DE1036312B - Schaltungsanordnung zur Stoeraustastung in Synchronisierschaltungen von Fernsehempfaengern - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Stoeraustastung in Synchronisierschaltungen von FernsehempfaengernInfo
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Classifications
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- H04N5/44—Receiver circuitry for the reception of television signals according to analogue transmission standards
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- H04N5/14—Picture signal circuitry for video frequency region
- H04N5/21—Circuitry for suppressing or minimising disturbance, e.g. moiré or halo
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Description
Beim Empfang von Fernsehsendungen führen auftretende bzw. empfangene Störimpulse zu zwei größeren
Gruppen von störenden Erscheinungen, die einzeln oder gemeinsam auftreten können und sich in ihrer
Wirkung unterscheiden. Einerseits können die Störungen dem Bildsignal überlagert sein und führen
dann beispielsweise zu »Schnee« auf dem Bildschirm oder zu hellen bzw. dunklen Stellen im Bild, je nach
der Modulationsart, usw.
Andererseits kann durch Störimpulse die Synchronisation
der Ablenkeinrichtungen, vorzugsweise der Vertikal-Ablenkgenerator, empfindlich gestört
werden, wodurch beispielsweise das Bild zu »laufen« beginnt oder die einzelnen Zeilen an den Bildrändern
gegeneinander verschoben sind, so daß der Bildrand nicht mehr glatt ist, usw.
Zur Unterdrückung bzw. Kompensation derartiger Störimpulse ist eine Vielzahl von Schaltungen bekannt.
Die Stabilität der Synchronisierschaltungen wird beispielsweise durch Phasenvergleichsschaltungen,
durch Schwungradkreise u. ä. m., vergrößert. Es ist auch bekannt, durch Begrenzerschaltungen Störimpulsen
mit sehr großer Amplitude die Spitzen abzuschneiden. Es ist weiterhin bekannt, Schaltungen
zur Störaustastung im Amplitudensieb anzuwenden.
Bei den bekannten Schaltungen besteht der Nachteil,
daß beim Auftreffen größerer Störimpulse diese durch die Impulsabtrennstufe verstärkt werden und dadurch
der Synchronismus des Ablenkgenerators empfindlich gestört ist. Zur Behebung dieser Nachteile ist es bekannt,
ein zusätzliches Röhrensystem zu benutzen, in dem starke Störimpulse, die den Synchronpegel überschreiten,
vom Videosignal abgetrennt und in geeigneter Polarität und Amplitude dem Gitter des Amplitudensiebes
zugeführt werden. Die aus dem Anodenkreis der Videoendröhre kommenden Signale haben
eine entgegengesetzte Polarität, so daß sich die Störimpulse aufheben und nicht zum Impulsverstärker gelangen
können. Der mit der Einführung dieser neuen Stufe verbundene Aufwand ist aber relativ groß. Um
diesen hohen Aufwand zu verringern, ist es weiterhin bekannt, als Amplitudensieb eine Röhre mit zwei
Steuergittern, vorzugsweise eine Heptode, zu verwenden.
Es ist auch ganz allgemein bekannt, einen gestörten Signalkanal, beispielsweise den Tonkanal, mit Hilfe
von Sperrimpulsen, die dem Schirmgitter einer Verstärkerstufe zugeführt werden, kurzzeitig auszutasten.
Bei einer derart bekannten Schaltung wird aber während der Störung der Bildkanal nicht unterbrochen,
sondern die Störimpulse werden ausgesiebt und über eine normalerweise gesperrte, zusätzliche Röhre,
welche durch die Störimpulse geöffnet wird, an ein zweites Gitter der Bildröhre in entgegengesetzter
Schaltungsanordnung zur Störaustastung
in Synchronisierschaltungen
von Fernsehempfängern
Anmelder:
Max Grundig,
Fürth (Bay.), Kurgartenstr. 37
Fürth (Bay.), Kurgartenstr. 37
Helmut Krug, Fürth (Bay.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Phase zum Bildsignal angelegt. Auch bei dieser Schaltung ist durch die Notwendigkeit eines zusätzlichen
Röhrensystems der Aufwand verhältnismäßig groß.
Bei einer anderen bekannten Schaltung werden die Störimpulse im Fernsehsignal, die den Synchronpegel
überschreiten, für Zwecke der Störunterdrückung dem Schirmgitter einer Zwischenfrequenzverstärkerröhre
entnommen und dem Amplitudensieb zugeführt. Auch diese Schaltung weist jedoch wesentliche Nachteile
auf. So muß die genannte ZF-Verstärkerröhre, um am
Schirmgitter zur Störaustastung verwendbare Impulse zu liefern, im unteren Kennlinienknick arbeiten. Eine
so eingestellte Stufe liefert jedoch für das Nutz-(Video-) Signal keine oder nur eine sehr geringe Verstärkung,
und zwar wegen des fehlenden Schirmgitterstromes. Durch diese Tatsache ist die bekannte Schaltung
einer Schaltung mit zusätzlicher Störaustaststufe1 an Schaltaufwand gleichzusetzen, da die genannte
Röhre nicht verstärkt, sondern nur die Störung austastet. Versucht man die genannte Röhre zur Video-So
signalverstärkung zu verwenden, dann müssen die nun auch am Schirmgitter erscheinenden Videosignale von
den Störimpulsen getrennt werden. Diese Trennung wird bei der bekannten Schaltung durch eine Integration vorgenommen. Zur Integration ist ein ent-
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sprechend bemessener Kondensator nötig, welcher aber die Störimpulse in ihrer Breite verschleift, so daß das
Amplitudensieb langer gesperrt wird, als an sich nötig ist. Zum anderen verliert der zur Austastung verwendete
Impuls beträchtlich an Amplitude. Er muß also zusätzlich verstärkt werden, um die zur Störaustastung
nötigen Impulsamplituden zu erreichen. Außerdem treten bei der Auskopplung der Impulse am
Schirmgitter der ZF-Verstärkerstufe zusätzliche Phasenfehler auf, und es wird dabei das Videosignal,
durch die Form der notwendigen Kennlinie bedingt, beschnitten.
Die Erfindung betrifft nun eine Schaltungsanordnung zur Störaustastung in Synchronisierschaltungen
von Fernsehempfängern mit Taströhre zur Regelspannungserzeugung und Impulsabtrennstufe, bei welcher
die obengenannten Nachteile und Mängel der bekannten Schaltungen dadurch vermieden sind, daß
dem Bildsignal überlagerte Störimpulse am Schirmgitter der Taströhre abgenommen und dem Schirm- ao
gitter der Impulsabtrennstufe derart zugeführt werden, daß sie das Amplitudensieb während der Dauer
der Störimpulse sperren. Durch die erfindungsgemäße Anordnung übernimmt also die Taströhre bei einer
getasteten Regelspannungserzeugung die Funktion der sonst notwendigen zusätzlichen Stufe, indem die Beschneidung,
Umkehrung und Verstärkung der Störimpulse in dieser Taströhre selbst erfolgt. Die Einkopplung
ohne Zeitkonstante am Schirmgitter der Abtrennstufe besitzt dabei den wesentlichen Vorteil, daß
Aufladungen der Gitterkombination vermieden werden. Das Amplitudensieb wird dadurch also tatsächlich
nur für die Dauer der Störungen gesperrt.
Die Erfindung sei an Hand der Zeichnung näher erläutert.
In Fig. 1 ist die erfindungsgemäße Anordnung schematisch dargestellt, wobei nur die zum Verständnis
der Anordnung nötigen Schaltelemente dargestellt sind und andere, an sich notwendige, aber zur Erläuterung
nicht erforderliche Elemente weggelassen sind.
Am Widerstand 1 im Kathodenkreis der Taströhre 2, der gleichzeitig den Kathodenwiderstand der
nicht gezeichneten Videoendröhre bildet, tritt neben der geeigneten Vorspannung das negativ gerichtete
Bildsignal auf. Die Vorspannung hält die Taströhre 2 fast bis zum Schwarzwert des Bildinhaltes gesperrt.
Erst wenn die Zeilensynchronimpulse die Vorspannung aufheben und gleichzeitig ein positiver vom
Zeilentransformator abgeleiteter und über den Punkt 3 der Anode 4 der Taströhre 2 zugeleiteter Impuls die
Anoden spannung bildet, fließt durch die Taströhre 2 ein Strom, der am Arbeitswiderstand 5 die Regelspannung
für den ZF- und/oder HF-Verstärker erzeugt. Der dabei auftretende Schirmgitterstrom ist
unbedeutend. Treten nun während der Übertragung des Bildinhaltes Störimpulse, beispielsweise hervorgerufen
durch Zündkerzenfunken oder T rocken ras ierapparate usw., auf, deren Amplitude die Spitzenspannung
der Synchronimpulse übersteigt, so erfolgt Stromübernahme durch das Schirmgitter 6. Das
Schirmgitter 6 wirkt nun als Anode, und die Spitzen der Störimpulse treten verstärkt am Abzweigpunkt 7
des Schirmgitterspannungsteilers mit den Widerständen 8 und 9 auf. Diese Impulse werden nun erfindungsgemäß
über den Abzweigpunkt 10 des aus den Widerständen 11 und. 12 bestehenden niederohmigen Spannungsteilers
für die Schirmgitterspannung der Röhre 14 des Amplitudensiebes deren Schirmgitter 13 zugeleitet.
Dadurch sperren diese Impulse, auch bei dem aus bekannten Gründen niedrig gehaltenen Widerstand
12, während der Störung das Amplitudensieb. Hierdurch wird vor allem die störende Aufladung der
Integrationskette der Bildsynchronisierung vermieden, die ein ständiges Flattern des Bildes zur Folge
hat.
Es wird also durch die doppelte Ausnutzung der Röhre 2 ohne zusätzliche Schaltmittel eine sehr wirksame
Störimpulsaustastung erreicht. Gegenüber den bekannten Schaltungen ergibt sich eine wesentliche
Einsparung an Schaltmitteln bei mindestens gleicher Wirksamkeit Gegenüber der Verwendung einer Heptode
als Amplitudensiebröhre ergibt sich der Vorteil, daß auch klei.iere Störimpulse, sobald sie nur über
den Synchronpegel herausragen, zufolge der Verstärkung in der Taströhre unwirksam gemacht werden.
Die Verbindung zwischen den beiden Schirmgittern 6 und 13 der Taströhre und der Impulsabtrennstufe
erfolgt zweckmäßig kapazitiv über den Kondensator 15.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ist in Fig. 2 dargestellt. Hier erfolgt die Verbindung
zwischen dem Punkt 7 bzw. dem Schirmgitter 6 der Taströhre 2 mit dem Punkt 10 bzw. dem Schirmgitter
13 der Röhre 14 über eine entsprechend vorgespannte Diode 16. Die Vorspannung dieser Diode läßt sich
innerhalb gewisser Grenzen durch geeignete Wahl der Spannungsteiler 8, 9 und 11, 12 derart wählen, daß
sie nur Störimpulse mit einer größeren Amplitude als die an dem Schirmgitter 6 auftretenden Bildimpulsreste
durchläßt. Damit ist der weitere Vorteil verbunden, daß die Bildimpulse am Amplitudensieb nicht
durch die Bildimpulsreste, die von der Röhre 2 stammen, geschwächt werden.
Es ist weiterhin möglich, durch eine weitere Ausgestaltung der Erfindung von der Diode 16 geeignete
Impulse abzunehmen und sie der Bildröhre derart zuzuleiten, daß die durch die Störimpulse sonst sichtbar
werdenden Störungen, helle oder dunkle Stellen im Bild, kompensiert werden.
Die Erfindung ist nicht auf die beschriebene Ausführungsform beschränkt, sondern kann, beispielsweise
entsprechend angepaßt, auch bei gittergesteuerten Taströhren angewendet werden.
Claims (5)
1. Schaltungsanordnung zur Störaustastung in Synchronisierschaltungen von Fernsehempfängern
mit Taströhre zur Regelspannungserzeugung und Impulsabtrennstufe, dadurch gekennzeichnet, daß
dem Bildsignal überlagerte Störimpulse am Schirmgitter (6) der Taströhre (2) abgenommen und dem
Schirmgitter (13) der Impulsabtrennstufe (14) derart zugeführt werden, daß sie das Amplitudensieb
während der Dauer der Störimpulse sperren.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schirmgitter der Taströhre
(2) und der Impulsabtrennstufe (14) kapazitiv miteinander verbunden sind.
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen dem
Schirmgitter der Täströhre (2) und dem Schirmgitter der Impulsabtrennstufe (14) durch eine vorgespannte
Diode (16) erfolgt.
4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorspannung der Diode (16)
so gewählt ist, daß nur Störimpulse mit einer
größeren Amplitude als die an der Taströhre (2) vorhandenen Bildimpulsreste durchgelassen werden.
5. Anordnung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Diode (16) mit einer geeigneten
Elektrode der Bildröhre derart verbunden ist, daß die die Diode passierenden Impulse zu-
sätzlich die entsprechenden Bildstörimpulse kompensieren.
In Betracht gezogen© Druckschriften: Schweizerische Patentschrift Nr. 310 370;
französische Patentschrift Nr. 1 059 503;
»Funkschau«, 1954, Heft 20, S. 422.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG19224A DE1036312B (de) | 1956-03-20 | 1956-03-20 | Schaltungsanordnung zur Stoeraustastung in Synchronisierschaltungen von Fernsehempfaengern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG19224A DE1036312B (de) | 1956-03-20 | 1956-03-20 | Schaltungsanordnung zur Stoeraustastung in Synchronisierschaltungen von Fernsehempfaengern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1036312B true DE1036312B (de) | 1958-08-14 |
Family
ID=7121211
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG19224A Pending DE1036312B (de) | 1956-03-20 | 1956-03-20 | Schaltungsanordnung zur Stoeraustastung in Synchronisierschaltungen von Fernsehempfaengern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1036312B (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1105906B (de) * | 1958-10-29 | 1961-05-04 | Blaupunkt Werke Gmbh | Fernsehempfangsgeraet mit einer Einrichtung zur Gewinnung einer Austastspannung aus Stoerimpulsen |
| DE1113240B (de) * | 1959-01-23 | 1961-08-31 | Telefunken Patent | Schaltungsanordnung zur Impulsabtrennung |
| DE1254675B (de) * | 1959-11-24 | 1967-11-23 | Rca Corp | Schaltungsanordnung zur Beseitigung des Einflusses von Stoerimpulsen auf die Verstaerkungsregelspannung in Fernseh-empfaengern |
| DE1265194B (de) * | 1961-11-11 | 1968-04-04 | Interessengemeinschaft Fuer Ru | Schaltungsanordnung fuer eine getastete Verstaerkungsregelung in Fernsehempfaengern |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR1059503A (fr) * | 1952-07-05 | 1954-03-25 | Radio Ind | Perfectionnements aux dispositifs antiparasites |
| CH310370A (de) * | 1951-11-23 | 1955-10-15 | Rca Corp | Schaltung zur Unterdrückung des Rauschens. |
-
1956
- 1956-03-20 DE DEG19224A patent/DE1036312B/de active Pending
Patent Citations (2)
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| CH310370A (de) * | 1951-11-23 | 1955-10-15 | Rca Corp | Schaltung zur Unterdrückung des Rauschens. |
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| DE1265194B (de) * | 1961-11-11 | 1968-04-04 | Interessengemeinschaft Fuer Ru | Schaltungsanordnung fuer eine getastete Verstaerkungsregelung in Fernsehempfaengern |
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