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DE1094038B - Motorenbenzin - Google Patents

Motorenbenzin

Info

Publication number
DE1094038B
DE1094038B DEB51670A DEB0051670A DE1094038B DE 1094038 B DE1094038 B DE 1094038B DE B51670 A DEB51670 A DE B51670A DE B0051670 A DEB0051670 A DE B0051670A DE 1094038 B DE1094038 B DE 1094038B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
motor gasoline
content
gasoline
percent
carbon atoms
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB51670A
Other languages
English (en)
Inventor
Samuel Richard Pethrick
David Tulloch Mcallan
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BP PLC
Original Assignee
BP PLC
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BP PLC filed Critical BP PLC
Publication of DE1094038B publication Critical patent/DE1094038B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L1/00Liquid carbonaceous fuels
    • C10L1/10Liquid carbonaceous fuels containing additives
    • C10L1/14Organic compounds
    • C10L1/22Organic compounds containing nitrogen
    • C10L1/222Organic compounds containing nitrogen containing at least one carbon-to-nitrogen single bond
    • C10L1/224Amides; Imides carboxylic acid amides, imides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Liquid Carbonaceous Fuels (AREA)

Description

Unter kalten und feuchten Bedingungen entsteht in Vergasern von Verbrennungskraftmaschinen le'icht die Gefahr von Eisbildung, und zwar ist diese Vereisung dann besonders stark ausgeprägt, wenn Benzine mit verhältnismäßig hoher Flüchtigkeit verwendet werden, d. h. Benzinsorten, die gute Schnellstarteigenschaften besitzen und ein befriedigendes Anwärmen des Motors unter kalten Bedingungen ermöglichen. Um diese Eigenschaften ausreichend zu erfüllen, sollen solche Benzine bei 100° C zu wenigstens SO Volumprozent flüchtig sein.
Zur Verringerung dieser Schwierigkeiten durch Vereisen wurde bereits vorgeschlagen, den Benzinen verschiedene Zusätze beizumischen. Es wurde insbesondere gefunden, daß Isopropanol und Hexylenglykol befriedigende Additive zur Verhinderung der Eisbildung sind. Um eine ausreichende Wirkung zu zeigen, müssen diese Stoffe jedoch in Mengen zugesetzt werden, die häufig unwirtschaftlich sind, und da sie darüber hinaus wasserlöslich sind, werden sie leicht aus dem Treibstoff ausgewaschen, wenn dieser mit Wasser in Berührung gebracht wird, das oft in den Vorratsbehältern vorliegt.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Benzinmischung, in der die angegebenen Nachteile zu einem großen Teil beseitigt sind.
Es wurde bereits vorgeschlagen, als Rostinhibitoren Glyzine, z. B. N-Oleyl-Sarcosin, in Kohlenwasserstoffmischungen zu verwenden. Diese Kohlenwasserstoffmischungen aus dem Stand der Technik sind dabei Schwerbenzine, Heizöle und Schmieröle auf Mineralölbasis oder der Basis pflanzlicher oder natürlicher Fette. Die speziellen erfindungsgemäßen Leichtbenzine sind dabei nicht beschrieben; diesen Angaben konnte auch nicht entnommen werden, daß in den erfindungsgemäß verwendeten Leichtbenzinen mit hoher Flüchtigkeit die Schwierigkeiten der Vergaservereisung in der Weise auszuschalten sind, wie es im folgenden beschrieben wird.
Das erfindungsgemäße Motorenbenzin, das eine ausreichend hohe Flüchtigkeit zeigt und zu wenigstens 50 Volumprozent bei 100° C flüchtig ist, enthält eine geringe Menge eines substituierten Glyzins der allgemeinen Formel
Motorenbenzin
RCON (R') CH2COOH,
in der R einen Kohlenwasserstoffrest, bestehend aus oder enthaltend eine Kohlenwasserstoffkette mit wenigstens 10 Kohlenstoffatomen, und R' Wasserstoff oder einen Alkylrest mit nicht mehr als 4 Kohlenstoffatomen und insbesondere den Methylrest bedeutet.
Als Zusatz zu dem Motorenbenzin kann auch eine Mischung von Verbindungen der allgemeinen Formel (I) verwendet werden, in denen R und R' jeweils verschieden sind. Vorzugsweise kann R der Kohlenwasserstoff eine Fettsäure RCOOH mit 11 bis 25 Kohlenstoffatomen sein. Insbesondere geeignet sind die Reste der Ölsäure, Anmelder:
The British Petroleum Company Limited, London
Vertreter: Dr.-Ing. A. v. Kreisler, Patentanwalt,
Köln 1, Deichmannhaus
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 7. Januar 1958
Samuel Richard Pethrick und David Tulloch McAllan,
Sunbury-on-Thames, Middlesex (Großbritannien),
sind als Erfinder genannt worden
Stearinsäure, Laurylsäure oder der Kokosnußfettsäuren (Fettsäuren aus dem Kokosnußöl).
Die Menge des Zusatzes der allgemeinen Formel (I) soll vorzugsweise von 0,001 bis 0,1 Volumprozent, insbesondere von 0,005 bis 0,02 Volumprozent, bezogen auf das Benzingemisch, betragen. Die erfindungsgemäßen Zusätze sind mit anderen üblichen Benzinzusätzen, wie Antiklopfmitteln, Zylinderschmiermitteln oder Zündungskontrollmitteln, verträglich.
Zur Bestimmung der Vereisungszeiten eines bestimmten Benzins wird eine Reihe von Versuchen durchgeführt, und zwar wird jeweils das gleiche Benzin mit verschiedenen Antieiszusätzen verwendet. Das Benzin ist ein typisches »United-Kingdom-Premium-grade« - Motorenbenzin (bei 100° C zu 54 Volumprozent flüchtig). Die in den Motor zugeführte Luft wird durch einen Eisturm von ungefähr 1,8 m Höhe und 0,3 m Durchmesser geführt und die Vereisungszeit als die Zeit bestimmt, innerhalb der die Motorengeschwindigkeit von anfänglich 2700 UpM auf 2000 UpM abfällt.
Folgende Zusätze werden verwendet:
A. Isopropanol,
B. Hexylenglykol,
C. ein Produkt, das im wesentlichen aus N-Oleyl-Sarcosin besteht, d. h. eine Verbindung der allgemeinen Formel (I), in der R der Oleylrest und R' der Methylrest ist,
009 650/234
D. ein Produkt, das im wesentlichen aus N-Lauroyl-Sarcosin besteht, d. h. eine Verbindung der allgemeinen Formel (I), in der R der Laurylrest und R' der Methylrest ist.
Die Ergebnisse der Versuche sind in der nachstehenden Tabelle zusammengefaßt. Die angegebenen Vereisungszeiten sind in jedem Fall das Mittel aus drei Versuchen.
Zusatzstoff Zusatzmenge
Volumprozent
Vereisungszeit
Minuten
keiner 17
A 0,5
1,0
25
40
B 0,1
0,05
>60
28
C 0,015 >60
D 0,015 >60
IO
Es ist bekannt, daß Benzinmischungen, die unter diesen Bedingungen eine Vereisungszeit von mehr als 60 Minuten zeigen, in der praktischen Verwendung sehr befriedigende Ergebnisse zeigen, und es ist aus der Tabelle ersichtlich, daß die erfindungsgemäßen Mischungen (nämlich Mischungen, die die Zusätze C und D enthalten) außerordentlich befriedigende Resultate ergeben, selbst wenn nur geringste Mengen des Zusatzstoffes verwendet werden.
Die in den erfindungsgemäßen Mischungen verwendeten substituierten Glyzine sind wasserunlöslich, solange das Wasser nicht sauer reagiert. Aus diesem Grund wird die gute Antieiswirkung dieser Mischungen normalerweise durch Wasser, das damit in Berührung kommt, nicht beeinflußt.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Motorenbenzin auf der Basis eines mindestens zu 50 Volumprozent bei 100° C flüchtigen Leichtbenzins, gekennzeichnet durch einen geringen Gehalt eines substituierten Glyzins der allgemeinen Formel
RC ON(R')CH2COOH, (I)
in der R einen Kohlenwasserstoffrest, bestehend aus oder enthaltend eine Kohlenwasserstoffkette von mindestens 10 Kohlenstoffatomen, und R' Wasserstoff oder einen Alkylrest mit nicht mehr als 4 Kohlenstoffatomen bedeutet.
2. Motorenbenzin nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Gehalt an substituierten Glyzinen, in welchen R ein Kohlenwasserstoffrest von Fettsäuren mit 11 bis 25 Kohlenstoffatomen, insbesondere der ölsäure, Laurylsäure, Stearinsäure oder Kokosnußfettsäure ist.
3. Motorenbenzin nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch einen Gehalt an N-Oleyl-Sarcosin oder N-Lauryl-Sarkosin.
4. Motorenbenzin nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen Gehalt an dem substituierten Glycin in Mengen von 0,001 bis 0,1 Volumprozent, insbesondere von 0,005 bis 0,02 Volumprozent, bezogen auf das Benzingemisch.
5. Motorenbenzin nach Anspruch 1 bis 4, gekennzeichnet durch einen zusätzlichen Gehalt von bekannten Antiklopfmitteln, Antioxydationsmitteln, Zylinderschmiermitteln und/oder Zündkontrollmitteln.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschrift Nr. 2 790 779;
Petroleum Engineer (1957), C 18.
1 009 650/234 11.60
DEB51670A 1958-01-07 1959-01-07 Motorenbenzin Pending DE1094038B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB62758A GB878095A (en) 1958-01-07 1958-01-07 Improvements relating to gasoline compositions

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1094038B true DE1094038B (de) 1960-12-01

Family

ID=9707672

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEB51670A Pending DE1094038B (de) 1958-01-07 1959-01-07 Motorenbenzin

Country Status (6)

Country Link
BE (1) BE574511A (de)
CH (1) CH375173A (de)
DE (1) DE1094038B (de)
FR (1) FR1212585A (de)
GB (1) GB878095A (de)
NL (1) NL234814A (de)

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Also Published As

Publication number Publication date
FR1212585A (fr) 1960-03-24
GB878095A (en) 1961-09-27
BE574511A (de)
NL234814A (de)
CH375173A (de) 1964-02-15

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