Die Erfindung betrifft eine Schutzverkleidung für Land-
Luft- und Wasserfahrzeuge, bestehend aus ballistischem,
Schall- und/oder Temperatur-Schutzmaterial zum nach
träglichen, auswechselbaren Einbau.
Derartige Fahrzeuge sind überwiegend für den zivilen
Einsatz konzipiert und gebaut. Für Behördeneinsätze,
beispielsweise Polizei- oder Militäreinsätze, die oft
unter Gefährdung der jeweiligen Besatzungen durch bal
listische, akkustische oder thermische Gefährdungspo
tentiale geführt werden müssen, bedeuten sie wenig
Schutz für die Besatzungen.
Derartige Fahrzeuge werden deshalb für entsprechende
Einsätze mit Schutzverkleidungen versehen. Der Einbau
derartiger Schutzverkleidungen ist Zeit- und material
aufwendig und führt häufig dazu, daß ein entprechend
vollständig ausgerüstetes Fahrzeug anschließend nur für
diesen einen Verwendungszweck eingesetzt werden kann.
Dies schränkt seine Verwendbarkeit stark ein und erhöht
die Kosten derartiger Einsätze.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Schutz
verkleidung der eingangs beschriebenen Art so auszurüs
ten, daß sie relativ schnell in praktisch sämtliche zi
vilen Fahrzeuge nachgerüstet und nach dem Einsatz wie
der entfernt werden kann.
Gelöst wird diese Aufgabe durch die Verwendung einer
schnell lösbaren Befestigungsvorrichtung, bei der pilz
förmige Haltenasen aufweisende Verriegelungselemente in
Hinterschneidungen aufweisende, mit dem jeweiligen
Fahrzeug fest verbundene Befestigungsschienen einsteck
bar sind, die Hinterschneidungen der Befestigungsschie
nen den pilzförmigen Haltenasen entsprechende Ausspa
rungen aufweisen und die Verriegelungselemente mittels
Betätigungs- und Umlenkmittel mit ihren pilzförmigen
Haltenasen hinter die Aussparungen benachbarter Vor
sprünge längsverschieb- und arretierbar sind.
Durch diese Maßnahmen wird eine Schutzverkleidung ge
schaffen, die durch die Verwendung der schnell lösbaren
Befestigungsvorrichtung jederzeit in entsprechend vor
gerüstete Fahrzeuge ein- und nach ihrem Einsatz wieder
ausgebaut werden kann. Dazu können entsprechende Fahr
zeuge mit den Befestigungsschienen serienmäßig ausgerü
stet sen oder die Befestigungsschienen können für eine
bestimmte Anzahl von zu den entsprechenden Einsätzen
vorgesehenen Fahrzeugen vormontiert werden.
Die Schutzverkleidungen können den entsprechenden Ab
messungen des jeweiligen Fahrzeugtyps entsprechend vor
gefertigt oder vormontiert sein. Bei entsprechenden
Markierungen im Fahrzeug und an der Schutzverkleidung
sind derartige Umrüstungen relativ schnell zu bewerk
stelligen und vorher zivil genutzte Fahrzeuge können
innerhalb kürzester Zeit für gefährliche Behördenein
sätze umgerüstet werden.
Weitere vorteilhafte Maßnahmen sind in den Unteransprü
chen beschrieben. Die Erfindung ist in der beiliegenden
Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend näher be
schrieben; es zeigt:
Fig. 1 die isometrische Darstellung einer plat
tenförmigen Schutzverkleidung, mit ver
senktem Verriegelungsgehäuse, mit längs
verschiebbaren Verriegelungselementen,
die in fahrzeugseitig vorhandenen, mit
Aussparungen und hinterschnittenen Vor
sprüngen versehenen Befestigungsschienen
eingesteckt und verriegelt werden können;
Fig. 2 die isometrische Detaildarstellung eines
Verriegelungselementes mit pilzförmigen
Haltenasen und T-förmigem Führungsteil;
Fig. 3 die isometrisch dargestellte Draufsicht
auf eine plattenförmige Schutzverklei
dung, mit versenktem Verriegelungsgehäuse
und versenktem Betätigungshebel;
Fig. 4 die isometrische Darstellung einer mit
schnell lösbaren Befestigungsvorrichtun
gen in Befestigungsschienen gehaltenen
plattenförmigen Schutzverkleidung.
Die in der Fig. 1 dargestellte schnell lösbare Befe
stigungsvorrichtung 10 für eine plattenförmige Schutz
verkleidung 11 besteht im wesentlichen aus einem Ver
riegelungsgehäuse 21, in dem Verriegelungselemente 16
längsverschiebbar vorgesehen sind.
Wie die Fig. 2 zeigt, weist ein Verriegelungselement
16 an einer Unterseite pilzförmige Haltenasen 17 und
an seiner Oberseite ein T-förmiges Führungsteil 18 auf.
Mit ihren T-förmigen Führungsteilen 18 können die Ver
riegelungselemente 16 in einer entsprechend korrespon
dierend ausgebildeten T-förmigen Führungsschiene 19 in
dem Verriegelungsgehäuse 21 in Verschieberichtung (Dop
pelpfeil) 24 verschoben werden.
Zum Verschieben der Verriegelungselemente 16 ist ein in
das Verriegelungsgehäuse 21 ein- und ausklappbarer Be
tätigungshebel 20 vorgesehen. Der Betätigungshebel 20
kann über entsprechende Umlenkhebel 22 die Verriege
lungselemente 16 in der Verschieberichtung 24 verschie
ben. Der Umlenkhebel 22 ist dazu über eine Anlenkung 23
gelenkig mit dem Verriegelungselement 16 verbunden. Um
zu verhindern, daß die Betätigungshebel 20 unbeabsich
tigt gelöst werden, sind Sicherungen 25 vorgesehen, mit
denen die Betätigungshebel 20 in ihrer Lage festgelegt
werden können.
Wie die Fig. 1 weiter zeigt, ragen die Verriegelungs
elemente 16 aus der Unterseite 29 der plattenförmigen
Schutzverkleidung 11 heraus und können mit ihren pilz
förmigen Haltenasen 17 in im wesentlichen kreisförmigen
Aussparungen 14 einer mit Hinterschneidungen 13 verse
henen Befestigungsschiene in Wirkverbindung gebracht
werden.
Die Befestigungsschiene 12 weist beidseitige Hinter
schneidungen 13 auf. Die Hinterschneidungen 13 der Be
festigungsschiene 12 weisen Aussparungen 14 auf, die
sich mit Vorsprüngen 15 abwechseln. Die lichten Durch
messer 30 der Aussparungen 14 sind etwas größer dimen
sioniert als die Durchmesser 31 der pilzförmigen Hal
tenasen 17 der Verriegelungselemente 16.
Wie die Fig. 2 weiter zeigt, sind die pilzförmigen
Haltenasen 17 und das T-förmige Führungsteil 18 an einem
Verriegelungselement 16 durch einen Steg 33 mitein
ander verbunden. Die Breite 34 des Steges 33 ist ge
ringfügig kleiner als die lichte Weite 32 zwischen zwei
einander gegenüberliegenden Vorsprüngen 15 der Befesti
gungsschiene 12.
Die Höhe des Steges 33 entspricht im wesentlichen der
Dicke der T-förmigen Führungsschiene 19 in dem Verrie
gelunsgehäuse 21 zuzüglich der Dicke der Hinterschnei
dungen 13 im Bereich der Vorsprünge 15 der Befesti
gungsschiene 12.
Wie die Fig. 3 zeigt, sind die Verriegelungsgehäuse 21
vorzugsweise bündig in die Oberfläche 27 der platten
förmigen Schutzverkleidung 11 versenkt. Sie können mit
Befestigungsmitteln 26, beispielsweise Schrauben, in
ihrer Lage gehalten sein.
Die Befestigungsschienen 12 können entweder nachträg
lich an den Fahrzeugwandungen 28 festgelegt, beispiels
weise angeklebt oder gleich serienmäßig vorgefertigt
sein. Insbesondere bei Luftfahrzeugen, nämlich bei Hub
schraubern ist eine nachträglich Verschraubung unzuläs
sig. Bei einer serienmäßigen Vorfertigung ist es vor
zugsweise vorgesehen, die Befestigungsschiene 12 bündig
mit den Fahrzeugwandungen 28 abschließen zu lassen.
Gemäß der in der Fig. 4 dargestellten Ausführung kann
eine plattenförmige Schutzverkleidung 11 auch quer zu
den Befestigungsschienen 12 ausgerichteten schnell lös
baren Befestigungsvorrichtungen 10 eingeklinkt und
festgelegt sein.
Bezugszeichen
10
schnell lösbare Befestigungsvorrichtung
11
plattenförmige Schutzverkleidung
12
Befestigungsschiene
13
Hinterschneidung
14
Aussparung
15
Vorsprung
16
Verriegelungselement
17
pilzförmige Haltenase
18
T-förmiges Führungsteil
19
Führungsschiene
20
Betätigunshebel
21
versenktes Verriegelungsgehäuse
22
Umlenkhebel
23
Anlenkung
24
Verschieberichtung
25
Sicherung
26
Befestigungsmittel
27
Oberfläche
28
Fahrzeugwandung
29
Unterseite
30
lichter Durchmesser
31
Durchmesser
32
lichte Weite
33
Steg
34
Stegbreite