DE1192827B - Verfahren zur Herstellung von Formteilen auf der Basis von Diepoxyden - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Formteilen auf der Basis von DiepoxydenInfo
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Description
Int. CL:
C08g
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Deutsche Kl.: 39 c-30
Nummer:
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Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
1192 827
U4999IVd/39c
20. Dezember 1957
13. Mai 1965
U4999IVd/39c
20. Dezember 1957
13. Mai 1965
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Formteilen durch Umsetzung einer Verbindung,
die Äthergruppen und zwei an Cyclopentanringen gebundene Epoxydgruppen enthält, mit Derivaten
von Polycarbonsäuren, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man den Bis-(2,3-epoxycyclopentyl)-äther mit
Anhydriden von Polycarbonsäuren, gegebenenfalls im Gemisch mit Polycarbonsäuren und gegebenenfalls
unter Mitverwendung saurer oder basischer Katalysatoren, umsetzt, wobei das Verhältnis der Carboxylgruppenäquivalente
der Anhydride zu den Epoxyäquivalenten des Äthers χ = 0,3 bis 3, vorzugsweise
0,5 bis 2, und das Verhältnis der Carboxylgruppenäquivalente der Polycarbonsäuren zu den Epoxyäquivalenten
des Äthers j> = 0 bis 1 beträgt, die Summe χ + y nicht größer als 3, vorzugsweise nicht
größer als 2, und der Quotient — mindestens gleich 1 ist.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Formteile sind transparente, wasserbeständige
und harte Produkte, die in den meisten organischen Lösungsmitteln unlöslich sind. Sie weisen
bei hohen Temperaturen verbesserte physikalische Eigenschaften auf, da ihre Wärmefestigkeit im Bereich
zwischen 175 und 2000C liegt.
Das Verfahren der Erfindung wird mit Katalysatorkonzentrationen zwischen 0,001 und 5,0 Gewichtsprozent,
bezogen auf das Gewicht des Bis-(2,3-epoxycyclopentyl)-äthers, und bei Temperaturen zwischen
50 und 25O0C durchgeführt..
Durch die Verwendung von Polycarbonsäuren bei diesen anfänglichen Mischungen können, je nach
Wunsch, harte oder auch flexible Produkte bzw. Produkte mittlerer Flexibilität oder Härte hergestellt
werden. Es wird angenommen, daß Polycarbonsäuren enthaltende Ausgangsmischungen eher flexiblere Produkte
bilden, als Ausgangsmischungen, die keine solchen Säuren enthalten. Auch solche Mischungen,
die Polycarbonsäuren mit einer größeren Anzahl von Carboxylgruppen im Molekül enthalten, bilden eher
festere Produkte als Mischungen, die aus Polycarbonsäuren mit weniger Carboxylgruppen hergestellt
wurden. Bei Produkten, die aus Mischungen erhalten wurden, die Dicarbonsäuren mit einer größeren Anzahl
von Atomen in der kürzesten, die Carboxylgruppen verbindenden Kette enthalten, wurde gefunden, daß
sie flexibler sind als Produkte, die aus Dicarbonsäuren mit weniger Atomen in dieser kürzesten die Carboxylgruppen
verbindenden Kette erhalten wurden. Es ist daher möglich, Produkte verschiedener Flexibilität
und Härte herzustellen, um verschiedenen speziellen Erfordernissen zu entsprechen.
Verfahren zur Herstellung von Formteilen auf
der Basis von Diepoxyden
der Basis von Diepoxyden
Anmelder:
Union Carbide Corporation, New York, N. Y.
(V. St. A.)
Vertreter:
Dr. W. Schalk, Dipl.-Ing. P. Wirth,
Dipl.-Ing. G. E. M. Dannenberg
und Dr. V. Schmied-Kowarzik, Patentanwälte,
Frankfurt/M., Große Eschenheimer Str. 39
Als Erfinder benannt:
Benjamin Phillips,
Paul Spencer Starcher, Charleston, W. Va.;
Charles Wesley McGary jun.;
Charles Wesley McGary jun.;
South Charleston, W. Va. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 20. Dezember 1956
(629472)
V. St. v. Amerika vom 20. Dezember 1956
(629472)
Der Ausdruck »Carboxylgruppenäquivalent« bezeichnet bezüglich der Polycarbonsäureanhydride die
Anzahl an Carboxylgruppen, die in einer bestimmten Menge des hydratisierten Anhydrids vorhanden sind,
so enthält z. B. ein Mol Phthalsäureanhydrid 2 Carboxylgruppenäquivalente. Bei Polycarbonsäuren bezeichnet
der Ausdruck »Carboxylgruppenäquivalent« die Anzahl an Carboxylgruppen, die in einer bestimmten
Menge Polycarbonsäure vorhanden sind, so enthält z.B. ein "Mol Dicarbonsäure 2 Carboxylgruppenäquivalente.
Der Ausdruck »Epoxyäquivalent« bezeichnet die Anzahl an Epoxygruppen
.O.
die in einer bestimmten Menge Bis-(2,3-epoxycyclopentyl)-äther enthalten sind.
Der erfindungsgemäß verwendete Bis-(2,3-epoxycyclopentyl)-äther ist ein flüssiger dicycHscher ali-
509 569/389
phatischer Diepoxyäther mit einer Viskosität von etwa
28 cP bei 27° C. Die Herstellung dieses Diepoxyds erfolgt in bekannter Weise.
Geeignete Polycarbonsäureanhydride sind z. B. Bernsteinsäureanhydrid, Glutarsäureanhydrid, Propylbernsteinsäureanhydrid,
Methylbutylbernsteinsäureanhydrid, Hexylbernsteinsäureanhydrid, Heptylbernsteinsäureanhydrid,
Pentenylbernsteinsäureanhydrid, Octenylbernsteinsäureanhydrid, Nonenylbernsteinsäureanhydrid,
«,/5-Diäthylbernsteinsäureanhydrid, Maleinsäureanhydrid,
Chlormaleinsäureanhydrid, Dichlormaleinsäureanhydrid, Itaconsäureanhydrid, Citraconsäureanhydrid,
Hexahydrophthalsäureanhydrid, Hexachlorphthalsäureanhydrid, Tetrahydrophthalsäureanhydrid,
Methyltetrahydrophthalsäureanhydrid, Tetrachlorphthalsäureanhydrid, Hexachlor-endomethylentetrahydrophthalsäureanhydrid,
Tetrabromphthalsäureanhydrid, Tetrajodphthalsäureanhydrid, Phthalsäureanhydrid, 4-Nitrophthalsäureanhydrid, 1,2-Naphthalindicarbonsäureanhydrid,
1,8-Naphthalindicarbonsäureanhydrid, 2,3-Naphthalindicarbonsäureanhydrid,
1,2,4,5-Benzoltetracarbonsäuredianhydrid, polymere Dicarbonsäureanhydride oder gemischte polymere
Dicarbonsäureanhydride, wie die durch Selbstkondensation von Dicarbonsäuren, z. B. Adipinsäure,
Pimelinsäure, Sebacinsäure, Hexahydroisophthalsäure, Terephthalsäure oder Isophthalsäure, hergestellten
Anhydride. Auch die Anhydride der Diels-Alder-Addukte
von Maleinsäure und aliphatischen Verbindungen mit konjugierten Doppelbindungen sind
brauchbar. Bevorzugt werden Polycarbonsäureanhydride, die im Bis-(2,3-epoxycyclopentyl)-äther bei
Temperaturen unter etwa 250° C löslich sind.
Geeignete Polycarbonsäuren sind z. B. Oxalsäure, Malonsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Adipinsäure,
Pimelinsäure, Korksäure, Azelainsäure, Sebacinsäure, Alkylbernsteinsäuren, Alkenylbernsteinsäuren,
Äthylbutenylbernsteinsäure, Maleinsäure, Fumarsäure, Itaconsäure, Citraconsäure, Mesaconsäure, Glutaconsäure,Äthylidenmalonsäure,Isopropylidenmalonsäure,
Allylmalonsäure, Muconsäure, a-Hydromuconsäure, β - Hydromuconsäure, 4-Amyl - 2,5 - heptadiendisäure,
3-Hexindisäure, 4,6-Decadiindisäure, 2,4,6,8-Decatetraendisäure, 1,2-Cyclohexandicarbonsäure, 1,4-Cyclohexandicarbonsäure^-Carboxy^-methylcyclohexanessigsäure,
Phthalsäure, Isophthalsäure, Terephthalsäure, Tetrahydrophthalsäure, Tetrachlorphthalsäure,
1,8- Naphthalindicarbonsäure, 3 - Carboxyzimtsäure, 1,2-Naphthalindicarbonsaure, 1,1,5-Pentantricarbonsäure,
1,2,4-Hexantricarbonsäure, 2-Propyl-l,2,4-pentantricarbonsäure,
5 - Octen -3,3,6- tricarbonsäure, 1,2,3 - Propantricarbonsäure 1,2,4- Benzoltricarbonsäure,
1,3,5-Benzoltricarbonsäure, 3-Hexen-2,2,3,4-tetracarbonsäure,
1,2,3,4 - Benzoltetracarbonsäure,
1,2,3,5-Benzoltetracarbonsäure, 1,2,4,5-Benzoltetracarbonsäure,
Benzolpentacarbonsäure oder Benzolhexacarbonsäure.
Nach einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens der Erfindung kann die Umsetzung mit Polyestern,
die zwei und mehr freie Carboxylgruppen im Molekül enthalten, an Stelle von Polycarbonsäuren durchgeführt
werden. Diese Polyester lassen sich in bekannter Weise herstellen, wobei ein Polycarbonsäureüberschuß
verwendet wird.
Die bevorzugten molaren Verhältnisse von Dicarbonsäuren zu drei- und vierwertigen Alkoholen zur
Herstellung der Polyester sind in der nachstehenden Tabelle aufgeführt.
Mehrwertiger Alkohol
Dreiwertiger Alkohol.
ίο Vierwertiger Alkohol.
ίο Vierwertiger Alkohol.
Molares Verhältnis von Dicarbonsäuren
oder deren
Anhydriden zu
mehrwertigen
Alkoholen
2.2 bis 3,0
3.3 bis 4,0
Besonders bevorzugt werden jedoch Polyester, die aus Dicarbonsäuren oder deren Anhydriden und mehrwertigen
Alkoholen in den in Tabelle B angegebenen molaren Verhältnissen hergestellt wurden.
| Mehrwertiger Alkohol | Molares Verhältnis von Dicarbonsäuren oder deren Anhydriden zu mehrwertigen Alkoholen |
| Dreiwertiger Alkohol Vierwertiger Alkohol |
2,5 bis 3,0 3,5 bis 4,0 |
Geeignete Katalysatoren sind z. B. Mineralsäuren und Metallhalogenid-Lewissäuren, wie Schwefelsäure,
Perchlorsäure, Polyphosphorsäure, und die verschiedenen Sulfonsäuren, z. B. Toluolsulfonsäure oder
Benzolsulfonsäure, sowie Bortrifluorid, Zinnchlorid, Zinkchlorid, Aluminiumchlorid oder Eisenchlorid.
Die Metallhalogenid-Lewissäuren können ferner
in Form von Komplexen, wie Ätheratkomplexe und Aminkomplexe, z. B. als Bortrifluoridpiperidin-
und Bortrifluoridmonoathylaminkomplex verwendet werden.
Zweckmäßig wird der Katalysator in der Mischung vor dem Aushärten gleichmäßig verteilt, um homogene
wärmegehärtete Produkte zu erhalten und um eine örtliche Aushärtung um die Katalysatorteilchen
herum zu vermindern. Hierbei genügt Rühren, wenn der Katalysator mit den Ausgangsmischungen mischbar
ist. Wenn sie sich nicht mischen, so wird der Katalysator zweckmäßig in einem Lösungsmittel
zugegeben. Typische Lösungsmittel für die Katalysatoren sind z. B. organische Äther, wie Diäthyläther,
Dipropyläther, 2 - Methoxy -1 - propanol, organische
Ester, z. B. Methylacetat, Äthylacetat, Äthylpropionat, organische Ketone, z. B. Aceton, Methylisobutylketon,
Cyclohexanon, organische Alkohole, z. B. Methanol oder Cyclohexanol und Propylenglykol.
Die Mineralsäuren können als Lösungen in Wasser verwendet werden, während die Metallhalogenid-Lewissäurekatalysatoren
sich in Wasser leicht zersetzen und daher wäßrige Lösungen solcher Lewissäuren wenig geeignet sind.
Die anfänglichen Mischungen lassen sich mit Hilfe von Pigmenten färben, und die daraus hergestellten Formteile können dadurch ein ansprechendes Aussehen erhalten. Ferner können sie mit Füllstoffen vermischt werden, um den daraus hergestellten Formteilen besondere Eigenschaften zu verleihen. Beispielsweise können aus solchen Massen Gegenstände wie Knöpfe, Kämme, Bürstengriffe, Bauteile aller u. dgl. hergesteEt werden. Erfindungsgemäß hergestellte Formteile mit hoher Wärmefestigkeit sind für industrielle An-
Die anfänglichen Mischungen lassen sich mit Hilfe von Pigmenten färben, und die daraus hergestellten Formteile können dadurch ein ansprechendes Aussehen erhalten. Ferner können sie mit Füllstoffen vermischt werden, um den daraus hergestellten Formteilen besondere Eigenschaften zu verleihen. Beispielsweise können aus solchen Massen Gegenstände wie Knöpfe, Kämme, Bürstengriffe, Bauteile aller u. dgl. hergesteEt werden. Erfindungsgemäß hergestellte Formteile mit hoher Wärmefestigkeit sind für industrielle An-
wendungszwecke, bei denen Belastungsfähigkeiten bei hohen Temperaturen verlangt werden, von besonderer
Bedeutung. Sie können z. B. für Leitungen für heiße Flüssigkeiten, für bei hoher Temperatur zu
verwendende Werkzeuge und Formen, für kleinere Bauteile und elektrische Isolierungen in schnellen
Flugzeugen verwendet werden. Ebenso lassen sich aus den neuen Ausgangsmischungen Überzüge und
Schichtstoffe herstellen, und sie sind auch zum Gießen, Einbetten oder als Bindemittel brauchbar. Gegenüber
deninderdeutschenPatentschrift909 862beschriebenen
Formteilen besitzen die erfindungsgemäß hergestellten Formteile eine beträchtlich größere Wärmefestigkeit.
Diese kann, wie aus den nachfolgenden Beispielen zu ersehen ist, über 1700C betragen. Auch gegenüber
den in der USA.-Patentschrift 2 739 161 beschriebenen Polymeren besitzen die erfindungsgemäß hergestellten
Formteile auf Grund ihrer besseren Flexibilität bzw. der Möglichkeit, ohne weiteres einwandfreie Gußstücke
zu liefern, sowie auf Grund ihrer größeren Härte beträchtliche Vorteile.
In den nachstehenden Beispielen wird, wenn nicht anders angegeben, unter Raumtemperatur eine Temperatur
zwischen 25 und 300C verstanden.
Beispiele 1 bis 8
Es wurden aus je 0,92 g Bis-(2,3-epoxycyclopentyl)-äther und den in Tabelle I angegebenen Mengen an
Phthalsäureanhydrid acht Mischungen hergestellt. Die Verhältnisse der Carboxylgruppenäquivalente
des Anhydrids je Epoxyäquivalent des Äthers sind ebenfalls in Tabelle I angegeben. Zu jeder Mischung
wurde ein Tropfen einer 1 gewichtsprozentigen methanolischen Kaliumhydroxydlösung zugegeben. Dann
wurden die Mischungen erhitzt, bis sie bei einer Temperatur unter HO0C homogen wurden. Diese
homogenen Mischungen besaßen bei 1100C Viskositäten, die derjenigen von Wasser bei Raumtemperatur
ähnlich waren. Bei Raumtemperatur waren diese Mischungen gleichförmige pastenartige Massen. Die
Temperatur jeder der Mischungen wurde dann auf 16O0C erhöht und diese Temperatur bis zur Gelierung
aufrechterhalten. Die zur Gelierung erforderlichen Zeiten sind ebenfalls aufgeführt. Die gelierten Mischungen
wurden dann insgesamt 11 Stunden auf 16O0C gehalten, einschließlich der zur Gelierung
benötigten Zeit. Nach dieser Zeit wurden aus den Gelen wärmegehärtete Formteile erhalten. Die Eigenschaften
dieser Harze sind in der nachstehenden Tabelle I aufgeführt.
| Bei spiel |
Gewicht des Phthal- säure- anhy- drids (g) |
Carb- oxyl- gruppen- äqui- valent/ Epoxy äqui valent |
Gelie- rungszeit- in Stunden |
Beschreibung des Formteils |
| 1 | 0,37 | 0,5 | 3,7 | fest |
| 2 | 0,56 | 0,75 | 3,6 | zäh, fest, Barcol- härte 26 |
| 3 | 0,74 | 1,0 | 2,8 | fest, Barcol- härte 36 |
| 4 | 0,93 | 1,25 | 3,3 | fest, Barcol- härte 29 |
| 5 | 1,11 | 1,5 | 3,8 | fest, Barcol- härte 39 |
| 6 | 1,48 | 2,0 | 3,6 | fest, Barcol- härte 36 |
| 7 | 1,85 | 2,5 | 4,6 | zäh, fest, Barcol- härte 8 |
| 8 | 2,22 | 3,0 | 4,8 | fest |
B ei spiele 9 bis 15
Es wurden aus je 0,92 g Bis-(2,3-epoxycyclopentyl)-ätherund 0,74 gPhthalsäureanhydridsiebenMischungen
hergestellt, die jeweils 1 Carboxylgruppenäquivalent Anhydrid je Epoxyäquivalent des Äthers enthielten.
Jeder Mischung wurden die verschiedenen, in der nachstehenden Tabelle II aufgeführten Katalysatoren
zugegeben und die Mischungen erhitzt, bis sie bei Temperaturen unter 1100C homogen wurden. Die
Viskositäten dieser Mischungen waren denjenigen von Wasser bei Raumtemperatur ähnlich. Bei Raumtemperaturen
waren diese Mischungen gleichförmige pastenartige Massen. Die Mischungen wurden anschließend
bis zur Gelierung auf 1600C erhitzt, wofür die in Tabelle II angegebenen Zeiten benötigt
wurden.
Beispiel
Katalysator
Menge des
Katalysators
Katalysators
Cs)
| Gewichtsprozent des Katalysators |
Gelierungszeit in Stunden |
| 0,05 0,6 |
0,75 0,72 |
| 0,05 | 0,67 |
| 0,05 | 3,47 |
| 0,12 | 3,43 |
| 0,12 | 5,30 5,88 |
Kaliumhydroxyd (1 Gewichtsprozent, in Methanol gelöst)
Dimethylbenzylamin
Zinkchlorid (4 Gewichtsprozent, in Äthylacetat gelöst)
Zinnchlorid (2 Gewichtsprozent, in Äthylacetat gelöst)
Schwefelsäure (5 Gewichtsprozent, in Äthyläther gelöst)
Phosphorsäure (5 Gewichtsprozent, in Äthyläther gelöst)
Kontrolle (kein Katalysator)
0,08
0,0104
0,0104
0,02
0,04
0,04
0,04
0,04
0,04
0,04
Beispiele 16 bis 19
Es wurden aus je 0,92 g Bis-(2,3-epoxycyclopentyl)-äther und den in der Tabelle III angegebenen Mengen
an Anhydriden vier Mischungen hergestellt, in denen das Verhältnis der Carboxyäquivalente je Epoxyäquivalent
jeweils 1: 1 war. Den Mischungen der Beispiele 16, 17 und 18 wurden je ein Tropfen einer
lgewichtsprozentigenmethanoliscnenKaliumhydroxydlösung
und der Mischung des Beispiels 19 ein Tropfen einer 12,5gewichtsprozentigen Lösung von Benzyldimethylamin
in Äthylacetat zugegeben. Die Mischungen wurden dann bis zur Homogenität erhitzt
(270C bei Beispiel 16, 500C bei Beispiel 17, weniger
als 1000C bei Beispiel 18 und weniger als 1200C bei
Beispiel 19). Die Viskosität dieser Mischungen bei den jeweils angegebenen Temperaturen war derjenigen
von Wasser bei Raumtemperatur ähnlich. Die Mischungen gemäß den Beispielen 16 und 17 waren bei
Raumtemperatur dünne Flüssigkeiten, und die Mischung gemäß Beispiel 18 war bei Raumtemperatur
eine etwas viskose Flüssigkeit. Die Mischung des Beispiels 19 war dagegen bei Raumtemperatur eine
gleichförmige pastenartige Masse. Dann wurden die homogenen Mischungen bis zur Gelierung auf 1200C
ίο erhitzt. Die hierfür benötigten Zeiten sind in der
nachstehenden Tabelle angegeben. Das Gel des Beispiels 19 wurde einschließlich der Gelierungszeit
insgesamt 8 Stunden auf 1200C gehalten. Dann wurden
die Gele aller Beispiele 6 Stunden auf 1600C gehalten,
wobei feste Formteile gebildet wurden. Diese Formteile sind in der Tabelle III beschrieben.
| Bei spiel |
Anhydrid der | Gewicht des Anhydrids |
Gelierungszeit in Stunden |
Beschreibung des Formteils |
| 16 17 15 19 |
Maleinsäure | 0,49 0,64 1,82 0,5 |
0,95 5,5 0,21 3,33 |
fest, Barcolhärte 40 Barcolhärte 0 fest, Barcolhärte 25 fest, Barcolhärte 23 |
| Polyadipinsäure | ||||
| Hexachlor-endomethylen-tetrahydrophthalsäure Bernsteinsäure |
Es wurde eine Mischung aus 4,6 g Bis-(2,3-epoxycyclopentyl)-äther,
4,4 g Phthalsäureanhydrid und 2,3 g Adipinsäure hergestellt, die 1 Carboxylgruppenäquivalent
des Anhydrids und 0,5 Carboxylgruppenäquivalente der Säure je Epoxyäquivalent des Äthers
enthielt. Diese Mischung wurde erhitzt, bis sie bei einer Temperatur unter etwa 1100C homogen wurde. Die
Viskosität der Mischung bei 1100C war ähnlich der
von Wasser bei Raumtemperatur. Dann wurde die Temperatur auf 1600C erhöht, wobei die Mischung
nach 54 Minuten gelierte, und dann weitere 83/4 Stunden auf 1600C erhitzt. Es wurde ein zäher,
wärmegehärteter Formteil mit einer Barcolhärte von 31 erhalten.
Die in den Beispielen angegebenen Barcolhärten wurden mit einem Barcol-Impressor GYZJ 934-1
gemessen. Die wärmefestigkeit und die Schlagzähigkeit wurden nach dem ASTM-Verfahren D-648-45T bzw.
D-256-47T bestimmt.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Formteilen durch Umsetzung einer Verbindung, die Äthergruppen
und zwei an Cyclopentanringen gebundene Epoxydgruppen enthält, mit Derivaten von Polycarbonsäpren, dadurch gekennzeichnet,
daß man den Bis-(2,3-epoxycyclopentyl)-äther mit Anhydriden von Polycarbonsäuren,
gegebenenfalls im Gemisch mit Polycarbonsäuren und gegebenenfalls unter Mitverwendung
saurer oder basischer Katalysatoren, umsetzt, wobei das Verhältnis der Carboxylgruppenäquivalente
der Anhydride zu den Epoxyäquivalenten des Äthers χ = 0,3 bis 3, vorzugsweise 0,5 bis 2,
und das Verhältnis der Carboxylgruppenäquivalente der Polycarbonsäuren zu den Epoxyäquivalenten
des Äthers y — 0 bis 1 beträgt, die Summe χ + y nicht größer als 3, vorzugsweise nicht größer
als 2, und der Quotient — mindestens gleich 1 ist.
2. Weitere Ausgestaltung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die
Umsetzung mit Polyestern, die zwei oder mehr freie Carboxylgruppen enthalten, an Stelle von
Polycarbonsäuren durchführt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 909 862;
französische Patentschriften Nr. 1088704,1 133 882; österreichische Patentschrift Nr. 171 730;
USA.-Patentschrift Nr. 2 739 161.
Deutsche Patentschrift Nr. 909 862;
französische Patentschriften Nr. 1088704,1 133 882; österreichische Patentschrift Nr. 171 730;
USA.-Patentschrift Nr. 2 739 161.
509 569/389 5.65 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US629472A US2921929A (en) | 1956-12-20 | 1956-12-20 | Polyepoxide compositions |
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE1192827B true DE1192827B (de) | 1965-05-13 |
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| DEU4999A Pending DE1192827B (de) | 1956-12-20 | 1957-12-20 | Verfahren zur Herstellung von Formteilen auf der Basis von Diepoxyden |
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| AT171730B (de) * | 1949-08-12 | 1952-06-25 | Ciba Geigy | Verfahren zur Herstellung elastischer Kunststoffe |
| DE909862C (de) * | 1950-11-13 | 1954-04-26 | Rohm & Haas | Verfahren zur Herstellung von waermehaertbaren Harzen |
| FR1088704A (fr) * | 1952-11-03 | 1955-03-09 | Henkel & Cie Gmbh | Procédé de préparation de résines synthétiques |
| US2739161A (en) * | 1954-12-16 | 1956-03-20 | Velsicol Chemical Corp | Bis-epoxycyclopentanyl ether |
| FR1133882A (fr) * | 1955-05-18 | 1957-04-03 | Saint Gobain | Nouvelles résines artificielles et procédé pour leur fabrication |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| US2921929A (en) | 1960-01-19 |
| FR1209897A (fr) | 1960-03-04 |
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