-
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Zuführen einer Vielzahl von Bauteilen aus einem
Vorratsbunker mittels eines ersten Fördermittels von einer Aufgabestelle zu einer
Entnahmestelle, wobei an der Entnahmestelle ein Teil der zugeführten Bauteile durch ein
Aufnahmemittel entnommen und der Rest der zugeführten Bauteile vom ersten Fördermittel
abgeworfen und wieder zu dem ersten Fördermittel zurückgeführt wird.
-
Solche Zuführeinrichtungen werden in großem Maße in der automatisierten Produktion zur
lage- und zeitgerechten Bereitstellung von zu montierenden Bauteilen oder vormontierten
Untergruppen eingesetzt und bestimmen neben anderen Faktoren und
Anlagenkomponenten die technische und wirtschaftliche Effizienz einer Produktionsanlage. Sie sollen möglichst
flexibel in eine Montagelinie integrierbar sein und darüber hinaus bei einem Bauteilwechsel
wieder- und weiterverwendet werden können.
-
Ein derartiges Zuführ- und Sortiergerät ist beispielsweise aus dem deutschen
Gebrauchsmuster 85 09 816 bekanntgeworden. Bei der bekannten Vorrichtung fallen die vom ersten
Fördermittel, in diesem Fall einem linearen Schwingförderer, abgeworfenen Teile auf eine
rutschenartige Rückführschiene, die sie zurück in den Vorratsbunker führt. Aus diesem
Vorratsbunker heraus werden sie erneut mittels eines Bandförderers, dem linearen
Schwingförderer zugeführt.
-
Bei der bekannten Vorrichtung ist es besonders nachteilig, daß bedingt durch das
Rückführen in den Vorratsbunker bereits vereinzelte Teile mit den sich im Vorratsbehälter
befindlichen Teilen zusammengeführt werden und danach erneut vereinzelt werden müssen.
Insbesondere bei sich miteinander verhakenden Teilen besitzt die bekannte Zuführeinrichtung
einen sehr schlechten Wirkungsgrad.
-
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein leicht und flexibel in vorhandene
Montagelinien integrierbares gattungsgemäßes Zuführsystem zu schaffen, das sich durch einen
besonders hohen Wirkungsgrad, einen geringen Platzbedarf sowie eine hohe
Servicefreundlichkeit auszeichnet und dabei für eine Vielzahl von Bauteilen verschiedenartigster
Geometrie und unterschiedlichster Materialien verwendbar ist und sich dabei auf kostengünstige
Weise herstellen läßt.
-
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Rückführung der nicht durch
das Aufnahmemittel entnommenen Bauteile mit einem ebenfalls kontinuierlichen zweiten
Fördermittel unter Umgehung des Vorratsbunkers erfolgt. Durch die erfindungsgemäße
Lösung bleibt der einmal erzeugte Vereinzelungsgrad der zuzuführenden Bauteile innerhalb
eines Förderkreislaufs erhalten und wird nicht durch die Ab- oder Rückgabe an einen
stationären Vorrats- oder Zwischenbunker wieder zunichte gemacht. Dies erhöht insbesondere
bei Bauteilen, die zum miteinander Verhaken neigen, zu einer markanten Steigerung des
Wirkungsgrades und der Zuführsicherheit.
-
Eine erste vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung sieht dabei vor, daß sich das zweite
Fördermittel zusammensetzt aus einem ersten Zwischenförderer, der nicht entnommene
Bauteile vom ersten Fördermittel zu einem Rückförderband führt, das die Bauteile einem
zweiten Zwischenförderer zuführt, welcher die Bauteile zum ersten Fördermittel zurückführt.
Diese Ausführungsform läßt sich auf besonders kostengünstige und einfache Weise mit
standardisierten Elementen der Fördertechnik aufbauen. Das Rückförderband liegt dabei
seitlich neben dem ersten Fördermittel.
-
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, daß das zweite
Fördermittel ein Förderband mit einem das erste Fördermittel teilweise umschlingenden Verlauf ist.
Diese Ausführungsform ermöglicht einen extrem raumsparenden Aufbau der
Zuführeinrichtung, insbesondere läßt sich eine ausgesprochen schmale Bauweise realisieren. Dabei kann
es je nach räumlicher Ausrichtung des ersten Fördermittels nötig sein, daß das zweite
Fördermittel einen Abschnitt mit vertikaler Förderstrecke aufweist. Diese vertikale Förderung
läßt sich insbesondere mit einem Fördermittel durchführen, welches als Förderband mit quer
zur Förderrichtung verlaufenden Trageprofilen versehen ist. Diese Trageprofile sorgen zum
einen für eine Abstützung während des vertikalen Förderweges, darüber hinaus stellen sie
die Beibehaltung des Vereinzelungsgrades auf dem zweiten Fördermittel während des
Transportes sicher. Das zweite Fördermittel benötigt bei dieser Ausführungsform keinen
zusätzlichen seitlichen Bauraum.
-
Eine weitere vorteilhafte Ausführung, welche besonders zur Verwendung mit sogenannten
Visionsystemen, bei welchen eine Kamera ein Bild der auf dem ersten Fördermittel
präsentierten Bauteile aufnimmt, dessen Auswertung zu Informationen bzw. Signalen führt um
einen Greifroboter zur Entnahme der Bauteile zu steuern, geeignet ist, sieht vor, daß das erste
Fördermittel mindestens einen lichtdurchlässigen Bereich aufweist, und daß auf der einen
Seite dieses Bereiches eine Lichtquelle und auf der dieser gegenüberliegenden Seite eine
Bilderfassungseinrichtung angeordnet ist.
-
Von Vorteil ist auch die Verwendung eines Förderbandes als erstes Fördermittel, wenn die
zu fördernden Bauteile eine stabile Vorzugslage besitzen und/oder bestimmte optische
Erkennungsmerkmale aufweisen um sie mittels der Bilderfassungseinrichtung von einander
unterscheiden zu können.
-
Eine alternative Ausführungsform der Erfindung sieht die Verwendung eines linearen
Schwingförderers als erstes Fördermittel vor, was dann von Vorteil ist, wenn die zu
fördernden Bauteile beispielsweise keine stabilen Vorzugslagen aufweisen oder es aus anderen
Gründen sinnvoll ist, die Bauteile ausgerichtet und aufgereiht kontinuierlich nacheinander
dem Montageprozeß zuzuführen.
-
Zur weiteren Verbesserung des Wirkungsgrades der Zuführeinrichtung sieht eine vorteilhafte
Ausführungsform der Erfindung die Ausbildung eines Vorratsbunkers vor, welcher in der
Lage ist, bereits in frühem Stadium des Zuführprozesses eine Vorvereinzelung der zu
fördernden Bauteile vorzunehmen. Hierzu ist vorgesehen, daß einem Speicherbereich des
Vorratsbunkers in Materialflußrichtung ein Vibrationsboden nachgeschaltet ist, der eine
pulsierende Schwenkbewegung um einen Drehpunkt ausführt, der in Materialflußrichtung gesehen
zwischen dem Beginn und dem Ende des Förderweges der Bauteile auf dem
Vibrationsboden liegt. Auf diese Weise wird den Bauteilen eine Wurfbewegung aufgezwungen, deren
Amplitude abhängig von ihrer Lage auf dem Vibrationsboden ist und die zum Ende des
Förderweges der Bauteile auf dem Vibrationsbunker hin zunimmt. Dies hat zur Folge, daß die
Bauteile bereits beim Verlassen des Vorratsbunkers vorvereinzelt sind, ohne daß hierfür ein
größeres zusätzliches Bauvolumen verbraucht wird.
-
Eine bevorzugte Weiterbildung dieses Vorratsbunkers sieht vor, daß der Abstand des
Drehpunktes vom Ende des Vibrationsbodens etwa ein Drittel der Länge des Vibrationsbodens
beträgt.
-
Weitere vorteilhafte Merkmale, Ziele, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der
vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele.
Dabei bilden alle beschriebenen oder bildlich dargestellten Merkmale für sich oder in
beliebiger Kombination den Gegenstand vorliegender Erfindung, auch unabhängig von ihrer
Zusammenfassung in den Ansprüchen oder deren Rückbeziehung.
-
Hierzu zeigt jeweils in schematischer Prinzipdarstellung
-
Fig. 1 eine erste Ausführungsform der Erfindung mit optischem Erfassungssystem,
-
Fig. 2 eine weitere Ausführungsform der Erfindung mit optischem Erfassungssystem,
-
Fig. 3 eine Ausführungsform der Erfindung mit einem linearen Schwingförderer als erstem
Fördermittel,
-
Fig. 4 die Darstellung eines Ausführungsbeispieles eines erfindungsgemäßen
Vorratsbunkers und
-
Fig. 4a die Darstellung des Amplitudenverlaufes des Vibrationsbodens.
-
Bei der in Fig. 1 dargestellten Zuführeinrichtung befinden sich die zuzuführenden Bauteile 1
in einem Vorratsbunker 2, der über eine Austragvorrichtung 3 verfügt, welche als
Förderband ausgebildete ist. Die Bauteile 1 sind in den Zeichnungen der Einfachheit und
Übersichtlichkeit wegen als würfelförmige Elemente dargestellt, jedoch handelt es sich
üblicherweise bei dem oben bereits genannten Verwendungszweck solcher Zuführgeräte meist um
Bauteile beliebiger, teilweise komplizierter und ggf. auch Hinterschneidungen aufweisenden
und daher auch zum Verhaken neigenden Geometrie.
-
Zur Anpassung der Austragmenge von Bauteilen an die Erfordernisse der anschließenden
Weiterverarbeitung ist der Vorratsbunker 2 in seinem Neigungswinkel zur Horizontalen
verstellbar, wie es durch den Doppelpfeil 4 angedeutet ist. Die aus dem Vorratsbunker 2
ausgebrachten Bauteile 1 werden über eine erste Rutsche 5 auf ein als Förderband 6
ausgebildetes erstes Fördermittel aufgegeben. Die Förderrichtung der Bauteile 1 ist jeweils durch
entsprechende Pfeile dargestellt. Der Gurt dieses Förderbandes 6 ist aus einem
lichtdurchlässigen Material gefertigt und die Gurtauflage besitzt im Bereich der
Beleuchtungseinrichtung 7 einen Durchbruch, so daß in diesem Bereich der Gurt durchleuchtet werden kann.
Dieser durchleuchtete Bereich entspricht der Bildfläche 8 einer oberhalb des Förderbandes 6
auf der der Beleuchtungseinrichtung 7 gegenüberliegenden Seite angebrachten Kamera 9.
-
Während Bauteile 1 in den Bereich der Bildfläche 8 gefördert werden oder nach dem sie in
diesen Bereich gefördert wurden, erzeugt die Kamera 8 eine digitale Aufnahme der Lage
dieser Bauteile; gegebenenfalls kann das Förderband 6 hierzu auch angehalten werden. Die
digitale Aufnahme der Kamera 9 wird ausgewertet und dient der Steuerung des
Greifroboters 10, der dann einzelne Bauteile 1 aufnimmt und vom Förderband 6 entfernt, um sie der
weiteren Verwendung, insbesondere der Montagelinie, zuzuführen. Durch die Auswertung
der digitalen Aufnahme wird sichergestellt, daß der Greifroboter 10 nur solche Bauteile greift,
die die richtige Lage zur Weiterverwendung besitzen.
-
Ein solches Zuführband eignet sich in sinnvoller Weise insbesondere für Bauteile, die eine
stabile Lage bei ihrer Aufgabe auf das Förderband 6 einnehmen. Um einen wirtschaftlich
vertretbaren Wirkungsgrad eines solches Zuführsystemes zu realisieren ist es wichtig, daß
nach Möglichkeit mindestens ein Drittel der aufgegebenen Bauteile eine solche stabile Lage
einnehmen. Ein weiteres Kriterium für die Verwendung eines solches Zuführungssystemes
ist eine deutliche Vereinzelung der aufgegebenen Bauteile, so daß sie in der digitalen
Aufnahme ausreichend genau voneinander unterschieden werden können.
-
Alle nicht vom Greifroboter 10 entfernten Bauteile 1 werden auf eine zweite Rutsche 11
abgeworfen, und dem Rückförderband 12 zugeführt. Das Rückförderband 12 fördert nun die
Bauteile 1 schräg nach oben etwa auf das Niveau der Ausgabestelle des Vorratsbunkers 2.
Dort werden die Bauteile wieder auf die erste Rutsche 5 abgeworfen und erneut dem
Förderband 6 zugeführt. Somit ist der Kreislauf innerhalb der Zuführeinrichtung geschlossen.
Sobald zu wenige Bauteile 1 auf dem Förderband 6 vorhanden sind, werden wieder weitere
Bauteile aus dem Vorratsbunker 2 aufgegeben und diesem sich ständig wiederholenden
Umlauf der Bauteile zugeführt.
-
Damit die Bauteile 1 während der schrägen Förderung mittels des Rückförderbandes nicht
verrutschen ist der Gurt des Rückförderbandes mit einem besonders hohen
Oberflächenreibbeiwert ausgestattet.
-
Dadurch, daß die vom Rückförderband 12 transportierten Bauteile wieder unmittelbar an das
Förderband 6 abgegeben werden, bleibt der einmal erreichte Vereinzelungsgrad der
Bauteile erhalten, was insbesondere bei zum Verhaken neigenden Bauteilen von enorm großem
Vorteil ist.
-
Die in Fig. 2 dargestellte Einrichtung besitzt wie die Ausführungsform gemäß Fig. 1 einen
Vorratsbunker 2 mit einer Austragsvorrichtung 3 zum Ausbringen der Bauteile 1 auf eine
erste Rutsche 5. Auch hier erfolgt über die erste Rutsche 5 ein Ablegen auf dem Förderband
6, welches wiederum über eine Beleuchtungseinrichtung 7 für die Bildfläche 8 der Kamera 9
verfügt. Anders als bei der in Fig. 1 dargestellten Variante werden bei dieser
Ausführungsform die nicht vom Greifroboter 10 entnommenen Bauteile unmittelbar oder ggf. auch über
eine weitere Rutsche auf ein spezielles Rücktransportband 13 abgeworfen. Das
Rücktransportband 13 besitzt Querprofile 14, die einerseits eine vertikale Förderung ermöglichen und
andererseits ein Verrutschen oder eine erneute Zusammenballung der zu transportierenden
Bauteile 1 ausschließen. Darüber hinaus sind Längsprofile 15 in den Seitenbereichen zur
seitlichen Begrenzung angeordnet, wodurch einzelne Förderkammern gebildet werden.
Nach Abwurf auf das Rücktransportband 13 werden die einzelnen Bauteile 1 zunächst etwa
horizontal und parallel zum Verlauf des Förderbandes 6 in gemäß der Zeichnung linke
Richtung transportiert.
-
Etwa unterhalb der Umlenkrolle 17 am Beginn des Förderbandes 6 sind zwei Umlenkrollen
16 angeordnet, welche das Rücktransportband 13 seitlich der Längsprofile 15 beaufschlagen
und vertikal nach oben umlenken. Oberhalb der Umlenkrolle 17 des Förderbandes 6 sind
zwei weitere das Rücktransportband 13 ebenfalls seitlich der Längsprofile 15
beaufschlagenden Umlenkrollen 18 vorgesehen, welche eine Umlenkung des Rücktransportbandes um
ca. 45° nach rechts gemäß der Zeichnung, d. h. in Richtung auf die Förderrichtung des
Förderbandes 6 hin bewirken. Anschließend erfolgt eine Umlenkung des Rücktransportbandes
13 um 180° nach links durch die vom Rücktransportband umschlungene Umlenkrolle 19. Zur
weiteren Abstützung ist das Rücktransportband durch die Umlenkrollen 20, 21 und 22
geführt. Statt der Umlenkrollen 16 und 18, die das Rücktransportband 13 an zwei Stellen relativ
stark um jeweils große Winkel umlenken, kann die das Förderband 6 teilweise
umschlingende Führung des Rücktransportbandes auch mittels eines aus einer Vielzahl von Einzelrollen
bestehenden Rollensatzes erfolgen, durch die ein einziger im wesentlichen konstanter
Umschlingungsradius erreicht werden kann.
-
Zwischen den Umlenkrollen 22 und 16 werden die vom Förderband 6 abgeworfenen Bauteile
1 unterhalb des Förderbandes 6 im wesentlichen horizontal nach links transportiert. Im
Förderabschnitt zwischen den Umlenkrollen 16 und 18 erfolgt dann zunächst eine vertikale
Förderung, bei welcher sich die Bauteile 1 auf den Querprofilen 14 abstützen. Nach der
Umlenkung des Rücktransportbandes 13 durch die Umlenkrolle 18 oberhalb des Förderbandes 6
werden die Bauteile 1 wieder auf das in diesem Bereich teilweise vom Rücktransportband 13
umschlungene Förderband 6 abgeworfen. Durch diese Bauweise kann die Baubreite des
Zuführsystems deutlich verringert werden.
-
Die Ausführungsvariante gemäß Fig. 3 besitzt ebenfalls einen Vorratsbunker 2 und ein
Rücktransportband 13, wobei beide Komponenten den gleichen Aufbau besitzen und
genauso angeordnet sind, wie bei der Ausführungsform gemäß Fig. 2. Im Gegensatz zur
vorherigen Ausführungsform ist jedoch bei der Variante gemäß Fig. 3 statt des Förderbandes 6
ein linearer Schwingförderer 30 als erstes Fördermittel eingesetzt. Auf ein sogenanntes
Visionsystem mit Kamera, Bildauswertung und Robotersteuerung wird in diesem Falle
verzichtet. Der Schwingförderer ermöglicht das Fördern von Teilen, welche keine stabile
Vorzugslagen aufweisen, und daher durch ein Visionsystem nur schwer oder überhaupt nicht
unterscheidbar wären. Der Linearförderer 30 wird durch zeichnerisch nicht dargestellte Antriebe in
lineare Schwingung entlang seiner Längserstreckung angeregt.
-
Der Schwingförderer 30 kann entweder selbst an seinem in der Zeichnung linken Ende, also
am Beginn seiner Förderstrecke, vom Rücktransportband 13 teilweise umfaßt sein, oder er
weist eine vorgeschaltete Aufgabehilfe, beispielsweise in Form einer integrierten Rutsche
33, auf, welche dann mit ihrem linken bzw. oberen Ende zwischen den Umlenkrollen 16 und
18 liegt und somit vom Rücktransportband 13 teilweise umfaßt ist.
-
Die über die Rutsche 5 oder das Rücktransportband 13 auf die Platte bzw. Schiene 31 des
Schwingförderers 30 aufgegebenen Bauteile 1 werden durch entsprechende, an sich
bekannte, auf der Schiene 31 angeordnete Schikanen in eine gewünschte Position hin
ausgerichtet, während sie sich aufgrund der linearen Schwingung entlang der Schiene 31
bewegen. Bauteile die bis zum Erreichen des Endes der Schiene 31 nicht ausgerichtet sind,
werden wie die bereits zuvor ausgeschleusten Bauteile auf das Rücktransportband 13
abgeworfen.
-
Wichtige Voraussetzung zur Förderung von Bauteilen mittels des Schwingförderers ist die
Staufähigkeit der Bauteile sowie das Vorhandensein bestimmter geometrischer Merkmale,
welche ein Aussortieren und Ausrichten mittels der Schikanen und sonstigen Aufbauten auf
der Schiene 31 ermöglichen.
-
Am in der Zeichnung rechten Ende des Schwingförderers 30 sind die auf der Schiene 31
verbliebenen Bauteile 1 ausgerichtet und hintereinander aufgereiht, so daß sie von einem
geeigneten Entnahmesystem, welches durch den Pfeil 32 zeichnerisch nur angedeutet ist,
entnommen werden können.
-
Durch einen modularen Aufbau kann das Förderband 6 und der Schwingförderer 30
entsprechend dem Verwendungsfall und in Abhängigkeit von den zuzuführenden Bauteilen auf
einfache Weise und ohne großen Zeitaufwand gegeneinander ausgetauscht werden.
-
In Fig. 4 ist eine besondere Weiterbildung eines Vorratsbunkers dargestellt, welche in der
Lange ist, bereits im frühen Stadium der Zuführung eine hohe Vereinzelung der zu
fördernden Bauteile zu erreichen und damit den Gesamtwirkungsgrad der Zuführeinrichtung zu
steigern. Dieser sogenannte Vibrationsbunker besteht aus seitlichen Begrenzungswänden
35, 36, wobei eine Zwischenplatte 37 mit einem an diesem längsverschiebbar befestigten
Schieber 38 einen Speicherbereich 39 von einem Vorvereinzelungsbereich 40 trennt. Die
entlang der Zeichenebene verlaufenden Begrenzungswände sind zeichnerisch nicht
dargestellt und können beispielsweise durch den Montagerahmen der Zuführeinrichtung gebildet
werden. Durch entsprechendes Verstellen des Schiebers 38 kann die Größe des
Durchgangsspaltes zwischen dem Schieber 38 und dem an der Begrenzungswand 35
angebrachten Leitblech 41 entsprechend der geometrischen Abmaße der zu verarbeitenden
Bauteile 1 eingestellt werden.
-
Die Zwischenplatte 37 und der parallel zu diesem verlaufende Schieber 38 weisen
gegenüber der Horizontalen ein Gefälle in Richtung auf den Durchgangsspalt auf, um so das
Zuführen der Bauteile zum Durchgangsspalt hin zu unterstützen. Darüber hinaus ist die
Zwischenplatte 37 um einen ersten Drehpunkt 42 schwenkbar gelagert und kann durch einen
Antrieb 43, insbesondere durch einen Linear- oder Exzenterantrieb, zum Schwingen um
diesen ersten Drehpunkt 42 angeregt werden, so daß eventuelle Stauungen von Bauteilen
schnell aufgelöst werden bzw. erst gar nicht auftreten können.
-
Der Vorvereinzelungsbereich 40 wird außer durch die seitlichen Begrenzungswände 35, 36
durch den Vibrationsboden 44 begrenzt. Der Vibrationsboden 44 ist um den zweiten
Drehpunkt 45 schwenkbar gelagert und erstreckt sich von der hinteren Begrenzungswand 35
durch die Öffnung 46 in der vorderen Begrenzungswand 36 hindurch.
-
Der Vibrationsboden 44 verläuft im wesentlichen in einer horizontalen Ebene, er kann jedoch
ggf. auch in seiner Neigung an die bauteilspezifischen Erfordernisse angepaßt werden.
Außer durch den zweiten Drehpunkt 45 wird der Vibrationsboden 44 durch den Antrieb 47
abgestützt, durch welchen er um den zweiten Drehpunkt 45 schwingend angetrieben werden
kann. Sowohl der Antrieb 47 als auch der Antrieb 43 sind zum einen in Frequenz und zum
anderen in Amplitude der Schwingung an die spezifischen Erfordernisse einstellbar.
-
Die aus dem Speicherbereich 39 zugeführten Bauteile 1 stauen sich zunächst im
Vorvereinzelungsbereich 40 nahe der Begrenzungswand 35. Die Schwingung des Vibrationsbodens
44 überträgt sich nun auf die auf ihm gelagerten Bauteile 1. Der Verlauf der
Schwingungsamplitude über die Erstreckung des Vibrationsbodens 44 in Richtung des
Materialflusses ist in Fig. 4a dargestellt, und fällt von der linken Begrenzungswand 35 kommend zum
Drehpunkt 45 hin linear auf Null ab, um anschließend bis zum Ende 48 des
Vibrationsbodens 44 wieder anzusteigen. Aufgrund dieses Amplitudenverlaufes nimmt die Höhe der im
Vorvereinzelungsbereich 40 aufeinander aufgeschichteten Bauteile 1 zum Drehpunkt 45 hin
kontinuierlich ab, da auch der auf sie wirkende Vortrieb, welcher direkt von der
Schwingungsamplitude abhängt, abnimmt. Die zwischen dem zweiten Drehpunkt 45 und dem Ende
48 des Vibrationsbodens 44 wieder ansteigende Schwingungsamplitude führt zu einer
Beschleunigung der Bauteile 1, was einen deutlichen Vereinzelungseffekt zur Folge hat.
-
Durch entsprechende Einstellung der Frequenz und der Amplitudengröße läßt sich der
Vortrieb der Bauteile in idealer Weise an die jeweiligen geometrischen Verhältnisse bzw.
Materialeigenschaften der Bauteile anpassen. Somit können auch Bauteile, die aufgrund ihrer
Geometrie zum Verhaken neigen, sicher aus dem Vorratsbunker ausgebracht werden.
-
Der beschriebene Vibrationsbunker läßt sich als Ersatz für den Vorratsbunker 2 in sämtliche
vorherigen Ausführungsbeispiele integrieren.