DE4110678C2 - Verfahren zum Betrieb einer Durchlaufpresse im Zuge der Herstellung von Spanplatten, Faserplatten, Laminatplatten u. dgl. sowie für das Verfahren eingerichtete Durchlaufpresse - Google Patents
Verfahren zum Betrieb einer Durchlaufpresse im Zuge der Herstellung von Spanplatten, Faserplatten, Laminatplatten u. dgl. sowie für das Verfahren eingerichtete DurchlaufpresseInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb einer
Durchlaufpresse im Zuge der Herstellung von Spanplatten,
Faserplatten, Laminatplatten u. dgl., wobei eine konti
nuierlich vorbereitete Preßgutmatte in den Preßspalt der
Durchlaufpresse eingeführt sowie in der Preßzone mit einem
vorgegebenen Druck und einer vorgegebenen Temperatur
gepreßt wird. Die Durchlaufpresse weist ein Pressengestell,
ein Pressenoberteil mit beheizbarer Pressenplatte, ein
Pressenunterteil mit beheizbarer Pressenplatte und jeweils
ein im Pressenoberteil bzw. im Pressenunterteil endlos über
Umlenktrommeln geführtes und umlaufend angetriebenes Stahl
blechpreßband auf, wobei die Stahlblechpreßbänder im Preß
bereich auf Rollkörpern geführt sind, die zwischen dem
Stahlblechpreßband und der jeweils zugeordneten Preßplatte
laufen und einer Rollkörper-Umlaufeinrichtung angehören.
Das Pressengestell weist eine Mehrzahl von Pressenrahmen
auf, die in Durchlaufrichtung der Durchlaufpresse gereiht
angeordnet sind und nach einem Raster über die Länge und
die Breite der Preßzone verteilt angeordnete Preßdruck
zylinderkolbenanordnungen aufweisen, die mittelbar oder un
mittelbar nach Maßgabe einer Preßdrucksteuer- und/oder
Preßdruckregeleinrichtung auf eine der Preßplatten arbeiten
und den Regeldruck erzeugen. Im Betrieb der Durchlaufpresse
werden Verlaufmeßwerte für die Abweichung des Laufes der
Stahlblechpreßbänder vom Sollauf erfaßt und nach Maßgabe
der Verlaufmeßwerte wird der Lauf der Stahlblechpreßbänder
zurückstellend korrigiert. Der Ausdruck Preßdruckzylinder
kolbenanordnungen bezeichnet die Kolbenanordnungen, mit
denen der Preßdruck erzeugt wird, einschließlich
eventueller Rückstelleinrichtungen. Es versteht sich, daß
bei einer Durchlaufpresse des vorstehend beschriebenen
Aufbaus nicht nur der Preßdruck, sondern auch der Preß
spalt, anders ausgedrückt die Dicke des fertiggepreßten
Preßgutes, eingestellt und/oder gesteuert bzw. geregelt
werden. Die Erfindung betrifft fernerhin eine Durchlauf
presse, die für die Durchführung eines solchen Verfahrens
besonders eingerichtet ist. Laminatplatten meint Dekor
laminate und technische Laminate auf Kunstharzbasis. - Bei
den Rollkörpern handelt es sich im allgemeinen um
Rollstangen, die um einen Überstand breiter sind als die
Stahlblechpreßbänder. Sie können an Führungsketten zwangs
geführt sein oder in der Preßzone mit Ausgleichsspiel
laufen. Es kann sich aber auch um Rollkörper handeln, die
in bezug auf die Breite der Stahlblechpreßbänder kurz und
mit Hilfselementen gleichsam zu einem Rollenteppich zu
sammengefaßt sind. Bei allen Durchlaufpressen, die in der
beschriebenen Weise mit Rollkörpern zwischen den Stahl
blechpreßbändern und der zugeordneten Preßplatte arbeiten,
kann nicht ausgeschlossen werden, daß die Stahlblech
preßbänder verlaufen, das heißt die vorgegebene streng
gerade Laufrichtung um eine störende Abweichung verlassen.
Die Gefahr des Verlaufens wird um so größer, je länger die
Durchlaufpresse ist. Daher werden in der beschriebenen
Weise im Betrieb der Durchlaufpresse Verlaufmeßwerte für
die Abweichung des Laufes der Stahlblechpreßbänder vom
Sollauf erfaßt und nach Maßgabe der Verlaufmeßwerte wird
der Lauf der Stahlblechpreßbänder zurückstellend korri
giert.
Bei den aus der Literatur (DE 26 43 346) und aus der Praxis
bekannten Maßnahmen, von denen die Erfindung ausgeht,
erfolgen die Steuerung und Regelung des Bandlaufes sowie
die Korrektur des Bandverlaufes dadurch, daß Umlenktrommeln
korrigierend verstellt werden. Das macht zusätzliche
Maßnahmen für die Verstellung der Umlenktrommeln
erforderlich. Die so erreichbare korrigierende Rückstellung
in bezug auf die erreichte Bandlaufgenauigkeit ist ver
besserungsbedürftig. Eine Verbesserung besteht darin (vgl.
DE 39 40 579, PatG 3 (2)), daß die Meßwertaufnehmer für den
Bandverlauf in besonderer Weise gesteuert und eingesetzt
werden. Eine andere Verbesserung besteht darin (vgl. DE
40 30 228, PatG 3 (2)), daß zusätzliche Walzenaggregate
angeordnet sind und für diese besondere Regelkreise
verwirklicht sind. Auch insoweit sind beachtliche
zusätzliche Maßnahmen und Einrichtungen an der Durch
laufpresse erforderlich, um den Verlauf der Stahlblech
preßbänder zurückstellend ausreichend zu korrigieren.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum
Betrieb einer Durchlaufpresse der eingangs beschriebenen
Zweckbestimmung und des eingangs beschriebenen Aufbaus
anzugeben, welches es erlaubt, auf sehr einfache Weise und
unter weitgehender Ausnutzung von bei einer Durchlaufpresse
ohnehin vorhandenen Bauteilen und Aggregaten einen sehr
genauen Lauf der Stahlblechpreßbänder sicherzustellen. Der
Erfindung liegt fernerhin die Aufgabe zugrunde, eine Durch
laufpresse anzugeben, die für das erfindungsgemäße Ver
fahren besonders geeignet ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe lehrt die Erfindung, daß nach
Maßgabe der Verlaufmeßwerte der Preßdruck über die
Preßdruckzylinderkolbenanordnungen an geeigneten Stellen
variiert wird und dadurch der Lauf der Stahlblechpreßbänder
zurückstellend korrigiert wird. - Die Erfindung beruht
insoweit auf der Erkenntnis, daß die Rollkörper und die
damit in Rollreibungsschluß stehenden Stahlblechpreßbänder
sehr empfindlich auf Asymmetrien in bezug auf die
Mittellinie der Durchlaufpresse reagieren, mögen sich diese
Asymmetrien in den Preßgutmatten befinden (z. B. wegen
Streufehler bei der Herstellung von Spanplatten, Faser
platten u. dgl.) oder mögen diese Asymmetrien aus
toleranzbedingten Ungenauigkeiten beim Aufbau der
Durchlaufpresse oder aus Temperatureinflüssen resultieren.
Überraschenderweise kann der Bandverlauf auf einfache Weise
korrigiert werden, indem an geeigneten Stellen der Preß
druck beeinflußt wird. Es versteht sich, daß es sich bei
dieser Einflußnahme auf den Preßdruck um Änderungen
handelt, die in bezug auf den für den Preßvorgang und für
die Verdichtungsverhältnisse in der Preßzone erforderlichen
Preßdruck verhältnismäßig klein sind. Im allgemeinen ist
eine Veränderung um wenige Bruchteile ausreichend.
Im einzelnen läßt sich die Erfindung auf verschiedene Weise
verwirklichen. Eine bevorzugte Ausführungsform der Er
findung, die sich durch Einfachheit und Funktionssicherheit
auszeichnet, ist dadurch gekennzeichnet, daß die
Verlaufmeßwerte einer Steuer- und/oder Regeleinrichtung
zugeführt werden, welche die Verlaufmeßwerte in Preßdruck
korrekturwerte umwandelt, und daß die Preßdruckkorrektur
werte dem über die Preßdrucksteuer- und/oder -regeleinrich
tung erzeugten Preßdruck superponiert werden. Es versteht
sich, daß die Steuer- und/oder Regeleinrichtungen bei
rechnergesteuerten Durchlaufpressen mit dem Rechner
zusammenwirken, mit dem nach Maßgabe der herzustellenden
Spanplatten, Faserplatten, Laminatplatten u. dgl. ein
bestimmtes Preßprogramm vorgegeben wird. Auch die
Einflußnahme auf den Preßdruck kann über einen Rechner ge
steuert werden, der nach Maßgabe der Charakteristik der
Durchlaufpresse insgesamt informiert ist. Eine bevorzugte
Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Bereich oder in den Bereichen längs der Durch
laufpresse, in dem bzw. in denen die Verlaufmeßwerte
gemessen werden, auf die dort vorgesehenen Preßdruck
zylinderkolbenanordnungen eingewirkt wird. Diese Lehre zum
technischen Handeln beruht darauf, daß dort, wo der Verlauf
der Stahlblechpreßbänder störend beobachtet wird, zumeist
auch die eingangs angesprochenen Asymmetrien ermittelt
werden können. Die Zonen des Verlaufs der Stahlblechpreß
bänder können aber auch im Anschluß an solche Asymmetrien
auftreten. Eine generelle Regel ist im Rahmen des erfin
dungsgemäßen Verfahrens zum Betrieb einer Durchlaufpresse
darauf gerichtet, daß in dem Bereich oder den Bereichen
längs der Durchlaufpresse, in dem bzw. in denen die
Verlaufmeßwerte gemessen werden, auf der Durchlaufpressen
seite, auf der positive Verlaufmessungen gemessen werden,
der Preßdruck über die Preßdruckzylinderkolbenanordnungen
korrigierend erhöht und/oder auf der gegenüberliegenden
Durchlaufpressenseite der Preßdruck korrigierend erniedrigt
wird. Überraschenderweise hat es sich gezeigt, daß es aus
reichend ist, die Verlaufmeßwerte nur an einem der
Stahlblechpreßbänder zu erfassen, beispielsweise nur am
oberen bzw. nur am unteren, wobei die durchgeführte Korrek
tur überraschenderweise auf beide Stahlblechpreßbänder
wirkt.
Gegenstand der Erfindung ist auch eine Durchlaufpresse, die
für die Durchführung des beschriebenen Verfahrens besonders
eingerichtet ist. Diese Durchlaufpresse ist gekennzeichnet
durch zumindest einen zusätzlichen Regelkreis oder mehrere
längs der Durchlaufpresse gereiht angeordnete zusätzliche
Regelkreise mit einem Meßwertaufnehmer oder mehreren längs
der Durchlaufpresse angeordneten Meßwertaufnehmern für die
Verlaufmeßwerte der Stahlblechpreßbänder, einem Soll
wert/Istwert-Vergleicher, einem Regler und Stellein
richtungen, die nach Maßgabe der Sollwert/Istwert-Ab
weichung auf den Preßdruck im Sinne der vorstehend ange
gebenen Grundregel korrigierend eingreifen. Die zuletzt
beschriebenen Maßnahmen sind deshalb vorteilhaft, weil in
bezug auf die Erzeugung des Preßdruckes die Durchlaufpresse
gleichsam unverändert bleibt und lediglich zusätzliche
Meßwertaufnehmer und entsprechende Regeleinrichtungen für
die Korrektur eines Bandverlaufs erforderlich werden. Wird
mit mehreren Regelkreisen gearbeitet, so können diese auch
über einen Rechner kombiniert werden. Eine Durchlaufpresse
hat im allgemeinen längs des Durchflaufweges unterschied
liche Preßzonen. Darauf können die erfindungsgemäßen
Maßnahmen, insbes. die Regler sowie zugeordnete Rechner,
abgestimmt werden.
Im Rahmen der Erfindung liegt es, das vorstehend
beschriebene Verfahren zum Betrieb einer Durchlaufpresse im
Zuge der Herstellung von Spanplatten, Faserplatten,
Laminatplatten u. dgl. mit den eingangs beschriebenen be
kannten Maßnahmen zu kombinieren, beispielsweise beim
Anfahren oder Abfahren einer Durchlaufpresse eine
grundsätzliche Einrichtung des Laufes der Stahlblech
preßbänder vorzunehmen, die nach dem Anlaufen im normalen
Betriebszustand nicht mehr über die bekannten Maßnahmen
verändert, sondern nach Maßgabe des erfindungsgemäßen
Verfahrens korrigiert wird.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein
Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung ausführlicher
erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung
Fig. 1 die Seitenansicht einer Durchlaufpresse, die nach
dem erfindungsgemäßen Verfahren betrieben wird,
teilweise aufgebrochen,
Fig. 2 einen Schnitt in Richtung A-A durch den Gegenstand
der Fig. 1 in gegenüber der Fig. 1 vergrößertem
Maßstab,
Fig. 3 schematisch die über die Länge und die Breite der
Preßzonen verteilten Preßdruckzylinderkolbenan
ordnungen,
Fig. 4 schematisch einen Regelkreis für das erfindungs
gemäße Verfahren.
Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Durchlaufpresse dient
für die Herstellung von Spanplatten, Faserplatten, Laminat
platten u. dgl. Eine kontinuierlich vorbereitete Preßgut
matte 1 ist in den Preßspalt der Durchlaufpresse einführbar
und wird in der Preßzone 2 mit einem vorgegebenen Druck und
einer vorgegebenen Temperatur gepreßt.
Zum grundsätzlichen Aufbau der Durchlaufpresse gehören
zunächst ein Pressengestell 3, ein Pressenoberteil 4 mit
beheizbarer Preßplatte 5, ein Pressenunterteil 6 mit
beheizbarer Preßplatte 7 und jeweils ein im Pressenoberteil
4 bzw. im Pressenunterteil 6 endlos über Umlenktrommeln 8
geführtes und umlaufend angetriebenes Stahlblechpreßband 9.
Die Stahlblechpreßbänder 9 sind in der Preßzone 2 auf
Rollkörpern 10 geführt, die zwischen dem Stahlblechpreßband
9 und der jeweils zugeordneten Preßplatte 5 bzw. 7 laufen.
Sie gehören einer Rollkörper-Umlaufeinrichtung an, die in
der Fig. 1 angedeutet wurde, grundsätzlich aber sehr
unterschiedlich ausgeführt werden kann. Man entnimmt aus
der Fig. 1 aber auch aus dem Schema der Fig. 3, daß das
Pressengestell 3 eine Mehrzahl von Pressenrahmen 11 auf
weist, die in Durchlaufrichtung der Durchlaufpresse gereiht
angeordnet sind. Das Pressengestell 3 stützt nach einem
Raster über die Länge und die Breite der Preßzone 2
verteilt angeordnete Preßdruckzylinderkolbenanordnungen 12
ab, die mittelbar oder unmittelbar nach Maßgabe einer
Preßdrucksteuer- und/oder -regeleinrichtung den Preßdruck
erzeugen. - Mittelbar arbeiten die Preßdruckzylinderkolben
anordnungen auf die Preßplatten, wenn ein Tisch oder ein
Holm zwischengeschaltet ist.
Längs der Stahlblechpreßbänder 9 sind Meßwertaufnehmer 13
angeordnet. Die Anordnung ist so getroffen, daß im Betrieb
der Durchlaufpresse Verlaufmeßwerte für die Abweichung des
Laufes der Stahlblechpreßbänder 9 vom Sollauf erfaßt und
nach Maßgabe der Verlaufmeßwerte der Lauf der Stahlblech
preßbänder 9 zurückstellend korrigiert wird.
In der Fig. 3 erkennt man das Raster, nach dem über die
Länge und die Breite der Preßzone 2 verteilt die Preßdruck
zylinderkolbenanordnungen 12 angeordnet sind. Aus einer
vergleichenden Betrachtung der Fig. 3 und 4 wird deutlich,
daß nach Maßgabe der Verlaufmeßwerte auf die Preß
druckzylinderkolbenanordnungen 12 eingewirkt wird, wobei
dadurch der Lauf der Stahlblechpreßbänder 9 über
raschenderweise zurückstellend korrigiert werden kann. Wie
die Preßdruckzylinderkolbenanordnungen 12 bei einem vor
gegebenen Verlaufmeßwert zweckmäßigerweise bezüglich des
Preßdruckes verändert werden, läßt sich für jede Durch
laufpresse durch Versuche unschwer ermitteln. Die
Korrekturwerte des Preßdruckes, die positiv oder negativ
sein können, sind dabei sehr viel kleiner als der
Preßdruck, der für den Preßvorgang der Preßgutmatten 1 er
forderlich ist. Die Fig. 4 macht deutlich, daß die
Verlaufmeßwerte einer Regeleinrichtung 14 zugeführt werden,
welche die Verlaufmeßwerte in Preßdruckkorrekturwerte um
wandelt, wobei die Preßdruckkorrekturwerte dem über die
Preßdrucksteuer- und/oder -regeleinrichtung 15 erzeugten
Preßdruck superponiert werden.
Es hat sich herausgestellt, daß es im allgemeinen
ausreichend ist, in dem Bereich oder in den Bereichen längs
der Durchlaufpresse, in dem bzw. in denen die
Verlaufmeßwerte gemessen werden, auf die dort vorgesehenen
Preßdruckzylinderkolbenanordnungen 12 einzuwirken. Eine
Grundregel für diese Einwirkung ist vorstehend schon
erläutert worden.
Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich für den Betrieb
der verschiedensten Durchlaufpressen, insbes. aber für
solche mit Rollstangen 10, wie sie eingangs schon be
schrieben worden sind. Eine Durchlaufpresse, die für die
Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens besonders
eingerichtet ist, behält ihren grundsätzlichen Aufbau, auch
bezüglich der Preßdruckerzeugung nach Maßgabe vorgegebener
Preßdruckdiagramme, wie sie im Zuge der Herstellung von
Spanplatten, Faserplatten, Laminatplatten u. dgl. üblich
sind. Sie ist gekennzeichnet durch zumindest einen zusätz
lichen Regelkreis, wie er in der Fig. 4 dargestellt wurde,
oder durch mehrere längs der Durchlaufpresse gereihte
Regelkreise 16 mit einem oder mit mehreren längs der
Durchlaufpresse angeordneten Meßwertaufnehmern 13 für die
Verlaufmeßwerte der Stahlblechpreßbänder 9, einem Soll
wert/Istwert-Vergleicher 17, einem Regler 18 und Stell
einrichtungen 19, die nach Maßgabe der Sollwert/Istwert-
Abweichung auf den Preßdruck einwirken.
Claims (5)
1. Verfahren zum Betrieb einer Durchlaufpresse im Zuge der
Herstellung von Spanplatten, Faserplatten oder Laminat
platten, - wobei eine kontinuierlich vorbereitete Preßgut
matte in den Preßspalt der Durchlaufpresse eingeführt sowie
in der Preßzone mit einem vorgegebenen Druck und einer
vorgegebenen Temperatur gepreßt wird,
wobei die Durchlaufpresse ein Pressengestell, ein Pressenoberteil mit beheizbarer Pressenplatte, ein Pressenunterteil mit beheizbarer Pressenplatte und jeweils ein im Pressenoberteil bzw. im Pressenunterteil endlos über Umlenktrommeln geführtes und umlaufend angetriebenes Stahlblechpreßband auf weist, wobei die Stahlblechpreßbänder im Preßbereich auf Rollkörpern geführt sind, die zwischen dem Stahl blechpreßband und der jeweils zugeordneten Preßplatte laufen und einer Rollkörper-Umlaufeinrichtung ange hören,
wobei das Pressengestell eine Mehrzahl von Pressen rahmen aufweist, die in Durchlaufrichtung der Durch laufpresse gereiht angeordnet sind und nach einem Raster über die Länge und die Breite der Preßzone verteilt angeordnete Preßdruckzylinderkolbenanord nungen aufweisen, die mittelbar oder unmittelbar nach Maßgabe einer Preßdrucksteuer- und/oder Preßdruck regeleinrichtung auf eine der Preßplatten arbeiten und den Regeldruck erzeugen,
wobei im Betrieb der Durchlaufpresse Verlaufmeßwerte für die Abweichung des Laufes der Stahlblechpreßbänder vom Sollauf erfaßt und nach Maßgabe der Verlaufmeßwerte der Lauf der Stahlblechpreßbänder zurückstellend korrigiert wird, dadurch gekennzeichnet, daß nach Maßgabe der Verlaufmeßwerte der Preßdruck über die Preß druckzylinderkolbenanordnungen an geeigneten Stellen variiert wird und dadurch der Lauf der Stahlblechpreßbänder zurückstellend korrigiert wird.
wobei die Durchlaufpresse ein Pressengestell, ein Pressenoberteil mit beheizbarer Pressenplatte, ein Pressenunterteil mit beheizbarer Pressenplatte und jeweils ein im Pressenoberteil bzw. im Pressenunterteil endlos über Umlenktrommeln geführtes und umlaufend angetriebenes Stahlblechpreßband auf weist, wobei die Stahlblechpreßbänder im Preßbereich auf Rollkörpern geführt sind, die zwischen dem Stahl blechpreßband und der jeweils zugeordneten Preßplatte laufen und einer Rollkörper-Umlaufeinrichtung ange hören,
wobei das Pressengestell eine Mehrzahl von Pressen rahmen aufweist, die in Durchlaufrichtung der Durch laufpresse gereiht angeordnet sind und nach einem Raster über die Länge und die Breite der Preßzone verteilt angeordnete Preßdruckzylinderkolbenanord nungen aufweisen, die mittelbar oder unmittelbar nach Maßgabe einer Preßdrucksteuer- und/oder Preßdruck regeleinrichtung auf eine der Preßplatten arbeiten und den Regeldruck erzeugen,
wobei im Betrieb der Durchlaufpresse Verlaufmeßwerte für die Abweichung des Laufes der Stahlblechpreßbänder vom Sollauf erfaßt und nach Maßgabe der Verlaufmeßwerte der Lauf der Stahlblechpreßbänder zurückstellend korrigiert wird, dadurch gekennzeichnet, daß nach Maßgabe der Verlaufmeßwerte der Preßdruck über die Preß druckzylinderkolbenanordnungen an geeigneten Stellen variiert wird und dadurch der Lauf der Stahlblechpreßbänder zurückstellend korrigiert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Verlaufmeßwerte einer Steuer- und/oder Regeleinrichtung
zugeführt werden, welche die Verlaufmeßwerte in Preßdruck
korrekturwerte umwandelt, und daß die Preßdruckkorrektur
werte dem über die Preßdrucksteuer- und/oder Preßdruck
regeleinrichtung erzeugten Preßdruck superponiert werden.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß in dem Bereich oder in den Bereichen
längs der Durchlaufpresse, in dem bzw. in denen die
Verlaufmeßwerte gemessen werden, auf die dort vorgesehenen
Preßdruckzylinderkolbenanordnungen eingewirkt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß in dem Bereich oder in den Bereichen
längs der Durchlaufpresse, in dem bzw. in denen die Ver
laufmeßwerte gemessen werden, auf der Durchlaufpressenseite
neben der Längsmitte, wo positive Verlaufmeßwerte gemessen
werden, der Preßdruck über die Preßdruckzylinderkolben
anordnungen korrigierend erhöht und/oder auf der gegenüber
liegenden Durchlaufpressenseite der Preßdruck korrigierend
erniedrigt wird.
5. Durchlaufpresse, die für die Durchführung des Verfahrens
nach den Ansprüchen 1 bis 4 besonders eingerichtet ist,
gekennzeichnet durch zumindest einen zusätzlichen Regel
kreis (16) oder mehrere längs der Durchlaufpresse gereihte
zusätzliche Regelkreise (16) mit einem oder mit mehreren
längs der Durchlaufpresse angeordneten Meßwertaufnehmern
(13) für die Verlaufmeßwerte der Stahlblechpreßbänder (9),
einem Sollwert/Istwert-Vergleicher (17), einem Regler (18)
und Stelleinrichtungen (19), die nach Maßgabe der
Sollwert/Istwert-Abweichung auf den Preßdruck einwirken.
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2643346B2 (de) * | 1976-09-25 | 1980-03-06 | Kuesters, Eduard, 4150 Krefeld | Presse zur Ausübung einer Flächenpressung mit umlaufenden Bändern und Steuerung der Seitenlage derselben |
| DE4401779A1 (de) * | 1994-01-24 | 1995-07-27 | Haefner Otto Gmbh & Co Kg | Löseeinrichtung für ein mittels einer eine Spanneinrichtung umfassenden Werkzeug-Aufnahme einer Werkzeugmaschine gelagertes Werkzeug |
-
1991
- 1991-04-03 DE DE19914110678 patent/DE4110678C2/de not_active Expired - Lifetime
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2643346B2 (de) * | 1976-09-25 | 1980-03-06 | Kuesters, Eduard, 4150 Krefeld | Presse zur Ausübung einer Flächenpressung mit umlaufenden Bändern und Steuerung der Seitenlage derselben |
| DE4401779A1 (de) * | 1994-01-24 | 1995-07-27 | Haefner Otto Gmbh & Co Kg | Löseeinrichtung für ein mittels einer eine Spanneinrichtung umfassenden Werkzeug-Aufnahme einer Werkzeugmaschine gelagertes Werkzeug |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4110678C1 (en) | 1992-10-15 |
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