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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zur Vereinzelung von oberflächenmontierbaren
Halbleiterbauteilen und zur Bestückung
derselben mit Außenkontaktflächen.
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Derzeit
werden Leadless-Gehäuse,
wie beispielsweise TSLP-(thin
small leadless package)-Gehäuse
mittels eines Trennschleifprozesses vereinzelt. Dazu wird zunächst ein
metallischer Träger,
auf dem eine Vielzahl von Halbleiterbauteilen auf einer gemeinsamen
Platte aus einer Kunststoffgehäusemasse
angeordnet sind, chemisch abgeätzt,
so dass nun freiliegende Verdrahtungsstrukturen, die ursprünglich auf
dem metallischen Träger
angeordnet waren, frei zugänglich
sind. Dadurch können
entsprechende metallische Kontaktflächen der Verdrahtungsstrukturen
zu Außenkontaktflächen beschichtet oder
mit Außenkontakten
bestückt
werden.
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Eine
Vielzahl der Halbleiterbauteile wird unter der gemeinsamen sog. "Moldkappe", die im Folgenden
Verbundplatte genannt wird, in eine gemeinsame Kunststoffmasse eingebettet.
Die Verbundplatte vereinigt die unterschiedlichsten Komponenten
der Halbleiterbauteile, wie Halbleiterchips, Verbindungselemente,
Außenkontaktflächen usw.,
in einem plattenförmigen
Kunststoffkörper,
der anschließend
nach dem Bestücken
mit den Außenkontaktflächen sägetechnisch
in einzelne oberflächenmontierbare
Halbleiterbauteile aufgetrennt wird. Dazu wird die Verbundplatte
auf eine Sägefolie
geklebt und anschließend
werden auf dieser Sägefolie
mittels einer Wafersäge
die Halb leiterbauteile singuliert. Auf der Sägefolie sind die Halbleiterbauteile
nach dem Singulieren derart angeordnet, dass sie über die
Außenkontaktflächen bzw.
die Außenkontakte
auf ihre Funktionsfähigkeit
getestet werden können,
bevor sie von der Sägefolie
abgenommen und in entsprechende Transportgurte verpackt werden.
Das Vereinzeln von in eine gemeinsame Kunststoffmasse eingebetteten Halbleiterchips
durch einen Sägeprozess
ist beispielsweise aus der
US
6,602,734 B1 bekannt.
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Ein
Verfahren zum Vereinzeln eines Nutzens in Halbleiterbauteile ist
aus der
US 2003/0199122
A1 bekannt, wobei die vereinzelten Halbleiterbauteile mit
Hilfe einer Beschriftung ihrer ursprünglichen Bauteilposition im
Nutzen zugeordnet werden können.
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Dieses
Verfahren hat den Nachteil, dass die bekannten Trennschleifprozesse
zur Vereinzelung der Halbleiterbauteile aufgrund der hohen Belastung der
Kunststoffgehäuse
und dem Verschleiß der
Sägeblätter während dieser
Fertigungsvorgänge
diese Trennschleifprozesse prozesstechnisch aufwendig sind. Ein
Grund die Ausfallquote nach dem Trennschleifen ist darin zu sehen,
dass nicht nur der metallische Träger weggeschliffen wird, sondern
auch die angrenzende Verdrahtungsstruktur in Mitleidenschaft gezogen
werden kann.
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Die
US 2002/0055238 A1 offenbart
das Vereinzeln eines Halbleiterwafers in Halbleiterchips durch Einbringen
von Trennspuren und anschließendes
Dünnen
des Wafers von der Rückseite
aus. Das Vereinzeln eines Halbleiterwafers in Halbleiterchips mittels
eines wasserstrahlgeführten
Laserstrahls ist aus der
JP
2003034780 A bekannt. Ein Verfahren zum Vereinzeln eines
Nutzens in Halbleiterbauteile ist aus der
US 2003/0199122 A1 bekannt.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, ein Verfahren anzugeben, mit dem die Fertigung
oberflächenmontierbarer
Halbleiterbauteile erleichtert wird und die Ausschußrate bei
der Fertigung vermindert wird. Ferner ist es Aufgabe der Erfindung,
eine Beschriftung der Bauteile in den Bauteilpositionen einer Verbundplatte
zu ermöglichen,
bevor die Halbleiterbauteile weiter verarbeitet werden.
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Diese
Aufgabe wird mit dem Gegenstand der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
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Erfindungsgemäß wird ein
Verfahren zur Vereinzelung von oberflächenmontierbaren Halbleiterbauteilen
und zur Bestückung
derselben mit Außenkontaktflächen angegeben.
Das Verfahren weist dazu nachfolgende Verfahrensschritte auf.
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Zunächst wird
eine Verbundplatte auf einem perforierten metallischen Träger hergestellt,
der in Zeilen und Spalten angeordnete Halbleiterbauteilpositionen
aufweist. Der metallische Träger
kann auch mehrere Verbundplatten aufweisen. Für eine derartige Verbundplatte
werden Komponenten mehrerer Halbleiterbauteile in eine gemeinsame
Kunststoffgehäusemasse
eingebettet. Dazu weist die Verbundplatte auf ihrer Unterseite eine
Verdrahtungsstruktur mit Metallkontakten zum metallischen Träger hin
auf. Die Oberseite der Verbundplatte wird von einer ebenen Fläche der
gemeinsamen Kunststoffgehäusemasse
aller Halbleiterbauteile einer Verbundplatte gebildet.
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In
einem nächsten
Schritt werden Trenngräben
in die Kunststoffgehäusemasse
der Verbundplatte mittels Laserablation zum Vereinzeln der Halbleiterbauteilpositionen
eingebracht. Dazu umgeben die Trenngräben die Halbleiterbauteilpositionen.
Die Tiefe der mit Laserablation eingebrachten Trenngräben wird durch
den metallischen Träger
begrenzt. Der Stop des Laserabtrags in den Trenngräben der Kunststoffgehäusemasse
wird dabei durch gegenüber
denen der Kunststoffgehäusemasse
erhöhte
Reflexionseigenschaften des metallischen Trägers erreicht.
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Nach
dem Einbringen der Trenngräben
kann wiederum mittels Laserablation eine Bauteilbeschriftung auf
den Oberseiten der Kunststoffgehäuse
in den jeweiligen Bauteilpositionen aufgebracht werden. Nach dem
Beschriften der Kunststoffgehäuse der
Halbleiterbauteile wird auf die Oberseiten der Kunststoffgehäuse eine
gemeinsame Klebstofffolie als Haltestreifen aufgebracht. Nun kann,
ohne dass die Halbleiterbauteile einer Verbundplatte auseinander
fallen, der metallische Träger
unter Beibehaltung der Halbleiterbauteilpositionen auf der Klebstofffolie und
unter Freilegen der auf der Unterseite der Verbundplatte angeordneten
Metallkontakte, entfernt werden.
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Die
freiliegenden Metallkontakte werden nun mit oberflächenmontierbaren
Kontaktaußenflächen verstärkt. Auch
dieses Verstärken
kann durch eine entsprechende Beschichtung gleichzeitig für die Vielzahl
der Metallkontakte der einzelnen Halbleiterbauteile geschehen, ohne
dass ein einzelnes Bestücken von
einzelnen Außenkontaktflächen in
jeder der Metallflächenpositionen
erforderlich wird. Nachdem somit Außenkontaktflächen geschaffen
sind, kann die Funktionsfähigkeit
der Halbleiterbauteile noch auf der Klebstofffolie durch Kontaktieren
der aufgebrachten frei zugänglichen
Außenkontaktflächen geprüft werden.
Anschließend
werden die Halbleiterbauteile unter Abnehmen funktionstüchtiger
und beschrifteter Halbleiterbauteile von der Klebstofffolie vereinzelt.
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Dieses
Verfahren zum Vereinzeln von Halbleiterbauteilen und zum Aufbringen
von Außenkontaktflächen für oberflächenmontierbare
Halbleiterbauteile hat den Vorteil, dass fertigungstechnisch unkritische
Verfahrensschritte durchgeführt
werden können.
Anstelle des äußerst kritischen
Aussägens von
Halbleiterbauteilen auf einer Klebstofffolie wird mit diesem Verfahren,
noch während
die Halbleiterbauteile auf dem metallischen Träger in Form einer Verbundplatte
zusammengehaltenen werden, ein schonender Laserabtrag eingebracht.
Die Lasertrenntechnik ermöglicht
es, dass die Trennspuren in Form von Trenngräben in ihrer Breite gegenüber den Sägespuren,
die von der Dicke der Sägeblätter abhängig sind,
vermindert werden können.
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Weiterhin
hat dieses Verfahren den Vorteil, dass die Klebstofffolie für ein gemeinsames
Aufbringen einer Vielzahl von Außenkontaktflächen auf
die Unterseiten der Halbleiterbauteile genutzt werden kann. Schließlich kann
das Einbringen der Trenngräben
mittels Laserablation mit dem Beschriften der e benen Oberflächen der
Halbleiterbauteile geeignet kombiniert werden. Ein weiterer Vorteil
dieses Verfahrens ist es, dass das Einbringen der Trenngräben relativ
unabhängig
von Wölbungen
der Verbundplatte ist. Es ist folglich nicht notwendig, wie bei
dem sägetechnischen
Trennverfahren, die Verbundplatte auf einer entsprechend formstabilen
Sägefolie
anzuordnen, die keinerlei oder nur äußerst geringe Verwölbung der
Verbundplatte beim Anbringen der Sägefugen toleriert.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung werden im Anschluss an das Testen der Funktionsfähigkeit
der Halbleiterbauteile und im Anschluss an das Vereinzeln der Halbleiterbauteile
diese von der Klebstofffolie in einen Transportgurt verpackt. Ein
Beschriften der einzelnen Bauteile entfällt, denn auch dieses ist bereits
für viele
Bauteile gleichzeitig auf der Oberseite der Verbundplatte bzw. auf einem
metallischen Träger
geschehen. Sowohl die visuelle Kontrolle als auch die messtechnische Überprüfung der
Halbleiterbauteile zeigt, dass die Ausschussrate durch das erfindungsgemäße Verfahren geringer
werden konnte und somit eine größere Anzahl
an funktionsfähigen
Halbleiterbauteilen pro Charge versandt werden können.
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Die
Verdrahtungsstruktur mit Metallkontakten auf der Unterseite der
Verbundplatte wird zunächst
durch selektive galvanisches Abscheiden von Metallstrukturen auf
dem metallischen Träger
in einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung hergestellt. Dazu wird vorzugsweise der Träger aus
einer Kupferlegierung gebildet, wobei in den jeweiligen vorgesehenen
Halbleiterbauteilpositionen nicht nur Metallkontaktflächen abgeschieden
werden können, sondern
Verbindungsleitungen hergestellt werden können, die eine elek-trische
Verbindung zwi schen Metallkontaktflächen und Kontaktflächen der
Halbleiterchips über
Bonddrähte
oder Flipchip-Kontakte ermöglichen.
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Auf
diese Verdrahtungsstruktur wird vorzugsweise in den Halbleiterbauteilpositionen
vor dem Aufbringen einer Kunststoffgehäusemasse ein Halbleiterchip
aufgebracht und dieser wird über
Verbindungselemente mit der Verdrahtungsstruktur elektrisch verbunden.
Sowohl die Verdrahtungsstruktur auf dem metallischen Träger als
auch der Halbleiterchip sowie seine Verbindungselemente zu der Verdrahtungsstruktur
bilden Komponenten eines Halbleiterbauteils einer Halbleiterbauteilposition.
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Dazu
kann der Halbleiterchip mittels Klebetechnik auf die Verdrahtungsstruktur
aufgebracht werden. Wenn ein elektrischer Kontakt zu der Verdrahtungsstruktur
herzustellen ist, kann diese Klebetechnik auch mit einem Leitklebstoff
durchgeführt werden.
Andere bevorzugte Möglichkeiten,
den Halbleiterchip elektrisch mit der Verdrahtungsstruktur zu verbinden,
bilden Löttechniken,
wobei sowohl eutektische Löttechniken
als auch Diffusionslöttechniken sowie
Weichlottechniken, insbesondere mit bleifreien Loten für das Aufbringen
der Halbleiterchips auf die Verdrahtungsstruktur zur Verfügung stehen.
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Als
Verbindungselemente zwischen entsprechenden Kontaktflächen des
Halbleiterchips und der Verdrahtungsstruktur werden Bonddrähte oder
Flipchip-Kontakte eingesetzt. Für
das Anbringen von Bonddrähten
wird der Halbleiterchip mit seiner Rückseite auf der Verdrahtungsstruktur
fixiert und anschließend
werden entsprechende Kontaktanschlussflächen der Verdrahtungsstruktur über Bonddrähte mit
entsprechenden Kontaktflächen
auf der aktiven Oberseite des Halbleiterchips verbunden.
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Bei
Halbleiterchips mit Flipchip-Kontakten werden diese auf entsprechende
Kontaktanschlussflächen
gelötet,
die in Größe, Struktur
und Anordnung der Größe und Anordnung
der Flipchip-Kontakte
des Halbleiterchips angepasst sind.
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Nachdem
die Komponenten, wie die metallischen Kontaktflächen der Verdrahtungsstruktur,
die Verdrahtungsstruktur selbst, der Halbleiterchip und die entsprechenden
Verbindungen zur Verdrahtungsstruktur hergestellt sind, wird auf
eine Vielzahl von Halbleiterbauteilen eine gemeinsame Kunststoffgehäusemasse
aufgebracht, um eine Verbundplatte auf dem metallischen Träger herzustellen.
Dabei können mehrere
Verbundplatten hintereinander auf einem derartigen metallischen
Träger
positioniert werden, wobei nun die Kunststoffgehäusemasse in einem bevorzugten
Durchführungsbeispiel
des Verfahrens mittels eines Dispensionsverfahrens aufgebracht wird.
Bei diesem Dispensionsverfahren werden die Komponenten in den Halbleiterbauteilpositionen
in die Kunststoffgehäusemasse
eingebettet.
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Eine
weitere Möglichkeit
des Einbettens der Komponenten besteht mit Hilfe von Spritzgussverfahren,
bei denen unter hohem Druck die Kunststoffmasse einer Verbundplatte
in entsprechende Spitzgussformen eingepresst wird, wobei der hohe
Druck dafür
sorgt, dass sämtliche
Zwischenräume
zwischen den Komponenten vollständig
von Kunststoffmasse aufgefüllt
werden.
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Nach
dem Ausformen des metallischen Trägers mit seinen aufgebrachten
Verbundplatten aus der Spritzgussform kann nun das Einbringen der Trenngräben in jeder
der Verbundplatten bzw. der Kunststoffmassen der Verbundplatten
durchgeführt werden.
Nach dem Einbringen der Trenngräben,
welche die Halbleiterbauteile umgeben, ist die Laserenergie des
Lasergerätes
für ein
Beschriften der Oberseite der Kunststoffmasse gegenüber der
Laserenergie für
das Einbringen der Trenngräben
herunterzufahren, so dass mit verminderter Laserenergie nun die
Beschriftung auf die Vielzahl der entstandenen Halbleiterbauteile,
die noch auf dem metallischen Träger
fixiert sind, aufgebracht wird.
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Nach
der Beschriftung der Oberflächen
folgt das Aufbringen einer Klebstofffolie, wobei diese Klebstofffolie
mit einer Perforation versehen wird, bevor sie als Haltestreifen
auf die Kunststoffgehäusemasse der
Halbleiterbauteilpositionen aufgeklebt wird. Mit Hilfe dieser Perforation
der Klebstofffolie kann jedes der Halbleiterbauteile in den Halbleiterbauteilpositionen
verbleiben und dennoch gemeinsam mit den anderen Halbleiterbauteilen
weiter bearbeitet werden. Dazu erfolgt das Entfernen des metallischen
Trägers unter
Beibehaltung der Halbleiterbauteilpositionen auf der Klebstofffolie
mittels Nassätzen.
Neben dem Nassätzen
kann der Träger
auch durch Plasmaätzen, das
als Trockenätzverfahren
bekannt ist, entfernt werden oder auch mittels Laserablation abgenommen
werden.
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Bei
dem Entfernen des Trägers
werden nun mindestens die Metallkontakte auf der Unterseite der Halbleiterbauteile
freigelegt. Diese Metallkontakte können über die Verdrahtungsstruktur
mit den eingebetteten Verbindungselementen mit dem Halbleiterchip
elektrisch in Verbindung stehen. Diese Metallkontakte werden nun
zu oberflächenmontierbaren Außenkontaktflächen vorzugsweise
mittels Lottechnik verstärkt.
Andere Verstärkungsmöglichkeiten
bestehen darin, dass die oberflächenmontierbaren
Außenkontaktflächen mittels
galvano-chemischer Abscheidung aufgebracht werden oder das Verstärken der Metallkontakte
zu oberflächenmontierbaren
Außenkontaktflächen mittels
stromloser Abscheidung von Metallen erfolgt.
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Zusätzlich zu
den Außenkontaktflächen können auf
die funktionsfähigen
Halbleiterbauteile vor einem Abnehmen von der Klebstofffolie auch
Lotkugeln aufgelötet
werden. Diese Lotkugeln als Außenkontakte
haben den Vorteil, dass sie je nach Aufbau und Strukturierung einen
begrenzten Ausgleich zwischen thermischen Ausdehnungskoeffizienten
und eine begrenzte Dämpfung
von Thermospannung zwischen einem oberflächenmontierbaren Halbleiterbauteil
und einer übergeordneten
Schaltungsplatine bilden können.
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Zusammenfassend
ist festzustellen, dass mit Hilfe des Lasers der gesamte metallische
Träger
mit mehreren Verbundplatten zu Halbleiterbauteilen strukturiert
werden kann. Dazu wird der "Moldcompound" bzw. die gemeinsame
Kunststoffgehäusemasse
bis auf den metallischen Träger
hinunter in entsprechenden Trenngräben abgetragen, ohne dass der
metallische Träger,
der eine Kupferlegierung sein kann, beschädigt wird. Ein derartiger sog. "Precut-Laser" kann nach dem Strukturieren
mit verringerter Leistung die einzelnen Bauteile bereits beschriften.
Anschließend
ist es möglich,
die in den Halbleiterbauteilpositionen aufgetrennten, doch noch über den
metallischen Träger
zusammengehaltenen Halbleiterbauteile in der Galvanik durch Abätzen des Trägers voneinander
zu trennen, so dass sie nur noch durch die Klebefolie zusammengehalten
werden.
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Danach
können
die Kontaktflächen
der einzelnen Halbleiterbauteile chemisch-metallisch beschichtet
werden, um Außenkontaktflächen für die oberflächenmontierbaren
Halbleiterbauteile herzustellen. Die Klebefolie mit den anhaftenden
Halbleiterbauteilen und ihren Außenkontaktflächen können dann
im Prüffeld
die Funktionstüchtigkeitsprüfung der Halbleiterbauteile
ermöglichen.
Danach werden die funktionstüchtigen
Bauteile direkt von der Klebstofffolie in einen entsprechenden Transportgurt übertragen.
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Somit
hat das erfindungsgemäße Verfahren die
folgenden Vorteile.
- 1. Eliminieren des Trennschleifprozesses;
- 2. Reduzieren der Sägespurbreite
auf ein Minimum;
- 3. Einsatz von dünneren
und dadurch günstigeren Klebefolien
als beim Sägetrennprozess;
- 4. Eine Handhabung von einzelnen Verbundplatten ist nicht notwendig,
da die kleinste Einheit beim Vereinzeln, beim Laminieren der Klebstofffolie
und bei der Galvanik die Größe des ursprünglichen
Trägers
ist;
- 5. Ein gesonderter Reinigungsschritt wie das sog. "Spincleaning", wie es nach dem
Sägen erforderlich
ist, kann entfallen;
- 6. Ein Durchbiegen von Verbundplatten aufgrund der Kunststoffgehäusemasse,
dadurch dass als Kunststoffgehäusemasse
niederviskose Pressmassen verwendet werden, ist unkritisch bei diesem
Verfahren, da direkt nach dem sog. "holden" oder Spritzgießen ein Entlastungsschritt,
der sog. "Precut" durchgeführt werden
kann; und
- 7. Ein Singulieren von nicht rechteckigen Halbleiterbauteilen
ist möglich.
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Die
Erfindung wird nun anhand der beigefügten Figuren näher erläutert.
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1 zeigt
eine schematische Draufsicht auf einen metallischen Träger mit
4 aufgebrachten, teilweise in Bauteilpositionen getrennte Verbundplatten
mit einer Vielzahl von Halbleiterbauteilpositionen;
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2 zeigt
eine vergrößerte schematische Draufsicht
auf einen Ausschnitt B der 1;
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3 zeigt
eine schematische Seitenansicht des metallischen Trägers mit
aufgebrachten Verbundplatten;
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4 zeigt
eine vergrößerte schematische Seitenansicht
eines Ausschnitts A der 3;
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5 zeigt
eine schematische Draufsicht auf eine Klebstofffolie, die auf die
Oberseiten der aufgetrennten Verbundplatten aufgebracht ist;
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6 zeigt
eine schematische Seitenansicht auf die Verbundplatten der Klebstofffolie
und auf den metallischen Träger;
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7 zeigt
eine vergrößerte schematische Seitenansicht
eines Ausschnitts der 6;
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8 zeigt
eine schematische Draufsicht auf die Klebstofffolie der 5 und
auf die Unterseite der aufgetrennten Verbundplatten;
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9 zeigt
eine vergrößerte schematische Draufsicht
auf einen Ausschnitt D der 8;
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10 zeigt
eine schematische Seitenansicht der Klebstofffolie mit aufgetrennten
Verbundplatten;
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11 zeigt
eine vergrößerte schematische Seitenansicht
eines Ausschnitts der 10.
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1 zeigt
eine schematische Draufsicht auf einen metallischen Träger 4 mit
vier aufgebrachten, teilweise in Halbleiterbauteilpositionen 7 getrennte
Verbundplatten 3 mit einer Vielzahl von Halbleiterbauteilpositionen 7.
Der Träger 4 weist
an seinen Randseiten, die nicht von Verbundplatten 3 bedeckt
sind, Perforationen 16 auf, deren Perforationslöcher 17 derart
angeordnet sind, dass ein automatischer Transport sowie ein passgenaues
Einfügen
in entsprechende Haltemechanismen von Fertigungsvorrichtungen möglich ist.
Dieser metallische Träger 4 wird
auch als Flachleiterrahmen bzw. "Leadframe" aus historischen
Gründen
bezeichnet, obgleich der metallische Träger 4 keine Flachleiter
bzw. "Leads" aufweist.
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Vielmehr
sind auf dem metallischen Träger 4 unter
sog. "Moldkappen" in den Halbleiterbauteilpositionen 7 Komponenten
von Halbleiterbauteilen 1 in eine Kunststoffgehäusemasse 8 der
Verbundplatten 3 eingebettet. Zu diesen eingebetteten Halbleiterbauteilkomponenten
gehören
ein Halbleiterchip und Verbindungselemente von dem Halbleiterchip
zu einer Verdrahtungsstruktur und zu Metallkontakten. Die Metallkontakte
sind auf den metallischen Träger
galvanisch aufgebracht und von der hier gezeigten Draufsicht auf
vier dieser Verbundplatten 3 eines metallischen Trägers 4 nicht
sichtbar.
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Die äußerst rechte
Verbundplatte 3 ist in dieser Darstellung bereits durch
Einbringen von Trenngräben 11 in
Halbleiterbauteilpositionen 7 aufgeteilt, welche in Zeilen 5 und
Spalten 6 angeordnete Halbleiterbauteile 1 aufweisen.
Die Trenngräben 11 werden
in die Kunststoffgehäusemasse 8 durch
Laserablation eingebracht und teilen die Verbundplatte 3 in einzelne
Halbleiterbauteile 1 auf, die jedoch noch auf dem metallischen
Träger 4 fixiert
sind. Da die Oberseite 10 der Verbundplatten 3 frei
zugänglich
ist, ist es möglich,
vor oder nach dem Einbringen der Trenngräben 11 eine Beschriftung
auf der Oberseite 13 der Kunststoffgehäusemasse 8 in den
Halbleiterbauteilpositionen 7 vorzunehmen. Dazu ist in 1 ein
Ausschnitt B markiert, der in 2 näher dargestellt
wird.
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2 zeigt
eine vergrößerte schematische Draufsicht
auf einen Ausschnitt B der 1. In dem Ausschnitt
B sind die Trenngräben 11,
die eine Halbleiterbauteilposition 7 umgeben, zu sehen,
wobei diese Trenngräben 11 durch
Laserablation eingebracht werden und der gleiche Laser jedoch bei
geringerer Strahlungsintensität
dazu benutzt wird, um die in 2 gezeigte
Bauteilbeschriftung 12 auf die Oberseite 13 der
Kunststoffgehäusemasse 8 aufzubringen.
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3 zeigt
eine schematische Seitenansicht des metallischen Trägers 4 mit
aufgebrachten Verbundplatten 3. Ferner zeigt 3 einen
Ausschnitt A, der in 4 in vergrößerter Form dargestellt wird.
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4 zeigt
eine vergrößerte schematische Seitenansicht
eines Ausschnitts A der 3. In diesem Ausschnitt A sind
drei Halbleiterbauteile 1 in Seitenansicht dargestellt,
die durch zwei Trenngräben 11 in
der Kunststoffgehäusemasse 8 getrennt
sind. Die Tiefe t der Trenngräben 11 wird
durch den metallischen Träger 4 begrenzt,
wobei während
der Laserablation aufgrund des höheren
Reflektionsvermögens
des metallischen Trägers 4,
der in dieser Ausführungsform
aus einer Kupferlegierung besteht, der Laserabtrag in den Trenngräben 11 begrenzt
wird. Dabei entspricht die Dicke d der Halbleiter bauteile 1 der
Dicke der auf dem Träger 4 aufgebrachten
Verbundplatten 3.
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Auf
die Darstellung der Halbleiterkomponenten, wie einer Verdrahtungsstruktur
auf der Unterseite 9 der Verbundplatte 3 sowie
eines Halbleiterchips und seiner Verbindungselemente wurde in dieser Darstellung
verzichtet, da die 4 lediglich eine vergrößerte schematische
Seitenansicht des in 3 gezeigten Ausschnitts A zeigt.
Im Prinzip kann diese Technik des Lasertrennens, dessen Ergebnis in 4 gezeigt
wird, und der Laserbeschriftung, dessen Ergebnis in 2 gezeigt
wird, für
die unterschiedlichsten Verbundplatten 3 eingesetzt werden. Eine
Verwölbung
der Verbundplatte 3 auf dem metallischen Träger 4 ist
bei dieser Technik unproblematisch. Die Laserablation kann nämlich in
vorteilhafter Weise derartigen Verwölbungen nachgeführt werden.
Außerdem
können
Verspannungen und Verwölbungen,
die beim Aufbringen der Kunststoffgehäusemasse 8 auftreten
könnten,
durch die Trenngräben 11 in
vorteilhafter Weise ausgeglichen werden.
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5 zeigt
eine schematische Draufsicht auf eine Klebstofffolie 14,
die auf die Oberseite 13 der Kunststoffgehäusemasse 8 der
aufgetrennten Verbundplatten 3 aufgebracht ist. Sowohl
die Verbundplatten 3 als auch der metallische Träger 4 sind
unterhalb der Zeichenebene und damit unterhalb der Klebstofffolie 14 angeordnet.
Diese Klebstofffolie 14 dient gleichzeitig als Haltestreifen 15 für die Weiterverarbeitung
der aufgetrennten Halbleiterbauteile 1, wobei diese mit
ihren beschrifteten Oberseiten 13 an der Klebstofffolie 14 haften.
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Die
Perforation 16 und die Perforationslöcher 17 werden auf
die Haltefolie 15 in Form der Klebstofffolie 14 übertragen, so
dass auf der Klebstofffolie 14 die gleichen Justage- und
Ausrichtmöglichkeiten
für die
aufgetrennten Halbleiterbauteilpositionen 7 bestehen, wie
auf dem metallischen Träger 4.
Demzufolge können
auch mehrere metallische Träger 4 auf
einer derartigen Klebstofffolie 14 angeordnet werden. Da
die Halbleiterbauteile 1 mit ihren Oberseiten 13 durch
die Klebstofffolie 14 in ihren Positionen fixiert sind,
kann nun der noch vorhandene Träger 4 entfernt
werden.
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6 zeigt
eine schematische Seitenansicht auf die Verbundplatten 3 mit
Klebstofffolie 14 und metallischem Träger 4. Ferner zeigt 6 einen
Ausschnitt C, der in 7 in vergrößertem Maßstab dargestellt wird.
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7 zeigt
eine vergrößerte schematische Seitenansicht
des Ausschnitts C der 6. Der Verbundkörper 3 ist
hier in einzelne Halbleiterbauteile 1 bereits durch die
Trenngräben 11 getrennt,
wobei auf der Oberseite 13 die in 2 gezeigte
Beschriftung der Halbleiterbauteile 1 angeordnet ist und
auf der Unterseite 9 der Verbundplatte 3 eine
Verdrahtungsstruktur des Halbleiterbauteils 1 angeordnet
ist, die durch Abätzen
des metallischen Trägers 4 von
der Unterseite 9 der Verbundplatte 3 freigelegt
werden kann.
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8 zeigt
eine schematische Draufsicht auf die Klebstofffolie 14 der 5 und
auf die Unterseiten 9 der aufgetrennten Verbundplatten 3.
Die Halbleiterbauteile 1 sind nach wie vor in Zeilen 5 und Spalten 6 durch
die Trenngräben 11 aufgeteilt
und liegen nach Entfernen des in 7 gezeigten
Trägers 4 völlig frei.
Dabei sind auf den Unterseiten 9 der Verbundplatten 3 nun
Metallkontakte zugänglich,
die in weiteren Schritten mit Außenkontaktflächen 2 bestückt werden
können.
Dieses Bestücken
erfolgt jedoch nicht einzeln, sondern parallel und gleichzeitig für sämtliche
auf der Unterseite 9 zugängliche Metallkontakte. Dazu
kann in einem galvanischen Bad oder durch stromlose Abscheidung
der Metallkontakt verstärkt
werden, wobei auch Auflötverfahren
einsetzbar sind.
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9 zeigt
eine vergrößerte schematische Draufsicht
auf einen Ausschnitt D der 8. Auch hier
begrenzen die Trenngräben 11 ein
Halbleiterbauteil 1, wobei auf der hier sichtbaren Unterseite 9 Außenkontaktflächen 2 unterschiedlicher
Größen angeordnet
sind. In der Mitte des Halbleiterbauteils 1 sind auf der
Unterseite 9 größere Kontaktflächen angeordnet
als an den Rändern
des Halbleiterbauteils. Das zeigt, dass auf den größeren Kontaktflächen im Zentrum,
die Teil einer Verdrahtungsstruktur sind, Halbleiterchips angeordnet
sind, während
die in den Randbereichen angesiedelten Außenkontaktflächen 2 als
Signalanschlüsse
oder Stromversorgungsanschlüsse
zum Halbleiterchip hin dienen.
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Da
sämtliche
Außenkontaktflächen 2 auf
der Unterseite 9 angeordnet sind, ist dieses ein Halbleiterbauteil 1,
das oberflächenmontierbar
auf eine übergeordnete
Schaltungsplatine angebracht werden kann, wenn diese übergeordnete
Schaltungsplatine entsprechende Kontaktflächen gleicher Größe und Anordnung
aufweist. Andererseits ist es möglich, auf
diese Außenkontaktflächen 2 Außenkontakte
in Form von Lotbällen
aufzubringen und somit ein Halbleiterbauteil 1 zu schaffen,
das über
Lotkugeln mit übergeordneten
Schaltungsplatinen verbindbar ist.
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10 zeigt
eine schematische Seitenansicht der Klebstofffolie 14 mit
aufgetrennten Verbindungsplatten und einem Ausschnitt E dieser Seitenansicht.
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11 zeigt
eine vergrößerte schematische Seitenansicht
des Ausschnitts E der 10. Auf der Unterseite 9 des
Halbleiterbauteils 1 sind die in 9 gezeigten
Außenkontaktflächen 2 angeordnet.
Die Trenngräben 11 reichen
bis zu der Kunststofffolie 14, die gleichzeitig eine Haltefolie 15 darstellt.
Auf dieser Kunststofffolie 14 können die Außenkontaktflächen 2, die
in 9 gezeigt werden, durch Eintauchen in ein Galvanikbad
verstärkt
werden. Dabei können
sowohl Lotlegierungen als auch andere Edelmetallkontaktlegierungen
aufgebracht werden, um einerseits die Metallkontaktflächen der
Verdrahtungsstruktur zu verstärken
und andererseits diese Metallflächen
als Außenkontaktflächen vor
Korrosion zu schützen.
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Da
die Außenkontaktflächen nun
frei zugänglich
sind, kann in dieser Fertigungsphase jedes einzelne Halbleiterbauteil 1 auf
seine Funktionsfähigkeit
getestet werden, und auch auf der Haltefolie 15 können Halbleiterbauteile,
die nicht den Qualitätsanforderungen
entsprechen, markiert werden, so dass nur die Halbleiterbauteile 1 von
der Klebstofffolie 14 bzw. Haltefolie 15 abgenommen
und in einem Transportgurt verpackt werden, die voll funktionstüchtig sind.
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- 1
- Halbleiterbauteil
- 2
- Außenkontaktfläche
- 3
- Verbundplatte
- 4
- metallischer
Träger
- 5
- Zeilen
- 6
- Spalten
- 7
- Halbleiterbauteilposition
- 8
- Kunststoffgehäusemasse
- 9
- Unterseite
der Verbundplatte
- 10
- Oberseite
der Verbundplatte
- 11
- Trenngraben
- 12
- Bauteilbeschriftung
- 13
- Oberseite
der Kunststoffgehäusemasse
- 14
- Klebstofffolie
- 15
- Haltestreifen
- 16
- Perforation
- 17
- Perforationsloch
- 18
- Rand
des Trägers
- 19
- Rand
des Trägers
- d
- Dicke
des Hableiterbauteils
- t
- Tiefe
des Trenngrabens