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DE1018221B - Stabilisierungsmittel gegen die Einwirkung von Hitze fuer mit Hilfe von Alkaliverbindungen kondensierte Organopolysiloxane - Google Patents

Stabilisierungsmittel gegen die Einwirkung von Hitze fuer mit Hilfe von Alkaliverbindungen kondensierte Organopolysiloxane

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Publication number
DE1018221B
DE1018221B DEG14704A DEG0014704A DE1018221B DE 1018221 B DE1018221 B DE 1018221B DE G14704 A DEG14704 A DE G14704A DE G0014704 A DEG0014704 A DE G0014704A DE 1018221 B DE1018221 B DE 1018221B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
organopolysiloxanes
organopolysiloxane
alkali
organic phosphorus
convertible
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG14704A
Other languages
English (en)
Inventor
Robert Griffith Linville
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
General Electric Co
Original Assignee
General Electric Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by General Electric Co filed Critical General Electric Co
Publication of DE1018221B publication Critical patent/DE1018221B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G77/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a linkage containing silicon with or without sulfur, nitrogen, oxygen or carbon in the main chain of the macromolecule
    • C08G77/04Polysiloxanes
    • C08G77/22Polysiloxanes containing silicon bound to organic groups containing atoms other than carbon, hydrogen and oxygen
    • C08G77/30Polysiloxanes containing silicon bound to organic groups containing atoms other than carbon, hydrogen and oxygen phosphorus-containing groups
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G77/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a linkage containing silicon with or without sulfur, nitrogen, oxygen or carbon in the main chain of the macromolecule
    • C08G77/04Polysiloxanes
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L83/00Compositions of macromolecular compounds obtained by reactions forming in the main chain of the macromolecule a linkage containing silicon with or without sulfur, nitrogen, oxygen or carbon only; Compositions of derivatives of such polymers
    • C08L83/04Polysiloxanes

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Silicon Polymers (AREA)

Description

  • Stabilisierungsmittel gegen die Einwirkung von Hitze für mit Hilfe von Alkaliverbindungen kondensierte Organopolysiloxane Die Erfindung betrifft die Verwendung von organischen Phosphorverbindungen als Stahilisierungsmittel gegen die Einwirkung von Hitze für mit Hilfe von Alkaliverbindungen kondensierte Organopolysiloxane, Zur Herstellung verschiedener Organopolysiloxanöle und zu Elastomeren härtbaren organopolysioloxanen mit höherem Molekulargewicht aus niederen Organopolysiloxanen oder Mischungen niederer Organopolysiloxane werden Alkaliverbindungen verwendet, wie beispielsweise Alkalihydroxyde, Alkalimetallalkoholate, Alkalimetallmerkaptide, Alkalimetallsilanolate, wie sie z. B. in der USA.-Patentschrift 2 587 636 beschrieben sind, Alkalimetallkomplexe aromatischer Verbindungen, wie Kaliumkomplexe von Naphthalin oder Anthracen, Alkalimetallkomplexe, wie in der USA.-Patentschrift 2 634 252 beschrieben, Alkalisalze von Organopolysiloxanen, wie das Natriumsalz des Tetrametbyldisiloxandiols gemäß der USA.-Patentschrift 2 634284.
  • Bei der Herstellung von Organopolysiloxanölen oder-kautschuken werden verschiedene alkalische Katalysatoren oder Polymeri sationsmittel ve.rwenQ, um die Siloxanbindindungen umzuordnen. Es ist daher bei der Herstellung von Organopolysiloxanölen häufig wünschenswert, die Ketten der Organopolysiloxane abzubrechen, um die Stabilität des Silikonöls zu verbessern. Es ist auch üblich, Gemische verschiedener Organosiloxane zu polymerisieren, beispiesweise Dimethylsiloxare der Formel (R2SiO) 1 mit linearen Siloxanen der Formel In den Formeln bedeuten R einen einwertigen organischen Rest, beispielsweise einen einwertigen Kohlenwasserstoffrest, halogenierte Kohlenwasserstoffreste, wie mono- oder polychlorierte Arylreste, m eine Zahl zwischen 3 und 9, n eine ganze Zahl zwischen 0 und 6. Bei dieser Mischpolymerisation werden alkalische Mittel verwendet, um Organopolysiloxane mit langen Ketten der Formel zu erhalten, in der p eine ganze Zahl zwischen 6 und 200 oder mehr ist. R kann in der obigen. Formel gleiche oder vrschiedene organische Reste; der obigen Bedeutung darstellen. Organopolysiloxane gemäß Formel III sind beispielsweise in den USA.-Patentschriften 2 469 888, 2 469 890 und 2 599 984 beschrieben.
  • Bei Verwendung der elingangs erwähnten alkalischen Katalysatoren treten jedoch einige Nachteile auf. Es wird angenommen, daß bei der Umlagerung und Polymerisation von Organopolysiloxanen die Alkalimetallverbindung, besonders Kaliumhydroxyd, als kettenabbrechendes Mittel in Form eines
    O-Si-O M-Radikals
    (M=Alkaliatom) wirkt, beispielsweise einer
    O-Si-OK-Gruppe.
  • Daher wird in der Reaktionsmischung ein Polysiloxan erhalten, das bei erhöhten Temperaturen relativ unstabil ist. Bei anschließender Erwärmung des Reaktionsproduktes, beispielsweise um flüchtige oder niedrigersiedende Stoffe zu entfernen (es sind Temperaturen von etwa 200° oder darüber erforderlich), beeinflussen das noch verbliebene Kaliumhydroxyd oder Kaliumsalze (einschließlich der Kaliumsilanolate) die Stabilität des Organopolysiloxans nachteilig. Die Organopolysiloxane mit höherem Molekulargewicht werden zu Reaktionsprodukten mit niederem Molekulargewicht abgebaut, d. h. daß sich die Ausbeute des Produktes mit höherem Molekulargewicht verringert.
  • Es ist des weiteren bei der Herstellung von Organopolysiloxanen, die in den gehärteten, festen elastischen Zustand, d. h. in einen Silikongummi, umgewandelt werden können, häufig wünschenswert, Organopolysiloxane mit niederem Molekulargewicht zu Produkten mit höherem Molekulargewicht, die üblicherweise äußerst viskose und kautschlukartige Substanzen sind, zu polymerisieren. Diese werden mit Füllstoffen und gegebenenfalls Härtungsmitteln versetzt und danach in der Wärme und unter Druck verformt oder bei erhöhten Temperaturen zum Überziehen verwendet und in gehärtete, feste, elastische Produkte übergeführt. Während der Herstellung solcher umwandelbarer Organopolysiloxane werden auch Alkaliverbin dungen verwendet. Die Entfernung der in den umwandelbaren Organipolysiolanen enthaltenen niedrigsiedenden Organopolysiloxane war bisher äußerst schwierig und nur unter Anwendung besonderer Vorsichtsmaßregeln zur Vermeidung eines Abbaues der Organopolysiloxane durch restliche Alkaliverbindungen möglich.
  • Verbleibt eine Alkal iverbindung im umwandelbaren Organopolysiloxan, so zersetzt sich gegebenenfalls das gehärtete Organopolysiloxan nach geraumer Zeit bei Temperaturen von etwa 2500 oder bei Temperaturen von etwa 3000 nach kürzerer Zeit.
  • In gewissem Ausmaß können. diese restlic. hen. alkalischen Kondensationsmittel zwar druch sorgfältiges Waschen oder Neutralisieren entfernt werden. Jedoch ist es trotz äußerster Sorgfalt schwierig, die letzten Spuren der Alkaliverbindung zu entfernen. Auch durch Waschen des neutralisierten Produktes lassen sich häufig nicht alle Spuren der bei der Neutralisation gebildeten Salze entfernen. Es kann bei erhöhten Temperaturen eine Zersetzung der neutralen Salze eintreten, und es können Rückstände entstehen, die wiererum depolymerisierend oder abbauend auf das Organopolysilioxan wirken.
  • Es wurde nun. gefunden, daß die erwähnten Nachteile vermieden werden, wenn in ein vorher mit einer Alkaliverbindung behandeltes Organopolysiloxan eine organische Phosphorverbindung oder Mischungen von organischen Phosphorverbindungen eingeführt werden, die es beispielsweise stabilisieren oder weich machen. Das mit der Alkaliverbindung behandelte Organopolysiloxan kann entweder Reste von Alkaliverbindungen, beispielsweise Reste von Alkal ihydroxyden, oder Reaktionsprodukte der Organopolysioxane mit Alkaliverbindungen enthalten.
  • Die organische Phosphorverbindung setzt sich mit dem Alkaliatom der Alkaliverbindung um, so daß die depolymerisierende oder abbauende Wirkung der Alkaliverbindung oder deren Reaktionsprodukte mit dem Organopolysiloxan verringert oder beseitigt wird.
  • Die erhaltene Masse hat bel normalen oder erhöhten Temperaturell verbesserte Stabilität.
  • Es ist schon bekannt, organische Phosphorverbindungen zur Verbesserung der Wärmedeständigkeit von Silikonharzen zu verwenden. Für die Herstellung derartiger Silikonharze werden bekanntlich jedoch keine Alkaliverbindungen verwendet, und es war daher aus dem bekanten Zusatz von organischen Phosphorverbindungen zu Silikonharzen nicht vorauszusehen, ob ein Zusatz von organischen Phosphorverbindungen zu Organopolysiloxanen, die mit Hilfe von Alkaliverbindungen kondensiert wurden, überhaupt eine Nviflng ausüben würden. und gegebenenfalls was für eine Wirkung.
  • Unter dem in der Beschreibung und den Ansprüchen verwendeten Ausdruck » organische Phosphorverbindung« sind Verbindungen zu verstehen, die ein Phosphoratom und einen organischen Rest in Verbindung mit anderen, üblicherweise in organischen Phosphorverbindungen vorkommenden Elementen enthalten, wie beispielsweise Wasserstoff, Sauerstoff, Schwefel, Selen, Alkalimetall, Halogen (darunter direkt an Kohlenstoff gebundenes Halogen), Stickstoff. Zahlreiche für die Zwecke der Erfindung geeignete organische Phosphorverbindungen sind in dem Buch »Organophosphorus Compounds« von G. M. Kosolapoff, New York (1950), beschrieben. Erste Voraussetzung für die Eignung der organischen Phosphorverbindungen (nachfolgend auch als »Alkali deaktivierende organische Phosphorverbindungen« bezeichnet) ist, daß sie reaktionsfähig gegenüber den oben beschriebenen Alkaliverbindungen oder deren Reaktionsprodukten mit Organopolysiloxanen sind und die nachteiligen Wirkungen der Alkaliverbindungen oder deren Reaktionsprodukte auf das mit Alkaliverhindungen behandelte Organopolysiloxan verringern oder aufhelen. Am besten werden nicht giftige organische Phosphorverbindungen verwendet. Es werden daher zweckmäßig keine organischen Phosphorverbindungen verwendet, die an Phosphor gebundenes Halogen (z. B. Chlor) enthalten. Schließlich sollen die organischen Phosphorverbindungen oder die bei der Umsetzung mit den Alkaliverbindungen gebildeten Produkte das Organopolysiloxan nicht nachteIlig beeinflussen. Gemäß der Erfindung geeignete organische Phosphorverbindungen sind Verbindungen der allgemeinen Formeln a) (R °) l P O (o-Phosphorsäureester) b) R' (R O) 2 P 0 (Organophosphorigsäureester) c) R Og P (Metaphosphorsäureester) d) R'P O (O H) 2 (organophosphorige Säure) e) (RO)2O(O)H (Phosphorigsäureester) f) R P O., H2 (organounterphosphorige Säure) in denen R und R' gleiche oder verschiedene organische Reste, Alkyl-, Cycloalkyl-, Aryl-, Aralkyl-, Alkaryl-, Alkenylreste, wie Vinyl-, Allyl-, Methallyl-, Crotylrest, und auch einwertige Kohlenwasserstoffreste mit gegen das Organopolysiloxan inerten Substituenten, beispielsweise Halogenatomen, oder Nitro gruppen sind. Die substituierten Reste können beispielsweise Chlorphenyl-, Chlortolyl-, Chloräthylrest sein.
  • Vorzugsweise enthält die organische Phosphorverbindung im Molekül mindestens einen Aryl- oder Alkarylrest, z. B. einen Phenyl- oder Kresylrest, durch Sauerstoff an Phosphor gebunden. Die vorstehend genamlten Verbindungen können durch Ersatz des Sauerstoffatoms durch Schwefel oder Selen, z. B. entsprechend den Formeln [(CaH5S) 3PSes (C6H.0)8PSei, modifiziert werden.
  • Von den spezifischen organischen Phosphorverbindungen seien genannt: saure Ester der o-Phosphorsäure, z. B. D iäthyl-o-phesphat, Diphenylhydrogenphosphat, Monostearyl-o-phosphat; ferner Triphenylphosphat, Trikresylphosphat, Tri-(p-tert. butylphenyl)-phosphat, Tributylphosphat, Trioctylphosphat, Dibutylphenylphosphat, Diphenylphosphat, Diphenylbutylphosphit, Triphenylphosphit, Phenylphosphin, Äthylphosphin, Triphenylthiophosphat, Ester, wie sie in dn. USA.-Patentschriften 2 425 765, 2 453 167, 2 478 441 und 2 497 637 beschrieben sind. Beispiele o, rganischer Phosphorverbindungen sind auch in den USA.-Patentschriften 2 614 990 und 2 618 600 bebeschrieben. Es sind auch organische Ester der Unterphosphorsäure bekannt, z. B.
  • (R O),P (0)-0-P (0) (0R)2, in denen R die vorstehend angeführte Bedeutung hat und diel in gewünschter Weise wirken.
  • Außer den vorstehend beschriebenen organischen Phosphorverbindungen können gemäß der Erfindung auch organische Phosphorverbindungen verwendet werden, die neben organischen Resten und einem Phosphoratom noch Metallatome enthalten, entsprechend den allgemeinen Formeln: c) (RO)2P-OM' d) ROP-(OM')2 in denen R die vorstehend genannte Bedeutung hat und M' ein Metall, z. B. Calcium, Barium, Eisen, ist.
  • Solche organischen Phosphorverbindungen sind die Salze saurer Phosphorsäureester, wie Calciumphenylphosphat, Calciumdi- (di-butylphosphat), Bariumdi-(di-phenylphosphat).
  • In den beschriebenen metallhaltigen organischen Phosphorverbindungen können ein, oder alle der an Phosphor gebundenen Sauerstoffatome durch Schwefel, Selen oder Tellur ersetzt sein.
  • Bei Verwendung von organischen Phosphorverbindungen, die die Gruppe P-OH enthalten, werden durch. die Umsetzung mit der Alkaliverbindung oder deren Reaktionsprodukten mit dem Organopolysioxan P-OM-Restegebildet (M=Alkalimetallatom). Durch die Entfernung des abbauend oder depolymerisierend wirkenden Metallatoms können Silanolgruppen gebildet werden,-die nicht abbauend auf das Organopolysiolan wirken. Zur Erzielung optimaler Ergebnisse soll ein Überschuß der eine -POH-Gruppe enthaltenden organischen Phosphorverbindung vermieten werden.
  • Die anzuwendende Menge organischer Phosphorverbindung kann in weitem Ausmaß schwanken und ist abhängig von der verwendeten speziellen organischen Phosphorverbindung, der Art des Organopolysiloxans, der Menge der bei der Herstellung oder Behandlung des Organopolysiloxans verwendeten Alkaliverbindung. dem Verwendungszweck des Organopolysiloxans und der berechneten Menge. an Alkaliverbindung oder des Reaktionsproduktes, die in dem Organopolysioxan vorhanden ist. Wenn die Menge der verwendeten organischen Phosphorverbindung mindestens 0,1 Mol je Mol im Siloxan. als Alkalimetall oder als Alkaliverbindung vorhandenen Alkali entspricht, werden ausgezeichnete Ergebnisse erhalten.
  • Jedoch kann auch ein beträchtlicher Überschuß hiervon zugesetzt werden bis zu etwa 3 % oder mehr, bezogen auf das Gewicht des Organopolysiloxans.
  • Größere Mengen, z. B. von 5 bis 200/0, bezogen auf das Gewicht des Organopolysiloxans, organischer Phosphorsäureester der Formeln (RO)3PO und (RO) 3P, in denen R die oben angegebene Bedeutung haben; organische Phosphorverbindungen, in denen alle Hydroxylgruppen durch R verestert sind, können gegebenenfalls in den Zwischen- oder Endstufen der Behandlung verwendet werden.. Größere als zur Stabilisierung erforderliche Mengen bestimmter organischer Phosphorverbindungen machen zu Elastomeren härtbare Organopolysiloxanen weich und setzen. deren Härte herab, so daß sie sich, versetzt mit verschiedenen Füllstoffen, Pigmenten, Farbstoffen, Härtungsmitteln, leichter, z. B. um zu isolierende Leiter, spritzen lassen.
  • Ein weiterer Vorteil der Verwendung der organischen Phosphorverbindungen besteht in der Verbesserung der Lagerfähigkeit und Verforinbarkeit des umwandelbaren Organopolysiolxans. Die in den gehärteten, festen, elastischen Zustand umwandelbaren Organopolysiloxane sind äußerst empfindlich gegen Feuchtigkeit und verhalten sich bei der Bearbeitung verschieden, je nach dem Feuchtigkeitsgehalt der Luft.
  • Durch das Eintragen einer orgnischen Phosphorverbindung in ein solches umwandelbares Organopolysiloxan, das durch Polymerisation mit einer Alkaliverbindung hergestellt worden ist, wird diese Empfindlichkeit verringert, und das gebildete Organopolysiloxan ist in bezug auf Viskosität und Konsistenz in feuchter Luft stabil. Ist keine Organophosphorverbindung gegenwärtig. so nimmt unter der Einwirkung von Fenchtigkeit die Viskosität des Polymeren ab, dieses wird »suppig« und läßt sich dann nur schwierig verarbeiten. Durch die Gegenwart von organischen Phosphorverbindungen, insbesondere in Mengen, die zum Weichmachen ausreichen, ist leichteres Mischen auf Kautschukmischwalzwerken möglich. Es ist daher gemäß der Erfindung möglich, härtere umwandelbare Polysiloxane mit geringeren Schwierigkeiten auf Mischwalzwerken zu verarbeiten.
  • Bestimmte, nur schwierig verarbeitbare, struliturbildende Füllstoffe können. nunineh r vorteilhaft verwendelt werden. Schließlich können Härtungsmittel, die sonst durch Reste der Alka. liverbin, dungen oder deren Verbindung mit dem Siloxan unwirksam werden, verwendet werden, wenn die organische Phosphorverbindung vor dem Härtungsmittel in das Alkali enthaltende Orga. nopolysiloxan eingebracht wird.
  • Die umwandelbaren Organopolysiloxane, die je nach dem Kondensationsgrad, dem verwendeten alkalischen Kondensationsmittel, dem oder den Ausgangsorganopolysiloxanen, die zur Herstellung des umwandelbaren Organopolysiloxans verwendet werden, auch hochviskose Massen oder gummielastische Feststoffe sein können, werden kurz als »umwandelbare Organopolysiloxane« oder genauer als »umwandelbare Methylpolysiloxane « oder »umwandelbare Methyl- und Phenylpolysiloxanea bezeichnet. Insbesondere sind Organopolysiloxane gemäß den USA.-Patentschriften 2 448 756, 2 448 556, 2 484 595, 2 457 688, 2 521 528, 2 451 137 und 2 490 357 geeignet.
  • Natürlich können gemäß der Erfindung außer den oben beschriebenen, die durch Kondensation eines Organopolysiloxans oder einer Mischung von Organopolysiloxanen, die durchschnittlich etwa 1,95, vorzugsweise 1,98 bis 2,1, organische Gruppen je Siliziumatom enthalten, auch. andere umwandelbare Organopolysiloxane, die gleiche oder verschiedene an das Silizium durch eine Kohlenstoff-Silizium-Bindung gebundene organ suche Substituenten enthalten, verwendet werden. Die umwandelbaren Organopolysiloxane umfassen. allgemein polymere Diorganosiloxane, die gewünschtenfalls bis zu 2 Molprozent mischpolymerisierte Monoorganosiloxan-, z. B. Monomethylsioxanreste, enthalten können. Um ein umwandelbares, beispielsweise wärmeum wandelbares Organopolysiloxan herzustellen, wird es vorgezogen, als Ausgangsorganopolysiloxan eine Verbindung mit 1,99 bis 2,01 organischen Gruppen, z. B. Methylgruppen je Siliziumatom zu verwenden, bei der mehr als 80% der Siliziumatome zwei zn das Silizium gebundene Alkylgruppen enthalten.
  • Bei den zur Polymerisation mit Alkali verwendeten Ausgangsorganopolysiloxanen sind die organischen Reste im wesentlichen direkt an Silizium gebundene Kohlenstoff-Silizium-Bindungen, und die Siloxan einheiten entsprechen im wesentlichen der allgemeinen Formel ReSiO (R=vorzugsweise Methyl- und/oder Phenylrest). Das Polysiloxan kann im wesentlichen die Siloxaneinheiten (CH3) 2SiO enthalten oder ein Mischpolymeres des Dimethylsiloxans mit einer geringeren Menge (1 bis 20 oder mehr Molprozent) einer der folgenden Einheiten je für sich oder in Kombination sein: C6H5 (CH3) SiO und (C « ; H5) 2SiO.
  • Zur Herstellung gehärteter Organopolysiloxane mit verbesserter Wärmestabilität und den genannten anderen wünschenswerten. Eigenschaften. wird vorteilhaft 0,1 bis 80/o, vorzugsweise jedoch 2 bis 6o/& (bezogen auf das Gewicht des umwandelbaren Organopo. lysi. loxans) Benzoylperoxyd, tert. Butylperbenzoat, Azonitrile, z. B. 2, 2'-Azobisisobutyrnitril, verwendet.
  • Es werden Produkte mit verbesserter Elastizität, Zugfestigkeit und Einreißfestigkeit erhalten. Ferner können auch energiereiche Elektronen zum Härten verwendet werden.
  • Außerdem können den umwandelbaren Organopolysiloxanen Füllstoffe, z. B. Titandioxyd, Kieselsäureaerogel, Lithopone, Diatomeenerde, durch thermische Zersetzung hergestellte Kieselsäuren, y-Aluminiumoxyd, Calciumcarbonat, Polytetrafluoräthylenteilchen und -fasern, zugegeben werden. Der Anteil des zugegebenen Füllstoffes kann das 0,05- bis etwa 3- oder mehrfache des Anteils des umwandelbaren Organo polysiloxans betragen. Nach dem Einmischen des Füllstoffes und gegebenenfalls des Härtungsmittels in das Organopolysiloxan wird das umwandelbare Organopolysiloxan unter Druck (etwa 14 bis 70 kg/cm2 oder mehr) etwa 5 Minuten bis zu 1/2 Stunde auf etwa 125 bis 150° erwärmt. Bei Formteilen wird die Härtung des Organopolysiloxans vorteilhaft durch Erwärmen auf etwa 2500 oder mehr innerhalb von 12 bis 36 Stunden durchgeführt.
  • Der Vorgang, durch den. die Organopolysiloxane bei erhöhten Temperaturen durch organische Phosphorverbindungen stabilisiert werden, ist nicht vollständig aufgeklärt. Es wird jedoch angenommen, daß Umsetzungen zwischen. dem Organopolysiloxan, der als Polymerisationmittel verwendeten Alkalimetallverbindung und der jeweils verwendeten organischen Phosphorverbindung eintreten: Die Anzahl der sich mit dem Kaliumsalz umsetzenden Phenoxygroupen hängt von dem Molverhältnis der organischen Phosphorverbindung zum Kaliumsilanolat ab. In einigen Fällen kann es wünschenswert sein. die Reaktion derart zu lenken, daß hauptsächlich Mollokaliumdiphenoxy-phosphat in anderen Fällen hauptsächlich Dikaliumphenoxyphosphat gebildet wird.
  • Häufig werden mehrere Alkaliphosphate gebildet.
  • Der gemäß der zweiten Gleichung gebildete Rückstand A ist äußerst wärmebeständig. Die mit B bezeichnete Verbindung ist bei erhöhten Temperature ebenfalls stabil und inert und scheint weder nachteilige Wirkungen auszuüben noch sich in Berührung mit dem Organopolysiloxan zu zersetzen.
  • Die Erfindung wird in den Beispielen erläutert (Angaben in Gewichtsteilen).
  • Beispiel 1 Etwa 1000 Teile Oktamethylcyclotetrasiloxan wer den in bekannter Weise in einem Polymerisationsgefäß auf 1500 erwärmt. Dann werden 0,1 Teile Kaliumhydroxyd und 13,3 Teile Dekamethylcyclotetrasiloxan zugegeben und die ölige Mischung etwa 4 Stunden lang auf 1500 gehalten, um die Methylpolysiloxane zu einer Mischung von linearen Methylpoolysiloxanen mit verschiedenen Molekulargewichten und einer Viskos tät von etwa 2500 cP, deren lineare Ketten durch Trimethylsiloxygruppen abgebrochen sind, zukondensieren.
  • Wird eine Probe dieses Öles zur Entfernung der tiefersiedenden flüchtigen Bestandteile 30 Minuten auf 3000 erhitzt, so ist das »äquilibrierte« Organopolysiloxan bei dieser Temperatur bereits vollständig zu Produkten mit niederem Molekulargewicht depolymerisiert. Werden jedoch in der heißen Organopolysi loxanflüssigkeit unmittelbar nach ihrer Herstellung etwa 0,72 Teile Triphenylphosphat innig verteilt, dann kann das »äquilibrierte« Organopolysiloxan 30 Minuten auf 300° erwärmt werden, um alle flüchteigen Bestandteile zu entfernen. Dabei tritt ein Gewichtsverlust von etwa 19°/e ein, der größtenteils aus niedrigersiedenden Anteilen besteht. Die Viskosität des Öles beträgt vor dem Abdestillieren der flüchtigen Bestandteile etwa 2500, nach deren Entfernung etwa 4300 cP. Das Öl kann leicht filtriert werden und ist bei erhöhten Temperaturen stabil.
  • Beispiel 2 400 Teile Oktamethylcydotetrasiloxan werden in einem mit einem Rührwerk versehenen Reaktionsgefäß auf 150° erwärmt. Dann werden 0,04 Teile fein. zerteiltes Kaliumhydroxyd und 1,32 Teile Dekamethyltetrasiloxan zugegeben. Die Mischung wird 4 Stunden bei 1500 zu einem hochviskosen Produkt polymerisiert. Wenn eine Probe dieses bekannten Metbylpolysiloxans 30 Minuten lang in einem Ofen auf 300° erhitzt wird, so tritt ein Gewichtsverlust von etwa 90% auf. In Gegensatz dazu beträgt der Gewichtsverlust bei Zugabe verschiedener Mengen Triphenylphosphat oder Trikresylphosphat zu dem auf 150 erwärmten Produkt, wenn es 30 Minuten. in einem ofen bei 300° erhitzt wird, nur 16 bis 18%.
  • Bei Zugabe von 5 Teilen Triphenylphosphat (etwas über 20 Mol je Mol verwendetes KOH) oder von 0,5 Teilen Triphenylphosphat (etwas über 2 Mol je Mol verwendetes Kaliumhydroxyd) oder von 0,1 Teil Tiphenylphosphat (etwas über 0,4 Mol je Mol verwenderte Kaliumhydroxyd) oder von 0,2 Tilen Trikresylphosphat (etwa weniger als 1 Mol je Mol verwendetes Kaliumhydroxyd) oder sogar von nur 0,05 Teilen Triphenylphosphat (etwas mehr als 0,2 Mol je Mol verwendetes Kaliumhydroxyd) beträgt der Gewichtsverlust an flüchtigen Bestandteilen nach 30 Minuten langem Erwärmen der Proben auf 3000 von etwa 16 bis 180/s und ist nur wenig höher (etwa 19 bis 20 Gewichtsprozent), wenn 0,05 Teile Triphen ylphosph at angewendet werden.
  • In den vorstehen. den Beispielen ist erläutert, wie eine Neutralisation oder Entfernung des alkalischen »Äquilibrierungs«- oder Polymerisationsmittels vor dem Abdestillieren der niedrigersiedenden flüchtigen Bestandteile aus dem kondesierten Polysiloxan vermiden werden kann, so daß sich diese Organopolysiloxantypen schneller und wirtschaftlicher weiterverarbeiten lassen.
  • Beispiel 3 400 Teile Oktamethylcyclotetrasiloxan werden in bekannter Weise in einem Polymerisationsgefäß mit 0,04 Teilen Kaliumhydroxyd und 1,32 Teilen Dekamethylcydotetrasiloxan gemischt. Die Mischung wird dann ausreichend lange auf etwa 1500 erwärmt, um ein Methylpolysiloxan mit einer Viskosität von etwa 25 000 cP zu erhalten. Es werden 60 Teile Oktaphenylcyclotetrasiloxan dazugegeben und die Mischung etwa 4 Stunden lang auf etwa 135 bis 150° erwärmt, um ein Methylphenylpolysiloxan mit. hoher Viskosität zu erhalten. Wird eine Probe dieses Materials 30 Minuten auf 300° erwärmt, so tritte in Geweichtsverlust von etwa 99% auf. Wen jedoch nur 0,1 Teil Triphenylphosphat zu der hochviskosen Masse gegeben wird, so beträgt der Gewichtsverlust, wenn 30 Minuten auf 3000 erhitzt wird, nur etwa 15 bis 16 O/o. Offensichtlich bewirkt die Zugabe der Organophosphorverbindung zu einem Methylphenylpolysiloxan dessen Stabilisierung bei erhöhten Temperaturen.
  • Beispiel 4 Dieses Beispiel erläutert die Wirkung von Organophosphorverbindungen auf zur Herstellung von elastischen Polysiloxanen oder Silikonkautschuken bestimmte Organopolysioxane. 400 Teile Oktamethylcyclotetrasiloxan werden in einem mit einem Rührwerk vestehenen REaktionsgefäß auf 150° erwärmt, dann mit 0,04 Teilen Kaliumhydroxyd und 0,132 Teilen Dekamethylcyclotetrasiloxan versetzt und etwa 4 Stunden erwärmt, bis sich eine hochviskose Masse (nachfolgend als »unmwandelbres Polydimethylsiloxan« bezeichnet) gewblicet hat, dei bei Zimmertemperatur kaum fließt. Zu Proben dieses bekannten umwandelbaren Polydimethylsioxans werden verschiedene Mengen Triphenylphosphat, Trikresplphosphat oder Triphenylphosphit gegeben. Dann werden. Anteile jedes dieser inaktivierten Polymeren auf einem Kautschukmischer mit Kieselsäureaerogel und Benzoylperoxyd gemischt, bei etwa 1500 20 Minuten unter einem Druck von etwa 35 kg/cm2 zu flachen Platten gepreßt und anschließend 24 Stunden bei 2500, weitere 96 Stunden bie 250° und 25 Stunder bei 300° wärmegealtert. Danach wird jede Probe auf Zugfestigkeit und Dehnung untersucht. Zusammensetzung der Masse: Umwandelbares Polydimethylsiloxan 400 Teile Kieselsäureaerogel ................ 180 Benzoylperoxyd 6, 6" 6,6 In der folgenden. Tabelle I ist die jeweils zuzugebende Menge Organophospho.rverbindung angegeben.
  • Tabelle I
    Teile organische
    Posphor- Molverhältnisse
    Probe Organische verbindung organische
    Nr. Phosphor- je 400 Teile Phosphor-
    verbindung umwandelbares verbindung
    Polydimethyl- je Mol 1(0 H
    siloxan
    1 ohne keine 0
    Kontrolle
    2 Triphenyl- 0,1 Teil etwas weniger
    phosphat als 1/2 : 1
    3 Trikresyl- 0,2 Teile etwas weniger
    phosphat als 1:1
    4 Triphenyl- 0,3 Teile etwas mehr
    phosphat als 1:1
    5 Triphenyl- 0,15 Teile etwas weniger
    phosphit als 1:1
    6 Triphenyl- 0,5 Teile etwas mehr
    phosphat als 2:1
    7 Triphenyl- 1,0 Teil etwas weniger
    phosphit als 5 : 1
    Tabelle II zeigt die physikalischen Eigenschaften der verschiedenen Proben nach Wärmealterung.
  • Tabelle II
    Probe Nr.
    1 2 3 4 5 6 7 8
    nach 24 Stunden bei 2500
    Zugfestigkeit, kg/cm2 ................ 42,2 45,7 48, 2
    Bruchdehnung, % ................ 240 240 240
    nach 72 Stunden bei 2500
    Zugfestigkeit, kg/cm2 ................ 38,7
    Bruchdehnung, % ................ 150
    nach 96 Stunden bei 2500 und
    24 Stunden bei 3000
    Zugfestigkeit, kg/cm2 ................ zer- 48,2 50,1
    fallen *)
    Bruchdehnung, % ................ *) 130 145
    nach 96 Stunden bei 2500 und
    48 Stunden bei 3000
    Zugfestigkeit, kg/cm2 ................ zer- 42,2 45,7
    fallen *)
    Bruchdehnung, % ................ *) 120 130
    nach 96 Stunden bei 2500 und
    72 Stunden bei 3000
    Zugfestigkeit, kg/cm2 ................ zer- 43,2 44,3
    fallen *)
    bruchdehnung, % ................ *) 100 90
    tiach 1 Stunde bei 1500 und 1 Stunde
    bei 2500 und 96 Stunden bei 3000
    Zugfestigkeit, kg/cm2 ................ zer- 38
    fallen *)
    Bruchdehnung % ................ *) 75
    *) Platten völlig krümelig.
  • Beispiel 5 Das Beispiel erläutert die günstige Wirkung der O rganophosphorverb indungen in Verbindung mit alkalisch kondensierten Organopolysiloxanen für Überzüge, insbesondere für Glasgewebe. Es werden 400 Teile des im Beispiel 4 beschriebenen umwandelbaren Methylpolysiloxans, das Triphenylphosphat in. den in TabelleIII angeführten Mengen enthält, mit etwa 200 Teilen Calciumcarbonat und 18 Teilen Benzoyperoxyd gemischt. proben dieser Mischung werden mit ausreichenden Mengen Xylol innig zu homogenen, praktisch stabilen Dispersionen mit einem Feststoffgehalt von etwa 34% vermischt. Glasgewebe wird dann mit diesen Proben, die wechselnde Mengen Triphenylphosphat enthalten, überzogen und etwa 2 Stunden auf 1250 erwärmt, um das Lösungsmittel zu entfernen. Danach wird weitere 17 Stunden auf 3150 erwärmt. Das überzogene Gewebe wird gewogen, um die Menge der Auflage zu bestimmen. Zur Kontrolle wird das gleiche Glasgewebe mit den gleichen oben beschriebenen Materialien, jedoch ohne Zusatz von Triphenylphosphat, 2berzogen. In der folgenden Tabelle III sind die Menge des verwendten Triphenylphosphats und die Menge des auf jeder Gewebeprobe verbliebenen Belages in % angegeben. Das mit dem Triphenylphosphat enthaltendem Schutzbelag überzogene Gewebe ist-sehr biegsam und daher gut brauchbar, während der Belag ohne Triphenylphos- phat pulverförmig zerfallen ist und leicht von der Oberfläche abgeblasen werden kann, so daß die reine Glasgewebeoberfläche zutage tritt.
  • Tabelle III
    Probe Nr.
    Kontrolle 819 # 10
    Teile organische
    Phosphorver-
    bindung auf
    400 Teile Poly-
    dimethyl-
    siloxan keine # 0,1 0,5 5,0
    Molverhältnis
    organische
    Phosphorver-
    bindung je Mol
    KOH .......... keine etwas etwas etwas
    weniger mehr mehr
    als als als
    0,5:1 2:1 20 : 1
    Rest des gehär-
    teten Belgaes
    in % .......... 0 37 *) 74 80
    *) Die Menge des auf dem Glasgewebe verbleibenden Belages kann auf 80% gesteigert werden, wenn der belagmasse nach ihrer Herstellung und vor dem Aufbringen auf das Gewibe zusätzlich 1,3 Teile Triphenylphosphat zugesetzt werden.
  • Wie vorstehend ausgeführt, verhalten sich die umwandelbaren Polysiloxane bei der Lagerung sehr verschieden. Bei der Lagerung der umwandelbaren Organopolysiloxaue unter hoher Feuchtigkeit tritt eine Verringerung des Molekulargewichtes und der Viskosität ein, und das Organopolysiloxan wird »suppig«. Wird das umwandelbare Organopolysiloxan unter FeuchtigkeitsausschluB längere Zeit gelagert, so wird es viskoser und etwas »nerviger«, läßt sich auf der Mischwalze nur schwer zerteilen und modifizie ; rende Bestandteile, wie Füllstoffe und Härtungsmittel, lassen. sich nur schwer einarbeiten.
  • Die Stabilität der umwandelbaren Organopolysilox an e unter verschiedenen Lagerbedingungen wird durch Penetrometerablesung unter Verwendung eines Zylinders von 61/4 mm und einer Belastung von. 100 g bestimmt.
  • Im nachfolgenden Beispiel wird die Wirkung des Lagerns der umwandelbaren Organopolysiloxane unter verschiedenen Lagerbedingungen und die Wirkung der Zugabe von Trikresylphosphat und Triphenylphosphat beschrieben.
  • Beispiel 6 Eine Mischung aus 100 Teilen Oktamethylcyclotetraisloxan, 0,01 Teil KOH und 0,033 Teilen Dekamethylcyclotetrasiloxan wird etwa 4 Stunden lang auf eine Temperatur 150 erwärmt. Es wird ein hochviskoses umwandebares Polydimylsioxan erhalten, das bei Zimmertemperatur nur schwach fließt.
  • Zu Proben dieses wärmeumwandelbaren Polydimethylsiloxans werden 0,05 Gewichtsprozent Trikresylphosphat oder Triphenylphosphat gegeben. Eine Kontrollprobe wird unter gleichen Bedingungen. ohne Zusatz einer organischen Phosphorverbindung hergestellt.
  • Die Viskosität der Kontrollprobe ist höher als die der Proben mit Zusatz. Proben der Polymeren werden 43 Tage unter verschiedenen Bedingungen, z. B. einmal bei einer relativen Feuchtigkeit von 1000/o und zum anderen bei einer relativen Feuchtigkeit von unter 100%. gelagert. Zu Beginn und Ende jedels Versuches wird jede der Proben auf Viskosität und Penetrometerwert untersucht. In Tabelle IV sind die Ergebnisse dieser Untersuchungen angegeben.
  • Tabelle IV
    Probe Nr. Viskosität Penetrometerwert Versuchsbedingungen
    9 9 000 000 1200 ursprünglich, hohe Feuchtigkeit
    1 1 200 000 1200 ursprünglich, geringe Feuchtigkeit
    a 9 000 000 6200 nach 43 Tagen, hohe Feuchtigkeit
    12 32 000 000 195 nach 43 Tagen, geringe Feuchtigkeit
    b 5 800 000 1755 ursprünglich, hohe Feuchtigkeit
    5 600 000 1700 ursprünglich, geringe Feuchtigkeit
    5 750 000 1685 nach 43 Tagen, hohe Feuchtigkeit
    b14
    5 720 00 1610 nach 43 Tagen, geringe Feuchtigkeit
    5 5 350 000 1750 ursprünglich, hohe Feuchtigkeit
    5 5 460 000 1725 ursprünglich, geringe Feuchtigkeit
    5 350 000 1700 nach 43 Tagen, hohe Feuchtigkeit
    c16 5 320 000 1645 nach 43 Tagen, geringe Feuchtigkeit
    a) Kontrolle unbehandelt, b) mit Trikresyltriphosphatzusatz, c) mit Triphenylphosphatzusatz.
  • Der Zeitpunkt der Zugabe der organischen Phosphorverbindung kann schwanken. So kann die organische Phosphorverbindung dem Organopolysiloxan zugegeben werden, nachdem es den gewünschten Polymerisationsgrad erreicht hat, um einen weiteren Anstieg der Viskosität zu verhindern, oder die organische Phosphorverbindung kann dem behandelten Organopolysiloxan mit den Füllstoffen und den modifizierenden Bestandteilen zugegeben werden. Die organische Phosphorverbindung kann. auch den Füllstoffen, wie Calciumkarbonat (z. B. durch Behandeln desselben unter geeigneten Bedingungen), zugesetzt werden, die dann in das umwandelbare Organopolysiloxan auf den üblichen M is chwalz en eingearbeitet werden.
  • Besselre Ergebnisse werden erhalten, wenn die organische Phosphorverbindung dem umwandelbaren Organopolysiloxan vor dem Füllstoff oder Härtemittel zugemischt wird.
  • Außer den beispielsweise genannten Füllstoffen und Härtemitteln können auch andere übliche verwendet werden. Für die Herstellung von lDberzugsmassen aus den stabilisierten Organopolysiloxanen werden das umwandelbare Organopolysiloxan und/ oder der Füllstoff und/oder gegebenenfalls ein Här- tungsmittel vorteilhaft in flüssigen Medien, wie Benzol, Xylol, Toluol, in einer Konzentration von etwa 5 bis 50 % des Feststoffgehaltes, bezogen auf das Gesamtgewicht der Überzugsmasse, gelöst oder dispergiert. Die Verweindung von dispergier- und Sta hilierungsmitteln kann vorteilhaft sein. Mit den erfindungsgemäß stabilisierten Organopolysiloxanen überzogene wärmebeständige Gewebe, insbesondere Glasgewebe, Asbestgewebe, Polyäthylenterephthalatfasern und -gewebe, Polyacrylnitrilfasern und -gewebe sind besondes für Heiz- oder andere Arten von Leitungen geeignet, die erhöhte Temperaturen von etwa 250 bis 3150 längere Zeit aushalten, als sie bisher Organopolysiloxanelastomere ohne organische Phosphorverhindungen aushalten konnten. Noch nach langer Benutzung bei etwa 3150 schützen größere Mengen des Überzugs die Heizleitung, die sogar unter äußersten Temperaturbedingungen noch biegsam bleibt.
  • Die gehärteten gemäß der Erfindung stabilisierten Organopolysiloxanlastomeren halten hohe Temperaturen (150 bis 3150) längere Zeit aus und behalten auch ihre gummiartigen Eigenschaften bei tiefen Temperaturen, z. B. von - 1070. Die gehärteten Organopolysiloxane sind d geeignet als Isolationsmaterial für elektrische Leiter für Dichtungen, Stoßdämpfer und verschiedene andere Anwendungen, bei denen die hohe Wärmebeständigkeit und die Biegsamkeit bei tiefen Temperaturen der erfindungsgemäß stabilisierten Organopolysiloxane ausgenutzt werden können.
  • Zur Polymerisation von. Organopolysiloxanen oder Polymerisation von Mischungen von Organopolysil oxanen werden auch häufig saure Katalysatoren, wie z. B. Schwefelsäure, Salzsäure, Ferrichlorid, als Polymerisationsmittel verwendet Nach vollendeter Polymerisation wird üblicherweise das saure Kondensationsmittel mit alkalischen Materialien, insbesondere Alkalihydroxyd, neutralisiert. Die Rückstände an Alkalihydroxyden oder deren Salzen (einschließlich Silanolate) lassen sich auf gewöhnliche Weise nicht restlos entferenen und wirken abbarend auf die Organopolyisiloxane. Diese Schwiergikeiten lasser sich leicht durch Verwendung geringer Mengen von organischen Phosphorverbindungen gemäß der Erfindung beheben.
  • Die bleibende Verformung wird gewöhnlich durch Anwendung verschiedener Zusätze (z. B. gewisser Chinone, von Quecksilberoxyd) verringert. Dadurch, daß durch die Zusätze gemäß der Erfindung die niedrig siedenden, flüchtigen Bestandteile leicht aus dem stabilisierten. umwandelbaren Organopolysiloxan. entfernt werden können, sind die üblichen Zusätze zur Verminderung der bleibenden Verformung wirksamer.
  • PATENTANSPRSCHE 1. Verwendung von organischen Phosphorverbindungen als Stabilisierungsmittel gegen die Einwirkung von Hitze für mit Hilfe von Alkaliverbindungen kondensierte Organopolysiloxane.
  • 2. Verwendung von Estern der gegebenenfalls durch einen Kohlenwasserstoffrest oder durch ein Schwefelatom substituierten Säuren des 3- oder 5wertigen Phosphors als Stabilisierungsmittel nach Anspruch 1.

Claims (1)

  1. 3. Verwendung von organischen Phosphorverbindungen für Methyl-, Phenyl- oder Methylphenylpolysiloxane nach Anspruch 1 oder 2.
    4. Verwendung von Triphenyl- oder Trikresylphosphat oder Triphenylphosphit nach Anspruch 1 und 3.
    In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 553 643; Deutsche Patentschrift Nr. 930 481; Hunyar, »Chemie der Silikone«, 1952, S.136 und 137.
DEG14704A 1953-06-24 1954-06-22 Stabilisierungsmittel gegen die Einwirkung von Hitze fuer mit Hilfe von Alkaliverbindungen kondensierte Organopolysiloxane Pending DE1018221B (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1073202B (de) 1954-12-28 1960-01-14 General Electric Company, Schenectady, N Y (V St A) Warme stabilisierungsmittel fur hartbare Massen aus Organopolysiloxanen
DE1167534B (de) * 1958-04-10 1964-04-09 Wacker Chemie Gmbh Verfahren zur Herstellung von hochviskosen und stabilen Organopolysiloxanoelen

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2553643A (en) * 1947-12-02 1951-05-22 Interchem Corp Polysiloxane resin containing an aryl phosphinic acid or diaryl ester thereof
DE930481C (de) * 1953-01-14 1955-07-18 Wacker Chemie Gmbh Verfahren zur Polymerisation von im wesentlichen diorganosubstituierten Siloxanen

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