Leckagereduzierter druckgesteuerter Kraftstoffinjektor
Technisches Gebiet
Einspritzsysteme, die an luftverdichtenden Verbrennungskraftmaschinen eingesetzt werden und nach dem Common Rail-Prinzip arbeiten, sind höchsten Betriebsdrücken ausgesetzt. Um das Betriebsdruckniveau zu erreichen und dauerhaft aufrechtzuerhalten, werden Hoch- druckpumpen eingesetzt. Ein Teil der Förderleistung der Hochdruckpumpen wird durch Leckageverluste aufgezehrt, die an den bewegten Bauteilen von Kraftstoffiηjektoren solcher Einspritzsysteme auftreten können, mit denen der unter hohem Druck stehende Kraftstoff in den Brennraum einer Verbrennungskraftmaschine eingespritzt wird. Die erforderliche Förderleistung einer Hochdruckpumpe stellt ein deren Baugröße beeinflussendes Krite- rium dar.
Stand der Technik
DE 197 15 234 AI betrifft ein magnetventilgesteuertes, direkteinspritzendes Kraftstoffein- spritzventil für Speichereinspritzsysteme von mehrzylindrigen Brennkraftmaschinen. Es ist eine Zufuhrleitung zu einer federbelasteten Düsennadel vorgesehen, welche durch einen Steuerkolben mit Ventilfunktion absperrbar ist. Die Düsennadel wird über eine Düsenna- delfeder, welche sich in einem Federraum abstützt, auf ihren Nadelsitz gedrückt. Es sind femer ein auf der Rückseite des unter Systemdruck stehenden Steuerkolbens angeordneter Steuerraum vorgesehen sowie ein Magnetventil. Durch dieses ist der Steuerraum mit einer Entlastungsleitung verbindbar und gleichzeitig die Absperrung der zur Düsennadel führenden Zuführleitung durch ein am Steuerkolben angeordnetes Hochdruckventil aufhebbar. Es ist eine gedrosselte Leitungsverbindung als Bypass zwischen der Zuführleitung und der Entlastungsleitung ausgebildet, wobei die Leitungsverbindung ein mit dem Magnetventil in Verbindung stehendes Leckageventil enthält, durch welches die Leitungsverbindung während der Einspritzung unterbrechbar ist.
Darstellung der Erfindung
Die erfindungsgemäße Lösung bietet den Vorteil, daß das Steuerventil in den Zulauf vom Hochdrucksammeiraum (Common Rail) integriert ist und die Leckage durch Vermeidung des Druckabbaus auf Lecköldruck am Steuerventil erheblich reduziert wird. In vorteilhafter Weise ist der den Ventilkörper des Steuerteils beaufschlagende Steuerraum von einem topfförmig konfigurierten Druckstück umgeben, an welchem stets der im Hochdrucksam-
melraum (Common Rail) anstehende hohe Druck anliegt. Das den Steuerraum begrenzende Druckstück liegt mit einem Flachsitz am Gehäuse der Steuereinheit an und ist mit diesem Federelement beaufschlagt, welches das Druckstück zusätzlich zum im Gehäuseraum herrschenden Hochdruck in Anlage an eine Wand des Gehäuseraumes dieser Steuereinheit hält.
Oberhalb des Druckstücks ist ein Servoventil aufgenommen, mit dessen Servoventilkörper eine den Steuerraum entlastende Ablaufdrossel verschlossen bzw. freigegeben werden kann. Die Leckageverluste sind mit der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung auf die Steuervolumenmenge begrenzt, die bei Druckentlastung des Steuerraums nach Ansteue- rung des Servoventils durch die Ablaufdrossel abströmt. Durch das in den Zulauf vom Ηochdrucksammelraum (Common Rail) integrierte Druckstück wird dieses durch den dort herrschenden Hochdruck in den Flachsitz gedrückt, unterstützt durch die unterhalb des Druckstücks aufgenommene Feder. Ein Druckabbau am Steuerteil auf Lecköldruckniveau kann vermieden werden, was die Leckage am Steuerventil günstig beeinflußt.
Aufgrund des Flachsitzes des den Steuerraum begrenzenden Druckstücks am Gehäuse der Steuereinheit ist das Servoventil und der den Servoventilkörper umgebende Ventilraum gegen den Hochdruck im Zulauf vom Hochdrucksammeiraum abgedichtet. Das bei der Druckentlastung des Steuerraums aus diesem abströmende Steuervolumen wird durch die Dimensionierung der Ablaufdrossel begrenzt und stellt das einzige Volumen dar, welches aus dem Hochdruckteil der Steuereinheit abfließt. Die Hochdruckpumpe kann daher hinsichtlich ihrer Förderleistung erheblich günstiger ausgelegt werden, was deren Herstellkosten und Baugröße günstig beeinflußt. Ein mit der Reduzierung der Pumpengröße weiter einhergehender Vorteil liegt in der Absenkung der Kraftstofftemperatur im Rücklauf des Injektors. Eine zu hohe Kraftstofftemperatur hätte die Notwendigkeit eines Kühlers zur Folge, was einen zusätzlichen Aufwand darstellt, der mit der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Reduzierung der Pumpengröße vermieden werden kann.
Zeichnung
Anhand der Zeichnung wird die Erfindung nachstehend näher erläutert.
Die einzige Figur zeigt einen Schnitt durch eine druckgesteuerte Steuereinheit ohne Füh- rungsleckage, die zum Beispiel an einer Düsenhalterkombination eingesetzt werden kann.
Ausführungsvarianten
In der einzigen Figur ist ein Längsschnitt durch die erfindungsgemäß ausgebildete Steuereinheit wiedergegeben, wobei die Steuereinheit 1 ein Gehäuse 2 umfaßt. Im Gehäuse 2 der Steuereinheit 1 ist ein Gehäuseraum 4 ausgebildet, der über einen Zulauf 3 mit einem Spei- cherraum oder Hochdrucksammeiraum (Common Rail) in Verbindung steht, in dem Kraftstoff über eine Hochdruckpumpe beaufschlagt, auf einem extrem hohen Druckniveau gehalten wird. Über den Zulauf 3 zum Gehäuseraum 4 der Steuereinheit 1 steht dieses im Speicher oder Hochdrucksammeiraum (Common Rail) erzeugte hohe Druckniveau auch im Gehäuseraum 4 der Steuereinheit 1 an.
Im Gehäuseraum 4 der Steuereinheit 1 gemäß der Darstellung in Figur 1 ist ein Druckstück 21 aufgenommen. Das Druckstück 21 ist im wesentlichen als topfförmiger, an einer Seite offen beschaffener Körper ausgebildet, der mit einer eben ausgeführten Fläche 23 an einer Wandung des Gehäuses 2 der Steuereinheit 1 anliegt. Am offenen Ende des Druckstücks 21 ist in dessen Innenraum ein Steuerventilkörper 5 eingeführt, dessen Stirnfläche 8 mit der Innenwandung des Druckstücks 21 einen Steuerraum 6 begrenzt. In der Wandung des Druckstücks 21 sind im Bereich des Steuerraums einerseits eine Zulaufdrossel 7 ausgebildet; andererseits ist der Steuerraum 6, der von der Innenseite des Druckstücks 21 und der Stirnfläche 8 des Steuerventilkörpers 5 begrenzt ist, über eine im oberen Bereich des Druckstücks 21 ausgebildete Ablaufdrossel 28 druckentlastbar. Die Druckentlastung des Steuerraumes 6 erfolgt über ein der Ablaufdrossel 28 zugeordnetes Servoventil 24. Das Druckstück 21, aufgenommen im Gehäuseraum 4 der Steuereinheit 1, wird einerseits über ein eine ringförmige Stirnfläche 22 des Druckstücks 21 beaufschlagendes Federelement 20 in einen Flachsitz 23 an einer Wandung des Gehäuses 2 der Steuereinlieit 1 gedrückt. Das Federelement 20, welches sich an der ringförmig verlaufenden Stirnfläche 22 am Druckstück 21 einerseits abstützt, ist andererseits durch den Boden des Gehäuseraumes 4 im Gehäuse 2 der Steuereinheit 1 abgestützt. Darüber hinaus bewirkt der im Gehäuseraum 4 über den Zulauf 3 vom Hochdrucksammeiraum (Common Rail) unter Hochdruck stehende Kraftstoff, der auf die ringförmige Stirnfläche 22 des Druckstücks 21 einwirkt, dessen Anstellen in seinen Flachsitz 23 an der Wandung des Gehäuses 2.
Durch das Einwirken des im Gehäuseraum 4 anstehenden hohen Drucks auf die ringförmig verlaufende Stirnfläche 22 des Druckstücks 21 ist dessen Anlage am Flachsitz 23 an der Wandung des Gehäuses 2 der Steuereinheit 1 gewährleistet. Der Flachsitz 23 sowohl an der Wandung des Gehäuses 2 als auch an der entsprechenden Seite des Druckstücks 21 kann fertigungstechnisch besonders einfach gefertigt werden. Damit steht eine ringförmig verlaufende Dichtfläche 23 zwischen dem Druckstück 21 und der entsprechenden Wandung des Gehäuses 2 der Steuereinheit 1 zur Verfügung, mit welcher ein Ventilraum 32 des Ser-
voventils 24 gegen den Gehäuseraum 4 und das dort herrschende hohe Druckniveau abdichtbar ist.
Der Steuerventilkörper 5 der Steuereinheit 1 ragt mit seiner oberen Stirnfläche 8 einerseits in den Steuerraum 6 ein, der ein über die Zulaufdrossel 7 einströmendes Steuervolumen aufnimmt, welches durch Betätigung des Servoventils 24 durch einen hier nur schematisch wiedergegebenen Aktor 29 aufsteuerbar bzw. zusteuerbar ist. Der Steuerventilkörper 5 ist darüber hinaus mit einer sich ringförmig erstreckenden Sitzfläche 19 versehen, die am Steuerventilkörper 5 in einer Einschnürung 9 ausläuft. An die Einschnürung 9 schließen sich in Abströmrichtung Strömungsfreiflächen 10 am Umfang des Steuerventilkörpers 5 an, die zum Beispiel einander gegenüberliegend um 180° versetzt am Umfang des Steuerventilkörpers 5 ausgebildet sein können. Der Einschnürung 9 am Steuerventilkörper 5 im Gehäuse 2 der Steuereinheit 1 gegenüberliegend, ist ein Ringraum 11 ausgebildet, von dem ein Düsenzulauf 14 zu einer hier nicht dargestellten Düsenhalterkombination mit Ein- spritzdüse abzweigt. Der Steuerventilkörper 5 wird mit seinem oberen Bereich einerseits im Druckstück 21 zentriert und geführt; andererseits ist der Steuerventilkörper 5 unterhalb der Einschnürung 9 an Gehäuseflächen 15 geführt. Ist der Steuerraum 6, der durch das Druckstück 21 und die obere Stirnfläche 8 des Steuerventilkörpers 5 begrenzt ist, über die Ablaufdrossel 7 mit einem unter hohen Druck stehenden Steuervolumen beaufschlagt, wird der Steuerventilkörper 5 in seine Sitzfläche 18 im Boden des Gehäuseraumes 4 gefahren. Die ringförmig verlaufende Sitzfläche 19 am Steuerventilkörper 5 liegt an der kegelförmig konfigurierten Dichtsitzfläche im Boden des Gehäuses 4 an, so daß bei geschlossenem Steuerventilkörper 5, d.h. dessen Anliegen in seinem gehäuseseitigen Dichtsitz 18, der Düsenzulauf 14 über den Ringraum 11 im Gehäuse 2 der Steuereinheit 1 und über die Strö- mungsfreiflächen 10 in den Leckölraum 12 druckentlastet wird. Vom Leckölraum 12 aus strömt das Kraftstoffvolumen weiter in Richtung des Leckölablaufs 13. Die Hubhöhe, in welche der Steuerventilkörper 5 mit seiner Stirnfläche 8 bei Druckentlastung des Steuerraums 6 über eine Betätigung der Ablaufdrossel 28 einfährt, ist mit Bezugzeichen 30 (h2) bezeichnet. Entsprechend zur Hubhöhe 30 des Steuerventilkörpers 5 bei Druckentlastung des Steuerraumes 6 ist eine Restüberdeckung 16 der Strömungsfreiflächen 10 am Umfang des Steuerventilkörpers 5 bemessen. Die Restüberdeckung ist mit hi bezeichnet. Im in seinen Dichtsitz 18 im Gehäuseraum 4 eingefahrenen Zustand, d.h. bei Druckbeaufschlagung des Steuerraumes 6 muß gewährleistet sein, daß über einen Bereich h) der Strömungsfreiflächen 10 unterhalb des Führungsabschnittes 15 im Gehäuse 2 ein Abströmen von Kraft- Stoff über den Düsenzulauf 14 in den Ringraum 11 in den Leckölraum 12 und damit in den Leckö lablauf 13 erfolgen kann.
Die im Druckstück 21 ausgeführte Ablaufdrossel 28 zur Druckentlastung des Steuerraums 6 wird mittels eines Servoventils 24 geschaltet. Das Servoventil 24 wird über einen hier
nur schematisch angedeuteten Steller, zum Beispiel einen Piezosteller 29 betätigt, der einen Servoventilkörper 25 des Servoventils 24 entsprechend der Pfeilrichtung 31 betätigt. Der Servoventilkörper 25 des Servoventils 24 ist in der Darstellung gemäß Figur 1 halbkugelförmig ausgestaltet. Die gekrümmte Seite des halbkugelförmig konfigurierten Servoventil- körpers 25 wirkt mit einem im Gehäuse 2 der Steuereinheit 1 ausgebildeten zweiten Sitz 27 zusammen, während die im wesentlichen flach beschaffene Seite des Servoventilkörpers 25 mit einem ersten Sitz 26 an der Oberseite des Druckstücks 21 zusammenarbeitet. Mittels des Servoventils 24, welches über einen Piezoaktor oder ein Magnetventil angesteuert werden kann, kann der Servoventilkörper 25 entweder in den ersten Sitz 26 zum Verschließen der Ablaufdrossel 28 oder in seinen zweiten Sitz zum Verschließen des Ablaufes im Gehäuse 2 der Steuereinheit 1 geschaltet werden. Der Servoventilkörper 25 ist von einem Servoventilraum 32 umgeben, der einerseits durch eine Wandung des Gehäuses 2 der Steuereinheit 1 gebildet wird und andererseits durch das Druckstück 21. Da der Servoventilkörper 25 des Servoventils 24 lediglich zwischen seinem ersten Sitz 26 und seinem zweiten Sitz 27 hin- und hergeschaltet werden kann, sind die Leckageverluste auf das aus dem Steuerraum 6 über die Ablaufdrossel 28 absteuerbare Steuervolumen begrenzt.
Steht über den Zulauf 3 vom Hochdrucksammeiraum (Common Rail) im Gehäuseraum 4 der Steuereinheit 1 Hochdruck an, strömt dieser über die Zulaufdrossel 7 in den Steuer- räum 6 ein, der von der oberen Stirnfläche 8 des Steuerventilkörpers 5 und der Innenseite des Druckstücks 21 begrenzt ist. Durch den sich im Steuerraum 6 aufbauenden Hochdruck wird der Steuerventilkörper 5 in den im Boden des Gehäuseraumes 4 ausgebildeten Dichtsitz 18 gefahren. Der Zulauf vom Gehäuseraum 4 über die Einschnürung 9 in den Ringraum 11 und von dort in den Düsenzulauf 14 einer Düsenhalterkombination ist in dieser Position des Steuerventilkörpers 5 verschlossen. In dieser Position, in welcher der Steuerventilkörper 5 in seinen gehäuseseitigen Sitz am Boden des Gehäuseraumes 4 gestellt ist, erlaubt eine Druckentlastung des Düsenzulaufs 15 über den Ringraum 11, die Einschnürung 9 am Steuerventilkörper 5, über die Strömungsfreiflächen 10 in den Leckölraum 12 und von dort in den Leckölablauf 13. Das den Steuerraum 6 begrenzende Druckstück 21 ist stets vom über den Zulauf 3 vom Hochdrucksammeiraum aus anstehenden hohen Druck beaufschlagt, welcher über den Flachsitz 23 gegenüber dem Servoventilraum 32 des Servoventils 24 abgedichtet ist. Bei Druckentlastung des Steuerraumes 6 durch Schaltung des Steuerventilkörpers 25 von seinem ersten Sitz 26 oberhalb der Ablaufdrossel 28 in seinen im Gehäuse 2 der Steuereinheit 1 ausgebildeten zweiten Sitz 27 strömt Steuervolumen vom Steuerraum 6 über die Ablaufdrossel 28 in den Servoventihaum 32 ein, so daß sich die Stirnfläche 8 des Steuerventilkörpers 5 in den Steuerraum 6 aufwärts bewegt. Gleichzeitig ist der Servoventilraum 32 an seinem zweiten Sitz 27, der durch den gekrümmten Teil des Steuerventilkörpers 25 verschlossen ist, abgedichtet. Wird der Steuerventilkörper 25 hingegen durch den Aktor 29 in Bewegungsrichtung 31 angesteuert, wird der Steuerventilkör-
per 25 mit seiner flachen Seite an den ersten Sitz 26 oberhalb der Ablaufdrossel 28 im Druckstück 21 angestellt und schließt diesen. Durch kontinuierlich über die Zulaufdrossel 7 in den Steuerraum 6 einschießenden Kraftstoff mit hohem Druck erfolgt ein Druckaufbau 6 im Steuerraum 6, wodurch der Steuerventilkörper 5 in seinen Dichtsitz 18 im Boden des Gehäuseraumes 4 gedrückt wird. Gleichzeitig erfolgt die Druckentlastung des Düsenzulaufs 14 über die Einschnürung 9, den Ringraum 11 und die Strömungsfreiflächen 10 in den Leckölraum 11 im Niederdruckbereich der Steuereinheit 1.
Durch die Integration des Steuerraumes 6 bzw. des Steuerventils 5 in einen Gehäuseraum 4 wird das Absenken des dort herrschenden Druckniveaus auf Lecköldruckniveau vermieden. Lecköldruckniveau herrscht lediglich im Niederdruckbereich der Steuereinheit 1 , d.h. unterhalb der Strömungsfreiflächen 10 im Leckölraum 11 bzw. im Leckölablauf 13. Durch die sich ringförmig zwischen dem Druckstück 21 und der entsprechenden Wandung des Gehäuses 2 der Steuereinheit 1 ausbildende Dichtfläche 23 in Gestalt eines Flachsitzes und das Anstellen des Druckstücks 21 an diese einerseits mittels eines Federelementes 20 und andererseits durch an der ringförmigen Stirnfläche 22 anliegenden Hochdruck, ist eine verbesserte Abdichtung des Gehäuseraumes 4 gegen Leckageverluste gegeben. Darüber hinaus ist durch den Einsatz des Servoventils 24 oberhalb des Druckstücks 21 zur Freigabe bzw. zum Verschließen der Ablaufdrossel 28 des Steuerraums 6 sichergestellt, daß lediglich die aus dem Steuerraum 6 bei dessen Druckentlastung abströmende Steuermenge in den Steuerventilraum 32 eintritt. Der Servoventihaum 32 dient gewissermaßen als Puffer zur Aufnahme von als Steuervolumen dienendem Kraftstoff, welches pro Freigabebewegung der Ablaufdrossel 28 durch Abstellen des Servoventilkörpers 25 aus seinem ersten Sitz 26 in den Servoventihaum 32 einströmt. Lediglich das bei Ansteuerung des Servoventils 24 über den hier schematisch wiedergegebenen Piezosteller 29 abströmende, über die Ablaufdrossel 28 aus dem Steuerraum 6 austretende Kraftstoffvolumen stellt eine Leckage dar. Da die Leckageverluste auf das aus dem Steuerraum 6 bei dessen Druckentlastung abströmende Steuervolumen begrenzt sind, läßt sich mit der erfindungsgemäß beschaffenen Steuereinheit 1 ein Kraftstoffeinspritzsystem betreiben, welches mit einer wesentlich kleiner dimen- siomerten Hochdruckpumpe ausgestattet werden kann. Bisher notwendige Überdimensionierungen der Hochdruckpumpe zur Deckung von Leckageverlusten können entfallen, da die Leckageverluste bei der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Steuereinheit auf die aus dem Steuerraum 6 austretenden Abströmvolumina der Steuermenge beschränkt sind. Ein Einsatz einer kleiner dimensionierten Hochdruckpumpe zur Druckbeaufschlagung des Hochdrucksammeiraumes und damit über den Zulauf 3 des Gehäuseraumes 4 der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Steuereinheit 1 bewirkt zudem eine Absenkung der Kraftstofftemperatur. Die Absenkung der Kraftstofftemperatur bei Einsatz einer kleiner dimensionierten Hochdruckpumpe beeinflußt das Einspritzverhalten des über den Düsenzulauf 14 einer Düsenhalterkombination zuzuführenden Einspritzvolumens sehr vorteilhaft.
Bezugszeichenliste
Steuereinheit
Gehäuse
Zulauf Hochdrucksammeiraum (Common Rail)
Gehäuseraum
Steuerventilkörper
Steuerraum
Zulauf drossel
Stirnseite
Einschnürung
Freifläche
Ringraum
Leckölraum
Leckölablauf
Düsenzulauf
Gehäusekante
Überdeckung hi
Ringraum
Dichtsitz (Gehäuse)
Sitzfläche Steuerventilkörper
Federelement
Druckstück ringförmige Stirnfläche
Flachsitz
Servoventil
Servoventilkörper erster Sitz zweiter Sitz
Ablaufdrossel
Betätigungselement (Piezo)
Hub h2
Bewegungsrichtung
S ervoventilraum