DE10153985A1 - Brettspiel für mehrere Spieler und Verfahren zum Gestalten eines Brettspiels - Google Patents
Brettspiel für mehrere Spieler und Verfahren zum Gestalten eines BrettspielsInfo
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Abstract
Es wird eine Anordnung für ein Brettspiel und ein Verfahren zum Gestalten eines Brettspiels vorgeschlagen.
Description
- Die Erfindung geht aus von einer Anordnung für ein Brettspiel nach der Gattung des Anspruchs 1 und ein Verfahren zum Gestalten eines Brettspiels, insbesondere eines Brettspiels für mehrere Spieler, nach der Gattung des Anspruchs 3.
- Die Wurzeln der Brettspiele und darunter die der so genannten Laufspiele reichen bis ins 6. Jahrhundert nach Indien zurück, wo das noch heute als indisches Nationalspiel bezeichnete "Pachisi". Seinen Ursprung findet. Als dieses Spiel vor etwa 400 Jahren von englischen Reisenden nach Europa gebracht wurde, berichteten diese, dass in den indischen Palästen der Herrscher riesige Spielpläne in Marmor ausgelegt seien, auf denen mit Menschen als lebenden Figuren gespielt wurde. Ausgangs- und Zielpunkt des "Pachisi", da mit je vier Spielfiguren gespielt wird, ist die Mitte der kreuzförmigen Spielbahnen. Von dort müssen die Figuren über eine Mittelbahn ziehen und dann über die Außenbahnen aller vier Arme zurück ins Mittelfeld. Dabei ist zu beachten, dass bestimmte Felder auf den Bahnen als Festungen markiert sind, auf denen die Spielfigur nicht geschlagen werden darf. Neben dem Einsatz von menschlichen Spielfiguren ist bei diesem Spiel nachteilig, dass es nicht sonderlich variantenreich ist.
- Eine Weiterentwicklung stellt das unter dem Namen "Mensch ärgere Dich nicht" bekannte Laufspiel dar. Hierbei verliert der Kreuzmittelpunkt des "Pachisi"-Spiels seine Bedeutung als Anfangs- und Zielpunkt. Stattdessen wird jeder Farbe eine Mittelbahn als Ziel zugeordnet und unterschiedliche Startpunkte definiert. Aber auch dieses Spiel ist nicht sonderlich flexibel und abwechslungsreich. Außerdem sind die Spielfiguren sehr einfach und dienen nur einer Markierungsfunktion.
- Die erfindungsgemäße Anordnung des Brettspiels und das erfindungsgemäße Verfahren zum Gestalten eines Brettspiels, insbesondere eines Brettspiels für mehrere Spieler, mit den kennzeichnenden Merkmalen nach Anspruch 1 und 3, hat demgegenüber den Vorteil, dass es durch die Verwendung speziell ausgestalteter Spielfiguren an Spannung gewinnt. Das erfindungsgemäße Brettspiel für mehrere Personen besteht in erster Linie aus einer Spielfläche, die eine aus einzelnen Wegpunkten bestehenden Wegstrecke aufweist und Spielfiguren, wobei diese derart ausgestaltet sind, dass sie zur Aufnahme wertbestimmender Gegenstände (echte Geldmünzen, Spielgeld, Chips, odgl.) geeignet sind. Die Wertigkeit der Spielfigur durch die Menge der bevorrateten Gegenstände bestimmt und ist somit variabel.
- Nach einer besonderen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Brettspiels ist die Wertigkeit der gegnerischen und der eigenen Spielfiguren bauartbedingt (geschlitzte Wandung, mindestens teilweise transparante Wandausgestaltung, odgl.) für die Mitspieler erkennbar. Dadurch erhöht sich die Spannung, da beim Schlagen einer gegnerischen Figur die wertbestimmenden Gegenstände der geschlagenen Spielfigur auf die schlagende Spielfigur übertragen werden. Je wertvoller eine Spielfigur im Spielverlauf wird, desto größer wird die Gefahr, dass gegnerische Figuren versuchen diese zu schlagen.
- Nach einer zusätzlichen besonderen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Brettspiels ist das Spielbrett einteilig fest, zusammenklappbar fest, als flexibler Plan (Stoffplan), odgl. ausgestaltet. Die flexiblen Pläne haben den Vorteil, dass sie aufrollbar und leicht transportierbar sind und somit schnell bei der Hand sind.
- Das erfindungsgemäße Verfahren zum Spielen eines Brettspiels, insbesondere eines Brettspiels für mehrere Spieler hat gegenüber dem Stand der Technik den Vorteil, dass die Wertigkeit der Spielfigur durch die Menge der bevorrateten Gegenstände bestimmt wird.
- Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind der nachfolgenden Beschreibung, dem Anspruch und der Zeichnung entnehmbar.
- Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im Folgenden näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1 eine beispielhafte Ausgestaltung einer Spielfigur des erfindungsgemäßen Brettspiels,
- Fig. 2 eine Aufsicht einer Momentaufnahme eines beispielhaften Spielplans des erfindungsgemäßen Brettspiels im Spielverlauf,
- Fig. 3 jeweils vier Spielfiguren gleicher Farbkennung,
- Fig. 4 eine Spielfigur, deren wertbestimmende Gegenstände von Außen erkennbar sind,
- Fig. 5 eine beispielhafte Ausgestaltung eines Spielplans für maximal vier Spieler und
- Fig. 6 eine beispielhafte Ausgestaltung eines Spielplans für maximal sechs Spieler.
- Fig. 1 zeigt eine beispielhafte Ausgestaltung einer Spielfigur 1 des erfindungsgemäßen Brettspiels 3, die durch die sechs in ihr bevorrateten wertbestimmenden Gegenstände (Münzen 2) die Wertigkeit "6" besitzt.
- Fig. 2 zeigt eine Aufsicht einer Momentaufnahme eines beispielhaften Spielbretts 3 des erfindungsgemäßen Brettspiels im Spielverlauf. Denkbar ist auch ein anderer Spielverlauf, so dass die maximale Anzahl der Spieler auch größer als vier sein kann.
- Das Spielbrett 3 zeigt im wesentlichen einen kreuzförmigen Rundkurs mit jeweils einem farblich für jeden Mitspieler gekennzeichneten Startbereich 5 und jeweils einer farblich für jeden Mitspieler gekennzeichneten Reihe von vier Endpunkten (Zielbereich 6), zu denen die Spielfiguren 1 gelangen müssen. Die Spielfiguren 1 werden anhand einer durch einen Würfel 4 ermittelten Augenzahl bewegt. Jeder Spieler, der mit einem gewissen Grundkapital an wertbestimmenden Gegenständen (z. B. 20 Münzen 2) ausgestattet ist, darf nun anfangs dreimal würfeln, um eine Spielfigur 1, die mit einem wertbestimmenden Gegenstand (z. B. einer Münze 3, Euro- Cent-Münze, Pfennig-Stück) ausgestattet sein muß, ins Geschehen zu bringen. Dies geschieht bei einer gewürfelten "6". Danach darf der Spieler ein weiteres Mal würfeln und muß die Spielfigur 1 von diesem Startplatz wegsetzen. Bei jeder nun folgenden "6" wird eine weitere Spielfigur 1 eingesetzt und weitergezogen, bis alle vier Spielfiguren 1 im Spiel sind. Ab diesem Zeitpunkt darf man bei einer "6" eine beliebige eigene Spielfigur 1 auf dem Feld ziehen und erneut würfeln. Das Ziehen der Spielfiguren 1 kann sowohl vor- als auch rückwärts erfolgen oder beispielsweise nur vorwärts und beim Schlagen sowohl vor- als auch rückwärts. Kommt man mit seiner Spielfigur 1 auf einen der Eckpunkte 7, so muß bzw. darf man je nach Spielvariante auf die diagonal entgegengesetzte Seite wechseln. Die Verbindung zwischen den Eckpunkten 7 ist als einfache Linie oder als dreidimensionale "bauliche" Einrichtung (Brücke, odgl.) denkbar. Kommt man mit einer Spielfigur 1 auf ein Feld einer gegnerischen Figur, so wird die entsprechende Spielfigur 1 geschlagen und auf den entsprechenden Startbereich 5 zurückgesetzt. Sämtliche wertbestimmenden Gegenstände der geschlagenen Spielfigur 1 werden auf die schlagende Spielfigur 1 übertragen. Es besteht Pflicht zum Schlagen (vor- oder rückwärts). Wird dieser Pflicht nicht nachgekommen, so erhält je nach Spielvariante entweder die nichtgeschlagene Spielfigur oder der Mitspieler, der auf diese verpasste Schlagmöglichkeit aufmerksam macht, die gewinnbaren Gegenstände der Spielfigur die schlagen hätte müssen. Denkbar ist auch, das die nichtschlagende Spielfigur 1 wieder auf den Startbereich 5 zurückgesetzt werden muß.
- Ein Mitspieler scheidet aus dem Spiel aus, wenn er sein Startkapital verbraucht hat. Ziel des Spiels ist es, so viel gewinnbaren Gegenstände zu sammeln und in dem Zielbereich 6 in Sicherheit zu bringen. Pro Spielfigur 1 ist dabei eine Maximalwertigkeit denkbar. Außerdem ist es denkbar, dass weitere Laufrunde erlaubt sind. Sieger ist der Spieler mit dem meisten gewinnbaren Gegenständen in seinem Zielbereich 6.
- Fig. 3 zeigt jeweils vier Spielfiguren gleicher Farbkennung 8. Durch die unterschiedliche Farbkennung 8 sind die Spielfiguren 1 der einzelnen Mitspieler voneinander unterscheidbar.
- Fig. 4 zeigt eine Spielfigur 1, deren wertbestimmende Gegenstände von Außen erkennbar sind. Die wertbestimmenden Gegenstände sind als Münzen 2 dargestellt, die in diesem Fall von oben in die Spielfigur 1 eingebar sind.
- Fig. 5 zeigt eine beispielhafte Ausgestaltung eines Spielplans für maximal vier Spieler. Hierbei sind die Eckpunkte 7 beispielsweise farblich oder plastisch hervorgehoben.
- Fig. 6 zeigt eine beispielhafte Ausgestaltung eines Spielplans für maximal sechs Spieler. Hierbei sind die Eckpunkte 7 beispielsweise farblich oder plastisch hervorgehoben.
- Ein denkbarer Name für dieses erfinderische Brettspiel ist Euro- Cent-Hunting.
- Alle hier dargestellten Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination miteinander erfindungswesentlich sein. Bezugszahlenliste 1 Spielfigur
2 Münzen
3 Spielbrett
4 Würfel
5 Startbereich
6 Zielbereich
7 Eckpunkt
8 Farbkennung
Claims (3)
1. Brettspiel für mehrere Spieler,
mit einer eine aus einzelnen Wegpunkten bestehenden Wegstrecke aufweisenden Spielfläche und
mit den Spielern durch Kennzeichnung (Farbe, Schrift, odgl.) zuordbaren Spielfiguren unterschiedlicher Wertigkeit, die in Abhängigkeit einer zufällig beispielsweise mittels eines Würfels (4) ermittelten Anzahl an Wegpunkten über die Spielfläche bewegt werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass, die Spielfigur (1) einen durch mindestens eine Öffnung zugänglichen durch eine Wandung begrenzten Hohlraum zur Aufbewahrung eines gewinnbaren Gegenstandes (Münzen, Chips, odgl.) aufweist.
mit einer eine aus einzelnen Wegpunkten bestehenden Wegstrecke aufweisenden Spielfläche und
mit den Spielern durch Kennzeichnung (Farbe, Schrift, odgl.) zuordbaren Spielfiguren unterschiedlicher Wertigkeit, die in Abhängigkeit einer zufällig beispielsweise mittels eines Würfels (4) ermittelten Anzahl an Wegpunkten über die Spielfläche bewegt werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass, die Spielfigur (1) einen durch mindestens eine Öffnung zugänglichen durch eine Wandung begrenzten Hohlraum zur Aufbewahrung eines gewinnbaren Gegenstandes (Münzen, Chips, odgl.) aufweist.
2. Brettspiel für mehrere Spieler,
dadurch gekennzeichnet,
dass, die Füllmenge der Spielfigur (1) durch einen Schlitz in
der Wandung, eine mindestens teilweise transparente
Ausgestaltung der Wandung, odgl. erkennbar ist.
3. Verfahren zum Spielen eines Brettspiels, insbesondere eines
Brettspiels für mehrere Spieler nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass, die Wertigkeit der Spielfigur (1) durch die Menge der
bevorrateten Gegenstände bestimmt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001153985 DE10153985A1 (de) | 2001-11-06 | 2001-11-06 | Brettspiel für mehrere Spieler und Verfahren zum Gestalten eines Brettspiels |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001153985 DE10153985A1 (de) | 2001-11-06 | 2001-11-06 | Brettspiel für mehrere Spieler und Verfahren zum Gestalten eines Brettspiels |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10153985A1 true DE10153985A1 (de) | 2003-05-22 |
Family
ID=7704476
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2001153985 Withdrawn DE10153985A1 (de) | 2001-11-06 | 2001-11-06 | Brettspiel für mehrere Spieler und Verfahren zum Gestalten eines Brettspiels |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10153985A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102007049220A1 (de) * | 2007-10-13 | 2009-04-16 | Thomas Hertlein | Bausatz |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE8605642U1 (de) * | 1986-03-01 | 1986-06-12 | KD Ingenieur-Technik GmbH für Maschinenbau, 8011 Kirchheim | Mehrteiliges Brettspiel zum Ziehen mit Stecknäpfen und Wertsteinen |
| US4938481A (en) * | 1989-02-10 | 1990-07-03 | Adolph E. Goldfarb | Incrementally advancing toy apparatus |
| DE4226641A1 (de) * | 1992-06-25 | 1994-01-05 | Gerhard Knapp | Flasche |
| US5690333A (en) * | 1996-07-30 | 1997-11-25 | Danner; David A. | Board game apparatus and method of playing same |
| US6086068A (en) * | 1999-03-12 | 2000-07-11 | Ayres; Joseph M. | Roach coach board game |
-
2001
- 2001-11-06 DE DE2001153985 patent/DE10153985A1/de not_active Withdrawn
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