DE10122245A1 - Leckagereduzierter druckgesteuerter Kraftstoffinjektor - Google Patents
Leckagereduzierter druckgesteuerter KraftstoffinjektorInfo
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Einspritzen von Kraftstoff in den Brennraum einer Verbrennungskraftmaschine. Es ist eine Steuereinheit (1) vorgesehen, in der ein Gehäuseraum (4) ausgebildet ist, der über einen Zulauf eines Speicherraums (Common Rail) stets mit unter hohem Druck stehenden Kraftstoff beaufschlagt ist. Der unter hohem Druck stehende Kraftstoff steht über eine Zulaufdrossel (7) stets am Steuerraum (6) eines Steuerventilkörpers (5) an, wobei der Steuerventilkörper (5) einen Düsenzulauf (14) zu einer Einspritzdüse aufsteuert oder verschließt. Im Gehäuseraum (4) der Steuereinheit (1) ist ein den Steuerraum (6) begrenzendes Druckstück (21) aufgenommen, welches sich mit einer ebenen Fläche (23) am Gehäuse (2) abstützt und in welchem eine den Steuerraum (6) druckentlastende Ablaufdrossel (28) aufgenommen ist, die mittels eines Servoventils (24) aufsteuerbar ist.
Description
Einspritzsysteme, die an luftverdichtenden Verbrennungskraftmaschinen eingesetzt werden
und nach dem Common Rail-Prinzip arbeiten, sind höchsten Betriebsdrücken ausgesetzt.
Um das Betriebsdruckniveau zu erreichen und dauerhaft aufrechtzuerhalten, werden Hoch
druckpumpen eingesetzt. Ein Teil der Förderleistung der Hochdruckpumpen wird durch
Leckageverluste aufgezehrt, die an den bewegten Bauteilen von Kraftstoffinjektoren sol
cher Einspritzsysteme auftreten können, mit denen der unter hohem Druck stehende Kraft
stoff in den Brennraum einer Verbrennungskraftmaschine eingespritzt wird. Die erforderli
che Förderleistung einer Hochdruckpumpe stellt ein deren Baugröße beeinflussendes Krite
rium dar.
DE 197 15 234 A1 betrifft ein magnetventilgesteuertes, direkteinspritzendes Kraftstoffein
spritzventil für Speichereinspritzsysteme von mehrzylindrigen Brennkraftmaschinen. Es ist
eine Zuführleitung zu einer federbelasteten Düsennadel vorgesehen, welche durch einen
Steuerkolben mit Ventilfunktion absperrbar ist. Die Düsennadel wird über eine Düsenna
delfeder, welche sich in einem Federraum abstützt, auf ihren Nadelsitz gedrückt. Es sind
ferner ein auf der Rückseite des unter Systemdruck stehenden Steuerkolbens angeordneter
Steuerraum vorgesehen sowie ein Magnetventil. Durch dieses ist der Steuerraum mit einer
Entlastungsleitung verbindbar und gleichzeitig die Absperrung der zur Düsennadel führen
den Zuführleitung durch ein am Steuerkolben angeordnetes Hochdruckventil aufhebbar. Es
ist eine gedrosselte Leitungsverbindung als Bypass zwischen der Zuführleitung und der
Entlastungsleitung ausgebildet, wobei die Leitungsverbindung ein mit dem Magnetventil in
Verbindung stehendes Leckageventil enthält, durch welches die Leitungsverbindung wäh
rend der Einspritzung unterbrechbar ist.
Die erfindungsgemäße Lösung bietet den Vorteil, daß das Steuerventil in den Zulauf vom
Hochdrucksammelraum (Common Rail) integriert ist und die Leckage durch Vermeidung
des Druckabbaus auf Lecköldruck am Steuerventil erheblich reduziert wird. In vorteilhafter
Weise ist der den Ventilkörper des Steuerteils beaufschlagende Steuerraum von einem
topfförmig konfigurierten Druckstück umgeben, an welchem stets der im Hochdrucksam
melraum (Common Rail) anstehende hohe Druck anliegt. Das den Steuerraum begrenzende
Druckstück liegt mit einem Flachsitz am Gehäuse der Steuereinheit an und ist mit diesem
Federelement beaufschlagt, welches das Druckstück zusätzlich zum im Gehäuseraum herr
schenden Hochdruck in Anlage an eine Wand des Gehäuseraumes dieser Steuereinheit hält.
Oberhalb des Druckstücks ist ein Servoventil aufgenommen, mit dessen Servoventilkörper
eine den Steuerraum entlastende Ablaufdrossel verschlossen bzw. freigegeben werden
kann. Die Leckageverluste sind mit der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung auf die
Steuervolumenmenge begrenzt, die bei Druckentlastung des Steuerraums nach Ansteue
rung des Servoventils durch die Ablaufdrossel abströmt. Durch das in den Zulauf vom
Hochdrucksammelraum (Common Rail) integrierte Druckstück wird dieses durch den dort
herrschenden Hochdruck in den Flachsitz gedrückt, unterstützt durch die unterhalb des
Druckstücks aufgenommene Feder. Ein Druckabbau am Steuerteil auf Lecköldruckniveau
kann vermieden werden, was die Leckage am Steuerventil günstig beeinflußt.
Aufgrund des Flachsitzes des den Steuerraum begrenzenden Druckstücks am Gehäuse der
Steuereinheit ist das Servoventil und der den Servoventilkörper umgebende Ventilraum
gegen den Hochdruck im Zulauf vom Hochdrucksammelraum abgedichtet. Das bei der
Druckentlastung des Steuerraums aus diesem abströmende Steuervolumen wird durch die
Dimensionierung der Ablaufdrossel begrenzt und stellt das einzige Volumen dar, welches
aus dem Hochdruckteil der Steuereinheit abfließt. Die Hochdruckpumpe kann daher hin
sichtlich ihrer Förderleistung erheblich günstiger ausgelegt werden, was deren Herstellko
sten und Baugröße günstig beeinflußt. Ein mit der Reduzierung der Pumpengröße weiter
einhergehender Vorteil liegt in der Absenkung der Kraftstofftemperatur im Rücklauf des
Injektors. Eine zu hohe Kraftstofftemperatur hätte die Notwendigkeit eines Kühlers zur
Folge, was einen zusätzlichen Aufwand darstellt, der mit der erfindungsgemäß vorgeschla
genen Reduzierung der Pumpengröße vermieden werden kann.
Anhand der Zeichnung wird die Erfindung nachstehend näher erläutert.
Die einzige Figur zeigt einen Schnitt durch eine druckgesteuerte Steuereinheit ohne Füh
rungsleckage, die zum Beispiel an einer Düsenhalterkombination eingesetzt werden kann.
In der einzigen Figur ist ein Längsschnitt durch die erfindungsgemäß ausgebildete Steuer
einheit wiedergegeben, wobei die Steuereinheit 1 ein Gehäuse 2 umfaßt. Im Gehäuse 2 der
Steuereinheit 1 ist ein Gehäuseraum 4 ausgebildet, der über einen Zulauf 3 mit einem Spei
cherraum oder Hochdrucksammelraum (Common Rail) in Verbindung steht, in dem Kraft
stoff über eine Hochdruckpumpe beaufschlagt, auf einem extrem hohen Druckniveau ge
halten wird. Über den Zulauf 3 zum Gehäuseraum 4 der Steuereinheit 1 steht dieses im
Speicher oder Hochdrucksammelraum (Common Rail) erzeugte hohe Druckniveau auch im
Gehäuseraum 4 der Steuereinheit 1 an.
Im Gehäuseraum 4 der Steuereinheit 1 gemäß der Darstellung in Fig. 1 ist ein Druckstück
21 aufgenommen. Das Druckstück 21 ist im wesentlichen als topfförmiger, an einer Seite
offen beschaffener Körper ausgebildet, der mit einer eben ausgeführten Fläche 23 an einer
Wandung des Gehäuses 2 der Steuereinheit 1 anliegt. Am offenen Ende des Druckstücks
21 ist in dessen Innenraum ein Steuerventilkörper 5 eingeführt, dessen Stirnfläche 8 mit der
Innenwandung des Druckstücks 21 einen Steuerraum 6 begrenzt. In der Wandung des
Druckstücks 21 sind im Bereich des Steuerraums einerseits eine Zulaufdrossel 7 ausgebil
det; andererseits ist der Steuerraum 6, der von der Innenseite des Druckstücks 21 und der
Stirnfläche 8 des Steuerventilkörpers 5 begrenzt ist, über eine im oberen Bereich des
Druckstücks 21 ausgebildete Ablaufdrossel 28 druckentlastbar. Die Druckentlastung des
Steuerraumes 6 erfolgt über ein der Ablaufdrossel 28 zugeordnetes Servoventil 24. Das
Druckstück 21, aufgenommen im Gehäuseraum 4 der Steuereinheit 1, wird einerseits über
ein eine ringförmige Stirnfläche 22 des Druckstücks 21 beaufschlagendes Federelement 20
in einen Flachsitz 23 an einer Wandung des Gehäuses 2 der Steuereinheit 1 gedrückt. Das
Federelement 20, welches sich an der ringförmig verlaufenden Stirnfläche 22 am Druck
stück 21 einerseits abstützt, ist andererseits durch den Boden des Gehäuseraumes 4 im Ge
häuse 2 der Steuereinheit 1 abgestützt. Darüber hinaus bewirkt der im Gehäuseraum 4 über
den Zulauf 3 vom Hochdrucksammelraum (Common Rail) unter Hochdruck stehende
Kraftstoff, der auf die ringförmige Stirnfläche 22 des Druckstücks 21 einwirkt, dessen An
stellen in seinen Flachsitz 23 an der Wandung des Gehäuses 2.
Durch das Einwirken des im Gehäuseraum 4 anstehenden hohen Drucks auf die ringförmig
verlaufende Stirnfläche 22 des Druckstücks 21 ist dessen Anlage am Flachsitz 23 an der
Wandung des Gehäuses 2 der Steuereinheit 1 gewährleistet. Der Flachsitz 23 sowohl an der
Wandung des Gehäuses 2 als auch an der entsprechenden Seite des Druckstücks 21 kann
fertigungstechnisch besonders einfach gefertigt werden. Damit steht eine ringförmig ver
laufende Dichtfläche 23 zwischen dem Druckstück 21 und der entsprechenden Wandung
des Gehäuses 2 der Steuereinheit 1 zur Verfügung, mit welcher ein Ventilraum 32 des Ser
voventils 24 gegen den Gehäuseraum 4 und das dort herrschende hohe Druckniveau ab
dichtbar ist.
Der Steuerventilkörper 5 der Steuereinheit 1 ragt mit seiner oberen Stirnfläche 8 einerseits
in den Steuerraum 6 ein, der ein über die Zulaufdrossel 7 einströmendes Steuervolumen
aufnimmt, welches durch Betätigung des Servoventils 24 durch einen hier nur schematisch
wiedergegebenen Aktor 29 aufsteuerbar bzw. zusteuerbar ist. Der Steuerventilkörper 5 ist
darüber hinaus mit einer sich ringförmig erstreckenden Sitzfläche 19 versehen, die am
Steuerventilkörper 5 in einer Einschnürung 9 ausläuft. An die Einschnürung 9 schließen
sich in Abströmrichtung Strömungsfreiflächen 10 am Umfang des Steuerventilkörpers 5
an, die zum Beispiel einander gegenüberliegend um 180° versetzt am Umfang des Steuer
ventilkörpers 5 ausgebildet sein können. Der Einschnürung 9 am Steuerventilkörper 5 im
Gehäuse 2 der Steuereinheit 1 gegenüberliegend, ist ein Ringraum 11 ausgebildet, von dem
ein Düsenzulauf 14 zu einer hier nicht dargestellten Düsenhalterkombination mit Ein
spritzdüse abzweigt. Der Steuerventilkörper 5 wird mit seinem oberen Bereich einerseits
im Druckstück 21 zentriert und geführt; andererseits ist der Steuerventilkörper 5 unterhalb
der Einschnürung 9 an Gehäuseflächen 15 geführt. Ist der Steuerraum 6, der durch das
Druckstück 21 und die obere Stirnfläche 8 des Steuerventilkörpers 5 begrenzt ist, über die
Ablaufdrossel 7 mit einem unter hohen Druck stehenden Steuervolumen beaufschlagt, wird
der Steuerventilkörper 5 in seine Sitzfläche 18 im Boden des Gehäuseraumes 4 gefahren.
Die ringförmig verlaufende Sitzfläche 19 am Steuerventilkörper 5 liegt an der kegelförmig
konfigurierten Dichtsitzfläche im Boden des Gehäuses 4 an, so daß bei geschlossenem
Steuerventilkörper 5, d. h. dessen Anliegen in seinem gehäuseseitigen Dichtsitz 18, der Dü
senzulauf 14 über den Ringraum 11 im Gehäuse 2 der Steuereinheit 1 und über die Strö
mungsfreiflächen 10 in den Leckölraum 12 druckentlastet wird. Vom Leckölraum 12 aus
strömt das Kraftstoffvolumen weiter in Richtung des Leckölablaufs 13. Die Hubhöhe, in
welche der Steuerventilkörper 5 mit seiner Stirnfläche 8 bei Druckentlastung des Steuer
raums 6 über eine Betätigung der Ablaufdrossel 28 einfährt, ist mit Bezugzeichen 30 (h2)
bezeichnet. Entsprechend zur Hubhöhe 30 des Steuerventilkörpers 5 bei Druckentlastung
des Steuerraumes 6 ist eine Restüberdeckung 16 der Strömungsfreiflächen 10 am Umfang
des Steuerventilkörpers 5 bemessen. Die Restüberdeckung ist mit h1 bezeichnet. Im in sei
nen Dichtsitz 18 im Gehäuseraum 4 eingefahrenen Zustand, d. h. bei Druckbeaufschlagung
des Steuerraumes 6 muß gewährleistet sein, daß über einen Bereich h1 der Strömungsfrei
flächen 10 unterhalb des Führungsabschnittes 15 im Gehäuse 2 ein Abströmen von Kraft
stoff über den Düsenzulauf 14 in den Ringraum 11 in den Leckölraum 12 und damit in den
Leckölablauf 13 erfolgen kann.
Die im Druckstück 21 ausgeführte Ablaufdrossel 28 zur Druckentlastung des Steuerraums
6 wird mittels eines Servoventils 24 geschaltet. Das Servoventil 24 wird über einen hier
nur schematisch angedeuteten Steller, zum Beispiel einen Piezosteller 29 betätigt, der einen
Servoventilkörper 25 des Servoventils 24 entsprechend der Pfeilrichtung 31 betätigt. Der
Servoventilkörper 25 des Servoventils 24 ist in der Darstellung gemäß Fig. 1 halbkugel
förmig ausgestaltet. Die gekrümmte Seite des halbkugelförmig konfigurierten Servoventil
körpers 25 wirkt mit einem im Gehäuse 2 der Steuereinheit 1 ausgebildeten zweiten Sitz 27
zusammen, während die im wesentlichen flach beschaffene Seite des Servoventilkörpers 25
mit einem ersten Sitz 26 an der Oberseite des Druckstücks 21 zusammenarbeitet. Mittels
des Servoventils 24, welches über einen Piezoaktor oder ein Magnetventil angesteuert wer
den kann, kann der Servoventilkörper 25 entweder in den ersten Sitz 26 zum Verschließen
der Ablaufdrossel 28 oder in seinen zweiten Sitz zum Verschließen des Ablaufes im Ge
häuse 2 der Steuereinheit 1 geschaltet werden. Der Servoventilkörper 25 ist von einem
Servoventilraum 32 umgeben, dir einerseits durch eine Wandung des Gehäuses 2 der Steu
ereinheit 1 gebildet wird und andererseits durch das Druckstück 21. Da der Servoventilkör
per 25 des Servoventils 24 lediglich zwischen seinem ersten Sitz 26 und seinem zweiten
Sitz 27 hin- und hergeschaltet werden kann, sind die Leckageverluste auf das aus dem
Steuerraum 6 über die Ablaufdrossel 28 absteuerbare Steuervolumen begrenzt.
Steht über den Zulauf 3 vom Hochdrucksammelraum (Common Rail) im Gehäuseraum 4
der Steuereinheit 1 Hochdruck an, strömt dieser über die Zulaufdrossel 7 in den Steuer
raum 6 ein, der von der oberen Stirnfläche 8 des Steuerventilkörpers 5 und der Innenseite
des Druckstücks 21 begrenzt ist. Durch den sich im Steuerraum 6 aufbauenden Hochdruck
wird der Steuerventilkörper 5 in den im Boden des Gehäuseraumes 4 ausgebildeten Dicht
sitz 18 gefahren. Der Zulauf vom Gehäuseraum 4 über die Einschnürung 9 in den Ring
raum 11 und von dort in den Düsenzulauf 14 einer Düsenhalterkombination ist in dieser
Position des Steuerventilkörpers 5 verschlossen. In dieser Position, in welcher der Steuer
ventilkörper 5 in seinen gehäuseseitigen Sitz am Boden des Gehäuseraumes 4 gestellt ist,
erlaubt eine Druckentlastung des Düsenzulaufs 15 über den Ringraum 11, die Ein
schnürung 9 am Steuerventilkörper 5, über die Strömungsfreiflächen 10 in den Leckölraum
12 und von dort in den Leckölablauf 13. Das den Steuerraum 6 begrenzende Druckstück 21
ist stets vom über den Zulauf 3 vom Hochdrucksammelraum aus anstehenden hohen Druck
beaufschlagt, welcher über den Flachsitz 23 gegenüber dem Servoventilraum 32 des Ser
voventils 24 abgedichtet ist. Bei Druckentlastung des Steuerraumes 6 durch Schaltung des
Steuerventilkörpers 25 von seinem ersten Sitz 26 oberhalb der Ablaufdrossel 28 in seinen
im Gehäuse 2 der Steuereinheit 1 ausgebildeten zweiten Sitz 27 strömt Steuervolumen vom
Steuerraum 6 über die Ablaufdrossel 28 in den Servoventilraum 32 ein, so daß sich die
Stirnfläche 8 des Steuerventilkörpers 5 in den Steuerraum 6 aufwärts bewegt. Gleichzeitig
ist der Servoventilraum 32 an seinem zweiten Sitz 27, der durch den gekrümmten Teil des
Steuerventilkörpers 25 verschlossen ist, abgedichtet. Wird der Steuerventilkörper 25 hin
gegen durch den Aktor 29 in Bewegungsrichtung 31 angesteuert, wird der Steuerventilkör
per 25 mit seiner flachen Seite an den ersten Sitz 26 oberhalb der Ablaufdrossel 28 im
Druckstück 21 angestellt und schließt diesen. Durch kontinuierlich über die Zulaufdrossel
7 in den Steuerraum 6 einschießenden Kraftstoff mit hohem Druck erfolgt ein Druckaufbau
6 im Steuerraum 6, wodurch der Steuerventilkörper 5 in seinen Dichtsitz 18 im Boden des
Gehäuseraumes 4 gedrückt wird. Gleichzeitig erfolgt die Druckentlastung des Düsenzu
laufs 14 über die Einschnürung 9, den Ringraum 11 und die Strömungsfreiflächen 10 in
den Leckölraum 11 im Niederdruckbereich der Steuereinheit 1.
Durch die Integration des Steuerraumes 6 bzw. des Steuerventils 5 in einen Gehäuseraum 4
wird das Absenken des dort herrschenden Druckniveaus auf Lecköldruckniveau vermieden.
Lecköldruckniveau herrscht lediglich im Niederdruckbereich der Steuereinheit 1, d. h. un
terhalb der Strömungsfreiflächen 10 im Leckölraum 11 bzw. im Leckölablauf 13. Durch
die sich ringförmig zwischen dem Druckstück 21 und der entsprechenden Wandung des
Gehäuses 2 der Steuereinheit 1 ausbildende Dichtfläche 23 in Gestalt eines Flachsitzes und
das Anstellen des Druckstücks 21 an diese einerseits mittels eines Federelementes 20 und
andererseits durch an der ringförmigen Stirnfläche 22 anliegenden Hochdruck, ist eine ver
besserte Abdichtung des Gehäuseraumes 4 gegen Leckageverluste gegeben. Darüber hinaus
ist durch den Einsatz des Servoventils 24 oberhalb des Druckstücks 21 zur Freigabe bzw.
zum Verschließen der Ablaufdrossel 28 des Steuerraums 6 sichergestellt, daß lediglich die
aus dem Steuerraum 6 bei dessen Druckentlastung abströmende Steuermenge in den Steu
erventilraum 32 eintritt. Der Servoventilraum 32 dient gewissermaßen als Puffer zur Auf
nahme von als Steuervolumen dienendem Kraftstoff, welches pro Freigabebewegung der
Ablaufdrossel 28 durch Abstellen des Servoventilkörpers 25 aus seinem ersten Sitz 26 in
den Servoventilraum 32 einströmt. Lediglich das bei Ansteuerung des Servoventils 24 über
den hier schematisch wiedergegebenen Piezosteller 29 abströmende, über die Ablaufdros
sel 28 aus dem Steuerraum 6 austretende Kraftstoffvolumen stellt eine Leckage dar. Da die
Leckageverluste auf das aus dem Steuerraum 6 bei dessen Druckentlastung abströmende
Steuervolumen begrenzt sind, läßt sich mit der erfindungsgemäß beschaffenen Steuerein
heit 1 ein Kraftstoffeinspritzsystem betreiben, welches mit einer wesentlich kleiner dimen
sionierten Hochdruckpumpe ausgestattet werden kann. Bisher notwendige Überdimensio
nierungen der Hochdruckpumpe zur Deckung von Leckageverlusten können entfallen, da
die Leckageverluste bei der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Steuereinheit auf die aus
dem Steuerraum 6 austretenden Abströmvolumina der Steuermenge beschränkt sind. Ein
Einsatz einer kleiner dimensionierten Hochdruckpumpe zur Druckbeaufschlagung des
Hochdrucksammelraumes und damit über den Zulauf 3 des Gehäuseraumes 4 der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Steuereinheit 1 bewirkt zudem eine Absenkung der Kraft
stofftemperatur. Die Absenkung der Kraftstofftemperatur bei Einsatz einer kleiner dimen
sionierten Hochdruckpumpe beeinflußt das Einspritzverhalten des über den Düsenzulauf
14 einer Düsenhalterkombination zuzuführenden Einspritzvolumens sehr vorteilhaft.
1
Steuereinheit
2
Gehäuse
3
Zulauf Hochdrucksammelraum (Common Rail)
4
Gehäuseraum
5
Steuerventilkörper
6
Steuerraum
7
Zulaufdrossel
8
Stirnseite
9
Einschnürung
10
Freifläche
11
Ringraum
12
Leckölraum
13
Leckölablauf
14
Düsenzulauf
15
Gehäusekante
16
Überdeckung h1
17
Ringraum
18
Dichtsitz (Gehäuse)
19
Sitzfläche Steuerventilkörper
20
Federelement
21
Druckstück
22
ringförmige Stirnfläche
23
Flachsitz
24
Servoventil
25
Servoventilkörper
26
erster Sitz
27
zweiter Sitz
28
Ablaufdrossel
29
Betätigungselement (Piezo)
30
Hub h2
31
Bewegungsrichtung
32
Servoventilraum
Claims (10)
1. Einrichtung zum Einspritzen von Kraftstoff in den Brennraum einer Verbrennungs
kraftmaschine mit einer Steuereinheit (1), die einen Gehäuseraum (4) umfaßt, der über
einen Zulauf vom Hochdrucksammelraum (Common Rail) stets mit unter hohem
Druck stehenden Kraftstoff beaufschlagt ist, welcher in einem Steuerraum (6) eines
Steuerventilkörpers (5) wie bei einer Zulaufdrossel (7) ansteht, wobei der Steuerven
tilkörper (5) einen Düsenzulauf (14) zu einer Einspritzdüse aufsteuert oder verschließt,
dadurch gekennzeichnet, daß im Gehäuseraum (4) der Steuereinheit (1) ein den Steuer
raum (6) begrenzendes Druckstück (21) aufgenommen ist, wobei der Steuerraum (6)
über ein in zwei Sitze (26, 27) schaltbares Servoventil (24) druckentlastbar oder
druckbeaufschlagbar ist.
2. Einrichtung zum Einspritzen von Kraftstoff gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß das Druckstück (21) mittels eines Federelementes (20) in einen am Gehäuse
(2) ausgebildeten Flachsitz (23) gedrängt wird.
3. Einrichtung zum Einspritzen von Kraftstoff gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß das Druckstück (21) mit einer ringförmigen Stirnfläche (22) in den Gehäu
seraum (4) hineinragt.
4. Einrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in einer Wandung des
Druckstücks (21) eine Zulaufdrossel (7) zum Steuerraum (6) sowie eine Ablaufdrossel
(28) des Steuerraums (6) ausgebildet ist.
5. Einrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb des Steuer
raums (6), der Ablaufdrossel (28) zugeordnet, ein Servoventil (24) aufgenommen ist.
6. Einrichtung gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Servoventil (24)
einen Servoventilkörper (25) umfaßt, der im wesentlichen halbkugelförmig ausgebildet
ist.
7. Einrichtung gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Servoventil (24)
einen ersten Sitz (26) oberhalb des Druckstücks (21) oder einen zweiten Sitz (27) im
Gehäuse (2) der Steuereinheit (1) verschließt.
8. Einrichtung gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Sitz (26) ober
halb des Druckstücks (21) durch einen abgeflachten Teil des Servoventilkörpers (25)
und der zweite Sitz (27) im Gehäuse (2) der Steuereinheit (1) durch eine gekrümmte
Fläche des Servoventilkörpers (25) geschlossen bzw. geöffnet wird.
9. Einrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Gehäuseraum (4) der
Steuereinheit (1) eine Dichtfläche (18) für eine Sitzfläche (19) des Steuerventilkörpers
(5) ausgebildet ist.
10. Einrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerventilkörper
(5) unterhalb einer Sitzfläche (19) eine Einschnürung (9) aufweist, der gegenüberlie
gend im Gehäuse (2) der Steuereinheit (1) ein Düsenzulauf (14) abzweigt und unter
halb der Einschnürung (9) am Steuerventilkörper (5) ein Abströmen von Kraftstoff
ermöglichende Freiflächen (10) ausgebildet sind, über welche bei Druckentlastung des
Düsenzulaufs (14) Kraftstoff in den Niederdruckbereich (12, 13) der Steuereinheit (1)
abströmt.
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