DE10132951A1 - Handgeführtes Arbeitsgerät - Google Patents
Handgeführtes ArbeitsgerätInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein handgeführtes Arbeitsgerät, insbesondere einen Freischneider, Kantenschneider oder dgl., mit einem Antriebsmotor (1) und einem durch den Antriebsmotor (1) angetriebenen Schneidwerkzeug (2). Das Arbeitsgerät weist ein Führungsrohr (3) zur Führung einer das Schneidwerkzeug (2) mit dem Antriebsmotor (1) verbindenden Antriebswelle (4) sowie einen am Führungsrohr (3) festgelegten Handgriff (5) auf. Der Handgriff (5) in Form eines Griffbügels (8) ist um eine quer zur Längsachse (6) des Führungsrohres (3) liegende Schwenkachse (7) verschwenkbar zur Einstellung seines Abstandes (a) zum Führungsrohr (3). Zwischen dem Griffbügel (8) und dem Führungsrohr (3) ist ein federnder, mit einer Komponente in Richtung der Längsachse (6) sich erstreckender und insbesondere schwingungsdämpfender Griffbügelhalter (22, 23) angeordnet.
Description
Die Erfindung betrifft ein Arbeitsgerät mit den Merkmalen
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Freischneider, Kantenschneider oder vergleichbare
Arbeitsgeräte werden für eine Vielzahl unterschiedlicher
Aufgaben eingesetzt. Beispielsweise kann mit dem gleichen
Arbeitsgerät sowohl eine ebene Wiese gemäht als auch die
Böschung eines Grabens oder dgl. von wuchernden Pflanzen
befreit werden. Dabei wird ermüdungsfreies Arbeiten wesent
lich durch eine ergonomische Haltemöglichkeit des Arbeits
gerätes beim Betrieb beeinflußt.
Beim Arbeiten im etwa ebenen Gelände wird das Führungsrohr
des Arbeitsgerätes mit seinem am Ende befindlichen Schneid
werkzeug schräg auf die zu bearbeitende Oberfläche ge
richtet. Um dabei der Bedienperson ein aufrechtes Stehen zu
ermöglichen, sind Handgriffe bekannt, die am Führungsrohr
befestigt und bezüglich diesem nach oben abgewinkelt bzw.
in Form eines nach oben hervorstehenden, etwa kreisförmigen
Bügels ausgebildet sind. Beim Bearbeiten von Böschungen
oder dgl. ist ein Verdrehen des Arbeitsgerätes etwa um die
Längsachse des Führungsrohres derart erforderlich, daß die
Drehebene des Schneidwerkzeugs parallel zur Böschungs
oberfläche ausgerichtet ist. Der nach oben über das
Führungsrohr hervorstehende Handgriff weist gegenüber der
Längsachse des Führungsrohres und damit gegenüber der
Schwerpunktlage des Arbeitsgerätes einen Abstand auf. Aus
diesem Abstand ergibt sich um den Handgriff ein Gewichts
kraftmoment, in dessen Folge ein Arbeiten mit schräg
gestelltem Arbeitsgerät kraftaufwendig und ermüdend ist. Es
sind auch Griffanordnungen bekannt, bei denen der Handriff
schwerpunktnah angeordnet ist, was eine Schrägstellung des
Arbeitsgerätes vereinfacht. Dadurch ist jedoch ein auf
rechtes Stehen beim Bearbeiten ebener Flächen erschwert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die einfache
Handhabung eines gattungsgemäßen Arbeitsgerätes in einem
vergrößerten Einsatzbereich zu ermöglichen.
Diese Aufgabe wird durch ein handgeführtes Arbeitsgerät mit
den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Dazu wird vorgeschlagen, den um eine quer zur Längsachse
des Führungsrohres liegende Schwenkachse verschwenkbaren
Handgriff mit einem federnden Griffbügelhalter zwischen dem
Griffbügel und dem Führungsrohr zu versehen. Der Griff
bügelhalter erstreckt sich dabei mit einer Komponente in
Richtung der Längsachse des Führungsrohres und ist ins
besondere auch dämpfend ausgeführt. Dadurch kann der Ab
stand des Handgriffs zum Führungsrohr in einer Schwenk
bewegung angepaßt an den vorliegenden Einsatzzweck in eine
ergonomisch günstige Position eingestellt werden. Gleich
zeitig ist eine etwa in Schwenkrichtung wirkende Federung
und Dämpfung des Handgriffes gegeben. Durch die
Erstreckungskomponente des Griffbügelhalters in Längs
richtung des Führungsrohres liegt die Feder- und Dämpfungs
richtung über den gesamten Schwenkbereich etwa quer zum
Führungsrohr. Betriebsbedingte Schwingungen oder Kraft
spitzen, beispielsweise beim Aufschlag des Schneid
werkzeuges auf eine harten Gegenstand, können dadurch wir
kungsvoll von den Händen der Bedienperson ferngehalten wer
den.
Beim Arbeiten im ebenen Gelände kann der Handgriff vom zu
bearbeitenden Boden weg nach oben verschwenkt werden, was
ein aufrechtes und damit ermüdungsfreies Stehen der Bedien
person ermöglicht. Beim Arbeiten an Böschungen kann der
Handgriff in eine schwerpunktnahe Position verbracht
werden, was ein Drehen des Arbeitsgerätes um dessen Längs
achse mit geringem Kraftaufwand unterstützt. Durch die ein
stellbare schwenkbare Anordnung ist der Zusatzaufwand des
Auswechselns verschiedener, angepaßter Handgriffe ver
mieden. Die Erstreckungskomponente des Griffbügelhalters in
Längsrichtung des Führungsrohres trägt dazu bei, daß beim
Ausführen einer Schwenkbewegung zur Anpassung des Abstandes
zwischen dem Griffbügel und dem Führungsrohr sich die Posi
tion des Griffbügels in Längsrichtung des Führungsrohres
nur gering verändert. Ein umständliches Nachjustieren der
Längsposition in den Bereich des Schwerpunktes kann ent
fallen. Der Handgriff umfaßt einen L-, O- oder U-förmigen
Griffbügel. Durch diese Formen ist die Anzahl der ver
schiedenen Haltemöglichkeiten erweitert und auch die
Möglichkeit gegeben, die Ausrichtung des Arbeitsgerätes
kraftsparend für einen kürzeren Zeitraum ohne Verschwenken
des Handgriffes zu verändern.
Der Griffbügel ist dabei zweckmäßig jeweils an seinen
beiden Enden über je einen schwingungsdämpfenden
Griffbügelhalter mit dem Führungsrohr verbunden, wodurch
neben einer wirkungsvollen Schwingungsdämpfung auch eine
hinreichend starre Anbindung des Griffbügels an das
Arbeitsgerät für eine präzise Führung desselben gegeben
ist. Durch eine unterschiedlich lange Ausbildung der beiden
Griffbügelhalter ist eine Schrägstellung des Griffbügels
und damit eine verbesserte ergonomische Ausrichtung ge
geben. Durch die unterschiedliche Länge der beiden Griff
bügelhalter weisen beide jeweils eine unterschiedliche
Eigenfrequenz auf, wodurch eine wirkungsvolle Schwingungs
dämpfung über einen verbreiterten Frequenzbereich gegeben
ist. Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, die Griff
bügelhalter als flächiges Bauteil auszubilden, deren Bau
teilebene in etwa parallel zur Längsachse des Führungs
rohres liegt. Dadurch ist einerseits eine wirkungsvolle
Dämpfung von Belastungen gegeben, die im wesentlichen senk
recht zur Längsachse des Griffrohres wirken. Andererseits
sind die Griffbügelhalter in der genannten Ausführung in
der Hauptbewegungsrichtung des Arbeitsgerätes etwa parallel
zur zu bearbeitenden Oberfläche im wesentlichen starr, wo
durch die Führungspräzision des Schneidwerkzeuges ver
bessert ist.
Die Griffbügelhalter sind zweckmäßig aus Kunststoff und
insbesondere einteilig mit angeformten Haltemuffen für den
Griffbügel ausgebildet. Neben geringen Fertigungskosten in
der Großserie ist dadurch gleichzeitig eine hohe Festigkeit
in Verbindung mit guten Dämpfungseigenschaften erzielbar.
Der Griffbügel ist dabei bevorzugt als Griffrohr, insbe
sondere aus Kunststoff oder Metall ausgebildet und zweck
mäßig mit einem Kunststoffschlauch ummantelt. Durch das
Rohr ist eine hohe Tragfähigkeit bei gleichzeitig geringem
Gewicht gegeben. Der Kunststoffschlauch verbessert das
Griffgefühl und erzeugt eine wirksame thermische Isolierung
des Metallrohres gegenüber der festhaltenden Hand. Bei
einer Ausbildung des Griffbügels in Kunststoff können auch
komplexere Formen zur Verbesserung der Ergonomie realisiert
werden.
Es sind vorteilhaft zwei Anschläge vorgesehen, die den
Schwenkbereich des Handgriffes begrenzen. Dazu ist
insbesondere am Handgriff eine bogenförmige Nut vorgesehen,
die einen gerätefesten Führungsstift umgreift. Dadurch ist
einerseits ein freies Verschwenken des Handgriffes inner
halb eines definierten Schwenkbereiches ermöglicht und
andererseits ein übermäßiges Verschwenken des Handgriffes,
beispielsweise beim versehentlichen Lösen desselben, ver
hindert. Der Handgriff ist zweckmäßig bezüglich seiner
Schwenkachse klemmend und reibschlüssig festlegbar. Eine
reibschlüssige Klemmverbindung ist mit einfachen Mitteln
herstellbar und erlaubt die stufenlose Verschwenkung des
Handgriffes in eine beliebige, den Wünschen der Bedien
person angepaßte Zwischenposition. Zur Verhinderung eines
Verrutschens des Handgriffes gegenüber seiner festgelegten
Arbeitsposition kann es zweckmäßig sein, die reibschlüssig
aneinanderliegenden Oberflächen im Bereich der Schwenkachse
reibwerterhöhend zu bearbeiten.
Der Handgriff ist vorteilhaft an ein Klemmstück festgelegt,
welches das Führungsrohr umgreift und dort festgeklemmt
ist. Das Klemmstück ist dabei im gelösten Zustand um die
Längsachse des Führungsrohres drehbar und insbesondere auch
in Richtung der Längsachse des Führungsrohres verschieb
lich. Durch diese Anordnung ist der Handgriff schwenk-,
dreh- und verschiebbar und damit universell den ergono
mischen Erfordernissen der Bedienperson bzw. dem jeweiligen
Einsatzzweck anpaßbar. Dabei ist zwischen dem Klemmstück
und dem Führungsrohr zweckmäßig eine Hülse insbesondere aus
einem weichen Kunststoff angeordnet, wodurch einerseits
eine sichere Klemmung hergestellt und andererseits eine
Beschädigung des Führungsrohres vermieden ist. Bei einer
Festlegung des Handgriffes am Klemmstück mit dem gleichen
Klemmbolzen, mit dem auch das Klemmstück am Führungsrohr
festgelegt ist, kann mit einem einzigen Handgriff durch
Lösen des Klemmbolzens der Handgriff in mehreren Freiheits
graden gleichzeitig verstellt werden. Zur Verminderung der
Teilezahl und damit der Herstellkosten bildet der Klemm
bolzen gleichzeitig auch den Führungsstift, der in die oben
näher beschriebene Nut zur Begrenzung des Schwenkwinkels
eingreift. Bei einer Ausbildung des Klemmbolzens in Form
einer Schraube mit einer aufdrehbaren Flügelmutter kann
letztere ohne Werkzeug gelöst bzw. angezogen werden, wo
durch ein schneller Wechsel zwischen verschiedenen Ein
stellpositionen des Handgriffes ermöglicht ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden an
hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 in einer schematischen Übersichtsdarstellung einen
Freischneider,
Fig. 2 in einer Seitenansicht eine gegenüber dem
Führungsrohr verschwenkbare Griffanordnung in
einer abgesenkten Position,
Fig. 3 die Anordnung nach Fig. 2 mit dem Handgriff in
einer angehobenen Position,
Fig. 4 eine Ansicht der Anordnung nach Fig. 2 in Richtung
der Führungsrohrlängsachse,
Fig. 5 eine Draufsicht der Anordnung nach den Fig. 2 und
4.
Fig. 1 zeigt eine Bedienperson 28, die mit ihren beiden
Händen einen gattungsgemäßen Freischneider an jeweils einem
Handgriff 5, 30 hält. Die Handgriffe 5, 30 sind an einem
Führungsrohr 3 festgelegt, an dessen einem Ende ein
Antriebsmotor 1 und an dessen gegenüberliegenden Ende ein
durch eine Schutzhaube 29 teilweise abgedecktes, drehbares
Schneidwerkzeug 2 angeordnet ist. Im Führungsrohr 3 ist
eine angedeutete Antriebswelle 4 geführt, über die das
Schneidwerkzeug 2 mit dem Antriebsmotor 1 verbunden ist.
Der werkzeugseitige Handgriff 5 weist einen Griffbügel 8
mit zwei vertikalen Griffteilen 31 und einem zwischen
liegenden, horizontalen Griffteil 32 auf. Der Handgriff 5
kann auch als Lenkerstange ausgebildet sein.
Fig. 2 zeigt in einer Ausschnittsdarstellung eines erfin
dungsgemäß ausgeführten Freischneiders einen Handgriff 5,
der an einem Führungsrohr 3 festgelegt und um eine quer zur
Längsachse 6 des Führungsrohres 3 liegende Schwenkachse 7
verschwenkbar ist. Es kann auch zweckmäßig sein, den Hand
griff 5 verschwenkbar am Gehäuse des Antriebsmotors 1 (Fig.
1) festzulegen. Der Handgriff 5 weist bzgl. des Führungs
rohres 3 einen durch die Verschwenkung einstellbaren Ab
stand a auf. Im Bereich der Schwenkachse 7 weist der Hand
griff 5 eine bogenförmige Nut 13 auf, die einen geräte
festen Führungsstift 14 umgreift. Die Nut 13 bildet an
ihren beiden Enden je einen Anschlag 11, 12 für den
Führungsstift 14, wodurch ein Schwenkbereich α des Hand
griffes 5 begrenzt ist. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
beträgt der Schwenkbereich α etwa 30°. Der Handgriff 5 um
faßt einen Griffbügel 8, der mittels zweier weiter unten
näher beschriebener elastisch federnder und dämpfender
Griffbügelhalter 22, 23 am Führungsrohr 3 festgelegt ist.
Die beiden Griffbügelhalter 22, 23 erstrecken sich mit
einer Komponente in Richtung der Längsachse 6. Sie sind
flächig ausgebildet und spannen eine Bauteilebene E auf. In
der gezeigten Position des Handgriffes 5, bei der der
Führungsstift 14 an dem die untere Position des Handgriffes
5 begrenzenden Anschlag 11 anliegt, liegt die Bauteilebene
E etwa parallel zur Längsachse 5 des Führungsrohres 3. Der
Verschwenkwinkel des Handgriffes 5 beträgt demnach 0°. Der
Doppelpfeil 38 deutet kombiniert die Schwenk- und Feder
richtung an, die im wesentlichen quer zur Längsachse 6
liegt.
Fig. 3 zeigt die Anordnung nach Fig. 2, bei der der geräte
feste Führungsstift 14 an dem Anschlag 12 anliegt, der die
Verschwenkung des Handgriffes 5 in der vom Führungsrohr 3
abgewandten Richtung begrenzt. In dieser Position ist die
Bauteilebene E etwa 30° zur Längsachse 6 des Führungsrohres
3 geneigt, wobei der Abstand a größer als bei der in Fig. 2
gezeigten Position ist. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
begrenzt die Nut 13 zusammen mit den beiden Anschlägen 11,
12 und dem Führungsstift 14 einen Schwenkbereich α von etwa
30°. Es kann auch zweckmäßig sein, einen Schwenkbereich von
etwa 50° vorzusehen, wobei der Neigungswinkel der Bauteil
ebene E bezüglich der Längsachse 6 beispielsweise von -10°
bis +40° reichen kann. Anstelle der gezeigten Winkel
begrenzung kann auch eine Ausführung zweckmäßig sein, bei
der der Führungsstift 14 am Handgriff 5 befestigt ist und
in einer gerätefesten Nut 13 läuft.
Fig. 4 zeigt in einer Ansicht in Richtung der Längsachse 6
des Führungsrohres 3 die Ausführung des Handgriffes 5 mit
einem U-förmig gebogenen Griffbügel 8, der aus zwei verti
kalen Griffteilen 31 und einem dazwischen liegenden hori
zontalen Griffteil 32 besteht. Es kann auch eine Ausbildung
des Griffbügels 8 in L- oder O-Form zweckmäßig sein. Der
Griffbügel 8 kann aus Kunststoff, Aluminium oder Magnesium-
Druckguß bestehen und ist im gezeigten Ausführungsbeispiel
ein Griffrohr 9 aus Stahl, welches von einem Kunststoff
schlauch 10 aus PVC ummantelt ist. Bei einer Ausführung des
Griffbügels 8 in Kunststoff kann dieser zur Verbesserung
der Griffigkeit außenseitig mit Kunststoff mit einer Weich
komponente umgeben sein. Die beiden Enden 24, 25 des Griff
bügels 8 sind jeweils in Haltemuffen 26, 27 von Griffbügel
haltern 22, 23 gehalten. Die beiden Griffbügelhalter 22, 23
sind einteilig mit den Haltemuffen 26, 27 ausgebildet und
bestehen aus spritzgegossenem Kunststoff. Die Griffbügel
halter 22, 23 können auch einteilig mit dem Griffbügel 8
ausgebildet sein. Sie weisen nahe dem Führungsrohr 3 je
weils ein abgewinkeltes Ende 36, 37 auf, mit dem sie an
einem Klemmstück 17 anliegen. Das Klemmstück 17 umgreift
das Führungsrohr 3 und weist einseitig einen Spalt 33 auf,
in dessen Bereich das Klemmstück 17 von einem Klemmbolzen
19 durchragt ist. Zwischen dem Klemmstück 17 und dem
Führungsrohr 3 ist eine Hülse 18 aus einem elastischen
Kunststoff vorgesehen, die auch aus Gummi oder dgl. be
stehen kann. Durch Anziehen des Klemmbolzens 19 ist das
Klemmstück 17 am Führungsrohr 3 klemmend festlegbar, indem
der Spalt 33 zusammengepreßt wird. Im gelösten Zustand ist
das Klemmstück 17 um die Längsachse 6 des Führungsrohres 3
verdrehbar und in Richtung der Längsachse 6 verschieblich.
Der Handgriff 5 ist um die Schwenkachse 7 verschwenkbar,
indem seitlich am Klemmstück 17 je ein nach außen hervor
stehender zylindrischer Absatz 50 angeordnet ist, der je
weils in eine kreisförmige Öffnung 34 in den beiden Enden
36, 37 der Griffbügelhalter 22, 23 eingreift. Der Klemm
bolzen 19 durchgreift gemeinsam die beiden Enden 36, 37 der
beiden Griffbügelhalter 22, 23 zusammen mit dem Klemmstück
17 und ist dabei durch die in den Enden 36, 37 angeordneten
bogenförmigen Nuten 13 (Fig. 2, Fig. 3) hindurchgeführt.
Der Klemmbolzen 19 bildet dabei den Führungsstift 14. Der
Klemmbolzen 19 kann als Bolzen mit einem Spannknebel oder
dgl. ausgebildet sein und ist im gezeigten Ausführungs
beispiel eine Schraube 20 mit einer aufschraubbaren Flügel
mutter 21. Durch Festziehen der Flügelmutter 21 ist der
Handgriff 5 am Führungsrohr 3 festlegbar, wobei gleich
zeitig das Klemmstück 17 am Führungsrohr 3 und die beiden
Enden 36, 37 am Klemmstück 17 reibschlüssig festgelegt
sind. Die reibschlüssig aneinander liegenden Oberflächen
15, 16 der Enden 36, 37 bzw. des Klemmstückes 17 sind reib
werterhöhend durch Aufbringung einer geriffelten Oberfläche
bearbeitet. Anstelle der reibschlüssigen Klemmverbindung
kann auch eine formschlüssige Rastung oder eine Kombination
aus beidem vorgesehen sein.
Fig. 5 zeigt die Griffanordnung nach den Fig. 2 und 4 in
einer Draufsicht. Dem ist zu entnehmen, daß ein Ende 24 des
Griffbügels 8 in Richtung des Klemmstückes 17 gebogen ist,
während das gegenüberliegende Ende 25 des Griffbügels 8 in
die entgegengesetzte Richtung weist. Daraus folgt, daß der
an das Ende 25 angrenzende Griffbügelhalter 23 länger ist
als der an das Ende 24 angrenzende Griffbügelhalter 22. Die
Schwenkachse 7 liegt in dieser Ansicht senkrecht zur Längs
achse 6, kann aber auch quer dazu in einem Winkel größer
oder kleiner als 90° angeordnet sein.
Claims (18)
1. Handgeführtes Arbeitsgerät, insbesondere ein Frei
schneider, Kantenschneider oder dgl., mit einem An
triebsmotor (1), einem durch den Antriebsmotor (1) an
getriebenen Schneidwerkzeug (2), einem Führungsrohr (3)
zur Führung einer das Schneidwerkzeug (2) mit dem An
triebsmotor (1) verbindenden Antriebswelle (4) und mit
einem im Bereich des Führungsrohres (3) festgelegten
und zu diesem in einem einstellbaren Abstand (a) ange
ordneten Handgriff (5) in Form eines Griffbügels (8),
wobei der Handgriff (5) um eine quer zu einer Längs
achse (6) des Führungsrohres (3) liegenden Schwenkachse
(7) verschwenkbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Griffbügel (8)
und dem Führungsrohr (3) ein federnder, mit einer Kom
ponente in Richtung der Längsachse (6) sich erstrecken
der, insbesondere schwingungsdämpfender Griffbügelhal
ter (22, 23) angeordnet ist.
2. Arbeitsgerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß je ein Ende (24, 25) des
Griffbügels (8) über einen Griffbügelhalter (22, 23)
mit dem Führungsrohr (3) verbunden ist.
3. Arbeitsgerät nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Griffbügelhalter
(22, 23) unterschiedlich lang sind.
4. Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der Griffbügelhalter (22,
23) als im wesentlichen flächiges Bauteil ausgebildet
ist, dessen Bauteilebene (E) in etwa parallel zur
Längsachse (6) des Führungsrohres (3) liegt.
5. Arbeitsgerät nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Griffbügelhal
ter (22, 23) aus Kunststoff, insbesondere mit einer
einteilig angeformten Haltemuffe (26, 27) für den
Griffbügel (8), gebildet ist.
6. Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der Griffbügel (8) als
Griffrohr (9), insbesondere aus Metall oder Kunststoff,
ausgebildet ist.
7. Arbeitsgerät nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das Griffrohr (9) mit einem
Kunststoffschlauch (10), insbesondere aus PVC, umman
telt ist.
8. Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der Griffbügel (8) aus
Kunststoff und außenseitig insbesondere mit einer
Weichkomponente ausgebildet ist.
9. Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß zwei Anschläge (11, 12) ei
nen Schwenkbereich (α) des Handgriffes (5) begrenzen.
10. Arbeitsgerät nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß am Handgriff (5) eine
bogenförmige Nut (13) vorgesehen ist, die einen geräte
festen Führungsstift (14) umgreift.
11. Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß der Handgriff (5) bezüglich
seiner Schwenkachse (7) klemmend reibschlüssig festleg
bar ist.
12. Arbeitsgerät nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, daß die im Bereich der Schwenk
achse (7) reibschlüssig aneinander liegenden Ober
flächen (25, 16) reibwerterhöhend bearbeitet sind.
13. Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß der Handgriff (5) bezüglich
seiner Schwenkachse (7) formschlüssig und insbesondere
rastend festlegbar ist.
14. Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß der Handgriff (5) an einem
das Führungsrohr (3) umgreifenden, im gelösten Zustand
um die Längsachse (6) des Führungsrohres (3) drehbaren
und in Richtung der Längsachse (6) verschieblichen
Klemmstück (17) festgelegt ist.
15. Arbeitsgerät nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Klemmstück
(17) und dem Führungsrohr (3) eine Hülse (18), insbe
sondere aus einem weichen Kunststoff, angeordnet ist.
16. Arbeitsgerät nach Anspruch 14 oder 15,
dadurch gekennzeichnet, daß der Handgriff (5) am Klemm
stück (17) und das Klemmstück (17) am Führungsrohr (3)
mittels eines gemeinsamen Klemmbolzens (19) festlegbar
ist.
17. Arbeitsgerät nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmbolzen (19) den
Führungsstift (14) bildet.
18. Arbeitsgerät nach Anspruch 16 oder 17,
dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmbolzen (19) eine
Schraube (20) mit einer Flügelmutter (21) ist.
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