DE10139187C2 - Verriegelungseinrichtung für zwei relativ zueinander verstellbare Fahrzeugbauteile - Google Patents
Verriegelungseinrichtung für zwei relativ zueinander verstellbare FahrzeugbauteileInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Verriegelungseinrichtung
für zwei relativ zueinander verstellbare Fahrzeugbauteile nach
dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Aus der Druckschrift DE 296 22 540 U1 ist ein Cabriolet-
Fahrzeug mit einem verstellbaren Fahrzeugverdeck bekannt, das
in Öffnungsstellung in einem heckseitigen Ablageraum verstaut
ist und in Schließstellung über eine Verriegelungseinrichtung,
welche sich an einem vorderen Querspriegel des Daches befindet,
am Windschutzscheibenrahmen arretiert ist. Die Verriegelungs
einrichtung weist zwei seitliche Verschlusshaken auf, welche ü
ber ein flexibles Übertragungsgestänge von einem zentral ange
ordneten Betätigungsorgan zwischen Verriegelungsstellung und
Entriegelungsstellung zu betätigen sind, wobei die Verschluss
haken in Verriegelungsstellung in eine zugeordnete Verschluss
aufnahme am Windschutzscheibenrahmen eingreifen. Das von dem
Betätigungsorgan beaufschlagte Übertragungsgestänge verstellt
einen Zwischenhebel, welcher einenends schwenkbar mit dem Über
tragungsgestänge verbunden und anderenends schwenkbar mit dem
Verschlusshaken mit Abstand zu dessen Drehachse gekoppelt ist.
Bei einer Verstellung des Übertragungsgestänges wird eine Line
arbewegung über den Zwischenhebel in eine Schwenkbewegung des
Verschlusshakens umgesetzt.
Da die auf den Verschlusshaken über den Zwischenhebel eingelei
tete Kraftlinie in jeder Position des Hakens, also sowohl in
Verriegelungsstellung als auch in Entriegelungsstellung, mit
Abstand zur Drehachse des Hakens verläuft, ist der Verschluss
haken in keiner seiner Endstellungen blockiert, so dass insbe
sondere in Verriegelungsstellung die Gefahr besteht, dass bei
spielsweise auf Grund von Fahrzeugvibrationen der Verschlussha
ken sich öffnet und das Fahrzeugdach sich versehentlich aus
seiner verriegelten Schließposition löst.
Die Druckschrift EP 0 492 006 A1 offenbart eine Verriegelungs
einrichtung für ein öffnungsfähiges Fahrzeugdach, die zwei Ver
schlusshaken im linken und rechten Dachbereich umfasst, welche
zum Festlegen des Daches am vorderen Windschutzscheibenrahmen
von einem gemeinsamen Aktuator in die Schließstellung verstellt
werden. Der Aktuator ist als Stellzylinder ausgeführt, wobei
die Stellbewegung des Aktuators über einen Schwenkhebel, der in
der Dachmitte drehbar gelagert ist, auf zwei Übertragungsstan
gen umgelenkt wird, die einenends mit dem Schwenkhebel und an
derenends mit den seitlichen Verschlusshaken verbunden sind.
Um ein unbeabsichtigtes Lösen der Verschlusshaken aus ihrer
Verriegelungsstellung zu verhindern, greifen Zapfen an den En
den der Übertragungsstangen in zugeordnete Kulissenbahnen ein,
die in die Haken eingebracht sind, derart, dass die Haken in
Verriegelungsstellung selbsthemmend gehalten sind. Nachteilig
hierbei ist jedoch der konstruktive Aufwand, da beide Haken und
beide Übertragungsstangen jeweils mit Führungskulissen bzw.
Zapfen ausgestattet sein müssen. Darüber hinaus besteht bei
insgesamt zwei separaten Führungskulissen die Gefahr, dass ei
ner der in den Führungskulissen geführten Zapfen verklemmt, wo
durch die gesamte Verriegelungsvorrichtung außer Funktion ge
setzt werden kann.
Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, mit konstruktiv ein
fachen Maßnahmen eine klein bauende Verriegelungseinrichtung
für zwei relativ zueinander verstellbare Fahrzeugbauteile zu
schaffen, welche insbesondere in Verriegelungsstellung ein ho
hes Maß an Sicherheit gegen unbeabsichtigtes Entriegeln bietet.
Dieses Problem wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des An
spruches 1 gelöst. Die Unteransprüche enthalten zweckmäßige
Weiterbildungen.
Zwischen dem Aktuator - manuell oder automatisch zu betätigen -
und dem das Verschlussteil beaufschlagenden Übertragungsglied
ist ein verstellbarer Antriebslenker zwischengeschaltet, dessen
Antriebs- bzw. Stellbewegung vom Aktuator erzeugt und über das
Übertragungsglied auf das Verschlussteil weitergeleitet wird.
In den Antriebslenker ist mindestens eine Führungskulisse ein
gebracht, in welche ein Zapfen des Aktuators bzw. eines weite
ren, mit dem Aktuator verbundenen Bauteiles einragt. Dieser
Zapfen steht in Verriegelungsstellung des Verschlussteils in
nerhalb der Führungskulisse in einer Blockierstellung, welche
eine Bewegung des Antriebslenkers verhindert, wodurch insbeson
dere ein versehentliches Entriegeln des Verschlussteiles unmög
lich gemacht ist. Die Blockierstellung stellt ein mechanisches
Hindernis dar, in der der Zapfen insbesondere aufgrund eines
Formschlusses jede unbeabsichtigte Entriegelungsbewegung des
Verschlusshakens über das Blockieren des Antriebslenkers ver
hindert. Die Blockierstellung kann über eine Betätigung des Ak
tuators oder gegebenenfalls über eine Betätigung einer Notent
riegelungseinrichtung verlassen werden. Dadurch ist sicherge
stellt, dass nur eine Stellbewegung des Aktuators das Ver
schlussteil entriegeln kann, nicht jedoch Vibrationen oder auf
das Fahrzeug wirkende Schläge, die auf das Verschlussteil ein
wirken.
In einer zweckmäßigen Weiterbildung ist vorgesehen, dass der
Antriebslenker drehbar gelagert ist und dass außerdem vorteil
haft der Aktuator eine translatorische Stellbewegung ausübt,
welche auf den Antriebslenker übertragen wird, wobei zur Umset
zung der translatorischen Aktuatorbewegung in die rotatorische
Antriebslenkerbewegung die Führungskulisse und der in diese
eingreifende Zapfen mit Abstand zur Drehachse des Antriebslen
kers liegen. Der Antriebslenker setzt durch eine Rotation um
seine Drehachse die translatorische Stellbewegung des Aktuators
vorteilhaft in eine translatorische Bewegung des Übertragungs
gliedes um, welche wiederum zweckmäßig in eine Schwenkbewegung
des Verschlussteiles, insbesondere eines Verschlusshakens, um
gesetzt wird.
Der geradlinigen Stellbewegung des Aktuators entsprechend ist
der Blockierstellung ein geradliniger Blockierabschnitt inner
halb der Führungskulisse zugeordnet, in welchen der Zapfen des
Aktuators bzw. eines mit dem Aktuator verbundenen Bauteiles in
Verriegelungsstellung des Verschlussteiles blockierend ein
greift. Der Rotationsbewegung des Antriebslenkers entsprechend
ist der Bewegungsübertragung ein gekrümmter Bewegungsabschnitt
innerhalb der Führungskulisse zugeordnet, in welchem sich der
Zapfen bei der Überführung des Verschlussteils zwischen Verrie
gelungsstellung und Entriegelungsstellung bewegt. Bevorzugt
liegt der gekrümmte Bewegungsabschnitt in der Weise im An
triebslenker, dass bei einer Überführung des Verschlussteils
zwischen Verriegelungs- und Entriegelungsstellung zweckmäßig in
jedem Bewegungsabschnitt der Zapfen vertikal zu den Kulissen
wandungen der Führungskulisse steht, wobei auf Grund der Krüm
mung des Bewegungsabschnittes der Führungskulisse ein Blockie
ren in diesem Abschnitt verhindert wird.
Vorteilhaft sind zwei gleichartige Führungskulissen im An
triebslenker vorgesehen, in die jeweils ein Zapfen des Aktua
tors bzw. eines mit dem Aktuator verbundenen Bauteiles einragt.
Außerdem kann ein Notentriegelungslenker vorgesehen sein, wel
cher insbesondere die gleiche Drehachse wie der Antriebslenker
aufweist, bevorzugt jedoch relativ zu diesem verschwenkbar ist
und ebenfalls über eine Führungskulisse und einen einragenden
Stift mit dem Aktuator bzw. einem mit dem Aktuator verbundenen
Bauteil zusammenwirkt. Der Notentriegelungslenker kann bei ei
nem Ausfall des Aktuators manuell zum Öffnen und Schließen der
Verriegelungseinrichtung betätigt werden. Bei der Überführung
des Verschlussteils aus der Blockierstellung von Verriegelungs
stellung in Entriegelungsstellung kann der Notentriegelungslen
ker zweckmäßig eine Relativschwenkbewegung gegenüber dem An
triebslenker ausführen, um den Zapfen in dieser Bewegungsphase
zunächst translatorisch innerhalb des geradlinigen Blockierab
schnittes zu verstellen, bis der gekrümmte Bewegungsabschnitt
in der Führungskulisse erreicht ist. Ab diesem Zeitpunkt führen
Notentriegelungslenker und Antriebslenker vorteilhaft eine syn
chrone Schwenkbewegung aus.
Weitere Vorteile und zweckmäßige Ausführungen sind den weiteren
Ansprüchen, der Figurenbeschreibung und den Zeichnungen zu ent
nehmen. Es zeigen:
Fig. 1 eine Ansicht auf eine Verriegelungseinrichtung mit
zwei seitlich angeordneten, hakenförmigen Verschluss
teilen zur Verriegelung eines beweglichen Fahrzeugda
ches an einem Windschutzscheibenrahmen, wobei die
Verschlussteile über einen mittigen Aktuator zwischen
Verriegelungs- und Entriegelungsstellung zu verstel
len sind,
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht der Verriegelungsein
richtung im Bereich der Übertragung zwischen Aktua
tor, einem zentral angeordneten Antriebslenker und Ü
bertragungsgliedern, über die die Stellbewegung auf
die Verschlussteile übertragen wird,
Fig. 3 eine Fig. 2 entsprechende Ansicht, jedoch in Explosi
onsdarstellung und ohne Übertragungsglieder.
In den folgenden Figuren sind gleiche Bauteile mit gleichen Be
zugszeichen versehen.
Die in Fig. 1 dargestellte Verriegelungseinrichtung 1 ist ins
besondere an einem vorderen Querbügel eines verstellbaren Fahr
zeugdaches eines Cabriolet-Fahrzeuges angeordnet und dient zum
Verriegeln des Fahrzeugdaches in Schließposition an einem Wind
schutzscheibenrahmen. Die Verriegelungseinrichtung 1 umfasst
seitliche Verschlussteile, welche als Verschlusshaken 2 ausge
führt sind und in korrespondierende Verschlussaufnahmen am
Windschutzscheibenrahmen in Verriegelungsstellung eingreifen.
Als Betätigungsorgan für die Überführung der Verschlusshaken 2
zwischen Verriegelungsstellung und Entriegelungsstellung dient
ein Aktuator 3, bei dem es sich insbesondere um einen hydrau
lisch betätigbaren Aktuator handelt, welchem über Anschlüsse 4
Hydraulikfluid zuzuführen ist; gegebenenfalls kommt aber auch
ein elektrischer oder pneumatischer Aktuator in Betracht oder
auch ein manuelles Betätigungsorgan. Der Aktuator 3 besitzt ein
Stellorgan 5, welches translatorisch ein- und ausfahrbar ist
und an seinem freien Ende mit einem insbesondere an einem dach
festen Bauteil schwenkbar gelagerten Antriebslenker 6 verbunden
ist. Am Antriebslenker 6 greifen zwei schwenkbar gelagerte und
von einer Deckplatte 7 gehaltene Übertragungsglieder 8 an, die
jeweils einem Verschlusshaken 2 zugeordnet sind und über die
die Schwenkbewegung des Antriebslenkers 6 in eine translatori
sche, in Querrichtung weisende Stellbewegung zur Verstellung
der Verschlusshaken 2 zwischen Ver- und Entriegelungsstellung
übertragen wird.
Wie den Fig. 2 und 3 zu entnehmen, ist das Stellorgan 5 des Ak
tuators 3 als Gabelkopf ausgebildet, welcher eine Wandung des
U-förmig ausgeführten Antriebslenkers 6 umgreift. In den An
triebslenker 6, welcher um die Drehachse 12 schwenkbar mittels
eines Bolzens 9 gelagert ist und insbesondere an einem Querbü
gel des Fahrzeugdaches gehalten ist, sind zwei Führungskulissen
10 und 11 eingebracht, in welche mit dem Stellorgan 5 verbunde
ne Zapfen 14 und 15 einragen, die sich entlang dieser Führungs
kulissen bewegen können. Die Zapfen 14 und 15 durchragen Boh
rungen 16 und 17 in einer Wandung des Stellorgans 5, wobei zu
sätzliche Hülsen 18 und 19 in die Bohrungen eingebracht sein
können, um eine möglichst reibungsarme Drehung der Zapfen 14
und 15 zu ermöglichen. Die Zapfen 14 und 15 durchragen zweckmä
ßig zwei parallele Wandungen des gabelförmigen Stellorgans 5
einschließlich der zwischenliegenden Wandung des Antriebslen
kers 6, in die die Führungskulissen 10 und 11 eingebracht sind.
Die Zapfen 14 und 15 sind über Sicherungselemente 20 und 21 ge
gen axiales Lösen gesichert.
Die Führungskulissen 10 und 11, welche gleichartig aufgebaut,
jedoch gespiegelt angeordnet sind, weisen jeweils einen gerad
linigen Blockierabschnitt 10a bzw. 11a und einen sich daran an
schließenden gekrümmten, insbesondere teilkreisförmigen Bewe
gungsabschnitt 10b bzw. 11b auf. Der geradlinige Blockierab
schnitt 10a bzw. 11a verläuft im Wesentlichen entlang einer
Längsachse 13 des Aktuators, welche zugleich die Bewegungsrich
tung des Stellorgans 5 kennzeichnet. Die insbesondere viertel
kreisförmigen Bewegungsabschnitte 10b und 11b beginnen im Über
gang zum geradlinigen Blockierabschnitt 10a bzw. 11a etwa senk
recht zu diesem und enden etwa parallel zur Längsachse 13 des
Aktuators 3. Die geradlinigen Blockierabschnitte 10a und 11a
verlaufen jeweils mit Abstand zur Drehachse 12 des Antriebslen
kers 6. Auch die gekrümmten Bewegungsabschnitte 10b und 11b
liegen mit Abstand zur Drehachse 12.
In den Fig. 1 bis 3 ist die Verschlusseinrichtung 1 in einer
Strecklage dargestellt, welche der Verriegelungsstellung der
Verschlussteile entspricht. In der Strecklage bzw. Verriege
lungsstellung liegen die beiden Übertragungsglieder 8 etwa in
einer gemeinsamen Längsachse. Zugleich befinden sich in der
Verriegelungsstellung die Zapfen 14 und 15 am Stellorgan 5 des
Aktuators 3 in einer Blockierstellung am stirnseitigen Ende des
geradlinigen Blockierabschnittes 10a bzw. 11a, siehe insbeson
dere Fig. 2. Um die Verschlusseinrichtung aus der dargestellten
Verriegelungsstellung in die Entriegelungsstellung zu überfüh
ren, ist eine Drehbewegung des Antriebslenkers 6 in Pfeilrich
tung 22 entgegen dem Uhrzeigersinn erforderlich. Diese Entrie
gelungsbewegung kann durch ein translatorisches Ausfahren des
Stellorgans 5 des Aktuators 3 in Pfeilrichtung 23 erzeugt wer
den. Bei dieser Ausfahrbewegung des Stellorgans 5 werden die am
Stellorgan gehaltenen Zapfen 14 und 15 aus ihrer Blockierstel
lung in den geradlinigen Blockierabschnitten 10a und 11a her
ausgeschoben bis zum Beginn des gekrümmten Bewegungsabschnitts
10b bzw. 11b. Bei einer weiteren Bewegung des Stellorgans 5 in
Pfeilrichtung 23 bewegen sich die Zapfen 14 und 15 entlang den
gekrümmten Abschnitten 10b und 11b bis zum Erreichen der gegen
überliegenden stirnseitigen Endposition. Während der Bewegung
der Zapfen 14 und 15 in den Bewegungsabschnitten 10b und 11b
verschwenkt der Antriebslenker 6 in Pfeilrichtung 22, wodurch
die Relativposition der Übertragungsglieder 8, die mit dem An
triebslenker 6 gekoppelt sind, verändert wird und die Ver
schlusshaken 2 aus ihrer Verriegelungsstellung in die Entriege
lungsstellung überführt werden.
Zum Verriegeln der Verschlusshaken läuft der gesamte Vorgang
entsprechend in umgekehrter Richtung ab.
Zweckmäßig ist am Antriebslenker 6 ein Notentriegelungslenker
24 vorgesehen, welcher die gleiche Drehachse 12 wie der An
triebslenker 6 aufweist, jedoch relativ zum Antriebslenker 6
verschwenkt werden kann. Der Notentriegelungslenker 24 ist über
eine in seinem oberen Abschnitt angeordnete Notentriegelungs
einrichtung 25 zu betätigen, in die mit einem geeigneten Werk
zeug eingegriffen werden kann, um bei einem Ausfall des Aktua
tors 3 die Verschlusseinrichtung manuell entriegeln und gegebe
nenfalls verriegeln zu können.
Auf der der Notentriegelungseinrichtung 25 gegenüberliegenden,
unteren Seite weist der Notentriegelungslenker einen nach unten
gerichteten Zapfen 26 auf, welcher in eine Betätigungskulisse
27 einragt, die in das Stellorgan 5 eingebracht ist. Da der
Notentriegelungslenker 24 ebenso wie der Antriebslenker 6 eine
fahrzeugfeste bzw. dachfeste Drehachse 12 aufweist und über die
Betätigungskulisse 27 und den Zapfen 26 mit dem Stellorgan 5
des Aktuators 3 verbunden ist, wird der Notentriegelungslenker
bei einer Betätigung des Stellorgans 5 eine Schwenkbewegung um
seine Drehachse 12 ausführen. Die Betätigungskulisse 27, die
mit Abstand zur Drehachse 12 angeordnet ist, ist in der Weise
in das Stellorgan 5 eingebracht, dass bei der anfänglichen
translatorischen Bewegung aus der in den Figuren gezeigten Blo
ckierstellung heraus bei der Überführung von Verriegelungsposi
tion in Entriegelungsposition die zunächst ausschließlich
translatorische Relativbewegung zwischen Stellorgan 5 und An
triebslenker 6 in eine Schwenkbewegung des Notentriegelungslen
kers 24 um seine Drehachse 12 relativ zum Antriebslenker 6 um
gesetzt wird. Während dieser ersten Bewegungsphase aus der Blo
ckierstellung heraus verbleibt zunächst der Antriebslenker 6 in
seiner der Verriegelungsstellung entsprechenden Position, wo
hingegen der Notentriegelungslenker 24 eine Relativschwenkbewe
gung gegenüber dem Antriebslenker ausführt. Während dieser Re
lativschwenkbewegung wird der Zapfen 26 von einer Endposition
innerhalb der Betätigungskulisse 27 in die gegenüberliegende
Endposition überführt, wobei letztere der Position der Zapfen
14 und 15 im Stellorgan 5 zu Beginn des Bewegungsabschnittes
10b bzw. 11b innerhalb der Führungskulissen 10 bzw. 11 ent
spricht. Sobald die Zapfen 14 und 15 in den jeweils zugeordne
ten Bewegungsabschnitt 10b und 11b einfahren, führen Antriebs
lenker 6 und Notentriegelungslenker 24 eine synchrone Schwenk
bewegung um die Drehachse 12 aus bis zum Erreichen der Entrie
gelungsstellung.
Bei der Überführung von Entriegelungsstellung in Verriegelungs
stellung läuft der Vorgang entsprechend wieder in umgekehrter
Richtung ab. Zunächst werden beide Lenker 6 und 24 wieder syn
chron verschwenkt, bis die Zapfen 14 und 15 den gekrümmten Be
wegungsabschnitt 10b bzw. 11b in den Führungskulissen 10 und 11
verlassen und den geradlinigen Blockierabschnitt 10a bzw. 11a
innerhalb der Führungskulissen erreichen. Ab diesem Moment
stoppt die Schwenkbewegung des Antriebslenkers 6. Der Notent
riegelungslenker 24 kann dagegen weiter verschwenkt werden, wo
bei der Zapfen 26 am Notentriegelungslenker 24 aus seiner einen
Endposition innerhalb der Betätigungskulisse 27 in die gegenü
berliegende, in den Fig. 2 und 3 dargestellte Endposition ver
stellt wird; diese Stellbewegung geht einher mit einer gleich
zeitigen Überführung der Zapfen 14 und 15 innerhalb der Blo
ckierabschnitte 10a und 10b bis zum Erreichen der endgültigen
Blockierstellung.
Claims (11)
1. Verriegelungseinrichtung für zwei relativ zueinander ver
stellbare Fahrzeugbauteile, insbesondere für ein zwischen einer
Schließstellung und einer Offenstellung verstellbares und an
einem Windschutzscheibenrahmen festzulegendes Dachteil in einem
Fahrzeugdach, mit zumindest einem zwischen einer Verriegelungs
stellung und einer Entriegelungsstellung verstellbaren Ver
schlussteil (Verschlusshaken 2), das in Verriegelungsstellung
in eine zugeordnete Verschlussaufnahme eingreift, und mit einem
das Verschlussteil zwischen Verriegelungsstellung und Entriege
lungsstellung verstellenden Übertragungsglied (8), das von ei
nem Aktuator (3) beaufschlagt wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen dem Übertragungsglied (8) und dem Aktuator (3)
ein verstellbarer Antriebslenker (6) angeordnet ist, der mit
dem Übertragungsglied (8) verbunden ist und der mindestens eine
Führungskulisse (10, 11) aufweist, in die ein Zapfen (14, 15)
des Aktuators (3) bzw. eines mit dem Aktuator verbundenen Bau
teils (Stellorgan 5) einragt, wobei der Zapfen (14, 15) in Ver
riegelungsstellung in der Führungskulisse (10, 11) in einer die
Bewegung des Antriebslenkers (6) verhindernden Blockierstellung
steht, aus der der Zapfen (14, 15) über eine Betätigung des Ak
tuators (3) heraus zu bewegen ist.
2. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Antriebslenker (6) drehbar gelagert ist.
3. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Aktuator (3) eine translatorische Stellbewegung auf
den Antriebslenker (6) überträgt.
4. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 2 und 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungskulisse (10, 11) einen der Blockierstellung
zugeordneten, geradlinigen Blockierabschnitt (10a, 11a) und ei
nen der Bewegungsübertragung zugeordneten, gekrümmten Bewe
gungsabschnitt (10b, 11b) aufweist.
5. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der geradlinige Blockierabschnitt (10a, 11a) im Antriebs
lenker (6) in einer Flucht mit der Stellrichtung des Aktuators
(3) liegt.
6. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Bewegungsabschnitt (10b, 11b) teilkreisförmig ausge
führt ist.
7. Verriegelungseinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der gekrümmte Bewegungsabschnitt (10b, 11b) in der Weise
in den Antriebslenker (6) eingebracht ist, dass bei Verriege
lung oder Entriegelung des Verschlussteils (Verschlusshaken 2)
der Zapfen (14, 15) vertikal zu den Kulissenwandungen der Füh
rungskulisse (10, 11) steht.
8. Verriegelungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Notentriegelungslenker (24) vorgesehen ist, der
schwenkbar mit dem Antrieblenker (6) und schwenkbar mit dem Ak
tuator (3) bzw. dem mit dem Aktuator verbundenen Bauteil
(Stellorgan 5) verbunden ist.
9. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 2 und 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Notentriegelungslenker (24) und der Antriebslenker (6)
eine gemeinsame Drehachse (12) besitzen.
10. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass in ein mit dem Aktuator (3) verbundenes Bauteil (Stellor
gan 5) eine Betätigungskulisse (27) eingebracht ist, in die ein
Zapfen (26) am Notentriegelungslenker (24) einragt.
11. Verriegelungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwei gleichartig aufgebaute Führungskulissen (10 und 11)
vorgesehen sind, in denen jeweils ein Zapfen (14 bzw. 15) ge
führt ist.
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| DE29622540U1 (de) * | 1996-12-30 | 1998-04-30 | Wilhelm Karmann GmbH, 49084 Osnabrück | Verschlußvorrichtung für ein Cabriolet-Verdeck |
-
2001
- 2001-08-16 DE DE2001139187 patent/DE10139187C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0492006A1 (de) * | 1990-12-22 | 1992-07-01 | Design + Technik Gmbh | Vorrichtung zum Niederholen des freien Endes eines Fahrzeugverdecks oder dergleichen |
| DE29622540U1 (de) * | 1996-12-30 | 1998-04-30 | Wilhelm Karmann GmbH, 49084 Osnabrück | Verschlußvorrichtung für ein Cabriolet-Verdeck |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102005015165A1 (de) * | 2005-04-02 | 2006-10-05 | Wilhelm Karmann Gmbh | Cabriolet-Fahrzeug mit einem am Windschutzscheibenrahmen sicherbaren Dach |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE10139187A1 (de) | 2003-03-13 |
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