DE1014785B - Treibstoff - Google Patents
TreibstoffInfo
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- DE1014785B DE1014785B DEN12634A DEN0012634A DE1014785B DE 1014785 B DE1014785 B DE 1014785B DE N12634 A DEN12634 A DE N12634A DE N0012634 A DEN0012634 A DE N0012634A DE 1014785 B DE1014785 B DE 1014785B
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Treibstoffe auf der Basis eines Kohlenwasserstoffes oder einer Kohlenwasserstoffmischung, welcher bzw. welche innerhalb des Siedebereiches
siedet, der Benzin, Leuchtöl und Gasöl umfaßt, insbesondere auf Treibstoffe zur Verwendung in Verbrennungskraftmaschinen.
Handelsübliche, innerhalb des obengenannten Siedebereiches siedende Kohlenwasserstoffgemische enthalten
unvermeidlich geringe Mengen Wasser, die entweder in dem Produkt gelöst oder dispergiert sind. Dies ist darauf
zurückzuführen, daß die Berührung des Produktes mit Wasser während des Venchneidens, Lagerns und auf dem
Transport zum Verbraucher praktisch nicht verhindert werden kann. Selbst wenn man die schärfsten Vorsichtsmaßnahmen
anwendet, um jede derartige Berührung auszuschließen, würde doch Wasser aus der Atmosphäre absorbiert
werden. Die Anwesenheit geringer Wassermengen als solcher ist normalerweise nicht schädlich; wenn das
Produkt abgekühlt wird, bilden sich aber oft Eisteilchen.
Die Bildung von Eis in solchen Kohlenwasserstoffprodukten ist im allgemeinen störend und oft sogar äußerst
gefährlich. Beispielsweise sind alle mit Benzin betriebenen Fahrzeuge normalerweise mit Filtern, wie Sieben und
Mikrofiltern, im Treibölsystem ausgerüstet, um zu verhindern, daß feste Verunreinigungen, z. B. kleine Rostteilchen,
in den Motor gelangen. Wenn Eis in dem verwendeten Benzin gebildet wird, verstopft es oft die Filter
und unterbricht so die Treibstoffzufuhr zum Motor. Bei Fahrzeugen, die sich auf dem Erdboden oder auf Wasseroberflächen
bewegen, ist dies mindestens unerwünscht; aber bei Flugzeugen führt eine solche Unterbrechung
natürlich zu einer schweren Bedrohung menschlichen Lebens. Wegen dieser Gefahr sind die meisten Flugzeuge
mit einer automatischen Nebenleitung zur Umgehung der Filter ausgerüstet. Wenn man jedoch diese Nebenleitung
öffnet, gelangt das Eis in den Einspritzmechanismus, der nur sehr enge und festgelegte Durchtrittsöffnungen hat.
Hier verursacht das Eis noch weitere Schwierigkeiten, vor allem Störungen des normalen Arbeitens dieser Vorrichtung.
Ähnliche Probleme können in Verbindung mit der Filtervereisung bei x\nwendung von Turbinentreibstoffen
in Flugzeugen auftreten.
Eine andere Einrichtung im Treibstoffsystem, welche infolge Verstopfung durch Eis sehr stark zu Störungen ihrer
Funktion neigt, ist der Vergaser. An dieser Stelle im Treibstoffsystem
wird zusätzliche Feuchtigkeit mit der Verbrennungsluft eingeführt. Selbst wenn sowohl die Temperatur
des flüssigen Treibstoffes als auch der Luft über 0° liegt, kühlt dcch die Verdampfung des Treibstoffes im
Vergaser das System oft auf 0° oder darunter ab, insbesondere unmittelbar nach dem Starten der Maschine, wodurch
sich Eis bildet und der Motor häufig stillgesetzt wird, weil die Zufuhrleitungen für Treibstoff und Luft
durch das Eis verstopft werden.
Treibstoff
Anmelder:
N. V. De Bataafsche Petroleum
Maatschappij, Den Haag
Maatschappij, Den Haag
Vertreter: Dr. K. Schwarzhans, Patentanwalt,
München 38, Romanplatz 9
München 38, Romanplatz 9
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 24. August 1955
V. St. v. Amerika vom 24. August 1955
Theodore Robert Lusebrink, Concord, Calif., .
und Stanley Leonard Gosgrove, Columbus, Ohio
und Stanley Leonard Gosgrove, Columbus, Ohio
(V. St. A.),
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
Bisher sind diese Schwierigkeiten verringert worden, indem man dem Treibstoff gewisse wasserlösliche Gefrierpunktserniedriger,
wie Alkohole, einschließlich der Glykole, oder Mittel, wie Äther der Alkylenglykole, Dialkylformamide
und Morpholin, zusetzte. Die wasserlöslichen Gefrierpunktserniedriger, wie Alkohole, erfordern jedoch
verhältnismäßig hohe Konzentrationen der Gefrierpunktserniedriger, z. B. 0,1 bis 3 Volumprozent. Die anderen
obenerwähnten Mittel werden in Konzentrationen zwischen 0,05 bis 1°/0, also in etwa denselben Konzentrationen
wie die Alkohole, dem Treibstoff zugesetzt. Diese hohen Konzentrationen sind nicht nur unwirtschaftlich, sondern
beeinflussen auch oft die chemischen und physikalischen Eigenschaften der Kohlenwasserstoffe. Außerdem besteht
infolge der hohen Wasserlöslichkeit die Möglichkeit der Entfernung dieser Stoffe aus dem Treibstoff durch die
-^auslaugende.; Wirkung des freien Wassers, mit welchem
der Treibstoff gewöhnlich während der Lagerung in Berührung kommt. Ferner wirken solche wasserlöslichen
Produkte, wenn sie dem Treibstoff einverleibt werden, als Lösungsvermittler für Wasser, wodurch der Wassergehalt
während seiner Handhabung im Handel sogar erhöht wird. Obwohl dies keineswegs günstig ist, sind doch
die obenerwähnten Mittel, z. B. Isopropylalkohol, bezüglich der Verringerung der Gefahr des Stillsetzens von
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3 4
Automobilen infolge Vergaservereisung in gewissem Gruppen sind acyclische Kohlenwasserstoffreste, die 8 bis
Grade wirksam. Aber im Falle der Anwendung für Flug- 40 Kohlenstoffatome enthalten. Das Verhältnis zwischen
zeuge, bei welchen das Verstopfen von Filtern besonders der Zahl der polaren Gruppen und der Zahl der nichtgefährlich ist und die Temperaturen außergewöhnlich polaren Gruppen in dem hydrolysierten Reaktionsprodukt
niedrig liegen, überwiegt die erhöhte Wasserkonzentration 5 Hegt zwischen 0,5:1 und 10:1.
im Benzin den Vorteil der Gefrierpunktserniedrigung, so Zweckmäßig soll das durchschnittliche Molgewicht des
daß der Zusatz des Gefrierpunktserniedrigers das Problem hydrolysierten Mischpolymerisates mindestens 8000 beoft
eher erschwert als erleichtert. tragen, und bessere Ergebnisse werden sogar im allge-
Es ist nun gefunden worden, daß eine Mischung auf der meinen noch mit Molgewichten über etwa 10 000 erzielt.
Grundlage von Kohlenwasserstoffen, welche in dem Ben- io Andererseits werden — obwohl hydrolysierte Mischpolyzin,
Leuchtöl und Gasöl umfassenden Siedebereich siedet merisate mit einem Molgewicht bis zu etwa 100 000 ver-
und verbesserte Eigenschaften in bezug auf Eisbildung in wendet werden können —· bessere Resultate im allgedem
Gemisch selbst und im Vergaser aufweist, hergestellt meinen mit hydrolysierten Mischpolymerisaten erhalten,
werden kann durch Zugabe einer geringen Menge gewisser die ein durchschnittliches Molgewicht nicht über 50 000
öllöslicher Mischpolymerisate von der nachstehend näher 15 und insbesondere nicht über 25 000 aufweisen,
beschriebenen Art. Die wirksamen Konzentrationen der hydrolysierten
Die genaue Art und Weise, in welcher das zusätzliche Mischpolymerisate in den Treibstoffgemischen gemäß der
Mischpolymerisat die Vereisungsschwierigkeiten beseitigt, Erfindung sind äußerst gering, da sie im allgemeinen weniist
nicht bekannt. Da der Zusatzstoff nicht wasserlöslich ger als 0,01 Gewichtsprozent betragen. In manchen Fällen
ist, wirkt er wahrscheinlich nicht im strengen Sinne als 20 kann die Konzentration bis herab zu 0,00001 Gewichts-Gefrierpunktserniedriger
und kann also die Bildung von prozent betragen, obwohl vorzugsweise mindestens Eis nicht tatsächlich verhindern, wenn der Treibstoff ab- 0,0001 und besonders mindestens 0,0005 oder mehr und
gekühlt wird. Selbst wenn aber das Eis trotzdem gebildet ganz besonders zweckmäßig mindestens 0,0001 Gewichtswird,
ist sicher, daß die Anwesenheit des Zusatzstoffes ge- prozent verwendet werden. Man kann mit Vorteil Konmäß
der Erfindung das Verstopfen von Filtern und Stö- 25 zentrationen nicht über 0,005 Gewichtsprozent und insrungen
beim Arbeiten von Pumpen, Einspritzvorrich- besondere nicht über 0,003 Gewichtsprozent verwenden,
tungen, Vergasern u. dgl. tatsächlich verhindert. Der Grad der Hydrolyse des Mischpolymerisates be-
Gemäß der Erfindung enthält der Treibstoff eine unter- stimmt natürlich die Zahl der polaren Gruppen, welche
geordnete Menge eines mindestens teilweise hydrolysier- Hydroxylgruppen darstellen. Es wird bevorzugt, daß
ten Reaktionsproduktes aus einem Vinylester einer ge- 30 mindestens 50% und zweckmäßig mindestens 80°/0 der
sättigten aliphatischen Carbonsäure, mit nicht mehr als polaren Gruppen Hydroxylgruppen darstellen. Im allge-5
Kohlenstoffatomen im Molekül und einem a-Monoolefin meinen werden die besten Resultate erhalten, wenn fast
mit 10 bis 42 Kohlenstoffatomen pro Molekül oder einem alle polaren Gruppen Hydroxylgruppen sind. Praktische
Gemisch solcher monoolefinischer Kohlenwasserstoffe, Überlegungen bei der Hydrolyse des Mischpolymerisates
wobei das Verhältnis zwischen der Zahl der polaren 35 beschränken jedoch gewöhnlich den wirtschaftlichen AnGruppen
und der Zahl der nichtpolaren Gruppen in dem teil an Hydroxylgruppen auf etwa 95 % der Gesamtzahl
genannten hydrolysierten Reaktionsprodukt zwischen der polaren Gruppen in dem hydrolysierten Mischpoly-0,5
:1 und 10 : 1 liegt. merisat.
Die Treibstoff basis kann jeder beliebige Kohlenwasser- Die Säure, von welcher sich der Vinylester ableitet,
stoff bzw. jedes Gemisch von Kohlenwasserstoffen sein, 40 kann allgemein jede Carbonsäure mit niederem Molgewelche
im Siedebereich eines Destillattreibstoffes, wie wicht sein, vorzugsweise eine Monocarbonsäure mit bis
Benzin, Leuchtöl oder Gasöl, sieden. Die Erfindung be- zu 5 Kohlenstoffatomen. Der Vinylester kann also z. B.
zieht sich insbesondere auf Benzin mit einem ASTM-Siede- Vinylformiat, Vinylacetat und Vinylpropionat sein. Vinylbereich
von etwa 32 bis etwa 218° und insbesondere auf acetat ist billig, leicht zugänglich und infolgedessen ein
Flugzeugbenzin, welches normalerweise einen ASTM- 45 besonders bevorzugter Ester für die Zwecke der Erfindung.
Siedebereich von etwa 38 bis etwa 176° aufweist. Die Die Alkylgruppen des Mischpolymerisates werden
Treibstoff basis kann jedoch auch ein Flugzeugturbinen- natürlich bestimmt durch das im Einzelfall verwendete
treibstoff sein, wie ein Leuchtöl oder eine Gasölfraktion, acyclische a-Monoolefin. Zweckmäßig sollen diese Alkylwelcher
in einem Siedebereich unter 360° siedet. Andere gruppen geradkettige Gruppen sein, und es wird auch beKohlenwasserstoffe,
welche Komponenten der erfmdungs- 50 vorzugt, daß sie mindestens 10 Konlenstoffatome, güngemäßen
Gemische darstellen können, sind z. B. Leicht- stiger mindestens 12 Kohlenstoffatome aufweisen. Diese
tenzin, Naphtha, wie es für Reinigungszwecke verwendet Gruppen sollen jedoch nicht allzu lang sein und vorzugswird,
Benzol, Toluol, Xylole und Isopentan. weise nicht mehr als 30 Kohlenstoffatome enthalten.
Das hydrolysierte Reaktionsprodukt ist ein Gemisch Noch bessere Resultate erzielt man mit Alkylgruppen, die
von Verbindungen mit einem durchschnittlichen Molge- 55 nicht mehr als etwa 20 Kohlenstoffatome enthalten,
wicht, das zwischen 4000 und 100 000 liegen kann. Jedes Das Mischpolymerisat kann leicht durch Umsetzen des
Molekül dieses Produktes hat eine lineare Kohlenwasser- Vinylesters mit dem a-Olefin in Anwesenheit eines Katastoffkette,
welche 40 bis 4000 Kohlenstoffatome auf- lysators hergestellt werden, vorzugsweise eines organiweisen
kann und an etwa der Hälfte der Kohlenstoff- sehen Peroxyds, wie Ditert.-butylperoxyd, Benzoylperatome
dieser Kette durch unregelmäßig oder gleichmäßig 60 oxyd oder Dichlorbenzoylperoxyd. Es haben sich aber
angeordnete polare und nichtpolare Gruppen substituiert auch andere Katalysatoren, z. B. cc, a-Azodiisobutyroist.
Die polaren Gruppen sind hierbei Hydroxylgruppen nitril, als wirksam erwiesen. Man kann das Fortschreiten
und Alkanoyloxygruppen, also der Reaktion auch durch die Anwendung aktinischer
Strahlen, wie ultraviolettes Licht, fördern. Die Konzen-
O 65 tration des Katalysators in dem Reaktionsgemisch kann
Il stark schwanken, z. B. von einem so geringen Wert wie
R —-C — O-Gruppen 0,01 Gewichtsprozent bis zu 5 Gewichtsprozent, berechnet
auf das Gewicht der ursprünglich eingesetzten Reaktions-
in welchen R ein H oder eine Alkylgruppe mit nicht mehr komponenten. Nach einer allgemeinen Regel wird das
als 4 Kohlenstoffatomen sein kann. Die nichtpolaren 70 Molgewicht des entstehenden Polymerisates um so niedri-
5 6
ger, je größer die Konzentration des verwendeten Kata- Die Erfindung wird durch die nachfolgenden Beispiele
lysators ist. erläutert, die jedoch nicht im beschränkenden Sinne aus-
Das Verhältnis zwischen den beiden Reaktionskompo- gelegt werden sollen,
nenten (Monomeren), Vinylester und a-Olefin, hängt Beisniel I
natürlich von dem Verhältnis der polaren zu den nicht- 5
polaren Gruppen ab, welches man im Mischpolymerisat Ein als Zusatzstoff für die Zwecke der Erfindung ge-
zu erhalten wünscht. Im allgemeinen soll das Verhältnis eignetes hydrolysiertes Mischpolymerisat wurde wie folgt
von Ester zu Olefin mindestens etwa 0,1: 1 betragen, um hergestellt:
ein ausreichendes Verhältnis zwischen polaren und nicht- Frischdestilliertes Vinylacetat wurde zu einem Gepolaren
Gruppen in dem Mischpolymerisat zu erzielen. 1^ misch aus geradkettigen a-Olefmkohlenwasserstoffen zu-Die
besten Resultate werden erhalten, wenn dieses Ver- gesetzt, welches 4 Volumprozent C13H26,19 Volumprozent
hältnis mindestens etwa 0,5: 1 beträgt. Um jedoch ein C11H28,4 Volumprozent C15H30, 45 Volumprozent C16H32,
allzu hohes Verhältnis von polaren zu nichtpolaren 3 Volumprozent C17H34 und 20 Volumprozent C18 H36 entGruppen
in dem Mischpolymerisat zu vermeiden, soll hielt, während der Rest aus kleineren Mengen gesättigter
dieses Verhältnis im allgemeinen nicht größer sein als 1S Kohlenwasserstoffe im gleichen Kohlenstoffzahlbereich
etwa 10 :1. Im allgemeinen werden mit den erfindungsge- bestand, wobei das Verhältnis von Acetat zu Olefin 1,9MoI
mäßen Mischpolymerisaten hervorragende Ergebnisse Acetat auf 1 Mol Olefin betrug. Zu diesem Gemisch wurde
erzielt, wenn in diesen Verbindungen das Verhältnis 1 Gewichtsprozent Benzoylperoxyd als Initiator zugezwischen
der Zahl der polaren Gruppen und der Zahl der geben. Das Gemisch wurde dann 16 Stunden bei 80° genichtpolaren
Gruppen mindestens 1:1, zweckmäßig 2° rührt. Hierauf wurde das nicht umgesetzte Material bis zu
mindestens 3:1 beträgt. Andererseits soll dieses Ver- einer Temperatur von 200° bei 18 mm Hg abdestilliert,
hältnis zweckmäßig nicht größer als 8:1, insbesondere Das zurückbleibende Mischpolymerisat betrug etwa 61 Genicht
größer als 5:1 sein. wichtsprozent der ursprünglich eingesetzten Monomeren. Die Polymerisationsreaktion kann entweder in ein- Das Mischpolymerisat wurde gekühlt und analysiert. Das
zelnen Ansätzen oder kontinuierlich bei Temperaturen 25 Molverhältnis zwischen Acetat und Olefin in dem Mischvon
etwa 50 bis etwa 200°, zweckmäßig zwischen 70 und polymeren betrug 3,95 :1, und der Esterwert betrug 0,71
etwa 120°, und bei einem Druck, um die verwendeten Äquivalente auf 100 g.
Komponenten bei der Reaktionstemperatur im wesent- Das Mischpolymerisat wurde dann wie folgt hydroly-
lichen in der flüssigen Phase zu halten, durchgeführt siert: Zu 100 Gewichtsteilen des Mischpolymerisats
werden. 30 wurden 72 Teile wasserfreier Methylalkohol, 0,72 Teile
Nach Bildung und Abtrennung des Mischpolymerisates Wasser und 1 Teil Natriummethylat zugegeben. Dieses
muß es in einem wesentlichen Grade hydrolysiert werden, Gemisch wurde erhitzt und am Rückfluß 2 Stunden bei
da es sonst für die Zwecke der Erfindung nicht geeignet 65^ gehalten. Das Gemisch wurde dann gekühlt, und
ist. Unter »hydrolysiert,« wird verstanden, daß ein wesent- darauf wurden etwa 10% überschüssiger Eisessig,
licher Anteil der Alkanoyloxygruppen der Kette des 35 berechnet auf das stöchiometrische Verhältnis zwischen
Mischpolymerisates in Hydroxylgruppen umgewandelt Eisessig und dem vorher zugesetzten Natriummethylat,
werden muß. Wie dies erzielt wird, ist im allgemeinen zugesetzt. Das überschüssige Methanol und das Hydrolyse-
nicht von Bedeutung, solange das erhaltene hydrolysierte produkt Methylacetat wurden abdestilliert und das
Mischpolymerisat nicht in stärkerem Maße mit den an- hydrolysierte Mischpolymerisat isoliert. Das Produkt
deren Produkten der hydrolytischen Reaktion verun- 40 wurde analysiert, wobei sich ein Hydroxylwert von
reinigt wird. Eine besonders zweckmäßige und wirksame 0,64 Äquivalenten auf 100 g und ein Verhältnis von
Methode der Durchführung der Hydrolyse des Misch- Hydroxylgruppen zu Estergruppen von etwa 4: 1 ergab,
polymerisates besteht in seiner Umsetzung mit einem Das Mischpolymerisat war also zu etwa 80 °/0 hydrolysiert
niederen Alkohol, wie Methanol oder Äthanol, in Anwesen- worden. Das Produkt war ein klarer, hellbrauner, öl-
heit einer geringen Menge eines Hydrolysierungskata- 45 löslicher, fester Körper mit einem Molgewicht von
lysators, wie eines Alkalialkoholates, z. B. Natrium- etwa 15 000.
methylat, und vorzugsweise auch in Anwesenheit eines Beisniel II Lösungsmittels, welches z. B. entweder ein Überschuß des
Alkohols oder ein Ester des Alkohols mit der sauren Zur Prüfung der Wirkung verschiedener Zusatzstoffe
Gruppe des Vinylester-Monomeren oder beider sein 50 bezüglich der Herabsetzung der Neigung von Treibstoffen
kann. zur Verstopfung der Filter durch Eisbildung wurde ein Es sei bemerkt, daß das Herstellungsverfahren der Treibstoffilter-Vereisungstest ausgearbeitet. Die hierbei
Mischpolymere an sich im Rahmen der vorliegenden Er- verwendete Einrichtung bestand aus einer Pumpe mit
findung nicht unter Schutz gestellt wird. konstanter Förderung, welche ein Weißöl in ein erstes
Außer dem hydrolysierten Mischpolymerisat können 55 Glasgefäß pumpte, das zunächst mit Wasser gefüllt war.
die Treibstoffe nach der Erfindung noch andere übliche Das so verdrängte Wasser wurde in ein zweites Glasgefäß
Zusatzstoffe enthalten. Solche Zusatzstoffe sind die geleitet, das ursprünglich mit dem zu prüfenden Treibstoff
handelsüblichen Zusätze, z. B. Antiklopfmittel, wie Blei- gefüllt war. Der so verdrängte Treibstoff aus dem zweiten
tetraäthyl, Eisencarbonyl, Dicyclopentadienyleisen, XyI- Glasgefäß wurde durch einen Wärmeaustauscher hinidin
und N-Methylanilin, Bleispülmittel, wie Äthylendi- 60 durchgeführt, in welchem seine Temperatur auf den
bromid und Äthylendichlorid, Farbstoffe, Mittel gegen gewünschten Wert herabgesetzt wurde, gewöhnlich
Zündkerzenverschmutzung, wie Trikresylphosphat und zwischen —18 und —29°, worauf es unmittelbar an-Dimethylxylylphosphat,
Mittel zur Beeinflussung der Ver- schließend durch ein Papierfilter von 10 Mikron Porenbrennung,
wie Alkylboronsäuren sowie niedere Alkyl- weite hindurchgeleitet wurde. Auf diese Weise wurde der
phosphate und -phosphite, Oxydationsverhinderer, wie 65 Treibstoff mit Wasser in Berührung gehalten, und Luft
N, N'-Di-sek.-Butylphenylendiamin, N-n-Butyl-p-amino- wurde ausgeschlossen, wodurch jede Änderung der
phenol und 2, 6-Ditert.-butyl-4-Methylphenol, Metallent- Wasserkonzentration in dem Treibstoff vermieden wurde,
aktivatoren, wie N, N'-Disalicylal-l, 2-propandiamin und Die Strömungsgeschwindigkeit des Treibstoffes durch das
Rostverhinderer, wie polymerisierte Linolsäuren und Filter wurde bei allen Versuchen gleichmäßig auf 38 ecm
N, C-disubstituierte Imidazoline. 70 pro Minute gehalten. Der Druckabfall im Filter war daher
immer ein Maß für den Grad der Verstopfung des Filters durch Eis.
Die Zeit, welche verfloß/ bis dieser Druckabfall einen Wert von 16 cm Hg erreicht hatte, wurde als Maß für die
Eignung des Treibstoffes zur Vermeidung von Filterverstopfung durch Eis gewählt. Je höher diese Zahl war,
um so besser war natürlich der Treibstoff.
Es ist festgestellt worden, daß Schwankungen in der war in einem isolierten kalten Behälter mit den ungefähren
Abmessungen 600 · 90 ■ 90 cm angeordnet, der alle anderen Bauelemente des Systems enthielt. Die
Atmosphäre in dem Behälter wurde durch Hindurchleiten von Kohlendioxyd durch den Behälter über ein
System aus Ventilator und Zufuhrleitung auf einer niederen Temperatur gehalten. Die Treibstoffleitung war
etwa 15 m lang und mit einem Papierfilter von 10 Mikron Porengröße verbunden, welches mit einer Umführungs-
Filtertemperatur zwischen etwa —18 und —29° keinen
wesentlichen Einfluß auf die bei diesen Untersuchungen io leitung versehen war, die sich bei etwa 19 cm Hg Druckbis
zum Verstopfen des Filters verstreichende Zeit hatten. differenz öffnete. Die Leitung führte dann durch eine
Das Basisprodukt, welches für die Untersuchungen gemäß diesem Beispiel ausgewählt worden war, entsprach
der Anforderung für Flugbenzin MIL-F-5572 115/145 und
enthielt nur die in der Vorschrift angegebenen Zusatzstoffe Bleitetraäthyl, Äthylendibromid und 2, 6-Ditert.-butyl-4-methylphenol
als Oxydationsverhinderer.
Die bei diesen Untersuchungen erhaltenen Ergebnisse
sind in Tabelle I zusammengestellt. Zusatz »A« gemäß
Tabelle I ist das nach Beispiel I erhaltene hydrolysierte Mischpolymerisat. Zusatz »B<>
ist ein C, N-disubstituiertes Imidazolin von der allgemeinen Strukturformel:
CH3 (CH2)16 — C s
HOCH9
N — CH,
N-CH2 CH9
welches ein Korrosionsverhinderer ist.
| .Z/iiSci/tz | Konzen | Durch | Zeit in | |
| tration | schnittliche | Minuten bis | ||
| Versuch | A | Gewichts | Temperatur | Erreichung |
| Nr. | A | prozent | am Filter | 16 cm Hg |
| kein | 0,003 | -27,2° | Druck differenz |
|
| 1 | [A | 0,002 | -21,1° | 12,0 |
| 2 | • plus | -27,2° | 7,5 | |
| ' 3 | [b | 0,002 ) | 3,0 | |
| A | —22,2° | |||
| 4 | kein | 0,0005 J | 7,4 | |
| kein | 0,001 | -22,2° | ||
| 5 | ί Α | — | -27,8° | 8,7 |
| 6 | I plus | -25° | 2,4 | |
| 7 | I B | 0,0Oi ι | 2,7 | |
| -22,2° | ||||
| 8 | 0,0005 J | 7,7 | ||
Es zeigt sich also, daß die Mischungen nach der Erfindung dem handelsüblichen Benzin um ein Mehrfaches
überlegen sind und daß die Anwesenheit eines Korrosionsverhinderers diesen Vorteil nicht beeinträchtigt.
Um die Vorzüge der erfindungsgemäßen Gemische in technischen Anlagen zu zeigen, wurden sie in einem mit
genauen Maßen nachgebauten Treibstoffsystem des Modells 1049 G des Flugzeugs vom Typ Super Constellation
geprüft. Einrichtung und Arbeitsweise bei diesem Test waren wie folgt: Der zu prüfende Treibstoff
wurde in einen gut isolierten Behälter von 37851 Inhalt eingeleitet, der mit inneren Kühlröhren und einer
Treibstoff-Überdruckpumpe versehen war. Ein Aluminiumrohr für den Treibstoff von 2,54 cm Durchmesser 70 verstopfen,
mechanisch angetriebene Treibstoffpumpe, durch einen Strömungsmesser zu einem Drahtsieb mit 200 Maschen,
das ebenfalls mit einer Umführungsleitung versehen war, die sich bei etwa 16 cm Hg öffnete, dann durch die
Treibstoffhauptkontrollvorrichtung und schließlich von dem kalten Behälter zu dem unter der Erde befindlichen
Lagerbehälter. Die Prüfung des Treibstoffes erfolgte bei einmaligem Durchgang.
Das Basisöl für jeden Test war ein Flugbenzin entsprechend der Vorschrift MIL-F-5572 115/145, welches
lediglich die vorgeschriebenen Zusatzstoffe Bleitetraäthyl, Äthylendibromid sowie 2,6-Ditert.-butyl-4-methyl-phenol
als Oxydationsverhinderer enthielt. Die 37851 des geprüften Treibstoffes wurden zunächst mit 37851 Wasser
verrührt, und die Luft in dem Raum über dem Treibstoff wurde im Verlauf von 8 bis 12 Stunden vor der Prüfung
mit Wasser gesättigt. Das Wasser wurde dann abgezogen und der Treibstoff durch ein Bronzefilter mit Poren von
10 Mikron in den Prüfungsbehälter von 37851 Inhalt gepumpt. Durch diese Behandlung wurde der Treibstoff
bei der gewünschten Temperatur mit Wasser gesättigt, aber jede besondere Abführung von Wasser ausgeschlossen.
Der Treibstoff wurde dann ohne Rühren gekühlt, um eine Eiskristallisation auf den Kühlrohren oder an den
Wandungen des Prüfungsbehälters zu vermeiden. Die Kühlvorrichtung wurde abgeschaltet, wenn das öl die
gewünschte Prüftemperatur von — 23° erreicht hatte, um eine Feuchtigkeitsverringerung im Treibstoff durch die
damit in Berührung kommenden Rohre zu verhindern, wenn der Treibstoff in dem Test benutzt wurde. Der
Treibstoff wurde dann durch das in dem kalten Behälter liegende System hindurchgepumpt, wobei die Temperatur
der Kohlendioxydatmosphäre in diesem Behälter auf —40° eingestellt wurde und alle variablen Bedingungen
genau geregelt wurden, wie bei einem Flugzeugmotor in der Praxis unter den gewählten Bedingungen. Durch
Einstellen des Drosselventils an der Austrittstelle des kalten Behälters wurde ein konstanter Treibstoffstrom
von 862 kg pro Stunde aufrechterhalten. Es wurde festgestellt, daß keine Vereisung irgendwo unterhalb (in
Strömungsrichtung) des 10-Mikron-Filters auftrat, bis dieser Filter vereist war und die Umgehungsleitung
geöffnet wurde.
Bei dem Ausgangsbenzin betrug die Zeit, welche bis zum Eintritt einer solchen Verstopfung des 10-Mikron-Filters,
daß seine Nebenleitung geöffnet wurde, verstrich, 57 Minuten. In nur 2 weiteren Minuten wurde das
200-Maschen-Sieb so weit verstopft, daß sich seine Umgehungsleitung öffnete.
Wenn das gleiche Ausgangsbenzin, das aber jetzt 0,001 Gewichtsprozent des Mischpolymerisats gemäß
Beispiel I enthielt, bei dieser Untersuchung verwendet wurde, betrug die Zeit, welche verstrich bis das 10-Mikron-Filter
so stark verstopft war, daß sich seine Umgehungsleitung öffnete, 99 Minuten, d. h. das Doppelte der Zeit
bei dem Ausgangstreibstoff allein. Noch überraschender war jedoch die Tatsache, daß die zusätzliche Zeit, welche
erforderlich war, um das 200-Maschen-Sieb so weit zu
daß sich seine Umgehungsleitung öffnete,
auf 45 Minuten ausgedehnt wurde, d. h. auf das 20fache der bei dem Ausgangsbenzin festgestellten Zeit.
Um die Vorteile der erfindungsgemäßen Zusatzstoffe in bezug auf die Vereisung in Vergasern ersichtlich zu
machen, wurde folgende Prüfung durchgeführt:
Ein Standard-ASTM-CFR-Treibstoffprüfmotor wurde mit einem Chevrolet-Vergaser (Carter, Modell Nr. WA-I-413
S) ausgerüstet. Die Ansaugluft für den Motor wurde für die Versuche auf eine konstante Temperatur und einen
konstanten Feuchtigkeitsgrad an der Lufteintrittsstelle des Vergasers von 5° und 75% relative Feuchtigkeit
eingestellt. Eine solche Kombination atmosphärischer Bedingungen führt bekanntlich in der Praxis sehr häufig
zur Vergaservereisung. Da es bekannt ist, daß ein Stillsetzen des Motors infolge Vergaservereisung bei Automobilen
sehr häufig bald nach einem kalten Start und zu einem Zeitpunkt eintritt, in welchem die Motorgeschwindigkeit
auf Leerlauf eingestellt ist, z. B. wenn ein Automobil bei einer Unterbrechung des Straßenverkehrs
angehalten wird, wurden diese Bedingungen nachgeahmt, und das Prüfungsveriahren wurde standardisiert,
indem man den Prüfmotor bei einem auf 30° Öffnung eingestellten Drosselventil mit dem geprüften
Benzin in Betrieb hielt, bis die Temperatur des Vergaserkörpers auf 2,2° herabgesetzt wurde. Mit dem für die
Versuche gemäß dem vorliegenden Beispiel ausgewählten Ausgangsbenzin, einem Automobilbenzin mit einem
50%-ASTM-Siedepunkt von 93,3°, welches die in der Technik üblichen Zusatzstoffe, aber keinen Alkohol und
kein sonstiges, Eisbildung verhinderndes Mittel enthielt, betrug die Zeit, die erforderlich war, um die Temperatur
des Körpers des Vergasers auf 2,2° herabzusetzen, gleichmäßig etwa 3 Minuten. Nach dieser Zeit wurde das
Drosselventil zur Leerlauf stellung geschlossen.
Die Zeit, welche dann verstrich, bis der Motor stillstand, wurde als Maß für die Eignung des geprüften Benzins
zur Verhinderung des Stillsetzens des Motors infolge Vergaservereisung betrachtet und wird als »Stillsetzzeit«
der geprüften Benzinmischungen bezeichnet. Gemische mit langen »Stillsetzzeiten« sind natürlich denjenigen mit
kurzen Stillsetzzeiten überlegen.
Um Zahlenwerte zu erhalten, welche in bezug auf den Wert der Benzinmischungen gemäß der Erfindung ein
deutlicheres Bild geben, wurde eine große Zahl von Versuchen mit dem Ausgangsbenzin allein und auch mit
dem Ausgangsbenzin mit 1 Volumprozent Isopropylalkohol (einem wohlbekannten Gefrierpunktserniedriger,
wie er zu Benzin zur Verhinderung der Vereisung zugesetzt wird) durchgeführt. Die mit dem Ausgangsbenzin
und einem Vereisung verhindernden Zusatzstoff festgestellte »Stillsetzzeit« wurde durch die »Stillsetzzeit«,
die mit dem Ausgangsbenzin allein festgestellt wurde, dividiert, wodurch sich ein »Stillsetzzeit-Verhältnis«
ergab, das ein direktes Maß für die Vereisung verhindernde Wirkung des Zusatzstoffes darstellt. Die
Ergebnisse dieser Versuche sind in Tabelle II zusammengestellt.
Zusatz -»Α« in Tabelle II ist ein hydrolysiertes Vinylacetat/1-Octadecen,
hergestellt nach der Arbeitsweise gemäß Beispiel I mit folgenden Abweichungen: das
Verhältnis von Vinylacetat zu dem eingesetzten 1-Octadecen
betrug 1,6:1, die Polymerisationsreaktion dauerte 24 Stunden, die Ausbeute an Mischpolymerisat betrug
40,5%, und die Hydrolyse wurde durch Erhitzen des Mischpolymerisats am Rückfluß während 24 Stunden mit
85 Teilen denaturiertem Alkohol durchgeführt, in welchem 0,25 Teile metallisches Natrium für je 100 Gewichtsteile
des Mischpolymerisats aufgelöst worden waren. Das
55 Verhältnis von polaren Gruppen (Hydroxyl und Acetat) zu nichtpolaren Gruppen in dem hydrolysierten Mischpolymerisat
betrug 3,5:1, der Hydroxylwert betrug 0,72 Äquivalente auf 100 g, der Grad der Hydrolyse
betrug 85,6 % (d. h., 85,6 % der Gesamtzahl der Hydroxyl- und Acetatgruppen bestanden aus Hydroxylgruppen), und
das Molgewicht betrug etwa 16 500.
Der Zusatz »~B« nach Tabelle II war ebenfalls ein
hydrolysiertes Vinylacetat/a-Olefin, das nach der Arbeitsweise
gemäß Beispiel I hergestellt war. In diesem Fall war aber das a-01efin 1-Dodecen, das Verhältnis zwischen
Vinylacetat und eingesetztem 1-Dodecen betrug 0,835 : 1, die Polymerisationsreaktion wurde im Verlaufe von
24 Stunden durchgeführt, die Ausbeute an Mischpolymerisat betrug 27%. Die Hydrolyse wurde durchgeführt
durch Erhitzen des Mischpolymerisats am Rückfluß mit 400 Teilen Methanol, in welchem 0,25 Teile
metallisches Natrium für je 100 Gewichtsteile Mischpolymerisat aufgelöst worden waren. Das Verhältnis von
polaren Gruppen (Hydroxyl und Acetat) zu nichtpolaren Gruppen in dem hydrolysierten Mischpolymerisat betrug
2:1. Der Hydroxylwert betrug 0,748 Äquivalente pro 100 g, und der Grad der Hydrolyse betrug 96 % (d. h.,
96 % der Gesamtzahl der Hydroxyl- und Acetatgruppen bestanden aus Hydroxylgruppen).
Durchschnittliche Stillsetzzeitverhältnisse
Stillsetzzeit mit Vereisung verhinderndem Zusatz
Stillsetzzeit mit Ausgangsbenzin
| Vereisung verhindernder Zusatz |
Konzentration | Durch schnittliches Stillsetzzeit, verhältnis |
| 35 Isopropylalkohol ... Zusatz A Zusatz B 40 |
1 Volumprozent 0,005 Gewichts prozent 0,005 Gewichts prozent |
1,7 1,8 1,7 |
Diese Zahlen zeigen, daß im Vergleich zu Isopropylalkohol außerordentlich geringe Konzentrationen der
Zusatzstoffe gemäß vorliegender Erfindung schon die gleiche Wirkung hinsichtlich Verhinderung der Vereisung
herbeiführen. Es ist festzustellen, daß annähernd 200mal so viel Isopropylalkohol erforderlich ist, um in bezug auf
Vermeidung der Vergaservereisung einen gleichwertigen Vorteil wie mit einer Einheit der Zusatzstoffe gemäß
vorliegender Erfindung zu erzielen.
Claims (9)
1. Treibstoff auf der Basis eines Kohlenwasserstoffes
oder einer Kohlenwasserstoffmischung, welcher bzw. welche innerhalb des Siedebereiches siedet, welcher
Benzin, Leuchtöl und Gasöl umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß der Treibstoff eine geringe Menge eines
mindestens teilweise hydrolysierten Mischpolymerisates aus einem Vinylester einer gesättigten aliphatischen
Carbonsäure mit nicht mehr als 5 Kohlenstoffatomen im Molekül und einem a-Monoolefin mit
10 bis 42 Kohlenstoffatomen pro Molekül oder einem Gemisch solcher monoolefinischer Kohlenwasserstoffe
enthält, wobei das Verhältnis zwischen der Zahl der polaren Gruppen und der Zahl der nichtpolaren
Gruppen in dem genannten hydrolysierten Mischpolymerisat zwischen 0,5: 1 und 10 : 1 liegt.
2. Treibstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das durchschnittliche Molgewicht des
709 659;'21O
hydrolysierten Mischpolymerisates mindestens 8000 und nicht mehr als SO 000 beträgt.
3. Treibstoff nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentration des hydrolysierten
Mischpolymerisates in der Kohlenwasserstoffbasis geringer ist als 0,01 Gewichtsprozent, vorzugsweise
zwischen 0,001 und 0,003 Gewichtsprozent liegt.
4. Treibstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens 50°/0, vorzugsweise
mindestens 80 %, der polaren Gruppen des hydrolysierten Mischpolymerisates Hydroxylgruppen
sind.
5. Treibstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis zwischen
der Zahl der polaren Gruppen und der Zahl der nichtpolaren Gruppen des hydrolysierten Mischpolymerisates
mindestens 1: 1 beträgt und nicht größer ist als 8:1.
6. Treibstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Vinylester Vinylacetat ist.
7. Treibstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das a-Monoolefin eine unverzweigte
Kohlenwasserstoffkette enthält.
8. Treibstoff nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das a-Monoolefin nicht mehr als
32 Kohlenstoffatome enthält.
9. Treibstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß er zusätzlich geringe
Mengen von üblichen Antiklopfmitteln, Spülmitteln, Mitteln gegen Zündkerzenverschmutzung, Mödifizierungsmitteln
für die Verbrennung, Oxydationsverhinderern, Metallentaktivatoren und bzw. oder Rostverhinderern enthält.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Britische Patentschriften Nr. 709 987, 721 354, 721430.
Britische Patentschriften Nr. 709 987, 721 354, 721430.
© TC9 65ft"210 8.57
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|---|---|---|---|
| US530418A US2800401A (en) | 1955-08-24 | 1955-08-24 | Hydrocarbon compositions |
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|---|---|
| DE1014785B true DE1014785B (de) | 1957-08-29 |
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Family Applications (1)
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