DE102004007513A1 - Kraftstoff-Einspritzventil - Google Patents
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Abstract
Es wird ein Kraftstoff-Einspritzventil angegeben, das einen Ventilkörper (11) mit einer von einem Ventilsitz (15) umschlossenen Ventilöffnung (14), eine Ventilnadel (12), die sich durch die Ventilöffnung (14) hindurch erstreckt und endseitig einen mit dem Ventilsitz (15) zusammenwirkenden Schließkopf (13) zum Steuern der Ventilöffnung (14) trägt, einen im Ventilkörper (11) der Ventilöffnung (14) vorgelagerten Führungskörper (17) zur Gleitlagerung der Ventilnadel (12) im Ventilkörper (11) und in der Ventilnadel (12) eingearbeitete Axialnuten (22) aufweist, die in dem im Führungskörper (17) geführten Abschnitt der Ventilnadel (12) in Umfangsrichtung voneinander beabstandet angeordnet sind. Zur Beeinflussung der Ausbildung der über die Ventilöffnung (14) abgespritzten Kraftstoffwolke sind die Axialnuten (22) mit einem sich über die axiale Nutlänge verändernden lichten Querschnitt ausgeführt (Fig. 1).
Description
- Die Erfindung geht aus von einem Kraftstoff-Einspritzventil für Brennkraftmaschinen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Bei einem bekannten, nach außen öffnenden Kraftstoff-Einspritzventil dieser Art (
DE 196 33 260 A1 ) ist zur Gleitführung der Ventilnadel im Ventilkörper ein konusartiger Führungskörper vorgesehen, der die Ventilnadel mit Gleitspiel umschließt und von der Ventilschließfeder in einen der Ventilöffnung vorgelagerten trichterförmigen Ventilkörperabschnitt eingepresst ist. Der Führungskörper unterteilt das hohle Innere des Ventilkörpers in einen Federraum und in einen der Ventilöffnung unmittelbar vorgelagerten Ventilraum. Im Führungskörper sind Kraftstoffkanäle ausgebildet, die auf den beiden Stirnseiten des Führungskörpers münden und den Kraftstofffluss vom Federraum zum Ventilraum sicherstellen. Wird das Kraftstoff-Einspritzventil durch Abheben des Schließkopfes der Ventilnadel vom Ventilsitz geöffnet, so strömt Kraftstoff vom Federraum durch die Kraftstoffkanäle im Führungskörper in den Ventilraum und über die Ventilöffnung zu einer ringförmigen Abspritzöffnung, die sich beim Abheben des Schließkopfes vom Ventilsitz zwischen Schließkopf und Ventilsitz ausbildet. Dabei bleiben in der über die Abspritzöffnung in den Brennraum der Brennkraftmaschine eingespritzten Kraftstoffwolke die aus den Kraftstoffkanälen austretenden Kraftstoffstrahlen oder -strähnen im wesentlichen erhalten. - Es sind auch bereits Kraftstoff-Einspritzventile dieser An bekannt, bei denen der Kraftstofffluss vom Federraum zum Ventilraum durch Axialnuten ermöglicht wird, die in die Oberfläche der Ventilnadel im Bereich des vom Führungskörper umgriffenen Nadelabschnitts eingearbeitet sind. Die Länge der Axialnuten ist größer als die Summe aus der axialen Ventilnadel-Umschließungshöhe des Führungskörpers und den Ventilhub der Ventilnadel.
- Vorteile der Erfindung
- Das erfindungsgemäße Kraftstoff-Einspritzventil mit den Merkmalen des Anspruchs 1 hat den Vorteil, dass durch den über die Nutlänge sich verändernden lichten Querschnitte der Axialnuten die Homogenität oder die Strähnigkeit der über die Abspritzöffnung abgespritzten Kraftstoffwolke im weiten Bereich beeinflusst und damit den Erfordernissen im Brennraum der jeweiligen Brennkraftmaschine angepasst werden kann. Je nach Ausgestaltung der Querschnittsänderung kann eine stärkere Homogenität oder eine stärkere Strähnigkeit der abgespritzten Kraftstoffwolke erreicht werden. Werden die Axialnuten so gestaltet, dass ihr Querschnitt sich über die Nutlänge zum Schließkopf der Ventilnadel hin verkleinert, so wirken die Axialnuten wie eine Düse, und bei höherer Strömungsgeschwindigkeit des Kraftstoffs wird sowohl die Strähnigkeit der abgespritzten Kraftstoffwolke als auch deren Penetration, d.h. ihre Eindringlichkeit in den Brennraum, vergrößert. Werden die Axialnuten so gestaltet, dass sich ihr Querschnitt über die Nutlänge hin zum Schließkopf der Ventilnadel vergrößert, so wirken die Axialnuten wie ein Diffusor, und bei niedriger Strömungsgeschwindigkeit des Kraftstoffs wird eine größere Homogenität der abgespritzten Kraftstoffwolke und eine geringere Penetration erreicht.
- Durch die in den weiteren Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des im Anspruch 1 angegebenen Kraftstoff-Einspritzventils möglich.
- Gemäß vorteilhaften Ausführungsformen der Erfindung wird die Nuttiefe der Axialnuten über die Nutlänge konstant gehalten und die in Umfangsrichtung der Ventilnadel gesehene Breite der Axialnuten über die Nutlänge zum Schließkopf hin entweder reduziert oder vergrößert.
- Zeichnung
- Die Erfindung ist anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels im folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
-
1 ausschnittweise einen Längsschnitt eines Kraftstoff-Einspritzventils im Bereich der Ventilöffnung, -
2 bis4 jeweils ausschnittweise eine Draufsicht (a) bzw. eine Seitenansicht (b) einer Ventilnadel im Kraftstoff-Einspritzventil nach1 gemäß dreier Ausführungsbeispiele. - Beschreibung des Ausführungsbeispiels
- Das in
1 ausschnittweise mit seinem Endbereich im Längsschnitt dargestellte Kraftstoff-Einspritzventil, insbesondere für die Kraftstoff-Direkteinspritzung in den Brennraum von Brennkraftmaschinen oder Verbrennungsmotoren von Fahrzeugen, weist einen Ventilkörper11 und eine Ventilnadel12 mit endseitig ausgebildetem Schließkopf13 auf. Der hohlzylindrische Ventilkörper11 ist mit einem eine Ventilöffnung14 außen umschließenden Ventilsitz15 versehen. Die Ventilnadel12 ist durch die Ventilöffnung14 hindurchgeführt, so dass ihr Schließkopf13 , der zusammen mit dem Ventilsitz15 bei Abheben vom Ventilsitz15 eine Abspritzöffnung16 öffnet, abspritzseitig der Abspritzöffnung16 liegt. Die Ventilnadel12 ist am schließkopfseitigen Ende mittels eines Führungskörpers17 im Ventilkörper11 radial nahezu spiellos geführt. Der konusartige Führungskörper17 ist von einer die Ventilnadel12 in Schließrichtung belastenden Ventilschließfeder18 in einen trichterförmigen Abschnitt des Ventilkörpers11 hineingedrückt und weist eine zentralen Bohrung19 auf in der die Ventilnadel12 mit Gleitspiel geführt ist. Der Führungskörper17 unterteilt das hohle Innere des Ventilkörpers11 in einen Federraum20 , in dem die Ventilschließfeder18 aufgenommen ist, und in einen Ventilraum21 , der unmittelbar der Ventilöffnung14 vorgelagert ist. - Für den Kraftstoffzufluss vom Federraum
20 zum Ventilraum21 sind in dem vom Führungskörper17 umschlossenen Nadelabschnitt der Ventilnadel12 mehrere Axialnuten22 in die Oberfläche der Ventilnadel12 eingearbeitet. Die Axialnuten22 sind über den Umfang der Ventilnadel12 voneinander beabstandet angeordnet, wobei im Ausführungsbeispiel der1 insgesamt vier Axialnuten22 vorgesehen sind, die um 90° Umfangswinkel gegeneinander versetzt sind. Die Länge der Axialnuten22 ist größer gewählt als die axiale Höhe des die Ventilnadel12 umschließenden Abschnitts des Führungskörpers17 plus dem Hubweg der Ventilnadel12 , so dass in jeder Stellung der Ventilnadel12 eine Verbindung zwischen Federraum20 und Ventilraum21 besteht. - Die von der Ventilschließfeder
18 in ihrer Schließstellung gehaltene Ventilnadel12 wird mittels eines hier nicht dargestellten Elektromagneten betätigt, der bei Aktivierung die Ventilnadel12 so verschiebt, dass der Schließkopf13 vom Ventilsitz15 abhebt. Dadurch strömt Kraftstoff vom Federraum20 über die Axialnuten22 in den Ventilraum21 und weiter über die Ventilöffnung14 zur ringförmigen Abspritzöffnung16 , die sich beim Abheben des Schließkopfs13 vom Ventilsitz15 zwischen dem Ventilsitz15 und der Schließfläche am Schließkopf13 öffnet. Über die Abspritzöffnung16 wird eine Kraftstoffwolke in Form eines Spraykegels in den Brennraum der Brennkraftmaschine ausgespritzt. - Zur Beeinflussung des Spraykegels, der den Erfordernissen im Brennraum der Brennkraftmaschine angepasst werden muss, sind die Axialnuten
22 in der Ventilnadel12 so ausgebildet, dass ihr lichter Querschnitt sich über die axiale Nutlänge verändert. Im Ausführungsbeispiel der1 und2 wird der Querschnitt der Axialnuten22 über die Nutlänge in Richtung zum Schließkopf13 , also in Flussrichtung des Kraftstoffs, reduziert. Dadurch wird eine größere Strähnigkeit der über die Abspritzöffnung16 in Form eines Spraykegels abgespritzten Kraftstoffwolke erzielt. Sowohl im Ausführungsbeispiel der1 als auch im Ausführungsbeispiel der2 wird der über die Nutlänge sich reduzierende Querschnitt dadurch erreicht, dass die Nuttiefe über die Nutlänge konstant gehalten ist und die in Umfangsrichtung gesehene Nutbreite sich über die Nutlänge reduziert Die sich längs der Ventilnadel12 erstreckenden Nutflanken221 der Axialnuten22 weisen in1 einen linear schrägen und in dem Ausführungsbeispiel der2 einen zumindest teilweise bogenförmigen Verlauf auf. - In dem Ausführungsbeispiel der
3 ist die Axialnut22 so gestaltet, dass ihr lichter Querschnitt über die Nutlänge in Fließrichtung des Kraftstoffs, also zum Schließkopf13 der Ventilnadel12 hin, zunimmt. Dadurch wird eine größere Homogenität des über die Abspritzöffnung abgespritzten Kraftstoff-Spraykegels erreicht. Bei der in3 in Draufsicht (a) und in Seitenansicht (b) zu sehende Axialnut22 ist hierzu wiederum die Nuttiefe über die Nutlänge konstant gehalten, und die in Umfangsrichtung der Ventilnadel12 gesehene Nutbreite nimmt über die Nutlänge in Fließrichtung des Kraftstoffs zu. Die sich längs der Ventilnadel12 erstreckenden Nutflanken221 haben einen schwach bogenförmigen Verlauf, können jedoch auch gerade und schräg unter einem Neigungswinkel zur Achse der Ventilnadel12 verlaufen. - In dem Ausführungsbeispiel der
4 wird der sich über die Nutlänge verändernde lichte Querschnitt der Axialnut22 dadurch realisiert, dass die Nuttiefe der Axialnut22 über die Nutlänge zunimmt, während die in Umfangsrichtung gesehene Nutbreite über die Nutlänge konstant bleibt. Hier nimmt also, wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäß3 , der Querschnitt der Axialnut22 über die Nutlänge in Fließrichtung des Kraftstoffs zu, wodurch wiederum eine größere Homogenität der bei geöffnetem Ventil über die Abspritzöffnung16 als Spraykegel abgespritzten Kraftstoffwolke erreicht wird. Selbstverständlich ist es möglich, durch eine Abnahme der Nuttiefe eine Reduzierung des lichten Querschnitts der Axialnuten22 über die Nutlänge in Richtung des Schließkopfes13 zu realisieren, um somit zu einer größeren Strähnigkeit und Penetration der Kraftstoffwolke zu gelangen.
Claims (6)
- Kraftstoff-Einspritzventil mit einem Ventilkörper (
11 ), der eine von einem Ventilsitz (15 ) umschlossene Ventilöffnung (14 ) aufweist, mit einer Ventilnadel (12 ), die sich durch die Ventilöffnung (14 ) hindurch erstreckt und endseitig einen mit dem Ventilsitz (15 ) zusammenwirkenden Schließkopf (13 ) zum Steuern der Ventilöffnung (14 ) trägt, mit einem im Ventilkörper (11 ) der Ventilöffnung (14 ) vorgelagerten Führungskörper (17 ) zur Gleitlagerung der Ventilnadel (12 ) im Ventilkörper (11 ) und mit in dem im Führungskörper (17 ) geführten Abschnitt der Ventilnadel (12 ) in deren Oberfläche eingearbeiteten, in Umfangsrichtung voneinander beabstandeten Axialnuten (22 ) für den Kraftstoffzufluss zur Ventilöffnung (14 ), dadurch gekennzeichnet, dass die Axialnuten (22 ) einen sich über die Nutlänge verändernden lichten Querschnitt aufweisen. - Einspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuttiefe der Axialnuten (
22 ) über die Nutlänge konstant ist und die in Umfangsrichtung der Ventilnadel (12 ) gesehene Breite der Axialnuten (22 ) sich zum Schließkopf (13 ) hin reduziert. - Einspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuttiefe der Axialnuten (
22 ) über die Nutlänge konstant ist und die in Umfangsrichtung der Ventilnadel (12 ) gesehene Breite der Axialnuten (22 ) sich zum Schließkopf (13 ) hin vergrößert. - Einspritzventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die in Längsrichtung der Ventilnadel (
12 ) verlaufenden Nutflanken (221 ) der Axialnuten (22 ) einen schrägen und/oder bogenförmigen Verlauf aufweisen. - Einspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die in Umfangsrichtung der Ventilnadel (
12 ) gesehene Nutbreite der Axialnuten (22 ) über die Nutlänge konstant ist und die Nuttiefe über die Nutlänge zum Schließkopf (13 ) hin zunimmt. - Einspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die in Umfangsrichtung der Ventilnadel (
12 ) gesehene Nutbreite der Axialnuten (22 ) über die Nutlänge konstant ist und die Nuttiefe über die Nutlänge zum Schließkopf (12 ) hin ab- oder zunimmt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE200410007513 DE102004007513A1 (de) | 2004-02-17 | 2004-02-17 | Kraftstoff-Einspritzventil |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE200410007513 DE102004007513A1 (de) | 2004-02-17 | 2004-02-17 | Kraftstoff-Einspritzventil |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE102004007513A1 true DE102004007513A1 (de) | 2005-09-01 |
Family
ID=34813417
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE200410007513 Withdrawn DE102004007513A1 (de) | 2004-02-17 | 2004-02-17 | Kraftstoff-Einspritzventil |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE102004007513A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102012220066A1 (de) | 2012-11-05 | 2014-05-08 | Robert Bosch Gmbh | Vorrichtung zum Einspritzen eines Mediums und Verfahren zur Steuerung einer solchen Vorrichtung |
| EP2743492B1 (de) * | 2012-12-17 | 2019-02-27 | Robert Bosch Gmbh | Kolbenzylindereinheit |
-
2004
- 2004-02-17 DE DE200410007513 patent/DE102004007513A1/de not_active Withdrawn
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102012220066A1 (de) | 2012-11-05 | 2014-05-08 | Robert Bosch Gmbh | Vorrichtung zum Einspritzen eines Mediums und Verfahren zur Steuerung einer solchen Vorrichtung |
| EP2743492B1 (de) * | 2012-12-17 | 2019-02-27 | Robert Bosch Gmbh | Kolbenzylindereinheit |
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