DE10105674A1 - Kraftstoffeinspritzdüse für eine Brennkraftmaschine - Google Patents
Kraftstoffeinspritzdüse für eine BrennkraftmaschineInfo
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Abstract
Eine Kraftstoffeinspritzdüse für eine Brennkraftmaschine mit einem Düsenkörper (2) und einer darin geführten Düsennadel (6) weist in einem konischen Kuppenbereich (8) des Düsenkörpers (2) einen Spritzlochkanal (16) auf, der zumindest abschnittsweise tailliert ausgebildet ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Kraftstoffeinspritzdüse für eine
Brennkraftmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Derartige Kraftstoffeinspritzdüsen sind insbesondere bei di
rekteinspritzenden Verbrennungsmotoren allgemein in Gebrauch.
In einem Einspritzsystem eines Verbrennungsmotors mit Kraft
stoffeinspritzung hat die Kraftstoffeinspritzdüse die Aufga
be, den Brennraum der Brennkraftmaschine gezielt und dosiert
mit Kraftstoff zu versorgen. Dabei beeinflussen die Art der
Kraftstoffaufbereitung durch die Kraftstoffeinspritzdüse und
der Verlauf des Einspritzvorgangs die Verbrennung im Brenn
raum erheblich.
Aus der DE 195 02 171 ist eine Kraftstoffeinspritzdüse für
eine Brennkraftmaschine bekannt, bei der eine kolbenförmige
Düsennadel in einer Schaftbohrung eines Düsenkörpers axial
verschiebbar geführt ist. Die Schaftbohrung ist dabei im We
sentlichen zylindrisch ausgebildet und weist an ihrem brenn
raumseitigen Ende einen konisch zulaufenden Kuppenbereich
auf, der von einem Sackloch abgeschlossen wird. Die Düsenna
del trägt an ihrem unteren Ende einen Dichtkonus, den eine
Düsenfeder im Ruhezustand auf den konisch zulaufenden Bereich
der Schaftbohrung drückt. Vom Sackloch oder dem konisch zu
laufenden Bereich der Schaftbohrung im Düsenkörper führt
stromabwärts des Dichtsitzes, je nach Einspritzdüsenbauart,
wenigstens ein Spritzlochkanal durch den Düsenkörper in einen
angrenzenden Brennraum der Brennkraftmaschine.
Da der Durchmesser der Schaftbohrung größer ist als der
Durchmesser der Düsennadel, ist im vorderen brennraumseitigen
Bereich der Kraftstoffeinspritzdüse ein Druckraum ausgebil
det, der über einen Druckkanal im Düsenkörper mit einer
Kraftstoffversorgung, z. B. einer Einspritzpumpe oder einem
als Common-Rail bekannten Hochdruckspeicher, verbunden ist.
Der Druckraum wird auf seiner Brennraum abgewandten Seite
durch eine an der Düsennadel ausgebildete Druckschulter abge
schlossen, die von dem über den Druckkanal in den Druckraum
strömenden Kraftstoff beaufschlagt wird. Übersteigt der auf
die Druckschulter ausgeübte Kraftstoffdruck die Haltekraft
auf die Düsennadel, die durch die Düsenfeder und/oder durch
einen bei Common-Rail-System eingesetzten Steuerkolben be
stimmt wird, so hebt die Düsennadel vom Dichtsitz in der
Schaftbohrung des Düsenkörpers ab und Kraftstoff wird über
den Spritzlochkanal in den Brennraum der Brennkraftmaschine
eingespritzt. Hierbei bestimmt die Spritzlochkanalgeometrie
die Charakteristik des in den Brennraum eintretenden Kraft
stoffstrahls und somit den Verbrennungsverlauf im Brennraum.
Bei dem bekannten Düsenkörper ist der Spritzlochkanal als ge
radlinig durchgehende Bohrung ausgeführt, wobei der Spritz
lochkanal entsprechend dem gewünschten Spritzlochkegelwinkel
schräg zu der Schaftbohrung im Düsenkörper steht. Die Schräg
orientierung des Spritzlochkanals führt dazu, dass der von
der Einspritzpumpe in die Schaftbohrung mit einem Druck von
bis zu 1500 bar eingeleitete Kraftstoff zum Einspritzen in
den Brennraum über den Spritzlochkanal scharf umgelenkt wer
den muss, was zu einer Verminderung der Kraftstoffgeschwin
digkeit und damit zu einer unerwünschten Drosselung des in
den Brennraum eingespritzten Kraftstoffstrahls führt. Ferner
treten beim Umlenken des Kraftstoffs auch Verwirbelungen auf,
die zu Einspritzverlusten sowie einer Veränderung der Ein
spritzstrahlcharakteristik und damit einer Beeinträchtigung
des Verbrennungsverlaufs führen.
Um eine verbesserte Einspritzstrahlcharakteristik zu errei
chen wird daher vorgeschlagen, den Spritzlochkanal im Ein
laufbereich beim Übergang in den Dichtsitz des Düsenkörpers
kantenlos abzurunden. Durch die abgerundete Ausformung des
Einlaufbereichs wird der Umlenkwinkel des Kraftstoffstrahls
beim Übergang von der Schaftbohrung in den Spritzlochkanal
verkleinert und weiterhin die Gefahr von Verwirbelungen am
Einlaufbereich vermindert, so dass sich ein verbesserter
Verbrennungsverlauf einstellt. Trotz des Abrundens des Ein
laufbereichs unterliegt der Kraftstoffstrom beim Übergang von
der Schaftbohrung in den Spritzlochkanal jedoch weiterhin ei
nem starken Umlenkvorgang, der den Durchflussbeiwert des
Kraftstoffstroms deutlich verkleinert und so zu Umström- und
Geschwindigkeitsverlusten des eingespritzten Kraftstoffs
führt. Der begrenzte Durchflussbeiwert des Kraftstoffstroms
durch den Spritzlochkanal schränkt auch die Durchflussmenge
des Kraftstoffs durch den Spritzlochkanal und somit das Ein
spritzvolumen in den Brennraum ein.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kraftstoffein
spritzdüse mit einer optimierten Spritzlochkanalgeometrie zu
schaffen, bei der ein niedriger Strömungsbeiwert und eine ho
he Ausflussgeschwindigkeit des Kraftstoff erzielbar ist.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die im Anspruch 1 an
gegebene Kraftstoffeinspritzdüse.
Demzufolge zeichnet sich die erfindungsgemäße Kraftstoffein
spritzdüse dadurch aus, dass der Spritzlochkanal zumindest
abschnittsweise tailliert ausgebildet ist. Durch die tail
lierte Form des Spritzlochkanals lässt sich ein niedriger
Strömungsbeiwert im Spritzlochkanal der Kraftstoffeinspritz
düse erreichen und damit die Ausflussgeschwindigkeit des aus
dem Spritzlochkanal austretenden Kraftstoffs erheblich erhö
hen. Aufgrund der erfindungsgemäßen Formgebung des Spritz
lochkanals steigt der Durchflussbeiwert sowie die Durchfluss
menge des Kraftstoffstroms durch den Spritzlochkanal und da
mit die Einspritzmenge in den Brennraum.
Die taillierte Spritzlochkanalform ist in einem Düsenkörper
der Kraftstoffeinspritzdüse derart ausgestaltet, dass sich
ein Strömungsquerschnitt des Spritzlochkanals in Strömungs
richtung des Kraftstoffs zunächst bis zu einem engsten Querschnitt
im Bereich einer Taille des Spritzlochkanals verengt
und sich dann wieder erweitert oder im Wesentlichen konstant
bleibt. Bei der erfindungsgemäßen Spritzlochkanalform nimmt
die Strömungsgeschwindigkeit von einem Einlauf des Spritz
lochkanals bis zu dem engsten Querschnitt immer mehr zu. Zu
sätzlich kann bei Vorhandensein eines erweiterten Endab
schnitts an dem Spritzlochkanal die Strömungsgeschwindigkeit
des Kraftstoffs im Anschluss an den engsten Querschnitt in
dem erweiterten Endabschnitt des Spritzlochkanals weiter an
steigen, da sich der Kraftstoffstrom in dem erweiterten Teil
des Spritzlochkanals ausbreitet, so dass eine sehr hohe Aus
flussgeschwindigkeit des Kraftstoffs für eine Optimierung des
Verbrennungsprozesses erzielt wird.
Mittels der taillierten Spritzlochkanalform wird die Strö
mungsgeschwindigkeit des Kraftstoffstroms effektiv erhöht, so
dass ein Einspritzstrahl mit einem starken Strahlimpuls er
zeugt wird, der ein tiefes Eindringen in den Brennraum der
Brennkraftmaschine ermöglicht. Auf diese Art und Weise können
auch Brennraumbereiche, die konstruktiv bedingt einen weiten
Abstand zur Einspritzstelle aufweisen sicher mit Kraftstoff
versorgt werden. Hierdurch wird die Kraftstoffaufbereitung im
Brennraum verbessert und die Qualität des Verbrennungsverlau
fes wesentlich gesteigert, was zu einer Verringerung der E
missionswerte, der Verbrennungsgeräusche und des Kraftstoff
verbrauchs führt.
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den weite
ren Ansprüchen beschrieben.
Es wird bevorzugt, dass eine Taille des Spritzlochkanals im
Bereich eines Einlaufs, einer Mitte oder eines Auslaufs des
Spritzlochkanals angeordnet ist. Durch eine Variation des
Orts der Taille entlang der Längserstreckung des Spritzloch
kanals in dem Düsenkörper kann ein Strahlkegelwinkel des aus
tretenden Kraftstoffeinspritzstrahls und damit zusammenhän
gend die Eindringtiefe des Kraftstoffeinspritzstrahls in den
Brennraum beeinflusst und gezielt gesteuert werden. So kann
beispielsweise bei einer Anordnung der Taille im Bereich des
Einlaufs ein kurzer, breiter Einspritzstrahl oder bei einer
Ausbildung der Taille im Bereich des Auslaufs des Spritzloch
kanals ein langer, schmaler Einspritzstrahl erzeugt werden.
Für die Gestaltung der Spritzlochkanalgeometrie wird bevor
zugt, wenn ein Längsprofil des Spritzlochkanals im Wesentli
chen einem Profil einer Intensitätsverteilung eines Laser
strahls im Fokus entspricht. Dabei wird die taillierte Form
des Spritzlochkanals in den Düsenkörper mittels einer Bohr
operation, vorzugsweise dem Laserbohren, auf einfache Weise
eingebracht, wobei ein Abrunden des Einlaufbereichs des
Spritzlochkanals optional durch ein Nachbearbeiten, z. B.
mittels hydroerosivem Schleifen, erfolgen kann.
Für die Erzeugung eines langen und schmalen Kraftstoffein
spritzstrahls hat es sich als günstig erwiesen, wenn der
Spritzlochkanal im Wesentlichen flaschenförmig ausgebildet
ist.
Zum Erzielen einer hohen Strömungsgeschwindigkeit und eines
niedrigen Strömungsbeiwerts in dem Spritzlochkanal bietet es
Vorteile, wenn der engste Strömungsquerschnitt des Spritz
lochkanals im Bereich der Taille angeordnet ist. Hierdurch
kann ein kompakter Kraftstoffeinspritzstrahl mit einem opti
mierten Strömungsprofil erzeugt werden.
Nachfolgend werden einige beispielhaft in den Zeichnungen
dargestellten Ausführungsformen der Erfindung näher erläu
tert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Ausschnitt einer ersten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzdüse;
Fig. 2 einen Ausschnitt einer zweiten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzdüse;
Fig. 3 einen Ausschnitt einer dritten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzdüse; und
Fig. 4 einen Ausschnitt einer vierten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzdüse.
In Fig. 1 ist der erfindungswesentliche Teil einer Kraft
stoffeinspritzdüse für eine Brennkraftmaschine dargestellt,
die einen Düsenkörper 2 mit einer Schaftbohrung 4 aufweist,
in der eine Düsennadel 6 angeordnet ist. Der Düsenkörper 2
weist an seinem in einem Brennraum der Brennkraftmaschine an
geordneten Endbereich einen konisch zulaufenden Kuppenbereich
8 auf, der an seiner Spitze abgerundet ist. Die im Wesentli
chen zylindrische Schaftbohrung 4 ist in dem konischen Kup
penbereich 8 des Düsenkörpers 2 ebenfalls konisch zulaufend
ausgebildet und endet in einem Sackloch 10.
Die in der Schaftbohrung 4 laufende Düsennadel 6 weist einen
Schaftbereich 12 auf, der an seinem unteren Ende einen aus
vorzugsweise zwei Abschnitten 14, 15 bestehenden Dichtkonus
trägt. Der mit einer abgeflachten Spitze versehene untere Ab
schnitt 15 weist im Wesentlichen den gleichen Öffnungswinkel
wie der konisch zulaufende Bereich der Schaftbohrung 4 auf,
wohin gegen der den Schaftbereich 12 und den unteren Ab
schnitt 15 verbindende konische Zwischenabschnitt 14 einen
kleineren Öffnungswinkel besitzt. Wenn die Düsennadel 6 im
Ruhezustand von einer Düsenfeder und/oder einem hydraulisch
oder pneumatisch betätigten Steuerkolben auf den konischen
Bereich der Schaftbohrung 4 gedrückt wird, ergibt sich auf
grund der unterschiedlichen Öffnungswinkel der beiden Ab
schnitte 14, 15 eine Linienberührung mit dem konisch zulau
fenden Bereich der Schaftbohrung 4 mit hoher Press- und damit
guter Dichtwirkung. Alternativ kann der Dichtkonus auch aus
einem durchgehenden einzelnen Abschnitt bestehen, der im We
sentlichen den gleichen Öffnungswinkel wie der konisch zulaufende
Bereich der Schaftbohrung 4 aufweist und sich unmittel
bar an den Schaftbereich 12 anschließt.
Da der Durchmesser des zylindrischen Bereichs der Schaftboh
rung 4 größer ist als der Durchmesser des Schaftes 12 der Dü
sennadel 6, bildet sich ein Druckraum zwischen dem Düsenkör
per 2 und der Düsennadel 6 aus, der über einen nicht gezeig
ten Druckkanal im Düsenkörper 2 mit einer Kraftstoffversor
gung verbunden ist. Der zwischen dem Düsenkörper 2 und der
Düsennadel 6 ausgebildete Druckraum wird an seiner brennraum
abgewandten Seite von einer am Düsennadelschaft 12 ausgebil
deten Druckschulter begrenzt, an der der durch die Kraft
stoffversorgung erzeugte Kraftstoffdruck angreift. Wenn der
Druck auf die Druckschulter größer wird als die Haltekraft
auf die Düsennadel 6, hebt die Düsennadel, wie in Fig. 1
zeigt, vom Dichtsitz in der Schaftbohrung 4 ab und Kraftstoff
kann in den Brennraum eingespritzt werden.
Zum Einspritzen des Kraftstoffs ist im konisch zulaufenden
Bereich des Kuppenbereichs 8 des Düsenkörpers 2 stromabwärts
von der Linienberührung mit dem Dichtkonus der Düsennadel 6
ein Spritzlochkanal 16 in dem Düsenkörper 2 ausgebildet.
Hierbei ist der Spritzlochkanal 16 tailliert ausgebildet. Ü
ber den tailliert ausgeführten Spritzlochkanal 16 wird bei
geöffneter Düsennadel 6 der von einer Einspritzpumpe in den
Druckraum zwischen der Düsennadel 6 und dem Düsenkörper 2
eingespeiste Kraftstoff in den Brennraum der Brennkraftma
schine eingespritzt. Im Allgemeinen sind mehrere Spritzloch
kanäle 16 in dem Kuppenbereich 8 des Düsenkörpers 2 verteilt
vorgesehen, um je nach Brennraumform eine Kraftstoffeinsprit
zung mit einem definierten Spritzlochkegelwinkel zu erzielen.
Bei einem zentralen, senkrechten Einbau der Kraftstoffein
spritzdüse sind die Spritzlochkanäle 16 vorzugsweise symmet
risch mit einem gleichen Höhenwinkel um den Kuppenbereich 8
des Düsenkörpers 2 verteilt angeordnet. Hingegen sind bei ei
ner schräg stehenden Kraftstoffeinspritzdüse die Spritzloch
kanäle 16 zum Erzielen eines gewünschten Spritzlochkegelwinkels
unter verschiedenen Höhenwinkeln, jedoch vorzugsweise
mit gleichen Seitenwinkeln in dem Kuppenbereich 8 des Düsen
körpers 2 eingebracht.
Wie in Fig. 1 zu erkennen, weist der Spritzlochkanal 16 eine
Taille 18 auf, die den engsten Strömungsquerschnitt des
Spritzlochkanals 16 ausbildet. Im vorliegenden Fall ent
spricht der Strömungsquerschnitt am Einlauf 20 im Wesentli
chen dem Strömungsquerschnitt am Auslauf 22 des Spritzlochka
nals 16. Dabei nimmt der Strömungsquerschnitt vom Einlauf 20
zum Auslauf 22 hin zunächst bis zum engsten Querschnitt im
Bereich der Taille 18 ab und dann anschließend wieder gleich
mäßig bis zu dem Auslauf 22 zu. Die taillierte Form des
Spritzlochkanals 16 ist dabei so gewählt, dass ein Einlauf 20
des Spritzlochkanals im Wesentlichen entsprechend der Strö
mungsrichtung des Kraftstoffs, insbesondere Dieselkraft
stoffs, im Kuppenbereich 8 ausgebildet ist, so dass ein sanf
tes Umlenken des Kraftstoffstroms durch den Düsenkörper 2 in
den Spritzlochkanal 16 erfolgt. Dabei ist der Einlauf 20 des
Spritzlochkanals 16 beim Übergang in die Düsenkuppe 8 abge
rundet, um einen trichterförmigen Kraftstoffzufluss zu ermög
lichen. Aufgrund der sanften Umlenkung des Kraftstoffstroms
aus dem Düsenkörper 2 in den Spritzlochkanal 16, die durch
die trichterförmige Ausgestaltung des Einlaufes 20 verstärkt
wird, ergibt sich eine Erhöhung des Durchflussbeiwertes der
Kraftstoffströmung. Somit nimmt die Strömungsgeschwindigkeit
des Kraftstoffs bis zu dem engsten Querschnitt des Spritz
lochkanals 16 im Bereich der Taille 18 zu, anschließend wird
die Strömungsgeschwindigkeit des Kraftstoffstroms in dem sich
erweiterten Teil des Spritzlochkanals 16 von der Taille 18
bis zu einem Auslauf 22 des Spritzlochkanals 16 weiter ge
steigert. Durch die taillierte Lochgeometrie in Spritzlochka
nallängsrichtung wird die Einspritzgeschwindigkeit des Kraft
stoffs effektiv erhöht und gleichzeitig eine gleichmäßige
Einspritzung mit einer verbesserten Kraftstoffaufbereitung in
dem Brennraum erzielt. Durch die sich ergebende gleichmäßige
Einspritzung mit hoher Strömungsgeschwindigkeit und verbesserter
Kraftstoffaufbereitung in dem Brennraum lassen sich
sowohl die Emissionswerte als auch die Verbrennungsgeräusche
reduzieren. Weiterhin stellt sich eine Leistungssteigerung
der Brennkraftmaschine verbunden mit einem verringerten
Kraftstoffverbrauch ein.
Die taillierte Spritzlochkanalform in dem Düsenkörper 2 kann
durch ein Laserbohrverfahren oder jedes andere geeignete Ver
fahren ausgebildet werden, beispielsweise durch Schleifen,
Fräsen, ein Erosionsverfahren und dergleichen.
Fig. 2 zeigt analog zu der Darstellungsweise in Fig. 1 eine
schematische Querschnittsansicht eines Teilbereichs einer
zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kraftstoffein
spritzdüse. Wie aus der Fig. 2 ersichtlich, ist hier die
Taille 18 des Spritzlochkanals 16 im Bereich des Einlaufs 20
des Spritzlochkanals 16 angeordnet. Im Anschluss an die Tail
le nimmt der Strömungsquerschnitt in Richtung der Längs
erstreckung des Spritzlochkanals 16 stetig bis zu dem Auslauf
22 zu. Bei dieser Anordnung der Taille 18 innerhalb des
Spritzlochkanals nahe des Einlaufes 20 kann ein kurzer und
breiter Kraftstoffeinspritzstrahl in den Brennraum der Brenn
kraftmaschine eingespritzt werden. Somit kann über die Posi
tion der Taille 18 entlang der Längserstreckung des Spritz
lochkanals 16 in dem Düsenkörper 2 die Form des aus der
Kraftstoffeinspritzdüse in den Brennraum eingespritzten
Kraftstoffstrahls gezielt beeinflusst werden.
In Fig. 3 ist eine Kraftstoffeinspritzdüse gemäß einer drit
ten Ausführungsform gezeigt, bei der die Taille 18 im Bereich
des Auslaufs 22 des Spritzlochkanals 16 vorgesehen ist. Zur
Erzeugung einer hohen Strömungsgeschwindigkeit in dem Spritz
lochkanal 16 wird der Strömungsquerschnitt zunächst bis zu
der Taille 18 stetig verengt und im Anschluss an die Taille
18 in den Bereich des Auslaufs 22 hinein erweitert. Mit der
in Fig. 3 dargestellten Anordnung der Taille 18 lässt sich
ein langer und schmaler Kraftstoffeinspritzstrahl erzielen,
der weit in den Brennraum der zu versorgenden Brennkraftma
schine eindringen kann.
In Fig. 4 ist eine vierte Ausführungsform der erfindungsgemä
ßen Kraftstoffeinspritzdüse dargestellt, bei der der Spritz
lochkanal 16 eine flaschenförmige Kontur aufweist. Wie in
Fig. 4 zu erkennen, ist der Spritzlochkanal 16 im Bereich des
Einlaufs 20 im Wesentlichen konisch ausgebildet. Anschließend
verengt sich der Strömungsquerschnitt im Bereich der Taille
18. Von der Taille 18 bis zu dem Auslauf 22 des Spritzlochka
nals 16 bleibt der Strömungsquerschnitt entlang der Längs
erstreckung des Spritzlochkanals 16 im Wesentlichen konstant.
Dabei weist der Einlauf 20 einen wesentlich größeren Strö
mungsquerschnitt als der Auslauf 22 des Spritzlochkanals 16
auf. Mit der in Fig. 4 gezeigten flaschenförmigen Spritzloch
kanalgeometrie lässt sich insbesondere ein langer und schma
ler Einspritzstrahl erzielen.
Die in den Fig. 1 bis 4 gezeigten Konzepte einer taillierten
Geometrie des Spritzlochkanals kann nicht nur bei der darge
stellten Kraftstoffeinspritzdüsenform eingesetzt werden, bei
der der Dichtkonus der Düsennadel den Einlaufbereich des
Spritzlochkanals in Ruhestellung abdeckt, sondern auch bei
den weiteren bekannten Düsenformen, bei denen der Spritzloch
kanal im Sackloch angeordnet ist. Weiterhin kann dieses Sack
loch je nach Bauart zylindrisch, zylindrisch mit konischer
Kuppe, insgesamt konisch oder rund ausgestaltet sein.
Claims (5)
1. Kraftstoffeinspritzdüse für eine Brennkraftmaschine mit
einem Düsenkörper (2), der zumindest einen Spritzlochkanal
(16) zum Einspritzen von Kraftstoff in die Brennkraftmaschine
aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Spritzlochkanal
(16) zumindest abschnittsweise tailliert ausgebildet ist.
2. Kraftstoffeinspritzdüse nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, dass eine Taille (18) des Spritzlochkanals (16) im
Bereich eines Einlaufs (20), einer Mitte oder eines Auslaufs
(22) des Spritzlochkanals (16) angeordnet ist.
3. Kraftstoffeinspritzdüse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, dass ein Längsprofil des Spritzlochkanals
(16) im Wesentlichen einem Profil eines Laserstrahls ent
spricht.
4. Kraftstoffeinspritzdüse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, dass der Spritzlochkanal (16) im Wesentlichen
flaschenförmig ausgebildet ist.
5. Kraftstoffeinspritzdüse nach zumindest einem der vorange
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der engste
Strömungsquerschnitt des Spritzlochkanals (16) im Bereich der
Taille (18) angeordnet ist.
Priority Applications (2)
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10105674A1 (de) |
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Cited By (9)
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