DE1094038B - Motorenbenzin - Google Patents
MotorenbenzinInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10L—FUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
- C10L1/00—Liquid carbonaceous fuels
- C10L1/10—Liquid carbonaceous fuels containing additives
- C10L1/14—Organic compounds
- C10L1/22—Organic compounds containing nitrogen
- C10L1/222—Organic compounds containing nitrogen containing at least one carbon-to-nitrogen single bond
- C10L1/224—Amides; Imides carboxylic acid amides, imides
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Description
Unter kalten und feuchten Bedingungen entsteht in Vergasern von Verbrennungskraftmaschinen le'icht die
Gefahr von Eisbildung, und zwar ist diese Vereisung dann besonders stark ausgeprägt, wenn Benzine mit verhältnismäßig
hoher Flüchtigkeit verwendet werden, d. h. Benzinsorten, die gute Schnellstarteigenschaften besitzen
und ein befriedigendes Anwärmen des Motors unter kalten Bedingungen ermöglichen. Um diese Eigenschaften
ausreichend zu erfüllen, sollen solche Benzine bei 100° C zu wenigstens SO Volumprozent flüchtig sein.
Zur Verringerung dieser Schwierigkeiten durch Vereisen wurde bereits vorgeschlagen, den Benzinen verschiedene
Zusätze beizumischen. Es wurde insbesondere gefunden, daß Isopropanol und Hexylenglykol befriedigende Additive
zur Verhinderung der Eisbildung sind. Um eine ausreichende Wirkung zu zeigen, müssen diese Stoffe jedoch
in Mengen zugesetzt werden, die häufig unwirtschaftlich sind, und da sie darüber hinaus wasserlöslich sind, werden
sie leicht aus dem Treibstoff ausgewaschen, wenn dieser mit Wasser in Berührung gebracht wird, das oft in den
Vorratsbehältern vorliegt.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Benzinmischung, in der die angegebenen Nachteile zu einem großen Teil
beseitigt sind.
Es wurde bereits vorgeschlagen, als Rostinhibitoren Glyzine, z. B. N-Oleyl-Sarcosin, in Kohlenwasserstoffmischungen zu verwenden. Diese Kohlenwasserstoffmischungen aus dem Stand der Technik sind dabei
Schwerbenzine, Heizöle und Schmieröle auf Mineralölbasis oder der Basis pflanzlicher oder natürlicher Fette.
Die speziellen erfindungsgemäßen Leichtbenzine sind dabei nicht beschrieben; diesen Angaben konnte auch
nicht entnommen werden, daß in den erfindungsgemäß verwendeten Leichtbenzinen mit hoher Flüchtigkeit die
Schwierigkeiten der Vergaservereisung in der Weise auszuschalten sind, wie es im folgenden beschrieben wird.
Das erfindungsgemäße Motorenbenzin, das eine ausreichend hohe Flüchtigkeit zeigt und zu wenigstens
50 Volumprozent bei 100° C flüchtig ist, enthält eine geringe Menge eines substituierten Glyzins der allgemeinen
Formel
Motorenbenzin
RCON (R') CH2COOH,
in der R einen Kohlenwasserstoffrest, bestehend aus oder enthaltend eine Kohlenwasserstoffkette mit wenigstens
10 Kohlenstoffatomen, und R' Wasserstoff oder einen Alkylrest mit nicht mehr als 4 Kohlenstoffatomen und
insbesondere den Methylrest bedeutet.
Als Zusatz zu dem Motorenbenzin kann auch eine Mischung von Verbindungen der allgemeinen Formel (I)
verwendet werden, in denen R und R' jeweils verschieden sind. Vorzugsweise kann R der Kohlenwasserstoff eine
Fettsäure RCOOH mit 11 bis 25 Kohlenstoffatomen sein. Insbesondere geeignet sind die Reste der Ölsäure,
Anmelder:
The British Petroleum Company Limited, London
Vertreter: Dr.-Ing. A. v. Kreisler, Patentanwalt,
Köln 1, Deichmannhaus
Köln 1, Deichmannhaus
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 7. Januar 1958
Großbritannien vom 7. Januar 1958
Samuel Richard Pethrick und David Tulloch McAllan,
Sunbury-on-Thames, Middlesex (Großbritannien),
sind als Erfinder genannt worden
Stearinsäure, Laurylsäure oder der Kokosnußfettsäuren (Fettsäuren aus dem Kokosnußöl).
Die Menge des Zusatzes der allgemeinen Formel (I) soll vorzugsweise von 0,001 bis 0,1 Volumprozent, insbesondere
von 0,005 bis 0,02 Volumprozent, bezogen auf das Benzingemisch, betragen. Die erfindungsgemäßen
Zusätze sind mit anderen üblichen Benzinzusätzen, wie Antiklopfmitteln, Zylinderschmiermitteln oder Zündungskontrollmitteln,
verträglich.
Zur Bestimmung der Vereisungszeiten eines bestimmten Benzins wird eine Reihe von Versuchen durchgeführt,
und zwar wird jeweils das gleiche Benzin mit verschiedenen Antieiszusätzen verwendet. Das Benzin ist ein typisches
»United-Kingdom-Premium-grade« - Motorenbenzin (bei 100° C zu 54 Volumprozent flüchtig). Die in den Motor
zugeführte Luft wird durch einen Eisturm von ungefähr 1,8 m Höhe und 0,3 m Durchmesser geführt und die
Vereisungszeit als die Zeit bestimmt, innerhalb der die Motorengeschwindigkeit von anfänglich 2700 UpM auf
2000 UpM abfällt.
Folgende Zusätze werden verwendet:
A. Isopropanol,
B. Hexylenglykol,
A. Isopropanol,
B. Hexylenglykol,
C. ein Produkt, das im wesentlichen aus N-Oleyl-Sarcosin
besteht, d. h. eine Verbindung der allgemeinen Formel (I), in der R der Oleylrest und R' der
Methylrest ist,
009 650/234
D. ein Produkt, das im wesentlichen aus N-Lauroyl-Sarcosin
besteht, d. h. eine Verbindung der allgemeinen Formel (I), in der R der Laurylrest und R'
der Methylrest ist.
Die Ergebnisse der Versuche sind in der nachstehenden Tabelle zusammengefaßt. Die angegebenen Vereisungszeiten sind in jedem Fall das Mittel aus drei Versuchen.
| Zusatzstoff | Zusatzmenge Volumprozent |
Vereisungszeit Minuten |
| keiner | 17 | |
| A | 0,5 1,0 |
25 40 |
| B | 0,1 0,05 |
>60 28 |
| C | 0,015 | >60 |
| D | 0,015 | >60 |
IO
Es ist bekannt, daß Benzinmischungen, die unter diesen Bedingungen eine Vereisungszeit von mehr als 60 Minuten
zeigen, in der praktischen Verwendung sehr befriedigende Ergebnisse zeigen, und es ist aus der Tabelle ersichtlich,
daß die erfindungsgemäßen Mischungen (nämlich Mischungen, die die Zusätze C und D enthalten) außerordentlich
befriedigende Resultate ergeben, selbst wenn nur geringste Mengen des Zusatzstoffes verwendet werden.
Die in den erfindungsgemäßen Mischungen verwendeten substituierten Glyzine sind wasserunlöslich, solange das
Wasser nicht sauer reagiert. Aus diesem Grund wird die gute Antieiswirkung dieser Mischungen normalerweise
durch Wasser, das damit in Berührung kommt, nicht beeinflußt.
Claims (5)
1. Motorenbenzin auf der Basis eines mindestens zu 50 Volumprozent bei 100° C flüchtigen Leichtbenzins,
gekennzeichnet durch einen geringen Gehalt eines substituierten Glyzins der allgemeinen Formel
RC ON(R')CH2COOH, (I)
in der R einen Kohlenwasserstoffrest, bestehend aus oder enthaltend eine Kohlenwasserstoffkette von
mindestens 10 Kohlenstoffatomen, und R' Wasserstoff oder einen Alkylrest mit nicht mehr als 4 Kohlenstoffatomen
bedeutet.
2. Motorenbenzin nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Gehalt an substituierten Glyzinen, in
welchen R ein Kohlenwasserstoffrest von Fettsäuren mit 11 bis 25 Kohlenstoffatomen, insbesondere der
ölsäure, Laurylsäure, Stearinsäure oder Kokosnußfettsäure
ist.
3. Motorenbenzin nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch einen Gehalt an N-Oleyl-Sarcosin
oder N-Lauryl-Sarkosin.
4. Motorenbenzin nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen Gehalt an dem substituierten
Glycin in Mengen von 0,001 bis 0,1 Volumprozent, insbesondere von 0,005 bis 0,02 Volumprozent, bezogen
auf das Benzingemisch.
5. Motorenbenzin nach Anspruch 1 bis 4, gekennzeichnet durch einen zusätzlichen Gehalt von bekannten
Antiklopfmitteln, Antioxydationsmitteln, Zylinderschmiermitteln und/oder Zündkontrollmitteln.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschrift Nr. 2 790 779;
Petroleum Engineer (1957), C 18.
USA.-Patentschrift Nr. 2 790 779;
Petroleum Engineer (1957), C 18.
1 009 650/234 11.60
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB62758A GB878095A (en) | 1958-01-07 | 1958-01-07 | Improvements relating to gasoline compositions |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1094038B true DE1094038B (de) | 1960-12-01 |
Family
ID=9707672
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB51670A Pending DE1094038B (de) | 1958-01-07 | 1959-01-07 | Motorenbenzin |
Country Status (6)
| Country | Link |
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| BE (1) | BE574511A (de) |
| CH (1) | CH375173A (de) |
| DE (1) | DE1094038B (de) |
| FR (1) | FR1212585A (de) |
| GB (1) | GB878095A (de) |
| NL (1) | NL234814A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2019180685A1 (en) * | 2018-03-23 | 2019-09-26 | Chevron Oronite Company Llc | Composition and method for preventing or reducing low speed pre-ignition in spark-ignited internal combustion engines |
Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE19642494A1 (de) * | 1996-10-15 | 1998-04-16 | Clariant Gmbh | Verwendung von Sarkosinaten als Asphalten-Dispergatoren |
| CA2424910A1 (en) * | 2002-04-23 | 2003-10-23 | Rohm And Haas Company | Amine-unsaturated acid adducts as asphaltene dispersants in crude oil |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2790779A (en) * | 1953-07-27 | 1957-04-30 | Geigy Chem Corp | Rust preventive compositions containing monoamidocarboxylic acids |
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0
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- NL NL234814D patent/NL234814A/xx unknown
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1958
- 1958-01-07 GB GB62758A patent/GB878095A/en not_active Expired
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-
1959
- 1959-01-05 CH CH6794859A patent/CH375173A/de unknown
- 1959-01-07 DE DEB51670A patent/DE1094038B/de active Pending
Patent Citations (1)
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| WO2020194041A3 (en) * | 2018-03-23 | 2021-05-06 | Chevron Oronite Company Llc | Composition and method for preventing or reducing low speed pre-ignition in spark-ignited internal combustion engines |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
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| GB878095A (en) | 1961-09-27 |
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