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DE102004059793B3 - Verstellbares Deckelelement in einem Fahrzeug, insbesondere in einem Cabriolet-Fahrzeug und verstellbares Fahrzeugdach - Google Patents

Verstellbares Deckelelement in einem Fahrzeug, insbesondere in einem Cabriolet-Fahrzeug und verstellbares Fahrzeugdach Download PDF

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DE102004059793B3
DE102004059793B3 DE102004059793A DE102004059793A DE102004059793B3 DE 102004059793 B3 DE102004059793 B3 DE 102004059793B3 DE 102004059793 A DE102004059793 A DE 102004059793A DE 102004059793 A DE102004059793 A DE 102004059793A DE 102004059793 B3 DE102004059793 B3 DE 102004059793B3
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Germany
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handlebar
roof
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joint
kinematics
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DE102004059793A
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English (en)
Inventor
Gernot Dr.-Ing. Bruder
Jan Hesse
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Magna Car Top Systems GmbH
Original Assignee
CTS Fahrzeug Dachsysteme GmbH
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60JWINDOWS, WINDSCREENS, NON-FIXED ROOFS, DOORS, OR SIMILAR DEVICES FOR VEHICLES; REMOVABLE EXTERNAL PROTECTIVE COVERINGS SPECIALLY ADAPTED FOR VEHICLES
    • B60J7/00Non-fixed roofs; Roofs with movable panels, e.g. rotary sunroofs
    • B60J7/08Non-fixed roofs; Roofs with movable panels, e.g. rotary sunroofs of non-sliding type, i.e. movable or removable roofs or panels, e.g. let-down tops or roofs capable of being easily detached or of assuming a collapsed or inoperative position
    • B60J7/12Non-fixed roofs; Roofs with movable panels, e.g. rotary sunroofs of non-sliding type, i.e. movable or removable roofs or panels, e.g. let-down tops or roofs capable of being easily detached or of assuming a collapsed or inoperative position foldable; Tensioning mechanisms therefor, e.g. struts
    • B60J7/14Non-fixed roofs; Roofs with movable panels, e.g. rotary sunroofs of non-sliding type, i.e. movable or removable roofs or panels, e.g. let-down tops or roofs capable of being easily detached or of assuming a collapsed or inoperative position foldable; Tensioning mechanisms therefor, e.g. struts with a plurality of rigid plate-like elements or rigid non plate-like elements, e.g. with non-slidable, but pivotable or foldable movement
    • B60J7/143Non-fixed roofs; Roofs with movable panels, e.g. rotary sunroofs of non-sliding type, i.e. movable or removable roofs or panels, e.g. let-down tops or roofs capable of being easily detached or of assuming a collapsed or inoperative position foldable; Tensioning mechanisms therefor, e.g. struts with a plurality of rigid plate-like elements or rigid non plate-like elements, e.g. with non-slidable, but pivotable or foldable movement for covering the passenger compartment
    • B60J7/145Non-fixed roofs; Roofs with movable panels, e.g. rotary sunroofs of non-sliding type, i.e. movable or removable roofs or panels, e.g. let-down tops or roofs capable of being easily detached or of assuming a collapsed or inoperative position foldable; Tensioning mechanisms therefor, e.g. struts with a plurality of rigid plate-like elements or rigid non plate-like elements, e.g. with non-slidable, but pivotable or foldable movement for covering the passenger compartment at least two elements being folded in clamp-shell fashion

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Fittings On The Vehicle Exterior For Carrying Loads, And Devices For Holding Or Mounting Articles (AREA)

Abstract

Ein verstellbares Deckelelement in einem Fahrzeug ist über eine Mehrgelenkkinematik an einem Fahrzeugbauteil gehalten, die zwei Lenker umfasst, welche jeweils einenends gelenkig mit dem Fahrzeugbauteil und anderenends gelenkig mit dem Deckelelement gekoppelt sind. Ein Lenker der Mehrgelenkkinematik ist zweigeteilt und umfasst zwei über ein Gelenk verbundene Lenkerabschnitte, wobei ein Anschlag vorgesehen ist, der bei einer Relativbewegung zwischen Deckelelement und Anschlag auf einen Lenkerabschnitt einwirkt, sodass sich die Winkellage zwischen beiden Lenkerabschnitten ändert.

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf ein verstellbares Deckelelement in einem Fahrzeug, insbesondere in einem Cabriolet-Fahrzeug, sowie auf ein verstellbares Fahrzeugdach nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 bzw. 9.
  • Aus der Druckschrift DE 102 37 363 A1 ist ein mehrteiliges Hardtop-Fahrzeugdach bekannt, dessen Dachteile zwischen einer den Fahrzeuginnenraum überdeckenden Schließposition, in welcher die Dachteile eine gemeinsame, durchgehende Dachaußenhaut bilden, und einer Ablageposition zu verstellen sind, in welcher die Dachteile in einem heckseitigen Ablageraum abgelegt sind. In Schließposition des Fahrzeugdaches befindet sich unmittelbar unterhalb des hinteren Dachteiles ein Hutablageteil, welches eine etwa horizontale Ablageposition einnimmt und oberhalb des Ablageraumes liegt, in dem die Dachteile in Öffnungsposition abgelegt werden. Das Hutablageteil ist verstellbar ausgebildet und besitzt eine eigene Stellkinematik, über die das Hutablageteil verschwenkbar an die Fahrzeugkarosserie gekoppelt ist. Um die Überführungsbewegung der Dachteile zwischen Schließ- und Ablageposition durchführen zu können und eine Kollision mit dem Hutablageteil zu vermeiden, wird das Hutablageteil in eine etwa aufrecht stehende Zwischenposition verstellt, sobald das Fahr zeugdach aus einer Endposition in die gegenüberliegende Endposition überführt werden soll. In dieser Zwischenposition des Hutablageteils ist eine kollisionsfreie Überführung der Dachteile entlang der vorgesehenen Bewegungsbahn zwischen Schließ- und Ablageposition möglich. Nach dem Erreichen der jeweiligen Endposition nimmt das Hutablageteil wieder seine etwa horizontale Abdeckposition ein. Die Stellkinematiken des Hutablageteils und des Fahrzeugdaches können sowohl unabhängig voneinander zu betätigen sein als auch kinematisch gekoppelt werden, sodass bei einer Betätigung der Dachkinematik automatisch auch das Hutablageteil verstellt wird.
  • Um bei geöffnetem Fahrzeugdach den verbleibenden Kofferraum in optimaler Weise nutzen zu können, kann eine so genannte Beladehilfsfunktion eingesetzt werden, bei der die abgelegten und übereinander gestapelten Dachteile als Dachteilpaket vor oder beim Öffnen des Kofferraumes angehoben werden, sodass der unterhalb des Dachteilpaketes vorhandene Raum besser zugänglich ist und leichter beladen werden kann. Beim Anheben des Dachteilpaketes ist jedoch darauf zu achten, dass eine Kollision mit dem darüber liegenden Hutablageteil vermieden wird. Dies erfordert eine möglichst horizontale Position der Hutablage im Gegensatz zur steilen Zwischenposition während der Dachablage.
  • Aus der DE 199 46 500 C1 ist eine Dachluke bekannt, die mittels mehrerer, jeweils aus einem Kniehebel und einem zusätzlichen Hebel gebildeter, zweiteiliger Lenker gelenkig mit der Fahrzeugkarosserie verbunden ist. Die zweiteiligen Lenker können zwischen einer unteren Endstellung (Dachluke geschlossen) und einer oberen Endstellung (Dachluke offen) verschwenkt werden. Während der gesamten Verschwenkbewegung zwischen den beiden Endstellungen bewegen sich die beiden Lenkerabschnitte der zweiteiligen Lenkers relativ zueinander. In der oberen Endstellung der zweiteiligen Lenker wird eine weitere Verschwenkung durch jeweils zwei Anschläge verhindert. Die Anschläge blockieren eine weitere Bewegung beider Lenkerabschnitte und somit sämtlicher zweiteiligen Lenker.
  • Die DE 101 63 727 A1 zeigt ein Hardtop-Fahrzeugdach mit einer Dachkinematik mit zwei Lenkern, die ein gemeinsames Gelenk aufweisen. Mittels des einen Lenkers ist ein vorderes Dachteil gelenkig mit der Karosserie verbunden. Die relative Winkellage der Lenker zueinander ändert sich laufend während des gesamten Verschwenkvorgangs der Dachkinematik. Eine Drehbewegung beider Lenker um das gemeinsame Gelenk ist in beide Richtungen möglich.
  • Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, mit einfachen konstruktiven Maßnahmen die Verstellmöglichkeiten für ein Deckelelement in einem Fahrzeug bzw. für ein Fahrzeugdach zu verbessern. Es soll insbesondere eine Mehrgelenkkinematik für ein derartiges Deckelelement bzw. Fahrzeugdach geschaffen werden, dessen Kinematik einfach aufgebaut ist und sich durch zusätzliche Bewegungs- bzw. Einstellmöglichkeiten auszeichnet.
  • Dieses Problem wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Anspruches 1 bzw. 9 gelöst. Die Unteransprüche geben zweckmäßige Weiterbildungen an.
  • Das erfindungsgemäße Deckelelement ist mit einer Mehrgelenkkinematik an einem Fahrzeugbauteil gehalten, beispielsweise an der Fahrzeugkarosserie, wobei die Mehrgelenkkinematik zwei Lenker umfasst, die jeweils einenends gelenkig mit dem betreffenden Fahrzeugbauteil und anderenends gelenkig mit dem Deckelelement gekoppelt sind. Einer dieser Lenker ist zweigeteilt, wobei die beiden Lenkerabschnitte über ein Gelenk drehbar gekoppelt sind. Aufgrund des Gelenks zwischen beiden Lenkerabschnitten kann sich die Winkellage zwischen diesen Lenkerabschnitten ändern, wodurch auch das von den Lenkern getragene Deckelelement seine Lage ändert. Wird beispielsweise bei einer Stellbewegung, bei der die Mehrgelenkkinematik bewegt wird, das Deckelelement zwischen einer Ausgangsposition und einer Endposition verstellt, so kann im Bereich der Bewegungsbahn des zweigeteilten Lenkers ein Anschlag vorgesehen sein, gegenüber dem der zweigeteilte Lenker eine Relativbewegung ausführt. Fährt ein Lenkerabschnitt gegen diesen Anschlag – oder, im Fall einer still stehenden Mehrgelenkkinematik, der Anschlag gegen einen Lenkerabschnitt –, so ändert sich die relative Winkellage zwischen den beiden Lenkerabschnitten, wodurch sich auch die Position des Deckelelementes ändert. Auf diese Weise ist es möglich, mit einfachen Maßnahmen die Lage des Deckelelementes zu verändern, beispielsweise die Hinterkante des Deckelelementes anzuheben, wodurch Anpassungen an die gegebenen Stellsituationen möglich sind. Diese Änderung der Position des Deckelelementes erfolgt ohne zusätzlichen Antrieb allein mit passiven Maßnahmen wie der Anordnung des Anschlags in der Bewegungsbahn des zweigeteilten Lenkers. Ein zusätzlicher Energieverbrauch entsteht hierdurch nicht.
  • Zweckmäßig ist die Drehbewegung des Gelenks, welches zwischen den beiden Lenkerabschnitten angeordnet ist, in einer Drehrichtung von einem Gelenkanschlag begrenzt, welcher unmittelbar an einem oder an beiden Lenkerabschnitten angeordnet ist. Auf diese Weise wird die Relativbewegungsmöglichkeit zwischen den beiden Lenkerabschnitten auf nur eine von zwei potenziell möglichen Drehrichtungen eingeschränkt, was für diejenigen Bewegungssituationen Vorteile bietet, in denen die Lenkerabschnitte noch nicht am externen Anschlag anliegen. Während dieser Bewegungsphase bzw. in diesem Zustand können die Lenkerabschnitte in die durch den Gelenkanschlag blockierte Drehrichtung kraftbelastet sein, beispielsweise durch ihr Eigengewicht oder durch ein Federelement. Zweckmäßigerweise übergreift dieses Federelement das zwischen den Lenkerabschnitten angeordnete Gelenk und ist mit jedem der beiden Lenkerabschnitte verbunden, wodurch sich eine autonome Ausführung ergibt, bei der keine zusätzlichen Kraftangriffspunkte außerhalb der Mehrgelenkkinematik erforderlich sind.
  • Eine in dieser Weise ausgeführte Mehrgelenkkinematik besitzt zwar aufgrund des Gelenks zwischen den beiden Lenkerabschnitten einen zusätzlichen Freiheitsgrad, jedoch wird während der normalen Bewegung der Mehrgelenkkinematik dieser Freiheitsgrad durch das Federelement bzw. durch das Eigengewicht gebunden, sodass sich der zweigeteilte Lenker während dieser Bewegungsphase wie ein einteiliger Lenker verhält und die beiden Lenkerabschnitte ihre relative Winkellage zueinander beibehalten. Erst wenn der Anschlag auf einen der Lenkerabschnitte entgegen der Kraft des Federelementes (bzw. des Eigengewichts) auf einen der Lenkerabschnitte einwirkt, kann dieser Lenkerabschnitt gegenüber dem benachbarten Lenkerabschnitt seine Winkellage ändern. Sobald der Anschlag nicht mehr auf den Lenkerabschnitt einwirkt, nehmen aufgrund der Federkraft – oder des Eigenge wichts – die beiden Lenkerabschnitte ihre Ausgangsposition wieder ein.
  • Möglich sind sowohl Ausführungen, in denen die Ausgangslage der beiden Lenkerabschnitte geradlinig ist als auch bereits ohne Einwirkung des externen Anschlags einen Winkel zwischen beiden Lenkerabschnitten einschließt. Bei geradliniger Ausgangslage wird der Relativwinkel zwischen den beiden Lenkerabschnitten erst erreicht, wenn einer der Lenkerabschnitte gegen den Anschlag fährt. Hierdurch verkürzt sich der Abstand zwischen den gegenüberliegenden Endpunkten der jeweiligen Lenkerabschnitte.
  • Umgekehrt kann bei einer winkligen Ausgangslage zwischen beiden Lenkerabschnitten beim Anfahren gegen den Anschlag eine gerade Position oder zumindest eine Position mit kleinerem Relativwinkel erreicht werden, wodurch sich der Abstand zwischen den gegenüberliegenden Endpunkten beider Lenkerabschnitte vergrößert.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Fahrzeugdach, welches in einem Cabriolet-Fahrzeug eingesetzt wird und zwischen einer Schließposition, in welcher der Fahrzeuginnenraum überdeckt ist und einer Ablageposition zu verstellen ist, in der das Fahrzeugdach in einem heckseitigen Ablageraum abgelegt ist, besteht bei einer Ausführung eine Kopplung zwischen der Stellbewegung des Fahrzeugdaches und einem Lenkerabschnitt des zweigeteilten Lenkers der Mehrgelenkkinematik des Deckelelements. Bei der Überführung des Fahrzeugdaches zwischen seinen beiden Endpositionen gelangt einer der Lenkerabschnitte des Deckelelements in Kontakt mit dem Anschlag, woraufhin dieser Lenkerabschnitt seine Relativwinkellage zum zweiten Lenkerabschnitt ändert. Auf diese Weise ändert sich auch die Position des von der Mehrgelenkkinematik getragenen Deckelelementes, was ausgenutzt werden kann, um Platz für die Überführungsbewegung des Fahrzeugdaches zu schaffen. Diese zusätzliche Stellbewegung des Deckelelementes er folgt ausschließlich passiv, es sind keine aktiven Stellglieder hierfür erforderlich. Der zusätzliche Freiheitsgrad wird allein über die Stellbewegung des Fahrzeugdaches betätigt.
  • Bei einer anderen Ausführung besteht die Kopplung zwischen der Dachkinematik und dem starren Lenker des Deckelelements. Hier erfolgt der Kontakt mit dem Anschlag erst bei der Bewegung des Deckelelements in Richtung Beladehilfsposition bei abgelegtem Dach. Dabei muss der Anschlag steuerbar sein, um für die Dachablagebewegung die Bahn für die Hutablagenlenker freizugeben und damit eine steilere Zwischenposition der Hutablage für die kollisionsfreie Dachbewegung zu gewährleisten.
  • Bei der Stellbewegung des Fahrzeugdaches handelt es sich zweckmäßig wie vorbeschrieben um die Überführungsbewegung zwischen Schließ- und Ablageposition. Alternativ kommt aber auch eine Anhebebewegung des im Ablageraum verstauten Fahrzeugdaches im Sinne einer Beladehilfsfunktion in Betracht, bei der das zu einem Paket gestapelte Fahrzeugdach beim Öffnen des Kofferraumes angehoben wird, um den Zugang zum Kofferraum und den verbliebenen Stauraum unterhalb des Dachteilpakets zu erleichtern.
  • Das Deckelelement ist beispielsweise ein Hutablageteil, welches bei geschlossenem Fahrzeugdach sich an die hintere Sitzreihe des Fahrzeuges anschließt und hierbei unmittelbar unterhalb des hinteren Dachteiles liegt. Bei abgelegtem Fahrzeugdach befindet sich das Hutablageteil in einer Position oberhalb des abgelegten Dachteilpaketes.
  • Gegebenenfalls handelt es sich bei dem Deckelelement auch um den Verdeckkastendeckel.
  • Die Kinematiken des Fahrzeugdaches und des Deckelelementes können kinematisch gekoppelt sein, sodass während der Stellbewe gung des Fahrzeugdaches auch das Deckelelement automatisch eine Stellbewegung ausführt. Während dieser Stellbewegung wird gemäß einer zweckmäßigen Ausführung einer der Lenkerabschnitte des zweigeteilten Lenkers, welcher Bestandteil der Mehrgelenkkinematik des Deckelelementes ist, an den Anschlag bzw. der Anschlag gegen diesen Lenkerabschnitt gefahren, wodurch sich die relative Winkellage zwischen den beiden Lenkerabschnitten ändert.
  • Die Kopplung zwischen der Dachkinematik und der Mehrgelenkkinematik des Deckelelementes kann über einen Stellzylinder erfolgen, welcher während einer definierten Bewegungsphase des Fahrzeugdaches unbetätigt bleibt und damit eine starre Bewegungsübertragung zwischen Dachkinematik und Mehrgelenkkinematik des Deckelelementes gewährleistet und erst während einer weiteren Bewegungsphase betätigt wird, während der unabhängig vom Bewegungszustand des Fahrzeugdaches das Deckelelement verstellt wird. Dies erfolgt insbesondere, nachdem das Fahrzeugdach seine Ablageposition im Bereich des Fahrzeugheckes erreicht hat. Das Deckelelement kann daraufhin durch Betätigung des Stellzylinders seine endgültige Lage einnehmen, das Dach verbleibt währenddessen in seiner Ablageposition.
  • Weitere Vorteile und zweckmäßige Ausführungen sind den weiteren Ansprüchen, der Figurenbeschreibung und den Zeichnungen zu entnehmen. Es zeigen:
  • 1 eine schematische Darstellung eines Deckelelementes, welches von einer Mehrgelenkkinematik gehalten ist, wobei ein Lenker der Mehrgelenkkinematik zweigeteilt ist und zwei über ein Gelenk verbundene Lenkerabschnitte umfasst, dargestellt in nicht ausgelenkter Stellung bzw. in einer angehobenen Zwischenposition (gestrichelt) und in ausgelenkter Stellung (durchgezogener Strich),
  • 2 eine schematische Darstellung der beiden Lenkerabschnitte des zweigeteilten Lenkers,
  • 3 eine perspektivische Darstellung eines als Hutablageteil ausgeführten Deckelelementes, welches von der Mehrgelenkkinematik mit einem zweigeteilten Lenker abgestützt ist, dargestellt in der Cabrioletposition des Fahrzeuges,
  • 4 das Hutablageteil aus 3 in einer angehobenen Position, wobei ein Lenkerabschnitt des zweigeteilten Lenkers gegen einen Anschlag fährt,
  • 5 das Hutablageteil in einer weiter angehobenen Position mit veränderter Winkellage zwischen den beiden Lenkerabschnitten des zweigeteilten Lenkers,
  • 6 bis 10 eine Darstellung eines mehrteiligen, versenkbaren Fahrzeugdaches sowie eines über die Mehrgelenkkinematik gehaltenen, als Hutablageteil ausgeführten Deckelelementes in verschiedenen Zuständen bzw. Bewegungsphasen zwischen geschlossener Dachposition ( 6), abgelegter Dachposition (9) und einer Beladehilfsposition (10),
  • 11 bis 14, eine Ausschnittvergrößerung aus dem Bereich der Dachkinematik und der Mehrgelenkkinematik des Fahrzeugdaches bzw. des Hutablageteils des Fahrzeugdaches aus den 6 bis 10, jedoch in einer modifizierten Ausführung.
  • In den Figuren sind gleiche Bauteile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
  • Bei dem in 1 in zwei verschiedenen Positionen dargestellten Deckelelement 1 in einem Fahrzeug handelt es sich beispielsweise um ein Hutablageteil in einem Cabriolet-Fahrzeug, welches bei geschlossenem Fahrzeugdach unterhalb des hinteren Dachteiles horizontal im Fahrzeuginnenraum abgelegt ist und zumindest teilweise einen Ablageraum zur Aufnahme des abgelegten Fahrzeugdaches überdeckt. Prinzipiell kommen aber auch andere Anwendungsfälle in Fahrzeugen in Betracht, beispielsweise ein Verdeckkastendeckel, ein Heckdeckel oder dergleichen.
  • Das Deckelelement 1 ist von einer Mehrgelenkkinematik 2 gehalten, welche zwei Lenker 3 und 4 umfasst, die einenends über Gelenke 5 und 7 mit einem weiteren Fahrzeugbauteil und anderenends über Gelenke 6 und 8 drehbar mit dem Deckelelement 1 verbunden sind. Die als Fußpunkte fungierenden Gelenke 5 und 7 auf der dem Deckelelement 1 abgewandten Seite der Lenker 3 und 4 können entweder mit der Fahrzeugkarosserie oder mit einem sonstigen Fahrzeugbauteil, beispielsweise mit einem beweglichen Bauteil wie einer Vorgelegekinematik oder dergleichen gekoppelt sein.
  • Der Lenker 3 ist in sich starr ausgebildet, wohingegen der Lenker 4 zweigeteilt ist und zwei über ein weiteres Gelenk 4c schwenkbar verbundene Lenkerabschnitte 4a und 4b aufweist, von denen der untere Gelenkabschnitte 4a stirnseitig das Gelenk 7 zu dem weiteren Fahrzeugbauteil und der obere Lenkerabschnitt 4b stirnseitig das Gelenk 8 aufweist, über das die schwenkbare Anbindung an das Deckelelement 1 realisiert ist. Aufgrund des zusätzlichen Gelenkes 4c zwischen den beiden Lenkerabschnitten 4a und 4b besitzt die Mehrgelenkkinematik 2 einen zusätzlichen Freiheitsgrad, welcher es der Kinematik beim Anfahren eines der beiden Lenkerabschnitte, beispielsweise des oberen Lenkerabschnittes 4b gegen einen Anschlag 9 ermöglicht, dass die beiden Lenkerabschnitte 4a und 4b eine Winkeländerung relativ zueinander erfahren.
  • Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist mit strichlierter Linie die Ausgangssituation oder die bereits angehobene Zwischenposition zum Zeitpunkt der Berührung des Anschlags der Mehrgelenkkinematik dargestellt, in welcher die beiden Lenkerabschnitte 4a und 4b koaxial zueinander angeordnet sind; in dieser Situation hat noch keine Auslenkung um das Drehgelenk 4c stattgefunden. Mit durchgezogenem Strich ist die Situation nach dem Anfahren des oberen Lenkerabschnitts 4b gegen den Anschlag 9 dargestellt. Der Anschlag 9 behindert die Verschwenkbewegung des Lenkers 4 um das Gelenk 7 im Gegenuhrzeigersinn. Dies führt dazu, dass bei einer Bewegung des Lenkers 4 um das Drehgelenk 7 im Gegenuhrzeigersinn nur der untere Lenkerabschnitt 4a diese Bewegung ausüben kann, wohingegen der obere Lenkerabschnitt 4b am Anschlag 9 verharrt bzw. am Anschlag entlang gleitet, wodurch die beiden Lenkerabschnitte 4a und 4b bei fortgeführter Bewegung des unteren Lenkerabschnitts 4b einen größer werdenden Winkel relativ zueinander einschließen. Diese Relativbewegung setzt sich auf das Deckelelement 1 und den weiteren Lenker 3 fort, welcher im Uhrzeigersinn ausgelenkt wird, nachdem der Lenkerabschnitt gegen den Anschlag 9 gefahren ist. Im Ergebnis führt dies dazu, dass das Deckelelement eine andere Winkellage einnimmt, als dies bei nicht ausgelenkten Lenkerabschnitten um das Drehgelenk 4c der Fall ist. Im Ausführungsbeispiel ist die im Bild gezeigte rechte Kante des Deckelelementes 1 gegenüber der nicht ausgelenkten Position angehoben.
  • Um den zusätzlichen Freiheitsgrad zu binden, welcher dadurch entsteht, dass der Lenker 4 zweigeteilt ist und ein zusätzliches Gelenk 4c zwischen den beiden Lenkerabschnitten 4a und 4b aufweist, kann der Lenker 4 gemäß der in 2 dargestellten Konfiguration ausgeführt sein. Vorgesehen ist ein Gelenkanschlag 10, welcher eine Relativverdrehung zwischen den beiden Lenkerabschnitten 4a und 4b in eine Schwenkrichtung blockiert und nur in Gegenrichtung ermöglicht. Die Drehbewegung in Gegenrichtung wird über ein Federelement 11 gefesselt, welcher das Gelenk 4c überbrückt und die beiden Lenkerabschnitte 4a und 4b miteinander verbindet und gegen den Gelenkanschlag 10 kraftbeaufschlagt. Im Ausführungsbeispiel nach 2 ist eine Relativschwenkbewegung des oberen Lenkerabschnittes 4b um das Drehgelenk 4c im Gegenuhrzeigersinn durch den Gelenkanschlag 10 verhindert. Eine Relativschwenkbewegung im Uhrzeigersinn ist möglich, jedoch muss hierfür die Kraft des als Zugfeder ausgebildeten Federelementes 11 überwunden werden.
  • Die 3 bis 5 zeigen ein Ausführungsbeispiel für ein als Hutablageteil ausgeführtes Deckelelement 1, welches mit der Mehrgelenkkinematik 2 mit einteiligem Lenker 3 und zweigeteiltem Lenker 4 ausgestattet ist. Die Fußpunkte der Lenker 3 und 4 – die Gelenke 5 und 7 – sind an einem Traglenker 12 gehalten, welcher seinerseits schwenkbar an einer Konsole 13 gelagert ist. Die beiden Lenkerabschnitte 4a und 4b weisen eine stark unterschiedliche Länge auf, der Lenker 4b ist mehrfach gekrümmt. Das zwischen den beiden Lenkerabschnitten 4a und 4b angeordnete Federelement 11 ist als Gasdruckfeder ausgeführt, welches die beiden Lenkerabschnitte 4a und 4b in der Weise kraftbeaufschlagt, dass der Lenkerabschnitt 4b bestrebt ist, um das verbindende Gelenk 4c im Gegenuhrzeigersinn zu verschwenken. Diese Relativschwenkbewegung wird jedoch durch einen Anschlag 10 zwischen den beiden Lenkerabschnitten 4a und 4b begrenzt.
  • In 3 ist das Deckelelement 1 in einer ersten Endposition dargestellt. Bei einer Aufstellbewegung, ausgehend von der Position nach 3, bei der die Mehrgelenkkinematik 2 im Gegenuhrzeigersinn aufgestellt wird, gelangt ein Absatz im oberen Lenkerabschnitt 4b an einen Anschlag 9, was in 4 dargestellt ist. Der Anschlag 9 blockiert eine weitere Bewegung des oberen Lenkerabschnittes 4b, wodurch die relative Winkellage zwischen den beiden Lenkerabschnitten 4a und 4b bei einer weiteren Schwenkbewegung des unteren Lenkerabschnittes 4a um dessen Gelenk 7 verkleinert wird. Diese Winkeländerung ist aus einem Vergleich der 4 und 5 zu erkennen, in denen jeweils die Längsachsen durch die Lenkerabschnitte 4a sowie 4b durch das verbindende Gelenk 4c dargestellt sind. Diese Winkeländerung zwischen den beiden Lenkerabschnitten 4a und 4b führt zu einer Änderung der Position des Deckelelementes 1, deren hintere Kante dadurch angehoben wird, die andernfalls, d.h. ohne Änderung der relativen Winkellage zwischen den Lenkerabschnitt 4a und 4b, wie in 5 mit strichlierter Linie dargestellt, in einer tieferen Position stehen würde. Die angehobene Hinterkante des Deckelelements 1 hat den Vorteil, dass für den Fall, dass das Deckelelement 1 beispielsweise ein abgelegtes Dachteilpaket überdeckt und das Dachteilpaket zum Erreichen einer Beladehilfsfunktion angehoben werden soll, Kollisionen zwischen Deckelelement und anzuhebendem Dachteilpaket verhindert werden.
  • In den 6 bis 10 ist ein verstellbares Fahrzeugdach 20 eines Cabriolet-Fahrzeuges sowie ein als Hutablageteil ausgeführtes Deckelelement 1 dargestellt. In 6 ist das Fahrzeugdach 20 in seiner Schließposition gezeigt, in welcher die Dachteile den Fahrzeuginnenraum überdecken. Das Fahrzeugdach 20 ist als Hardtop mit insgesamt drei starren Dachteilen ausgeführt, von denen in 6 das mittlere Dachteil 22 und das hintere Dachteil 23 dargestellt sind. Das vordere Dachteil 21 ist in den
  • 7 bis 10 in Ablageposition bzw. Beladehilfsposition gezeigt.
  • Wie 6 weiterhin zu entnehmen, ist das Fahrzeugdach 20 über eine Dachkinematik 24, von der ein Hauptlenker 25 dargestellt ist, schwenkbar an die Fahrzeugkarosserie gekoppelt. Der Hauptlenker 25 ist über ein Drehgelenk an die Fahrzeugkarosserie schwenkbar angebunden, wobei sich vom Drehgelenk verzweigend ein Abschnitt 25a am Hauptlenker erstreckt, über den eine kinematische Kopplung mit der Mehrgelenkkinematik 2 des Deckelelementes 1 erfolgt. Diese kinematische Kopplung wird mithilfe eines Stellzylinders 26 realisiert, welcher einenends gelenkig an dem Abschnitt 25a des Hauptlenkers und anderenends gelenkig an einem Abschnitt 3a des Lenkers 3 der Mehrgelenkkinematik 2 für das Deckelelement 1 angebunden ist. Der Abschnitt 3a verzweigt von dem karosseriefesten Drehgelenk 5, über das der einteilig ausgeführte Lenker 3 auf der dem Deckelelement 1 abgewandten Seite angebunden ist.
  • Der zweigeteilte Lenker 4 der Mehrgelenkkinematik 2 ist auf der dem Deckelelement 1 abgewandten Seite im Bereich des unteren Lenkerabschnittes 4a über das Drehgelenk 7 mit einem weiteren Abschnitt 25b des Hauptlenkers 25 der Dachkinematik 24 gekoppelt. Der einteilige Lenker 3 der Mehrgelenkkinematik 2 ist karosseriefest gehalten, der zweigeteilte Lenker 4 dagegen unmittelbar an die Dachkinematik angebunden.
  • Dargestellt ist auch der Anschlag 9, der in diesem Ausführungsbeispiel karosseriefest angeordnet ist und gegen den der zweigeteilte Lenker 4 bei einer Bewegung der Mehrgelenkkinematik 2 geführt wird.
  • An dem unteren Lenkerabschnitt 4a des zweigeteilten Lenkers 4 der Mehrgelenkkinematik 2 ist ein Schieber 14 verschieblich gehalten, welcher ein Fangmaul aufweist, das zur Aufnahme eines Kugelkopfes an einem Abschnitt 4d ausgeführt ist, wobei der Abschnitt 4d einteilig mit dem oberen Lenkerabschnitt 4b ausgeführt ist, sich jedoch jenseits des verbindenden Gelenks 4c auf der dem Deckelelement 1 abgewandten Seite erstreckt. Der Schieber 14 ist durch einen geeigneten Antrieb – üblicherweise mithilfe eines Bowdenzuges von der Kinematik des Heckdeckels zu betätigen – aus der in 1 dargestellten, zurückgefahrenen Position in eine in Richtung verbindendes Gelenk 4c verschobene Verriegelungsposition zu verstellen, in welcher bei geeignetem Relativwinkel zwischen den Lenkerabschnitten 4a und 4b der Kugelkopf am Abschnitt 4d in die Aufnahme am Schieber einragt. In der einragenden Stellung (10) sind die beiden Lenkerabschnitte 4a und 4b gegenseitig verriegelt.
  • Aus der in 6 gezeigten Schließposition wird das Fahrzeugdach 20 mittels Betätigung seiner Dachkinematik 24 in die in 7 dargestellte Ablageposition verstellt, in der die Dachteile 21, 22 und 23 des Fahrzeugdaches 20 ein übereinander gestapeltes Dachteilpaket bilden und in einem heckseitigen Ablageraum 27 verstaut sind, der beispielsweise einen Teil des Kofferraumes des Fahrzeuges bildet bzw. auch ein separater Verdeckkasten sein kann. Aufgrund der kinematischen Kopplung zwischen der Dachkinematik 24 und der Mehrgelenkkinematik 2 des Deckelelementes 1 mithilfe des als Übertragungsglied fungierenden Stellzylinders 26 wird auch das Deckelelement 1 während der Überführungsbewegung des Fahrzeugdaches von Schließ- in Ablageposition aus der in 6 gezeigten Ablagestellung in eine aufgestellte, erste Zwischenstellung gemäß 7 überführt, in der das Deckelelement 1 außerhalb der Bewegungsbahn des Fahrzeugdaches 20 liegt und daher auch kein Hindernis bei der Überführungsbewegung des Fahrzeugdaches darstellt.
  • Während der Ablagebewegung des Fahrzeugdaches 20 und der zugleich durchgeführten Bewegungsübertragung auf das Deckelelement 1 bzw. die Mehrgelenkkinematik 2 bleibt der Stellzylinder 26, welcher in der Kinematikkette zwischen der Dachkinematik 24 und der Mehrgelenkkinematik 2 liegt, in einer unveränderten, gleich bleibenden Position und übernimmt dadurch die Funktion eines starren Übertragungslenkers. Erst nachdem das Fahrzeugdach seine Ablageposition erreicht hat, beginnt der Stellzylinder 26, wie in 8 dargestellt, auszufahren, wodurch die Mehrgelenkkinematik 2 und damit auch das Deckelelement 1 aus ihrer angehobenen, ersten Zwischenposition in Richtung Ablageposition verstellt werden. Das Fahrzeugdach 20 verharrt dagegen bewegungslos im Ablageraum des Fahrzeuges. Bei der Ausfahrbewegung des Stellzylinders 26 wird der Abschnitt 3a am einteiligen Lenker 3 der Mehrgelenkkinematik 2 im Uhrzeigersinn um das karosseriefeste Drehgelenk 5 verschwenkt, wodurch das Deckelelement 1 aus seiner angehobenen, ersten Zwischenposition in Richtung seiner abgesenkten Ablageposition verschwenkt wird. Bei dieser Absenkbewegung gelangt der untere Lenkerabschnitt 4a des zweiteiligen Lenkers 4 der Mehrgelenkkinematik in Kontakt mit dem karosseriefesten Anschlag 9. Bei einer weiteren Ausfahrbewegung des Stellzylinders 26 bis zu seiner maximal elongierten Position (9) wird der untere Lenkerabschnitt 4a gegen den Anschlag 9 gedrückt, wodurch sich die relative Winkellage zwischen den beiden Lenkerabschnitten 4a und 4b zugunsten eines größeren Relativwinkels ändert. Diese Winkeländerung wird gegen die Zugkraft des Federelementes 11 durchgeführt. Aufgrund der Änderung der relativen Winkellage zwischen den beiden Lenkerabschnitten 4a und 4b ändert sich die Position des Deckelelementes 1; hierbei wird die Hinterkante 1a des Deckelelementes angehoben, wodurch das Deckelelement 1 in eine annähernd waagerechte Position gelangt und etwa parallel zum vorderen Dachteil 21 des Fahrzeugdaches 20 liegt. Hierdurch ist ein kompakteres Ablagemaß von dem Dachteilpaket einschließlich dem Deckelelement 1 erreichbar.
  • Mit Erreichen der Ablageposition des Deckelelementes 1 gelangt der vordere, einteilige Lenker 3 der Mehrgelenkkinematik 2 des Deckelelementes 1 in Anlage mit einem Anschlag an einem Dachteil des Fahrzeugdaches 20. Zum Erreichen einer Beladehilfsposition wird das Fahrzeugdach 20, wie in 10 dargestellt und mit Pfeilrichtung 28 angedeutet, aus der Ablageposition geringfügig angehoben, wodurch der Raum unterhalb des Dachteilpaketes für das Verstauen von Gegenständen frei zugänglich wird. Bei der Anhebebewegung wird aufgrund des Kontaktes von dem dachseitigen Anschlag mit der Mehrgelenkkinematik 2 das Deckelelement 1 gemeinsam mit dem Fahrzeugdach angehoben; während der Anhebebewegung wird der Stellzylinder 26 drucklos geschaltet oder kinematisch entkoppelt, sodass die Anhebebewegung ausschließlich über die Dachkinematik 24 ausgeführt wird. Wird das Dach zum Erreichen seiner Ablageposition wieder abgesenkt, so kann das Deckelelement 1 durch Betätigen des Stellzylinders 26 oder durch sein Eigengewicht ebenfalls wieder in seine Ablageposition zurückversetzt werden.
  • Die 11 bis 14 stellen eine Ausschnittvergrößerung aus dem Bereich der Mehrgelenkkinematik 2 sowie der Dachkinematik 24 dar.
  • Wie 11 zu entnehmen, ist der Anschlag als Fangmaul 15 ausgeführt, welches am stirnseitigen Ende eines Abschnittes 3b fest angeordnet ist, der einteilig mit dem Lenker 3 ausgeführt ist, sich jedoch vom karosserieseitigen Drehgelenk 5 des Lenkers 3 winklig erstreckt. Das Fangmaul 15 wirkt mit einem Führungszapfen 29 am Ende eines Lenkers 30 zusammen, der Bestandteil der Dachkinematik 24 des Fahrzeugdaches ist. In der in 11 gezeigten Position des Fahrzeugdaches und des Deckel elementes 1 kurz vor Erreichen der Ablage befinden sich das Fangmaul 15 und der Führungszapfen 29 in Außereingriffsstellung.
  • Beim Überführen in die Beladehilfsposition des Fahrzeugdaches wird das abgelegte Dachteilpaket durch Betätigung der Dachkinematik 24 angehoben, wobei in einer ersten Bewegungsphase der Anhebebewegung der Führungszapfen 29 in die Aufnahme des Fangmauls 15 eingreift, was in 12 dargestellt ist. Bei der weiteren Anhebebewegung des Fahrzeugdaches 20 gemäß den 13 und 14 wird aufgrund der nun bestehenden kinematischen Verbindung zwischen Fangmaul 15 und Führungszapfen 29 die Anhebebewegung über den Abschnitt 3b auf die Mehrgelenkkinematik übertragen, wodurch das Deckelelement 1 in die angehobene Position verstellt wird, die der Beladehilfsposition entspricht. In gleicher Weise wird das Deckelelement 1 beim Absenken des Fahrzeugdaches in Richtung Ablageposition auch ohne Betätigung des Stellzylinders 26, der zweckmäßig drucklos geschaltet ist, kinematisch zwangsgeführt wieder in die abgesenkte Ablageposition überführt.
  • In den 11 bis 14 ist außerdem die Verriegelung zwischen den beiden Lenkerabschnitten 4a und 4b des zweigeteilten Lenkers der Mehrgelenkkinematik 2 zu entnehmen. Am unteren Lenkerabschnitt 4a ist der Schieber 14 verschieblich gehalten, der mithilfe eines Bowdenzuges verstellt werden kann, welcher von der Kinematik des Deckelelementes zu betätigen ist. Der Schieber 14 weist ein Fangmaul auf, welches zur Aufnahme der Stirnseite des Abschnittes 4d ausgebildet ist, wobei der Abschnitt 4d einteilig mit dem Lenkerabschnitt 4b ausgebildet ist, sich jedoch auf der dem Deckelelement 1 abgewandten Seite des Drehgelenkes 4c befindet. In der Ablageposition von Fahrzeugdach 20 und Deckelelement 1 befindet sich der Schieber 14 in seiner zurückgezogenen Position, das Fangmaul im Schieber 14 und die Stirnseite des Abschnittes 4d befinden sich in Außereingriffsstellung, sodass die beiden Lenkerabschnitte 4a und 4b diesseits und jenseits des verbindenden Drehgelenkes 4c noch nicht verriegelt sind.
  • Beim Schließen des Heckdeckels im Zyklus der Dachablage wird der Schieber 14 aus seiner zurückgefahrenen Position in Richtung einer dem verbindenden Drehgelenk 4c angenäherten Position verfahren. Hierdurch gelangt das Fangmaul im Schieber 14 in Eingriffsstellung mit der Stirnseite des Abschnittes 4d des Lenkerabschnittes 4b, wodurch die Verriegelung zwischen den Lenkerabschnitten 4a und 4b hergestellt wird. Wie im Weiteren den 13 und 14 zu entnehmen, wird die Verriegelungsstellung während der gesamten Anhebebewegung zum Erreichen der Beladehilfsposition beibehalten. Erst wenn der Heckdeckel beim Zyklus „Dach schließen" geöffnet wird, gelangen Schieber 14 und Abschnitt 4d wieder in Außereingriff.

Claims (20)

  1. Verstellbares Deckelelement in einem Fahrzeug, insbesondere in einem Cabriolet-Fahrzeug, welches über eine Mehrgelenkkinematik (2) an einem Fahrzeugbauteil gehalten ist, die zwei Lenker (3, 4) umfasst, welche jeweils einenends gelenkig mit dem Fahrzeugbauteil und anderenends gelenkig mit dem Deckelelement (1) gekoppelt sind, dass ein Lenker (4) der Mehrgelenkkinematik (2) zweigeteilt ist und zwei über ein Gelenk (4c) verbundene Lenkerabschnitte (4a, 4b) umfasst, wobei die Drehbewegung des Gelenks (4c) zwischen den beiden Lenkerabschnitten (4a, 4b) in einer Drehrichtung von einem Gelenkanschlag (10) begrenzt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die relative Winkellage der beiden Lenkerabschnitte (4a, 4b) zueinander in einer ersten Bewegungsphase unverändert ist, und dass ein Anschlag (9) vorgesehen ist, der in der Bewegungsbahn des zweiteiligen Lenkers angeordnet ist und der bei einer Relativbewegung zwischen Deckelelement (1) und Anschlag (9) auf einen Lenkerabschnitt (4b) des zweigeteilten Lenkers (4) derart einwirkt, dass sich die Winkellage zwischen den beiden Lenkerabschnitten (4a, 4b) in einer zweiten Bewegungsphase ändert.
  2. Deckelelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an den beiden Lenkerabschnitten (4a, 4b) ein gelenkübergreifendes Federelement (11) angreift, das die Lenkerabschnitte (4a, 4b) um die Drehachse des verbindenden Gelenks (4c) in eine vorgegebene Richtung beaufschlagt.
  3. Deckelelement nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel zwischen den beiden gelenkig verbundenen Lenkerabschnitten (4a, 4b) sich beim Einwirken des Anschlags (9) auf einen der Lenkerabschnitte (4a, 4b) vergrößert.
  4. Deckelelement nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel zwischen den beiden gelenkig verbundenen Lenkerabschnitten (4a, 4b) sich beim Einwirken des Anschlags (9) auf einen der Lenkerabschnitte (4a, 4b) verkleinert.
  5. Deckelelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Mehrgelenkkinematik (2) als Viergelenkkinematik ausgebildet ist.
  6. Deckelelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass an einem Lenkerabschnitt (4a) ein verstellbares Verriegelungselement (14) gehalten ist, das in einer definierten Winkelposition die beiden Lenkerabschnitte (4a, 4b) gegenseitig verriegelt.
  7. Deckelelement nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement als Schieber (14) ausgeführt ist, der an einem Lenkerabschnitt (4a) verschieblich gehalten ist und in Verriegelungsposition einen Bolzen am zweiten Lenkerabschnitt (4b) umfängt.
  8. Deckelelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Deckelelement (1) als Hutablageteil ausgeführt ist.
  9. Deckelelement nach einem der Ansprüche 1 bis 8 in einem Cabriolet-Fahrzeug, dadurch gekennzeichnet, dass das verstellbare Fahrzeugdach (20) zur Realisierung einer Beladehilfsstellung in Ablagestellung in eine angehobene Position innerhalb des Ablageraums (27) zu verstellen ist, wobei während der Überführung des Fahrzeugdaches (20) in die angehobene Position ein Lenkerabschnitt (4b) des zweigeteilten Lenkers (4) gegen den Anschlag (9) läuft.
  10. Deckelelement nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (9) als Fangmaul (15) ausgebildet ist, das bei der Überführung in die Beladehilfsstellung einen Führungszapfen (29) umgreift, wobei Fangmaul (15) und Führungszapfen (29) an der Mehrgelenkkinematik (2) des Deckelelements (1) bzw. der Dachkinematik (24) angeordnet sind.
  11. Deckelelement nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Fangmaul (15) auf einem Lenker (3) der Kinematik des als Hutablageteil ausgebildeten Deckelelements (1) und der Führungszapfen (29) auf einem separaten Lenker (30) eines weiteren Dachteils angeordnet ist.
  12. Deckelelement nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Dachkinematik (24) und die Mehrgelenkkinematik (2) des Deckelelements (1) kinematisch gekoppelt sind, so dass während der Stellbewegung des Fahrzeugdaches (20) auch das Deckelelement (1) eine Stellbewegung ausführt und ein Lenkerabschnitt (4b) des zweigeteilten Lenkers (4) des Deckelelements (1) mit dem Anschlag (9) zusammenwirkt.
  13. Deckelelement nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Dachkinematik (24) und die Mehrgelenkkinematik (2) des Deckelelements (1) über einen Stellzylinder (26) gekoppelt sind.
  14. Deckelelement nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Erreichen der Ablageposition der Stellzylinder (26) betätigt wird, so dass das Deckelelement (1) seine Endposition erreicht.
  15. Deckelelement nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (9) karosseriefest gehalten ist.
  16. Deckelelement nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (9) relativ zur Fahrzeugkarosserie bewegbar ist.
  17. Deckelelement nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (9) an einem verstellbaren Fahrzeugbauteil angeordnet ist.
  18. Deckelelement nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (9) an einem Dachteil bzw, an der Dachkinematik (24) angeordnet ist.
  19. Deckelelement nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (9) an einem Bauteil des Deckelelements (1) angeordnet ist.
  20. Deckelelement nach einem der Ansprüche 9 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (9) als Gleitbahn ausgeführt ist.
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