DE1017651B - Fernsehempfaenger mit automatischer Verstaerkungsregelung - Google Patents
Fernsehempfaenger mit automatischer VerstaerkungsregelungInfo
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Description
Beim Empfang von Fernsehsignalen tritt häufig ein Helligkeitsschwund des Bildsignals auf. In Randgebieten
tritt die Schwunderscheinung oft als langsame periodische Änderung des Signalpegels auf, während
beispielsweise bei Reflektionen an Flugzeugen Störungen auftreten, die sich durch ein eigentümliches
Bildflackern äußern und manchmal Ausmaße annehmen, die ausreichen, um das Kippgerät außer Tritt
fallen zu lassen.
Um einen solchen Schwund zu korrigieren, ist eine automatische Steuerung erwünscht. Die automatische
Verstärkungsregelung, wie sie in Rundfunkempfängern benutzt wird, kann jedoch nicht bei der automatischen
Verstärkungsregelung (nachstehend mit automatischer Bildsteuerung bezeichnet) in Fernsehempfängern
angewendet werden. Im Falle des Tonfunkes bleibt nämlich die Trägerwelle konstant, unabhängig
vom jeweiligen Modulationsgrad, und es ist daher sehr einfach, im Tonempfänger eine Steuerspannung
zu erzeugen, die proportional der Stärke des empfangenen Signals ist, und diese zur Steuerung
der Verstärkung im Empfänger zu benutzen.
Beim Fernsehempfänger ist der Bildträgerwellenmittelwert
proportional der relativen Helligkeit des jeweiligen Bildteiles, die sich ständig zwischen absolutem
Schwarz und dem entgegengesetzten Weiß ändert. Infolgedessen schwankt der Mittelwert des
empfangenen Bildsignals ständig, und es ist keine so einfache Methode zur wirksamen Konstanthaltung
der relativen Signalstärke möglich wie bei Rundfunkempfängern.
DieErfindung sieht eine automatische Bildsteuerung für Fernsehempfänger vor, die das gewünschte Ergebnis
erreicht, und da sie nur verhältnismäßig geringe Schaitzusätze erfordert, ist der Aufwand an
Kosten durch die sehr stark verbesserte erreichte Gleichmäßigkeit mehr als gerechtfertigt.
Die automatische Bildsteuerung nach der Erfindung arbeitet in Abhängigkeit von der Pegelspannung während
des sehr kurz dauernden Schwarzwertintervalls, das in der Fernsehwellenkurve nach jedem Horizontalsynchronimpuls
gesendet und im allgemeinen als hintere Schwarzschulter bezeichnet wird. Da diese
kurz dauernden Schwarzperioden des Bildsignals immer Schwarz wiedergeben, wird sich deren Spannung
im Wert am Empfänger nur ändern, sobald ein Schwund auftritt. Dieses Schwarzpegelsignal wird
daher im erfindungsgemäßen Empfänger als Bezugspegel benutzt, um in der automatischen Bildsteuerung
eine Steuerspannung zur automatischen Verstärkungsregelung des Empfängers zu erzeugen. Die Erfindung
sieht wirksame und einfache Mittel zur zeitlichen Begrenzung der Wirkung des Tastkreises allein auf
den Teil jedes Zeilenabtastzyklus vor, in dem das
Fernsehempfänger mit automatischer
Verstärkungsregelung
Verstärkungsregelung
Anmelder:
Pye Limited, Cambridge (Großbritannien)
Pye Limited, Cambridge (Großbritannien)
Vertreter: Dr. H. Wilcken, Patentanwalt,
Lübeck, Breite Str. 52/54
Lübeck, Breite Str. 52/54
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 15. Januar 1953
Großbritannien vom 15. Januar 1953
John Edward Cope,"Patrick Arthur Segrave
und Donald Henry Fisher, Cambridge (Großbritannien),
sind als Erfinder genannt worden
Schwarzpegelsignal auftritt., während der Tastkreis in
den eigentlichen Bildsignal- und Synchronimpulsintervallen der einzelnen Zeilen nicht betätigt wird.
Es ist bereits bekannt, einen Fernsehempfänger mit einer automatischen' Verstärkungsregelung auszurüsten,
in welchem das Videosignal einer Schaltröhre zugeführt wird, die normalerweise .nicht leitet und
periodisch nur während der Schwarzpegelintervalle des Signals durch geeignete, zeitlich abgestimmte
Schaltimpulse leitend gemacht wird, die vorzugsweise von der Horizontalablenkschaltung abgenommen werden,
und dabei eine dem Schwarzpegel proportionale Spannung erzeugt, die zur automatischen Verstär-
*° kungsregelung benutzt wird. Bei dieser bekannten
Schaltung ist die Schaltröhre jedoch eine Triode und erfordert die Verwendung von Schaltimpulsen, konstanter
Amplitude, um Fehler in der Ausgangsspannung zu vermeiden, von der die Spannung zur automatischen
Verstärkungsregelung abgeleitet wird. Es ist in der Praxis schwierig, solche Schaltimpulse konstanter
Amplitude zu erhalten, ohne zu kostspieligen und umständlichen stabilisierten Stromquellen Zuflucht
zu nehmen.
Die Erfindung kennzeichnet sich demgegenüber dadurch, daß als Schaltröhre eine Diode dient, deren
einer Elektrode das Videosignal zugeführt wird und deren anderer Elektrode die Schaltimpulse zugeführt
werden, und daß die während der Schaltimpulse an
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3 4
der letztgenannten Elektrode der Diode sich äusbil- talsynchronimpuls in der Fernsehwellenkurve folgen.
dende Spannung zur Erzeugung der automatischen Diese Sehaltimpulse werden in negativer Phase der
Regelspannung dient. Die Schaltdiode arbeitet als Kathode der Diode 4 derart zugeführt, daß die Diode
Gleichspannungswiederhersteller, der die Spitzen der während der Impulse leitend wird und dadurch die
Schaltimpulse in den Schaltmomenten auf das 5 Kathode der Röhre F3 mit der Kathode des Verstär-
Schwarzpegelpontential stabilisiert. Durch diese Mit- kers F5. während der Schwarzpegelperioden verbindet,
tel beeinflussen Änderungen der Amplitude dieser Die Spitzen der verzögerten Schaltimpulse werden
Schaltimpulse den Betrieb der Schaltung in weiten daher auf das Ausgangspotential der Röhre F3 wäh-
Grenzen nicht, und die von der Schaltdiode durch die rend der Schwarzpegelperioden stabilisiert, und die
stabilisierten Spitzen der Schaltimpulse gelieferte io dem Verstärker F5 zugeführte Spannung ist ein Maß
Ausgangsspannung ist immer der Schwarzpegelspan- für den Schwarzpegel, bezogen auf das negative
nung proportional. In der erfindungsgemäßen Anord- Chassispotential des Empfängers. Da sich die Signal-
nung sind daher Änderungen in der Amplitude der stärke und infolgedessen der AbsolutwtiiHsdes
Schaltimpulse, wie sie in einem Empfänger durch Schwarzpegels ändert, ändert sich dieses Sterner.!:
Änderungen der Speisespannung oder durch Alterung 15 potential entsprechend, und es ändert damit die A«jh
elektrischer Teile immer auftreten, nicht von Be- gangsspannung des Verstärkers F5. . f''
deutung. Das Steuergitter der Verstärkerröhre F5 ist mit
In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist einer veränderbaren Anzapfung des Potentiometers 5
ferner eine Vorrichtung zur Herabsetzung des Ver- verbunden, welches zur Regelung des Bildkontrastes
hältnisses zwischen Stör- und Nutzspannung am Ein- 20 dient. Die Einstellung der Kontraststeuerung bestimmt
gang der Schaltdiode vorgesehen, welche bewirkt, daß die Amplitude des jeweiligen Schwarzimpulses, der
Störungsimpulse, die während der Öffnungszeiten auf durch den Verstärker F5 verstärkt wird, und arbeitet
die Diode einwirken könnten, geschwächt oder unter- daher als manueller Verstärkungsausgleich, uiiab-
drückt werden. hängig davon, ob ein Signal vorhanden ist oder nicht.
Vorzugsweise ist auch eine Pufferanordnung in den 25 Die Ausgangsspannung des Verstärkers F5 wird der
Eingangskreis der Schaltdiode geschaltet, so daß die Gleichrichterdiode F6 und der Siebkette 6 zugeführt,
Schaltimpulse nicht in den Bildkanal gelangen, was und die geglättete Steuerspannung wird dazu benutzt,
sonst zu Synchronisationsstörungen des Empfängers die Gittervorspannung, welche dem ersten Zwischenführen
könnte. frequenzverstärker F1 zugeführt wird, entsprechend
Um die Erfindung besser verständlich zu machen, 30 der Einstellung der Kontraststeuerung zu verändern
wird sie an Hand der Zeichnungen nachstehend näher und den Verstärkungsgrad des Verstärkers automa-
erläutert. tisch zu steuern.
Fig. 1 zeigt ein Schaltbild der wichtigsten Teile Wegen des hohen Innenwiderstandes des automati-
eines Fernsehempfängers zur Durchführung einer sehen Bildsteuerkreises, der an das Gitter der Röhre
automatischen Bildsteuerung während des Empfangs 35 V1 geführt ist, besteht für diese Röhre die Tendenz,
von Fernsehsignalen von einem britischen Fernseh- bei Auftreten eines starken Störimpulses im Bereich
sender; positiver Gitterspannung zu arbeiten. Dies kann da-
Fig. 2 zeigt eine abgeänderte Schaltanordnung einer durch vermieden werden, daß in Reihe mit der Steuerautomatischen
Bildsteuerung; spannung am Gitter von F1 ein Dämpfungswider-
Fig. 3 a und 3 b zeigen Wellenkurven zur Erläute- 40 stand 8 gelegt wird, ferner durch eine parallel zum
rung der Wirkung der Schaltanordnung nach Fig. 2; Gitterkreis geschaltete Diode oder einen andef^n
Fig. 4 und 5 zeigen Schaltbilder von weiteren ab- Gleichrichter 9, dessen Kathode auf eine niedrige
geänderten Ausführungen. positive Spannung vorgespannt ist. Diese Spannung
Entsprechend dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 wird so gewählt, daß der Gleichrichter bei normalen
der Zeichnungen wird das empfangene Bildsignal 45 Signalen nicht leitet, aber auf höhere Spannungen ann'ach
Durchlaufen der Eingangsstufen des Fernseh- spricht, um zu verhindern, daß ein plötzlicher Störempfängers
über den ersten Zwischenfrequenzverstär- impuls eine Amplitude erreicht, welche ausreicht, um
ker F1 und den Bildgleichrichter 1 dem Videover- Gitterstrom auszulösen.
stärker F2 zugeführt, dem eine als Kathodenverstär- Wenn der Empfänger eingeschaltet wird, beginnt
ker geschaltete Röhre F3 folgt, von der das Bildsignal 50 der automatische Bildsteuerkreis zunächst noch nicht
gewöhnlich der Kathodenstrahlröhre und den Impuls- zu arbeiten (wegen der langen Anheizzeit des Kipp-
abtrennstufen zugeführt wird. Die Polarität des Si- geräts), auch wenn einige Zeit später die Hoch-
gnals am Ausgang der Röhre F3 ist derart, daß die frequenz-, die Zwischenfrequenz- und Videoverstäf-
Synchronimpulse in bezug auf die Bildsignale positiv kerröhren des Empfängers betriebsbereit sind. Bis der
gerichtet sind. 55 automatische Bildsteuerkreis zu arbeiten beginnt, wird
Der Ausgang des Kathodenverstärkers F3 ist zu- sich an F6 keine Steuerspannung ausbilden, und es
sätzlich mit der Anode einer Schaltdiode F4 verbun- tritt die Möglichkeit auf, daß die Röhre F2 übersteuert
den, deren Kathode mit der Kathode einer Verstär- wird, wenn unter diesen Umständen sehr starke
kerröhre F5 verbunden ist. Die starken Spannungs- Signale empfangen werden. Eine solche Übersteue-
impulse, die im Zeilenausgangstransformator der 60 rung würde nicht nur eine Beschädigung der Röhre F2
Zeilenkippschaltung 7 während der Rücklaufzeiten in- verursachen, sondern kann auch eine Umkehrung der
duziert werden, werden durch den Impulstransforma- Polarität an der Anode von F2 bewirken. Der
tor 2, die Verzögerungskette 3 und den Kondensator 4 Schwarzpegel eines solchen stark erhöhten Signals
der Kathode der Diode F4 zugeführt. Die Zeitkon- würde dann auf ein Potential gelangen, welches sonst
stante der Verzögerungskette 3 ist so bemessen, daß 65 einem Nullsignal entsprechen würde, und sobald die
die Impulse aus dem Zeilenausgangstransformator um Schaltimpulse der Diode F4 zugeführt werden, würde
eine Mikrosekunde verzögert werden, so daß sie der keine Steuerspannung erzeugt, die den Zustand»'der
Kathode der Diode F4 während und nur während der Übersteuerung überwindet. Um eine solche mögliche
kurzen Perioden zugeführt werden, die den Schwarz- Bedingung zu vermeiden, wird eine Diode oder ,.ein %
pegelperioden entsprechen, welche auf jeden Horizon- 70 KristallgleichrichterlOzwischendasSteuergittemrQAFg '
1; - lllllli
5 6
und eine Spannungsquelle sehr niedrigen Innenwider- Diode, das eine solche Zeitkonstante besitzt, daß seine
Standes geschaltet, deren Potential angenähert gleich Bandbreite in bezug auf die Bandbreite, die vom
dem höchsten Eingangspotential ist, welches nor- Empfänger durchgelassen wird, herabgesetzt ist und
malerweise am Gitter von F2 zu erwarten ist. Eine dadurch das plötzliche Störsignal abschwächt oder
solche Spannung wird in bequemer Weise an der 5 unterdrückt. Das Problem des Schaltimpulsdurch-Kathode
der Endstufe F7 der Zeilenkippschaltung 7 bruches kann dadurch überwunden werden, daß eine
abgenommen, und das Schaltbild zeigt den Gleich- Trennröhre in den Eingangskreis zur Schaltdiode gerichter 10, wie er an die Kathode von V1 gelegt ist, schaltet wird.
Wenn nun während der Anheizzeit ein starkes Signal Fig. 2 zeigt eine Ausführung einer Schaltung, die
auftritt, beginnt der Gleichrichter Strom durchzu- io diese zusätzlichen Vorrichtungen enthält und bei der
lassen, wenn dessen Vorspannung kompensiert wird, die Diode F4 von der Kathode der Röhre V2 anstatt
womit die Signalamplitude auf die Gittervorspannung von der Kathode der Röhre F3 gespeist wird, wie es
begrenzt wird, so daß in V2 keine Umkehrung ein- bei der Schaltung nach Fig. 1 der Fall war. Das Bildtreten
kann. Bis die Zeilenendstufe F7 arbeitet, liegt signal an der Kathode von F2 wird eine entgegendie
Diode zwischen Gitter und Chassispotential, so 15 gesetzte Polarität besitzen wie das an der Kathode
daß ein dem Gitter von F2 zugeführtes Signal kurz- von V3, d. h. es ist positiv gerichtet. Infolgedessen
geschlossen wird. Sobald die Zeilenendstufe F7 zu muß die Durchlaßrichtung der Diode F4 umgekehrt
arbeiten beginnt, steigt ihre Kathodenspannung und zu der bei der Ausführung nach Fig. 1 sein,
spannt die Diode auf eine Spannung vor, die aus- Zwischen der Kathode von F2 und der Röhre F4 reicht, um den Bildverstärker F2 in Tätigkeit zu 20 liegt eine Diode oder ein anderer Gleichrichter F8, setzen. Der Verstärker 10 hindert die Röhre F2 auch dessen Kathode mit der Kathode von F2 verbunden daran, daß sie durch Störimpulse mit Gitterstrom be- ist, mit einer Parallelschaltung von Widerstand R trieben wird. Dies ist wichtig, da F2 stark entzerrt und Kondensator C im Anodenkreis, der mit einer werden muß, um in dem geforderten Frequenzbereich Quelle positiven Potentials verbunden ist. Der Widergleichmäßig zu verstärken, und dadurch auch die aus «5 stand R ist so gewählt, daß die Diode F8 bei allen ihrem Kathodenwiderstand und dem Parallelkonden- Bildkomponenten leitet, während andererseits der sator gebildete Zeitkonstante groß ist. Infolgedessen, Wert der Kapazität C so gewählt ist, daß die Bandwenn ein Störimpuls einen Gitterstrom verursachen breite herabgesetzt wird, so daß etwaige Störimpülse könnte, würde sich die Röhre einige Zeit, nachdem (die eine Anstiegzeit haben, welche von der begrenzder Störimpuls aufgehört hat, im verriegelten Zustand 30 ten Bandbreite des Empfängers abhängt) die Diode F8 befinden. abschalten. Infolgedessen wächst während eines ein-
spannt die Diode auf eine Spannung vor, die aus- Zwischen der Kathode von F2 und der Röhre F4 reicht, um den Bildverstärker F2 in Tätigkeit zu 20 liegt eine Diode oder ein anderer Gleichrichter F8, setzen. Der Verstärker 10 hindert die Röhre F2 auch dessen Kathode mit der Kathode von F2 verbunden daran, daß sie durch Störimpulse mit Gitterstrom be- ist, mit einer Parallelschaltung von Widerstand R trieben wird. Dies ist wichtig, da F2 stark entzerrt und Kondensator C im Anodenkreis, der mit einer werden muß, um in dem geforderten Frequenzbereich Quelle positiven Potentials verbunden ist. Der Widergleichmäßig zu verstärken, und dadurch auch die aus «5 stand R ist so gewählt, daß die Diode F8 bei allen ihrem Kathodenwiderstand und dem Parallelkonden- Bildkomponenten leitet, während andererseits der sator gebildete Zeitkonstante groß ist. Infolgedessen, Wert der Kapazität C so gewählt ist, daß die Bandwenn ein Störimpuls einen Gitterstrom verursachen breite herabgesetzt wird, so daß etwaige Störimpülse könnte, würde sich die Röhre einige Zeit, nachdem (die eine Anstiegzeit haben, welche von der begrenzder Störimpuls aufgehört hat, im verriegelten Zustand 30 ten Bandbreite des Empfängers abhängt) die Diode F8 befinden. abschalten. Infolgedessen wächst während eines ein-
Mit der in Fig. 1 gezeigten Anordnung ist es mög- zigen Störimpulses die Ladung im Kreis RC entlich,
einen Empfänger aufzubauen, der ein stabiles sprechend dem Wert seiner Zeitkonstante an, und eine
Bild mit gleichbleibendem Kontrast und gleichbleiben- beträchtliche Herabsetzung im Geräuschsignalverhältder
Helligkeit erzeugt, unabhängig von Signalschwan- 35 nis wird im Signal am Ausgang B von F8 erzeugt,
kungen in der Größenordnung 10:1, und welches In der Praxis wählt man die Bandbreite an der auch im wesentlichen völlig frei ist von durch Flug- Anode von F8 zwischen 10 und 3O°/o der Bandbreite zeuge hervorgerufenen Flackerstörungen, sogar sol- des Empfängers, um die Synchronimpulse zwar noch chen verhältnismäßig hoher Frequenz. Die Schalt- getreu zu übertragen, aber doch eine Spannung am diode F4 verhindert ferner, daß Zündstörungen den 40 Ausgang von F8 zu erzeugen, die im wesentlichen automatischen Verstärkungsausgleich merklich be- gegenüber Störungen unempfindlich ist.
einflussen. Wenn ein Zündimpuls empfangen wird, Wie sich aus dem Kurvenverlauf der Fig. 3 a und während F4 leitend ist, so wird dieser versuchen, die 3b ergibt, werden Störimpulse N, die im Signal am Kathode von F3 in höherem Maße negativ aufzu- Eingang A zu F8 (Fig. 3 a) auftreten, wie sich aus laden. Damit wird aber auch die Kathode von. F4 45 Fig. 3 b ergibt, im wesentlichen am Ausgang B von stärker negativ. Da nun die Dauer des Zündimpulses F8 unterdrückt sein.
kungen in der Größenordnung 10:1, und welches In der Praxis wählt man die Bandbreite an der auch im wesentlichen völlig frei ist von durch Flug- Anode von F8 zwischen 10 und 3O°/o der Bandbreite zeuge hervorgerufenen Flackerstörungen, sogar sol- des Empfängers, um die Synchronimpulse zwar noch chen verhältnismäßig hoher Frequenz. Die Schalt- getreu zu übertragen, aber doch eine Spannung am diode F4 verhindert ferner, daß Zündstörungen den 40 Ausgang von F8 zu erzeugen, die im wesentlichen automatischen Verstärkungsausgleich merklich be- gegenüber Störungen unempfindlich ist.
einflussen. Wenn ein Zündimpuls empfangen wird, Wie sich aus dem Kurvenverlauf der Fig. 3 a und während F4 leitend ist, so wird dieser versuchen, die 3b ergibt, werden Störimpulse N, die im Signal am Kathode von F3 in höherem Maße negativ aufzu- Eingang A zu F8 (Fig. 3 a) auftreten, wie sich aus laden. Damit wird aber auch die Kathode von. F4 45 Fig. 3 b ergibt, im wesentlichen am Ausgang B von stärker negativ. Da nun die Dauer des Zündimpulses F8 unterdrückt sein.
sehr kurz ist, verglichen mit der Zeitkonstante im Da die Schaltdiode F4 vorzugsweise mit einer
Kathodenkreis der Diode F4, so wird die Diode wäh- Spannungsquelle niedrigen Innenwiderstandes verrend
dieser Zeit nicht leitend, und die Änderung des bunden wird, wird eine Kathodenverstärkerstufe F9
Potentials an der Kathode des Verstärkers F5 wird 50 zwischen den Ausgang von F8 und Röhre F4 geschalnur
einen Bruchteil der Potentialänderung betragen, tet, die so angeordnet ist, daß ihre Kathode mit der
die auf den Zündimpuls an der Kathode von F3 Kathode von F9 verbunden ist, und zwar mit Rückzurückzuführen
ist. sieht auf die Polarität des Signals an den Kathoden
Die Schaltung nach Fig. 1 ist jedoch nicht völlig von F2 und F9. Die Anode der Schaltdiode F4 wird
unbeeinflußt von auftretenden großen und lang an- 55 dann mit dem Gitter der Verstärkerröhre F5 verbun-
dauernden S tor spannungen, und weiterhin verursacht den, die in diesem Fall eine Pentode sein kann. Die
die Verwendung von starken Schaltimpulsen für die Kontraststeuerung kann dadurch erreicht werden, daß
Diode F4 eine leichte Änderung im Potential an der man das Potential ändert, welches der Kathode von
Kathode von F3 wegen deren begrenzter Impedanz, F5 mittels des Potentiometers 5 a zugeführt wird,
mit der Folge, daß ein Schaltimpulsdurchbruch auf 6o Der Ausgang von F5 speist den Gleichrichter F6, von
die Bildspannung während der Rücklaufperiode ein- dem die Steuerspannung dem Zwischenfrequenzver-
treten kann. Es ist daher ein weitgehendes Beschneiden stärker F1 zugeführt wird, wie zu dem Beispiel nach
der Impulse erforderlich, um zu verhindern, daß diese Fig. 1 beschrieben wurde.
die Bildsynchronisierung beeinträchtigen. Die Röhre F9 arbeitet als Pufferstufe und verhin-
"Die Schwierigkeiten, die sich aus plötzlich auf- 65 dert den Durchbrach der Schaltimpulse zum Bildkanal,
tretenden Störsignalen ergeben, können jedoch ver- Abgesehen von den vorstehend erwähnten Ände-
mieden werden, wenn man eine Anordnung in den rungen arbeitet die Schaltanordnung nach Fig. 2 in
Eingangskreis der Diode schaltet, die das Verhältnis ähnlicher Weise, wie zu Fig. 1 beschrieben wurde, wo-
zwischen Stör- zu Nutzsignal verkleinert, z. B. durch bei in beiden Figuren äquivalente Teile mit denselben
Einbau eines Integriergliedes an den Eingang der 7° Bezugszeichen versehen sind.
Fig. 4 zeigt eine Abänderung der Schaltung nach Fig. 2, bei der die Schaltdiode F4 über die Pufferstufe
F9 von der Kathode von V3 gespeist wird. In diesem
Fall werden die Störimpulse negativ gerichtet sein, und infolgedessen arbeitet die Diode oder der Gleichrichter
Vs in umgekehrter Richtung, urid der Widerstand-Kapazitätskreis
RC ist zwischen seiner Kathode und Erde angeschlossen. Die Röhre V9 arbeitet wiederum
als Puffer, um den Sc'haltimpulsdurchbruch zu verhindern, und die Diode V4 ist so gepolt wie im
Schema nach Fig. 1. Die Schaltanordnung arbeitet in der gleichen Weise, wie zu dieser Figur beschrieben
wurde.
In einer Abänderung der Schaltung nach Fig. 4 kann die Diode V8 weggelassen werden, wenn die
negativen Störimpulse in der Lage sind, die Rohre V9
abzuschalten, sobald die Zeitkonstante in ihrem Kathodenkreis in entsprechender Weise bemessen ist.
Dies kann, wie in Fig. 5 gezeigt, dadurch geschehen, daß man das aus der Parallelschaltung von R und C
bestehende Integrierglied in den Kathodenkreis von V9 legt. Es ist erwünscht, die Eingangs spannung zum
Gitter von V9 aus einer Anzapfung am Kathodenwiderstand
von V3 abzunehmen, da der Zeitkonstanten'kreis
an der Kathode von V9 verursachen kann, daß das Gitter während irgendwelcher schnellen, positiv
verlaufenden Bildkomponenten Strom aufnimmt, wie es bei plötzlichem Wechsel von Weiß auf Schwarz
eintreten kann.
Die Schaltung nach Fig. 5 arbeitet sonst zur Durchführung der automatischen Bildsteuerung in der
gleichen Weise, wie zu Fig. 1 und 4 beschrieben.
Der automatische Bildsteuerkreis nach Fig. 5 kann vorteilhaft in Verbindung mit einem Kreis zur Unterdrückung
einer plötzlichen Störung (weißer Fleck auf der Kathodenstrahlröhre) benutzt werden.
Zu diesem Zweck wird das fast störfreie Signal an der Kathode von V9 als Vorspannung für eine Begrenzerröhre
benutzt, der das empfangene Bildsignal ebenfalls zugeführt wird. Die Vorspannung ist dabei
so eingestellt, daß nur die Störimpulse die Begrenzerröhre leitend machen und ein Signal erzeugen, welches
der Kathodenstrahlröhre zugeführt wird, um den Strahl- während der Dauer der Störung zu unterdrücken.
Dies wird entspeehend Fig. 5 dadurch erreicht, daß man das Signal mit der herabgesetzten
Bandbreite, welches an der Kathode von V9 entsteht,
über das Potentiometer 11 dem Gitter der Röhre F10
zuführt, deren Kathode das empfangene Bildsignal von der Anode des Videoverstärkers V2 zugeführt 5<>
wird. Die veränderbare Anzapfung des Potentiometers 11 wird so eingestellt, daß das Potential des
•dem Gitter der Röhre F10 aufgedrückten, durch den
Zeitkonstantenkreis veränderten Signals die Röhre F10 während der Potentialschwankungen abschaltet,
welche durch die Bildkomponenten des Bildsignals verursacht werden, welches seiner Kathode zugeführt
wird, jedoch so, daß die Röhre F10 nach Eintritt von
Störimpulsen, die dieser Kathode zugeführt werden, leitend wird. Nach Zufuhr von Störimpulsen wird die
Kathode von F10 sehr schnell negativ in bezug auf
ihr Gitter, da nämlich am Gitter keine kurzzeitigen Spannungssprünge wirksam werden können. Daher
wird die Röhre F10 leitend und erzeugt eine Ausgangsspannung
an ihrem Anoden widerstand, die als Sperrsignal dem Gitter der Kathodenstrahlröhre 12
zugeführt wird, um den Kathodenstrahl während der Störimpulse zu unterdrücken. Die Gleichspannung der
Steuerelektrode wird durch das Potentiometer 11 so eingestellt, daß es sehr nahe dem Bildsignalpotential
an der Kathode von F10 ist, um so die maximal*:
Unterdrückung von Störimpulsen zu erreichen. Das Potentiometer 13 dient zur Helligkeitssteuerung. -;
Diese Unterdrückeranordming für Bildstörungen'
arbeitet also zur Unterdrückung von Störimpulaeii,
deren Amplitude geringer als die Weißspitze ist, so daß der Störeinfluß auf schwarze oder graue Teile
des Bildes erheblich herabgesetzt wird. Die Schaltanordnung ist im wesentlichen unabhängig vOfl;der
Amplitude des Eingangssignals, da eine Änderung in der Amplitude des Eingangssignals sowohl eine Änderung
in der Amplitude der Gitterwechsetöpaesang
hervorruft als auch eine Änderung des Bildsignals.;' das der Kathode der Röhre F10 zugeführt wird.
Wenn bestimmte Ausführungsformen beschrietar
wurden, so ist jedoch verständlich, daß verschiedene Abänderungsmöglichkeiten bestehen. So können z. B.
an Stelle einer Diode zur Stabilisierung des Wertes der Schwarzpegelintervalle andere äquivalente gleichrichtende,
leitende Vorrichtungen verwendet werden.
Claims (9)
1. Fernsehempfänger mit automatischer Verstärkungsregelung, bei dem das Videosignal einer
Schaltröhre zugeführt wird, die normalerweise
- nicht leitet und periodisch allein während der Schwarzpegelintervalle des Signals durch geeignete,
zeitlich angepaßte Schaltimpulse, die ."vorzugsweise
der Horizontalablenkschaltung entnommen werden, leitend gemacht wird und somit eine
dem Schwarzpegel proportionale Spannung liefert, die zur automatischen Verstärkungsregelung benutzt
wird, dadurch gekennzeichnet, daß als Schaltröhre eine Diode (F4) dient, deren einer
Elektrode das Videosignal zugeführt wird und deren anderer Elektrode die Schaltimpulse zu^
geführt werden, und daß die während der Schaltimpulse an der letztgenannten Elektrode der Diode
sich ausbildende Spannung zur Erzeugung der automatischen Regelspannung dient.
2. Fernsehempfänger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das- demodulierte Fernsehsignal
der Diode (F4) mit solcher PolariÄ zugeführt
wird, daß die im demodulierten Fernsehsignal vorhandenen Störimpulse die Spannung an
der Diode (F4) herabsetzen.
3. Fernsehempfänger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltimpulse von
der Zeilenkippvorrichtung des Empfängers abgenommen werden und daß Mittel (Gleichrichter 10)
in dem das Fernsehsignal verstärkenden Kanal liegen, um die Verstärkung einer Röhre (F2) in
diesem Kanal herabzusetzen, wenn keine Schaltimpulse erzeugt werden, z. B. dann, wenn der
Empfänger erstmalig angeschaltet wird.
4. Fernsehempfänger nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
der Diode (F4) und dem das Fernsehsignal verstärkenden Kanal eine Dämpfungsvorrichtung
(V9) derart eingefügt ist, daß die Schaltimpulse
keinen Impulsdurchbruch zum Verstärkungskanal verursachen.
5. Fernsehempfänger nach einem der ' Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Vorrichtung zur Herabsetzung des Verhältnisses von Stör- zu Nutzspannung des empfangenen Bildsignals
derart an den Eingang der Diode angeschlossen ist, daß eine Störung dadurch, daß.-die
Diode gleichzeitig mit dem Auftreten eines 11SiSf-
1 017 65t
impulses geschaltet wird, herabgesetzt oder vermieden wird.
6. Fernsehempfänger nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zur Herabsetzung
des Verhältnisses von Stör- zu Nutzspannung aus einem Integrierkreis (R, C) besteht, der,
verglichen mit der Bandbreite des Empfängers, eine verminderte Bandbreite besitzt, wodurch
Storimpulse abgeschnitten oder herabgesetzt werden.
7. Fernsehempfänger nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Integrierkreis mit einem
Gleichrichter (F8) in Serie liegt, von dem eine
Spannung mit reduzierter Bandbreite einer als Kathodenverstärker geschalteten Röhre (F9) zugeführt
wird, deren Kathode mit der Diode (F4) verbunden ist.
8. Fernsehempfänger nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß der Integrierkreis im Kathodenkreis einer Röhre (F9) liegt, der das demodulierte
empfangene Bildsignal zugeführt wird und deren Ausgang an die Diode (F4) gelegt ist.
9. Fernsehempfänger nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Spannung reduzierter Bandbreite als Gleichspannung einer Begrenzerstufe (F10) zugeführt
wird, der auch das empfangene Bildsignal derart zugeführt wird, daß nur Storimpulse die Begrenzerstufe
durchlaufen, die dazu dienen, die Bildwiedergabe auf der Kathodenstrahlröhre (12)
während der Storimpulse zu unterdrücken.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschrift Nr. 2 586 193.
USA.-Patentschrift Nr. 2 586 193.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709 756/168 10.57
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