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DE1015801B - Verfahren zur Bromierung der 3ª‰, 17ª‡-Dioxy-11, 20-diketoderivate des Pregnans und Allopregnans - Google Patents

Verfahren zur Bromierung der 3ª‰, 17ª‡-Dioxy-11, 20-diketoderivate des Pregnans und Allopregnans

Info

Publication number
DE1015801B
DE1015801B DEG17701A DEG0017701A DE1015801B DE 1015801 B DE1015801 B DE 1015801B DE G17701 A DEG17701 A DE G17701A DE G0017701 A DEG0017701 A DE G0017701A DE 1015801 B DE1015801 B DE 1015801B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bromine
dione
bromination
pregnanediol
allopregnans
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG17701A
Other languages
English (en)
Inventor
William Graham
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Glaxo Laboratories Ltd
Original Assignee
Glaxo Laboratories Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Glaxo Laboratories Ltd filed Critical Glaxo Laboratories Ltd
Publication of DE1015801B publication Critical patent/DE1015801B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J5/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, substituted in position 17 beta by a chain of two carbon atoms, e.g. pregnane and substituted in position 21 by only one singly bound oxygen atom, i.e. only one oxygen bound to position 21 by a single bond

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Steroid Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Bromierung der 3 ß, 1'7 a-Dioxy-11_, 20-diketoderivate des Pregnans und Allopregnans Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bromierung der 3ß, 17a-Dioxy-11, 20-diketoderivate des Pregnans oder Allopregnans in 21-Stellung. Die Herstellung von 21-Brom-5a-pregnandiol-(3ß, 17a)-dion-(11, 20) durch Bromierung von 5a-Pregnandiol-(3ß, 17a)-dion-(11, 20) ist von Chemerda, Chamberlin, Wilson und Tishler in Journ. Amer. Chem. Soc., Bd. 73, 1951, S. 4052, und von Rosenkranz, Pataki und Djerassi (a. a. O. S.4055) ganz allgemein beschrieben worden. Eine genauere Beschreibung einschließlich experimenteller Einzelheiten findet sich bei Pataki, Rosenkranz und Djerassi in Journ. Amer. Chem. Soc., Bd.74, 1952, S.5615, wonach eine 0,3"/oige Lösung von 5a-Pregnandiol-(3ß, 17a)-dion-(11, 20) in Chloroform mit Brom in Chloroform behandelt wird. Nach dem als zweckmäßig befundenen Waschen mit Natriumbicarbonatlösung und `'Wasser wird das Lösungsmittel entfernt und der Rückstand mit Äther verrieben. Unter der Annahme, daß das gewonnene Produkt vollkommen rein ist, beträgt die Ausbeute 65 °/a der Theorie.
  • Die Annahme hinsichtlich der Reinheit des bromierten Produktes ist jedoch unzutreffend, da die Verbindung bei der Behandlung mit Natriumjodid in Aceton und anschließend mit Kaliumbicarbonat in Essigsäure zur Erzielung von 5a-Pregnantriol-(3ß, 17a, 21)-dion-(11, 20)-monoacetat-(21) vom F. = 235 bis 237° und [a] D =-I-66° (Aceton), wie festgestellt wurde, kein reines Produkt liefert; das Produkt ist vielmehr eine Mischung aus der gewünschten Acetoxyverbindung mit nicht bromierten Stoffen, woraus hervorgeht, daß die bromierte Verbindung aus dem gewünschten 21-Brom-5a-pregnandiol-(3ß, 17a)-dion-(11, 20) und unverändertem Ausgangsmaterial bestand. Im allgemeinen führen die in der oben beschriebenen Weise durchgeführten Bromierungen zu Mischungen, und es ist deshalb erwünscht, ein Verfahren anzuwenden, das ein gleichmäßiges Produkt mit einem möglichst hohen Gehalt an der gewünschten Verbindung liefert. Eine weitere Schwierigkeit besteht darin, daß die Löslichkeit des Ausgangsmaterials (der 3ß, 17a-Dioxy-11, 20-diketoderivate des Pregnans und Allopregnans) in Chloroform so gering ist, daß die Bromierung bei Konzentrationen oberhalb 0,3"/,) mit Suspensionen des jeweiligen Ausgangsmaterials durchzuführen ist.
  • Es wurde gefunden, daß die Bromierung der 3ß, 17a-Dioxy-11, 20-diketoderivate des Pregnans oder Allopregnans gut durchführbar ist, wenn zuerst eine Komplexverbindung zwischen dem Ausgangsmaterial und Bromwasserstoff oder Chlorwasserstoff gebildet und dann diese Komplexverbindung in üblicher Weise bromiert wird. Bei Anwendung dieses Verfahrens wird ein einheitlicheres Produkt erhalten, das höhere Mengenverhältnisse der gewünschten Verbindung enthält, als dies bei den bekannten Verfahren der Fall ist.
  • Nach dem Verfahren der vorliegenden Erfindung wird daher zunächst das Ausgangssteroid durch Umsetzung mit einer Lösung von Bromwasserstoff oder Chlorwasserstoff in einem inerten, praktisch unpolaren Lösungsmittel, das eine geringe Menge eines niedrigermolekularen aliphatischen Alkohols enthält, in eine Bromwasserstoff-oder Chlorwasserstoffkomplexv erbindung übergeführt und diese Komplexverbindung anschließend nach bekannten Methoden bromiert.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ist besonders für die Allopregnanderivate von Bedeutung.
  • Nach einer bevorzugten Durchführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird 5a-Pregnandiol-(3ß, 17a)-dion-(11, 20) in 21-Stellung bromiert, indem man diese Verbindung mit einer Lösung von Brom- oder Chlorwasserstoff in einem inerten, praktisch unpolaren organischen Lösungsmittel, das eine geringe Menge eines niedrigermolekularen aliphatischen Alkohols enthält, umsetzt. Für diese Umsetzung geeignete inerte unpolare organische Lösungsmittel sind beispielsweise halogenierte Kohlenwasserstoffe, wie Chloroform, Methylenchlorid, Tetrachloräthan und Tetrachlorkohlenstoff, und unpolare Kohlenwasserstoffe, wie Benzol und Petroläther. Bevorzugte Lösungsmittel sind Chloroform, Methylenchlorid und Tetrachloräthan. Beispiele für nicht geeignete Lösungsmittel sind ungesättigte Verbindungen, Äther und Acetonitril, da sie dazu neigen, selbst bromiert zu «erden und deshalb nicht inert sind. Derartige inerte, praktisch unpolare Lösungsmittel enthalten vorzugsweise von 0,5 bis 100/, (Gewicht/ Volumen), vorteilhaft 1,0 bis 3,0"/, (Gewicht; Volumen) des obengenannten niedrigermolekularen aliphatischen Alkohols, beispielsweise Äthanol. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, - daß -handelsübliches Chloroform normalerweise mit einer geringen Menge Äthanol stabilisiert ist und daß dieses handelsübliche Material ohne Zugabe von weiterem Alkohol verwendbar ist. Die gebildete Halogenwasserstoffkomplexverbindung wird dann mit Brom behandelt. Bei Verwendung von reinem Ausgangsmaterial wird vorzugsweise praktisch nur die theoretische Menge Brom zugesetzt, während bei Verwendung von verunreinigtem Ausgangsmaterial die Anwendung eines geringen Überschusses über die theoretisch berechnete Menge bevorzugt ist. Das erhaltene Produkt kann z. B. durch Zugabe von Äther abgetrennt und der feste Niederschlag z. B. durch Filtrieren gewonnen werden. Man erhält eine Mischung aus unverändertem Ausgangsmaterial und dem gewünschten 21-Brom-5a-pregnan-diol-(3ß,17a)-dion-(11, 20).
  • Die Umsetzung kann bei Temperaturen zwischen 10 und 35°, vorzugsweise bei Zimmertemperatur, durchgeführt werden.
  • Die erfindungsgemäß erhaltenen 21-Bromverbindungen können auf beliebige Weise in die entsprechenden 21-Ester, insbesondere die 21-Acetate, übergeführt werden, beispielsweise durch Umsetzung der Bromverbindung mit dem Kaliumsalz der jeweiligen Säure, z. B. Kaliumacetat.
  • Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern.
  • Beispiel 1 146 g 5a-Pregnandiol-(3ß, 17a)-dion-(11, 20) werden in 31 handelsüblichem Chloroform, das 40 g Bromwasserstoff enthält, suspendiert. Die Mischung wird 10 Minuten bei Zimmertemperatur gerührt und dann unter fortgesetztem Rühren bei Zimmertemperatur in gleichmäßiger Geschwindigkeit während 45 Minuten mit einer Lösung von 75 g Brom in 750 ml handelsüblichem Chloroform versetzt. Unter Rühren werden 31 Äther zugegeben. Die suspendierte feste Substanz wird abfiltriert, mit 0,51 Äther gewaschen und luftgetrocknet. Auf diese Weise werden 155 g rohes 21-Brom-5 a-pregnandiol-(3ß,1 7a)-dion-(11, 20) erhalten, das eine geringe Menge nicht umgesetztes 5a-Pregnandiol-(3ß, 17a)-dion-(11, 20) enthält und zur Überführung in das 21-Acetat geeignet ist.
  • Beispiel 2 500 g 5a-Pregnandiol-(3ß, 17a)-dion-(11, 20) werden in 7,51 Chloroform, das 1,4°/o Alkohol (Gewicht/Volumen) und 52,5 g Chlorwasserstoff enthält, suspendiert. Die iKischung wird 5 Minuten bei Zimmertemperatur gerührt und unter fortgesetztem starkem Rühren mit einer Lösung von 230 g Brom in 2,51 Chloroform mit solcher Geschwindigkeit versetzt, daß ein geringer Überschuß an Brom in der Suspension aufrechterhalten wird. Die Gesamtdauer der Zugabe beträgt 50 Minuten. Nach Zugabe von 7,51 Äther unter Rühren wird die suspendierte feste Substanz abfiltriert, mit 21 Äther gewaschen und luftgetrocknet. Auf diese Weise werden 628 g rohes 21-Brom-5a-pregnandiol-(3ß, 17a)-dion-(11, 20) erhalten. Durch zweimaliges Waschen der vereinigten Mutterlaugen mit je 51 Wasser zur Entfernung der Halogenwasserstoffe und Eindampfen zur Trockne im Vakuum auf einem Dampfbad wird eine zweite Ausbeute erhalten. Der Rückstand wird mit 0,21 Aceton ausgelaugt und liefert nach Abfiltrieren der hinterbleibenden festen Substanz und Trocknen an der Luft 20 g der 21-Bromverbindung. Die vereinten Ausbeuten an Bromverbindung (648 g) werden in 12,5 1 Aceton mit 800 g wasserfreiem Kaliumacetat suspendiert. Die Mischung wird unter mechanischem Rühren 1 Stunde zum Sieden unter Rückfluß erhitzt. Die anorganischen Salze werden abfiltriert und mit 1 1 Aceton gewaschen. Das mit den Waschflüssigkeiten vereinigte Filtrat wird durch Destillation auf einem Dampfbad auf ein Volumen von etwa 800 ml eingeengt. Nach Zugabe von 121 Wasser und gründlichem Vermischen wird die Suspension abfiltriert und das feste Produkt nach gutem Waschen mit Wasser bei 80° getrocknet. Auf diese Weise werden 541 g rohes 5a-Pregnantriol-(3ß, 17a, 21)-dion-(11, 20) -monoacetat-(21) vom F. = 229 bis 232° gewonnen. Die Infrarotuntersuchung ergibt eine Reinheit von 940/,.
  • Durch Umkristallisieren aus 5,51 Methanol und Trocknen des kristallinen Produkts im Vakuum bei 120° werden 411 g gereinigtes 21-Acetat vom F. = 232 bis 235° erhalten. Die Infrarotanalyse ergibt einen Reinheitsgrad von 98 l)/, Die Mutterlaugen werden durch Destillation auf etwa 1 1 eingeengt, mit 50 ml Essigsäure und 20 g »Girardreagens P,r versetzt, und die Lösung wird 30 Minuten zum Sieden unter Rückfluß erhitzt. Man bringt die Lösung bei 0° zum Kristallisieren, wäscht die gesammelte kristalline Substanz mit 100 ml Methanol und trocknet im Vakuum bei 120°. Dabei werden 66 g 21 .Acetat vom F. = 233 bis 235° erhalten. Die Infrarotanalyse ergibt einen Reinheitsgrad von 97 °;' o.
  • Beispiel 3 10 g 5a-Pregnandiol-(3ß, 17a)-dion-(11, 20) werden in 150 ml Tetrachloräthan suspendiert und unter Rühren bei Zimmertemperatur mit 6,2 ml 5 n-äthanolischem Chlorwasserstoff versetzt. Unter fortgesetztem starkem Rühren werden während 17 Minuten 40,2 ml einer 1,42n-Bromlösung in Tetrachloräthan zugegeben. Die suspendierte feste Substanz wird abfiltriert, mit 100 ml Äther gewaschen und luftgetrocknet. Auf diese Weise werden 11,55 g rohes 21-Brom-5a-pregnandiol-(3ß, 17a)-dion-(11, 20) erhalten. Eine zweite Ausbeute von 1,65 g wird durch Waschen der Mutterlaugen mit Wasser, Eindampfen zur Trockne im Vakuum und Ausziehen mit Aceton gewonnen.
  • Die vereinigten Ausbeuten der Bromverbindung (13,2g) werden durch Behandlung mit 15g wasserfreiem Kaliumacetat in 200 ml Aceton durch einstündiges Sieden unter Rückfluß in 5a-Pregnantriol-(3ß, 17a, 21)-dion-(11, 20)-monoacetat-(21) übergeführt. Es werden 11,0 g rohes 21-Acetat vom F. = 224 bis 227° gewonnen, dessen Infrarotanalyse einen Reinheitsgrad von 96 °/o anzeigt. Durch Reinigung mittels "Girardreagens Pu werden 10,04 g gereinigtes 21-Acetat vom F. = 231 bis 235° und einem Reinheitsgrad von 98 °/o (Infrarotanalyse) erhalten. Beispiel 4 100 g 5a-Pregnandiol-(3ß, 17a)-dion-(11, 20) werden in 1,41 Methylenchlorid suspendiert und unter Rühren bei Zimmertemperatur mit 37,6 ml einer 8,5 n-äthanolischen Chlorwasserstofflösung versetzt. Unter fortgesetztem Rühren wird während 26 Minuten eine Lösung von 15,4 ml Brom in 500 ml Methylenchlorid zugegeben. Die feste Substanz wird abfiltriert, mit 500 ml Äther gewaschen und luftgetrocknet. Auf diese Weise werden 100,2 g rohes 21-Brom-5a-pregnandiol-(3ß, 17a)-dion-(11, 20) erhalten. Durch Vereinigung der Mutterlaugen mit dem Waschäther, Waschen mit Wasser, Eindampfen zur Trockne im Vakuum und Ausziehen mit Aceton wird eine zweite Ausbeute von 11,5 g gewonnen.
  • Die vereinten Ausbeuten an Bromverbindung (111,7 g) werden, wie im Beispiel 2 beschrieben, in 5 a-Pregnantriol-(3ß, 17u, 21)-dion-(11, 20)-monoacetat-(21) übergeführt. Es werden 95,5 g rohes 21-Acetat vom F. = 220 bis 224° gewonnen. Die Reinigung mittels -Girardreagens P« liefert 69,4 g gereinigtes 21-Acetat vom F. = 237 bis 241' und einen Reinheitsgrad von 98 °/o (Infrarotanalyse).
  • Beispiel 5 10 g 5a-Pregnandiol-(3ß, 17a)-dion-(11, 20) werden in 150 ml Petroläther (Siedebereich 80 bis 100°), der vorher mit konzentrierter Schwefelsäure und Wasser gewaschen, getrocknet, destilliert und dann mit technischem, mit Methanol denaturiertem Alkohol gesättigt wurde, suspendiert. In die gut gerührte Suspension wird gasförmiger Chlorwasserstoff eingeleitet, bis nichts mehr absorbiert wird. 46,5 ml einer 1,24n-Lösung von Brom in gereinigtem Petroläther werden tropfenweise nach Maßgabe des Verschwindens der Bromfarbe zugegeben. Der überstehende Petroläther wird von der erhaltenen Schmiere abgegossen, die dann mit 50 ml Aceton und 50 ml Äther verrieben wird und eine rötliche feste Substanz liefert. Auf diese Weise werden 7,8 g rohes 21-Brom-5a-pregnandiol-(3ß, 17a)-dion-(11, 20) gewonnen.
  • Durch Umsetzung mit trockenem Kaliumacetat in unter Rückfluß siedendem Aceton und anschließende Abtrennung und Reinigung kann die Bromverbindung in 3,4 g 5a-Pregnantriol-(3ß, 17a, 21)-dion-(11, 20)-monoacetat-(21) vom F. = 231 bis 234° und einem Reinheitsgrad von 980/, (Infrarotanalyse) übergeführt werden. Beispiel 6 10g 5a-Pregnandiol-(3ß, 17a)-dion-(11, 20) werden in 150 ml Benzol suspendiert und mit 6,2 ml 5 n-äthanolischem Chlorwasserstoff versetzt. Unter heftigem Rühren der Suspension werden 44,5 ml einer 1,29n-Lösung von Brom in Benzol tropfenweise in dem Maße zugegeben, wie die Bromfarbe verschwindet. Die suspendierte feste Substanz wird gesammelt, mit etwas Äther gewaschen und luftgetrocknet. Auf diese Weise werden 11,2 g rohes 21-Brom-5a-pregnandiol-(3ß, 17a)-dion-(11, 20) erhalten, das sich zur Überführung in 5 a-Pregnantriol-(3ß, 17a, 21)-dion-(11, 20)-monoacetat-(21) eignet.
  • 11,2 g Bromverbindung werden 1 Stunde mit 15 g trockenem Kaliumacetat in 200 ml Aceton zum Sieden unter Rückfluß erhitzt. Die anorganischen Salze werden abfiltriert und mit etwas Aceton gewaschen. Die vereinigten Acetonfiltrate werden im Vakuum auf etwa 50 ml eingeengt. Nach Zugabe von 500 ml Wasser wird die gefällte feste Substanz gesammelt, mit Wasser gewaschen und bei 80° getrocknet. Auf diese Weise werden 8,8 g rohes 5a-Pregnantriol-(3ß, 17a, 21)-dion-(11, 20)-monoacetat-(21) vom F. = 221 bis 224° und einem Reinheitsgrad von 900/, (Infrarotanalyse) erhalten.
    Ein-
    gesetzte Zusatz zu der Chloro- Ausbeute Ausbeute Ausbeute
    Ver- 17-Oxy- verwendeten Bemerkungen
    such ver- Chloroformmenge form- zur Bromierung an 21-Brom- an rohem an reinem
    Nr. bindung (150 ml) Charge verbindung 21-Acetat 21-Acetat
    in g
    2 10,0 - A weniger als 3 % Aufnahme - - -
    in 1 Stunde
    11 10,0 - B weniger als 5 °/o Aufnahme - - -
    in 1 Stunde
    19 10,0 - C weniger als 5 °/o Aufnahme - - -
    in 11/2 Stunden
    1 10,0 2 % Äthanol A Ende der Aufnahme nach 12,19 g 10,45 g nicht
    25 Minuten hergestellt
    21 10,0 2 l/, Äthanol C Ende der Aufnahme nach 11,35 g 9,90 g nicht
    20 Minuten hergestellt
    18 10,0 0,4 % Äthanol C vollständige Aufnahme in 12,42 g 10,62 g nicht
    1 Stunde hergestellt
    3 10,0 2 Methanol A Ende der Aufnahme nach 11,71 g 10,25 g nicht
    20 Minuten hergestellt
    4 10,0 2 n-Propanol A Ende der Aufnahme nach 11,81 g 10,10 g nicht
    45 Minuten hergestellt
    8 10,0 2 % n-Butanol A Ende der Aufnahme nach 11,50 g 10,55 g 6,78 g
    11/1 Stunden
    14 10,0 2 % n-Butanol B Ende der Aufnahme nach 11,50 g 9,80 g nicht
    15 Minuten hergestellt
    10 10,0 2 % n-Amyl- B Ende der Aufnahme nach 10,31 g 9,0 g nicht
    alkohol 23 Minuten hergestellt
    12 10,0 2 °/o iso-Amyl- B Ende der Aufnahme nach 11,48 g 9,7 g nicht
    alkohol 25 Minuten hergestellt
    5 10,0 2 % iso-Propyl- A weniger als 20 °/o Aufnahme - - -
    alkohol in 11/2 Stunden
    17 10,0 2 % iso-Propyl- C vollständige Aufnahme in 9,72 g 2,06 g 3,88 g
    alkohol 21/2 Stunden 17-0H
    6,75 g
    9 10,0 2°/o sec-Butanol A 65o/oige Aufnahme in - - -
    6 Stunden
    22 10,0 2 % sec-Butanol C vollständige Aufnahme in 9,90 g 0,40 g 4,23 g
    11/2 Stunden 17-0 H
    7,15 g

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Bromierung der 3ß, 17a-Dioxy-11, 20-diketoderivate des Pregnans und Allopregnans in 21-Stellung, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausgangssteroid durch Umsetzung mit einer Lösung von Brom- oder Chlorwasserstoff in einem inerten, praktisch unpolaren Lösungsmittel, das eine geringe Menge eines niedrigermolekularen aliphatischen Alkohols enthält, in eine Brom- oder Chlorwasserstoffkomplexverbindung übergeführt und daß diese Komplexverbindung anschließend in bekannter Weise bromiert wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als praktisch unpolares organisches Lösungsmittel ein halogenierter Kohlenwasserstoff, insbesondere Chloroform, Methylenchlorid, Tetrachloräthan, Tetrachlorkohlenstoff, Benzol oder Petroläther verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daB das verwendete inerte, praktisch unpolare organische Lösungsmittel 0,5 bis 100/, (Gewicht/ Volumen), vorzugsweise 1,0 bis 3,00/, (Gewicht/Volumen), eines niedrigermolekularen aliphatischen Alkohols enthält.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als niedrigermolekularer aliphatischer Alkohol Äthanol verwendet wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung bei einer Temperatur zwischen 10 und 35° durchgeführt wird.
DEG17701A 1954-08-03 1955-08-01 Verfahren zur Bromierung der 3ª‰, 17ª‡-Dioxy-11, 20-diketoderivate des Pregnans und Allopregnans Pending DE1015801B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1169928B (de) * 1960-05-14 1964-05-14 Roussel Uclaf Verfahren zur Herstellung von 21-Brom-5ª‡- oder -5ª‰-pregnan-20-onen

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