausgeschaltet werden, so dass
die Speicherfunktion der Latchstufe verloren geht.
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Vorzugsweise
hingegen wird das Flipflop zum Ausschalten von der Versorgungsspannung
getrennt. Bei dem erfindungsgemäßen Flipflop
ist es im Gegensatz zum Stand der Technik nicht notwendig, ein weiteres
Versorgungspotential vorzusehen, welches lediglich der Versorgung
der Zustands-erhaltenden Speicherzelle im ausgeschalteten Zustand
des Flipflops dient. Bei einem vollautomatischen Entwurf eines Schaltungsblocks
können
daher derartige Flipflops beliebig platziert werden, ohne dass im
Layout eine zusätzliche
Versorgungsschiene vorgesehen werden muss.
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Vorzugsweise
basiert die mindestens eine Speicherzelle auf einer DRAM-Speicherzelle,
insbesondere einer 2- oder 3-Transistor-DRAM-Speicherzelle.
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Nach
einer vorteilhaften Ausführungsform umfasst
die mindestens eine Speicherzelle neben der Kapazität einen über ein
erstes Steuersignal schaltbaren MOS-Koppel-Transistor. In Abhängigkeit des
ersten Steuersignals verbindet der Koppel-Transistor entweder die Kapazität mit dem
Dateneingang oder entkoppelt die Kapazität von dem Dateneingang. Ferner
umfasst die Speicherzelle einen über die
Kapazität
angesteuerten MOS-Speicher-Transistor.
Der MOS-Koppel-Transistor und der MOS-Speicher-Transistor entsprechen dabei
dem eingangsseitigen Koppel-Transistor bzw. Speicher-Transistor
bei einer DRAM-Speicherzelle.
Statt zweier Steuersignale wie im Stand der Technik ist bei dem
erfindungsgemäßen Flipflop
nur ein Steuersignal, nämlich
das erste Steuersignal, zur Steuerung der Speicherzelle notwendig.
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In
diesem Fall ist es von Vorteil, wenn das erste Steuersignal von
einem zweiten Steuersignal abhängig
ist. Das zweite Steuersignal dient dabei dem Ein- und Ausschalten
des Flipflops, beispielsweise durch Ansteuerung eines N- oder P-MOS-Powerswitch. Das
erste Steuersignal ist in diesem Fall von dem zweiten Steuersignal
derart abhängig,
dass über
das erste Steuersignal gesteuert die Kapazität von dem Dateneingang elektrisch
entkoppelt wird, wenn das Flipflop über das zweite Steuersignal
ausgeschaltet wird. Die Kapazität
hält also
die Zustandsinformation, wenn das Flipflop ausgeschaltet wird.
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Es
ist von Vorteil, wenn der Koppel-Transistor und/oder der Speicher-Transistor
sogenannte Thick-Oxide-MOS-Transistoren sind. Thick-Oxide-MOS-Transistoren
weisen dabei im Vergleich zu Thin-Oxide-MOS-Transistoren eine erhöhte Oxiddicke
auf, beispielsweise 5,2 nm (Thick-Oxide) im Vergleich zu 2,2 nm
(Thin-Oxide) bei dem CMOS8-Prozess der Firma IBM mit einer Strukturauflösung von 0,13 μm. Die Verwendung
der Thick-Oxide-MOS-Transistoren
erhöht
die Retentionszeit, d. h. die maximal mögliche Zeitdauer der Zustandsspeicherung.
Dies ist physikalisch darauf zurückzuführen, dass
die Gate-Tunnelströme über das
Gate-Oxid bei Transistoren mit dickem Gate-Oxid sehr gering sind,
so dass die Kapazität
in der Speicherzelle infolge von Gate-Leckströmen nur sehr langsam umgeladen
wird.
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Desweiteren
ist es von Vorteil, wenn der Koppel-Transistor ein sogenannter High-Vt-Transistor
ist. Ein High-Vt-Transistor
weist eine erhöhte
Einsatzspannung (Theshold-Spannung)
auf. Die höhere Einsatzspannung
bewirkt, dass der Unterschwellstrom des Koppel-Transistors geringer
ist und damit die Retentionszeit größer ist.
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Darüber hinaus
ist es von Vorteil, wenn der Koppel-Transistor und der Speicher-Transistor P-MOS-Transistoren
sind. P-MOS-Transistoren
weisen im Vergleich zu N-MOS-Transistoren im Allgemeinen geringere
Gate-Tunnelströme
auf, so dass in ähnlicher
Weise wie durch die Verwendung von Thick-Oxide-MOS-Transistoren durch
die Verwendung von P-MOS-Transistoren die Retentionszeit erhöht wird.
Optimalerweise werden daher als Koppel-Transistor und Speicher-Transistor
Thick-Oxide-P-MOS-Transistoren
verwendet. Die Verwendung von P-MOS-Transistoren ist außerdem dann
von Vorteil, wenn der Schaltungsblock sowie die darin enthaltenen
Flipflops durch Abtrennen des VSS-Potentials abgeschaltet werden. In diesem
Fall steht das nicht-geschaltete VDD-Versorgungspotential zum Abschalten
der P-MOS-Transistoren in jeder Zelle zur Verfügung.
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Nach
einer vorteilhaften Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Flipflops
steuert das erste Steuersignal den Gate-Anschluss des Koppel-Transistors an.
Falls als Koppel-Transistor
ein P-MOS-Transistor verwendet wird, ist das erste Steuersignal
vorteilhafterweise, während
die Kapazität mit
dem Dateneingang elektrisch verkoppelt ist, zumindest zeitweise
kleiner als das VSS-Potential. Falls als Koppel-Transistor ein N-MOS-Transistor verwendet
wird, ist das erste Steuersignal vorteilhafterweise, während die
Kapazität
mit dem Dateneingang elektrisch verkoppelt ist, zumindest zeitweise größer als
das VDD-Potential. Eine derartige Ansteue rung des Gate-Anschluss
mit einem Gate-Potential größer VDD
bzw. kleiner VSS wird auch als „Boosting" bezeichnet. Vorteil des Boosting ist,
dass die Speicherkapazität
vollständig
zwischen dem VDD- und dem VSS-Potential umgeladen werden kann, da ein
durch die endliche Einsatzspannung bedingter Spannungsabfall über dem
Koppel-Transistor reduziert oder gar nahezu vollständig vermieden
wird. Außerdem
wird der Schaltwiderstand Ron des Koppel-Transistor
während
der Einlesephase sehr niederohmig, so dass die Signalamplitude an
der Kapazität und
damit die Umladung der Kapazität
möglichst groß wird.
Dies wiederum ermöglicht
eine hohe Retentionszeit.
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Wie
vorstehend bereits beschrieben, ist das Flipflop, wenn dieses ausgeschaltet
ist, vorteilhafterweise entweder von dem positiven Pol (VDD) oder dem
negativen Pol (VSS) der Vorsorgungsspannung getrennt. Bei einer
derartigen Implementierung des Ausschaltens ist es von Vorteil,
wenn die Kapazität
in der Speicherzelle an den VSS-Anschluss bzw. an den VDD-Anschluss der Vorsorgungsspannung
angeschlossen ist, d. h. die Kapazität ist mit ihrem zweiten Anschluss
mit dem nicht-geschalteten
Betriebspotential verbunden.
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Durch
diese Maßnahme
wird ein erhöhter Leckstrom
und ein unbeabsichtigtes Aufsteuern des Koppel-Transistors verhindert.
Wird beispielsweise beim Ausschalten des Flipflops dieses durch
einen N-MOS-Powerswitch vom VSS-Potential abgetrennt, driftet der
virtuelle VVSS-Anschluss in Richtung des VDD-Potentials. Ist die Kapazität mit ihrem
zweiten Anschluss statt an den VDD-Anschluss an den VVSS-Anschluss
angeschlossen, driftet das Potential des Speicherknotens, d. h.
das Potential an dem ersten Anschluss der Kapazität, um den
gleichen Betrag, so dass es zu einer Potentialüberhöhung an dem Speicherknoten
kommt (auch als „pushing" bezeichnet), wodurch
der Leckstrom des P-MOS-Koppel-Transistors zunimmt und möglicherweise
der P-MOS-Koppel-Transistor sogar aufgesteuert wird.
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Vorteilhafterweise
ist die Latchstufe in differentieller Schaltungstechnik ausgeführt. In
diesem Fall sind in dem Flipflop zwei Speicherzellen vorgesehen,
wobei beide Speicherzellen über
den Dateneingang komplementär
zueinander angesteuert werden. Die Speicherzellen werden in diesem
Fall differentiell ausgelesen, wodurch die Robustheit des Flipflops
gegenüber
Störsignalen
erhöht
wird. Insbesondere sogenannte durch Strahlung verursachte Soft-Errors,
welche sowohl für
statische als auch für dynamische
Speicherkonzepte typisch sind, werden durch das differentielle Schaltungskonzept
des Flipflops weitestgehend vermieden. Dabei gilt, dass das erfindungsgemäße Flipflop
generell, d. h. auch in einer nicht-differentiellen Ausführungsform,
unempfindlicher gegenüber
Strahlung ist, da am Speicherknoten nur ein strahlungsempfindlicher
pn-Übergang anliegt,
während
bei aus dem Stand der Technik bekannten State-Retention-Flipflops
4 bis 8 pn-Übergänge an den
Speicherknoten anliegen. Das differentielle Speicherkonzept dient
zudem der Erhöhung
der Retentionszeit, da durch Leckströme geschwächte Speicherinhalte über einen
längeren
Zeitraum zuverlässig
ausgelesen werden können.
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Grundsätzlich sind
für die
Latchstufe verschiedene Konzepte zur Zustandsspeicherung im Sinne
der Anmeldung denkbar. Als Latchstufe wird häufig ein bistabile Kippstufe
verwendet, welche in ihrer Grundform zwei kreuzgekoppelte Inverter
umfasst und einen statischen Zustandsspeicher darstellt. Daneben
kann die Latchstufe auch als dynamische Latchstufe ausgeführt sein,
wobei in diesem Fall (parasitäre)
Kapazitäten
zur Speicherung verwendet werden.
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Vorteilhafterweise
handelt es sich bei der Latchstufe des erfindungsgemäßen Flipflops
um einen mitgekoppelten MOS-Sense-Amplifier. Ein derartiger MOS-Sense-Amplifier
ermöglicht
eine hohe Empfindlichkeit bei der Bewertung differentieller Eingangssignale.
Flipflops, welche auf einem MOS-Sense-Amplifier beruhen, werden
im Stand der Technik auch als Sense-Amplifier-basierte Flipflops (SAFF) bezeichnet.
In der Druck- schrift „Improved
Sense-Amplifier-Based Flip-Flop: Design and Measurements", B. Nikolic et al.,
IEEE Journal of Solid-State Circuits, Vol. 35., No. 6, Juni 2000,
wird ein Überblick über derartige
Flipflops gegeben. Im Sinne der Anmeldung ist das Vorsehen einer
zusätzlichen
zweiten Latchstufe (Slave-Latch), wie in dieser Druckschrift beschrieben,
nicht zwingend.
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Nach
einer vorteilhaften Ausführungsform umfasst
das erfindungsgemäße Flipflop
einen Multiplexer. Dieser weist zwei Eingänge auf und ist eingangsseitig
sowohl zur Entgegennahme des Signals am Dateneingang des Flipflops
als auch zur Entgegennahme der in der mindestens einen Speicherzelle gespeicherten
Zustandsinformation angeschlossen. Ferner ist der Multiplexer ausgangsseitig
mit einem Eingang der mindestens einen Speicherzelle verbunden.
Mit Hilfe eines Multiplexers kann die in der Speicherzelle abgelegte
Zustandsinformation ähnlich
wie bei einem DRAM-Speicherbaustein wieder aufgefrischt werden (Memory-Refreshing).
Soll der Speicherinhalt wieder aufgefrischt werden, wird der Multiplexer
so geschaltet, dass das Signal am Ausgang der Speicherzelle nach
einer entsprechenden Signalregeneration in die Speicherzelle zurückgeschrieben wird.
Vorteilhafterweise liest der Multiplexer dazu nicht das Signal direkt
am Ausgang der Speicherzelle, sondern das Signal am Ausgang einer
der Speicherzelle nachgeschalteten Latchstufe aus, das bei kurzzeitigem
Einschalten des Flipflops bereits regeneriert ist.
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Ein
Weiterbildung der Erfindung ist auf eine Monitor-Schaltung gemäß Anspruch 14 zur Überwachung
des Entladezustands der Kapazität
eines erfindungsgemäßen Flipflops
gerichtet. Die Monitor-Schaltung umfasst eine Monitor-Kapazität, deren Entladezeit
für die
Entladezeit der in der Speicherzelle vorgesehenen Kapazität charakteristisch
ist. Ferner gibt die Monitor-Schaltung ein von dem Ladezustand der
Monitor-Kapazität
abhängiges Überwachungssignal
aus.
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Mit
Hilfe des Überwachungssignals
der Monitor-Schaltung lassen sich Rückschlüsse auf den Entladezustand
der Monitor-Kapazität und damit
auf den Entladezustand einer entsprechenden Kapazität eines
erfindungsgemäßen Flipflops
ziehen. Das Überwachungssignal
kann beispielsweise zur Steuerung der Wiederauffrischung der Zustandsinformation
verwendet werden. Alternativ kann anhand des Überwachungssignal festgestellt
werden, ob eine in der Speicherzelle eines Flipflops abgelegte Zustandsinformation
noch gültig
ist.
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Nach
einer vorteilhaften Ausführungsform der
Monitor-Schaltung
umfasst die Monitor-Schaltung eine zu der in dem Flipflop verwendeten
Speicherzelle identische Monitor-Speicherzelle,
welche die vorstehend genannte Monitor-Kapazität beinhaltet. Indem identische
Speicherzellen verwendet werden, ist auch die Beschaltung der Monitor-Kapazität mit der
Beschaltung der Kapazität
in der Speicherzelle identisch, so dass das Entladeverhalten beider
Kapazitäten
weitestgehend identisch ist. Ferner umfasst die Monitor-Schaltung ein Mittel
zum Erzeugen einer Referenzspannung und ein Mittel zum Vergleichen der
Spannung über
der Monitor-Kapazität mit der
Referenzspannung. Das Mittel zum Vergleichen beider Spannung liefert
in diesem Fall das Überwachungssignal.
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Der
erfindungsgemäße Schaltungsblock
gemäß Anspruch
17 umfasst eine Mehrzahl von Flipflops, welche in der vorstehend
beschriebenen Weise einen Multiplexer aufweisen. Ferner umfasst
der Schaltungsblock eine Steuerschaltung, die durch Steuerung des
jeweiligen Multiplexers eine Auffrischung der gespeicherte Zustandsinformation
in der jeweiligen Speicherzelle für die Mehrzahl von Flipflops
initiiert.
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Die
Auffrischung der Zustandsinformation kann dabei beispielsweise mit
einer bestimmten, festen zeitlichen Wiederholrate erfolgen. Alternativ
kann zur Steuerung der Auffrischung eine wie vorstehend beschriebene
Monitor-Schaltung vorgesehen werden, deren Überwachungssignal die Steuerschaltung ansteuert.
Da die Leckströme
und somit auch die Retentionszeit temperatur- und chargenabhängig sind, diese
Variabilität
der Leckströme
und der Retentionszeit jedoch in gleicher Weise die Monitor-Schaltung betrifft,
ist die zweite Alternative gegenüber
der erstgenannten Möglichkeit
zu bevorzugen.
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Der
erfindungsgemäße Schaltungsblock
gemäß Anspruch
19 umfasst eine Mehrzahl erfindungsgemäßer Flipflops. Ferner ist in
dem Schaltungsblock eine wie vorstehend beschriebene Monitor-Schaltung
vorgesehen. Außerdem
umfasst der Schaltungsblock eine Auswerteschaltung, die in Abhängigkeit
von dem Überwachungssignal
entscheidet, ob die in den Speicherzellen gespeicherte Zustandsinformation
gültig
ist.
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Der
erfindungsgemäße Schaltungsblock
gemäß Anspruch
20 umfasst eine Mehrzahl erfindungsgemäßer Flipflops. Ferner ist in
dem Schaltungsblock eine wie vorstehend beschriebene Monitor-Schaltung
vorgesehen. Darüber
hinaus umfasst der Schaltungsblock einen zusätzlichen Speicher zum Abspeichern
der in den Speicherzellen gespeicherten Zustandsinformation in Abhängigkeit
von dem Überwachungssignal
der Monitor-Schaltung.
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Droht
der Speicherinhalt der ausgeschalteten Speicherzellen verloren zu
gehen, beispielsweise im Fall einer zur langen Abschaltephase des
Schaltungsblocks, kann dies mittels der Monitor-Schaltung erkannt
werden. In diesem Fall kann der Speicherinhalt der Speicherzellen
in den Schaltungsblockexternen, zusätzlichen Speicher, beispielsweise
einen SRAM, ausgelagert werden.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
gemäß Anspruch
21 ist auf das Auffrischen der gespeicherten Zustandsinformation
in jeder Speicherzelle einer Mehrzahl erfindungsgemäßer Flipflops
mit Multiplexer gerichtet. In einem ersten Schritt wird überprüft, ob die
gespeicherte Zustandsinformation aufgefrischt werden muss. Zu diesem
Zeitpunkt sind die Flipflops ausgeschaltet. Falls die gespeicherte
Zustandsinformation aufgefrischt werden soll, wird anschließend optional
die Mehrzahl der Flipflops eingeschaltet. Dies ist dann notwendig,
wenn die Regeneration der Zustandsinformation innerhalb der Flipflops
selbst stattfindet. Falls eine Auffrischung der Zustandsinformationen
notwendig ist, wird die gespeicherte Zustandsinformation in jeder
Speicherzelle der Mehrzahl von Flipflops anschließend aufgefrischt.
Für den Fall,
dass die Mehrzahl der erfindungsgemäßen Flipflops vor dem Auffrischen
eingeschaltet worden sind, werden die Flipflops anschließend wieder
ausgeschaltet.
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Die Überprüfung, ob
die gespeicherte Zustandsinformation aufgefrischt werden muss, kann dabei – wie bereits
vorstehend beschrieben – anhand fester
zeitlicher Vorgaben erfolgen. Alternativ kann zur Steuerung der
Auffrischung eine wie vorstehend beschriebene Monitor-Schaltung
vorgesehen werden, deren überwachungssignal
die Steuerschaltung ansteuert. Alternativ kann zu Zwecken der Überprüfung das Überwachungssignal
einer vorstehend beschriebenen Monitor-Schaltung abgefragt werden.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
gemäß Anspruch
23 dient dem Überprüfen der
Validität
der in den Speicherzellen einer Mehrzahl erfindungsgemäßer Flipflops
gespeicherten Zustandsinformation. Zur Überprüfung der Zustandsinformation
wird das Überwachungssignals
einer wie vorstehend beschriebenen Monitor-Schaltung abgefragt.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
gemäß Anspruch
24 ist auf das Speichern der in den Speicherzellen einer Mehrzahl
erfindungsgemäßer Flipflops
gespeicherten Zustandsinformation in einem zusätzlichen Schaltungsblock-externen
Speicher gerichtet. In einem ersten Verfahrensschritt wird das Überwachungssignal
einer wie vorstehend beschriebenen Monitor-Schaltung abgefragt.
Anschließend wird
in Abhängigkeit
von dem Überwa chungssignal der
Monitor-Schaltung die in den Speicherzellen gespeicherte Zustandsinformation
abgespeichert.
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Die
Erfindung wird nachfolgend anhand mehrerer Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf
die Zeichnungen näher
erläutert;
in diesen zeigen:
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1 ein
Layout der Spannungsversorgung einer Standardzelle gemäß dem Stand
der Technik, welche neben einer VDD- und VVSS-Schiene zusätzlich eine
VSS-Schiene zur
Versorgung der Shadow-Latchstufe aufweist;
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2 ein
Prinzipschaltbild eines Ausführungsbeispiels
eines erfindungsgemäßen Flipflops;
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3a ein
Schaltbild eines zweiten Ausführungsbeispiels
eines erfindungsgemäßen Flipflops (Master-Slave-Flipflop) ohne die
Teilschaltung zur Generierung der Steuersignale;
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3b ein
Schaltbild der Teilschaltung zur Generierung der Steuersignale;
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4a ein
Signaldiagramm für
das Flipflop gemäß 3a bei
aktivem Betrieb des Flipflops;
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4b ein
Signaldiagramm für
das Flipflop gemäß 3a bei
Abschaltung und Reaktivierung des Flipflops;
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5 ein
Schaltbild eines dritten Ausführungsbeispiels
eines erfindungsgemäßen Flipflops mit
einem 2-zu-1-Multiplexer;
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6 ein
Schaltbild eines Ausführungsbeispiels
einer erfindungsgemäßen Monitor-Schaltung in
Form eines Monitor-Flipflops; und
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7 ein
Schaltbild eines vierten Ausführungsbeispiels
eines erfindungsgemäßen Flipflops.
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Hinsichtlich
der 1 zum Stand der Technik wird auf die Ausführungen
in der Beschreibungseinleitung verwiesen.
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In 2 ist
ein Prinzipschaltbild eines Ausführungsbeispiels
eines erfindungsgemäßen flankengesteuerten
State-Retention-Flipflops
dargestellt, welches in einem über
einen N-MOS-Powerswitch abschaltbaren Schaltungsblock eingesetzt
werden kann. Wie vorstehend ausgeführt, verwenden aus dem Stand
der Technik bekannte State-Retention-Flipflops zur Zustandsspeicherung
im abgeschalteten Zustand des Flipflops eine zusätzliche statische Latchstufe,
die ständig
eingeschaltet ist. Das in 2 dargestellte
erfindungsgemäße differentielle
State-Retention-Flipflop basiert hingegen auf zwei dynamischen Speicherzellen 4a/4b,
welche jeweils einen P-MOS-Koppel-Transistor 1a/1b,
eine Speicher-Kapazität 2a/2b und
einen P-MOS-Speicher-Transistor 3a/3b umfassen.
Für die
Koppel-Transistoren 1a/1b und die Speicher-Transistoren 3a/3b werden
vorzugsweise Thick-Oxide-Transistoren mit gleichzeitig hoher Threshold-Spannung
verwendet, um eine möglichst
hohe Retentionszeit zu erreichen. Außerdem können auf diese Weise Ströme über den Gate-Anschluss
weitgehend unterdrückt
werden, so dass als einziger Leckstrompfad der Source-Unterschwellstrom
des Koppel-Transistors 1a/1b beachtet werden muss.
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Hinsichtlich
der Kapazitäten 2a und 2b gilt
es zu beachten, dass diese so dimensioniert werden sollten, dass
die zu erwartende Ladungsinjektion sowie kapazitive Kopplungen den
Speicherinhalt nicht vollständig
kippen. Für
die Kapazitäten 2a und 2b sind
eine Vielzahl von Realisierungen möglich; beispielsweise können diese
als Metal-Metal-Kapazität, Poly-Poly-Kapazität, Poly-Metal-Kapazität, parasitäre Kapazität, MOS-Kapazität, beliebige
Verdrahtungskapazität,
DRAM-Trench- Kapazität, DRAM-Stack-Kapazität, Grid-Kapazität, Kapazität auf einem
zweitem Chip, der durch Flip-Chip-Technik verbunden ist, Wannenkapazität usw. implementiert werden.
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Die
Koppel-Transistoren 1a und 1b werden über ein
Steuersignal AC gesteuert, wobei die Koppel-Transistoren für AC = VSS
niederohmig und für AC
= VDD hochohmig sind. Im aktiven Betrieb des Flipflops, d. h. wenn
die Vorsorgungsspannung an dem Flipflop anliegt, wird das Signal
am Dateneingang D von der ersten dynamischen Speicherzelle 4a für AC = VSS
(Koppel-Transistor 1a leitend)
entgegengenommen. In diesem Fall folgt das Potential an dem Speicherknoten
M1 dem Potential am Dateneingang D. Zur
Ansteuerung der zweiten Speicherzelle 4b wird das Signal
am Dateneingang D über
einen Inverter 5 zunächst
invertiert.
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Wird
das Flipflop nun ausgeschaltet, bleibt das differentielle Datensignal
kurzfristig über
den Kapazitäten 2a und 2b erhalten.
Im eingeschalteten Zustand wird über
die Speicher-Transistoren 3a und 3b das
zwischen den Speicherknoten M1 und M2 anliegende differentielle Datensignal in
einen differentiellen Sense-Amplifier 6 gespeist, welcher
eine Mitkopplung aufweist. Der Sense-Amplifier 6 fungiert dabei
aufgrund der Mitkopplung als statische Latchstufe des Flipflops.
Außerdem
kann die in den dynamischen Speicherzellen abgelegte Zustandsinformation
mit Hilfe des Sense-Amplifiers 6 detektiert werden. Ferner
kann ausgangsseitig des Sense-Amplifiers 6 eine weitere
Latchstufe (nicht dargestellt) vorgesehen werden, so dass das Flipflop
als Master-Slave-Flipflop arbeitet. Alternativ zu dem Sense-Amplifier 6 kann
auch ein einfacher Komparator oder Differenzverstärker vorgesehen
werden. In diesem Fall ist jedoch mindestens eine zusätzliche Latchstufe
zur Zustandsspeicherung für
den aktiven Betrieb des Flipflops notwendig.
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Im
vorliegenden Fall wird zum Ausschalten des Flipflops das Flipflop-interne
negative Versorgungspotential VVSS über ei nen Flipflop-externen N-MOS-Powerswitch
(nicht dargestellt) von dem Versorgungspotential VSS getrennt. Beim
Ausschalten des Flipflops driftet der virtuelle VVSS-Anschluss in Richtung
des VDD-Potentials. Sind die Kapazitäten 2a und 2b mit
ihrem zweiten Anschluss statt an den VDD-Anschluss an den VVSS-Anschluss
angeschlossen, driftet das Potential des jeweiligen Speicherknotens
M1 bzw. M2 um den
gleichen Betrag wie das Potential des VVSS-Anschlusses, so dass
es zu einer Potentialüberhöhung an
dem jeweiligen Speicherknoten M1 bzw. M2 kommt. Dadurch nimmt der Leckstrom des
jeweiligen P-MOS-Koppel-Transistor 1a bzw. 1b zu;
möglicherweise
wird der jeweilige P-MOS-Koppel-Transistor 1a bzw. 1b sogar
aufgesteuert. Um dies zu verhindern, sind die Kapazitäten 2a und 2b mit
ihrem zweiten Anschluss statt an das VVSS-Potential an das VDD-Potential
angeschlossen.
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In 3a ist
ein Schaltbild eines zweiten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Flipflops
dargestellt. Mit gleichen Bezugszeichen versehene Schaltungsteile
und Signale in 2 und 3a entsprechen
einander. Das in 3a dargestellte Flipflop arbeitet
als Master-Slave-Flipflop. Bei einem derartigen Master-Slave-Flipflop
sind zwei Latchstufen kaskadiert: der Sense-Amplifier 6 und eine
NOR-RS-Latchstufe 10 (RS – Reset/Set), welche zwei NOR-Gatter 11a und 11b umfasst.
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Im
Gegensatz zu 2 fungieren die Speicher-Transistoren 3a und 3b gleichzeitig
auch als Eingangstransistoren des Sense-Amplifiers 6.
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Der
Sense-Amplifier 6 weist zwei unterschiedliche Betriebsmodi
auf: den Precharge-Modus und den Evaluate-Modus. Im Precharge-Modus
werden die beiden Ausgänge
R (Reset) und S (Set) des Sense-Amplifiers 6 unabhängig von
dem Dateneingangssignal des Sense-Amplifiers 6 auf VSS
gelegt. Im Evaluate-Modus wird das Signal am Dateneingang des Sense-Amplifiers 6 ausgewertet
und an den Ausgang des Sense-Amplifiers 6 weitergereicht. Die Steuerung
des Sense-Amplifiers erfolgt über
das Precharge-Signal
PC (Precharge).
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Der
in 3a dargestellte Sense-Amplifier kennzeichnet sich
im Vergleich zu aus dem Stand der Technik bekannten Sense-Amplifier dadurch,
dass lediglich 3 Drain-Source-Strecken zwischen VDD und
VVSS angeordnet sind, während
im Stand der Technik grundsätzlich 4 Drain-Source-Strecken
benötigt
werden (vgl. dazu beispielsweise den Sense-Amplifier in der Druckschrift „Improved
Sense-Amplifier-Based Flip-Flop: Design and Measurements", B. Nikolic et al.,
IEEE Journal of Solid-State Circuits, Vol. 35., No. 6, Juni 2000).
Dadurch kann eine hohe Schaltgeschwindigkeit auch bei reduzierter
Versorgungsspannung realisiert werden. Außerdem ist die Struktur des
in 3a dargestellten Sense-Amplifiers gegenüber aus
dem Stand der Technik bekannten Sense-Amplifier gekippt, d. h. statt P-MOS-Transistoren werden
N-MOS-Transistoren verwendet und umgekehrt. Dies ist angesichts
der Struktur der Speicherzellen 4a und 4b (Verwendung von
P-MOS-Koppel-Transistoren) günstig.
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Die
Beschreibung der Funktionsweise des in 3a dargestellten
Flipflops für
den aktiven Betrieb erfolgt nachfolgend anhand des in 4a dargestellten
Signaldiagramms. Es sei darauf hingewiesen, dass ein eventuelles
Boosting des Steuersignals AC in der nachfolgenden Funktionsbeschreibung
nicht berücksichtigt
wird.
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Zum
Zeitpunkt t0 liegt das Steuersignal AC auf
VSS, so dass die P-MOS-Koppel-Transistoren 1a und 1b niederohmig
sind. Dementsprechend folgt das Potential der Speicherknoten M1 und M2 an den Kapazitäten 2a bzw. 2b dem
Signal am Dateneingang D bzw. am invertierten Dateneingang DN. Zu diesem
Zeitpunkt liegt ferner das Precharge-Signal PC auf VDD (Precharge-Modus), so dass die P-MOS-Transistoren 12a und 12b gesperrt
sind, während
die N-MOS-Transistoren 13a und 13b leitend sind.
Dementsprechend liegen die Ausgangsknoten R und S des Sense-Amplifiers 6 auf
VSS. Mit dieser Ansteuerung behält
die RS-Latchstufe 10 ihren bisherigen Speicherinhalt.
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Zum
Zeitpunkt t1 wird das Steuersignal AC auf
VDD umgeschaltet, so dass die Koppel-Transistoren 1a und 1b gesperrt
sind und die Speicherknoten M1 und M2 vom Dateneingang D bzw. invertierten Dateneingang
DN entkoppelt werden. Gleichzeitig wird das Precharge-Signal PC
von VDD auf VSS umgeschaltet (Evaluate-Modus), so dass die Transistoren 12a und 12b sowie 14a und 14b leitend
sind, während
die Transistoren 13a und 13b gesperrt sind. Zu
diesem Zeitpunkt detektiert der Sense-Amplifier das an den Speicherknoten
M1 und M2 anliegende differentielle
Signal. Im vorliegenden Fall liegt der Knoten M1 auf
VDD und der Knoten M2 auf VSS, so dass der
Transistor 3a gesperrt ist, während der Transistor 3b leitend
ist. Dadurch wechselt das Potential des Knotens S von VSS auf VDD,
während das
Potential des Knotens R auf VSS bleibt. Das Potential des Knotens
S entspricht also dem Signal am Dateneingang D, während das
Potential des Knotens R dem Signal am invertierten Dateneingang
DN entspricht. Da das Signal am Knoten S dem Set-Signal einer RS-Latchstufe
entspricht, wird ferner der Ausgang Q der RS-Latchstufe 10 auf
VDD gesetzt.
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Aufgrund
der Mitkopplung des Sense-Amplifiers 6 werden die Potentiale
der Knoten R und S bis zum Zeitpunkt t2 gehalten.
Zum Zeitpunkt t2 wechselt das Precharge-Signal
PC von VSS auf VDD, so dass der Sense-Amplifier 6 wieder
im Precharge-Modus betrieben wird. Die Potentiale an den Knoten
R und S werden daher auf VSS gelegt. Aufgrund der Mitkoppelung der
RS-Latchstufe 10 werden
die Signale an den Ausgängen
Q und QN seitens der RS-Latchstufe 10 gehalten. In dieser
Phase ist also die RS-Latchstufe 10 für die Zustandsspeicherung verantwortlich.
Gleichzeitig folgt das Potential der Speicherknoten M1 und
M2 dem Signal an dem Dateneingang D bzw.
an dem invertierten Dateneingang DN in der bereits beschriebenen
Weise.
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Die
Beschreibung der Funktionsweise des in 3a dargestellten
Flipflops bei Ausschalten des Flipflops und bei der anschließenden Reaktivierung des
Flipflops erfolgt nachfolgend anhand des in 4b dargestellten
Signaldiagramms.
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Das
Signal sel entspricht dem Steuersignal des N-MOS-Powerswitch. Liegt das Steuersignal
sel auf VDD, ist das Flipflop und der das Flipflop umgebende Schaltungsblock
aktiviert, während
das Flipflop und der das Flipflop umgebende Schaltungsblock ausgeschaltet
ist, wenn das Signal sel auf VSS liegt. Sobald das Signal sel auf
VSS liegt, d. h. das Flipflop ausgeschaltet ist, folgt das Steuersignal
AC im Unterschied zu 4a (aktiver Betrieb) nicht mehr dem
invertierten Precharge-Signal PCN (Taktsignal), sondern weist konstant
den Wert VDD auf.
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Schraffierte
Bereiche der in 4b dargestellten Signalverläufe geben
an, dass das entsprechende Signal zu diesem Zeitpunkt ungültig (invalid) oder
nicht definiert (floating) ist.
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Zum
Zeitpunkt t0 liegt das Steuersignal sel auf
VDD, d. h. das Flipflop befindet sich zu diesem Zeitpunkt im aktiven
Betrieb. Gleichzeitig weist das Precharge-Signal PC das Potential
VDD auf. Der Sense-Amplifier 6 befindet sich also im Precharge-Modus.
Außerdem
liegt das Steuersignal AC auf VSS, so dass das Potential der Speicherknoten
M1 und M2 dem Potential
am Dateneingang D bzw. dem Potential am invertieren Dateneingang
DN folgt.
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Zum
Zeitpunkt t1 wechselt das Precharge-Signal
PC von VDD auf VSS, so dass die Speicherknoten M1 und
M2 vom Dateneingang D bzw. invertierten Dateneingang
DN entkoppelt werden. Gleichzeitig wechselt der Sense-Amplifier 6 vom
Precharge-Modus in den Evaluate-Modus, wobei in Abhängigkeit des
Potentials der Speicherknoten M1 und M2 das Ausgangssignal R des Sense-Amplifiers 6 von
VSS auf VDD wechselt, während
das Signal am Ausgang S des Sense-Amplifiers 6 weiterhin
auf VSS bleibt. Da nunmehr das Signal am Ausgang R (Reset) aktiv ist,
schaltet der Ausgang Q des Flipflops von VDD auf VSS um.
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Zum
Zeitpunkt t2 wechselt das Steuersignal sel
des N-MOS-Powerswitch
von VDD auf VSS, wodurch das Flipflop von dem Versorgungspotential VSS
getrennt wird. Sämtliche
in 4b dargestellte Signale, mit Ausnahme der Potentiale
sel, AC und der Potentiale der Speicherknoten M1 und
M2, driften nun gegen VDD. Diese Signale
sind nunmehr nicht mehr definiert. Wie vorstehend bereits erwähnt, bleibt
das Steuersignal AC der Koppel-Transistoren 1a und 1b,
während
das Flipflop ausgeschaltet ist, unabhängig von dem Precharge-Signal
PC weiterhin auf VDD. Dadurch sind die Speicherknoten M1 und M2 von dem Rest des ausgeschalteten Flipflops
entkoppelt. Die Speicherung der Zustandsinformation des Flipflops
erfolgt nun ausschließlich über die
Speicherzellen 4a und 4b.
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Zum
Zeitpunkt t3 wechselt das Steuersignal sel
des N-MOS-Powerswitch
wieder von VSS auf VDD; das Flipflop wird also wieder eingeschaltet.
Da das Precharge-Signal PC nunmehr auf VSS liegt, befindet sich
der Sense-Amplifier 6 im Evaluate-Modus und detektiert die seit
dem Zeitpunkt t2 gehaltene differentielle
Spannung über
den Speicherknoten M1 und M2.
Die differentielle Spannung bestimmt die Potentiale an den Ausgangsknoten
R und S des Sense-Amplifiers 6 und die Potentiale an den
Ausgängen Q
und QN der dem Sense-Amplifier 6 nachgeschalteten RS-Latchstufe 10.
Dabei entsprechen die Potentiale der Ausgänge Q und QN den vor dem Zeitpunkt
t2 in den Speicherknoten M1 bzw.
M2 gespeicherten Potentialen.
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Zum
Zeitpunkt t4 wechselt das Steuersignal AC
von VDD auf VSS und das Precharge-Signal PC von VSS auf VDD. Dies
bewirkt, dass der Sense-Amplifier 6 wieder in den Precharge-Modus
umgeschaltet wird und gleichzeitig das Potential der Speicherknoten
M1 und M2 dem Potential
am Dateneingang D bzw. dem Potential am invertieren Dateneingang
DN folgt, d. h. das Flipflop hat seinen regulären Betrieb wieder aufgenommen.
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In 3b ist
eine Schaltung zur Generierung der Steuersignale PC, eval und AC
dargestellt. Die Schaltung ist dabei Teil des in 3a dargestellten Flipflops,
d. h. jedes Flipflop weist eine lokale Schaltung zur Generierung
der Steuersignale auf. Bei Multibit-Registern kann eine derartige
Schaltung auch für mehrere
Flipflops verwendet werden.
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Die
Schaltung nimmt das Taktsignal PCN entgegen und invertiert dieses über einen
Inverter 20. Das Ausgangssignal PC des Inverters stellt
das Precharge-Signal PC dar. Über
zwei Inverter 21 und 22 wird aus dem Precharge-Signal
PC das zeitlich verzögerte
Signal eval erzeugt, welches statt des Steuersignals PC zur Ansteuerung
der Transistoren 14a und 14b verwendet werden
kann.
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Generell
kann während
des aktiven Betriebs statt des Steuersignals AC auch direkt das
invertierte Precharge-Signal PCN zur Ansteuerung der Koppel-Transistoren 1a und 1b verwendet
werden. Um aber eine hohe Retentionszeit zu erzielen, sollte die Potentialdifferenz
zwischen den beiden Speicherknoten M1 und
M2 möglichst
hoch sein. Dazu ist es hilfreich, wenn die Koppel-Transistoren 1a und 1b während der
Einlesephase möglichst
niederohmig sind und ein Vth-Spannungsabfall vermieden wird. Hierzu wird
das Gate-Potential der Koppel-Transistoren 1a und 1b während der
Einlesephase zumindest zeitweise kleiner als VSS gehalten. Dies
wird auch als Boosting bezeichnet. Dazu dient eine Boosting-Schaltung,
welche eine Kapazität 23 und
einen als Diode geschalteten N-MOS-Transistor 24 umfasst.
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Nachfolgend
wird die Funktionsweise der Boosting-Schaltung beschrieben: Liegt
das Ausgangssignal des Inverters 21 auf VDD, weist der
Knoten AC' das Potential
Vth auf, wobei Vth der
Theshold-Spannung des Transistors 24 entspricht. Wechselt
nun das Ausgangssignal des Inverters 21 auf VSS = 0 V,
bleibt die Spannung über
der Kapazität 23 kurzfristig
erhalten, so dass das Potential des Knotens AC' in erster Näherung den Wert – (VDD – Vth) aufweist. Dieses Potential ist kleiner
als VSS = 0 V. Ist der Koppel-Transistor 25 niederohmig,
weist das Steuersignal AC das Potential des Knotens AC' auf. Liegt hingegen
das Signal sel auf VSS, zwingt der Transistor 26 das Steuersignal
AC auf VDD (vgl. 4b). Es sei angemerkt, dass
der zusätzliche
Aufwand für
das Boosting gering ist, da in einem Standardzellen-basierten Schaltungsentwurf
zu Zwecken einer erhöhten
Robustheit ohnehin zwei Inverter für das Taktsignal benötigt werden.
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Für die fehlerfreie
Funktion eines Systems, welches das erfindungsgemäßen State-Retention-Flipflop
verwendet, muss vorausgesetzt werden, dass die maximale Ausschaltzeit
für ein
erfindungsgemäßes State-Retention-Flipflop
kürzer
als die Retentionszeit des Flipflops ist. Um jedoch auch über Zeiträume, die
länger
als die Retentionszeit des Flipflops sind, die Zustandsinformation
abzuspeichern, kann die dynamisch abgespeicherte Zustandsinformation
wie bei einem DRAM-Baustein wiederholt neu aufgefrischt werden.
In diesem Fall reaktiviert eine Steuerschaltung den betreffenden
Schaltungsblock kurzzeitig in regelmäßigen Abständen und frischt die in den
dynamischen Speicherzellen des State-Retention-Flipflops enthaltene
Zustandsinformation wieder auf. Derartige Steuerschaltungen werden
auch als sogenannte Watchdog-Schaltungen bezeichnet.
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Um
die in den dynamischen Speicherzellen abgelegte Zustandsinformation
mit geringem Schaltungsaufwand aufzufrischen, kann das in 3a dargestellte
Flipflop um einen zusätzlichen
2-zu-1-Multiplexer 30 ergänzt werden, welcher eingangsseitig
sowohl mit dem Dateneingang D als auch mit dem Ausgang Q des Flipflops
verbunden ist. Der Ausgang des Multiplexers ist mit den Speicherzellen 4a und 4b verbunden. 5 zeigt
die resultierende Schaltung. Es sei darauf hingewiesen, dass die
Verwendung eines Multiplexers für
das Auffrischen einer Speicherzelle nicht zwingend ist.
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Der
jeweilige Eingang des Multiplexers 30 wird über ein
Steuersignal 31 ausgewählt:
Im Normalbetrieb ist der Dateneingang D mit dem Ausgang des Multiplexers 30 verbunden.
Bei Auffrischung der Zustandsinformation hingegen ist der Datenausgang Q
mit dem Datenausgang des Multiplexers 30 verbunden.
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Zur
Auffrischung der in den Speicherzellen 4a und 4b abgelegten
Zustandsinformation wird das Flipflop kurzzeitig eingeschaltet und
der Speicherinhalt der Speicherzellen 4a und 4b über den
Sense-Amplifier 6 ausgelesen. Die Zustandsinformation wird
am Ausgang Q des Flipflops ausgeben und über den Multiplexer 30 wieder
in die Speicherzellen 4a und 4b zurückgeschrieben.
Nach der Auffrischung kann das Flipflop wieder ausgeschaltet werden.
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Es
ist offensichtlich, dass die Wiederauffrischung der Zustandsinformation
mit einem zusätzlichen
Energieverbrauch verbunden ist. Da eine aus energetischer Sicht
sinnvolle minimale Abschaltzeit im Bereich einiger Mikrosekunden
liegt, Retentionszeiten im Bereich von einigen Millisekunden bis
hundert Millisekunden jedoch realisierbar sind, kann der zusätzliche
Energieverbrauch vernachlässigt
werden.
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Die
Auffrischung der Zustandsinformation kann mit einer bestimmten,
festen zeitlichen Wiederholrate erfolgen. Alternativ kann die Auffrischung durch Überwachung
einer Monitor-Speicherzelle
gesteuert werden, welche Teil einer erfindungsgemäßen Monitor-Schaltung
ist.
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Grundgedanke
bei der Verwendung einer Monitor-Speicherzelle ist, dass das Entladeverhalten der
Monitor-Speicherzelle in der Monitor-Schaltung dem Entladeverhalten
einer Speicherzelle in einem erfindungsgemäßen State-Retention-Flipflop
entspricht, wenn beide Speicherzellen identisch sind. Daraus folgt
aber auch, dass die Temperatur- und Chargenabhängigkeit der Leckströme und der
Retentionszeit für
die Monitor- Schaltung
und für
ein analog aufgebautes State-Retention-Flipflop näherungsweise identisch sind.
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Neben
dem vorstehend beschriebenen ersten Anwendungsfall der Steuerung
der Wiederauffrischung, kann eine Monitor-Schaltung ferner in einem zweiten
Anwendungsszenario dazu verwendet werden, um festzustellen, ob die
gespeicherte Zustandsinformation in erfindungsgemäßen Flipflops
eines Schaltungsblocks nach dem Wiedereinschalten des Schaltungsblocks
noch gültig
ist oder bereits infolge einer zu langen Ausschaltzeit gelöscht wurde.
Signalisiert die Monitor-Schaltung nach dem Wiedereinschalten, dass
der letzt genannte Fall vorliegt, muss das System nach dem Wiedereinschalten
neu gestartet werden.
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Als
drittes Anwendungsszenario ist es im Sinne der Erfindung denkbar,
dass in einem System sowohl kurze als auch lange Abschaltphasen
auftreten können.
In diesem Fall kann eine Monitor-Schaltung dazu verwendet werden,
um eine kurze von einer langen Abschaltphase zu unterscheiden. Standardmäßig wird
das System nur für
eine kurze Abschaltphase abgeschaltet. Wird ein Schaltungsblock in
dem System nicht rechtzeitig eingeschaltet, droht der Speicherinhalt
der in dem Schaltungsblock enthaltenen Flipflops verloren zu gehen.
Dies kann von einer Monitor-Schaltung erkannt werden. In diesem Fall
kann die in den Flipflops gespeicherte Zustandsinformation in einen
Schaltungsblock-externen Speicher (beispielsweise einen SRAM) ausgelagert
werden.
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In 6 ist
ein Schaltbild eines Ausführungsbeispiels
einer erfindungsgemäßen Monitor-Schaltung
dargestellt, welche eine Monitor-Speicherzelle 4a umfasst.
Die in 6 dargestellte Monitor-Schaltung basiert auf dem
Flipflop gemäß 2. Die
mit gestrichenen, aber sonst gleichen Bezugszeichen versehenen Bauelemente
und Signale in 6 entsprechen den in 2 mit
ungestrichenen Bezugszeichen versehenen Bauelementen bzw. Signalen.
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Bei
der in 6 dargestellten Monitor-Schaltung wird in der
Monitor-Speicherzelle 4a' der
kritische Speicherzustand einer Speicherzelle in einem State-Retention-Flipflop
nachgebildet. Das Potential am Speicherknoten M1' der Monitor-Speicherzelle 4a' wird dabei
mit einem Referenzpotential des Knotens M3 verglichen.
Zur Durchführung
des Vergleichs ist ein differentieller Sense-Amplifier 6' vorgesehen.
Das Referenzpotential wird dabei so dimensioniert, dass die Entscheidung
des Sense-Amplifiers 6' einen ausreichende
Sicherheitsreserve aufweist.
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Das
Referenzpotential am Knoten M3 wird mittels
eines kapazitiven Spannungsteilers erzeugt, welcher die Kapazitäten 35 und 36 umfasst.
Das Referenzpotential M3 stellt dabei einen
Bruchteil des Versorgungspotentials VDD dar, beispielsweise 0,25·VDD. Je
geringer das Referenzpotential ist, desto sicherer ist die Entscheidung
des Sense-Amplifiers 6'.
Ferner sind drei MOS-Transistoren 32, 33 und 34 vorgesehen,
welche das Potential des Knotens M3 und
des Knotens M4 während des Precharge-Modus (PC
= VDD) des Sense-Amplifiers 6 auf VSS zurücksetzen,
um nicht definierte Potentiale für diese
Knoten zu vermeiden. Dazu werden die Gate-Anschlüsse der drei MOS-Transistoren 32, 33 und 34 von
dem Precharge-Signal PC angesteuert.
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Zur
Generierung eines Speicherzustands in der Monitor-Speicherzelle 4a' wird zunächst der
Knoten M1' über
den Koppel-Transistor 1a' auf
VSS aufgeladen (AC = VSS; ACN = VDD). Bei Ausschalten des zu überwachenden
Schaltungsblocks wird für das
zweite Anwendungsszenario auch die Monitor-Schaltung ausgeschaltet
(d. h. Verwendung von VVSS als negatives Versorgungspotential).
Im ausgeschalteten Zustand driftet das Potential des Knotens M1' langsam
ausgehend von VSS in Richtung VDD. Nach dem Wiedereinschalten des
Schaltungsblocks und der Monitor-Schaltung wird das Potential des
Knotens M1' mit dem Referenzpotential des Knotens
M3 verglichen. In Abhängigkeit des Vergleichs kippt
der Ausgang Q des Sense-Amplifiers 6' entweder auf VDD oder VSS. Wurde
während
der Ausschaltphase der Inhalt der Speicherzelle soweit zerstört, dass
das Potential des Knotens M1' (beispielsweise
0,60·VDD)
größer als
das Referenzpotentials des Knotens M3 (beispielsweise
0,25·VDD)
ist, so kippt der Ausgang Q des Sense-Amplifiers 6' auf VDD. Andernfalls
kippt der Ausgang Q des Sense-Amplifiers 6' auf VSS.
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Für das erste
und dritte Anwendungsszenario wird die Monitor-Schaltung nicht mitabgeschaltet (d.
h. Verwendung von VSS statt VVSS als negatives Versorgungspotential).
Stattdessen wird der Eingang der Speicherzelle auf das entgegengesetzte
Potential gelegt, auf das sie zuvor aufgeladen worden ist. Auf diese
Weise sind die Leckströme
in die Speicherzelle hinein maximal. Der Sense-Amplifier 6' wird benutzt,
um periodisch die aktuelle Spannung auf der Speicherkapazität 2a' mit der Referenzspannung
zu vergleichen. Ist die Ladung auf der Speicherkapazität 2a' durch Leckströme so weit
zerstört,
dass der Sense-Amplifier 6' in
die falsche Richtung kippt, ist dies das Signal für das System,
den Schaltungsblock wieder einzuschalten und die Flipflops wieder
aufzufrischen (erstes Anwendungsszenario) bzw. den Speicherinhalt
in einen Schaltungsblock-externen Speicher auszulagern (drittes
Anwendungsszenario).
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In 7 ist
ein Schaltbild eines zu 3a alternativen
Ausführungsbeispiels
eines erfindungsgemäßen Flipflops
dargestellt. Die mit gleichen Bezugszeichen versehenen Bauelemente
und Signale in 3a und 7 entsprechen
einander. Statt einer NOR-RS-Latchstufe 10 wie in 3a wird
in 7 eine einfache Inverter-Latchstufe 10' als Slave-Latchstufe
verwendet. Die Ansteuerung der Ausgänge erfolgt gemäß dem Push-Pull-Prinzip.
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Abschließend sollte
darauf hingewiesen werden, dass bei dem erfindungsgemäße State-Retention-Flipflop
ein Kompromiss zwischen einer möglichst langen
Retentionszeit und einer mög lichst
kurzen Ladezeit, und damit möglichst
hohen Taktrate, getroffen werden muss, da diese beiden Größen im Konkurrenzverhältnis zueinander
stehen. Die Retentionszeit kann durch entsprechend hohe Kapazitätswerte
prinzipiell beliebig hoch gewählt
werden. Umgekehrt gilt jedoch auch, dass große Kapazitätswerte mit einer entsprechend
hohen Aufladezeit verbunden sind, so dass die maximale Taktrate
des Flipflops entsprechend gering ist. Folglich gibt es ein maximales
Verhältnis
zwischen der Retentionszeit und der Aufladezeit, welche die minimale
Periodendauer des Taktsignals bestimmt. Dieses Verhältnis wird
durch die Eigenschaften des Koppel-Transistors bestimmt. Es kann gezeigt
werden, dass sich die Retentionszeit und die Ladezeit gemäß folgender
Beziehung zueinander verhalten:
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Dabei
beschreiben die Größe TR die Retentionszeit, die Größe TC die Ladezeit, die Größe Isat den Sättigungsstrom
im eingeschalteten Zustand des Koppel-Transistors und die Größe Ileak den Leckstrom im ausgeschalteten Zustand
des Koppel-Transistors. Für das Verhältnis zwischen
Isat und Ileax sind
Werte im Bereich 106 bis 107 realisierbar.
Da typische Werte für die
Abschaltzeit und damit für
die notwendige Retentionszeit im Mikrosekunden-Bereich liegen, können sehr
hohe Taktraten gewährleistet
werden.