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DE1024062B - Verfahren zur Herstellung von Aluminiumhydrid - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Aluminiumhydrid

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Publication number
DE1024062B
DE1024062B DEZ5310A DEZ0005310A DE1024062B DE 1024062 B DE1024062 B DE 1024062B DE Z5310 A DEZ5310 A DE Z5310A DE Z0005310 A DEZ0005310 A DE Z0005310A DE 1024062 B DE1024062 B DE 1024062B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
aluminum
hydride
aluminum hydride
chloride
production
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEZ5310A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Chem Dr Roland Koester
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Studiengesellschaft Kohle gGmbH
Original Assignee
Studiengesellschaft Kohle gGmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Studiengesellschaft Kohle gGmbH filed Critical Studiengesellschaft Kohle gGmbH
Priority to DEZ5310A priority Critical patent/DE1024062B/de
Publication of DE1024062B publication Critical patent/DE1024062B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B6/00Hydrides of metals including fully or partially hydrided metals, alloys or intermetallic compounds ; Compounds containing at least one metal-hydrogen bond, e.g. (GeH3)2S, SiH GeH; Monoborane or diborane; Addition complexes thereof

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Aluminiumhydrid Es ist bereits ein Verfahren zur Herstellung von Aluminiumhydrid bekannt, bei dem zunächst Grignardverbindungen hergestellt, dann hydriert und mit Aluminiumhalogenid umgesetzt werden. Die Herstellung der Grignardverbindungen stellt bekanntlich eine technisch schwierige Operation dar. Ein weiterer Nachteil dieses Verfahrens ist die Verwendung von metallischem Magnesium als Hilfsstoff, das das Verfahren verteuert, weil das als Endprodukt anfallende Magnesiumchlorid gegenüber dem eingesetzten Metall wertlos ist.
  • Bekannt ist auch die Umsetzung von beispielsweise Calciumhydrid und Aluminiumhalogeniden zu Anlagerungsverbindungen des Aluminiumwasserstoffs an Aluminiumhalogenide oder auch zu Aluminiumhydrid. Dieses Verfahren entspricht im wesentlichen der bekannten Schlesingerschen Umsetzung von Lithiumhydrid und Aluminiumchlorid, allerdings mit dem wirtschaftlichen Vorteil, daß das Lithium von Schlesinger durch ein preiswertes Metall der I. bis III. Hauptgruppe des Periodischen Systems ersetzt wird. Weiterhin müssen ganz bestimmte Lösungsmittel angewendet werden, in denen sich das gebildete Metallaluminiumhydrid löst, da sonst die Reaktion infolge von Umkrustungen der Metallhydridteilchen sehr rasch zum Stillstand kommen würde. Ein weiterer Nachteil dieses Verfahrens ist darin zu sehen, daß bei der hauptsächlich in Frage kommenden Verwendung von CaHz und AIC13 als Ausgangsstoffe der Chloranteil des Aluminiumchlorids und ein großer Teil des Calciumanteiles des Calciumhydrids in vollständig wertloses Calciumchlorid umgewandelt wird.
  • Die Veröffentlichung in Am. Soc., 77, S. 3164, 3165 (1955), die sich auf die bekannte Vorschrift von Finholt-Bond-Schlesinger (Am. Soc., 69, S. 1199 [1947]) zur Herstellung von Aluminiumhydrid aus Lithiumaluminiumhydrid gründet, gibt ein spezielles Verfahren an, nach dem bei Aufwand von sehr viel indifferentem Lösungsmittel nur in umständlicher Weise ein ätherfreies Aluminiumhydrid erhalten werden kann. Ohne die alte Vorschrift von Finholt-Bond-Schlesinger, nach der für die Herstellung von 1 Mol Aluminiumhydrid insgesamt 4 Mol Lithiumhydrid aufgewendet werden müssen, ist das Verfahren gar nicht durchführbar.
  • Eine befriedigende Darstellung für Aluminiumhydrid ist also nicht bekannt. Die unmittelbare Vereinigung von Aluminium und Wasserstoff ist bisher nicht gelungen. Man ist daher praktisch ausschließlich auf die Umsetzung zwischen Aluminiumchlorid und Lithiumaluminiumhydrid angewiesen, die gemäß folgender Gleichung verläuft: A1 C13 + 4 U H = LiAI H,, + 3 Li Cl so ist für die Herstellung des Aluminiumhydrids insgesamt ein Aufwand von 3 Mol Lithiumhydrid pro Mol Aluminiumhydrid notwendig. Das ist ein sehr kostspieliges Verfahren.
  • Es wurde gefunden, daß man feste Produkte mit einem hohen Gehalt an Aluminiumhydrid außerordentlich leicht durch Reaktion von Aluminiumhalogenid, insbesondere -chlorid, mit Dialkylaluminiumhydriden gewinnen kann im Sinne der- folgenden Gleichung: AIC13 ;-- 3 R,AIH = AIH3 + 3 R,AIC1. Das Aluminiumhydrid scheidet sich hierbei in schwer= löslicher Form ab und kann durch Filtration sehr leicht isoliert werden.
  • Die in dieser Weise gewonnenen Präparate sind kein reines Aluminiumhydrid der Formel AIH3. Sie enthalten aber 60 bis 70 % Aluminiumhydrid. Der Rest besteht aus organischen Aluminiumverbindungen, die noch Chlor und Alkyle enthalten. Es kann auch sein, daß ein Teil des Wasserstoffs in diesem festen Produkt in Form von Verbindungen der Art RAIH2 vorliegt. Für die Hauptanwendung, die das Aluminiumhydrid finden kann - als Reduktionsmittel - ist diese Beimengung unwesentlich.
  • Behandelt man den eben erwähnten festen Niederschlag nochmals mit einem Dialkylaluminiumhydrid, so nimmt der Chlorgehalt ab, und man erhält schließlich Produkte, die etwa der Zusammensetzung A12H,R entsprechen und vielleicht Verbindungen von Aluminiumhydrid mit Mono, alkylaluminiumdihydriden sind.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren eröffnet die Möglichkeit, Aluminiumhydrid ohne Verwendung von Lithiumhydrid letzten Endes aus Aluminium und Wasserstoff herzustellen. Dialkylaluminiumhydride können sehr leicht aus Aluminium, Mrasserstoff und Olefinen nach den Verfahren der belgischen Patente 535 235, 546 432, 540 135, bei Verwendung von Äthylen, beispielsweise nach der Gleichung Al -f- 3/2H2 + 2 C2 H4 = H Al (C2 H,), gewonnen werden. Andererseits lassen sich die als Nebenprodukte bei vorliegendem Verfahren anfallenden Dialkylalumi"iumchloride mit Hilfe von Natriumfluorid nach den aus den deutschen Patentschriften 921450 und 934 649 bekannten Verfahren in Aluminiumtrialkyle zurückverwandeln 3 (C2H5)2AlC1 -f- 6 NaF = 2(C,H5)3Al -r Na3AIFs -¢- 3 NaCl. Aus diesen Aluminiumtrialkylen kann man durch Erhitzen, gegebenenfalls mit Aluminium und Wasserstoff, beispielsweise nach den Verfahren des deutschen Patents 942 026 und des belgischen Patents 546 432 Dialkylaluminiumhydride gewinnen 2(C2H5)3A1-2(C2H5)sAIH +2C2H1 Berücksichtigt man diese Zusammenhänge, so ist die Bildungsgleichung des Aluminiumhydrids nach dem erfindungsgemäßen Verfahren insgesamt: Al + 3/2H2 -r- A1 C13 + 6 Na F = A1H3 -[- Na3AlF3 -f- 3 NaCl. Man kann die Dialkylaluminiumchloride auch durch Behandlung mit metallischem Natrium in Aluminiumtrialkyle verwandeln im Sinne der bekannten Reaktion 3 R2A1C1 -j- 3 Na = 3 NaC1 -E- Al + 2 AIR,. In dieser Weise erhält man eine Mischung von feinverteiltem Aluminium und Aluminiumtrialkyl, die mit Wasserstoff unter Druck gemäß einem älteren Vorschlag nach 2 AlR3 + Al -E-. 3/2H2 = 3 R,A1H unmittelbar in 3 Mol Dialkylaluminiumhydrid zurückverwandelt werden kann. Beachtet man diese Möglichkeit, so wird das Aluminiumhydrid insgesamt nach folgender Bruttogleichung zugänglich A1C13 + 3 Na + 3/2H2 = 3 NaCl -i-. A1H3. Bei der oben beschriebenen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens muß man Aluminiumchlorid, also einen festen Stoff, mit den Dialkylaluminiumhydriden umsetzen. Daraus ergeben sich gewisse Schwierigkeiten, die man leicht in folgender Weise vermeiden kann: Man führt zunächst Aluminiumchlorid durch Behandlung mit einem Dialkylaluminiumchlorid gemäß der folgenden Gleichung A1 C13 -E- A1 Cl R2 = 2 A1 C12 R in Alkylaluminiumdichlorid über und läßt dieses flüssige Produkt mit dem Dialkylaluminiumhydrid reagieren. Die Umsetzung ist dann wie folgt zu formulieren: 2 AIC12R + 3 AIHR2 = AIH3 + 4 AICIR2.
  • Da man das hierbei zu gewinnende Dialkylaluminiummonochlorid wieder mit Aluminiumchlorid in das Monoalkylaluminiumdichlorid umwandeln kann, so setzt man insgesamt doch Aluminiumchlorid um.
  • Es ist selbstverständlich, daß man an Stelle der hier vornehmlich erwähnten Chlorverbindungen auch die entsprechenden anderen Halogenide verwenden kann, jedoch bietet die Verwendung der Chlorverbindungen die größten wirtschaftlichen Vorteile.
  • Beispiel 1 Unter Stickstoff werden zu 41,4 g (0,481 Mol) Aluminiumdiäthylhydrid, die in 75 ccm Hexern gelöst sind, 40,2 g (0,317 Mol) Aluminiumäthyldichlorid zugegeben. Nach kurzer Zeit trübt sich die Mischung. 5 bis 6 Stunden läßt man unter dauerndem Rühren reagieren, wobei die Badtemperatur bis etwa 50' C gesteigert werden kann. Danach ist ein voluminöser, farbloser Niederschlag vorhanden, von dem die Flüssigkeit unter Stickstoff erbfiltriert wird. Die feste Substanz wird anschließend mehrmals mit Hexern gewaschen, bis im Filtrat kein Halogen mehr nachweisbar ist. Dies geschieht am besten durch eine kontinuierliche Extraktion in der Kälte unteRühren. Zum Schluß wird unter vermindertem Druck (Hochvakuum) bei einer Badtemperatur bis maximal 70° C die Verbindung getrocknet. Es bleibt ein völlig farbloses, an der Luft unter Feuererscheinung lebhaft versprühendes Pulver (4 bis 5 g) zurück. Die Analysen der so hergestellten Verbindung zeigen Aluminiumwerte von etwa 56 % und Chlorwerte von etwa 15 °/o. Das durch Zersetzung einer Probe (58,2 mg) gewonnene Gas (53,8 Nccm) besteht aus Wasserstoff (90 °/o) und Äthan (10 °/o). Beispiel 2 Zu 56,5 g (0,398 Mol) Aluminiumdiisobutylhydrid werden unter Stickstoff 57 g (0,267 Mol) Aluminiumäthyldibromid rasch eingetropft. Dabei tritt nur eine schwache positive Wärmetönung auf. Außerdem tritt sofort Trübung ein; und nach 5 bis 6 Stunden ist die Ausfällung bei einer Badtemperatur von maximal 60° C beendet. Die farblose, feste Verbindung wird unter Stickstoff erbfiltriert, mit Hexern so lange gewaschen, bis kein Brom im Filtrat mehr nachweisbar ist. Anschließendes Trocknen im Hochvakuum ergibt eine entsprechende Verbindung (4,5 g, bromhaltig), wie sie in Versuch 1 beschrieben ist. Beispiel 3 66,8 g (0,5 Mol) wasserfreies Aluminiumchlorid werden in 200 ccm Hexern während einer Stunde in einer Kugelschwingmühle unter Luftabschluß vermahlen. In die so hergestellte Suspension läßt man langsam unter öfterem Umschütteln 172 g(1,5 Mol) Aluminiumdi-n-propylhydrid, die in 100 ccm Hexern gelöst sind, zufließen, wobei das Schwingmühlengefäß von außen mit Eiswasser gekühlt wird. Anschließend wird für etwa 4 Stunden die Reaktion in dem Gefäß auf der Kugelschwingmühle zu Ende geführt. Unter Stickstoff wird die entstandene Suspension entleert und von der festen Verbindung erbfiltriert. Nach Waschen mit Hexern und Trocknen im Vakuum erhält man eine Verbindung, deren Zusammensetzung der im Beispiel 1 beschriebenen Substanz entspricht. Beispiel 4 Zu 258 g (3 Mol) Aluminiumdiäthylhydrid läßt man unter Rühren insgesamt 254 g (2 Mol) Aluminiumäthyldichlorid im Verlauf von 1/2 bis 1 Stunde unter Luftabschluß zufließen. Wie im Beispiel l ist nach 5 bis 6 Stunden die Ausfällung beendet. Es wird unter Stickstoff erbfiltriert.
  • Das erbfiltrierte, bei der Umsetzung gebildete Diäthylaluminiummonochloridkann anschließend mit Aluminiumtrichlorid umgesetzt werden. Man gibt zu den 480 g Aluminiumdiäthylmonochlorid (gefundener Chlorwert = 290/,) insgesamt 530g wasserfreies Aluminiumtrichlorid, erwärmt unter Rühren kurze Zeit, bis sich das Aluminiumtrichlorid vollständig gelöst hat. Die nach Abkühlung kristallisierende Verbindung (Aluminiumäthyldichlorid) kann für eine neue Umsetzung wieder verwendet werden.
  • Der feste farblose Rückstand aus der oben beschriebenen Umsetzung wird in 100 ccm Hexan suspendiert, und zu der Suspension werden 12 g (0,14 Mol) Aluminiumdiäthylhydrid zugegeben. Unter Rühren läßt man bei maximal 50° C noch 5 bis 6 Stunden reagieren. Danach wird abfiltriert und der Niederschlag mit Hexan gewaschen. Es bleibt eine Verbindung zurück, deren Zusammensetzung der Formel A12 H5 (C, H") entspricht (gefundener Aluminiumwert = 610/0). Geringe Mengen Chlorid (unter 40/0) sind als Verunreinigung oftmals noch nachweisbar.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1, Verfahren zur Herstellung von Aluminiumhydrid, dadurch gekennzeichnet, daß man Aluminiumhalogenid, insbesondereAluminiumchlorid,mitDialkylaluminiumhydriden umsetzt und das erhaltene Produkt gegebenenfalls nochmals mit Dialkylaluminiumhydrid behandelt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, d aß man das Aluminiumhalogenid mit Dialkylaluminiumhalogenid, insbesondere -chlorid, zu flüssigem Alkylaluminiumdihalogenid umsetzt und dann mit Dialkylaluminiumhydrid weiterbehandelt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 911131, 918 928, 921986, 934 764; Journal of the American Chemical Society, 77. Jahrgang, 1955, S. 3164, 3165.
DEZ5310A 1956-01-09 1956-01-09 Verfahren zur Herstellung von Aluminiumhydrid Pending DE1024062B (de)

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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE911131C (de) * 1952-05-17 1954-05-10 Riedel De Haeen Ag Verfahren zur Herstellung von Aluminiumwasserstoffloesungen bzw. von Anlagerungsverbindungen des Aluminiumwasserstoffs an Aluminiumhalogenide
DE918928C (de) * 1952-04-21 1954-10-07 Dr Karl Ziegler Verfahren zur Herstellung von Alkylaluminiumhydriden
DE921986C (de) * 1952-11-21 1955-01-07 Riedel De Haeen Ag Verfahren zur Herstellung aluminiumhaltiger Hydride
DE934764C (de) * 1953-10-02 1955-11-03 Metallgesellschaft Ag Verfahren zur Herstellung von thermisch instabilen Hydriden

Patent Citations (4)

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