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Technisches
Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Sammlung und
Abgabe von Produkten, die in Reihen angeordnet sind, insbesondere
zur Beschickung von Verpackungslinien für solche Produkte, gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
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Technologischer
Hintergrund
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Vorrichtungen
des vorgenannten Typs werden weit verbreitet in Verpackungslinien
für Süßwaren verwendet,
z. B. Schokoladenriegel, Kekse oder andere ähnliche Arten, bei denen solche
Produkte auf Förderbändern bewegt
werden, wobei sie in Reihen oder Gruppen von Reihen, die voneinander
beabstandet sind, angeordnet sind (mit „in Reihen" sind in dem vorliegenden Kontext Reihen
von ausgerichteten Produkten gemeint, wobei die Reihen senkrecht
zur Richtung der Vorwärtsbewegung
der Produkte angeordnet sind). Zwischen diesen Förderbändern und den Verpackungsmaschinen
ist typischerweise eine Lagereinheit für die Produkte angeordnet, um
eine regelmäßige Beschickung
der Verpackungsmaschine in einem vorbestimmten und einheitlichen Rhythmus
zu ermöglichen,
und somit die Beschickung unabhängig
von der Geschwindigkeit und Veränderungen
in der Bewegung der eingehenden Reihen zu machen. Dokument US-A-5
636 722 offenbart solch eine Vorrichtung für die Sammlung und Abgabe von
Süßwaren.
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Mit
solchen Lagereinheiten ist es deshalb möglich, verschiedene automatische
Verpackungslinien effizient zu beschicken, wobei Geschwindigkeiten
und Zuführrhythmus
gemäß dem Produkttyp,
der verarbeitet wird, programmiert sind.
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Typischerweise
umfassen solche Lagereinheiten ein Magazin, in dem eine Vielzahl
von Behälterelementen
gelagert sind und in Reihe entlang eines Pfades, der die Lagerkapazität optimiert,
geführt werden.
Im Allgemeinen sind die Behälter
mit einem vorbestimmten Abstand regelmäßig voneinander beabstandet
und jeder umfasst eine Vielzahl von Ablageflächen, welche die jeweiligen
Reihen von Produkten lagern und enthalten können. Die Vorsehung von einer
oder mehreren Förderketten,
auf welchen die Behälter
in einem regelmäßigen Abstand
befestigt sind, ist typisch.
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Der
Gleitpfad der Kette ist ferner so gewählt, dass die Behälter jeweils
nacheinander zur Aufnahmeöffnung
geführt
wird, um auf jede seiner Ablageflächen eine Reihe oder mehrere
Reihen von Produkten zu laden, die in die Lagereinheit kommen, und gleichzeitig
die vorher befüllten
Behälter
durch die Wirkung der Bewegung der Kette zur Abgabeöffnung geführt werden,
um die Produkte, welche die Lagereinheit verlassen, abzugeben.
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Lagereinheiten
dieses Typs erstrecken sich normalerweise in der Höhe und bieten
einen vertikal aufsteigenden Abschnitt der Kette, um die Behälter nacheinander
durch die Aufnahmeöffnung
zu beladen, und einen abfallenden vertikalen Abschnitt der Kette
zum Positionieren der Behälter
an der Abgabeöffnung
und nachfolgendes Entladen der Produkte aus der Lagereinheit. Diese
Abschnitte sind Teil des gesamten Pfads, der weiterhin eine bestimmte
Anzahl von Biegungen oder Rückläufen aufweisen kann,
welche die Funktion haben, die Anzahl der Behälter (und damit der Produkte),
die innerhalb der Lagereinheit gesammelt werden können, zu
maximieren.
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Eine
Begrenzung, die in den bekannten Lagervorrichtungen mit den vorgenannten
Eigenschaften anzutreffen ist, liegt in der Tatsache, dass der Abstand
zwischen der letzten Ablagefläche hälters sich allgemein
von dem Abstand zwischen benachbarten Ablageflächen des gleichen Behälters unterscheidet. Dies
macht es erforderlich, die Kette mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten
zu bewegen, um den gleichen Beladerhythmus beim Übergang von der letzten Ablagefläche des
einen Behälters
zur ersten Ablagefläche
des nachfolgenden Behälters
sicherzustellen, sowohl bei der Beladephase als auch der Entladephase
der Produkte von der Lagereinheit. Diese Ungleichheit der Abstände erzeugt
Beschleunigungen und Geschwindigkeitsverringerungen der Behälter, die
eine störende
Schlagbeanspruchung bei der Bewegung der Behälter selbst hervorrufen können, zum Beispiel
unerwünschte
Schwingbewegungen.
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Zu
diesen dynamischen Auswirkungen kommen außerdem unerwünschte Schwankbewegungen der
Behälter,
die beim Durchlauf durch die gewundenen Abschnitte des Pfads hervorgerufen
werden, wobei diese Abschnitte durch die Biegungen der Kette erzeugt
werden, die innerhalb des Magazins erzeugt werden, um dessen Lagerkapazität zu erhöhen. Die Dreh-
und Verschiebungsbewegungen, die durch solche gekrümmten Pfade
hervorgerufen werden, können
ferner die Ausrichtung der Reihen von Produkten, die in den Behältern gelagert
sind, gefährden. Andererseits
kann eine Einschränkung
solcher Belastungen und Schwenkbewegungen erreicht werden, indem
die Übersetzungsgeschwindigkeit
der Kette verringert wird, was jedoch dann viel längere Lagerzeiten
für die
Beschickung des Magazins erfordert, zum Nachteil der Gesamteffizienz
und Produktivität
der Fabrik.
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Beschreibung
der Erfindung
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Das
Problem, das der vorliegenden Erfindung zugrunde liegt, ist die
Bereitstellung einer Vorrichtung für die Sammlung und Abgabe von
Produkten, die in Reihen angeordnet sind, welche vom Aufbau und
der Funktionalität
her so ausgelegt ist, dass sie es ermöglicht, die Einschränkungen,
die in Bezug auf den genannten Stand der Technik genannt wurden,
zu überwinden.
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Dieses
Problem wird durch die Erfindung mittels einer Vorrichtung für die Sammlung
und Abgabe von Produkten gelöst,
welche gemäß dem kennzeichnenden
Teil des Anspruchs 1 erzeugt wird.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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Weitere
Eigenschaften und Vorteile der Erfindung werden aus der nachfolgenden
genauen Beschreibung eines ihrer bevorzugten beispielhaften Ausführungsbeispiele
deutlicher, die im Wege eines nicht einschränkenden Beispiels unter Bezugnahme auf
die beigefügten
Zeichnungen dargestellt werden, in denen:
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1 eine
schematische Ansicht in Seitenansicht einer Lagervorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung in einer ersten Betriebsphase ist,
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2 eine
schematische Teilansicht in Frontansicht gemäß dem Pfeil A der 1 ist,
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3 eine
Ansicht entsprechend der von 1 ist, mit
einer zweiten Betriebsphase der Lagervorrichtung gemäß der Erfindung,
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4 eine
schematische Teilansicht in Frontansicht gemäß dem Pfeil A' der 3 ist,
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5 eine
schematische perspektivische Ansicht eines Details der Vorrichtung
der vorangehenden Figuren ist,
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6 eine
schematische perspektivische Ansicht eines weiteren Details der
Vorrichtung der 1 bis 4 ist,
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7 eine
Teilansicht in Frontansicht, in vergrößertem Maßstab, eines Details der 6 ist,
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8 eine
Teilansicht in Frontansicht, in vergrößertem Maßstab, eines Details der 5 ist.
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Bevorzugte
Weise der Ausführung
der Erfindung
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Unter
Bezugnahme auf die genannten Figuren bezeichnet Bezugszeichen 1 insgesamt
eine Vorrichtung für
die Sammlung und Abgabe von in Reihen angeordneten Produkten P,
die gemäß der vorliegenden
Erfindung hergestellt wird. Die Vorrichtung ist von dem Typ, der
eine Lagereinheit 2 umfasst, die von einer feststehenden
Struktur getragen wird, die in den Zeichnungen nicht gezeigt ist,
und deren Körper oder
Außenbegrenzungsgehäuse 3 schematisch durch
gestrichelte Linien in den Ansichten der 1 und 3 gezeigt
ist.
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Die
Lagereinheit 2 ist mit einer Empfangsöffnung 4 versehen,
durch welche die Produkte P, die in eingehenden Reihen auf einem
Zuführband 5 verteilt sind,
zugeführt
werden, und mit einer Abgabeöffnung 6 zur
Abgabe der Produkte P, welche die Lagereinheit 2 verlassen.
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Die
Lagereinheit 1 umfasst ferner eine Vielzahl von Behälterelementen 7,
die innerhalb der Lagereinheit 2 zwischen den Öffnungen 4 und 6 beweglich
geführt
werden, entlang eines Pfads 6, der zu einem Ring geschlossen
ist und durch vier jeweils geradlinige Zweige, bezeichnet mit 8a, 8b, 8c und 8d, definiert
wird. Genauer gesagt weist der Pfad 8 eine rechteckige
Konstruktion auf, wobei die Paare von Zweigen 8a, 8b und 8c, 8d parallel
und einander gegenüber
liegen. Die Zweige 8a und 8b erstrecken sich in
geeigneter Weise vertikal, wobei mit dem Begriff „vertikal" die Richtung senkrecht
zur Lager oberfläche
an der Basis der Lagereinheit 2 gemeint ist, entlang welcher
jeweils die Aufnahmeöffnung 4 und die
Abgabeöffnung 6 liegen.
Demgegenüber
erstrecken sich die Zweige 8c, 8d in einer „horizontalen" Richtung, d. h.
parallel zur Lageroberfläche
der Lagereinheit.
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Jedes
Behälterelement 7 weist
eine Vielzahl von Lageroberflächen
auf, die alle mit 9 bezeichnet sind, die eine über der
anderen ansteigend und voneinander in regelmäßigem Abstand beabstandet angeordnet
sind und eine oder mehrere eingehende Reihen von Produkten vom Band 5 aufnehmen
können.
Diese Behälterelemente 7 werden
in Reihe entlang des Pfads 8 geführt (in einer Richtung im Uhrzeigersinn,
wenn man 1 betrachtet), um jeden zu befüllenden
Behälter 7 zur Öffnung 4 zu
bringen, um die Reihen von Produkten P, die vom Band 5 zugeführt werden,
auf die Oberflächen 9 zu
laden, und auch um die vorher befüllten Behälter 7 zur Abgabeöffnung 6 zu
führen,
um die Produkte P, welche die Lagereinheit verlassen, abzugeben.
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Auf
dem Pfad 8 ist der Zweig 8a der aufsteigende Zweig
zum Beladen der Behälter 7,
während der
Zweig 8b der abfallende Zweig zum Entladen der Behälter ist.
Der Zweig 8c ist der Zweig zum Lagern der Behälter 7,
entlang dem die Behälter
in Position gegeneinander gehalten werden, wie aus dem Folgenden
ersichtlich wird. Der Zweig 8d ist der Zweig zum Transportieren
der Behälter 7,
die bereits entlang des Zweigs 8b entladen wurden, und
zum Lagern derselben, während
sie darauf warten, entlang des aufsteigenden Zweigs 8a erneut
beladen zu werden.
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Entlang
der Zweige des Pfads 8 sind außerdem Einrichtungen vorgesehen,
um die Behälter 7 zu betätigen. Es
sei angemerkt, dass die Betätigungseinrichtungen,
die entlang der Zweige 8a und 8b aktiv sind, vom
Aufbau und der Funktionalität
her ähnlich zu
einander sind, und die Beschreibung ist deshalb auf den aufsteigenden
Zweig 8a beschränkt,
wobei beabsichtigt ist, dass eine entsprechende Betätigungseinrichtung
für den
abfallenden Zweig 8b vorgesehen ist und dass gemeinsame
Teile der zwei vorgenannten Zweige gegebenenfalls mit den gleichen Bezugszeichen
benannt werden. In gleicher Weise sind Betätigungseinrichtungen, die im
Aufbau und der Funktionalität ähnlich zueinander
sind, entlang der Lagerzweige 8c und 8d vorgesehen,
und deshalb ist die Beschreibung nur bezugnehmend auf den Lagerzweig 8c beschränkt, wobei
gemeinsame Teile dieser zwei Zweige des Pfads gegebenenfalls mit den
gleichen Bezugszeichen bezeichnet werden.
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Die
Betätigungseinrichtung,
die für
die Bewegung der Behälter 7 entlang
des Zweigs 8a angeordnet ist, umfasst erste und zweite
getrennte Steuereinrichtungen 10, 11, die jeweils
nacheinander mit einem und einem weiteren Behälter 7, die aufeinander
folgend angeordnet sind, jedes Paars von Behältern, die in der Lagereinheit 2 zu
finden sind, verbunden sind. Mit anderen Worten werden Behälter 7,
die aufeinander folgend entlang des Pfades liegen und mit dem Zweig 8a in
Eingriff gelangen, nacheinander jeweils von der Betätigungseinrichtung 10 und 11 betätigt, so
dass beide der Behälter 7 mit
unabhängigen Bewegungen
in Bezug aufeinander von der Aufnahmeöffnung 4 weg oder
zu dieser hin geführt
werden. Die erste Steuereinrichtung 10 umfasst zwei Paare von
motorgetriebenen Ketten 11a, 11b und 11c, 11d, die
jeweils um ein Antriebskettenrad 12 und ein Rückführkettenrad 13 gewickelt
sind und sich außerdem
mit ihren Betriebszweigen parallel zum aufsteigenden Zweig 8a erstrecken.
Das Bezugszeichen 14 bezeichnet einen Servomotor, der die
Antriebskettenräder
der Ketten 11a, 11b und, mittels einer Rückführung 15,
die Antriebskettenräder
des gegenüberliegenden
Paars von Ketten 11c, 11d synchron antreiben kann.
Jedes Paar von Ketten ist ferner mit jeweiligen Verbindungseinrichtungen
versehen, die insgesamt mit 16 bezeichnet werden, welche
mit jeweils komplementären
Verbindungseinrichtungen 17, die auf den gegenüberliegenden
Seiten der Behälter 7 vorgesehen
sind, in Eingriff gelangen können,
um diese entlang des aufsteigenden Zweigs 8a der Lagereinheit 2 anzuheben.
Die Verbindungseinrichtungen 16 umfassen jeweils plattenartige
Elemente 18, die in regelmäßigem Abstand an jedem Paar
von Ketten 11a, 11b und 11c, 11d gesichert
sind, von welchen sie in der gleichen Richtung und quer dazu angehoben
werden, Stützwalzen 19,
welche Bereiche von jeweiligen Flügeln 20 beeinträchtigen
können, welche
von den gegenüberliegenden
Seiten der Behälter
vorstehen, wie in 5 und 8 gezeigt.
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Die
Betätigungseinrichtung 11 wiederum
umfasst zwei Paar von motorgetriebenen Ketten 21a, 21b und 21c, 21d,
die jeweils um ein Antriebskettenrad 22 und ein Rückführkettenrad 23 gewickelt
sind und sich außerdem
mit ihren Betriebszweigen parallel zu dem aufsteigenden Zweig 8a erstrecken.
Das Bezugszeichen 24 bezeichnet einen Servomotor, der die
Antriebskettenräder
der Ketten 21a, 21b und, mittels einer Rückführung 25,
die Antriebskettenräder des
gegenüberliegenden
Paars von Ketten 21c, 21d synchron steuern kann.
Jedes dieser Paare von Ketten ist ferner mit jeweiligen Verbindungseinrichtungen
versehen, die insgesamt mit 26 bezeichnet werden, vom Aufbau
her identisch zu den Verbindungseinrichtungen 16, welche
mit den komplementären Verbindungseinrichtungen 17,
die auf den gegenüberliegenden
Seiten der Behälter 7 vorgesehen
sind, in Eingriff gelangen können,
um diese entlang des aufsteigenden Zweigs 8a anzuheben.
Die Verbindungseinrichtungen 26 sind in regelmäßigem Abstand
an den Ketten 21a bis 21d gesichert, in geeigneter
Weise gleich dem, der für
die Verbindungseinrichtungen 16 vorgesehen ist.
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Es
sei unter besonderer Bezugnahme auf 5 angemerkt,
dass einerseits die Ketten 11a, 11b, 21a, 21b und
andererseits die Ketten 11c, 11d, 21c, 21d Rückkehrachsen
aufweisen, die koaxial zueinander sind, wobei die Betriebszweige
jedes der Paare von Ketten parallel und gegenseitig voneinander
beabstandet sind.
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Die
Betätigungseinrichtung,
die entlang des abfallenden Zweigs 8b vorgesehen ist, umfast
erste und zweite Steuereinrichtungen, die ebenfalls, der Einfachheit
halber, mit 10, 11 bezeichnet sind und wiederum
jeweils zwei Paare von Ketten 31a, 31b, 31c, 31d und 41a, 41b, 41c, 41d aufweisen,
wobei diese den gleichen Aufbau aufweisen wie die Ketten, die mit
dem aufsteigenden Zweig 8a verbunden sind, auf dessen Beschreibung
im Hinblick auf weitere Einzelheiten verwiesen wird. Auch in diesem
Fall werden aufeinander folgende Behälter 7, welche mit
dem Zweig 8b in Eingriff sind, mit unabhängigen Bewegungen
in Bezug aufeinander von der Abgabeöffnung 6 weg und zu
dieser hin bewegt. Für
die Bewegung der Behälter
entlang des Lagerzweigs 8c ist eine erste Fördereinrichtung
vorgesehen, insgesamt mit 42 bezeichnet, welche die Behälter 7 (gefüllt mit den
Produkten P) einen nach dem anderen in eine Sammelposition und einen
gegen den anderen führen
kann. Diese Einrichtung 42 umfasst Paare von motorgetriebenen
Ketten 43, die jeweils um ein Antriebskettenrad 44 und
ein Rückführkettenrad 45 gewickelt
sind und deren Betriebszweige horizontal entlang des Zweigs 8c verlängert sind.
Genauer gesagt sind Paare von doppelten motorgetriebenen Ketten vorgesehen,
welche drehende Leerlaufwalzen 46 lagern, die auf Stiften 47 drehen,
welche Stifte von zwei nebeneinanderliegenden einzelnen Ketten darstellen und
fest aneinander befestigt sind (7). Die
Walzen 46 sind so befestigt, dass sie im Leerlauf sind, und
lagern die Flügel 20 der
Behälter 7 an
einer Nut 48, die am Boden der Flügel selbst vorgesehen ist. Die
Ketten 43 wiederum werden auf Führungsprofilen 48a,
die sich parallel zum Zweig 8c erstrecken und mit der feststehenden
Struktur der Lagereinheit 2 verbunden sind, gelagert und
gleitend geführt.
Bei der Bewegung der Ketten 43 wird jeder Behälter 7 mit Letzterer
entlang des Zweigs 8c bewegt, aufgrund der Reibung, die
sich in dem Lagerkontakt der Flügel 20 auf
den jeweiligen Leerlaufwalzen 46 entwickelt. Eine Arretiereinrichtung,
bezeichnet mit 49, ist am ankommenden Ende des Zweigs 8c vorgesehen
und kann den Behälter 7 beeinträchtigen,
um ihn (zusammen mit den verbleibenden Behältern, die gegen ihn gedrückt werden)
in einer Richtung in der erreichten Endposition, unabhängig von
der Bewegung der Ketten, aufgrund der Kriechdehnung und/oder des
relativen Rollens zwischen den Leerlaufwalzen und den Flügeln des
Behälters,
zu halten. Die Sammlung der Behälter 7 und
ihre Rückhaltung
wird somit durch die Arretiereinrichtung 49 während der
andauernden Bewegung der Ketten 43 sichergestellt.
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Für die Bewegung
der Behälter 7 entlang
des unteren Transportzweigs 8d ist eine zweite Fördereinrichtung
vorgesehen, insgesamt mit 50 bezeichnet, die einen Aufbau
aufweist, der im Wesentlichen identisch zu dem der Fördereinrichtung 42 ist.
Sie enthält
ebenfalls Paare von doppelten motorgetriebenen Ketten 43 mit
Leerlauf-Stützwalzen 46 zum
Lagern der Behälter 7,
für deren
Einzelheiten auf die vorher unter Bezugnahme auf den Zweig 8c gegebene
Beschreibung verwiesen wird, welche mit einer Arretiereinrichtung 49a in
einer Weise zusammenwirkt, die sehr ähnlich zu der ist, die für den Zweig 8c vorgesehen
ist.
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Das
Bezugszeichen 51 bezeichnet eine Vorschubeinrichtung zum
Transportieren jedes der Behälter 7 in
dem Durchgang entlang des Pfads 8 von dem aufsteigenden
Zweig 8a zum Lagerzweig 8c und von diesem zum
abfallenden Zweig 8b. Diese Vorschubeinrichtung 51 wird
zum Beispiel mittels eines oder mehrerer Vorschubelemente 52 hergestellt,
die feststehend an der Bewegung einer Kette 52 gesichert
sind und den Behälter 7 beeinträchtigen
können,
um selbigen von einem Zweig zum anderen an der Einmündung der
Zweige entlang des Pfads 8 zu bewegen.
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Bezugszeichen 54 bezeichnet
ein Vorschubelement, das die Reihen von Produkten P in der Phase
des Entladens des Behälters 7 und
der Abgabe der Produkte, die die Lagereinheit 2 verlassen, von
jeder Lageroberfläche 9 zu
einem Auslassband 55 verlagern kann.
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Zum
besseren Verständnis
der nachfolgend beschriebenen Funktionsweise der Vorrichtung werden
die Behälterteile,
die in den 1 und 3 gezeigt
sind, einzeln mit den Bezugszeichen 7a, 7b, 7c, 7d, 7e, 7f, 7g, 7h, 7i, 71 und 7m bezeichnet,
um so ein Auffinden von deren Position innerhalb der Lagereinheit
zu vereinfachen.
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In
einer anfänglichen
Referenz-Betriebsphase, dargestellt in 1, ist der
Behälter 7a an
der Aufnahmeöffnung 4 angeordnet,
wobei das Band 5 in Ausrichtung mit der oberen Lageroberfläche 9 des Behälters 7a liegt,
um eine Reihe von Produkten P auf diese Oberfläche zu transportieren. Der
Behälter 7a wird
durch die Steuereinrichtung 10 mittels der Verbindung mit
den Ketten 11a bis 11d angehoben. Ein Sensor 57 ist
vorgesehen, um den Durchlauf der Reihe zu erfassen und den Servomotor 14 zu
betätigen,
um den Behälter 7a um
einen Abstand (gleich dem Abstand zwischen aufeinanderfolgenden
Oberflächen 9)
zu verlagern, um so das Beladen aller Lageroberflächen 9 mit
den jeweiligen Reihen von Produkten P zu vollenden.
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In
dieser Phase wird der Behälter 7b von dem
Lagerzweig 8d getrennt und unter dem Behälter 7a angeordnet.
Die Behälter 7c, 7d, 7e werden
durch die Arretiereinrichtung 49a in einer Position gegeneinander
auf dem Zweig 8c gehalten. Der Behälter 7m wird nach
dem Befüllen
angehoben, bis er mit der Förderkette 43 ausgerichtet
ist, um entlang des Zweigs 8c durch die Vorschubeinrichtung 50 transportiert
zu werden. Die vollen Behälter 71, 7i, 7h werden
auf dem Zweig 8c gelagert, gehalten durch die Arretiereinrichtung 49.
Der Behälter 7g wird
durch die Ketten 31a bis 31d durch eine intermittierende
Bewegung zur Abgabeöffnung 6 entlang
des abfallenden Zweigs 8b verlagert (mittels gegenseitigen
Eingriffs der jeweiligen Verbindungseinrichtung 16 mit
der komplementären
Verbindungseinrichtung 17), um ein Entladen der Reihen
von Produkten P von den jeweiligen Lageroberflächen 9 zu ermöglichen.
Der Behälter 7g ist
nach dem Entladen der Produkte auf das Band 55 mit den
Ketten 41a bis 41d verbunden und wird bei einer
durchgehenden Bewegung in der Richtung des Lagerzweigs 8d für leere
Behälter
verlagert.
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In
einer folgenden Betriebsphase der Vorrichtung 1, dargestellt
in 3, befindet sich der von der Steuereinrichtung 10 angehobene
Behälter 7a am
Ende der Füllphase,
wobei die letzte Lageroberfläche 9 (die
auf Bodenniveau) mit dem Band 5 ausgerichtet ist, um die
letzte Reihe von Produkten P in den Behälter 7a zu laden.
In dieser Phase wird der Behälter 7b mittels
der jeweiligen getrennten Steuereinrichtung 11 näher zum
Behälter 7a bewegt,
bis er eine Position erreicht, in der der Abstand zwischen der letzten
Oberfläche 9 des
Behälters 7a und
der oberen Oberfläche
des Behälters 7b gleich
dem Abstand zwischen aufeinanderfolgenden Oberflächen 9 der Behälter ist.
Auf diese Weise können
die Reihen von Produkten mit einem immer gleichen Abstand bei einem
gleichförmigen
Rhythmus in die Behälter
eingeführt
werden, auch während
des Übergangs
von einem Behälter
zum nächsten. 4 zeigt
den aufgereihten Zustand der Behälter 7a, 7b.
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In
dieser Phase werden die Behälter 7c, 7d, 7d zusätzlich durch
Betätigung
der Arretiereinrichtung 49a auf dem Zweig 8d gelagert
gehalten. Der vorher geleerte Behälter 7f ist unterwegs
entlang des Zweigs 8d, bis er die Position erreicht, in
der er gegen den Behälter 7e schiebt.
Der Behälter 7m,
der auf dem Zweig 8c transportiert wird, wird entlang dieses
Lagerzweigs bewegt. Der Behälter 7h wird
durch die Vorschubeinrich tung 51 auf den abfallenden Zweig 8b befördert und
wird von den Ketten 41a bis 41d gesteuert, während der
sich dem Behälter 7g annähert. Aufgrund
der voneinander unabhängigen Steuerbewegungen
der Behälter 7g und 7h kann
der Abstand zwischen der oberen Oberfläche 9 des Behälters 7g und
der letzten unteren Oberfläche
des Behälters 7h gleich
dem Abstand zwischen den Oberflächen 9 des
gleichen Behälters
eingestellt werden, um so eine Abgabe der Reihen von Produkten bei
einem konstanten Abstand in einem einheitlichen Rhythmus auch während des Übergangs
von einem Behälter
zum nächsten
sicherzustellen.
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Die
in den 1 und 3 dargestellten Phasen werden
dann zyklisch wiederholt, um das Beladen jedes Behälters entlang
des aufsteigenden Zweigs 8a und das Leeren der entsprechenden
Behälter
entlang des abfallenden Zweigs 8d in Folge zu erhalten.
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Es
ist selbstverständlich,
dass die Anzahl der Behälter,
die in der Lagervorrichtung vorgesehen ist, gemäß den speziellen Anforderungen
variieren kann. Es sei angemerkt, dass die Lagerkapazität im Wesentlichen
mit der Anzahl und den Abmessungen der Behälter zusammenhängt, die
einer gegen den anderen entlang des Lagerzweigs 8c geschoben
werden können,
und das Lagervolumen kann somit erhöht werden, indem z. B. die
Lagereinheit horizontal verlängert
wird und/oder die Anzahl der Lageroberflächen jedes Behälters erhöht wird.
Die aufsteigenden und abfallenden Zweige der Lagervorrichtung, welche
deren gesamte vertikale Abmessung definieren, dienen im Wesentlichen
dazu, das Befüllen
und Leeren zumindest eines aufeinanderfolgenden Paars von Behältern durch
Bewegungen, die unabhängig voneinander
sind, sicherzustellen. Auf diese Weise werden die Phasen des Befüllens und
Leerens der Behälter
im Wesentlichen unabhängig
von der Bewegung der restlichen Behälter innerhalb der Lagereinheit.
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Die
Erfindung löst
somit das gestellte Problem, während
sie viele Voreile in Bezug auf die bekannten Lösungen bietet.
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Ein
grundlegender Vorteil liegt in der Tatsache, dass es in der Vorrichtung
gemäß der Erfindung möglich ist,
sowohl in der Befüllphase
als auch in der Phase des Leerens einen Abstand zwischen der letzten
Lageroberfläche
eines Behälters
und der ersten Oberfläche
des daran angrenzenden Behälters
beizubehalten, der gleich dem Abstand der Lageroberflächen ist.
Diese Gleichheit der Abstände
ermöglicht eine
Bewegung der Behälter
bei konstanter Geschwindigkeit in der Belade-/Entladephase, ohne dass
eine Beschleunigung/Verlangsamung der Behälter selbst verursacht würde, die
für alle
ungewünschten
Schwankbewegungen verantwortlich ist.
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Ein
weiterer Vorteil liegt in der Tatsache begründet, dass die Behälter in
den aufsteigenden und abfallenden Zweigen einzeln gesteuert werden,
mit Bewegungen, die voneinander unabhängig sind. Da der volle Behälter tatsächlich mit
einer Geschwindigkeit weg bewegt werden kann, die sich von der des darauffolgenden
in der Befüllphase
unterscheidet, werden Effizienz und Produktivität der Vorrichtung erhöht.
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Ein
weiterer Vorteil ist, dass die Behälter nicht, wie in den bekannten
Systemen, an einen feststehenden Kettenabstand gebunden sind, wobei
dieser Abstand die gesamte Bewegung der Reihe von Behältern einschränkt. Gemäß der Erfindung
kann der Behälter,
der auf dem aufsteigenden Zweig mit einer bestimmten Verlagerungsgeschwindigkeit
gefüllt wurde,
direkt dem Pfad in Richtung zur Lagerungs- und Leerungsseite mit
einer anderen (und höheren) Geschwindigkeit
und einem Abstand, der sich von dem vorangehenden Behälter unterscheidet,
folgen. Dieser Vorteil schlägt
sich auch in der Phase des Leerens der Behälter nieder.
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Noch
ein weiterer Vorteil ist, dass die Bewegung, die für den Durchlauf
von einem Behälter
zum nächsten
während
des Füllens
notwendig ist, im Gegensatz zu den bekannten Systemen nicht die
Laufgeschwindigkeit beschränkt.
In den bekannten Lösungen
wird in der Tat die gesamte Reihe von Behältern entlang des in der Lagereinheit
definierten Pfades bewegt, wobei eine deutliche Leistung für die Bewegung
des gesamten Reihe von Behältern
nötig ist. Gemäß der Erfindung
werden die Zweige für
das Befüllen
und Leeren der Behälter
unabhängig
von den Zweigen für
die Lagerung der Behälter
betätigt,
wodurch weniger Leistung erforderlich ist und die Möglichkeit
der Verwendung verschiedener Verlagerungsgeschwindigkeiten gegeben
ist, um die Lagerungs- und Abgabezeiten für Produkte in der Lagereinheit
zu optimieren.
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Außerdem ermöglicht die
Vorsehung von geradlinigen Zweigen in den Lade-/Entlade- und Lagerpfaden
in der Vorrichtung der Erfindung, unerwünschte Schwing- und Schwankbewegungen
der Behälter
zu verhindern, die demgegenüber
in den bekannten Systemen erzeugt werden, insbesondere wenn Rückläufe und
Biegungen in den Pfaden vorhanden sind, wie sie in den Lagereinheiten
beschrieben sind.
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Ein
weiterer Vorteil ist, dass die Behälter der Vorrichtung gemäß der Erfindung
nicht starr an den Förderketten
gesichert sind, folglich für
Wartungsvorgänge
einfach zu ersetzen und/oder zu entfernen sind (z. B. bei der Reinigung).
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Noch
ein weiterer Vorteil ist, dass die Vorrichtung gemäß der Erfindung
es möglich
macht, eine verringerte Wegstrecke für jeden Behälter vom Füllpunkt zum Leerungspunkt zu
erhalten, ohne die Notwendigkeit einer vollständigen Umdrehung des Wegs der
Kette, wie sie in den bekannten Systemen vorgesehen ist.