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DE1192827B - Verfahren zur Herstellung von Formteilen auf der Basis von Diepoxyden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Formteilen auf der Basis von Diepoxyden

Info

Publication number
DE1192827B
DE1192827B DEU4999A DEU0004999A DE1192827B DE 1192827 B DE1192827 B DE 1192827B DE U4999 A DEU4999 A DE U4999A DE U0004999 A DEU0004999 A DE U0004999A DE 1192827 B DE1192827 B DE 1192827B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
ether
anhydride
polycarboxylic acids
mixtures
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEU4999A
Other languages
English (en)
Inventor
Benjamin Phillips
Paul Spencer Starcher
Charles Wesley Mcgary Jun
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Union Carbide Corp
Original Assignee
Union Carbide Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Union Carbide Corp filed Critical Union Carbide Corp
Publication of DE1192827B publication Critical patent/DE1192827B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G59/00Polycondensates containing more than one epoxy group per molecule; Macromolecules obtained by polymerising compounds containing more than one epoxy group per molecule using curing agents or catalysts which react with the epoxy groups
    • C08G59/18Macromolecules obtained by polymerising compounds containing more than one epoxy group per molecule using curing agents or catalysts which react with the epoxy groups ; e.g. general methods of curing
    • C08G59/40Macromolecules obtained by polymerising compounds containing more than one epoxy group per molecule using curing agents or catalysts which react with the epoxy groups ; e.g. general methods of curing characterised by the curing agents used
    • C08G59/42Polycarboxylic acids; Anhydrides, halides or low molecular weight esters thereof

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Epoxy Resins (AREA)
  • Polyesters Or Polycarbonates (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Int. CL:
C08g
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Deutsche Kl.: 39 c-30
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
1192 827
U4999IVd/39c
20. Dezember 1957
13. Mai 1965
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Formteilen durch Umsetzung einer Verbindung, die Äthergruppen und zwei an Cyclopentanringen gebundene Epoxydgruppen enthält, mit Derivaten von Polycarbonsäuren, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man den Bis-(2,3-epoxycyclopentyl)-äther mit Anhydriden von Polycarbonsäuren, gegebenenfalls im Gemisch mit Polycarbonsäuren und gegebenenfalls unter Mitverwendung saurer oder basischer Katalysatoren, umsetzt, wobei das Verhältnis der Carboxylgruppenäquivalente der Anhydride zu den Epoxyäquivalenten des Äthers χ = 0,3 bis 3, vorzugsweise 0,5 bis 2, und das Verhältnis der Carboxylgruppenäquivalente der Polycarbonsäuren zu den Epoxyäquivalenten des Äthers j> = 0 bis 1 beträgt, die Summe χ + y nicht größer als 3, vorzugsweise nicht
größer als 2, und der Quotient — mindestens gleich 1 ist.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Formteile sind transparente, wasserbeständige und harte Produkte, die in den meisten organischen Lösungsmitteln unlöslich sind. Sie weisen bei hohen Temperaturen verbesserte physikalische Eigenschaften auf, da ihre Wärmefestigkeit im Bereich zwischen 175 und 2000C liegt.
Das Verfahren der Erfindung wird mit Katalysatorkonzentrationen zwischen 0,001 und 5,0 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gewicht des Bis-(2,3-epoxycyclopentyl)-äthers, und bei Temperaturen zwischen 50 und 25O0C durchgeführt..
Durch die Verwendung von Polycarbonsäuren bei diesen anfänglichen Mischungen können, je nach Wunsch, harte oder auch flexible Produkte bzw. Produkte mittlerer Flexibilität oder Härte hergestellt werden. Es wird angenommen, daß Polycarbonsäuren enthaltende Ausgangsmischungen eher flexiblere Produkte bilden, als Ausgangsmischungen, die keine solchen Säuren enthalten. Auch solche Mischungen, die Polycarbonsäuren mit einer größeren Anzahl von Carboxylgruppen im Molekül enthalten, bilden eher festere Produkte als Mischungen, die aus Polycarbonsäuren mit weniger Carboxylgruppen hergestellt wurden. Bei Produkten, die aus Mischungen erhalten wurden, die Dicarbonsäuren mit einer größeren Anzahl von Atomen in der kürzesten, die Carboxylgruppen verbindenden Kette enthalten, wurde gefunden, daß sie flexibler sind als Produkte, die aus Dicarbonsäuren mit weniger Atomen in dieser kürzesten die Carboxylgruppen verbindenden Kette erhalten wurden. Es ist daher möglich, Produkte verschiedener Flexibilität und Härte herzustellen, um verschiedenen speziellen Erfordernissen zu entsprechen.
Verfahren zur Herstellung von Formteilen auf
der Basis von Diepoxyden
Anmelder:
Union Carbide Corporation, New York, N. Y.
(V. St. A.)
Vertreter:
Dr. W. Schalk, Dipl.-Ing. P. Wirth,
Dipl.-Ing. G. E. M. Dannenberg
und Dr. V. Schmied-Kowarzik, Patentanwälte,
Frankfurt/M., Große Eschenheimer Str. 39
Als Erfinder benannt:
Benjamin Phillips,
Paul Spencer Starcher, Charleston, W. Va.;
Charles Wesley McGary jun.;
Charles Wesley McGary jun.;
South Charleston, W. Va. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 20. Dezember 1956
(629472)
Der Ausdruck »Carboxylgruppenäquivalent« bezeichnet bezüglich der Polycarbonsäureanhydride die Anzahl an Carboxylgruppen, die in einer bestimmten Menge des hydratisierten Anhydrids vorhanden sind, so enthält z. B. ein Mol Phthalsäureanhydrid 2 Carboxylgruppenäquivalente. Bei Polycarbonsäuren bezeichnet der Ausdruck »Carboxylgruppenäquivalent« die Anzahl an Carboxylgruppen, die in einer bestimmten Menge Polycarbonsäure vorhanden sind, so enthält z.B. ein "Mol Dicarbonsäure 2 Carboxylgruppenäquivalente. Der Ausdruck »Epoxyäquivalent« bezeichnet die Anzahl an Epoxygruppen
.O.
die in einer bestimmten Menge Bis-(2,3-epoxycyclopentyl)-äther enthalten sind.
Der erfindungsgemäß verwendete Bis-(2,3-epoxycyclopentyl)-äther ist ein flüssiger dicycHscher ali-
509 569/389
phatischer Diepoxyäther mit einer Viskosität von etwa 28 cP bei 27° C. Die Herstellung dieses Diepoxyds erfolgt in bekannter Weise.
Geeignete Polycarbonsäureanhydride sind z. B. Bernsteinsäureanhydrid, Glutarsäureanhydrid, Propylbernsteinsäureanhydrid, Methylbutylbernsteinsäureanhydrid, Hexylbernsteinsäureanhydrid, Heptylbernsteinsäureanhydrid, Pentenylbernsteinsäureanhydrid, Octenylbernsteinsäureanhydrid, Nonenylbernsteinsäureanhydrid, «,/5-Diäthylbernsteinsäureanhydrid, Maleinsäureanhydrid, Chlormaleinsäureanhydrid, Dichlormaleinsäureanhydrid, Itaconsäureanhydrid, Citraconsäureanhydrid, Hexahydrophthalsäureanhydrid, Hexachlorphthalsäureanhydrid, Tetrahydrophthalsäureanhydrid, Methyltetrahydrophthalsäureanhydrid, Tetrachlorphthalsäureanhydrid, Hexachlor-endomethylentetrahydrophthalsäureanhydrid, Tetrabromphthalsäureanhydrid, Tetrajodphthalsäureanhydrid, Phthalsäureanhydrid, 4-Nitrophthalsäureanhydrid, 1,2-Naphthalindicarbonsäureanhydrid, 1,8-Naphthalindicarbonsäureanhydrid, 2,3-Naphthalindicarbonsäureanhydrid, 1,2,4,5-Benzoltetracarbonsäuredianhydrid, polymere Dicarbonsäureanhydride oder gemischte polymere Dicarbonsäureanhydride, wie die durch Selbstkondensation von Dicarbonsäuren, z. B. Adipinsäure, Pimelinsäure, Sebacinsäure, Hexahydroisophthalsäure, Terephthalsäure oder Isophthalsäure, hergestellten Anhydride. Auch die Anhydride der Diels-Alder-Addukte von Maleinsäure und aliphatischen Verbindungen mit konjugierten Doppelbindungen sind brauchbar. Bevorzugt werden Polycarbonsäureanhydride, die im Bis-(2,3-epoxycyclopentyl)-äther bei Temperaturen unter etwa 250° C löslich sind.
Geeignete Polycarbonsäuren sind z. B. Oxalsäure, Malonsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Adipinsäure, Pimelinsäure, Korksäure, Azelainsäure, Sebacinsäure, Alkylbernsteinsäuren, Alkenylbernsteinsäuren, Äthylbutenylbernsteinsäure, Maleinsäure, Fumarsäure, Itaconsäure, Citraconsäure, Mesaconsäure, Glutaconsäure,Äthylidenmalonsäure,Isopropylidenmalonsäure, Allylmalonsäure, Muconsäure, a-Hydromuconsäure, β - Hydromuconsäure, 4-Amyl - 2,5 - heptadiendisäure, 3-Hexindisäure, 4,6-Decadiindisäure, 2,4,6,8-Decatetraendisäure, 1,2-Cyclohexandicarbonsäure, 1,4-Cyclohexandicarbonsäure^-Carboxy^-methylcyclohexanessigsäure, Phthalsäure, Isophthalsäure, Terephthalsäure, Tetrahydrophthalsäure, Tetrachlorphthalsäure, 1,8- Naphthalindicarbonsäure, 3 - Carboxyzimtsäure, 1,2-Naphthalindicarbonsaure, 1,1,5-Pentantricarbonsäure, 1,2,4-Hexantricarbonsäure, 2-Propyl-l,2,4-pentantricarbonsäure, 5 - Octen -3,3,6- tricarbonsäure, 1,2,3 - Propantricarbonsäure 1,2,4- Benzoltricarbonsäure, 1,3,5-Benzoltricarbonsäure, 3-Hexen-2,2,3,4-tetracarbonsäure, 1,2,3,4 - Benzoltetracarbonsäure, 1,2,3,5-Benzoltetracarbonsäure, 1,2,4,5-Benzoltetracarbonsäure, Benzolpentacarbonsäure oder Benzolhexacarbonsäure.
Nach einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens der Erfindung kann die Umsetzung mit Polyestern, die zwei und mehr freie Carboxylgruppen im Molekül enthalten, an Stelle von Polycarbonsäuren durchgeführt werden. Diese Polyester lassen sich in bekannter Weise herstellen, wobei ein Polycarbonsäureüberschuß verwendet wird.
Die bevorzugten molaren Verhältnisse von Dicarbonsäuren zu drei- und vierwertigen Alkoholen zur Herstellung der Polyester sind in der nachstehenden Tabelle aufgeführt.
Tabelle A
Mehrwertiger Alkohol
Dreiwertiger Alkohol.
ίο Vierwertiger Alkohol.
Molares Verhältnis von Dicarbonsäuren
oder deren
Anhydriden zu
mehrwertigen
Alkoholen
2.2 bis 3,0
3.3 bis 4,0
Besonders bevorzugt werden jedoch Polyester, die aus Dicarbonsäuren oder deren Anhydriden und mehrwertigen Alkoholen in den in Tabelle B angegebenen molaren Verhältnissen hergestellt wurden.
Tabelle B
Mehrwertiger Alkohol Molares Verhältnis
von Dicarbonsäuren
oder deren
Anhydriden zu
mehrwertigen
Alkoholen
Dreiwertiger Alkohol
Vierwertiger Alkohol
2,5 bis 3,0
3,5 bis 4,0
Geeignete Katalysatoren sind z. B. Mineralsäuren und Metallhalogenid-Lewissäuren, wie Schwefelsäure, Perchlorsäure, Polyphosphorsäure, und die verschiedenen Sulfonsäuren, z. B. Toluolsulfonsäure oder Benzolsulfonsäure, sowie Bortrifluorid, Zinnchlorid, Zinkchlorid, Aluminiumchlorid oder Eisenchlorid. Die Metallhalogenid-Lewissäuren können ferner
in Form von Komplexen, wie Ätheratkomplexe und Aminkomplexe, z. B. als Bortrifluoridpiperidin- und Bortrifluoridmonoathylaminkomplex verwendet werden.
Zweckmäßig wird der Katalysator in der Mischung vor dem Aushärten gleichmäßig verteilt, um homogene wärmegehärtete Produkte zu erhalten und um eine örtliche Aushärtung um die Katalysatorteilchen herum zu vermindern. Hierbei genügt Rühren, wenn der Katalysator mit den Ausgangsmischungen mischbar ist. Wenn sie sich nicht mischen, so wird der Katalysator zweckmäßig in einem Lösungsmittel zugegeben. Typische Lösungsmittel für die Katalysatoren sind z. B. organische Äther, wie Diäthyläther, Dipropyläther, 2 - Methoxy -1 - propanol, organische
Ester, z. B. Methylacetat, Äthylacetat, Äthylpropionat, organische Ketone, z. B. Aceton, Methylisobutylketon, Cyclohexanon, organische Alkohole, z. B. Methanol oder Cyclohexanol und Propylenglykol. Die Mineralsäuren können als Lösungen in Wasser verwendet werden, während die Metallhalogenid-Lewissäurekatalysatoren sich in Wasser leicht zersetzen und daher wäßrige Lösungen solcher Lewissäuren wenig geeignet sind.
Die anfänglichen Mischungen lassen sich mit Hilfe von Pigmenten färben, und die daraus hergestellten Formteile können dadurch ein ansprechendes Aussehen erhalten. Ferner können sie mit Füllstoffen vermischt werden, um den daraus hergestellten Formteilen besondere Eigenschaften zu verleihen. Beispielsweise können aus solchen Massen Gegenstände wie Knöpfe, Kämme, Bürstengriffe, Bauteile aller u. dgl. hergesteEt werden. Erfindungsgemäß hergestellte Formteile mit hoher Wärmefestigkeit sind für industrielle An-
wendungszwecke, bei denen Belastungsfähigkeiten bei hohen Temperaturen verlangt werden, von besonderer Bedeutung. Sie können z. B. für Leitungen für heiße Flüssigkeiten, für bei hoher Temperatur zu verwendende Werkzeuge und Formen, für kleinere Bauteile und elektrische Isolierungen in schnellen Flugzeugen verwendet werden. Ebenso lassen sich aus den neuen Ausgangsmischungen Überzüge und Schichtstoffe herstellen, und sie sind auch zum Gießen, Einbetten oder als Bindemittel brauchbar. Gegenüber deninderdeutschenPatentschrift909 862beschriebenen Formteilen besitzen die erfindungsgemäß hergestellten Formteile eine beträchtlich größere Wärmefestigkeit. Diese kann, wie aus den nachfolgenden Beispielen zu ersehen ist, über 1700C betragen. Auch gegenüber den in der USA.-Patentschrift 2 739 161 beschriebenen Polymeren besitzen die erfindungsgemäß hergestellten Formteile auf Grund ihrer besseren Flexibilität bzw. der Möglichkeit, ohne weiteres einwandfreie Gußstücke zu liefern, sowie auf Grund ihrer größeren Härte beträchtliche Vorteile.
In den nachstehenden Beispielen wird, wenn nicht anders angegeben, unter Raumtemperatur eine Temperatur zwischen 25 und 300C verstanden.
Beispiele 1 bis 8
Es wurden aus je 0,92 g Bis-(2,3-epoxycyclopentyl)-äther und den in Tabelle I angegebenen Mengen an Phthalsäureanhydrid acht Mischungen hergestellt. Die Verhältnisse der Carboxylgruppenäquivalente des Anhydrids je Epoxyäquivalent des Äthers sind ebenfalls in Tabelle I angegeben. Zu jeder Mischung wurde ein Tropfen einer 1 gewichtsprozentigen methanolischen Kaliumhydroxydlösung zugegeben. Dann wurden die Mischungen erhitzt, bis sie bei einer Temperatur unter HO0C homogen wurden. Diese homogenen Mischungen besaßen bei 1100C Viskositäten, die derjenigen von Wasser bei Raumtemperatur ähnlich waren. Bei Raumtemperatur waren diese Mischungen gleichförmige pastenartige Massen. Die Temperatur jeder der Mischungen wurde dann auf 16O0C erhöht und diese Temperatur bis zur Gelierung aufrechterhalten. Die zur Gelierung erforderlichen Zeiten sind ebenfalls aufgeführt. Die gelierten Mischungen wurden dann insgesamt 11 Stunden auf 16O0C gehalten, einschließlich der zur Gelierung benötigten Zeit. Nach dieser Zeit wurden aus den Gelen wärmegehärtete Formteile erhalten. Die Eigenschaften dieser Harze sind in der nachstehenden Tabelle I aufgeführt.
Tabelle I
Bei
spiel
Gewicht
des
Phthal-
säure-
anhy-
drids
(g)
Carb-
oxyl-
gruppen-
äqui-
valent/
Epoxy
äqui
valent
Gelie-
rungszeit-
in
Stunden
Beschreibung
des Formteils
1 0,37 0,5 3,7 fest
2 0,56 0,75 3,6 zäh, fest, Barcol-
härte 26
3 0,74 1,0 2,8 fest, Barcol-
härte 36
4 0,93 1,25 3,3 fest, Barcol-
härte 29
5 1,11 1,5 3,8 fest, Barcol-
härte 39
6 1,48 2,0 3,6 fest, Barcol-
härte 36
7 1,85 2,5 4,6 zäh, fest, Barcol-
härte 8
8 2,22 3,0 4,8 fest
B ei spiele 9 bis 15
Es wurden aus je 0,92 g Bis-(2,3-epoxycyclopentyl)-ätherund 0,74 gPhthalsäureanhydridsiebenMischungen hergestellt, die jeweils 1 Carboxylgruppenäquivalent Anhydrid je Epoxyäquivalent des Äthers enthielten. Jeder Mischung wurden die verschiedenen, in der nachstehenden Tabelle II aufgeführten Katalysatoren zugegeben und die Mischungen erhitzt, bis sie bei Temperaturen unter 1100C homogen wurden. Die Viskositäten dieser Mischungen waren denjenigen von Wasser bei Raumtemperatur ähnlich. Bei Raumtemperaturen waren diese Mischungen gleichförmige pastenartige Massen. Die Mischungen wurden anschließend bis zur Gelierung auf 1600C erhitzt, wofür die in Tabelle II angegebenen Zeiten benötigt wurden.
Tabelle II
Beispiel
Katalysator
Menge des
Katalysators
Cs)
Gewichtsprozent
des Katalysators
Gelierungszeit
in Stunden
0,05
0,6
0,75
0,72
0,05 0,67
0,05 3,47
0,12 3,43
0,12 5,30
5,88
Kaliumhydroxyd (1 Gewichtsprozent, in Methanol gelöst)
Dimethylbenzylamin
Zinkchlorid (4 Gewichtsprozent, in Äthylacetat gelöst)
Zinnchlorid (2 Gewichtsprozent, in Äthylacetat gelöst)
Schwefelsäure (5 Gewichtsprozent, in Äthyläther gelöst)
Phosphorsäure (5 Gewichtsprozent, in Äthyläther gelöst)
Kontrolle (kein Katalysator)
0,08
0,0104
0,02
0,04
0,04
0,04
Beispiele 16 bis 19
Es wurden aus je 0,92 g Bis-(2,3-epoxycyclopentyl)-äther und den in der Tabelle III angegebenen Mengen an Anhydriden vier Mischungen hergestellt, in denen das Verhältnis der Carboxyäquivalente je Epoxyäquivalent jeweils 1: 1 war. Den Mischungen der Beispiele 16, 17 und 18 wurden je ein Tropfen einer lgewichtsprozentigenmethanoliscnenKaliumhydroxydlösung und der Mischung des Beispiels 19 ein Tropfen einer 12,5gewichtsprozentigen Lösung von Benzyldimethylamin in Äthylacetat zugegeben. Die Mischungen wurden dann bis zur Homogenität erhitzt (270C bei Beispiel 16, 500C bei Beispiel 17, weniger als 1000C bei Beispiel 18 und weniger als 1200C bei Beispiel 19). Die Viskosität dieser Mischungen bei den jeweils angegebenen Temperaturen war derjenigen von Wasser bei Raumtemperatur ähnlich. Die Mischungen gemäß den Beispielen 16 und 17 waren bei Raumtemperatur dünne Flüssigkeiten, und die Mischung gemäß Beispiel 18 war bei Raumtemperatur eine etwas viskose Flüssigkeit. Die Mischung des Beispiels 19 war dagegen bei Raumtemperatur eine gleichförmige pastenartige Masse. Dann wurden die homogenen Mischungen bis zur Gelierung auf 1200C
ίο erhitzt. Die hierfür benötigten Zeiten sind in der nachstehenden Tabelle angegeben. Das Gel des Beispiels 19 wurde einschließlich der Gelierungszeit insgesamt 8 Stunden auf 1200C gehalten. Dann wurden die Gele aller Beispiele 6 Stunden auf 1600C gehalten, wobei feste Formteile gebildet wurden. Diese Formteile sind in der Tabelle III beschrieben.
Tabelle III
Bei
spiel
Anhydrid der Gewicht des
Anhydrids
Gelierungszeit
in Stunden
Beschreibung des Formteils
16
17
15
19
Maleinsäure 0,49
0,64
1,82
0,5
0,95
5,5
0,21
3,33
fest, Barcolhärte 40
Barcolhärte 0
fest, Barcolhärte 25
fest, Barcolhärte 23
Polyadipinsäure
Hexachlor-endomethylen-tetrahydrophthalsäure
Bernsteinsäure
Beispiel 20
Es wurde eine Mischung aus 4,6 g Bis-(2,3-epoxycyclopentyl)-äther, 4,4 g Phthalsäureanhydrid und 2,3 g Adipinsäure hergestellt, die 1 Carboxylgruppenäquivalent des Anhydrids und 0,5 Carboxylgruppenäquivalente der Säure je Epoxyäquivalent des Äthers enthielt. Diese Mischung wurde erhitzt, bis sie bei einer Temperatur unter etwa 1100C homogen wurde. Die Viskosität der Mischung bei 1100C war ähnlich der von Wasser bei Raumtemperatur. Dann wurde die Temperatur auf 1600C erhöht, wobei die Mischung nach 54 Minuten gelierte, und dann weitere 83/4 Stunden auf 1600C erhitzt. Es wurde ein zäher, wärmegehärteter Formteil mit einer Barcolhärte von 31 erhalten.
Die in den Beispielen angegebenen Barcolhärten wurden mit einem Barcol-Impressor GYZJ 934-1 gemessen. Die wärmefestigkeit und die Schlagzähigkeit wurden nach dem ASTM-Verfahren D-648-45T bzw. D-256-47T bestimmt.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Formteilen durch Umsetzung einer Verbindung, die Äthergruppen und zwei an Cyclopentanringen gebundene Epoxydgruppen enthält, mit Derivaten von Polycarbonsäpren, dadurch gekennzeichnet, daß man den Bis-(2,3-epoxycyclopentyl)-äther mit Anhydriden von Polycarbonsäuren, gegebenenfalls im Gemisch mit Polycarbonsäuren und gegebenenfalls unter Mitverwendung saurer oder basischer Katalysatoren, umsetzt, wobei das Verhältnis der Carboxylgruppenäquivalente der Anhydride zu den Epoxyäquivalenten des Äthers χ = 0,3 bis 3, vorzugsweise 0,5 bis 2, und das Verhältnis der Carboxylgruppenäquivalente der Polycarbonsäuren zu den Epoxyäquivalenten des Äthers y — 0 bis 1 beträgt, die Summe χ + y nicht größer als 3, vorzugsweise nicht größer
als 2, und der Quotient — mindestens gleich 1 ist.
2. Weitere Ausgestaltung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung mit Polyestern, die zwei oder mehr freie Carboxylgruppen enthalten, an Stelle von Polycarbonsäuren durchführt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 909 862;
französische Patentschriften Nr. 1088704,1 133 882; österreichische Patentschrift Nr. 171 730;
USA.-Patentschrift Nr. 2 739 161.
509 569/389 5.65 © Bundesdruckerei Berlin
DEU4999A 1956-12-20 1957-12-20 Verfahren zur Herstellung von Formteilen auf der Basis von Diepoxyden Pending DE1192827B (de)

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