DE102004009107B4 - Betätigungseinrichtung für ein Türschloss einer Fahrzeugtür - Google Patents
Betätigungseinrichtung für ein Türschloss einer Fahrzeugtür Download PDFInfo
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Abstract
Betätigungseinrichtung
für ein
Türschloss
einer Fahrzeugtür,
insbesondere bei Personenkraftwagen,
– mit einem Außengriff, der zur Betätigung des Türschlosses mit diesem über eine Kopplungseinrichtung (3) verbunden ist,
– wobei die Kopplungseinrichtung (3) eine Hubübertragungseinrichtung (4) aufweist, die eingangsseitig mit einem Übersetzungshebel (8) verbunden ist und die ausgangsseitig mit dem Türschloss verbunden ist,
– wobei der Außengriff direkt oder indirekt mit dem Übersetzungshebel (8) zusammenwirkt,
– wobei die Kopplungseinrichtung (3) ein Schaltelement (18) aufweist, das zwischen einer Öffnungsstellung und einer Entriegelungsstellung umschaltbar ist,
– wobei der Übersetzungshebel (8) in einem Öffnungslager (12) um eine Öffnungsschwenkachse (16) schwenkbar gelagert ist,
– wobei der Übersetzungshebel (8) in einem Entriegelungslager (13) um eine Entriegelungsschwenkachse (17) schwenkbar gelagert ist,
– wobei das Schaltelement (18) in der Öffnungsstellung das Öffnungslager (12) aktiviert und das Entriegelungslager (13) deaktiviert, derart, dass der Übersetzungshebel (8) im Öffnungslager (12) um die Öffnungsschwenkachse (16) schwenkbar...
– mit einem Außengriff, der zur Betätigung des Türschlosses mit diesem über eine Kopplungseinrichtung (3) verbunden ist,
– wobei die Kopplungseinrichtung (3) eine Hubübertragungseinrichtung (4) aufweist, die eingangsseitig mit einem Übersetzungshebel (8) verbunden ist und die ausgangsseitig mit dem Türschloss verbunden ist,
– wobei der Außengriff direkt oder indirekt mit dem Übersetzungshebel (8) zusammenwirkt,
– wobei die Kopplungseinrichtung (3) ein Schaltelement (18) aufweist, das zwischen einer Öffnungsstellung und einer Entriegelungsstellung umschaltbar ist,
– wobei der Übersetzungshebel (8) in einem Öffnungslager (12) um eine Öffnungsschwenkachse (16) schwenkbar gelagert ist,
– wobei der Übersetzungshebel (8) in einem Entriegelungslager (13) um eine Entriegelungsschwenkachse (17) schwenkbar gelagert ist,
– wobei das Schaltelement (18) in der Öffnungsstellung das Öffnungslager (12) aktiviert und das Entriegelungslager (13) deaktiviert, derart, dass der Übersetzungshebel (8) im Öffnungslager (12) um die Öffnungsschwenkachse (16) schwenkbar...
Description
- Die Erfindung betrifft eine Betätigungseinrichtung für ein Türschloss einer Fahrzeugtür, insbesondere bei Personenkraftwagen, mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
- Eine derartige Betätigungseinrichtung ist aus der
DE 101 51 870 A1 bekannt und umfasst einen Außengriff, der zur Betätigung des Türschlosses mit diesem über eine Kopplungseinrichtung verbunden ist. Diese Kopplungseinrichtung weist einen Bowdenzug auf, der eingangsseitig mit einem Übersetzungshebel verbunden ist und der ausgangsseitig mit dem Türschloss verbunden ist. Der Außengriff wirkt über eine Hebelanordnung mit dem Übersetzungshebel zusammen. Die Kopplungseinrichtung weist außerdem ein Schaltelement auf, das zwischen einer Öffnungsstellung und einer Entriegelungsstellung umschaltbar ist. Des Weiteren ist der Übersetzungshebel in einem Öffnungslager um eine Öffnungsschwenkachse und in einem Entriegelungslager um eine Entriegelungsschwenkachse schwenkbar gelagert. Das Schaltelement aktiviert in der Öffnungsstellung das Öffnungslager und deaktiviert dabei das Entriegelungslager, so dass der Übersetzungshebel im Öffnungslager um die Öffnungsschwenkachse schwenkbar ist. Im Unterschied dazu aktiviert das Schaltelement in der Entriegelungsstellung das Entriegelungslager und deaktiviert das Öffnungslager, so dass der Übersetzungshebel im Entriegelungslager um die Entriegelungsschwenkachse schwenkbar ist. Hier durch lassen sich in Abhängigkeit der Schaltstellung des Schaltelements bei gleicher Betätigung des Außengriffs unterschiedliche Hübe am Bowdenzug realisieren. - Bei der bekannten Betätigungseinrichtung befinden sich das Entriegelungslager und das Öffnungslager zwischen der Kopplungsstelle des Übersetzungshebels mit dem Bowdenzug und der Kopplungsstelle des Übersetzungshebels mit dem Außengriff. Desweiteren ist bei der bekannten Betätigungseinrichtung das Schaltelement als Linearschieber ausgebildet.
- Eine andere Betätigungseinrichtung ist beispielsweise aus der
DE 101 09 824 A1 bekannt und besitzt einen Außengriff, der zur Betätigung des Türschlosses mit diesem über eine Kopplungseinrichtung verbunden ist. Die Kopplungseinrichtung weist eine Hubübertragungseinrichtung in Form eines Bowdenzugs auf. Dieser Bowdenzug ist eingangsseitig mit einem Übersetzungshebel verbunden und ausgangsseitig mit dem Türschloss. Der Außengriff ist bei der bekannten Betätigungseinrichtung direkt über einen daran angeformten Mitnehmer mit dem Übersetzungshebel wirkungsverbunden. Die Kopplungseinrichtung weist außerdem ein Schaltelement auf, das zwischen einer Öffnungsstellung und einer Entriegelungsstellung umschaltbar ist. Der Übersetzungshebel ist in einem Lager um eine Schwenkachse schwenkbar gelagert. - Bei der bekannten Betätigungseinrichtung kann das Schaltelement mit Hilfe eines Schließzylinders zwischen der Öffnungsstellung und der Entriegelungsstellung umgeschaltet werden, wobei das Schaltelement eine translatorische Bewegung durchführt. Das Schaltelement ist an der Eingangsseite des Bowdenzugs mit dessen Druckhülse verbunden, so dass eine Betätigung des Schaltelements eine Relativverstellung zwischen der Druckhülse und dem Zugkabel des Bowdenzugs bewirkt. Im Unter schied dazu ist der Übersetzungshebel mit dem Zugkabel verbunden, so dass eine Betätigung des Außengriffs eine Verschwenkung des Übersetzungshebels bewirkt und das Zugkabel relativ zur Druckhülse verstellt. Durch diese Bauweise ergibt sich in der Öffnungsstellung des Schaltelements bei der Betätigung des Außengriffs am Bowdenzug ein Öffnungshub, der sich aus der Verstellbewegung des Übersetzungshebels ergibt. In der Entriegelungsstellung des Schaltelements kann jedoch ein Entriegelungshub im Bowdenzug erzeugt werden, der sich aus dem Verstellweg des Übersetzungshebels und zusätzlich aus dem Verstellweg des Schaltelements zusammensetzt. Der Entriegelungshub ist somit größer als der Öffnungshub. Das Türschloss kann nun zweckmäßig so ausgestaltet sein, dass es den unterschiedlichen Hüben des Bowdenzugs unterschiedliche Funktionen zuordnet. Beispielsweise dient der kleinere Öffnungshub bei entriegeltem Türschloss zum Öffnen des Türschlosses, während der größere Entriegelungshub das verriegelte Türschloss entriegelt. Bei bestimmten Konfigurationen ist das Umschalten des Schaltelements von der Öffnungsstellung in die Entriegelungsstellung relativ schwergängig, da hierbei die Druckhülse des Bowdenzugs in Druckrichtung verschoben werden muss. Der Entriegelungsvorgang gestaltet sich dadurch relativ unkomfortabel.
- Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, für eine Betätigungseinrichtung der eingangs genannten Art eine verbesserte Ausführungsform anzugeben, die insbesondere ein möglichst leichtgängiges Umschalten zwischen den Schaltstellungen des Schaltelements realisiert.
- Dieses Problem wird durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
- Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, für die Lagerung des Übersetzungshebels zwei voneinander beabstandete Lager vorzusehen, die wechselweise aktiviert bzw. deaktiviert werden können. Je nach Schaltstellung des Schaltelements besitzt der Übersetzungshebel somit einen großen Hebelarm, der zu einem vergleichsweise kleinen Hub an der Eingangsseite der Hubübertragungseinrichtung führt, oder einen kleinen Hebelarm, der dann zu einem entsprechend großen Hub führt. Da für das Umschalten zwischen den beiden Lagern, die entsprechend ihrer Funktion im Folgenden auch als Öffnungslager und Entriegelungslager bezeichnet werden, eine Wechselwirkung mit der Hubübertragungseinrichtung nicht erforderlich ist, kann das Umschalten mit vergleichsweise geringen Kräften durchgeführt werden. Dementsprechend komfortabel ist die Betätigung, beispielsweise über einen Schließzylinder.
- Desweiteren ist bei der erfindungsgemäßen Betätigungseinrichtung das Schaltelement durch einen um eine Schalthebelschwenkachse schwenkverstellbaren Schalthebel gebildet, was eine leichtgängige Betätigung des Schaltelements vereinfacht.
- Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform kann das Schaltelement in der Öffnungsstellung einen am Übersetzungshebel angeordneten Öffnungslagerzapfen im Öffnungslager zentrisch zur Öffnungsschwenkachse positionieren und einen am Übersetzungshebel angeordneten Entriegelungslagerzapfen relativ zum Entriegelungslager freigeben. In entsprechender Weise kann dann das Schaltelement in der Entriegelungsstellung den Entriegelungslagerzapfen im Entriegelungslager zentrisch zur Entriegelungsachse positionieren und den Öffnungslagerzapfen relativ zum Öffnungslager freigeben. Durch diese Bauweise kann der Übersetzungshebel in der Öffnungsstellung um die Öffnungsschwenkachse verschwenken, wobei sich der Entriegelungslagerzapfen relativ zum Entriegelungslager verstellen kann.
- Entsprechendes gilt dann auch für die Entriegelungsstellung, in welcher der Übersetzungshebel um die Entriegelungsachse rotiert, während sich sein Öffnungslagerzapfen relativ zum Öffnungslager bewegt. Hierdurch wird eine vergleichsweise einfach aufgebaute Mechanik bereitgestellt, die zuverlässig arbeitet, so dass die damit ausgestattete Betätigungseinrichtung eine erhöhte Funktionssicherheit besitzt.
- Zur Aktivierung und Deaktivierung des jeweiligen Lagers kann das Schaltelement bei einer Weiterbildung eine Öffnungslagerflanke aufweisen, die eine offene Seite des Öffnungslagers in der Öffnungsstellung verschließt und in der Entriegelungsstellung öffnet. Entsprechend hierzu kann das Schaltelement dann auch eine Entriegelungsflanke aufweisen, die eine offene Seite des Entriegelungslagers in der Entriegelungsstellung verschließt und in der Öffnungsstellung öffnet. In der Öffnungsstellung bildet die Öffnungslagerflanke quasi einen Lagerdeckel für das Öffnungslager, wobei in der Öffnungsstellung der Öffnungslagerzapfen des Übersetzungshebels durch die Öffnungslagerflanke im Öffnungslager positioniert und drehbar lagefixiert ist. Bei entfernter Öffnungslagerflanke, also bei entferntem Lagerdeckel ist das Öffnungslager offen, so dass der Öffnungslagerzapfen aus dem Öffnungslager herausbewegt werden kann. Entsprechendes gilt dann auch für das Zusammenspiel des Entriegelungslagers und der Entriegelungslagerflanke.
- Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, aus der Zeichnung und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
- Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
- Die einzige
1 zeigt eine vereinfachte Ansicht auf eine erfindungsgemäße Betätigungseinrichtung. - Entsprechend
1 besitzt eine erfindungsgemäße Betätigungseinrichtung1 einen Träger2 , der zur Montage an einer Innenhaut einer nicht gezeigten Fahrzeugtür, insbesondere bei einem Personenkraftwagen, vorgesehen ist. Die Betätigungseinrichtung1 dient zur Betätigung eines hier nicht gezeigten Türschlosses der genannten Fahrzeugtür. An einer Außenhaut dieser Fahrzeugtür ist dann ein hier ebenfalls nicht gezeigter Außengriff der Betätigungseinrichtung1 montiert. Dieser Außengriff kann in üblicher Weise schwenkverstellbar an der Fahrzeugtür bzw. am Träger2 gelagert sein. Der Außengriff ragt durch eine in der Fahrzeugtür ausgebildete Öffnung mit einem hier ebenfalls nicht gezeigten Mitnehmer oder dergleichen hindurch. Über diesen Mitnehmer ist der Außengriff mit einer Kopplungseinrichtung3 der Betätigungseinrichtung1 wirkungsverbunden. Über diese Kopplungseinrichtung3 ist der Außengriff mit dem Türschloss so verbunden, dass durch eine Betätigung des Außengriffs das Türschloss, z.B. zum Öffnen, betätigt werden kann. - Zu diesem Zweck umfasst die Kopplungseinrichtung
3 eine Hubübertragungseinrichtung4 , die hier exemplarisch als Bowdenzug ausgestaltet ist und dementsprechend ein Zugkabel5 und eine Druckhülse6 aufweist. Bei einer anderen Ausführungsform kann die Hubübertragungseinrichtung4 z.B. hydraulisch arbei ten und beispielsweise ein griffseitiges Hydraulikaggregat und ein schlossseitiges Hydraulikaggregat aufweisen, die über eine Hydraulikleitung miteinander gekoppelt sind. - Die Hubübertragungseinrichtung
4 ist an ihrer Eingangsseite7 , die hier durch das freie Ende des Zugkabels5 gebildet ist, mit einem Übersetzungshebel8 der Kopplungseinrichtung3 verbunden. Ausgangsseitig ist die Hubübertragungseinrichtung4 dann auf geeignete Weise mit dem genannten Türschloss verbunden. - Der Außengriff wirkt mit einem Griffhebel
9 zusammen, derart, dass eine Betätigung des Außengriffs eine Schwenkverstellung des Griffhebels9 um eine Griffhebelschwenkachse erzwingt, die sich in1 parallel zur Zeichnungsebene und horizontal erstreckt. Dementsprechend bewegt sich ein in1 sichtbares ausgangsseitiges Mitnehmerende10 des Griffhebels9 bei einer eingangsseitig eingeleiteten Betätigung des Außengriffs in1 von unten nach oben. In1 sind zur Verdeutlichung die beiden Endpositionen des Mitnehmerendes10 eingetragen, wobei die untere Endposition bei unbetätigtem Außengriff mit durchgezogener Linie wiedergegeben ist, während die obere Endposition bei maximal betätigtem Außengriff mit unterbrochener Linie dargestellt und mit10' bezeichnet ist. - Der Griffhebel
9 dient zur Betätigung des Übersetzungshebels8 . Dementsprechend wirkt das Mitnehmerende10 mit dem Übersetzungshebel8 zusammen. Bei der hier gezeigten Ausgestaltung liegt das Mitnehmerende10 an einer Unterseite11 des Übersetzungshebels8 an, wodurch dieser durch eine entsprechende Schwenkverstellung des Griffhebels9 in diesem Bereich angehoben werden kann. Der Übersetzungshebel8 ist somit eingangsseitig mit dem Griffhebel9 und ausgangsseitig mit der Hubübertragungseinrichtung4 verbunden. Demnach wirkt der Außengriff indirekt über den Griffhebel9 mit dem Übersetzungshebel8 zusammen. - Für den Übersetzungshebel
8 sind erfindungsgemäß zwei Lager vorgesehen, nämlich ein Öffnungslager12 und ein Entriegelungslager13 . Dabei ist das Entriegelungslager13 zwischen dem Öffnungslager12 und der Eingangsseite7 der Hubübertragungseinrichtung4 angeordnet. Die Lager12 ,13 sind zweckmäßig am Träger2 ausgebildet bzw. angebracht. Am Übersetzungshebel8 sind ein Öffnungslagerzapfen14 und ein Entriegelungslagerzapfen15 angebracht bzw. ausgebildet. Der Öffnungslagerzapfen14 kann im Öffnungslager12 um eine Öffnungsschwenkachse16 drehen, während der Entriegelungslagerzapfen15 im Entriegelungslager13 um eine Entriegelungsschwenkachse17 drehen kann. Dementsprechend kann der Übersetzungshebel8 im Öffnungslager12 um die Öffnungsschwenkachse16 und alternativ im Entriegelungslager13 um die Entriegelungsschwenkachse17 verschwenken. - Die Schwenkachsen
16 ,17 des Übersetzungshebels8 erstrecken sich hier horizontal, jedoch senkrecht zur Zeichnungsebene. - Die beiden Lager
12 ,13 sind jeweils seitlich offen ausgestaltet, derart, dass der zugehörige Lagerzapfen14 bzw.15 radial bezüglich der zugehörigen Schwenkachse16 bzw.17 aus dem jeweiligen Lager12 ,13 herausbewegt bzw. hineinbewegt werden kann. - Die Kopplungseinrichtung
3 umfasst außerdem ein Schaltelement18 , das hier als Schalthebel ausgestaltet ist, der um eine Schalthebelschwenkachse19 schwenkverstellbar gelagert ist und im Folgenden ebenfalls mit18 bezeichnet wird. Die Schalthebelschwenkachse19 erstreckt sich hier parallel zu den Schwenkachsen16 ,17 des Übersetzungshebels8 . - Der Schalthebel bzw. das Schaltelement
18 kann zwischen einer mit durchgezogener Linie dargestellten Öffnungsstellung und einer mit unterbrochener Linie wiedergegebenen Entriegelungsstellung umgeschaltet bzw. verschwenkt werden. In seiner Entriegelungsstellung ist das Schaltelement bzw. der Schalthebel mit18' bezeichnet. - Erfindungsgemäß wirkt nun das Schaltelement
18 mit den beiden Lagern12 ,13 des Übersetzungshebels8 so zusammen, dass das Schaltelement18 in der Öffnungsstellung das Öffnungslager12 aktiviert und das Entriegelungslager13 deaktiviert. Dies hat zur Folge, dass in der Öffnungsstellung des Schaltelements18 der Übersetzungshebel8 im Öffnungslager12 um die Öffnungsschwenkachse16 verschwenkbar ist, wobei sich der Entriegelungslagerzapfen15 relativ zum Entriegelungslager13 verstellen kann. Im Unterschied dazu bewirkt das Schaltelement18' in seiner Entriegelungsstellung eine Aktivierung des Entriegelungslagers13 und eine Deaktivierung des Öffnungslagers12 . Dies hat zur Folge, dass in der Entriegelungsstellung des Schaltelements18' der Übersetzungshebel8 nunmehr im Entriegelungslager13 um die Entriegelungsschwenkachse17 schwenkverstellbar ist, wobei sich der Öffnungslagerzapfen14 relativ zum Öffnungslager12 verstellen kann. - Zur Visualisierung sind in
1 drei verschiedene Relativlagen des Übersetzungshebels8 wiedergegeben. Die mit durchgezogener Linie wiedergegebene Ausgangslage des Übersetzungshebels8 ergibt sich bei unbetätigtem Außengriff, unabhängig davon, in welcher Stellung sich der Schalthebel bzw. das Schaltelement18 befindet. In dieser Ausgangsposition befinden sich beide Lagerzapfen14 ,15 jeweils im zugehörigen La ger12 ,13 . Außerdem befindet sich das Mitnehmerende10 in seiner unteren Endlage. - Die beiden anderen Relativlagen des Übersetzungshebels
8' bzw.8'' sind in1 mit unterbrochenen Linien wiedergegeben und ergeben sich jeweils bei einer maximalen Betätigung des Außengriffs, also bei maximal angehobenem Mitnehmerende10' . - Dabei ergibt sich bei einer Schwenkverstellung des Übersetzungshebels
8' um die Öffnungsschwenkachse16 eine Öffnungsposition für den Übersetzungshebel8' . In dieser Öffnungsposition ist das mit der Hubübertragungseinrichtung4 verbundene Ende des Übersetzungshebels8' um einen Öffnungshub20 gegenüber seiner Ausgangslage angehoben. Dementsprechend wird über den Übersetzungshebel8 dieser Öffnungshub20 in die Hubübertragungseinrichtung4 eingeleitet. - Bei einer Schwenkverstellung des Übersetzungshebels
8'' um die Entriegelungsschwenkachse17 nimmt der Übersetzungshebel8'' eine Entriegelungsposition ein. In dieser Entriegelungsposition hat das mit der Hubübertragungseinrichtung4 verbundene Ende des Übersetzungshebels8'' einen Entriegelungshub21 gegenüber der Ausgangslage durchgeführt. Gemäß1 ist dieser Entriegelungshub21 deutlich größer, hier etwa zweimal größer, als der Öffnungshub20 . Dementsprechend leitet der Übersetzungshebel8 bei seiner Verstellung in seine Entriegelungsposition den deutlich größeren Entriegelungshub21 in die Hubübertragungseinrichtung4 ein. - Zweckmäßig kann nun das Türschloss so ausgestaltet sein, dass es den unterschiedlich großen Hüben verschiedene Funktionen zuordnet. Beispielsweise kann der kleinere Öffnungshub
20 bei entriegeltem Türschloss ein Öffnen des Türschlosses bewirken. - Im Unterschied dazu kann der größere Entriegelungshub
21 bei verriegeltem Türschloss eine Entriegelung des Türschlosses bewirken, so dass ein nachfolgender Öffnungshub20 dann ein Öffnen des Türschlosses ermöglicht. Ebenso ist es möglich, dem Entriegelungshub21 ebenfalls eine Öffnungsfunktion zuzuordnen, die allerdings bei verriegeltem Türschloss arbeitet. D.h., bei verriegeltem Türschloss kann dieses durch Einleiten des Entriegelungshubes21 in die Hubübertragungseinrichtung4 direkt geöffnet werden. Dies hat zur Folge, dass dann mit nur einer einzigen Betätigung des Außengriffs das Türschloss entriegelt und geöffnet werden kann. - Das Schaltelement
18 ist erfindungsgemäß mit einer Öffnungsflanke22 und mit einer Entriegelungsflanke23 ausgestattet. Die Öffnungsflanke22 verschließt in der Öffnungsstellung des Schaltelements18 das Öffnungslager12 . Auf diese Weise wird der Öffnungslagerzapfen14 im Öffnungslager12 zentrisch zur Öffnungsschwenkachse16 positioniert und drehbar lagefixiert. In der Entriegelungsstellung des Schaltelements18' ist die Öffnungsflanke22 soweit vom Öffnungslager12 wegbewegt, dass der Öffnungslagerzapfen14 relativ zum Öffnungslager12 verstellbar ist. Bei der hier gezeigten Ausführungsform kann der Öffnungslagerzapfen14 in der Entriegelungsstellung des Schaltelements18' um die Entriegelungsschwenkachse17 nach unten wegschwenken. Das bedeutet, dass die Öffnungsflanke22 in der Entriegelungsstellung des Schaltelements18' den Öffnungslagerzapfen14 freigibt. - Entsprechendes gilt dann auch für die Entriegelungsflanke
23 . In der Entriegelungsstellung des Schaltelements18' verschließt die Entriegelungsflanke23 das Entriegelungslager13 und bewirkt dadurch eine Positionierung des Entriegelungslagerzapfens15 im Entriegelungslager13 zentrisch zur Entriegelungsschwenkachse17 . Dabei bewirkt die Entriegelungsflanke23 außerdem eine drehbare Lagefixierung des Entriegelungslagerzapfens15 im Entriegelungslager13 . Im Unterschied dazu ist die Entriegelungsflanke23 in der Öffnungsstellung des Schaltelements18 soweit vom Entriegelungslager13 entfernt, dass sich der Entriegelungslagerzapfen15 relativ zum Entriegelungslager13 verstellen kann. Bei der hier gezeigten Ausführungsform kann sich der Entriegelungslagerzapfen15 in der Öffnungsposition des Schaltelements18 um die Öffnungsschwenkachse16 nach oben vom Entriegelungslager13 entfernen. - Die beiden Flanken
22 und23 des Schaltelements18 sind zweckmäßig so aufeinander abgestimmt, dass das Schaltelement18 keine Relativlage einnehmen kann, in der beide Lager12 ,13 geöffnet sind. Auf diese Weise wird gewährleistet, dass der Übersetzungshebel8 nicht gleichzeitig von beiden Lagern12 ,13 freikommt. Die Auslegung der Flanken22 ,23 kann auch so erfolgen, dass das Schaltelement18 einen Stellbereich besitzt, in dem die beiden Flanken22 ,23 gleichzeitig bei beiden Lagern12 ,13 die offenen Seiten verschließen, mit der Folge, dass dann beide Lagerzapfen14 ,15 jeweils im zugehörigen Lager12 ,13 lagefixiert sind. Der Übersetzungshebel8 ist dann nicht bewegbar. Hierdurch ist gewährleistet, dass beim Umschalten des Schaltelements18 beide Lagerzapfen14 ,15 zwangsläufig im zugehörigen Lager12 ,13 positioniert sein müssen, damit der Umschaltvorgang für das Schaltelement18 überhaupt erfolgreich durchgeführt werden kann. - Desweiteren besitzt das Schaltelement
18 hier eine weitere Besonderheit, um bei betätigtem Außengriff ein Umschalten des Schaltelements18 zwischen Öffnungsposition und Entriegelungsposition zu verhindern. Zu diesem Zweck ist das Schaltelement18 zum einen mit einer Öffnungsführung24 und zum andern mit einer Entriegelungsführung25 versehen. Die Öff nungsführung24 ist in der Entriegelungsstellung des Schaltelements18 aktiv und erstreckt sich dabei parallel zum Verstellweg des Öffnungslagerzapfens14 . Dies hat zur Folge, dass bei verschwenktem Übersetzungshebel8 das Schaltelement18 nicht in seine Öffnungsposition überführt werden kann, da sich der Öffnungslagerzapfen14 bei verschwenktem Übersetzungshebel8 im Verstellweg der Öffnungsführung24 befindet. Entsprechendes gilt dann auch für das Schaltelement18 in seiner Öffnungsposition. Bei verschwenktem Übersetzungshebel8 kann das Schaltelement18 nicht mehr in die Entriegelungsposition überführt werden, da sich hier der Entriegelungszapfen15 im Verstellweg der Entriegelungsführung25 befindet. - Die Betätigungseinrichtung
1 ist außerdem mit einem Schließzylinder26 ausgestattet, der in der Regel von außen mittels eines Schlüssels betätigt werden kann. Der Schließzylinder25 besitzt hier exemplarisch an der dem Betrachter zugewandten Seite ein Stellglied27 , beispielsweise in Form eines Zapfens, der exzentrisch bezüglich einer Längsmittelachse des Schließzylinders26 angeordnet ist. Das Stellglied27 greift in einen Eingriff28 des Schaltelements18 ein, der hier als Langloch ausgestaltet ist. Eine Drehverstellung des Stellglieds27 um die Längsmittelachse des Schließzylinders26 erzwingt dann eine Schwenkverstellung des Schalthebels18 um die Schalthebelschwenkachse19 . - Somit lässt sich das Schaltelement
18 mit Hilfe des Schließzylinders26 zwischen seiner Öffnungsstellung und seiner Entriegelungsstellung umschalten. Für die Betätigung des Schließzylinders26 ist grundsätzlich auch eine Betätigung mittels eines fernsteuerbaren Antriebselements denkbar.
Claims (10)
- Betätigungseinrichtung für ein Türschloss einer Fahrzeugtür, insbesondere bei Personenkraftwagen, – mit einem Außengriff, der zur Betätigung des Türschlosses mit diesem über eine Kopplungseinrichtung (
3 ) verbunden ist, – wobei die Kopplungseinrichtung (3 ) eine Hubübertragungseinrichtung (4 ) aufweist, die eingangsseitig mit einem Übersetzungshebel (8 ) verbunden ist und die ausgangsseitig mit dem Türschloss verbunden ist, – wobei der Außengriff direkt oder indirekt mit dem Übersetzungshebel (8 ) zusammenwirkt, – wobei die Kopplungseinrichtung (3 ) ein Schaltelement (18 ) aufweist, das zwischen einer Öffnungsstellung und einer Entriegelungsstellung umschaltbar ist, – wobei der Übersetzungshebel (8 ) in einem Öffnungslager (12 ) um eine Öffnungsschwenkachse (16 ) schwenkbar gelagert ist, – wobei der Übersetzungshebel (8 ) in einem Entriegelungslager (13 ) um eine Entriegelungsschwenkachse (17 ) schwenkbar gelagert ist, – wobei das Schaltelement (18 ) in der Öffnungsstellung das Öffnungslager (12 ) aktiviert und das Entriegelungslager (13 ) deaktiviert, derart, dass der Übersetzungshebel (8 ) im Öffnungslager (12 ) um die Öffnungsschwenkachse (16 ) schwenkbar ist, – wobei das Schaltelement (18 ) in der Entriegelungsstellung das Entriegelungslager (13 ) aktiviert und das Öffnungslager (12 ) deaktiviert, derart, dass der Übersetzungshebel (8 ) im Entriegelungslager (13 ) um die Entriegelungsschwenkachse (17 ) schwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, – dass das Entriegelungslager (13 ) zwischen dem Öffnungslager (12 ) und der Eingangsseite (7 ) der Hubübertragungseinrichtung (4 ) angeordnet ist, – dass das Schaltelement (18 ) ein um eine Schalthebelschwenkachse (19 ) schwenkverstellbarer Schalthebel ist. - Betätigungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, – dass das Schaltelement (
18 ) in der Öffnungsstellung einen am Übersetzungshebel (8 ) angeordneten Öffnungslagerzapfen (14 ) im Öffnungslager (12 ) zentrisch zur Öffnungsschwenkachse (16 ) positioniert und einen am Übersetzungshebel (8 ) angeordneten Entriegelungslagerzapfen (15 ) relativ zum Entriegelungslager (13 ) freigibt, – dass das Schaltelement (18 ) in der Entriegelungsstellung den Entriegelungslagerzapfen (15 ) im Entriegelungslager (13 ) zentrisch zur Entriegelungsschwenkachse (17 ) positioniert und den Öffnungslagerzapfen (14 ) relativ zum Öffnungslager (12 ) freigibt. - Betätigungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, – dass das Schaltelement (
18 ) eine Öffnungsflanke (22 ) aufweist, die eine offene Seite des Öffnungslagers (12 ) in der Öffnungsstellung verschließt und in der Entriegelungsstellung öffnet, – dass das Schaltelement (18 ) eine Entriegelungsflanke (23 ) aufweist, die eine offene Seite des Entriegelungs lagers (13 ) in der Entriegelungsstellung verschließt und in der Öffnungsstellung öffnet. - Betätigungseinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Flanken (
22 ,23 ) des Schaltelements (18 ) so aufeinander abgestimmt sind, dass das Schaltelement einen Stellbereich aufweist, in dem die Flanken (22 ,23 ) gleichzeitig bei beiden Lagern (12 ,13 ) die offenen Seiten verschließen, und/oder dass das Schaltelement (18 ) keinen Stellbereich aufweist, in dem die Flanken (22 ,23 ) gleichzeitig bei beiden Lagern (12 ,13 ) die offenen Seiten öffnen. - Betätigungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltelement (
18 ) mit einem Schließzylinder (26 ) der Betätigungseinrichtung zwischen der Öffnungsstellung und der Entriegelungsstellung umschaltbar ist. - Betätigungseinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltelement (
18 ) einen Eingriff (28 ) für ein Stellglied (27 ) des Schließzylinders (26 ) aufweist. - Betätigungseinrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Schließzylinder (
26 ) mittels eines fernsteuerbaren Antriebselements oder von außen mittels eines Schlüssels zum Schalten des Schaltelements (18 ) betätigbar ist. - Betätigungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplungseinrichtung (
3 ) einen Griffhebel (9 ) aufweist, der eingangsseitig mit dem Außengriff verbunden ist und der ausgangsseitig mit dem Übersetzungshebel (8 ) verbunden ist. - Betätigungseinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Griffhebel (
9 ) zur Betätigung des Übersetzungshebels (8 ) zwischen dem Entriegelungslager (13 ) und der Eingangsseite (7 ) der Hubübertragungseinrichtung (4 ) am Übersetzungshebel (8 ) angreift. - Betätigungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, – dass das Türschloss so ausgestaltet ist, dass es in einem entriegelten Zustand mit einem über die Hubübertragungseinrichtung (
4 ) eingeleiteten Öffnungshub (20 ) geöffnet werden kann, – dass das Türschloss so ausgestaltet ist, dass es in einem verriegelten Zustand mit einem über die Hubübertragungseinrichtung (4 ) eingeleiteten Entriegelungshub (21 ), der größer ist als der Öffnungshub (20 ), entriegelt und/oder geöffnet werden kann.
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|---|---|---|---|
| DE102004009107A DE102004009107B4 (de) | 2004-02-25 | 2004-02-25 | Betätigungseinrichtung für ein Türschloss einer Fahrzeugtür |
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|---|---|---|---|
| DE102004009107A DE102004009107B4 (de) | 2004-02-25 | 2004-02-25 | Betätigungseinrichtung für ein Türschloss einer Fahrzeugtür |
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|---|---|---|---|---|
| DE10109824A1 (de) * | 2001-03-01 | 2002-09-19 | Daimler Chrysler Ag | Betätigungseinrichtung für ein Türschloss einer Fahrzeugtür |
| DE10151870A1 (de) * | 2001-10-24 | 2003-05-15 | Huf Huelsbeck & Fuerst Gmbh | Vorrichtung zur Betätigung eines Verschlusses von Türen oder Klappen, insbesondere an Fahrzeugen |
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2004
- 2004-02-25 DE DE102004009107A patent/DE102004009107B4/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10109824A1 (de) * | 2001-03-01 | 2002-09-19 | Daimler Chrysler Ag | Betätigungseinrichtung für ein Türschloss einer Fahrzeugtür |
| DE10151870A1 (de) * | 2001-10-24 | 2003-05-15 | Huf Huelsbeck & Fuerst Gmbh | Vorrichtung zur Betätigung eines Verschlusses von Türen oder Klappen, insbesondere an Fahrzeugen |
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