[go: up one dir, main page]

DE1091150B - Verfahren zum UEbertragen von Telegrafierzeichen - Google Patents

Verfahren zum UEbertragen von Telegrafierzeichen

Info

Publication number
DE1091150B
DE1091150B DEST11456A DEST011456A DE1091150B DE 1091150 B DE1091150 B DE 1091150B DE ST11456 A DEST11456 A DE ST11456A DE ST011456 A DEST011456 A DE ST011456A DE 1091150 B DE1091150 B DE 1091150B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
character
station
received
telegraph
characters
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEST11456A
Other languages
English (en)
Inventor
Christiaan Johannes Van Dalen
Hendrik Cornelis Anthon Duuren
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Nederlanden Staat
Original Assignee
Nederlanden Staat
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Nederlanden Staat filed Critical Nederlanden Staat
Publication of DE1091150B publication Critical patent/DE1091150B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L27/00Modulated-carrier systems
    • H04L27/26Systems using multi-frequency codes
    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L1/00Arrangements for detecting or preventing errors in the information received
    • H04L1/12Arrangements for detecting or preventing errors in the information received by using return channel
    • H04L1/16Arrangements for detecting or preventing errors in the information received by using return channel in which the return channel carries supervisory signals, e.g. repetition request signals
    • H04L1/18Automatic repetition systems, e.g. Van Duuren systems

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Selective Calling Equipment (AREA)
  • Communication Control (AREA)
  • Detection And Prevention Of Errors In Transmission (AREA)
  • Mobile Radio Communication Systems (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Übertragen von Telegrafierzeichen nach dem Schrittverfahren in arhythmischer Folge mit einer Möglichkeit zur Zeichenwiederholung.
Die Erfindung fußt auf dem Gegenstand der deutschen Patentanmeldung St 11431 VIIIa/21a1 (deutsche Auslegeschrift 1081496). Sie benutzt die in dieser Patentanmeldung beschriebenen Ideen und ergänzt das darin behandelte Verfahren dadurch, daß zur automatischen Fehlerbeseitigung ein falsch empfangenes Zeichen automatisch die Bitte um Wiederholung dieses Zeichens veranlaßt. Die nach der Erfindung angegebenen Wege und die verwendeten Mittel sind aber auch bei anderen Telegrafierverfahren als in dem nach der genannten Patentanmeldung anwendbar.
Verfahren, die dem Verfahren gemäß der Erfindung ähnlich sind, sind aus dem deutschen Patent 871 619 bekannt. Diese Verfahren arbeiten synchron. Wenn in einer Duplexverbindung zwischen einer Station A und einer Station B B ein Zeichen verstümmelt oder gar nicht empfängt, so tritt ein sogenannter Wiederholungszyklus ein. Dieser hat eine bestimmte Zeitdauer. In diesem Wiederholungszyklus sperrt B seinen Empfänger. Der Sender in B gibt in diesem Wiederholungszyklus als erstes Zeichen ein Warnungszeichen und dann eine bestimmte Anzahl bereits früher gesendeter Zeichen. Beim Empfang des Warnungszeichens tritt in A auch ein Wiederholungszyklus ein. In diesem Wiederholungszyklus sperrt A seinen Empfänger. Der Sender in A gibt in diesem Wiederholungszyklus als erstes Zeichen ein Warnungszeichen und dann eine bestimmte Anzahl schon früher gesendeter Zeichen, von denen das letzte das bei der ersten Übertragung in B verstümmelt empfangene Zeichen ist. Die Sperrung des Empfängers in B wird nun am Ende des Wiederholungszyklus dieser Station aufgehoben. Alle von A im Wiederholungszyklus dieser Station gesendeten Zeichen werden also in B mit Ausnahme des letzten vernachlässigt; dies in das Zeichen, um dessen Wiederholung gebeten wurde. Die in B vernachlässigten Zeichen umfassen eine Anzahl in B bereits richtig empfangener Zeichen. Diese sogenannten unerwünschten Zeichen sollen nicht gedruckt werden. In diesem synchronen Verfahren ist es nun genau bekannt, wie lange der Empfänger gesperrt werden muß, um das Drucken bereits richtig empfangener Zeichen (unerwünschter Zeichen) zu unterbinden.
Bei dem Verfahren gemäß der Erfindung wird keine Synchronisiervorrichtung verwendet. Es kann daher die Aufgabe, das Drucken unerwünschter Zeichen zu unterbinden, nicht in der für ein synchrones Verfahren angegebenen Weise gelöst werden. Das Verfahren gemäß der Erfindung schafft nun eine Lösung für diese Aufgabe. In einer Verbindung zwischen einer steuern-Verfahren zum übertragen
von Telegrafierzeichen
Anmelder:
De Staat der Nederlanden,
ten deze vertegenwoordigd door de
ίο directeur-generaal der Posterijen,
Telegrafie en Telefonie,
Den Haag
Vertreter: Dr.-Ing. W. Reichel, Patentanwalt,
Frankfurt/M. 1, Parkstr. 13
Beanspruchte Priorität:
Niederlande vom 26. Juli 1955
Christiaan Johannes van Dalen, Den Haag,
und Hendrik Cornells Anthony van Duuren,
Wassenaar (Niederlande),
sind als Erfinder genannt worden
den und einer gesteuerten Station kann die gesteuerte Station beim Empfang eines verstümmelten Zeichens oder bei Ausbleiben eines Zeichens kein weiteres Zeichen mehr senden. Wenn die steuernde Station nun in der bestehenden Verbindung von der gesteuerten Station kein Zeichen mehr empfängt, kann es möglich sein, daß die gesteuerte Station entweder kein Zeichen gesendet hat oder ein von der gesteuerten Station gesendetes Zeichen nicht von der steuernden Station empfangen wird. Deshalb kennt also die steuernde Station beim Ausbleiben eines Zeichens nicht die Ursache und weiß also auch nicht, ob das letzte von ihr gesendete Zeichen von der gesteuerten Station richtig empfangen worden ist. Sie weiß also nicht, ob sie die laufende Sendung fortsetzen kann oder das letzte Zeichen wiederholen soll.
Beim nicht synchronen Verfahren gemäß der Erfindung darf an der Empfangsseite erst ein empfangenes Zeichen gedruckt werden, wenn feststeht, daß das Zeichen ein erwünschtes Zeichen und nicht ein wiederholtes, vorher schon gedrucktes Zeichen (ein unerwünschtes Zeichen) ist. Dies kann gemäß der Erfindung festgestellt werden, indem die zu sendenden Telegrafierzeichen in mehrere (z.B. zwei) Gruppen, undzwar zwei unmittelbar aufeinanderfolgende Zeichen jeweils
009 628/149
in verschiedene Gruppen eingeteilt werden und jedem gesendeten Telegrafierzeichen an einer oder an beiden Seiten der Verbindung ein Gruppenkennzeichen zuerkannt wird, mit Hilfe dessen der Empfänger feststellen kann, ob ein empfangenes Telegrafierzeichen ein wiederholtes, bereits gedrucktes Zeichen, also ein »unerwünschtes« Zeichen oder ein neues, noch nicht gedrucktes, also ein »erwünschtes« Zeichen ist und ob das Zeichen demgemäß nichtgedruckt bzw. gedruckt werden soll.
An der Empfangsseite und an der Sendeseite sind Zählvorrichtungen vorgesehen. Diese Zähl vorrichtungen nehmen bei jedem empfangenen, erwünschten Zeichen die nächste Stellung ein. Daher kann der Empfänger feststellen, ob ein empfangenes Zeichen ein wiederholtes, bereits gedrucktes Zeichen (ein unerwünschtes Zeichen) oder ein neues (erwünschtes) Zeichen ist.
Die Erfindung wird nunmehr an Beispielen mit einigen Figuren erläutert.
Fig. 1 ist ein Zeitdiagramm, das den Ablauf von Sendung und Empfang in einer Verbindung zeigt;
Fig. 2 und 3 zeigen die Wirkungsweise eines Verfahrens, bei dem die zu sendenden Telegrafierzeichen in zwei Gruppen eingeteilt sind, das Gruppenkennzeichen ein vollständiges Telegrafierzeichen oder Dienstzeichen ist und auf beiden Seiten der Verbindung eine Empfangs-Zählvorrichtung und eine Sende-Zählvorrichtung vorgesehen sind;
Fig. 4 zeigt die Wirkungsweise eines Verfahrens, bei dem nur die steuernde Station über eine Sende-Zählvorrichtung und nur die gesteuerte Station über eine Empfangs-Zählvorrichtung verfügt und bei dem nur die steuernde Station Dienstzeichen aussendet;
Fig. 5 zeigt die Wirkungsweise eines Verfahrens, bei dem das Gruppenkennzeichen als zusätzlicher Schritt allen Telegrafierzeichen allein der steuernden Station hinzugefügt wird;
Fig. 6 zeigt die Wirkungsweise eines Verfahrens, bei dem eine längere Laufzeit zulässig ist;
Fig. 7 zeigt das Blockschaltbild einer Vorrichtung, die nach dem in Fig. 2 dargestellten Verfahren arbeitet.
Fig. 1 ist ein Zeitdiagramm, in dem der Ablauf der Sendung und des Empfangs in einer Verbindung angegeben ist, in welcher eine steuernde Station M Nachrichten nach einer gesteuerten Station S sendet. Die Station 6" sendet zugleich Nachrichten zur Station M. Die Zeit ist in vertikaler Richtung aufgetragen. Unter dem Buchstaben M sind nebeneinander zwei vertikale Linien gezogen; auf der Linie Z sind die vom Sender der Station gesendeten Zeichen auf der Linie 0, die vom Empfänger der Station M nacheinander empfangenen Zeichen angegeben. In gleicher Weise sind auch für die Station S zwei vertikale Linien gezogen; auf der LinieZ' sind die von der Station 6* gesendeten, auf der Linie O' die von der Station .S1 empfangenen Zeichen angegeben.
Es sei nun vorausgesetzt, daß im Augenblick i0 die Station M zu senden beginnt. Jedes Zeichen soll drei Schritte aufweisen; die Sendung eines Schrittes beansprucht eine Zeitdauer von 10 ms; die Zeitspanne i0 bis t, sei also 10 ms usw. Nach 30 ms ist das vollständige Zeichen gesendet.
In dieser Figur ist eine Laufzeit von 45 ms vorausgesetzt. Diese Laufzeit umfaßt die Verzögerung in der Apparatur und die für die Übertragung im Funkweg erforderliche Zeit. Der erste Schritt kommt daher im Zeitraum zwischen i9 und J11 im Empfänger der Station 5" an. Der letzte Schritt ist im Zeitpunkt t15 völlig eingegangen.
Wenn nun im Empfänger der Station 6" dreimal ein Frequenzeinsatz wahrgenommen ist, ist das ein Beweis, daß das betreffende Zeichen gut empfangen ist. Falls an der Station S weniger als drei Frequenzeinsätze wahrgenommen werden, so ist das betreffende Zeichen verstümmelt empfangen. Im ersteren Fall kann der Empfänger der Station S das Zeichen abdrucken, während im letzteren Fall diese Möglichkeit nicht gegeben ist.
ίο Wenn das Zeichen in der Station S gut empfangen ist, so beginnt der Sender der Station S im Augenblick £15 ein Zeichen zu senden; 30ms später im Augenblick t21 ist die Sendung beendet. Dieses Zeichen kommt nun nach 45 ms im Empfänger der Station M an, nämlich im Zeitraum zwischen tM und t3Q. Die Einrichtung kann nun so angeordnet sein, daß die Station 5" kein Zeichen senden kann, wenn das von der Station M im Zeitraum t0 bis te gesendete Zeichen in der Station 6" verstümmelt empfangen wird. Infolge-
ao dessen kommt dann auch im Zeitraum t2i bis J30 kein Zeichen an der Station M an.
Es gibt nun noch die zweite Möglichkeit, daß nämlich in der Station M kein Zeichen ankommt, während die Station S doch ein Zeichen gesendet hat (Schwund
u. dgl.). Beim Ausbleiben eines Zeichens kann die Station M folgern, daß das letzte von ihr gesendete Zeichen an der Station S verstümmelt empfangen ist. Die Station M wiederholt dann das betreffende Zeichen, das deswegen in einem Speicher aufgehoben ist, aus dem es nun gesendet wird. Wenn jetzt das Zeichen richtig in der Station 5" ankommt, so kann die Station 5" wieder ein Zeichen zur Station M senden. Falls es noch nicht richtig empfangen ist, so kann die Station S kein Zeichen senden, und die Station M wiederholt noch einmal. Diese Vorgänge wiederholen sich, bis das betreffende Zeichen in der Station S richtig empfangen ist.
Die Vorrichtung zum Feststellen von gutem oder verstümmeltem Empfang, welche auf die Frequenzeinsätze des Zeichens anspricht, ist in beiden Stationen beinahe dieselbe. Es ist bei dieser Anordnung notwendig, daß die Station, die keine Nachricht mehr zu senden hat, zur Bestätigung eines guten Empfangs der anderen Station Dienst- oder Pausezeichen sendet.
Die Fehlerermittlung, die mit den beim Übergang von einem Schritt zum folgenden auftretenden Frequenzeinsetzen erfolgt, ist in der deutschen Patentanmeldung St 11431 VIIIa/21a1 beschrieben.
Beim Verfahren nach Fig. 1, bei dem die Station M als steuernde Station und die Station S als gesteuerte Station auftritt, muß die steuernde Station M stets ein Zeichen senden, sonst fällt auch die Verbindung 5"-Af aus. Falls die Station M nun ein Zeichen sendet und dies in der Station 51 richtig empfangen ist, so kann die Station 5" auch ein Zeichen senden. Falls dann dieses Zeichen verstümmelt oder gar nicht in der Station M empfangen ist, so weiß diese nicht, ob ihr letztes Zeichen von der Station 5" richtig empfangen ist. Die Station M wiederholt darum ihr letztes Zeichen, aber dies soll an der Station 5" nicht gedruckt werden. Um solch einem unerwünschten Druck vorzubeugen, kann die Vorrichtung der Station M derart angeordnet sein, daß die Station M, wenn sie ein verstümmeltes oder gar kein Zeichen empfängt, vor dem zu wiederholenden Zeichen ein besonderes Zeichen, z. B. ein Dientszeichen sendet. Die Vorrichtung der Station S kann nun so arbeiten, daß, wenn sie dieses Dienstzeichen empfängt, ihr Drucker für die Dauer dieses Zeichens und des folgenden gesperrt wird. Auf diese Weise wird ein Drucken des bereits richtig emp-
fangenen Zeichens bei der Wiederholung vermieden. Wenn nun die Station S ein Zeichen sendet, das an der Station M richtig empfangen wird, so sendet die Station M ein weiteres Zeichen. Dieses Zeichen wird z. B. in der Station S verstümmelt oder gar nicht empfangen. Die Station S weiß dann nicht, ob ihr letztes Zeichen an der Station M richtig empfangen ist. Da die Station 5 ein verstümmeltes Zeichen oder gar nichts empfangen hat, kann der Sender der Station S kein weiteres Zeichen zu senden. Die Station M empfängt dann nichts von der Station S her. Die Station M sendet dann zuerst das Dienstzeichen, um anzugeben, daI3 sie zu wiederholen anfängt, und gibt dann von neuem das zuletzt gesendete Zeichen. Die Station S kann nach Empfang dieses Zeichens wieder ein Zeichen senden; sie weiß aber nicht, ob sie das zuletzt gesendete Zeichen wiederholen oder ein weiteres Zeichen senden soll. Die Station S soll daher an Hand des empfangenen Zeichens feststellen können, ob das letzte von ihr gesendete Zeichen verstümmelt oder richtig empfangen ist, um daraus folgern zu können, ob ihr letztes Zeichen wiederholt oder ein weiteres Zeichen gesendet werden soll. Dies kann man dadurch erreichen, daß zwei verschiedene Dienstzeichen verwendet werden. Die Anordnung nach Fig. 1 gibt demnach keine genügende Sicherheit für eine einwandfreie Arbeit des Systems. Falls die Station S innerhalb einiger Millisekunden nach Ankunft des ersten Schrittes (also nach der Wahrnehmung des ersten Frequenzeinsatzes) insgesamt drei Frequenzeinsätze gezählt hat, sendet sie ein Zeichen aus. Ist dies nicht der Fall, so sendet sie kein Zeichen aus. Die Station M wartet nach der Sendung eines Zeichens eine bestimmte Zeit ab und stellt dann fest, ob von der Station S ein Zeichen zurückgegeben wird.
Falls von der Station 5" nichts empfangen wird, wiederholt die Station M das Zeichen.
Die Fig. 2 zeigt die Arbeitsweise eines Verfahrens, bei welchem die Unvollkommenheiten des Systems nach Fig. 1 beseitigt sind. Hierbei werden die zu sendenden Telegrafierzeichen in zwei Gruppen eingeteilt. Unter Telegrafierzeichen seien die Zeichen des internationalen Fernschreibalphabets gemeint. Hierzu gehören nicht die sogenannten Dienstzeichen. Gehört das erste Zeichen zu der Gruppe I, so wird das nächste Zeichen in der Gruppe II gesendet usw. Zu diesem Zweck sind der Empfänger und Sender an beiden Seiten der Verbindung mit einer Empfangs-Zählvorrichtung und einer Sende-Zählvorrichtung versehen. Die Empfangs-Zählvorrichtung nimmt beim Empfang eines richtigen und noch nicht zuvor empfangenen Telegrafierzeichens eine andere Lage an. Die Sende-Zählvorrichtung nimmt die nächste Lage an, wenn nach der Sendung eines Telegrafierzeichens auch ein richtiges Telegrafierzeichen empfangen wird. Die beiden Sender verfügen über zusätzliche Zeichen, die Dienstzeichen I und II, um in bestimmten Augenblicken angeben zu können, zu welcher Gruppe ein diesem Dienstzeichen folgendes Telegrafierzeichen gehört.
In Fig. 2 sind wieder für die Stationen M (die steuernde Station) und S (die gesteuerte Station) zwei senkrechte Linien gezogen. Neben der einen Linie T1 bzw. T2 stehen die gesendeten, neben der anderen Linie ^1 bzw. R2 die empfangenen Zeichen. Die Station M fängt z. B. mit der Sendung eines Dienstzeichens I an (ihre Sende-Zählvorrichtung befindet sich in der Lage I). Dieses Dienstzeichen wird in der Station S richtig empfangen. Die Station 51 antwortet z. B. mit der Sendung eines Dienstzeichens I (ihre Sende-Zählvorrichtung befindet sich in der Lage I).
Dieses Dienstzeichen wird an der Station M richtig empfangen. Aus dem Empfang eines Zeichens von der Station 5 folgert die Station M, daß ihr zuvor gesendetes Dienstzeichen richtig empfangen ist; die Station M sendet jetzt einen Buchstaben (z. B. das »A«). Dieses »A« gehört zur Gruppe I. Es wird an der Station S richtig empfangen; da sich die Empfangs-Zählvorrichtung der Station 6* in der Lage I befindet, wird es gedruckt. Die Empfangs-Zählschaltung der Station 5" schaltet dann in die Lage II um. Da das »A« an der Station 6" richtig empfangen ist, sendet die Station S einen Buchstaben »a« in der Gruppe I (die Sende-Zählvorrichtung befindet sich in der Lage I). Dieser Buchstabe »a« wird an der Station M richtig empfangen; da sich die Empfangs-Zählvorrichtung der Station M in der Lage I befindet, wird dieser Buchstabe gedruckt. Da das Zeichen richtig empfangen ist, nimmt die Empfangs-Zählvorrichtung die nächste Lage, in diesem Fall die Lage II ein. Da ein Zeichen nach der Sendung eines Buchstabens richtig empfangen ist, nimmt auch die Sende-Zählvorrichtung die nächste Lage ein. Aus dem richtigen Empfang des Buchstabens »a« folgert die Station M, daß ihr letztes Zeichen an der Station S richtig empfangen ist. Die Station M sendet also den nächsten Buchstaben, z. B. ein »B« in der Gruppe II. Dieser Buchstabe wird an der Station S jedoch verstümmelt empfangen. Demzufolge kann die Station S kein neues Zeichen senden. Die Station M empfängt nun nichts von der Station 5 her und sendet also kein Dienstzeichen II (ihre Sende-Zählschaltung befindet sich in der Lage II). Auch dieses Zeichen kommt an der Station 6" verstümmelt an. Die Station S kann also noch kein neues Zeichen senden. Station M empfängt wieder nichts von der Station 5" her und sendet daher wiederum ein Dienstzeichen II. Diesmal wird das Dienstzeichen an der Station S richtig empfangen. Die Station S kann nun ein Zeichen senden und sendet das Dienstzeichen I (ihre Sende-Zählvorrichtung befindet sich in der Lage I). Da die Station 61 von der Station M keine Empfangsbestätigung über ihr letztes Zeichen (a) empfangen hat, wiederholt sie dieses Zeichen, nachdem zuvor das Dienstzeichen I gesendet ist. Dieses Zeichen »a« wird an der Station M richtig empfangen. Die Station M wiederholt danach den Buchstaben »B«, weil sie nun weiß, daß das Gruppenkennzeichen richtig an der Station S empfangen. Die Station M wiederholt danach den Buchstaben »B«, weil sie nun weiß, daß das Gruppenkennzeichen richtig an der Station S empfangen ist. Das »B« wird an der Station S richtig empfangen. Dieses »B« gehört zu Gruppe II; die Empfangs-Zählvorrichtung der Station 51 befindet sich in der Lage II; dieser Buchstabe wird also gedruckt. Dann kann die Station S wieder einen Buchstaben senden; sie wiederholt auch ihren letzten Buchstaben »a«, und zwar in der Gruppe I. Dieses »a« wird in der Station M richtig empfangen, aber die Empfangs-Zählvorrichtung befindet sich in der Lage II; dieser Buchstabe wird also nicht gedruckt. Er soll nämlich nicht abgedruckt werden, da er bei der ersten Sendung schon richtig empfangen ist. Die Station M sendet dann den Buchstaben »C«, da sie weiß, daß ihr voriger Buchstabe an der Station S richtig empfangen ist. Dieser Buchstabe »C« wird in der Station ,5" richtig empfangen. Die Empfangs-Zählschaltung der Station 5" nimmt dann die Lage II an; die Station -S1 sendet dann den nächsten Buchstaben »b«. Da der vorige Buchstabe zur Gruppe I gehörte, wird dieser Buchstabe in der Gruppe II gesendet. Dieser Buchstabe »b« wird von der Station M richtig empfangen und gedruckt, da
sich die Empfangs-Zählschaltung in der Lage II befindet. Die Empfangs-Zählvorrichtung geht dabei in die Lage I über. Die Sende-Zählvorrichtung geht auch in die Lage I über, da nach der vorhergehenden Sendung eines Telegrafierzeichens ein Telegrafierzeichen richtig empfangen ist. Der Sender der Station M sendet nun den Buchstaben »D«. Dieser wird von der Station S richtig empfangen. Die Station 5" sendet darauf den Buchstaben »c«. Dieser wird von der Station M verstümmelt empfangen. Da die Station M nicht weiß, ob ihr letztes Zeichen »D« von der Station S richtig empfangen ist, wiederholt sie diesen Buchstaben »D«, nachdem sie zuvor das Dienstzeichen II gesendet hat. Dieses Zeichen wird von der Station 5" richtig empfangen. Da die Station .S* nicht weiß, ob ihr letztes Zeichen von der Station M richtig empfangen ist, wiederholt sie den Buchstaben »C«, nachdem sie zuvor das Dienstzeichen I gesendet hat. Dieses Zeichen wird von der Station M verstümmelt empfangen. Die Station M sendet wiederum das Dienstzeichen II. Es wird von der Station S richtig empfangen. Die Station 5" antwortet mit der Sendung des Dienstzeichens I, das aber von der Station M verstümmelt empfangen wird. Die Station M sendet wiederum das Dienstzeichen IT. Es wird von der Station S verstümmelt empfangen. Die Station S kann nun kein Zeichen senden. Die Station M sendet wiederum das Dienstzeichen II. Diesmal wird es von der Station S richtig empfangen. Die Station .S" sendet dann das Dienstzeichen I, das von der Station M verstümmelt empfangen wird. Die Station M sendet noch einmal das Dienstzeichen II. Es wird von der Station 6" richtig empfangen. Die Station 6* sendet dann das Dienstzeichen I, das von der Station M richtig empfangen wird. Die Station M sendet dann den Buchstaben »D«. Dieser Buchstabe »D« wird von der Station S richtig empfangen, aber nicht gedruckt, da sich die Empfangs-Zählschaltung in der Lage I befindet und der Buchstabe »D« in Gruppe II gesendet ist. Dieser Buchstabe »D« soll auch nicht gedruckt werden, da er bereits früher richtig empfangen ist. Die Station S sendet dann den Buchstaben »c«. Dieser Buchstabe wird von der Station M richtig empfangen. Der Rest der Figur ist nach der vorausgehenden Erklärung selbstverständlich. Außerdem ist ganz links bzw. ganz rechts in der Figur eine senkrechte Linie gezogen, auf welcher der Zeitpunkt angegeben ist, an dem der Lochsender der Station M bzw. der Station S ein neues Zeichen abgibt. Nach Fig. 2 ist die Arbeitsweise derart gewählt, daß bei Sendung eines Dienstzeichens I oder II von der Station M die Station ^ hierauf durch die Wiederholung ihres letzten Zeichens mit einem vorausgehenden Dienstzeichen antwortet, das angibt, zu welcher Gruppe das zu wiederholende Zeichen gehört. Diese Wiederholung ist nicht in jedem Fall notwendig; es kommen nach dem Verfahren der Fig. 2 mehrere Wiederholungen von bereits richtig an der Station M empfangenen und abgedruckten Zeichen vor. Dasselbe gilt für die Station S. Die Anordnung ist derart gestaltet, daß solch ein unnötigerweise wiederholtes Zeichen nicht gedruckt wird. Diese unnötigen Wiederholungen sind beim Verfahren nach Fig. 3 vermieden. Beim Verfahren nach Fig. 3 stellt die Apparatur S beim Empfang eines Dienstzeichens zuerst fest, zu welcher Gruppe dieses Zeichen gehört. Aus dem Empfang des Dienstzeichens I oder II kann die Station S nämlich folgern, ob ihr zuvor gesendetes Zeichen von der Station M richtig empfangen ist. In einem solchen Fall wiederholt die Station S nun nicht das zuvor gesendete Zeichen, dem das dazugehörige Dienstzeichen vorausgeht, sondern sie sendet ein neues Zeichen, dem das dazugehörige Dienstzeichen vorausgeht. Am Anfang ist der Ablauf der Übertragung nach Fig. 3 dem Verlauf nach Fig. 2 gleich. Die Station S empfängt nacheinander ein Dienstzeichen I, den Buchstäben »A«, zweimal ein verstümmeltes Zeichen und ein Dienstzeichen II. Aus dem Empfang dieses Dienstzeichens II kann die Station 5 nun folgern, daß ihr letzter Buchstabe »a« von der Station M richtig empfangen ist, da sonst die Sende-Zählvorrichtung nicht
ίο aus der Lage I in die LageII umgeschaltet sein würde; die Sende-Zählvorrichtung führt eine Umschaltung durch, wenn nach der Sendung eines Telegrafierzeichens ein Telegrafierzeichen richtig empfangen wird. Also ist die Sende-Zählvorrichtung der Station M bei gutem Empfang des Buchstabens »a« nach der Sendung des Buchstabens »A« in die Lage II gekommen. Nach Fig. 2 wiederholt die Station S nach dem Empfang des (des ersten) Zeichens II ihr letztes Zeichen »a«, dem das Dienstzeichen I vorausgeht, das die Gruppe angibt, zu der der Buchstabe »a« gehört. Nach Fig. 3 sendet die Station 5" nach dem Empfang des (ersten) Zeichens einen neuen Buchstaben »b«, dem das zugehörige Dienstzeichen II vorausgeht.
Auch unnötige Wiederholungen in der Richtung U-S werden bei dem neuen Verfahren nach Fig. 3 vermieden. Nach Fig. 2 empfängt die Station M nach der Sendung des Buchstabens »D« nacheinander dreimal ein verstümmeltes Zeichen, einmal nichts, noch einmal ein verstümmeltes Zeichen und dann das Dienstzeichen I. Da die Station M also nach der Sendung des Buchstabens »D« noch keinen Buchstaben von der Station.? gut empfangen hat, wiederholt die Station .W den Buchstaben »D«, was jedoch nicht nötig ist. Nach Fig. 3 empfängt die Station M nach der Sendung des Buchstabens »C« dreimal ein verstümmeltes Zeichen, einmal nichts und dann das Dienstzeichen I. Beim Verfahren nach Fig. 2 würde die Station M nun den Buchstaben »C« wiederholen. Beim Verfahren nach Fig. 3 sendet die Station jedoch den nächsten Buchstäben »D«. Die Station M kann nämlich aus dem Empfang des Dienstzeichens I schließen, daß die Station S das vorige Zeichen »C« richtig empfangen hat. Die Sende-Zählvorrichtung der Station S nimmt nämlich erst die andere Lage an, wenn nach der Sendung eines Buchstabens »b« auch der Buchstabe »C« richtig empfangen ist. Wenn also die Station .S" den Buchstaben »C« nicht richtig empfängt, so nimmt die Sende-Zählvorrichtung der Station S nicht die andere Lage, in diesem Fall die Lage I an. Dementsprechend kann Station M aus dem Empfang des Dienstzeichens I folgern, daß die Station 5" das letzte Zeichen richtig empfangen hat. Die Station M sendet darauf das nächste Zeichen »D«. Beim Verfahren nach Fig. 3 werden also im Vergleich zu dem nach Fig. 2 unnötige Wiederholungen vermieden, wodurch Zeit gespart wird.
Fig. 4 zeigt ein Verfahren, das im Vergleich zu dem System nach den Fig. 3 oder 2 verbessert und vereinfacht ist. Beim Verfahren nach Fig. 4 ist nur die Station M als steuernde Station mit einer Sende-Zählvorrichtung versehen; es ist in dieser Station also keine Empfangs-Zählvorrichtung vorhanden, während die Station S als gesteuerte Station nur eine Empfangs-Zählvorrichtung hat. Es ist also keine Sende-Zählvorrichtung vorgesehen. Die Zeiten, in denen die Sende-Zählvorrichtung der Station M eine andere Lage annimmt, sind mit der betreffenden Lage auf der senkrechten Linie ZT1 und die Zeiten, in denen die Empfangs-Zählvorrichtung der Station S eine andere Lage annimmt, auf der senkrechten
1 0911150
Linie OT2 angegeben. Die Zeiten, zu denen ein Lochsender das nächste Dienstzeichen angibt, sind für die Stationen M bzw. S auf den vertikalen Linien TT1 bzw. TT2 angegeben. Die Sende-Zählvorrichtung und der Lochsender der Station M schalten weiter, wenn nach der Sendung eines Telegrafierzeichens auch ein Alphabetzeichen richtig empfangen wird. Die Empfangs-Zählschaltung der Station S nimmt die nächste Lage an, wenn ein Telegrafierzeichen richtig ankommt, falls diesem Zeichen ein Dienstzeichen vorausgeht, das zu der auf die Gruppe des zuvor empfangenen Dienstzeichens folgenden Gruppe gehört; dieses Dienstzeichen wird als »erwartetes Dienstzeichen« bezeichnet; während das dazugehörige Telegrafierzeichen dementsprechend »erwartetes Telegrafierzeichen « genannt wird. Der Lochsender der Station 61 nimmt jedesmal, wenn ein Telegrafierzeichen oder das erwartete Dienstzeichen richtig empfangen wird, die nächste Lage an. Kommt in der Station 6" nicht das erwartete Dienstzeichen vor einem richtig empfangenen Alphabetzeichen an, d. h., gehört das Zeichen nicht zu der erwünschten Gruppe, so wird es nicht gedruckt.
Weiterhin gibt bei diesem Verfahren die Station M (als steuernde Station) Telegrafierzeichen und Dienstzeichen ab; die Station 5 gibt (als gesteuerte Station) jedoch nur Telegrafierzeichen und keine Dienstzeichen ab. Die Station 5" sendet also nur Telegrafierzeichen; sie sendet es nach gutem Empfang eines Telegrafierzeichens und nach gutem Empfang eines erwarteten Dienstzeichens, das von der Empfangs-Zählschaltung kontrolliert wird. Ist das empfangene Dienstzeichen nicht das erwartete, oder gehört das empfangene Telegrafierzeichen nicht der erwarteten Gruppe an, so weiß die Station S, daß ihr zuletzt gesendetes Zeichen von der Station M nicht richtig empfangen ist; denn sonst wechselt die Sende-Zählschaltung der Station M ihre Lage und gibt ein Dienstzeichen der anderen Gruppe ab. Die Station S wiederholt dann ihr zuletzt gesendetes Telegrafierzeichen. Wenn die Station M ein Zeichen verstümmelt empfängt, weiß sie nicht, ob ihr zuletzt gesendetes Zeichen von der Station 61 richtig empfangen ist. War dieses zuletzt gesendete Zeichen ein Telegrafierzeichen, so wiederholt die Station M es, nachdem sie zuvor das dazugehörige Dienstzeichen gesendet hat. War es ein Dienstzeichen, so wiederholt die Station M dieses Dienstzeichen und sendet dann das zuletzt von ihr gesendete Telegrafierzeichen. In beiden Fällen wird das wiederholte Telegrafierzeichen an der Station 5 nicht gedruckt, da diese gesperrt ist, wenn die Lage ihrer Empfangs-Zählschaltung nicht dem vorausgehenden Dienstzeichen entspricht. Dieses Telegrafierzeichen war dann von der Station vfT bereits richtig empfangen und gedruckt worden; die Station M konnte diesen guten Empfang der Station 5 nicht bemerken, da sie als Antwort nur ein Zeichen verstümmelt empfing. In Fig. 4 ist die Sendung so weit fortgeschritten, daß die Station M jetzt ein Dienstzeichen I abgibt. Dieses Zeichen wird von der Station .S richtig empfangen. Dann sendet die Station S kein Dienstzeichen zurück, sondern sie sendet sofort ein Telegfafierzeichen »a«. Dieses Zeichen wird von der Station M richtig empfangen. Die Station M sendet daraufhin ein Telegrafierzeichen, z. B. den Buchstaben »A« in der Gruppe I. Dieses Zeichen wird von der Station 5" richtig empfangen; es gehört zur Gruppe I; und ihre Empfangs-Zählschaltung befindet sich in der Lage I; das Zeichen wird also erwartet und daher auch gedruckt. In der Station 51 geht nun die Empfangs-Zählschaltung in die andere Lage über; denn das Telegrafierzeichen ist richtig empfangen und gehört zu der erwünschten Gruppe.
Auch der Lochsender der Station S wechselt in die andere Lage über; denn das Telegrafierzeichen ist richtig empfangen. Die Station 5" sendet daraufhin das Telegrafierzeichen »b«. Dieses Zeichen wird von der Station M richtig empfangen und daher abgedruckt. Alle von der Station M richtig empfangenen Zeichen werden ohne weiteres abgedruckt, denn die Station S wiederholt keine unnötigen Zeichen, da sie aus jedem von der Station M empfangenen Zeichen schließen kann, daß das von ihr zuletzt gesendete Zeichen von der Station M richtig empfangen ist.
An der Station M wechseln nun die Sende-Zählvorrichtung und der Lochsender ihre Lage, weil ein Telegrafierzeichen unmittelbar nach der Sendungeines Telegrafierzeichens empfangen ist. Die Station M sendet dann das Zeichen »B«. Dieses Zeichen wird z. B. von der Station 5* verstümmelt empfangen. Die Station 51 kann daher nun kein Teichen senden. Die Station M empfängt dementsprechend auch nichts. Das Ausbleiben eines Zeichens an der Station M kann im allgemeinen zweierlei Gründe haben: entweder hat die Station S das letzte Zeichen der Station M verstümmelt empfangen, oder sie hat zwar das letzte Zeichen der Station M richtig empfangen und gedruckt und darauf ein Zeichen gesendet, das an der Station M nicht angekommen ist. Die Station M weiß also nicht, ob ihr letzt gesendetes Zeichen von der Station 5 richtig empfangen ist. Die Station M wiederholt daher das zuletzt gesendete Zeichen »B«, dem das zugehörige Dienstzeichen II vorausgeht. Das Dienstzeichen wird von der Station 6" richtig empfangen. Der Lochsender der Station 6" wire} umgeschaltet, da ein Dienstzeichen der erwarteten Gruppe empfangen ist. Die Empfangs-Zählvorrichtung wechselt jedoch noch nicht ihre Lage, denn das empfangene Zeichen ist kein Telegrafierzeichen.
Station 6* sendet daraufhin z. B. das Telegrafierzeichen »c«. Dieses Zeichen wird von der Station M richtig empfangen. Dann sendet die Station M das Zeichen »B« noch einmal, das nun von der Station S richtig empfangen wird. Es gehört auch zu der erwarteten Gruppe II, da sich die Empfangs-Zählvorrichtung in der Lage II befindet, wird es auch gedruckt. Die Empfangs-Zählvorrichtung und der Lochsender der Station 6" werden weitergeschaltet. Hierauf sendet die Station 6" das Telegrafierzeichen »d«. Dieses Zeichen wird an der Station M verstümmelt empfangen. Die Station M weiß nun nicht, ob ihr zuletzt gesendetes Zeichen von der Station S richtig empfangen ist, und wiederholt dieses Zeichen, dem das zugehörige Dienstzeichen II vorausgeht. Dieses Dienstzeichen II wird von der Station i* richtig empfangen. Die Station S wiederholt darauf den Buchstaben »d«, der von der Station M richtig empfangen wird. Die Station M sendet dann das Telegrafierzeichen »B« noch einmal. Dieses Zeichen wird von der Station S richtig empfangen; es gehört zur Gruppe II; die Empfangs-Zählvorrichtung befindet sich jedoch in der Lage I, so daß es nicht erwartet und daher auch nicht gedruckt wird. Da die Station vS" ein Zeichen richtig empfangen hat, wird ihr Lochsender weitergeschaltet; sie sendet daraufhin das Telegrafierzeichen »e«. Dieses Zeichen wird von der Station M richtig empfangen. Die S ende-Zähl vorrichtung und der Lochsender der Station M werden weitergeschaltet, denn es ist ein Telegrafierzeichen richtig empfangen, dem ein Telegrafierzeichen vorausgeht. Die Station M sendet daraufhin z. B. das Telegrafierzeichen »C«. Dieses
009 628/149
Zeichen wird von der Station 5" richtig empfangen; es gehört zu der erwarteten Gruppe und wird daher gedruckt. Die Empfangs-Zählvorrichtung der Station 6" wird entsprechend weitergeschaltet, da ein TeIegrafierzeichen der erwarteten Gruppe empfangen ist. Auch der Lochsender der Station S wird weitergeschaltet. Aus der Fig. 4 ist ersichtlich, daß an der Station M die Sende-Zählvorrichtung und der Lochsender stets zugleich weitergeschaltet werden.
Dies ist jedoch an der Station 5 nicht der Fall. Hier wird der Lochsender manchmal weitergeschaltet, während die Empfangs-Zählschaltung stehenbleibt.
Die Vorteile gegenüber dem Verfahren nach Fig. 3 sind folgende:
1. Die Station M benötigt keine Empfangs-Zählvorrichtung,
2. Die Station 6" benötigt keine Sende-Zählvorrichtung,
3. Die Station S erspart sich die Sendung von Dienstzeichen.
Der Nachteil gegenüber dem Verfahren nach Fig. 3 besteht darin, daß die Station M möglicherweise wiederholte Zeichen sendet. Dies gilt aber nur für die Station M, während es beim Verfahren nach Fig. 2 auch bei der Station S der Fall ist.
Fig. 5 zeigt ein Verfahren, bei dem zur Angabe der Gruppe, zu der ein Zeichen gehört, kein einzelnes Dienstzeichen verwendet wird. Das Gruppenkennzeichen ist nun zum Zeichen selbst hinzugefügt; genauso wie beim Verfahren nach Fig. 4 nur die Sendung von Dienstzeichen an der Station M erforderlich ist, wird auch beim Verfahren nach Fig. 5 das Gruppenkennzeichen nur den von der Station M gesendeten Zeichen hinzugefügt. Diese Zeichen weisen zu diesem Zweck einen zusätzlichen Schritt, also vier Schritte, auf. In diesem Fall gibt der vierte Schritt des Zeichens die Gruppe an. Die Zeichen der Station S, der gesteuerten Station, sind wie bisher aus drei Schritten aufgebaut. Auch bei diesem Verfahren soll jeder Schritt innerhalb eines Zeichens eine andere Frequenz als der vorausgehende Schritt haben. Weiterhin wird in diesem Beispiel nach Fig. 5 die Gruppe I mit der Frequenz 1 oder der Frequenz 2 und Gruppe II mit der Frequenz 3 oder der Frequenz 4 bezeichnet. Dieses Verfahren bringt eine Zeitersparnis mit sich, da auch die Station M keine einzelnen Dienstzeichen sendet, welche ebensoviel Zeit wie die Telegrafierzeichen beanspruchen. In Fig. 5 ist das Gruppenkennzeichen neben dem betreffenden Telegrafierzeichen angegeben. Beim Verfahren nach Fig. 5 werden die Sende-Zählvorrichtung und der Lochsender der Station M nach dem Empfang eines Zeichens weitergeschaltet. Die Empfangs-Zählvorrichtung und der Lochsender der Station S werden ebenfalls nach einem richtigen Empfang eines Zeichens weitergeschaltet, falls das empfangene Zeichen zu der erwarteten Gruppe gehört. Diese Weiterschaltung der Sende-Zählvorrichtung und des Lochsenders an der Station M erfolgt stets gleichzeitig, was beim Verfahren nach Fig. 4 auch der Fall ist. Beim Verfahren nach Fig. 5 werden auch an der Station S die Empfangs-Zählvorrichtung und der Lochsender gleichzeitig weitergeschaltet, was jedoch beim Verfahren nach Fig. 4 nicht der Fall ist. Dies ist ein Vorteil des Verfahrens nach Fig. 5; denn jetzt kann die schrittweise Schaltung der beiden Apparate demselben Zeitpunkt zugeordnet werden.
In Fig. 5 ist die Sendung so weit fortgeschritten, daß Station M jetzt ein mit einem Gruppenkennzeichen I versehenes Zeichen »A« sendet, wobei sich die Sende-Zählvorrichtung in der Lage I befindet. Dieses Zeichen wird von der Station S richtig empfangen. An der Station 6* werden nun die Empfangs-Zählvorrichtung und der Lochsender weitergeschaltet, da ein Zeichen der erwarteten Gruppe empfangen ist und die Empfangs-Zählvorrichtung sich in der Lage I befand. Dann sendet die Station S ein Zeichen, das von der Station M richtig empfangen wird. An der Station M werden die Sende-Zählvorrichtung und der
ίο Lochsender weitergeschaltet, da ein Zeichen richtig empfangen ist. Daraufhin sendet die Station M wieder ein Zeichen »B« in der Gruppe II, das von der Station 6* verstümmelt empfangen wird. Die Station 6" kann daher kein Zeichen senden. Die Station M empfängt dementsprechend auch nichts. Die Station M weiß also nicht, ob ihr zuletzt gesendetes Zeichen an der Station .S1 richtig empfangen ist, und wiederholt deshalb dieses Zeichen »B«. Diesmal wird es von der Station J? richtig empfangen; es gehört zur
ao Gruppe II; da sich die Empfangs-Zählschaltung der Station S in der Lage II befindet, wird es abgedruckt. An der Station v? werden nun die Empfangs-Zählvorrichtung und der Lochsender weitergeschaltet, worauf die Station S das Zeichen »b« sendet. Dieses
as Zeichen wird von der Station M richtig empfangen. An der Station M werden nun die Sende-Zählvorrichtung und der Lochsender weitergeschaltet, worauf die Station M wieder ein Zeichen »C« sendet. Dieses Zeichen wird von der Station S richtig empfangen.
S sendet darauf ein Zeichen »c«. Dieses Zeichen wird von der Station M verstümmelt empfangen. Die Station M wiederholt daher ihr zuletzt gesendetes Zeichen »C«. Es wird zwar von der Station 6" richtig empfangen, aber da es nicht zu der erwarteten Gruppe II gehört und sich die Empfangs-Zählvorrichtung aber in der Lage II befindet, wird es nicht gedruckt. Die Station S wiederholt darauf das Zeichen »c«. Dieses Zeichen wird von der Station M richtig empfangen. Dann sendet die Station M als nächstes Zeichen den Buchstaben »D«. Dieses Zeichen wird von der Station S verstümmelt empfangen. Station 6* kann daher kein Zeichen senden, und die Station empfängt dementsprechend auch nichts. Die Station M wiederholt deshalb ihr zuletzt gesendetes Zeichen »D«. Es wird von der Station 5 richtig empfangen; da es zu der erwarteten Gruppe gehört, wird es gedruckt. Der weitere Ablauf nach Fig. S ist damit naheliegend.
Fig. 6 zeigt ein Verfahren, bei dem eine längere Laufzeit zulässig ist. Bei den bisherigen Verfahren ist die Laufzeit für jede Station:
150—2fache für die Sendung erforderliche Zeit
ms
In diesem Fall muß ein Zeichen in einem Speicher für eine etwaige Wiederholung aufgehoben werden. Beim Verfahren nach Fig. 6 ist also die Laufzeit für jede Station:
2 · 150—2fadie für die Sendung erforderliche Zeit
QiS
Hierbei müssen also zwei Zeichen im Speicher aufgehoben werden. Die Empfangsanlage der gesteuerten Funktion ist wieder so ausgebildet, daß richtig empfangene, aber nicht zu der erwarteten Gruppe gehörende Zeichen nicht gedruckt werden. Außerdem wird beim Empfang eines Zeichens mit einem bestimmten Gruppenkennzeichen ein Zeichen mit einem ähnlichen Gruppenkennzeichen zurückgesendet. Bei der Feststellung eines verstümmelten Zeichens oder
ί 091 150
beim Ausbleiben eines Zeichens wiederholt der Sender der steuernden Station die beiden zuletzt gesendeten Zeichen, während der Empfänger für die Zeitdauer von zwei Zeichen gesperrt wird; die in dieser Zeit empfangenen Zeichen werden also nicht gedruckt. Bei richtigem Empfang eines Zeichens sendet der Sender der steuernden Station ein neues Zeichen. Weiterhin ist die Anzahl Gruppenkennzeichen bis auf drei vergrößert.
Fig. 6 a zeigt den Fall, daß der Sender der Station M nacheinander den Buchstaben »A« in der Gruppe 1 und den Buchstaben »B« in der Gruppe 2 sendet. Beide Zeichen werden von der Station vS1 richtig empfangen. Darauf sendet die Station M den Buchstaben »C« in der Gruppe 3. Dieser Buchstabe wird von der Station v? verstümmelt empfangen. Infolgedessen kann der Sender der Station 5" kein Zeichen senden. Die Station M empfängt dementsprechend auch nichts und sperrt seinen Empfänger für die Zeitdauer von zwei Zeichen. Inzwischen hat der Sender der Station M noch den Buchstaben »D« in der Gruppe 1 gesendet. Auch dieser Buchstabe wird von der Station S verstümmelt empfangen. Darauf wiederholt die Station M ihre beiden zuletzt gesendeten Zeichen »C« und »D«. Von diesen beiden Zeichen kommt das Zeichen »C« an der Station 6" verstümmelt an, während das Zeichen »D« richtig empfangen wird. Dieses Zeichen »D« wird aber nicht abgedruckt, da es nicht zu der erwarteten Gruppe gehört. Das letzte, richtig empfangene Zeichen gehörte nämlich zur Gruppe 2; es wird also ein Zeichen in der Gruppe 3 erwartet, so daß das richtig empfangene, zur Gruppe 1 gehörende Zeichen »D« nicht gedruckt wird.
Die Station S hat das Zeichen »D« der Gruppe 1 empfangen und sendet nun ein weiteres Zeichen, z. B. den Buchstaben »a« in der Gruppe 1. Dieser Buchstabe wird von der Station M richtig empfangen, aber nicht abgedruckt, da der Empfänger gesperrt ist. Inzwischen hat die Station M mit der Wiederholung der Buchstaben »C« und »D« begonnen. Das Zeichen »C« wird von der Station S richtig empfangen, gehört außerdem zu der richtigen Gruppe und wird daher gedruckt. Auch der Buchstabe »D« wird richtig empfangen, gehört zu der erwarteten Gruppe und wird abgedruckt. Die Fig. 6 a zeigt also den Fall, daß der Empfänger der Station S dreimal eine ungerade Anzahl von Malen nacheinander ein verstümmeltes Zeichen feststellt, während die Station M keine verstümmelten Zeichen empfängt.
Fig. 6 b zeigt nun den Fall, daß die Station S viermal, eine ungerade Anzahl von Malen ein verstümmeltes Zeichen feststellt, während die Station M keine Zeichen verstümmelt empfängt. Die Station M empfängt nacheinander die Buchstaben »a« und »b« und dann zum ersten Mal nichts. Die Ursache liegt darin, daß die Station 5* das Zeichen »C« von der Station M verstümmelt empfangen hat und also kein Zeichen zurücksenden kann. Die Station M sperrt nun für eine Zeitspanne von zwei Zeichen ihren Empfänger und wiederholt die letzten beiden von ihr gesendeten Zeichen »C« und »D«. Diese Zeichen kommen an der Station 5" verstümmelt an. Der Station 6* ist es noch nicht möglich, ein Zeichen zurückzusenden, da die Station M wieder ihren Empfänger sperrt. Diese wiederholt wiederum die Buchstaben »C« und »D«. Diese Zeichen werden nun richtig empfangen, gehören zu der erwarteten Gruppe und werden gedruckt. Der Rest der Figur braucht nicht mehr erklärt zu werden.
Fig. 6 c zeigt den Fall, daß die Station M einmal (eine ungerade Anzahl von Malen) und Station 5 zweimal eine gerade Zahl von Malen nacheinander ein verstümmeltes Zeichen feststellt. Die Station M empfängt den Buchstaben »a« und ein verstümmeltes Zeichen nacheinander. Dann sperrt die Station M ihren Empfänger für eine Zeitspanne von zwei Zeichen und wiederholt die beiden letzten, von ihr gesendeten Zeichen »B« und »C«. Das Zeichen »B« wird von der Station 6" verstümmelt empfangen. Das Zeichen »C« wird jedoch richtig empfangen, gehört
ίο zu der erwarteten Gruppe und wird gedruckt. Während der Zeitspanne, in der der Empfänger der Station M gesperrt ist, empfängt die Station M nacheinander einmal ein verstümmeltes Zeichen (wie bereits erwähnt) und einmal nichts. Hierauf empfängt die Station M wiederum nichts, sperrt wieder ihren Empfänger und wiederholt die Buchstaben »B« und »C« noch einmal. Diese Zeichen werden von der Station 5* richtig empfangen, gehören aber nicht zu der erwarteten Gruppe und werden daher nicht gedruckt.
Die Station S sendet nach Empfang des Buchstabens »B« der Gruppe 2 ebenfalls einen Buchstaben in der Gruppe 2, nämlich den Buchstaben »b«. Die Station 5" sendet nach Empfang des Buchstabens »C« der Gruppe 3 ebenfalls einen Buchstaben in der Gruppe 3, nämlich den Buchstaben »c«. Der weitere Ablauf ergibt sich aus der vorangehenden Beschreibung.
Fig. 6d zeigt den Fall, daß die Station M einmal eine ungerade Anzahl von Malen und die Station vS" einmal eine ungerade Anzahl von Malen ein verstümmeltes Zeichen feststellt. Die Station M empfängt den Buchstaben »a« und ein verstümmeltes Zeichen nacheinander. Beim Empfang des verstümmelten Zeichens sperrt die Station M ihren Empfänger für die Dauer von zwei Zeichen und wiederholt die Zeichen »B« und »C«. Das Zeichen »B« wird von der Station vS" richtig empfangen, gehört aber nicht zu der erwarteten Gruppe und wird daher nicht gedruckt. Beim Empfang dieses Buchstabens »B« der Gruppe 2 sendet die Station ebenfalls einen Buchstaben in der Gruppe 2, nämlich den Buchstaben »b«. Dieser Buchstabe wird von der Station M richtig empfangen, gehört zu der erwarteten Gruppe und wird daher gedruckt. Der Rest der Figur ist auf diese Weise zu erklären.
Fig. 6 e zeigt den Fall, daß die Station M zweimal, eine gerade Anzahl von Malen, die Station .S1 viermal, eine gerade Anzahl von Malen, nacheinander ein verstümmeltes Zeichen empfängt. Die Station M empfängt ein verstümmeltes Zeichen, sperrt ihren Empfänger für die Dauer von zwei Zeichen und wiederholt die letzten beiden von ihr gesendeten Zeichen, nämlich die Buchstaben »A« und »B«. Diese Zeichen werden von der Station S verstümmelt empfangen. Während der Sperrung der Station M empfängt diese zwei verstümmelte Zeichen. Anschließend empfängt die Station M kein Zeichen. Beim Ausbleiben eines Zeichens reagiert die Apparatur in der gleichen Weise wie beim Empfang eines verstümmelten Zeichens. Die Station M sperrt daher wieder ihren Empfänger für die Dauer von zwei Zeichen und wiederholt die Zeichen »A« und »B« noch einmal. Diese Zeichen werden von der Station 51 verstümmelt empfangen. Die Station M empfängt noch immer kein Zeichen von der Station S, sperrt daher zum dritten Mal ihren Empfänger und wiederholt noch einmal die Buchstaben »A« und »B. Diese Zeichen werden diesmal von der Station 6" richtig empfangen, aber nicht abgedruckt, da sie nicht zu der erwarteten Gruppe gehören. Die Station M sendet dann den Buchstäben »C«. Dieser wird von der Station 5" richtig
empfangen, gehört auch zu der erwarteten Gruppe und wird daher abgedruckt.
Fig. 6f zeigt den Fall, daß die Station M zweimal, eine gerade Anzahl von Malen, und die Station 5" dreimal eine ungerade Anzahl von Malen, nacheinander ein verstümmeltes Zeichen feststellt. Nach den bisherigen Erläuterungen ist diese Figur verständlich. Bei diesem Verfahren laufen die Fehlerermittlung und die Wiederholungen gut ab, die richtigen Zeichen werden gedruckt, und das Drucken von unnötig wiederholten Zeichen unterbleibt. Aus der Beschreibung der Fig. 1 und 6 geht hervor, daß die maximal zulässige Laufzeit mit der Anzahl verwendeter Gruppenkennzeichen zusammenhängt.
Fig. 7 ist das Schaltbild einer Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach der Erfindung, welche in der durch die Fig. 2 dargestellten Weise arbeitet. Der Sendeteil enthält einen Lochsender St. Dieser wird von einem Impulsgeber P3 gesteuert; der Lochstreif en wird schrittweise ein wenig vorgeschoben, so daß jedesmal ein neues Fünfschrittzeichen zur Abtastung bereitsteht. Die fünf Ausgangsleitungen des Lochsenders sind je über Widerstands-Dioden-Schaltungen WGS1 mit einer Kippschaltung A, B, C, E und F verbunden. Der Augenblick, zu dem die fünf Schritte vom Lochsender an dem Eingang der Kippschaltungen abgegeben werden, ist von einem Impulsgeber P1 bestimmt. In der Kippschaltung D wird ein sechster Schritt gebildet. Dieser Schritt rührt vom zweiten, in der Kippschaltung B vorhandenen Schritt her.
Wenn der fünfte Schritt im Fünfschrittalphabet ein Zeichenschritt ist, soll der vierte Schritt im Sechsschrittalphabet ein Trennschritt sein und umgekehrt. In dieser Weise können 24 Zeichen von den 32 Zeichen des Fünfschrittalphabets in das Sechsschrittalphabet umgesetzt werden. Es müssen dann die restlichen acht Zeichen auf eine besondere Weise umgesetzt werden. Hinsichtlich des zu bildenden Sechsschrittzeichens ist es nämlich von ausschlaggebender Bedeutung, daß die Kombination der Schritte 3 und 4 nicht der der Schritte 1 und 2 oder 5 und 6 gleich ist. Diese besondere Forderung hängt nämlich mit der Form zusammen, wie an der Empfangsseite das Zeichen auf richtigen Empfang geprüft wird.
Diese besondere Umsetzung der restlichen acht Zeichen erfolgt im Alphabetumsetzer CC1. Die Eingänge dieses Alphabetumsetzers sind mit dem Ausgang der fünf Kippschaltungen A, B, C, E und F verbunden. Im Alphabetumsetzer befinden sich Widerstands-Dioden-Schaltungen. Der Ausgang des Alphabetumsetzers ist über eine Widerstands-Dioden-Schaltung WGS2 mit dem Eingang der Kippschaltungen C und D verbunden. Die Umsetzung erfolgt unter der Steuerung eines Impulsgebers P2. Die Ausgänge der Kippschaltungen A bis F werden nun paarweise und zwei Widerstands-Dioden-Schaltungen WGS3 bis WGS5 mit Kippschaltungen G und H verbunden; die Herstellung dieser Verbindungen wird von einem Verteiler V1 gesteuert. Die jetzt kombinierten Schritte ί und 2, 3 und 4, 5 und 6 werden dabei nacheinander den Kippschaltungen G und H zugeführt.
Je nach Art der Schrittkombination erscheint am gemeinsamen Ausgang der Kippschaltungen G, H eine von insgesamt vier möglichen Spannungen, wobei der betreffenden Schrittkombination ein anderer Spannungswert als der vorausgehende zugeordnet ist. Diese Spannungen werden einem Multivibrator I zugeführt, der also je nach Art der Schrittkombination an seiner Ausgangsklemme jeweils eine von insgesamt vier verschiedenen Frequenzen liefert. Auf diese Weise wird
das Zeichen durch eine weitere Umsetzung aus dem Sechsschrittzeichen in ein Dreischrittzeichen übergeführt. Mit den Ausgangsspannungen des Multivibrators I wird ein Sender moduliert. Wenn keine Nach-
, 5 richten mehr zu senden sind, aber noch Nachrichten ankommen, sendet der Sender Pausezeichen. Dies geschieht durch eine Vorrichtung I;, die an die Stelle des Lochsenders tritt. Ferner enthält die Sendeapparatur eine aus einer Kippschaltung und einer Anzahl Widerstands-Dioden-Schaltungen bestehende Sende-Zählvorrichtung ZT. Diese nimmt die nächste Lage an, wenn zwei Bedingungen erfüllt sind:
1. daß ein Telegrafierzeichen gesendet ist;
*5 2. daß ein Telegrafierzeichen richtig empfangen ist.
Die Sende-Zählvorrichtung ist deshalb mit dem Impulsgeber P1 verbunden, der unter der Steuerung einer Wiederholungsvorrichtung HI Impulse abgibt.
ao Die Wiederholungsvorrichtung wird von einer Sperrvorrichtung BI im Empfänger gesteuert, die hiernach beschrieben ist.
Wenn nun ein Zeichen vom Empfänger verstümmelt empfangen wird oder wenn ein Dienstzeichen anas kommt, was eine Bitte um Wiederholung bedeutet, so nimmt die Sperrvorrichtung BI ihre Sperrlage an und gibt der WiederholungsvorrichtungHJ ein Signal; diese verhindert, daß die Impulsgeber P1 und P3 einen Impuls abgeben. Infolgedessen können dieSende-Zählvorrichtung ZT und der Lochsender nicht weitergeschaltet werden. Auch der Impulsgeber P2 wird an einer Impulsgabe gehindert, so daß auch die Alphabetumsetzung unterbrochen wird. Wenn jedoch im Empfänger ein richtiges Telegrafierzeichen ankommt, so wird die Sperrung der Sperrvorrichtung beseitigt. In einem Fall bleibt die Wiederholungsvorrichtung außer Betrieb, daher kann der Impulsgeber P1 der Widerstands-Dioden-Schaltung WGS1 und der Sende-Zählvorrichtung ZT erneut Impulse zuführen. Durch den Impuls zur Widerstands-Dioden-Schaltung WGS1 wird der Lochsender veranlaßt, ein erneutes Zeichen abzugeben. Der Impuls zur Sende-Zählvorrichtung ZT schaltet diese Vorrichtung in die andere Lage weiter. Wenn ein verstümmeltes Zeichen oder ein Dienstzeichen empfangen wird, so kann die Sende-Zählvorrichtung nicht die andere Lage annehmen. Es ist also eine weitere Aufgabe der Sende-Zählvorrichtung, an der Sendung eines ihrer Lage entsprechenden Zeichens beteiligt zu sein. Die Sende-Zählvorrichtung enthält hierzu eine Kippschaltung und mehrere Widerstands-Dioden-Schaltungen. Die Kippschaltung hat z. B. zwei Röhren, so daß an den Anodenausgängen ein hohes und ein niedriges Potential erscheinen.
Beim Empfang des ersten Impulses hat z. B. die
,55 Anode der ersten Röhre ein hohes und die Anode der zweiten Röhre ein niedriges Potential. Beim Empfang des nächsten Impulses hat dann umgekehrt die Anode der ersten Röhre ein niedriges und die Anode der zweiten Röhre ein hohes Potential. Diese Potentiale
ßo werden den Widerstands-Dioden-Schaltungen WGS3 bis WGS5 zugeführt und stellen je nach der Lage der Kippschaltung das Dienstzeichen I oder das Dienstzeichen II dar.
Die Wiederholungsvorrichtung HJ, die die Widerstands-Dioden-Schaltungen WGS3 bis WGS5 steuert, entscheidet, ob die von der Sendevorrichtung WGS3 bis WGS5 zugeführten Potentiale in ein Dienstzeichen umgesetzt werden sollen, worauf das betreffende Dienstzeichen über die Kippschaltungen G und H und den Multivibrator I zum Sender läuft. Aus dem Empfang
des Dienstzeichens an der anderen Station werden gewisse Schlüsse gezogen.
Die vom Sender der anderen Station gesendeten Zeichen, die aus vier Frequenzen aufgebaut sind, kommen in einem Empfang O an. Der Empfänger O ist mit vier den empfangenen Frequenzen zugeordneten, selektiven Filtern F1 bis F4 verbunden. Der Ausgang der vier Filter steht mit dem Eingang der Kippschaltungen A bis D in Verbindung. Die in einem gewissen Augenblick auftretende Frequenz wird über das zügehörige Filter der mit diesem Filter verbundenen Kippschaltung A bis D zugeführt. Daraufhin läuft ein Impuls vom Ausgang dieser Kippschaltung über einen Kondensator C1 bis C4 zum Impulsgeber F11 einer Zählvorrichtung, die Kippschaltungen K, L und M enthält. Der Ausgang der Kippschaltungen A bis D ist außerdem mit einer Widerstands-Dioden-Schaltung WGS6 verbunden, deren Ausgang über mehrere Widerstands-Dioden-Schaltungen WGS1 bis WGSa an den Eingang von Kippschaltungen E bis / angeschlossen ist. Die Zählvorrichtung F11 KLM arbeitet derart, daß der zuerst ankommende Schritt eines Zeichens die Kippschaltung K, der zweite die Kippschaltung L und der dritte die Kippschaltung M betätigt. Der erste Schritt wird nun von der Kippschaltung K an die Kippschaltungskombination E-F, der zweite Schritt von der Kippschaltung L an die Kippschal tungskombination G-H und der dritte Schritt von der Kippschaltung M an die Kippschaltungskombination J-/ geführt. Das vollständige Zeichen befindet sich dann in den Kippschaltungen E bis / wieder im Sechsschrittalphabet. Bei 28 Zeichen tritt durch einfaches Weglassen des vierten Schrittes unmittelbar das ursprüngliche Fünfschrittzeichen hervor. Bei vier Zeichen muß der dritte Schritt noch umgesetzt werden. Dies erfolgt im Alphabetumsetzer CC2.
Das Alphabet CC2 ist mit dem Ausgang der Kippschaltungen F und H und auch der Kippschaltungen A bis D verbunden. Weiterhin steht er mit dem Eingang der Kippschaltungen G in Verbindung, der der dritte Schritt des Sechsschrittzeichens zugeführt ist.
Der Eingang der Kippschaltung G steht mit dem Ausgang der Kippschaltung M in Verbindung, deren Ausgangsimpulse verzögert werden. Bei der Umschaltung der Kippschaltung G muß die Kippschaltung M beteiligt sein. Hierdurch soll vermieden werden, daß die Kippschaltung G bei einem beliebigen Impuls des Impulsgebers F11 und/oder des Alphabetumsetzers ihre Lage wechselt. Ferner ist der Ausgang der Kippschaltungen E, F, G, I und / an Kondensatoren C5 bis C9 und an einer Widerstands-Dioden-Schaltung WGS10 angeschlossen. Diese Schaltung wird von einem Verteiler V2 gesteuert. In dieser wird das Zeichen mit einem Anlaufschritt und einem Sperrschritt ergänzt und zum Drucker Pr geführt. Der Verteiler V2 wird von der Sperrvorrichtung BI von deren verzögerten Ausgangsimpulsen gesteuert.
Die SperrvorrichtungBI befindet sich normal in der Sperrlage; nur beim Empfang eines Impulses aus der Kippschaltung M wird die Sperrung vorübergehend aufgehoben. In der Sperrlage der Sperrvorrichtung BI ist der Verteiler F2 außer Betrieb, so daß kein Zeichen den Drucker erreichen kann. Wenn die Kippschaltung M einen Impuls liefert, so bedeutet das einen guten Empfang des zugeführten Zeichens; die Zählvorrichtung F11 KLM hat nämlich die drei Schritte gezählt, und außerdem sind sie richtig aufgenommen. Die Sperrvorrichtung BI hebt dann die Sperrung auf ■ und gibt daher dem Verteiler V2 die Möglichkeit, das betreffende Zeichen zum Drucker hindurchzulassen.
Der Ausgang der Kippschaltungen E bis / steht ferner über eine Widerstands-Dioden-Schaltung WGS11 mit zwei Kippschaltungen I und II in Verbindung. Wenn nun das Dienstzeichen I eintrifft, so wird dieses über die Widerstands-Dioden-Schaltung WGS11 zur Kippschaltung I geleitet. Das Dienstzeichen II läuft entsprechend zur Kippschaltung II. Diese beiden Kippschaltungen sind mit Widerstands-Dioden-Schaltungen WGS12 verbunden und führen diesen Schaltungen bestimmte Potentiale zu.
Eine Empfangs-Zählvorrichtung OT ist ebenfalls an den Widerstands-Dioden-Schaltungen WGS12 verbunden und führen diesen Schaltungen bestimmte Potentiale zu. Die Empfangs-Zählvorrichtung enthält zwei Kippschaltungen. Ihre Aufgabe ist es:
1. nur das Drucken eines »erwünschten« Zeichens zu gestatten und
2. nach dem Empfang eines »erwünschten« Zeichens die andere Lage einzunehmen.
Dem Verteiler V2 und der Empfangs-Zählvorrichtung OT wird über einen Verzögerungsstromkreis VK ein Impuls der Sperrvorrichtung BI zugeführt. Wenn ein Dienstzeichen I oder II richtig empfangen ist, läuft ein Impuls von der Kippschaltung M der Zählvorrichtung zur Sperrvorrichtung BI, die darauf die Sperrung aufhebt und über den Verzögerungsstromkreis den Apparaten OT und V2 einen Impuls zuführt. Das Dienstzeichen darf aber nicht gedruckt werden. Das empfangene Dienstzeichen kommt von der Kippschaltung I oder II. Es werden dann den Widerstands-Dioden-Schaltungen solche Potentiale zugeführt, daß den Widerstands-Dioden-Schaltungen WGS12 ein Impuls zur Sperrvorrichtung BI läuft, so daß diese wieder die Sperrlage einnimmt, bevor der Verteiler V2 über den Verzögerungsstromkreis eingeschaltet ist; der Verteiler fällt also aus, so daß nichts gedruckt wird. Auch der Impuls der Sperrvorrichtung BI über den Verzögerungsstromkreis VK zur Empfangs-Zählvorrichtung OT bleibt ohne Erfolg. Jetzt wird die Lage der Kippschaltungen I und II mit der Lage der beiden Kippschaltungen der Empfangs-Zählschaltung OT verglichen. Dieser Vergleich erfolgt in den Widerstands-Dioden-Schaltungen WGS12, indem die Potentiale an beiden Seiten verglichen werden. Wenn die Potentiale nicht übereinstimmen, ist das nächste Telegrafierzeichen unerwünscht. Es läuft dann wieder ein Impuls von den Widerstands-Dioden-Schaltungen WGS^ zur Sperrvorrichtung BI, von dem das Drucken des Zeichens verhindert wird und die Empfangs-Zählvorrichtung nicht die andere Lage einnehmen kann.

Claims (14)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zum Übertragen von Telegrafierzeichen nach dem Schritt verfahren in arhythmischer Folge mit einer Möglichkeit zur Zeichenwiederholung, dadurch gekennzeichnet, daß die zu sendenden Telegrafierzeichen in mehrere (z. B. zwei) Gruppen, und zwar zwei unmittelbar aufeinanderfolgende Zeichen jeweils in verschiedene Gruppen eingeteilt werden, daß jedem gesendeten Telegrafierzeichen an einer oder an beiden Seiten der Verbindung ein Gruppenkennzeichen zuerkannt wird, mit Hilfe dessen der Empfänger feststellen kann, ob ein empfangenes Telegrafierzeichen ein wiederholtes, bereits gedrucktes Zeichen, also ein »unerwünschtes« Zeichen, oder ein neues, noch nicht gedrucktes Zeichen, also ein »erwünschtes« Zeichen ist und ob das Zeichen demgemäß nicht gedruckt bzw. gedruckt werden soll.
009 628/149
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gruppenkennzeichnung durch einzelne Zeichen, sogenannte Dienstzeichen erfolgt, die sich nur durch die Kombination der Zeichen- und Trennschritte von den Telegraflerzeichen der jeweiligen Gruppe unterscheiden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gruppenkennzeichnung mittels eines zusätzlichen, dem zu sendenden Telegrafierzeichen hinzugefügten Schrittes erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gruppenkennzeichnung an beiden Seiten der Verbindung erfolgt.
5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gruppenkennzeichnung mittels eines einzelnen Zeichens, eines sogenannten Dienstzeichens, nur in der steuernden Station erfolgt.
6. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gruppenkennzeichnung mittels eines zusätzlichen, dem zu sendenden Zeichen hinzugefügten Schrittes nur in der steuernden Station erfolgt.
7. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 6 mit einer steuernden und einer gesteuerten Station und mit einer Vorrichtung zum Wahrnehmen von fehler- as haftem Empfang, dadurch gekennzeichnet, daß bei richtigem Empfang eines Zeichens in der gesteuerten Station der Sender dieser Station in den Stand gesetzt wird, ein weiteres Zeichen zu senden, während bei fehlerhaftem Empfang oder keinem Empfang der gesteuerten Station die Möglichkeit zum Senden eines weiteren Zeichens entzogen wird.
8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine Sende-Zählvorrichtung an beiden Seiten der Verbindung die Lage wechselt, wenn nach der Sendung eines Telegrafierzeichens als nächstes Zeichen ein richtiges Telegrafierzeichen empfangen wird, und daß eine Empfangs-Zählvorrichtung nur nach dem Empfang eines richtigen und noch nicht früher empfangenen Zeichens die Lage wechselt und das Abdrucken des Zeichens gestattet.
9. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Sende-Zählvorrichtung die Lage wechselt, wenn nach der Sendung eines Telegrafierzeichens als nächstes Zeichen auch ein richtiges Telegrafierzeichen oder ein unerwünschtes Dienstzeichen empfangen wird, und daß die Empfangs-Zählvorrichtung nach dem Empfang eines richtigen Telegrafierzeichens die Lage wechselt, wobei jedes richtig empfangene Telegrafierzeichen gedruckt wird..
10. Verfahren nach Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die einzige an der steuernden Station vorhandene Sende-Zählvorrichtung die Lage wechseit, wenn nach der Sendung eines Telegrafierzeichens als nächstes Zeichen auch ein richtiges Telegrafierzeichen empfangen wird, und daß die einzige, an der gesteuerten Station vorhandene Empfangs-Zählvorrichtung die Lage wechselt, wenn ein Telegrafierzeichen der erwünschten Gruppe empfangen wird, und sodann das Abdrucken des Zeichens gestattet, während bei richtigem Empfang eines unerwünschten Telegrafierzeichens das Abdrucken verhindert wird.
11. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Sende-Zählvorrichtung der steuernden Station nach richtigem Empfang eines Telegrafierzeichens und die Empfangs-Zählvorrichtung der gesteuerten Station nach richtigem Empfang eines erwünschten Telegrafierzeichens die Lage wechselt.
12. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zu sendenden Telegrafierzeichen in drei Gruppen eingeteilt werden, daß von der gesteuerten Station beim Empfang eines mit einem Gruppenkennzeichen versehenen Telegrafierzeichens ein zu derselben Gruppe wie das empfangene Zeichen gehörendes und mit einem dementsprechenden Gruppenkennzeichen versehenes Telegrafierzeichen zurückgesendet wird, während die steuernde Station beim Wahrnehmen eines verstümmelten Zeichens oder beim Ausbleiben eines Telegrafierzeichens die letzten zwei von ihr gesendeten Telegrafierzeichen wiederholt, und zwar derart, daß bei einer Laufzeit, wobei innerhalb der einem Zeichen zugemessenen Zeit kein Zeichen von der anderen Seite empfangen wird, das folgende Zeichen gesendet wird.
13. Verfahren nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch eine eine Kippschaltung und eine Anzahl Widerstands-Dioden- Schaltungen umfassende Sende-Zählschaltung (ZT in Fig. T), die unter der gleichzeitigen Steuerung einer Wiederholungsvorrichtung (HJ) arbeitet und dann einen Impuls abgibt, wenn der Empfänger den richtigen Empfang eines Telegrafierzeichens meldet, und eines Impulsgebers (P3), der unter der Steuerung der Wiederholungsvorrichtung die Weitergabe des folgenden Telegrafierzeichens vom Lochsender (St) nach dem Funksender veranlaßt, und die beim Ausbleiben eines Impulses des Impulsgebers (P3) unter der Steuerung der Wiederholungsvorrichtung die Sendung eines ihrer Lage entsprechenden Dienstzeichens veranlaßt.
14. Verfahren nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch eine Anzahl von Kippschaltungen (I und II in Fig. 7"), die je über eine erste Anzahl Widerstands-Dioden-Schaltungen (WGS11) ein bestimmtes Dienstzeichen beim Empfang aufnehmen und demzufolge gewisse Potentiale an eine zweite Anzahl Widerstands-Dioden-Schaltungen (WGS12) legen, welche beim Empfang eines Dienstzeichens einen Impuls nach einer Sperrvorrichtung (BI) senden, die darauf die Sperrlage annimmt und das Abdrucken des Dienstzeichens verhindert, und eine mehrere Kippschaltungen umfassende Empfangs-Zählvorrichtung (OT), die nach dem Empfang eines erwünschten Telegrafierzeichens eine andere Lage angenommen hat und darauf den Widerstands-Dioden-Schaltungen (WGS12) gewisse Potentiale zuführt, die nun mit den von den Kippschaltungen (I und II) zugeführten Potentialen verglichen werden, worauf beim Fehlen einer Übereinstimmung zwischen den beiden Gruppen von Potentialen noch einmal ein Impuls von den Widerstands-Dioden-Schaltungen (WGS12) nach der Sperrvorrichtung (BI, VK) geht, um den Druck des Zeichens und das Weiterzählen der Empfangs-Zählvorrichtung zu verhindern, während bei Übereinstimmung der beiden Gruppen Potentiale dieser Impuls ausbleibt und somit der Druck des Zeichens und das Weiterzählen der Empfangs-Zählschaltung aufrechterhalten bleiben.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
© 009 628/149 10.60
DEST11456A 1955-07-26 1956-07-24 Verfahren zum UEbertragen von Telegrafierzeichen Pending DE1091150B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
NL353031X 1955-07-26

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1091150B true DE1091150B (de) 1960-10-20

Family

ID=19785112

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEST11456A Pending DE1091150B (de) 1955-07-26 1956-07-24 Verfahren zum UEbertragen von Telegrafierzeichen

Country Status (7)

Country Link
US (1) US2970189A (de)
BE (1) BE549791A (de)
CH (1) CH353031A (de)
DE (1) DE1091150B (de)
FR (1) FR1157351A (de)
GB (1) GB840502A (de)
NL (1) NL98117C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1167878B (de) * 1962-01-18 1964-04-16 Nederlanden Staat Verfahren zum Telegraphieren unter Verwendung eines Lochstreifens als Speicher
DE1206945B (de) * 1961-12-15 1965-12-16 Nederlanden Staat Drahttelegraphenverfahren mit Fehlerkorrektur durch selbsttaetige Wiederholung gestoerter Zeichen

Families Citing this family (14)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
NL124462C (de) * 1960-06-09 1968-07-15
NL124287C (de) * 1960-06-09 1968-07-15
NL276365A (de) * 1962-03-23
NL280306A (de) * 1962-06-28 1964-12-10
US3242462A (en) * 1963-01-31 1966-03-22 Ibm Transmission systems
US3426323A (en) * 1965-03-08 1969-02-04 Burroughs Corp Error correction by retransmission
US3483510A (en) * 1965-03-26 1969-12-09 Ericsson Telefon Ab L M Error detecting and control device in a data transmission system
NL135897C (de) * 1965-12-03
US3456239A (en) * 1965-12-10 1969-07-15 Teletype Corp Block synchronization circuit for an error detection and correction system
US3473150A (en) * 1966-08-10 1969-10-14 Teletype Corp Block synchronization circuit for a data communications system
US3452330A (en) * 1967-07-25 1969-06-24 Bell Telephone Labor Inc Asynchronous data transmission system with error detection and retransmission
US3611289A (en) * 1969-03-21 1971-10-05 Digitronics Corp Error detection apparatus
US3671945A (en) * 1970-09-02 1972-06-20 Honeywell Inf Systems Data message control system
US3824547A (en) * 1972-11-29 1974-07-16 Sigma Syst Inc Communications system with error detection and retransmission

Family Cites Families (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
BE434369A (de) * 1938-05-17
US2706215A (en) * 1950-03-24 1955-04-12 Nederlanden Staat Mnemonic system for telegraph systems and like apparatus
NL95536C (de) * 1950-11-08

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1206945B (de) * 1961-12-15 1965-12-16 Nederlanden Staat Drahttelegraphenverfahren mit Fehlerkorrektur durch selbsttaetige Wiederholung gestoerter Zeichen
DE1167878B (de) * 1962-01-18 1964-04-16 Nederlanden Staat Verfahren zum Telegraphieren unter Verwendung eines Lochstreifens als Speicher

Also Published As

Publication number Publication date
US2970189A (en) 1961-01-31
CH353031A (de) 1961-03-31
NL98117C (de)
BE549791A (de)
GB840502A (en) 1960-07-06
FR1157351A (fr) 1958-05-29

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1091150B (de) Verfahren zum UEbertragen von Telegrafierzeichen
DE1069669B (de)
DE1096401B (de) Drucktelegraphensystem fuer Funkverkehr in zwei Richtungen mit Fehlerermittlung und Fehlerbeseitigung
DE2520835C3 (de) Schaltungsanordnung zur Übertragung von synchron und asynchron auftretenden Daten
DE1053554B (de) Verfahren zur Aussendung von Telegrafierzeichen in einem Sicherungskode mit automatischer Fehlerkorrektur
DE1081496B (de) Verfahren und Einrichtung zum UEbertragen von Telegraphierzeichen
EP0060921B1 (de) Schaltungsanordnung zum Verbinden von an einer Datenvermittlungsanlage angeschlossenen Telex-Teilnehmerstellen mit ebenfalls an der Datenvermittlungsanlage angeschlossenen Teletex-Teilnehmerstellen
DE1190496B (de) Doppeltgerichtetes Funktelegraphier-Verfahren mit durch Wiederholung erhaltener Korrektur von gestoerten Telegraphierzeichen
DE1146104B (de) Verfahren und Anordnung zur gesicherten UEbertragung von binaer-codierten Nachrichtenzeichen, z. B. Fernschreibzeichen, die in Blocks zusammengefasst sind
DE945994C (de) Einrichtung zum Dekodieren von gemaess einem P-Zykluskode impulskodemodulierten Signalen
DE1255705B (de) Schaltungsanordnung zur gesicherten UEbertragung binaercodierter Daten nach dem Echoverfahren
DE657922C (de) Mehrfachtelegraphiersystem
DE1171463B (de) Verfahren zur UEbertragung von Telegraphiezeichen, bei dem an der Sendeseite die Sendung in Gruppen von Zeichen erfolgt
DE907062C (de) Telegraphensystem, insbesondere fuer die drahtlose UEbertragung von aus Schritten gleicher Laenge bestehenden Telegraphierzeichen
DE2849348C2 (de)
DE1186098B (de) Verfahren und Schaltungsanordnung zur Fehlererkennung fuer in Seriendarstellung uebertragene Impulse
DE954068C (de) Verfahren zur Umsetzung eines Fuenfschrittalphabets in ein Sechsschrittalphabet und umgekehrt mit einem festen Trenn- und Zeichenschritt-Verhaeltnis
DE2448802C3 (de) Verfahren und Schaltungsanordnungen zum automatischen Aufrufen einer von mehreren Endstellen durch eine Zentralstation
DE942868C (de) Rhythmisches Telegrapheinsystem fuer Funkuebertragung
DE871619C (de) Telegraphierverfahren mit Zeichenwiederholung bei UEbertragungsstoerungen im Gegenverkehr
DE1067848B (de) Telegrafieempfaenger zum Empfang von Telegrafierzeichen und deren UEberpruefung auf Richtigkeit
DE978040C (de) Verfahren und Anordnung zur kurzzeitigen UEbermittlung von Nachrichten
DE1040589B (de) Verfahren zur Korrektur von Nachrichtensignalen, insbesondere von Fernschreibzeichen
DE897849C (de) Telegrafensender
DE2157497A1 (de) Anordnung und Empfang zum Aussenden von Signalen