DE1017789B - Verfahren zur Herstellung von Polymerisationsprodukten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von PolymerisationsproduktenInfo
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- C08G—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
- C08G63/00—Macromolecular compounds obtained by reactions forming a carboxylic ester link in the main chain of the macromolecule
- C08G63/66—Polyesters containing oxygen in the form of ether groups
- C08G63/668—Polyesters containing oxygen in the form of ether groups derived from polycarboxylic acids and polyhydroxy compounds
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Description
DEUTSCHES
Es ist bekannt, daß man, ungesättigte Polyester aus Dicarbonsäuren, und' zweiwertigein Alkoholen herstellen!
kann. Als Dicarbonsäuren für die Herstellung der Ester sind z. B. Phthalsäure, Bernsteinsäure,
Adipinsäure, Sebazinsäure, Maleinsäure, Fumarsäure und als Alkohole z. B. Äthylenglykol, Diäthylenglykol,
1, 3-Butylenglykol, 2, 3-Butandiol oder Gemische dieser
Komponenten geeignet. In kleinen, Anteilen kann, man auch, dreiwertige oder noch höherwertige
Alkohole, wie Glycerin oder Pentaerythrit, den zweiwertigen, Glyko'len zufügen.
Diese ungesättigten Polyester haben, die Eigenschaft,
mehr oder weniger gut in polymerisationsfähigen monomeren Verbindungen, wie Styrol, löslich
zu sein. Unter dein Einfluß radikalbildender Katalysatoren,
lassen, sich diese sogenannten Kontaktharze in einer Art Mischpolymerisation zu unlöslichen und
unschmelzbaren Produkten polymerisieren,, die eine Reihe hervorragender physikalischer und chemischer
Eigenschaften aufweisen.
Bei der Übertragung dieser bekannten Polyesterdarstellung auf die Terephthalsäure treten erwartungsgemäß
sehr große Schwierigkeiten auf. Die Terephthalsäure unterscheidet sich in, der Reaktionsfähigkeit
auf Grund ihres physikalischen Verhaltens von den isomeren Phthalsäuren ganz erheblich, Die
Terephthalsäure hat eine sehr geringe Löslichkeit in Alkoholen, und Glykolen, und einen überaus hohen
Schmelzpunkt. Sie läßt sich im allgemeinen nur unter Zuhilfenahme von wasserentziehenden Mitteln glatt
verestern,. Ungesättigte Ester sind bei den für die Kondensation erforderlichen Temperaturen jedoch
nicht unbegrenzt beständig. Da die Veresterung der Terephthalsäure aber gerade extrem lange Reaktionszeiten
und hohe Temperaturen, erfordert, kommt es vorzeitig zu einer Gelierung des Reaktionsproduktes.
Gesättigte Polyterephthalsäureglykolester sind, bekannt. Die technische geübte Herstellung wird durch
Umesterung eines, Terephthalsäurealkyleisters mit
Alkylenglykolen; bei hohen Temperaturen unter Verwendung
von Umesterungskatalysatoren durchgeführt. Das Ziel ist dabei, hochmolekulare verspinnbare
und: unlösliche Polyester herzustellen. Derartige Polyester sind auch nicht in ungesättigten, Monomeren
löslich, und daher nicht für Kontaktharze zu verwenden. Bei dieser Art der Polyasterkondensation. arbeitet
man in einem neutralen Medium, wobei der Veresterungs- bzw. Umesterungskatalysator wirksam bleibt.
Will man: unter den gleichen Bedingungen eine Mischkondensation zwischen dem Terephthalsäurealkylester,
einer Säure und einem Glykol durchführen,, so gelingt die Reaktion nur mit sauren Kontakten:. Diese
verursachen, aber bei dein erforderlichen hohen Temperaturen
sehr starke Verfärbungen. Versuche haben
Verfahren zur Herstellung
von Polymerisationsprodukten
von Polymerisationsprodukten
Anmelder:
Farbwerke Hoechst Aktiengesellschaft
vormals Meister Lucius & Brüning,
Frankfurt/M.
Dr. Walter Bestian, Gronau bei Hannover,
Dr. Hans Starck, Hofheim (Taunus),
und Dr. Felix Schulde, Bad Soden (Taunus),
sind als Erfinder genannt worden
ergeben, daß es nicht gelingt, das Gemisch eines Terephthalsäurealkylesters
und einer ungesättigten Säure mit Glykolen auch bei extrem langen Reaktionszeiten
zu einem gemischten ungesättigten, Polyester zu kondensieren. Ein beträchtlicher Anteil des Terephthalsäurealkylesters
entzieht sich dabei der Umesterung und bleibt unverändert im Reaktionsgemisch,
Es wurde nun gefunden, daß man ungesättigte Polyester unter Verwendung von Terephthalsäure in
einwandfreier Reaktion herstellen kann, wenn, man Terephthalsäurealkylester zunächst mit Alkylenglykolen
bei Temperaturen von 120 bis 180°, vorzugsweise 140 bis. 170°, zweckmäßig in. Gegenwart
eines Umesterungskatalysators umestert und. a,nschließend die Veresterung mit einer ungesättigten
Säure oder deren, Anhydrid bei höheren Temperaturen zu Ende führt. Die Umesterungstemperatureu und der
Grad: der Umesterung sind von wesentlichem Einfluß auf die Löslichkeit des Polyesters in, der monomeren.
Vinylverbindung. Versuche haben ergeben, daß Umesterungstemperaturen,
von 200° und höher im allgemeinen unbrauchbar sind. Es ist auch wesentlich, daß die Umesterung des Terephthalsäurealkylestexs mit
dem Glykol bzw. Glykolgemisch nicht zu Ende geführt wurde. Als vorteilhaft hat sich erwiesen,, die
Umesterung bei einem Umasterungsgrad von etwa 75 bis 80% der Theorie abzubrechen und die Veresterung
und Umesterung mit der ungesättigten. Dicarbonsäure im gleichen Reaktionsgefäß weiterzuführen.
Hierbei arbeitet man bei den üblichen, Veresterungstemperaturen, z. B. bis zu 230° oder noch höher.
Unter Einhaltung dieser Voraussetzung gelingt es, ungesättigte Polyester herzustellen, die bis zu
80 Molpro'zent Terephthalsäure (bezogen auf die Ge-
70; 756/412
samtmenge an Dicarbonsäuren) im Estermolekül enthalten und sich z. B. in, Styrol völlig klar lösen,
Bei der Umesterung des Tarephthalsäurealkylesters
mit Alkylenglykolen bzw. Alkylenglykolgemischen wird zweckmäßig nur so viel Glykol verwandt, wie
für dia Herstellung des gewünschten ungesättigten Polyesters erforderlich ist, d. h, so viel, daß auf jede
Carboxylgruppe etwa ein OH-Äquivalent verwendet wird. Für die technische Herstellung ist dieses desZusatz
von 0,2 Geiwichtsteilen Natriummethylat bei gutem Rühren etwa 3 Stunden auf 150 bis 170° erwärmt.
Das entstehende Methanol wird in einer Vorlage aufgefangen!. Nachdem 320 bis 330 Volumteile
Methanol abgetrennt sind, werden 580 Gewichtsteile Fumarsäure und 100 Volumteile Xylol zum Reaktionsprodukt
gegeben. Im Verlauf von, 2 Stunden wird die Reaktionstemperatur bis auf 200° gesteigert.
Das abgespaltene Wasser wird im Wasserabscheider
halb' von Bedeutung, weil dadurch der Prozeß ver- io aufgefangen. Es wird 1 Stunde bei 205° und 4 Stun-
einfacht wird. Es sind nur einfache Apparaturen erforderlich,
und das Abdestillieren einer überschüssigen Menge an Glykol bzw. Glykolgemisch erübrigt sich.
Für das erfindungsgemäße Verfahren lassen sich die bekannten Terephthalsäurealkylester verwenden,
so· z. B. der Terephthalsäuremethylester, Terephthalsäureäthylester
und Terephthalsäurebutylester. Ebenso sind die aromatischen kernsubstituierten Ester, wie
den, bei 215° gerührt. Das als Wasserträger benutzte
Xylol wird durch Anlegen von Vakuum entfernt. Der so hergestellte ungesättigte Polyester ist ein schwach
gelbes Harz, welches sich klar in Styrol löst.
100 Gewichtsteile des Polyesters werden warm in 42,5 Gewichtsteilan Styrol in Lösung gebracht. Man
erhält ein Kontaktharz mit einem 300/oigen Styrolgehalt
und einer Säurezahl von 6 bis 10.
Das mit Peroxyden und Beschleunigern ausge-
der 2, S-Dichlorterephthalsäuremethylester, geeignet, ao härtete Harz zeigt bei 30 °/o Styrolgehalt eine Wäime-Brauchbare
Glykole für die Veresterungen sind beständigkeit nach Martens von 43°. Beträgt der
z. B. Äthylenglykol, Diäthylenglykol, 1,3-Butylenglykol,
1, 2-Butylenglykol, 1, 3-Propandiol. Auch ungesättigte
Glykole, wie 1, 4-Butendiol, sind verwendbar. Drei- und vierwertige Alkohole, wie Glycerin 25
oder Pentaerythrit, werden zweckmäßig nur im Gemisch mit den zweiwertigen Alkoholen verwendet.
oder Pentaerythrit, werden zweckmäßig nur im Gemisch mit den zweiwertigen Alkoholen verwendet.
Geeignete ungesättigte Dicarbonsäuren bzw. Dicarbonsäureanhydride
für die Polyesterkondensation
sind besonders aliphatisch^ Säuren und hiervon ins- 30 Harzes mit Terephthalsäure angepaßt. Dieses ,Haare
besondere die Fumarsäure und die Maleinsäure. Je- zeigt im ausgehärteten Zustand einen Marfeaerfüert.
von nur 33° (bei 30 % Styrolgehalt) und einen Ma*tetfe-Wert
von 39° (bei 4O°/o Styrolgehalt). Die Biegefestigkeit bei 40% Styrolgehalt beträgt 700 kg/qcm
Styrolanteil 40%, so steigt die Wärmebeständigkeit nach Martens auf 52° an. Die Biegefestigkeit beträgt
965 kg/qcm, die Kugeldruckhärte 1105 kg/qcm. Zum Vergleich der physikalischen Werte wird ein
Harz hergestellt, dessen Komponenten sich nur durch einen Austausch von Terephthalsäure gegen o-Phthalsäure
unterscheidet. Die Reaktionszeiten und Reaktionsbedingungen werden genau der Herstellung '<äes '
doch lassen sich auch andere Säuren, wie dieMesaconsäure,
Citraconsäure, Itaconsäure und Muconsäure, einsetzen. Diese ungesättigten Säuren lassen sich in
einem weiten Mengenbereich anwenden. Vorteilhaft 35 und die Kugeldruckhärte 980 kg/qcm.
beträgt das Molverhältnis ungesättigter Dicarbonsäure .
zu Terephthalsäure zwischen 1 : 10 und 10:1. Es Beispiel 2
können auch die ungesättigten Säuren im Gemisch mit Unter gutem Rühren wird wie im Beispiel 1 ein
weiteren Mengen gesättigter Säuren, wie o-Phthal- Gemisch aus 1455 Gewichtsteilen Terephthalsäureisäure
und Adipinsäure, verwandt werden. Die Menge 40 methylester, 513 Gewichtsteilen Äthylenglykol und
dieser Säuren übersteigt im allgemeinen nicht 50 2625 Gewichtsteilen Diäthylenglykol in Gegenwart
und vorteilhaft nicht 20% der ungesättigten Säuren. von, 1,5 Gewichtsteilen Natriummethylat 4 Stunden
Die erfindungsgemäß hergestellten ungesättigten auf 160 bis 170° erwärmt. Es- werden 500 Volumteile
Polyester sind durchweg hochviskose schwach gelb- Methanol in der Vorlage aufgefangen. In das noch
liehe bis farblose Harze. Auf Grund ihrer linearen 45 heiße Reaktionsprodukt werden 2610 Gewichtsteile
Struktur unterscheiden sie sich von den entsprechen- Fumarsäure und 200 Volumteile Xylol eingetragen,
den isomeren Phthalsäure- und Isophthalsäureestern in Im Verlauf von 2 Stunden wird das Reaktionsgemisch
zahlreichen Eigenschaften. Die erfmdungsgemäß her- bis auf 200° erwärmt. Nach weiterem 4stündigem Ergestellten
Polyester lassen sich mit monomeren Vinyl- wärmen auf 210 bis 215° wird im Vakuum das Xylol
verbindungen, wie Vinylestern, z. B. Vinylacetat oder 50 entfernt. Es wird ein gelbliches Harz erhalten, welches
Vinylcro'tonat, Styrol, Acrylnitril, nach bekannten sich in Styrol klar löst. Die Säurezahl des Konitakt-Methoden
zu Mischpolymerisaten verarbeiten. Der- harzes beträgt 8 bis 10, D.20 1,166, cP 1030. Das ausartige
Mischpolymerisate lassen sich zu, Formkörpern, gehärtete Harz zeigt folgende physikalische Werte
z. B. zu Schalen,, Winkeln, Rohren, Platten, verairbei- (40% Styrol): Biegefestigkeit 1000kg/qcm, Kugelten,
ζ. B. indem man sie vergießt oder verpreßt. Auf- 55 druckhärte 1270 kg/qcm, Druckfestigkeit 1200 kg/qcm
fallend ist besonders eine bessere Verträglichkeit- und Wärmebeständigkeit (nach Martens) 65°. Ein
mit Styrol und eine erhöhte Reaktionsfähigkeit bei
der Mischpolymerisation mit der ungesättigten monomeren Komponente. Beim Vergleich der physikalischen Eigenschaften der gehärteten Harze fällt 60
besonders auf, daß die Terephthalsäure enthaltenden
der Mischpolymerisation mit der ungesättigten monomeren Komponente. Beim Vergleich der physikalischen Eigenschaften der gehärteten Harze fällt 60
besonders auf, daß die Terephthalsäure enthaltenden
entsprechend hergestelltes Polyesterharz mit o-Phthalsäure
hat nach Martens eine Wärmebeständigkeit
von nur 60°.
Harze eine wesentlich bessere Wärmebeständigkeit besitzen. Die verbessertem Biegefestigkeiten, Kerbschlagzähigkeiten,
und Schlagzähigkeiten deuten, darauf hin, daß die Harze auch elastischer sind.
Das Gemisch aus 875 Gewichtsteilen Diäthylenglykol, 171 Geiwichtsteilen Äthylenglykol und 970 Ge-
1455 Gewichtsteile Terephthalsäuremethylester, Gewichtsteile Diäthylenglykol und 171 Gewichtsteile Äthylenglykol werden unter Zusatz von 0,5 Gewichtsteilen
Natriummethylat so lange auf 170 bis 180° in einer Stickstoffatmosphäre erwärmt, bis etwa
Volumteile Methanol abdestilliert sind. Nach, dem Kühlen werden bei 110° 245 Gewichtsteile Maleinsäureanhydrid
und 100 Volumteile Xylol zum Um-
wichtsteilen Terephthalsäuredimethylester wird unter 70 esterungsgemisch gegeben. Die Reaktionstemperator
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von Polymerisationsprodukten:, dadurch gekennzeichnet, daß man
Terephthalsäurealkylester zunächst mit Alkylenglykolen bei Temperaturen von 120 bis 180° umestert,
die Veresterung dann mit einer ungesättigten· Säure bzw. deren Anhydrid bei höheren; Temperaturen
zu Enda führt und mit monomeren Vinylverbindungen mischpolymerisiert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man. die Umesterung des Terephthalsäuraalkylesters mit der für die Herstellung des
endgültigen ungesättigten Polyesters erforderlichen Menge mehrwertiger Alkohole durchführt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß außer den ungesättigtenCarbonsäuren
bzw. Carbonsäureanhydriden noch gesättigte Säuren oder deren Anhydride zugesetzt werden.
© 709 756/442 10.57
Priority Applications (5)
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|---|---|---|---|
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3435094A (en) * | 1968-02-14 | 1969-03-25 | Ppg Industries Inc | Ethylene glycol-based,organic solvent-resistant polyester resins |
| JPS4926714B1 (de) * | 1970-12-10 | 1974-07-11 |
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- 1955-12-24 DE DEF19165A patent/DE1017789B/de active Pending
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| US3435094A (en) * | 1968-02-14 | 1969-03-25 | Ppg Industries Inc | Ethylene glycol-based,organic solvent-resistant polyester resins |
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| GB852886A (en) | 1960-11-02 |
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