DE1017206B - Lochstreifensender mit Schluesselzusatzeinrichtung - Google Patents
Lochstreifensender mit SchluesselzusatzeinrichtungInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf lochstreifengesteuerte Fernschreibmaschinen mit Schlüsselzusatzeinrichtung,
insbesondere solche mit kombinierter Sende- und Empfangseinrichtung.
Bei Lochstreifensendern für unverschlüsselten Betrieb ist es üblich, eine Einrichtung vorzusehen,
welche bei Leitungsunterbrechung im Sperrschritt, etwa durch Betätigen der Tastatur der empfangenden
Maschine, sogenanntes Gegenschreiben, den Lochstreifen stillsetzt oder eine Alarmeinrichtung
betätigt.
Bei verschlüsseltem Betrieb liegt der Lochstreifensender in einem Lokalstromkreis. Ein etwa in diesem
Sender vorgesehener Auslösemagnet, der in Klarbetrieb auf Leitungsunterbrechung anspricht, kann
deshalb bei verschlüsseltem Betrieb nicht zur Wirkung kommen. Nun ist es aber gerade für den verschlüsselten
Betrieb wichtig, bei Außerbetriebfallen der Schlüsseleinrichtung, z. B. durch eine Störung auf der
Leitung oder bei versehentlicher Übermittlung von Klartext, die weitere Aussendung der vorliegenden
Nachricht oder Nachrichtenreihe zu verhindern.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß bei einem Lochstreifensender für verschlüsselten
Betrieb unter Verwendung eines unverschlüsselten Lochstreifens eine Einrichtung zum Auslösen
von Steuer- oder Alarmeinrichtungen im Sender durch Gegenschreiben, z. B. zum Anhalten des Lochstreifens,
einen nur in der Sendestellung des Sende- und Empfangsumschalters in den Linienstromkreis
eingeschleiften, von einer Welle des Schlüsselzusatzgerätes vorgesteuerten Elektromagneten enthält. Dieser
Magnet ist im folgenden als Gegenschreibmagnet bezeichnet. Gemäß weiterer Erfindung ist der Gegenschreibmagnet
von der Welle des Korrekturverteilers oder bei Verwendung von Schlüssellochstreifen von
der W'elle des Schlüssellochstreifenabtasters vorsteuerbar. Gemäß weiterer Erfindung erfolgt bei einem
Lochstreifensender der letztgenannten Art für wahlweise unverschlüsselten Betrieb die Aussendung der
unverschlüsselten Fernschreibzeichen unter Vermittlung der Schlüsselzusatzeinrichtung.
Gemäß weiterer Erfindung ist ein Gegenschreibmagnet im Lochstreifensender so geschaltet, daß er
bei unverschlüsseltem Betrieb in Reihe mit dem Empfangsmagneten im Linienstromkreis liegt, während er
bei verschlüsseltem Betrieb in einen durch ein Relais im Linienstromkreis steuerbaren Lokalstromkreis gelegt
ist.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Gegenschreibmagnet durch ein beispielsweise elektrisch
steuerbares Gegenschreibrelais ersetzt. Dieses Relais kann für die Dauer des Anlaufschrittes und
der Kombinationsschritte beispielsweise durch einen Lochstreifensender
mit Schlüsselzusatzeinrichtung
mit Schlüsselzusatzeinrichtung
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Witteisbacherplatz 2
München 2, Witteisbacherplatz 2
Dipl.-Ing. Fritz Butzke, Baierbrunn-Buchenhain,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
in dieser Zeit geschlossenen Lokalstromkreis in der angezogenen Lage gehalten werden.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den beschriebenen und in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispielen. Dabei zeigen
Fig. 1, 2 und 5 Schaltbilder von sehr allgemein verwendbaren Fernschreibmaschinen, jeweils mit angebautem
Lochstreifensender,
Fig. 3 und 4 Teilschaltbilder λΓοη Varianten der
Schaltung nach Fig. 2.
Relais, Schalter und andere Bauteile, die gleichartige Funktionen haben, sind in allen Schaltbildern
und in der zugehörigen Beschreibung gleich benannt. Die Fernschreibmaschine nach Fig. 1 ermöglicht
verschlüsselten und unverschlüsselten Betrieb in Abhängigkeit von der Betätigung einer Tastatur oder
eines Lochstreifens.
Im einzelnen ergeben sich folgende Verwendungsmöglichkeiten der gesamten Einrichtung unter der
Annahme der Benutzung einer Blattfernschreibmaschine mit entsprechenden Einrichtungen:
1. Senden und Empfangen von Klartext, und zwar Senden mit Hilfe einer Tastatur oder eines im
Schaltbild der Fig. 1 gestrichelt angedeuteten Lochstreifensenders, sowie Druck oder Lochung in einem
zusätzlich angebauten Empfangslocher.
2. Senden und Emfangen von verschlüsseltem Text, und zwar Senden unter Verwendung einer klartextgebenden
Tastatur und Möglichkeit der unmittelbaren Erzeugung von klarem Blattdruck im Empfänger
oder Senden von einem Klarlochstreifen von einem zusätzlichen Lochstreifensender aus, wobei der Mit-
709 700/14-1
lesetext in der sendenden Maschine klar geschrieben
werden kann, obwohl verschlüsselten Zeichen zugeordnete Impulsfolgen über die Leitung gesandt
werden; diese können im Empfänger unmittelbar entschlüsselt werden und als gedruckter Klartext oder
KLlarlochstreifen in Erscheinung treten.
3. Im Lokalbetrieb a) Herstellung von Klar-Lochstreifen mit Möglichkeit des Mitlesens auf dem Blatt
an der eigenen Maschine zum Zwecke der Verwenin die Stellung »KL«. Es fließt dann bei Lochstreifenbetrieb
Linienstrom vom Amt über
Anschlußpunkt 1, 6, GMS, 7, LL (Ltg), KG 2
(K), 4, LSK, 5, u3, EU (KL), EM, EU4 (KL),
KG 3. 2, zurück zur Leitung.
Dabei sei angenommen, daß der Anschluß des Lochstreifensenders mit Hilfe eines Steckers geschieht
und daß ein zwischen den Punkten 4 und 5 liegender
dieser Streifen in einem Lochstreifensender; io Dosenkontakt DK geöffnet wird. In bekannter Weise
b) Herstellung von verschlüsselten Lochstreifen mit wird dabei der Sendekontakt LSK des Lochstreifen-
bei vom senders in Reihe mit einem Gegenschreibmagneten
GMS angeschlossen, während der erwähnte Schalter LSU zwischen die Anschlußpunkte 3 und 4 zu liegen
kreisen; c) entsprechend die Umwandlung ver- 15 kommt. Soll gleichzeitig Drucktext empfangen und
schlüsselter Lochstreifen in Klartextdruck und Klar- ein Empfangslochstreifen gelocht werden, so ist eine
Lochstreifen oder eine der beiden letztgenannten Auf- nicht gezeichnete Einschaltetaste des Empfangsloches
zu drücken.
Soll die Verbindung mit Hilfe verschlüsselter Zeichen durchgeführt werden, so wird zunächst die Verbindung
mit der Gegenstelle in der Stellung »klar« des Schalters KG aufgenommen, und es wird vereinbart,
welcher Schlüssellochstreifen verwendet werden soll. Von nun ab wird jedes Zeichen, das die sendende
Station mittels Tastatur oder Klar-Lochstreifen im Lochstreifensender aussendet, auf der Leitung verschlüsselt.
Es sei angenommen, daß es erwünscht ist, an der Sendestelle in Klarschrift mitlesen zu können,
lokaler Ver- und Entschlüsselung bzw. Lochstreifen- und daß an der Empfangsstelle Klartext geschrieben
herstellung zu bedienen. Der dritte Schalter LL 30 und gegebenenfalls ein Klar-Lochstreifen gestanzt
schließt die Fernschreibmaschine entweder an die werden soll.
Leitung an oder stellt Lokalstromkreise her. Eine verschlüsselte Lochstreifen-Sendung kommt
Zusätzlich zu einem üblichen Blattschreiber sind folgendermaßen zustande: Nach dem Drücken einer
außer den bereits erwähnten drei Schaltern und der nicht gezeichneten Motoreinschaltetaste läuft die
später ausführlich beschriebenen Ver- und Ent- 35 Senderwelle los, und der Schalter LSU wird geschlos-
Hilfe eines angebauten Empfangslochers bei vom
Sendestromkreis gesteuerter Verschlüsselungseinrichtung und getrennten Sende- und Empfangsstrom-
zeichnungsarten.
Diese außerordentlich vielseitige Verwendung der Fernschreibanlage wird durch Umschaltungen ermöglicht,
die je Fernschreibmaschine mittels dreier Schalter vorgenommen werden; dabei ist ein Schalter KG
für die Umschaltung »klar« oder »verschlüsselt« vorgesehen und bei Betrieb auf Leitungen allein zu bedienen.
Der zweite Schalter EU steuert die Umschaltung des Empfängers zur Herstellung von Klar-Lochstreifen
oder verschlüsselten Lochstreifen mit Hilfe eines anzubauenden Empfangslochers und ist bei
sdhlüsselungseinrichtung sowie einigen rein elektrisch
arbeitenden und bei der Stromkreisbeschreibung erwähnten bzw. aus dem Schaltschema ersichtlichen
Teilen, wie Kondensatoren und Widerständen, folgende Bauteile erforderlich:
Ein Sendeumschalter SUl, SU2 in der Fernschreibmaschine
wird beim Anschlagen einer Taste selbsttätig für kurze Zeit geschlossen, ein Sendeumschalter
LSU im Lochstreifensender wird selbsttätig zusammen mit dem Motoreinschalter betätigt.
Auf diese Weise wird bei Beginn der Aussendung eines Zeichens die Maschine selbsttätig von Empfangen
auf Senden umgeschaltet und damit absatzweiser Gegenverkehr mit Verschlüsselung ohne Umschaltung
von Hand ermöglicht.
In der Schlüsseleinrichtung sind ein xA.uslösemagnet
MI zur Steuerung der Abtasteinrichtung für den Schlüssellochstreifen und ein Auslösemagnet MV
tür die Welle eines nicht gezeichneten Korrekturversen, der ein schnell arbeitendes Relais U zum Anziehen
bringt:
+ , KG5, U, LSU, KG2, —.
Die vom Relais U gesteuerten Kontakte u 1, μ2
und uZ schalten den Leitungs- und den Lokalstromkreis auf Senden um. Der Lokalstromkreis ist geschlossen
über
+ , A3 ill, Wl,
LSK, 4. KG 2, ■
KG3, EUi, EM, EU2, «3, 5,
Die durch den Sendekontakt LSK ausgesandten Impulse werden durch den Empfangsmagneten EM der
eigenen Maschine mitempfangen, und das Relais A überträgt die Klartextzeichen auf den lokalen Verschlüsselungskreis,
der in Fig. 1 unten eingezeichnet ist.
Beim Anlaufschritt wird der Kontakt α des Relais A
teilers vorgesehen. Dieser Korrekturverteiler steuert 55 auf die Zeichenseite umgelegt und betätigt die Auseinen Schalter KVl im Speisekreis der Relaisanord- lösemagneten Ml und MV, da folgende Stromkreise
nung sowie einen weiteren Schalter KV2 zur Abschaltung
der genannten Auslösemagnete.
In Fig. 1 ist der Schalter KG mit seinen sechs beweglichen Schaltkontakten in der Stellung »G« dargestellt,
welche den verschlüsselten Betrieb bestimmt. Die gesamte Schaltung ist so gewählt, daß nach Umlegen
dieses Schalters in die Stellung »K« (klar) die Maschine wie ein normaler Blattschreiber arbeitet,
geschlossen werden:
KG 6, MI, W2,
—, a, KV2,
MV, WZ
wobei W2 und WZ Widerstände darstellen. Zwei
Kondensatoren Cl und C 2 sorgen für einen schnellen
Stromanstieg in den Auslösemagneten. Vor Ende des
dessen Sendekontakt und Empfangsmagnet in der 65 Anlaufschrittes erfolgt bereits die Auslösung des
vom Amt aus gespeisten Teilnehmerschleife in Reihe
liegen. _
Soll die Anlage zur Übermittlung klarer Fernschreibzeichen benutzt werden, so ist der Schalter LL
Schalters KV2 durch die anlaufende Verteilerwelle und damit die Abschaltung dieser beiden Kreise. Die
Abschaltung des relativ hohen Erregerstromes für diese Magneten braucht also nicht durch den Relais
in die Stellung »Ltg« zu legen und der Schalter EU 7° kontakte zu erfolgen; dieser wird daher geschont.
Die Verschlüsselung erfolgt in folgender Weise: Der Minuspol einer Spannungsquelle, ein vom Relais
A im Geberkreis gesteuerter Umschalter a, ein von einem weiteren Relais D gesteuerter Umschal-
sendenden und an der empfangenden Maschine außer Phase, und der empfangene Text ist unbrauchbar.
Da in dieser Schaltung der Gegenschreibmagnet GMS auch bei verschlüsseltem Betrieb in derLeitunss-
ter d, ein Kontaktverteiler, von dem nur ein Kontakt 5 schleife liegt, besteht die Möglichkeit, durch Gegen-
KVX gezeichnet ist, sowie der Pluspol der Spannungsquelle liegen in Reihe.
Ein vom Schlüssellochstreifenabtaster steuerbarer Kontakt LA liegt in einem zweiten Lokalstromkreis
schreiben auf Störungen etwa durch Außertrittfallen
der beiden Schlüssellochstreifen im Sender und Empfänger von der Empfangsstelle aus aufmerksam zu
machen. Dabei ist allerdings folgendes zu beachten:
in Reihe mit einer Wicklung des genannten Relais D. io Es muß berücksichtigt werden, daß durch die Laut-
Dabei stellt der relaisgesteuerte Umschalter α in der
Zeichenstellung Verbindung zu dem der Zeichenlage zugeordneten festen Kontakt des vom Relais D gesteuerten
Umschalters d her und in der Trennstellung
zeit der Schaltung (über Relais A, Korrekturverteiler /CFl und Relais B) eine Verzögerung in der Weitergabe
der Schritte um etwa 13 ms stattfindet. Die Zeit, während der der Gegenschreibmagnet GMS von der
die oben für den Anlaufschritt genannte Verbindung. 15 Nockenwelle des Lochstreifensenders freigegeben
Befindet sich gleichzeitig der Umschalter d in der wird, liegt normalerweise im Sperrschritt des Sender-Trennlage,
so wird auch noch eine Verbindung zwischen dem Minuspol und der Wicklung des Relais B
hergestellt, da die beiden Trennseiten der Umschal-
zeichens und muß für die Einschaltung des Gegeiischreibmagnets
GMS auf die Leitung bei verschlüsseltem Betrieb um diese 13 ms später gelegt werden.
tera und d ebenfalls miteinander leitend verbunden 20 Falls die verbleibende Zeit zum Abfall des Gegensind.
Das Relais B spricht auf diese Weise dann an, schreibmagneten GMS nicht mehr sicher ausreicht,
di kann man den Sperrschritt des Lochstreifensenders
entsprechend verlängern, z. B. auf die doppelte Länge eines Zeiclienschrittes (beim normalen Fünferalphabet
und einer Schrittgeschwindigkeit von 50 Baud 40 ras). Beim Empfang verschlüsselter Fernschreibzeichen
wenn entweder die Umschalter α und d beide
Trennlage oder beide die Zeichenlage einnehmen, und es bleibt unerregt, wenn diese Umschalter verschiedene
Stellungen haben.
Das Ergebnis der Verschlüsselung gibt das Relais B über seinen Schaltkontakt b dadurch auf die Leitung,
daß dieser Schaltkontakt in folgendem Stromkreis liegt:
Leitung, 1, 6, GMS, 7, LL, EUX, Dr, EU3,
KGX, κ 2, 6,2, Leitung.
fließt Einfachstrom über
X, 6, GMS, 7, LL,EUX,Dr, EU3, KGX, uX,A,2.
Die Impulse werden vom Relais A empfangen und über den Relaiskontakt α in den Entschlüsselungskreis übertragen, der mit dem obenerwähnten Verschlüsselungskreis
identisch ist. Das Ergebnis der Entschlüsselung wird vom Anker b des Relais B auf
+ , b, u2, WX, KG3, EUA, EM, EU2, SK, 5,
LSK, I1KGl3-.
Der Empfangsmagnet EM erhält Klartextzeichen, die vom Drucker auf das Blatt des Fernschreibers gedruckt
werden. Soll die empfangene Nachricht gleichzeitig in Klar-Lochstreifen gestanzt werden, so ist
ein Anschalteknopf für den Empfangslocher zu
Das Relais U bleibt angezogen, bis der Motorschalter von Hand oder bei Lochstreifenende gegebenenfalls
selbsttätig ausschaltet und dadurch der 35 den Empfängerteil des Fernschreibers übertragen:
Schalter LSU geöffnet wird. Damit ist die Fernschreibmaschine wieder auf Empfang geschaltet.
Um bei verschlüsseltem Betrieb sicherzustellen, daß
bei Erreichen des Endes des Schlüssellochstreifens
eine unverschlüsselte Aussendung der geheimen Nachrieht vermieden wird, enthält der Lochstreifenabtaster
für den Schlüssellochstreifen einen sechsten Fühlhebelkontakt FK 6. Bei Streifenende schließt dieser
die Sendekoutakte SK des tastengesteuerten Klartextgebers und LSK des Klarlochstreifengebers kurz. 45 drücken.
bei Erreichen des Endes des Schlüssellochstreifens
eine unverschlüsselte Aussendung der geheimen Nachrieht vermieden wird, enthält der Lochstreifenabtaster
für den Schlüssellochstreifen einen sechsten Fühlhebelkontakt FK 6. Bei Streifenende schließt dieser
die Sendekoutakte SK des tastengesteuerten Klartextgebers und LSK des Klarlochstreifengebers kurz. 45 drücken.
Beim Tastatursenden bemerkt man sofort den Mangel, ;ßejm Empfangsvorgang dient wieder der Korrek-
da kein Mitlesetext geschrieben wird. Im Loch- turverteiler-Kontakt KVX zur Steuerung des Relais B
streifengeber fällt der Gegenschreibmagnet GMS ab im Entschlüsselungskreis. Durch die Mittenabtastuns?
und setzt den Geber still. Ebenso ist es nicht mog- der empfangenen Zeichen ist sichergestellt, daß das
lieh, bei geöffneter Klappe des Schlüssellochstreifen- 5o Relais B vollständig entzerrte Zeichen auf den Emp-
abtasters und Stellung G des Umschalters KG zu ar- fangsmagneten überträgt. Sein Spielraum ist also un-
beiten, wenn dieser, wie vielfach üblich, mit einer abhängig von der Relaisschaltung für Empfang und
solchen Klappe versehen, die nach dem Einlegen des die Entschlüsselung sehr groß. Damit besteht auch bei
Schlüssellochstreifens zur Gewährleistung eines ord- verschlüsseltem Empfang dieselbe Sicherheit wie bei
nungsgemäßen Arbeitens der Abtasteinrichtung ge- 55 Empfang von Klartext.
schlossen werden muß. Bei geöffneter Klappe werden Wie bereits erwähnt, kann eine nach Fig. 1 genämlich
der Sendekontakt SK und der Lochstreifen- schaltete Maschine auch zur Herstellung von Klarsenderkontakt
LSK durch einen Schalter KlK kurz- Lochstreifen mit Kontrolltext in Blattdruck dienen,
geschlossen. Würde man nur den sechsten Fühlhebel- Djese Lochstreifen können entweder zur anschließenkontakt
FA'6, nicht aber den Klappenkontakt KlK 60 den Sendung klarer oder verschlüsselter Zeichen beverwenden,
so würde der Kurzschluß des Gebers erst nutzt werden. Bei einer derartigen Verwendung der
nach Aussendung des ersten Zeichens durch den sech- Maschine ist der Schalter LL auf die Stellung »Lok«
-sten Fühlhebelkontakt erfolgen. Das hätte zur Folge, umzulegen und der Schalter KG auf die Stellung »K«.
daß auf der Gegenstation bei erfindungsgemäß auf die Durch die schaltungsmäßige Zusammenlegung einer
Anfangsmarke eingelegtem Schlüssellochstreifen die- 65 der beiden Fernleitungsadern mit einem Pol -der Ortsser
um eine Teilung weitergeschaltet würde. Beginnt stromquelle — hier der bei 8 anzuschließenden Leinun
die sendende Station nach Einlegen des Schlüssel- tung mit dem Pluspol der Ortsbatterie, die nicht
lochstreifens auf die Anfangsmarke mit der Sendung, geerdet ist — vereinfacht sich die Sende-Empfangsbevor
dieser Fehlstart an der empfangenden Maschine Umschalteeinrichtung so, daß trotz des möglichen
bemerkt wird, so sind die Schlüssellochstreifen an der 70 Lokalbetriebes nur zwei Umschaltekontakte «1 und
7 8
«2 benötigt werden. Es fließt Lokalstrom über die falls abgeschnitten werden und durch neue Absender-,
Sendekontakte und den Empfangsmagneten: Empfänger- und Schlüsselbezeichnungen ergänzt wer-
p KGZQQ>
ψ^_ BM>
EU2> SK' 5>
DK> 4· Die Einrichtung nach Fig. 2 ist so geschaltet, daß
KG2, LL (Lok), . 5 sowohl bei Klarbetrieb als auch bei verschlüsseltem
Betrieb die Sendung über die Relaisschaltung und den
Durch Bedienung der Tastatur wird der Kontakt Korrekturverteiler der Ver- und Entschlüsselungsein-
SK gesteuert, der Empfangsmagnet EM empfängt richtung verläuft; dafür kann mit normalem Sperrdiese
Impulse, und der Drucker druckt die zugeord- schritt gearbeitet werden. Der doppelpolige Betriebsneten
Zeichen ab. Der eingeschaltete Empfangslocher io artenumschalter verhindert bei Klarbetrieb mit seinem
stanzt die Fünfer-Kombination klar in einem Loch- Schaltglied KG 6 die Auslösung im Schlüssellochstreistreifen.
fenabtaster und macht die Schalter KlK und FK 6 mit
Ein verschlüsselter Lochstreifen kann bei Betätigen seinem Schaltglied KG 4 unwirksam,
der Tastatur unter Mitwirkung eines Schlüsselloch- Zum Einschalten des Lochstreifensenders ist zu-
streifens unter Verzicht auf einen klaren Mitlesetext 15 nächst eine Motoreinschalttaste zu drücken. Der Motor-
und bei Unterdrückung des Abdruckes des verschlüs- Stromkreis selbst ist in der Zeichnung jedoch nicht
selten Textes dadurch hergestellt werden, daß der dargestellt. Beim Betätigen dieser Taste wird ein
Schalter LL auf »Lok« gestellt wird, der Schalter KG Kontakt MSI geschlossen, der einen Haltestromkreis
auf »G« und der Schalter EU auf »VL«. Die Aus- für das Relais U vorbereitet. Nach Einlegen des Lochlösung
des Druckes in der Stellung »VL« des Schal- 20 Streifens und Schließen der Klappe der Abfühleinters
EU kann dabei z. B. durch ein mit diesem Schal- richtung drückt man eine Starttaste ST, welche in
ter gekuppeltes Gestänge unterdrückt werden. Es ent- Reihe mit dem Relais U im Ladestromkreis eines Konsteht
sodann für den Sendeteil ein Stromkreis: densators CZ liegt. Auf diese Weise wird das Relais U
rasch erregt. Sofern der Klappenkontakt KlK' und
—, KG2 (G), 4, DK, 5, SK, EUl, Dr, EUZ, 25 der sechste Abfühlhebelkontakt FA'6' für den Klar-/CG3,
Wl, ill, A, +. lochstreifen geschlossen sind, hält sich das Relais U
über
Der Empfangsteil liegt in einem zweiten Lokalstromkreis: + . U, 16, FK6', KlK', MSI, 18, [73, gm, Ψ4,
—, LL (Lok), EU2, EM, EUi, KGl (G), SU2, 3°
"> "■"· wobei mit 115 ein vom Relais U gesteuerter Kontakt
und mit gm ein bei Erregung des Gegenschreibmagne-
Dieses Verfahren hat den Vorteil, daß der ver- ten GM geschlossener Kontakt bezeichnet sind. Die
schlüsselte Lochstreifen sofort beim Schreiben ent- 35 weiteren vom Relais U gesteuerten Kontakte «1 und
steht und anschließend weitergegeben werden kann; «2 schalten die Maschine von Empfang auf Sendung
dabei kann er unmittelbar von dieser Stelle aus über um, und Kontakt ui schaltet den über eine Steckvereinen
normalen Fernschreiber ausgesendet oder mit bindung 19,20 angeschlossenen Vorschubsteuermagneeinem
beliebigen Beförderungsmittel an eine andere ten VS des Lochstreifensenders ein. so daß dann die
Stelle gebracht werden. 4° Sendung beginnt; Kontakt uZ schließt den Sendekon-
In der gleichen W'eise kann auch ein Klar-Loch- takt SK des Tastensenders kurz. Der Klappenkontakt
streifen in einen verschlüsselten umgesetzt werden. KlK verhindert, daß der Lochstreifensender bei ge-Diese
selbsttätige Umsetzung geschieht mit höchster öffneter Klappe gestartet wird, öffnet man während
Geschwindigkeit und nimmt daher verhältnismäßig des Betriebes die Klappe, so wird sofort Relais Γ7
wenig Zeit in Anspruch. Es besteht auch die Möglich- 45 zum Abfall gebracht, worauf der Vorschub des Lochkeit,
ein und denselben Klar-Lochstreifen nochmals Streifensenders angehalten und die Maschine auf Empzusammen
mit einem anderen Schlüssellochstreifen fang umgeschaltet wird. Dasselbe tritt ein, wenn der
durch die Maschine laufen zu lassen, um dieselbe sechste Fühlhebelkontakt FK 6' bei Streifenende öff-Nachricht
mit anderem Schlüssel beispielsweise einem net oder der Motorschalter MSI auf »aus« gelegt
anderen Empfänger zuzusenden. 5° wird.
Ebenfalls im Lokalbetrieb kann man einen ver- Schreibt der ferne Teilnehmer bei Lochstreifensen-
schlüsselten Lochstreifen in einer ähnlichen Schaltung, dung gegen, um sich bemerkbar zu machen — vorwie
oben erläutert, entschlüsseln und beispielsweise zugsweise durch wiederholtes Drücken der Zwischenais
Klartext drucken. Der verschlüsselte Lochstreifen raumtaste —, so wird der Sperrschritt der Sendung
wird zu diesem Zweck in den Lochstreifensender ein- 55 unterbrochen. Der Anker des Gegenschreibmagneten
gelegt; dann läßt man die Einrichtung zunächst in der GM ist während des Sperrschrittes wie üblich nicht
Stellung »K« des Schalters KG laufen bis zur verein- mechanisch gesperrt und fällt ab. Kontakt gm unterbarten
Abstandskombination, die den Anfang der ver- bricht den Haltekreis des Relais U, das hierauf über
schlüsselten Nachricht angibt. Sodann legt man einen Kontakt u4e den Vorschub des Lochstreifensenders
vereinbarten Schlüssellochstreifen an verabredeter 60 sperrt und die Maschine auf Empfang umschaltet.
Stelle in die Abtasteinrichtung für diesen Streifen ein. Die übrige Schaltung nach Fig. 2 unterscheidet sich
Nach Umschaltung des Schalters KG auf »G« erfolgt von jener nach Fig. 1 im wesentlichen nur dadurch,
nunmehr die Entschlüsselung der verschlüsselten Nach- daß die Schalter KGl, KG2, KGZ und KGS in Wegricht
und die Erzeugung eines klaren Drucktextes fall kommen und daß der Gegenschreibmagnet GM
durch den Empfänger. 65 nun in der Sendestellung der Relaiskontakte μ 1, «2
Mit Hilfe eines Empfangslochers kann die ent- im abgehenden Leitungskreis liegt. Der Gegenschreibschlüsselte
Nachricht auch zusätzlich als Klar-Loch- magnet wird durch die Welle des Schlüssellochstreistreifen
empfangen werden. Soll dieser Streifen an fenabtasters oder des Korrekturverteilers mechanisch
andere Stellen weitergegeben werden, so ist darauf zu gesteuert. Die Fernleitung ist in Fig. 2 an die Punkte
achten, daß der Anfang des Lochstreifens gegebenen- 70 11 und 12 angeschlossen, der Sendekontakt LSK des
Claims (8)
1. Fernschreib-Sendeeinrichtung für verschlüsselten Betrieb unter Verwendung eines unverschlüsselten
Lochstreifens mit Sende-Empfangs-Umschalter, insbesondere für wahlweise verschlüsselten
und unverschlüsselten Betrieb, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einrichtung zum Auslösen
von Steuer- oder Alarmeinrichtungen im Sender durch Gegenschreiben, z. B. zum Anhalten des
Lochstreifens, einen nur in der Sendestellung des Sende-Empfangs-Umschalters in den Linienstromkreis
eingeschleiften, von einer Welle des Schlüsselzusatzgerätes vorgesteuerten Gegenschreibmagneten
(GM, GR) enthält.
2. Sendeeinrichtung nach Anspruch 1 mit Korrekturverteiler, dadurch gekennzeichnet, daß der
Gegenschreibmagnet (GM, GR) von der Welle des Korrekturverteilers vorsteuerbar ist.
7OJ 700/144
3. Sendeeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2 mit Schlüssellochstreifen, dadurch gekennzeichnet, daß
der Gegenschreibmagnet von der Welle des Schlüs- -sellochstreifenabtasters vorgesteuert ist.
4. Sendeeinrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3 für wahlweise unverschlüsselten Betrieb, dadurch
gekennzeichnet, daß die Aussendung der unverschlüsselten Fernschreibzeichen, unter Vermittlung
der Schlüsselzusatzeinrichtung erfolgt.
5. Sendeeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß statt eines
Gegenschreibmagneten ein beispielsweise durch zeitweises Kurzschließen elektrisch steuerbares
Gegenschreibrelais benutzt ist.
6. Sendeeinrichtung für Betrieb nach dem TeIegraphenalphabet
Nr. 2 gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Relais für die Dauer des
Anlaufschrittes und der Kombinationsschritte ■durch einen Lokalstromkreis in der angezogenen
Lage gehalten wird.
7. Fernschreib-Sendeeinrichtung für wahlweise verschlüsselten und unverschlüsselten Betrieb unter
Verwendung eines unverschlüsselten Lochstreifens,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Gegenschreibmagnet (GMS) im Lochstreifensender zum Auslösen
von Steuer- oder Alarmeinrichtungen, z. B. zum Anhalten des Lochstreifens, so geschaltet
ist, daß er bei unverschlüsseltem Betrieb in Reihe mit dem Empfangsmagneten
im Linienstromkreis liegt, während er bei verschlüsseltem Betrieb in einen durch ein Relais
(GMF) im Linienstromkreis steuerbaren Lokalstromkreis gelegt ist.
8. Fernschreib-Sendeeinrichtung für verschlüsselten Betrieb unter Verwendung eines unverschlüsselten
Lochstreifens, insbesondere für wahlweise verschlüsselten und unverschlüsselten Betrieb,
dadurch gekennzeichnet, daß der in einem Lochstreifensender für normalen unverschlüsselten
Betrieb vorgesehene, von der Nockenwelle des Lochstreifensenders vorgesteuerte Gegenschreibmagnet
zum Auslösen von Steuer- oder Alarmeinrichtungen, z. B. zum Anhalten des Lochstreifens, ständig
in den Linienstromkreis eingeschleift ist und daß der Sperrschritt bis auf die doppelte Länge
•der Zeichenschritte verlängert ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
1 709 700/144 19.57
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES43389A DE1017206B (de) | 1955-04-05 | 1955-04-05 | Lochstreifensender mit Schluesselzusatzeinrichtung |
| CH351298D CH351298A (de) | 1955-04-05 | 1956-03-16 | Fernschreibsendeeinrichtung für verschlüsselten Betrieb unter Verwendung eines unverschlüsselten Lochstreifens und einer Schlüsselzusatzeinrichtung |
| GB1048656A GB829784A (en) | 1955-04-05 | 1956-04-05 | Improvements in or relating to teleprinters |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES43389A DE1017206B (de) | 1955-04-05 | 1955-04-05 | Lochstreifensender mit Schluesselzusatzeinrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1017206B true DE1017206B (de) | 1957-10-10 |
Family
ID=7484710
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES43389A Pending DE1017206B (de) | 1955-04-05 | 1955-04-05 | Lochstreifensender mit Schluesselzusatzeinrichtung |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH351298A (de) |
| DE (1) | DE1017206B (de) |
| GB (1) | GB829784A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1111239B (de) * | 1958-01-07 | 1961-07-20 | Europ Handelsges Anst | Selbstaendiges Mischgeraet mit einem Entzerrer zum zeichenelementweisen Ver- bzw. Entschluesseln |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6530631B2 (en) * | 2001-04-10 | 2003-03-11 | Richard Paul Brown | Mobile workstation storage device |
-
1955
- 1955-04-05 DE DES43389A patent/DE1017206B/de active Pending
-
1956
- 1956-03-16 CH CH351298D patent/CH351298A/de unknown
- 1956-04-05 GB GB1048656A patent/GB829784A/en not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1111239B (de) * | 1958-01-07 | 1961-07-20 | Europ Handelsges Anst | Selbstaendiges Mischgeraet mit einem Entzerrer zum zeichenelementweisen Ver- bzw. Entschluesseln |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH351298A (de) | 1961-01-15 |
| GB829784A (en) | 1960-03-09 |
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