DE10123793A1 - Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Holzspanplatten und ähnlichen bahnförmigen Plattenwerkstoffen und entsprechende Doppelbandpresse - Google Patents
Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Holzspanplatten und ähnlichen bahnförmigen Plattenwerkstoffen und entsprechende DoppelbandpresseInfo
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Abstract
Eine Doppelbandpresse dient zur kontinuierlichen Herstellung von Holzspanplatten und ähnlichen bahnförmigen Plattenwerkstoffen. Die Preßbänder (15, 16) werden an der Stützkonstruktion der Doppelbandpresse über in quer zur Laufrichtung der Plattenwerkstoffbahn (19) vorgesehenen Reihen von Druckelementen (20) abgestützt. Die Druckelemente (20) werden so angesteuert, daß sich über die Breite der Plattenwerkstoffbahn (19) ein gezielt ungleichmäßiges Abstandsprofil einstellt, derart, daß die Plattenwerkstoffbahn nach dem Verlassen der Preßstrecke ein über die Breite der Plattenwerkstoffbahn (19) vorgegebenes Eigenschaftsprofil, zum Beispiel eine konstante Dicke, einnimmt.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren der dem Oberbegriff des An
spruchs 1 entsprechenden Art und eine entsprechende Doppelbandpresse
der dem Oberbegriff des Anspruchs 7 entsprechenden Art.
Ein derartiges Verfahren und eine entsprechende Doppelbandpresse sind
seit längerem aus vielen Schriftstellen bekannt, zum Beispiel aus der DE 22 42 399 C3
und der DE 25 11 873 C3, aus der DE-OS 22 22 419 und aus
dem DE-GM 73 05 732. Derartige kontinuierliche Pressen sind seit Jahr
zehnten zur Herstellung von Holzspanplatten und dergleichen in Betrieb. Die
darauf hergestellten und aus der gebildeten Plattenbahn abgelängten Platten
konnten für viele Zwecke ohne das sonst notwendige aufwendige Flächen
schleifen verwendet werden, da die erzielbaren Dickentoleranzen bei einer
Plattenbahnbreite von etwa 2,5 m in der Größenordnung von 0,15 bis 0,20 mm
lagen. Derartige Toleranzen haben viele Jahre den Anforderungen ge
nügt. In den letzten Jahren sind die Anforderungen jedoch insbesondere we
gen der Bedingungen der Weiterverarbeitung der Platten gesteigert worden,
d. h. der Toleranzbereich ist im letzten Jahrzehnt weiter heruntergedrückt
worden und liegt heute bei neueren Pressen und dünnen Platten bei etwa
0,08 mm. Ein solcher Toleranzbereich ist für ein Holzprodukt schon sehr anspruchsvoll.
Ca. 0,05 mm ist das Ziel, welches jedoch heute noch nur selten
und dann nur für kurze Zeit erreicht wird. Um ihn einhalten zu können, sind
Untersuchungen über die möglichen Ursachen von Toleranzen durchgeführt
worden, die u. a. die Bedeutung eines bisher nicht beachteten Aspektes ha
ben erkennen lassen.
Ein Ziel bei der Plattenproduktion ist immer die Herstellung von Platten mit
möglichst gleichmäßiger Dicke und planparallelen Oberflächen. Die bisherige
Ansicht der Fachwelt ging davon aus, daß diese Eigenschaft nur mit ebenso
planparallelen Preßplatten in der Presse erreichbar wäre, und es wurde da
her durch entsprechende konstruktive und steuerungsmäßige Maßnahmen
darauf geachtet, daß die Preßplatten im Betrieb möglichst planparallel ge
halten wurden. Bei den meisten Konstruktionen schmiegt sich eine der Preß
platten - entweder die obere oder die untere - der sie abstützenden Stütz
konstruktion unmittelbar an. Da es in der Praxis keine verformungsfreie
Stützkonstruktion gibt und diese sich also unter den wirkenden erheblichen
Kräften quer zur Bahn etwas durchbiegt, ging das Bestreben dahin, die ande
re Preßplatte dem Verlauf der einen Preßplatte folgend möglichst äquidistant
zur ersten Preßplatte einzustellen, was mittels der die Preßkraft aufbringen
den, auf die andere Preßplatte wirkenden, als Hydraulikzylinder ausgebilde
ten Druckelemente möglich war.
Das Haupt-Entwicklungsziel bestand aber immer in der Herbeiführung der
Planparallelität der Preßplatten. Mit dem bekannten Mittel der äquidistanten
Preßplatten war der genannte Toleranzbereich von 0,08 mm schwer zu reali
sieren und schon gar nicht zu untertreffen.
Die Dicke ist aber nur eine Eigenschaft einer Plattenwerkstoffbahn, die in
Querrichtung ein Profil bilden kann. Ein solches Profil kann auch hinsichtlich
anderer Platteneigenschaften wie Querzugfestigkeit, Dichteprofil und derglei
chen gegeben sein, die ebenfalls einer vorbestimmbaren Verteilung quer
über die Plattenwerkstoffbahn genügen sollten, sei es konstant oder in wähl
barer Weise variabel. Die Erfindung hat eine Bedeutung nicht nur im Blick auf
das Dickenprofil, sondern auch auf andere Eigenschaftsprofile. Da diese Ei
genschaften in verschiedenen Stadien des Preßprozesses durch den Ab
stand der Preßplatten und den sich dadurch einstellenden Druck maßgeblich
beeinflußt werden, spielt das Spaltprofil auch insoweit eine wichtige Rolle.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein vorgegebenes Eigenschafts
profil der Plattenwerkstoffbahn quer zu derselben möglichst gut einstellen zu
können.
Diese Aufgabe wird in ihrem verfahrensmäßigen Aspekt durch das in An
spruch 1 wiedergegebene Verfahren, in ihrem vorrichtungsmäßigen Aspekt
durch die in Anspruch 7 wiedergegebene Doppelbandpresse gelöst.
Die Preßplatten sind aufgrund ihrer Dicke von 60 bis 80 mm zwar
recht stabil und zum Ausgleich von Druckunterschieden in kleinen Bereichen
in der Lage, doch erfahren sie bei entsprechender Beaufschlagung unter den
erheblichen Kräften im Preßspalt über größere Abstände doch geringe Bie
geverformungen, die eine Einstellung eines Abstandsprofils im Sinne der Er
findung ermöglichen.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß die die Doppelbandpresse ver
lassende Plattenwerkstoffbahn unmittelbar nach der Druckentlastung um ei
nen gewissen Betrag elastisch auffedert und daß diese Auffederung über die
Breite der Plattenwerkstoffbahn nicht gleichmäßig geschieht. Je nach den
unvermeidlichen Schwankungen der Eigenschaften des Plattenmaterials
über die Breite der Plattenwerkstoffbahn, zum Beispiel herrührend von zufäl
ligen Unterschieden in der Dichte der Streuung, in der Größe der Partikel, in
der Feuchteverteilung sowie unterschiedlichem Dampfdruck über die Breite
der Plattenwerkstoffbahn und dergleichen, schwankt die in der Platte verblei
bende Restelastizität über die Breite der Plattenwerkstoffbahn, so daß die
Platte dementsprechend um unterschiedliche Beträge auffedert. Dadurch
treten Unterschiede im Eigenschaftsprofil quer zur Bahn auf, denen durch
entsprechende Einstellung des Abstandsprofils in einem Abschnitt der Preßstrecke,
in dem noch eine dauerhafte Beeinflussung der Eigenschaft durch
die Zusammendrückung möglich ist, entgegengewirkt werden kann.
Mögen im Hinblick auf die Dickentoleranz, wenn also die Dicke die relevante
Eigenschaft ist, die Unterschiede der Auffederung auch im Bereich von hun
dertstel Millimetern liegen, so können bei den heutigen Anforderungen nach
sehr kleinen Dickentoleranzen auch derartige Beträge nicht mehr vernach
lässigt werden.
Bei der Erfindung wird durch entsprechende Ansteuerung der hydraulischen
Druckelemente die von diesen abgestützte Preßplatte so verformt, daß ein
definierter Preßspalt entsteht, der gerade nicht äquidistant eingestellt ist,
aber als Resultat ein gewünschtes Eigenschaftsprofil der Plattenwerkstoff
bahn in Querrichtung, z. B. eine planparallele Platte bewirkt. Es wird also quer
zur Bahn ein im allgemeinen nicht konstantes Spalt- oder Abstandsprofil her
beigeführt, welches den Fall des äquidistanten Spaltprofils als Sonderfall
umfaßt. Maßgebend ist aber nicht die Einhaltung eines konstanten Spaltpro
fils, sondern die Einhaltung eines angestrebten Eigenschaftsprofils wie kon
stanten Dickenprofils des am Ende die Doppelbandpresse verlassenden
Plattenstrangs.
Wenn es um das Dickenprofil der Plattenwerkstoffbahn geht und an einer
Stelle in Breitenrichtung solche Verhältnisse herrschen, daß bei konstanter
Spaltbreite die Plattenwerkstoffbahn an dieser Stelle stärker auffedern wür
de, so muß durch entsprechend stärkere Zusammendrückung an dieser
Stelle dafür gesorgt werden, daß das Auffedern nach dem Verlassen der
Preßstrecke zu einer einigermaßen gleichmäßigen Dicke in Querrichtung
führt. Es muß also gewissermaßen durch stärkeres vorheriges Zusammen
pressen an der betreffenden Stelle dem nachträglichen Auffedern die Wir
kung genommen werden.
Gemäß Anspruch 2 kann das Eigenschaftsprofil der Plattenwerkstoffbahn,
nachdem diese die Doppelbandpresse verlassen hat, bestimmt und danach
die Einstellung der Druckelemente vorgenommen werden.
Prinzipiell könnte, wenn es um langsam erfolgende Eigenschaftsschwankun
gen quer über die Breite der Bahn geht, die Einstellung der Drücke auch von
Hand erfolgen.
Das Ziel ist jedoch eine weitgehende Automatisierung der Einstellung. Unter
diesem Aspekt kann gemäß Anspruch 3 die Bestimmung des Eigenschafts
profils der Plattenwerkstoffbahn kontinuierlich oder in wählbaren Zeitabstän
den intermittierend selbsttätig erfolgen und können die ermittelten Werte ei
ner Steuer- und Regeleinrichtung für die Drücke der Druckelemente einge
geben werden. Hierbei erfolgen also eine dauernde oder praktisch dauernde
Überwachung des Eigenschaftsprofils quer zur Plattenwerkstoffbahn und ei
ne entsprechende Anpassung der Druckverteilung in den Druckelementen.
Wie bereits erwähnt, ist das bevorzugte Ausführungsbeispiel für eine ein
stellbare Eigenschaft die Einstellung des Dickenprofils der Plattenwerkstoff
bahn in Querrichtung gemäß Anspruch 4, die gemäß Anspruch 5 auf die Er
zielung einer konstanten Dicke ausgerichtet sein kann.
Gemäß Anspruch 6 können die beim Auftreten einer Abweichung des Ist-
Eigenschaftsprofils von dem gewünschten Soll-Eigenschaftsprofil quer zur
Plattenwerkstoffbahn notwendigen Änderungen des Abstandsprofils der
Preßplatten vorab rechnerisch oder experimentell ermittelt werden und in ei
nem an die Steuer- und Regeleinrichtung angeschlossenen Speicher gespei
chert werden, auf den die Steuer- und Regeleinrichtung beim Auftreten einer
Regelabweichung Zugriff nimmt.
Der Zusammenhang zwischen einem gewünschten Eigenschaftsprofil und
den bei einer Abweichung des Ist-Profils hiervon notwendigen Veränderun
gen des Abstands der Preßplatten quer zur Plattenwerkstoffbahn hängt von
einer Vielzahl von Einflußfaktoren ab, sowohl was die Steifigkeit der Pres
senkonstruktion als auch was die Eigenschaften des Materials der Platten
werkstoffbahn und die Betriebsparameter der Presse wie Laufgeschwindig
keit und dergleichen betrifft. Dieser Zusammenhang wird vor der Inbetrieb
nahme der Presse rechnerisch unter Zuhilfenahme der dazu bekannten
Verfahren wie Finite-Elemente-Methode und dergleichen oder in einem Pro
belauf experimentell ermittelt und gespeichert. Bei einer Abweichung des Ist-
Profils der Eigenschaft der Plattenwerkstoffbahn vom Soll-Profil erfolgt die
Beeinflussung des Abstandsprofils unter Nutzung des zuvor ermittelten und
gespeicherten Algorithmus.
Die Ansprüche 7 bis 12 sind auf eine Doppelbandpresse gerichtet, an der die
Erfindung verwirklicht ist.
Das Abstandsprofil kann gemäß den Ansprüchen 13 bzw. 14 kraft- oder
weggesteuert regelbar sein, wobei die Kraftsteuerung den Vorteil hat, daß
kein besonderes Nullpunktsystem erforderlich ist und nur der Preßplattenab
stand an den Seiten der Plattenwerkstoffbahn als Bezug ausreicht.
Die erfindungsgemäße Einstellung eines Abstandsprofils der Preßplatten ist
nicht über die gesamte Länge der Preßstrecke erforderlich. Es reicht, wenn
sie gemäß Anspruch 15 nur auf einem einen Teil der Länge der Preßstrecke
einnehmenden Abschnitt derselben vorgenommen wird, in welchem aller
dings das Eigenschaftsprofil durch das Abstandsprofil noch beeinflußbar sein
muß.
Gemäß Anspruch 16 kann zur Unterstützung der Einregelung des Abstand
sprofils der Preßplatten eine Einrichtung vorgesehen sein, die in mindestens
eine der Preßplatten ein wählbares Biegemoment einleitet, mittels dessen die
Durchbiegung der Preßplatte beeinflußbar ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wiedergegeben,
bei welchem es um die Einhaltung einer möglichst geringen Dickentoleranz
in Querrichtung der Plattenwerkstoffbahn geht.
Fig. 1 zeigt eine ganz schematische Seitenansicht einer erfindungs
gemäßen Doppelbandpresse mit deren wesentlichen Bestand
teilen;
Fig. 2 zeigt eine perspektivische Ansicht eines in Laufrichtung hinte
ren Teils der Presse, am rechten Ende etwa in Höhe der Linie
II-II in Fig. 1 abgeschnitten;
Fig. 3 zeigt einen Querschnitt durch die Presse nach der Linie II-II in
Fig. 1;
Fig. 4 zeigt eine vergrößerte Wiedergabe des mittleren Teils von Fig.
3;
Fig. 5 zeigt einen Querschnitt durch ein einzelnes Druckelement in
Gestalt eines Differenzialdrucktopfes;
Fig. 6 zeigt einen Ausschnitt aus Fig. 4 in einem Betriebszustand mit
einem ungleichmäßig eingestellten Abstandsprofil;
Fig. 7 zeigt einen Querschnitt durch den am Ende der Presse bei der
Einstellung nach Fig. 6 herauskommenden Plattenwerk
stoffstrang.
Die in Fig. 1 als Ganzes mit 100 bezeichnete Doppelbandpresse umfaßt eine
als Ganzes mit 50 bezeichnete Stützkonstruktion, die aus einer Anzahl, z. B.
fünfzig oder mehr, zu der Laufrichtung L der Doppelbandpresse 100 senk
recht angeordneten plattenförmigen Rahmen 1 besteht. Die Rahmen 1 um
fassen dicke Stahlplatten, die in der Mitte eine etwa rechteckige lichte Öffnung
2 (Fig. 4) aufweisen, die einen horizontalen oberen Rand 3 und einen
horizontalen unteren Rand 4 besitzt und im übrigen von dem plattenförmigen
Rahmen 1 geschlossen umgeben ist, so daß der Rahmen 1 einen oberen
Querträger 5, einen unteren Querträger 6 und zwei seitliche, auf Zug bean
spruchte Holme 7 und 8 aufweist. Die Rahmen 1 sind auf horizontalen, sich
längs der Doppelbandpresse 100 erstreckenden Trägern 9 (Fig. 3) derart
befestigt, daß die Gesamtheit der lichten Öffnungen 2 einen horizontalen Ka
nal bildet, der die als Ganzes mit 10 bezeichnete, sich horizontal durch den
gebildeten Kanal hindurch (senkrecht zur Zeichenebene der Fig. 4) erstrec
kende Preßstrecke 10 aufnimmt.
Gegen den oberen Rand 3 der lichten Öffnung 2 liegt eine über die Länge
der Doppelbandpresse 100 durchgehende Preßplatte 11 (Fig. 3, 4) an, die
eine ebene Unterseite 12 besitzt. Unterhalb der Preßplatte 11 befindet sich
mit einem gewissen Abstand eine weitere Preßplatte 13 mit einer ebenen
Oberseite 14. Die untere Preßplatte 13 ist an jedem Rahmen 1 über eine sich
über die Breite der Preßstrecke 10 erstreckende Reihe von Druckelementen
in Gestalt von hydraulischen Drucktöpfen 20 am unteren Rand 4 der jeweili
gen lichten Öffnung 2 abgestützt. In dem Ausführungsbeispiel sind über die
Arbeitsbreite von etwa 2,5 m gleichmäßig verteilt acht gleiche Drucktöpfe 20
vorhanden. Bei Druckgabe üben die Drucktöpfe 20 eine gemäß Fig. 2 nach
oben gerichtete Kraft aus, die die untere Preßplatte 13 nach oben zu verla
gern bestrebt ist. Um ein über die Breite der Preßstrecke 10 anpassungsfä
higes Druckprofil zu erzeugen, sind die acht Drucktöpfe 20 jeweils unabhän
gig voneinander mit unterschiedlichen Wirkflächen ansteuerbar.
Je nach der lokalen Kraftausübung durch die Drucktöpfe 20 wird die Platten
werkstoffbahn 19 dort mehr oder weniger zusammengepreßt. Die Drucktöpfe
20 sind also ein erstes Mittel zur Einstellung eines bestimmten Abstandspro
fils zwischen den Preßplatten 11,13 quer zur Plattenwerkstoffbahn 19.
Zwischen den einander zugewandten horizontalen ebenen Unter- bzw.
Oberseiten 12,14 der Pressenplatten 11,3 bewegen sich die in der Preßstrecke
10 horizontal gleichlaufenden Trume der endlos über die Um
lenktrommeln 45, 46 bzw. 51, 52 in einer vertikalen Ebene umlaufenden Pres
senbänder 15, 16, die aus Stahl von 1,5 mm bis 3 mm Stärke bestehen und
die sich über flächige Rollkörperaggregate, in dem Ausführungsbeispiel ne
beneinander, jedoch unabhängig voneinander vorlaufende, nur als Rechtek
ke dargestellte Rollenketten 17, 18 (Fig. 4) gegen den Druck des sich bilden
den Plattenbandes 19 abstützen. Die Rollenketten 17, 18 rollen an den ebe
nen Begrenzungsflächen 12,14 und an der jeweiligen Rückseite des Pres
senbandes 15, 16 ab.
Die Pressenplatten 11,13 sind beheizt. Sie weisen innere Kanäle 11',12' auf,
durch die ein Wärmeträgeröl hindurchgepumpt wird. Die Verbindungsleitun
gen sind in Fig. 1 bei 21, 22 angedeutet.
Die Pressenbänder 15, 16 und die sie abstützenden Rollenketten 17, 18 lau
fen in der Preßstrecke 10 im Sinne der Pfeile L, L vor. Sie nehmen in der
Preßstrecke 10 weitgehend die Temperatur der Pressenplatten 11,13 an. Sie
werden nach Verlassen der Preßstrecke 10 und vor dem Wiedereintritt in
dieselbe durch die Umlenktrommeln 46, 52 um 180° umgelenkt. Die Rückfüh
rung der oberen Trume des Pressenbandes 15 und der Rollenketten 17 er
folgt in einem oberhalb der Stützkonstruktion 50 angeordneten im wesentli
chen geschlossenen Kanal 23, der Wärmeverluste vermeidet. Entsprechend
erfolgt die Rückführung der unteren Trume des Pressenbandes 16 und der
Rollenketten 18 in einem unteren wärmeschützenden Kanal 24. Die Rollen
ketten 17, 18 werden bei ihrem Rücklauf durch die Kanäle 23, 24 auf Stütz
rollen 25, 26 abgestützt.
Die Drucktöpfe 20 können als Differenzialdrucktöpfe nach Fig. 5 ausgebildet
sein. Sie bestehen jeweils aus einem oberen zylindrischen Drucktopf 27, der
über einen in ihn eingreifenden unteren zylindrischen Drucktopf 28 gestülpt
und gegenüber diesem dichtend verschiebbar ist. Im Innern weist der obere
zylindrische Topf 27 eine koaxiale zylindrische Wandung 29 auf, die mit einer
inneren zylindrischen Wandung 30 des unteren Topfes 28 beim axialen Verschieben
dichtend zusammenwirkt. Auf diese Weise sind ein innerer zylindri
scher Druckraum 31, der über einen Anschluß 32 beaufschlagt werden kann,
sowie ein äußerer ringförmiger Druckraum 33, der über einen Anschluß 34
beaufschlagt werden kann gebildet. Je nach Beaufschlagung der Druckräu
me 31,33 ergeben sich also drei verschiedene Wirkungsquerschnitte für die
hydraulische Druckflüssigkeit und verschiedene Kräfte des Drucktopfes 20.
Das dargestellte Ausführungsbeispiel hat nur ein Paar 29, 30 von zusätzli
chen inneren Wandungen; bedarfsweise können auch mehrere solcher zu
sätzlicher Wandungspaare vorhanden sein, wodurch sich die Zahl der bei
Anschluß der verschiedenen Druckräume an den gleichen Druck erzielbaren
Kraftstufen des Drucktopfes 20 erhöhen läßt.
Mindestens in eine der Preßplatten 11,13, in dem vorliegenden Ausfüh
rungsbeispiel in die untere Preßplatte 13 (da nur diese über die Drucktöpfe
20 abgestützt ist, werden von außen als weiteres Mittel zur Beeinflussung
des Abstandsprofils zwischen den Preßplatten 11,13 in Querrichtung zusätz
liche Biegemomente eingeleitet, die die durch die Drucktöpfe 20 erzielte
Querverbiegung der Preßplatte 13 weiter verändern können.
Das Biegemoment B ist in Fig. 3 angedeutet und wird durch zusätzliche Kor
rekturzylinder 40 aufgebracht, die an beiden Längsrändern der Preßplatte 13
außerhalb deren Arbeitsbreite, d. h. außerhalb der Breite, in der die Druck
töpfe 20 wirken und sich das Plattenband 19 erstrecken kann, mit einem ent
sprechenden Momentenarm (wie bei 44 angedeutet) an der Preßplatte 13
senkrecht zu dieser angreifen.
An den längsseitigen Stirnseiten der Pressenplatte 13 sind Winkelstücke 36
angeschraubt, deren einer Schenkel 37 sich nach unten erstreckt und zwi
schen die Gabelschenkel 38 am Ende des eigentlichen Zylinders 39 des Kor
rekturzylinders 40 angreift, wo er von einem Querzapfen 41 durchgriffen ist.
Der Kolben 42 des Korrekturzylinders 40 ist mit einem Halteglied 43 verbun
den, welches über einen Querzapfen 43' an dem plattenförmigen Rahmen 1
befestigt ist, und zwar mit Abstand unterhalb der Preßplatte 13. Wenn der
Korrekturzylinder 40 eine Zugkraft ausübt, so wirkt er der nach oben gerich
teten Kraft der Drucktöpfe 20 entgegen, und zwar mit einem durch die Tatsa
che, daß der Korrekturzylinder 40 mit seiner Achse A außerhalb des Be
reichs der Drucktöpfe 20 angeordnet ist, bedingten Momentenarm. Auf diese
Weise entsteht das Biegemoment B in der einen Richtung.
Arbeitet aber der Korrekturzylinder 40 in der anderen Richtung, so wird ein
entgegengesetztes Biegemoment erzeugt, welches ebenfalls einen Einfluß
auf die Biegung der Pressenplatte 13 ausübt. Der in Fig. 4 angedeutete Ab
stand 44 soll nur die Tatsache symbolisieren, daß die Wirkachse A des Kor
rekturzylinders 40 außerhalb der Arbeitsbreite gelegen ist. Ein Momentenarm
läßt sich nicht auf einfache Weise geometrisch festlegen, weil auch die inne
ren Bereiche bzw. die inneren Drucktöpfe 20 an der Abstützung und damit
dem Biegeprofil beteiligt sind.
Die Korrekturzylinder 40 der beiden Seiten sind unabhängig voneinander an
steuerbar. Korrekturzylinder 40, die auf ein und derselben Weise in Längs
richtung der Doppelbandpresse 100 aufeinanderfolgen, können jedoch grup
penweise angesteuert werden.
Wie hoch die von den Korrekturzylindern 40 aufzubringenden Kräfte sein
müssen, hängt vom Einzelfall ab, d. h. von den konstruktiven Gegebenheiten,
der Höhe des mittleren Preßdrucks und ähnlichen Einflußgrößen.
Dicht hinter dem Ende der Doppelbandpresse 100 ist eine Dickenmeßein
richtung 60 für die Plattenwerkstoffbahn 19 vorgesehen, die die Erfassung
des Dickenprofils quer über die Breite der Plattenwerkstoffbahn 19 gestattet.
Es kann sich um eine Einrichtung mit mehreren über die Breite der Platten
werkstoffbahn 19 fest montierten Dickensensoren handeln, aber auch um ei
ne Einrichtung mit quer über die Bahnbreite traversierenden Dickenmeßsen
soren. Die Signale der Dickenmeßeinrichtung 60 gelangen über die strich
punktierte Leitung 61 in die Steuer- und Regeleinrichtung 70, die über das
durch die doppelt strichpunktierte Linie 71 angedeutete hydraulische Leitungssystem
71 mit den Kraftausübungselementen 20,40 in der Preßstrecke
10 verbunden ist. Die Linie 71 steht für eine ganze Anzahl von hydraulischen
Leitungen, die mit den einzelnen Drucktöpfen 20 oder Gruppen von diesen
sowie mit den Korrekturzylindern 40 verbunden sind, so daß die Steuer- und
Regeleinrichtung 70 diese einzeln oder gruppenweise mit unabhängig von
einander wählbaren hydraulischen Drücken beaufschlagen kann. Anstelle
der Dickenmeßeinrichtung könnte, wenn das Interesse auf eine andere Ei
genschaft gerichtet ist, auch eine Meßeinrichtung zur Erfassung der Quer
zugsfestigkeit oder des Rohdichteprofils vorhanden sein.
Das Längsprofil, also das eigentliche Preßprogramm, nach welchem die
Schüttung 19' in der Preßstrecke 10 beim Durchlauf zusammengepreßt wird,
ist nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
Bei der Erfindung geht es nämlich um das Profil in Querrichtung der Platten
werkstoffbahn 19. Die Besonderheit liegt darin, daß hierbei nicht der Abstand
der Preßplatten 11,13 auf einen konstanten Wert geregelt wird, sondern daß
die Führungsgröße die Dicke der erzeugten Plattenwerkstoffbahn 19 ist, de
ren Profil quer über die Breite der Plattenwerkstoffbahn 19 auf einem kon
stanten Wert gehalten wird. Dabei kann es durchaus sein, daß zur Erzielung
einer Platte 19 mit planparallelen Oberflächen 35, 35" (Fig. 7) ein nicht kon
stantes Abstandsprofil zwischen den Preßplatten 11, 13 eingestellt werden
muß, wie es Fig. 6 zeigt.
Das Dicken-Ist-Profil wird mit Hilfe der Meßeinrichtung 60 erfaßt. Weicht es
von dem Soll-Profil, d. h. einem konstanten Dickenprofil ab, so erfolgt eine
Nachführung des Abstandsprofils der Preßplatten 11,13 in Querrichtung in
der Preßstrecke 10. Die Nachführung wird über die Drücke in den einzelnen
Druckelementen bzw. Drucktöpfen 20 und den Korrekturzylindern 40 be
werkstelligt. Es besteht das Problem, um wieviel in einem bestimmten
Drucktopf 20 oder Korrekturzylinder 40 der Druck geändert werden muß,
wenn die Meßeinrichtung eine bestimmte Abweichung vom Dicken-Soll-Profil
festgestellt hat, die zu beheben ist. Dieser Algorithmus wird vor der Produktionsaufnahme
der Doppelbandpresse rechnerisch oder experimentell ermit
telt. Der Steuer- und Regeleinrichtung 70 ist ein Speicher 72 zugeordnet, der
den Algorithmus aufnimmt, auf den beim Auftreten einer Regelabweichung
zugegriffen wird, wenn die Steuer- und Regeleinrichtung 70 die Drücke
nachzuführen hat
Gemäß Fig. 6 liegt die obere Pressenplatte 11 an dem oberen Rand 3 der
Ausnehmung 2 des Rahmens 1 an und ist daher im wesentlichen eben, von
den geringfügigen Verformungen des Rahmens 1 unter den Preßkräften ab
gesehen.
Die untere Pressenplatte 13 jedoch ist nicht mehr eben, sondern wellig, wo
bei die Welligkeit in Fig. 6 stark übertrieben dargestellt ist. Die tatsächlichen
Dickenabweichungen liegen in der Größenordnung von 0,1 mm oder darun
ter. Das Profil der Abstände der Preßplatten 11,13, welches sich über die
Rollenketten 17, 18 und die Pressenbänder 15, 16 der sich bildenden Platten
bahn 19 mitteilt, ist also über die Breite der Plattenwerkstoffbahn nicht kon
stant.
Erzeugt wird das nicht konstante Abstandsprofil durch entsprechende Betäti
gung der Druckelemente 20, gegebenenfalls im Verein mit der Betätigung
der Rückzugszylinder 40.
Wenn die Plattenwerkstoffbahn 19 die Preßstrecke 10 am gemäß Fig. 1
rechten Ende verläßt, springt sie unter der Wirkung einer geringen Restela
stizität etwas in ihrer Dicke auf. Wenn das Aufspringen ungleichmäßig er
folgt, bekommt die fertige Plattenwerkstoffbahn ein Dickenprofil in Querrich
tung, was unerwünscht ist. Das ungleichmäßige Aufspringen kann durch sy
stematische oder unregelmäßige Streufehler, durch Unterschiede in den ela
stischen Eigenschaften der Matte, durch Unterschiede in der Feuchtigkeit,
durch unterschiedlichen Dampfdruck über die Breite und dergleichen bedingt
sein.
Ein ungleichmäßiges Dickenprofil der Plattenwerkstoffbahn 19 wird durch die
Meßeinrichtung 60 festgestellt, deren Signale die Steuer- und Regeleinrich
tung 70 verarbeitet. Über das durch 71 dargestellte Leitungssystem beauf
schlagt die Steuer- und Regeleinrichtung 70 die zu einer in Querrichtung sich
erstreckenden Reihe angeordneten Druckelemente 20 einzeln oder grup
penweise unterschiedlich, um der durch die Meßeinrichtung 60 festgestellten
Abweichung von der Planparallelität der Plattenwerkstoffbahn 19 entgegen
zuwirken.
Zum Beispiel habe die Meßeinrichtung in dem Breitenbereich 36 (Fig. 6) der
Plattenwerkstoffbahn 19 eine zu große Dicke festgestellt. Die Plattenwerk
stoffbahn 19 ist also in diesem Bereich 36 an der auslaufenden Plattenwerk
stoffbahn 19 entsprechenden Breitenbereich zu stark aufgesprungen. Um
dem entgegenzuwirken, wird die sich bildende Plattenwerkstoffbahn in der
Preßstrecke 10 dort stärker komprimiert, wie es aus Fig. 6 zu ersehen ist.
Das nach dem Verlassen der Preßstrecke 10 erfolgende Aufspringen oder
Auffedern der Plattenwerkstoffbahn 19 in Dickenrichtung führt dann dazu,
daß sich die verbleibende Dicke in dem dem Bereich 36 entsprechenden
Breitenbereich dem Soll-Wert, d. h. einem über die Breite konstanten Wert,
annähert und die Dickentoleranz in Breitenrichtung der Plattenwerkstoffbahn
19 verringert ist.
Es wird also durch vorausgreifende Variierung des Abstandsprofils zwischen
den Preßplatten 11,13 dafür gesorgt, daß nach dem unvermeidlichen Auf
springen etwaige Unterschiede in dem Aufspringbetrag ausgeglichen wer
den.
Wie viele und welche der sich in Querrichtung erstreckenden, jeweils einem
Rahmen 1 zugehörigen Reihen von Druckelementen 20 auf diese Weise mit
einem variablen Abstandsprofil versehen werden, hängt vom Einzelfall ab.
Das variable Abstandsprofil der Preßplatten 11,13 muß in einem solchen
Längenabschnitt der Preßstrecke vorgesehen sein, in welchem das Material
der Plattenwerkstoffbahn 19 noch plastisch beeinflußbar ist. Ebenso bleibt es
dem Einzelfall vorbehalten, wie viele in Laufrichtung der Plattenwerkstoff
bahn 19 aufeinanderfolgende Reihen von Druckelementen den nötigen Effekt
ergeben. Nur beispielsweise ist in der Zeichnung angedeutet, daß drei gegen
das Ende der Preßstrecke 10 hin gelegene Reihen von Druckelementen 20
mit einem über die Breite der Plattenwerkstoffbahn 19 variablen Abstand
sprofil versehen werden sollen. Daß sich die eine Vielzahl von Leitungen re
präsentierende doppelt strichpunktierte Linie 71 von den drei besagten Rei
hen von Druckelementen 20 als 71' weiter nach links erstreckt, soll lediglich
symbolisieren, daß natürlich auch die dortigen Druckelemente von der Steu
er- und Regeleinrichtung 70 angesteuert werden, nur eben nicht mit einem
bewußt ungleichmäßigen Abstandsprofil quer über die Breite der Platten
werkstoffbahn 19.
Claims (16)
1. Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Holzspanplatten und
ähnlichen aus gegebenenfalls durch ein unter Druck und gegebenenfalls
Wärme aushärtendes Bindemittel zusammengehaltenen Partikeln bestehen
den bahnförmigen Plattenwerkstoffen in einer Doppelbandpresse (100) mit
zwei endlos in einer vertikalen Ebene umlaufenden Preßbändern (15, 16),
von denen das obere Trum des unteren Preßbandes (16) und das untere
Trum des oberen Preßbandes (15) in einer Preßstrecke (10) in einem der
Dicke des Plattenwerkstoffes entsprechenden Abstand übereinanderliegend
gleichlaufend vorlaufen, sich beim Vorlauf im wesentlichen flächig an Preß
platten (11, 13) einer äußeren Stützkonstruktion (50) abstützen und die zu ei
ner Matte (19') aufgestreuten Partikel in der Preßstrecke (10) zwischen sich
unter der Einwirkung des Drucks und gegebenenfalls der Wärme zusam
menpressen, wobei die Abstützung mindestens einer der Preßplatten (11, 13)
an der Stützkonstruktion (50) mittels zwischen dieser und der Preßplatte an
geordneter, über die Fläche der Preßplatte verteilter Druckelemente (20) er
folgt,
dadurch gekennzeichnet,
daß durch entsprechende Ansteuerung der Druckelemente (20) das
Abstandsprofil der Preßplatten (11, 13) quer zur Laufrichtung der Platten
werkstoffbahn (19) gegebenenfalls unter Verbiegung der von den Druckele
menten (20) beaufschlagten Preßplatte in der zur Plattenwerkstoffbahn (19)
senkrechten Querebene derart eingestellt wird, daß die die Doppelbandpres
se (100) verlassende Plattenwerkstoffbahn (19) ein vorbestimmtes Eigen
schaftsprofil in Querrichtung aufweist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ei
genschaftsprofil der Plattenwerkstoffbahn (19), nachdem diese die Doppel
bandpresse (100) verlassen hat, bestimmt und danach die Einstellung der
Druckelemente (20) vorgenommen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Be
stimmung des Eigenschaftsprofils der Plattenwerkstoffbahn (19) kontinuier
lich oder in wählbaren Zeitabständen intermittierend selbsttätig erfolgt und
die ermittelten Werte einer Steuer- und Regeleinrichtung (70) für die Drücke
der Druckelemente (20) eingegeben werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeich
net, daß als Eigenschaft ein Dickenprofil der Plattenwerkstoffbahn (19) in
Querrichtung derselben eingestellt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Dic
kenprofil auf konstante Dicke quer über die Breite der Plattenwerkstoffbahn
(19) eingestellt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeich
net, daß die bei Auftreten einer Abweichung des Ist-Eigenschaftsprofils vom
gewünschten Soll-Eigenschaftsprofil quer zur Plattenwerkstoffbahn (19) not
wendigen Änderungen des Abstandsprofils der Preßplatten (11, 13) vorab
rechnerisch oder experimentell ermittelt werden und in einem an die Steuer-
und Regeleinrichtung (70) angeschlossenen Speicher (72) gespeichert wer
den.
7. Doppelbandpresse zur kontinuierlichen Herstellung von Holzspan
platten und ähnlichen aus gegebenenfalls durch ein unter Druck und gege
benenfalls Wärme aushärtendes Bindemittel zusammengehaltenen Partikeln
bestehenden bahnförmigen Plattenwerkstoffen,
mit zwei endlos in einer vertikalen Ebene umlaufenden Preßbändern (15, 16), von denen das obere Trum des unteren Preßbandes (16) und das untere Trum des oberen Preßbandes (15) in einer Preßstrecke (10) in einem der Dicke des Plattenwerkstoffs entsprechenden Abstand übereinanderlie gend gleichlaufend vorlaufen, sich beim Vorlauf im wesentlichen flächig an Preßplatten (11, 13) einer äußeren Stützkonstruktion (50) abstützen und die zu einer Matte aufgestreuten Partikel in der Preßstrecke (10) zusammen pressen,
mit zwischen mindestens einer der Preßplatten (11, 13) und der Stütz konstruktion (50) angeordneten, über die Fläche der Preßplatten (11, 13) verteilten steuerbaren Druckelementen (20),
dadurch gekennzeichnet,
daß das Abstandsprofil der Preßplatten (11, 13) quer zur Laufrichtung (L) der Plattenwerkstoffbahn (19) gegebenenfalls unter Verbiegung minde stens einer der Preßplatten (11, 13) derart einstellbar ist, daß am Ende der Preßstrecke (10) eine Plattenwerkstoffbahn (19) mit einem vorbestimmten Eigenschaftsprofi) quer zur Laufrichtung (L) der Plattenwerkstoff (19) heraus kommt.
mit zwei endlos in einer vertikalen Ebene umlaufenden Preßbändern (15, 16), von denen das obere Trum des unteren Preßbandes (16) und das untere Trum des oberen Preßbandes (15) in einer Preßstrecke (10) in einem der Dicke des Plattenwerkstoffs entsprechenden Abstand übereinanderlie gend gleichlaufend vorlaufen, sich beim Vorlauf im wesentlichen flächig an Preßplatten (11, 13) einer äußeren Stützkonstruktion (50) abstützen und die zu einer Matte aufgestreuten Partikel in der Preßstrecke (10) zusammen pressen,
mit zwischen mindestens einer der Preßplatten (11, 13) und der Stütz konstruktion (50) angeordneten, über die Fläche der Preßplatten (11, 13) verteilten steuerbaren Druckelementen (20),
dadurch gekennzeichnet,
daß das Abstandsprofil der Preßplatten (11, 13) quer zur Laufrichtung (L) der Plattenwerkstoffbahn (19) gegebenenfalls unter Verbiegung minde stens einer der Preßplatten (11, 13) derart einstellbar ist, daß am Ende der Preßstrecke (10) eine Plattenwerkstoffbahn (19) mit einem vorbestimmten Eigenschaftsprofi) quer zur Laufrichtung (L) der Plattenwerkstoff (19) heraus kommt.
8. Doppelbandpresse nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
- in Laufrichtung der Plattenwerkstoffbahn (19) gesehen - hinter dem Auslauf
der Preßstrecke (10) eine Meßeinrichtung (60) für das Eigenschaftsprofil der
Plattenwerkstoffbahn (19) in deren Querrichtung vorgesehen ist.
9. Doppelbandpresse nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
mittels der Meßeinrichtung (60) das Eigenschaftsprofil kontinuierlich oder in
wählbaren Zeitabständen bestimmbar und eine Steuer- und Regeleinrichtung
(70) vorgesehen ist, in die die Meßwerte eingebbar sind und die die Drücke
der Druckelemente (20) entsprechend einstellt.
10. Doppelbandpresse nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeich
net, daß die Meßeinrichtung (60) eine solche zur Bestimmung des Dicken
profils der Plattenwerkstoffbahn (19) in deren Querrichtung ist.
11. Doppelbandpresse nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeich
net, daß mittels der Steuer- und Regeleinrichtung (70) das Dickenprofil auf
konstante Dicke quer über die Breite der Plattenwerkstoffbahn (19) einstell
bar ist.
12. Doppelbandpresse nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Steuer- und Regeleinrichtung (70) einen Speicher
(72) umfaßt, in welchem das zur Erzielung eines gewünschten Eigenschafts
profils quer zur Plattenwerkstoffbahn (19) notwendige, vorab rechnerisch
oder experimentell ermittelte Abstandsprofil speicherbar ist und als Soll-Profil
für die Einregelung des Abstandsprofils dient.
13. Doppelbandpresse nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
das Abstandsprofil weggesteuert regelbar ist.
14. Doppelbandpresse nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
das Abstandsprofil kraftgesteuert regelbar ist.
15. Doppelbandpresse nach einem der Ansprüche 8 bis 14, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Abstandsprofil in Querrichtung der Plattenwerkstoff
bahn (19) in einem nur einen Teil der Länge der Preßstrecke (10) einnehmenden
Abschnitt der Preßstrecke, in welchem das Eigenschaftsprofil durch
das Abstandsprofil noch beeinflußbar ist, regelbar ist.
16. Doppelbandpresse nach einem der Ansprüche 7 bis 15, dadurch ge
kennzeichnet, daß zur Unterstützung der Einregelung des Abstandsprofils
der Preßplatten (11, 13) quer zur Laufrichtung (L) der Plattenwerkstoffbahn
(19) eine an der Stützkonstruktion (50) angreifende, jedoch keinen Teil der
selben bildende Einrichtung vorgesehen ist, mittels derer an mindestens ei
nem quer zur Laufrichtung (L) in der Preßstrecke (10) gelegenen Rand min
destens einer der Preßplatten (11, 13) in diese ein wählbares Biegemoment
einleitbar ist, mittels dessen die beim Pressen und unter dem Druck der
Plattenwerkstoffbahn (19) auftretende Durchbiegung der Preßplatten (11, 13)
beeinflußbar ist.
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