DE19951964A1 - Kraftstoffeinspritzventil für Brennkraftmaschinen - Google Patents
Kraftstoffeinspritzventil für BrennkraftmaschinenInfo
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Abstract
Das Kraftstoffeinspritzventil (16) weist ein Einspritzventilglied (24) auf, durch das wenigstens eine Einspritzöffnung (26) gesteuert wird. Die Bewegung des Einspritzventilglieds (24) wird durch ein Steuerventil (18) beeinflußt, das ein Steuerventilglied (54) aufweist, durch den der Druck in einem Steuerdruckraum (50) gesteuert wird, indem durch dieses ein Entlastungskanal (46) in einem den Steuerdruckraum (50) begrenzenden Schließkolben (42) gesteuert wird, der durch den im Steuerdruckraum (50) herrschenden Druck das Einspritzventilglied (24) in seiner Schließrichtung beaufschlagt. Das Steuerventilglied (54) ist über eine hydraulische Übersetzung durch einen Piezoaktor (78) verschiebbar, wodurch dieses den Entlastungskanal (46) öffnet oder schließt. Das Steuerventilglied (54) wirkt mit der Mündung (47) des Entlastungskanals (46) am Schließkolben (42) als Ventilsitz zusammen und dessen Querschnittsfläche im Steuerdruckraum (50) ist zumindest annähernd gleich der Querschnittsfläche der Mündung (47) des Entlastungskanals (46), so daß durch den Druck im Steuerdruckraum (50) keine Kraft auf das Steuerventilglied (54) ausgeübt wird und für dessen Verschiebung nur eine geringe Kraft erforderlich ist.
Description
Die Erfindung geht aus von einem Kraftstoffeinspritzventil
für Brennkraftmaschinen nach der Gattung des Anspruchs 1.
Ein solches Kraftstoffeinspritzventil ist durch die DE 198
13 983 A1 bekannt. Dieses Kraftstoffeinspritzventil ist
Bestandteil eines Speicherkraftstoffeinspritzsystems und
weist ein Einspritzventilglied auf, durch das wenigstens
eine Einspritzöffnung gesteuert wird und das eine einen
Druckraum begrenzenden Druckschulter aufweist. Dem Druckraum
ist unter Druck stehender Kraftstoff von einer
Kraftstoffhochdruckquelle über eine Druckleitung zuführbar,
durch den das Einspritzventilglied entgegen einer
Schließkraft zur Öffnung der wenigstens einen
Einspritzöffnung von einem Ventilsitz abhebbar ist. Die
Bewegung des Einspritzventilglieds wird durch ein
Steuerventil beeinflußt, das ein von einem Piezoaktor
betätigtes Steuerventilglied aufweist, das den in einem mit
einer Druckquelle verbundenen Steuerdruckraum herrschenden
Druck steuert, der das Einspritzventilglied in dessen
Schließrichtung beaufschlagt. Durch das Steuerventilglied
ist der Steuerdruckraum mit einem Entlastungsraum
verbindbar, wodurch der Druck im Steuerdruckraum absinkt und
das Einspritzventilglied in Öffnungsrichtung bewegt werden
kann. Die Bewegung des Steuerventilglieds durch den
Piezoaktor muß gegen den im Steuerdruckraum herrschenden
Druck erfolgen, so daß ein großer Kraftaufwand zu dessen
Bewegung erforderlich ist.
Das erfindungsgemäße Kraftstoffeinspritzventil mit den
Merkmalen gemäß Anspruch 1 hat demgegenüber den Vorteil, daß
die Bewegung des Steuerventilglieds zur Verbindung des
Steuerdruckraums mit dem Entlastungsraum nicht gegen den
Druck im Steuerdruckraum erfolgen muß und somit für die
Bewegung des Steuerventilglieds nur eine geringe Kraft
erforderlich ist. Dies ermöglicht es einen Piezoaktor mit
geringen Abmessungen zu verwenden, wodurch die Baugröße und
das Gewicht des Steuerventils gering gehalten werden können.
Außerdem kann durch das Steuerventilglied der Öffnungshub
des Einspritzventilglieds stufenlos begrenzt werden.
In den abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen des erfindungsgemäßen
Kraftstoffeinspritzventils angegeben. Durch die Ausbildung
gemäß Anspruch 2 ist ein sicheres Verschließen des Kanals am
Schließkolben durch das Steuerventilglied erreicht, wenn der
Piezoaktor licht aktiviert ist. Durch die gemäß Anspruch 3
vorgesehene Feder wird die vom Piezoaktor aufzubringende
Kraft für die Bewegung des Steuerventilglieds gegen die
Rückstellfeder reduziert.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert. Es zeigen Fig. 1 ein
Speicherkraftstoffeinspritzsystem in schematischer
Darstellung und Fig. 2 ein Kraftstoffeinspritzventil des
Speicherkraftstoffeinspritzsystems in einem Längsschnitt.
Ein in Fig. 1 schematisch dargestelltes
Speicherkraftstoffeinspritzsystem weist eine Hochdruckpumpe
10 auf, durch die Kraftstoff aus einem Vorratstank 12 unter
Hochdruck in einen Speicher 14 gefördert wird. Der Speicher
14 ist als sogenanntes Rail ausgebildet, von dem Leitungen
zu Kraftstoffeinspritzventilen 16 abführen, die an einer
Brennkraftmaschine angeordnet sind. Jedes
Kraftstoffeinspritzventil 16 weist ein Steuerventil 18 auf,
durch das das Öffnen und Schließen des
Kraftstoffeinspritzventils 16 gesteuert wird. Das
Speicherkraftstoffeinspritzsystem weist außerdem eine
Steuereinrichtung 20 auf, der Signale über verschiedene
Betriebsparameter der Brennkraftmaschine zugeführt werden
und durch die abhängig hiervon die Steuerventile 18 der
Kraftstoffeinspritzventile 16 zu deren Öffnen oder Schließen
angesteuert werden.
In Fig. 2 ist ein Kraftstoffeinspritzventil 16 mit
zugehörigem Steuerventil 18 dargestellt. Das
Kraftstoffeinspritzventil 16 weist einen Ventilkörper 22
auf, in dem ein Einspritzventilglied 24 axial verschiebbar
geführt ist. Der Ventilkörper 22 weist an seinem dem
Brennraum der Brennkraftmaschine zugewandten Endbereich
wenigstens eine, vorzugsweise mehrere Einspritzöffnungen 26
auf. Das Einspritzventilglied 24 weist an seinem dem
Brennraum zugewandten Endbereich eine beispielsweise etwa
kegelförmige Dichtfläche 28 auf, die mit einem im
Ventilkörper 22 ausgebildeten Ventilsitz 30 zusammenwirkt,
von dem aus die Einspritzöffnungen 26 abführen. Im
Ventilkörper 22 ist ein das Einspritzventilglied 24
umgebender Ringraum 32 ausgebildet, der mit einem Druckraum
34 verbunden ist, der wiederum mit dem Speicher 14 verbunden
ist, so daß im Druckraum 34 der von der Hochdruckpumpe 10
erzeugte Druck herrscht. Das Einspritzventilglied 24 weist
eine im Druckraum 34 angeordnete Druckschulter 36 auf, über
die der im Druckraum 34 herrschende Druck eine in
Öffnungsrichtung 38 des Einspritzventilglieds 24 wirkende
Kraft auf dieses ausübt. Am Einspritzventilglied 24 greift
eine vorgespannte Schließfeder 40 an, durch die das
Einspritzventilglied 24 entgegen der durch den im Druckraum
34 herrschenden Druck auf dieses in Öffnungsrichtung 38
wirkenden Kraft in Schließrichtung beaufschlagt ist. Durch
den im Druckraum 34 herrschenden Druck ist das
Einspritzventilglied 24 gegen die Kraft der Schließfeder 40
in Öffnungsrichtung 38 bewegbar und gibt dabei die
Einspritzöffnungen 26 frei, durch die Kraftstoff in den
Brennraum der Brennkraftmaschine eingespritzt wird. Zur
Beendung der Einspritzung wird das Einspritzventilglied 24
in Schließrichtung mit seiner Dichtfläche 28 in den
Ventilsitz 30 am Ventilkörper 22 gepresst, so daß die
Einspritzöffnungen 26 verschlossen werden.
Im Bereich des dem Brennraum abgewandten Endes des
Einspritzventilglieds 24 ist ein Schließkolben 42
angeordnet, der Teil des Steuerventils 18 ist. Der
Schließkolben 42 kann einstückig mit dem
Einspritzventilglied 24 ausgebildet sein oder als separates
Teil. Der Schließkolben 42 ist zumindest annähernd koaxial
zum Einspritzventilglied 24 angeordnet und in einer Bohrung
44 in einem Gehäuseteil 48 des Steuerventils 18 axial
verschiebbar geführt. Im Schließkolben 40 ist ein Kanal 46
ausgebildet, der einen von der dem Einspritzventilglied 24
abgewandten Stirnseite des Schließkolbens 42 ausgehenden und
etwa koaxial zur Längsachse des Schließkolbens 42
verlaufenden Abschnitt 46a und einen an diesen
anschließenden, etwa senkrecht zur Längsachse des
Schließkolbens 42 verlaufenden Abschnitt 46b aufweist, der
am Mantel des Schließkolbens 42 nähe dessen dem
Einspritzventilglied 24 zugewandten Endes mündet. Im Bereich
der Mündung des Abschnitts 46b des Kanals 46 ist der
Schließkolben 42 in einem Abschnitt 44a der Bohrung 44 mit
vergrößertem Durchmesser angeordnet, während der dem
Einspritzventilglied 24 abgewandte Bereich des
Schließkolbens 42 in einem Abschnitt 44b der Bohrung 44 mit
kleinerem Durchmesser dicht geführt ist. Durch den im
Durchmesser vergrößerten Abschnitt 44a der Bohrung 44 ist
zwischen dieser und dem Schließkolben 42 mit der Mündung des
Kanalabschnitts 44b ein Ringraum vorhanden, der mit einem
Entlastungsraum verbunden ist, als der beispielsweise der
Vorratstank 12 dienen kann.
Der Schließkolben 42 begrenzt im Abschnitt 44b der Bohrung
44 einen Steuerdruckraum 50, der über eine Drossel 52 mit
dem Speicher 14 verbunden ist. In den Steuerdruckraum 50
ragt zumindest annähernd koaxial zum Schließkolben 42 und
zum Abschnitt 46a von dessen Kanal 46 das Ende eines
Steuerventilglieds 54 hinein. Am Ende des Steuerventilglieds
54 ist eine Dichtfläche 55 ausgebildet, die beispielsweise
konisch sein kann und die mit der entsprechend ebenfalls
konisch ausgebildeten Mündung 47 des Kanalabschnitts 46a des
Schließkolbens 42 als Ventilsitz zusammenwirkt. Durch die
Dichtfläche 55 des Steuerventilglieds 54 kann die Mündung 47
des Kanalabschnitts 46a am Schließkolben 42 geöffnet und
verschlossen werden. Wenn die Mündung 47 des Kanalabschnitts
46a am Schließkolben 42 durch das Steuerventilglied 54
verschlossen ist, so herrscht im Steuerdruckraum 50 derselbe
Druck wie im Speicher 14 und das Einspritzventilglied 24
wird in seiner Schließstellung gehalten. Wenn die Mündung 47
des Kanalabschnitts 46a am Schließkolben 42 durch das
Steuerventilglied 54 geöffnet ist, so kann aus dem
Steuerdruckraum 50 durch den Kanal 46 im Schließkolben 42
Kraftstoff abströmen und im Steuerdruckraum 50 herrscht ein
geringerer Druck als im Speicher 14, so daß das
Einspritzventilglied 24 durch den auf dessen Druckschulter
36 wirkenden Druck gegen die Kraft der Schließfeder 40 und
die durch den im Steuerdruckraum 50 herrschenden Druck auf
die Stirnfläche des Schließkolbens 42 wirkende Kraft
geöffnet werden kann.
Das Steuerventilglied 54 ragt mit seinem Ende durch eine
Öffnung 56 in einer Zwischenscheibe 57 des
Steuerventilgehäuses hindurch. An die Zwischenscheibe 57
schließt sich ein weiteres Gehäuseteil 58 des
Steuerventilgehäuses an, das eine gestufte Bohrung 60
aufweist, mit einem zur Zwischenscheibe 57 hin ausgebildeten
Abschnitt 60a mit größerem Durchmesser und einem an diesen
anschließend ausgebildeten Abschnitt 60b mit kleinerem
Durchmesser. In seinem im Bohrungsabschnitt 60a angeordneten
Bereich weist das Steuerventilglied 54 einen im Durchmesser
gegenüber dem Durchmesser des in den Steuerdruckraum 50
ragenden Endes des Steuerventilglieds 54 vergrößerten
Ringbund 62 auf. Zwischen der Zwischenscheibe 57 und dem
Ringbund 62 des Steuerventilglieds 54 ist eine vorgespannte
Feder 64 angeordnet, durch die das Steuerventilglied 54 vom
Schließkolben 4 weggezogen wird.
An den Ringbund 62 anschließend weist das Steuerventilglied
54 wieder etwa denselben Durchmesser auf wie an seinem in
den Steuerdruckraum 50 ragenden Ende und tritt dicht geführt
durch den Bohrungsabschnitt 60b hindurch. An das Gehäuseteil
58 des Steuerventils 18 schließt sich ein weiteres
Gehäuseteil 66 an, das eine zum Steuerventilglied 54
zumindest annähernd, koaxiale Bohrung 68 mit größerem
Durchmesser als der Bohrungsabschnitt 60b aufweist. Am
Steuerventilglied 54 ist an dessen in der Bohrung 68
angeordnetem Bereich ein im Durchmesser gegenüber dessen
durch den Bohrungsabschnitt 60b hindurchtretendem Bereich
vergrößerter Steuerkolben 70 ausgebildet. Durch den
Steuerkolben 70 wird in der Bohrung 68 zum Gehäuseteil 58
hin ein Arbeitsraum 72 begrenzt. An das Gehäuseteil 66
schließt sich ein scheibenförmiges Gehäuseteil 74 an,
zwischen dem und der dem Arbeitsraum 72 abgewandten
Stirnseite des Steuerkolbens 70 eine vorgespannte
Rückstellfeder 76 angeordnet ist.
Der Arbeitsraum 72 ist über eine hydraulische Übersetzung
mit einem Piezoaktor 78 verbunden. Der Piezoaktor 78 wird
von der Steuereinrichtung 20 angesteuert und ändert abhängig
von einer an diesem anliegenden elektrischen Spannung seine
Länge. Der Piezoaktor 78 ist in einem Zylinder 79 angeordnet
und bewirkt bei seiner Längenänderung eine Verdichtung bzw.
Entspannung eines im Zylinder 79 angeordneten
Hydraulikvolumens. Die hydraulische Übersetzung ist dadurch
erreicht, daß das vom Piezoaktor 78 beeinflußte
Hydraulikvolumen auf einen im Durchmesser gegenüber dem
Piezoaktor 78 verkleinerten Kolben 80 wirkt, der bei einer
Längenänderung des Piezoaktors 78 einen um das Verhältnis
des Durchmessers des Piezoaktors 78 zum Durchmesser des
Kolbens 80 vergrößerten Hub ausführt. Der Kolben 80 ist
zumindest annähernd koaxial zum Piezoaktor 78 angeordnet und
in einem im Durchmesser entsprechenden Zylinder 81
verschiebbar geführt. Durch den Kolben 80 wird ein
Arbeitsraum 82 begrenzt, der über einen im Durchmesser
kleineren Kanal 83 im Gehäuseteil 66 mit dem Arbeitsraum 72
verbunden ist. Der Piezoaktor 78 sowie der Kolben 80 können
beliebig am Umfang des Gehäuseteils 66 des Steuerventils 18
angeordnet sein und mit ihren Längsachsen etwa senkrecht zur
Längsachse des Steuerventils 18 oder wie in Fig. 2
dargestellt beliebig zur Längsachse des Steuerventils
geneigt.
Durch die Feder 64 wird das Steuerventilglied 54 vom
Schließkolben 42 weggezogen, während das Steuerventilglied
54 durch die Rückstellfeder 76 zum Schließkolben 42 hin
'gedrückt wird. Die Vorspannung der Rückstellfeder 76 ist
größer als die Vorspannung der Feder 64, so daß bei geringem
Druck im Arbeitsraum 72 das Steuerventilglied 54 dürch die
Rückstellfeder 76 gegen den Schließkolben 42 gedrückt wird
und den Kanal 46 verschlossen hält, wobei wiederum durch den
auf den Schließkolben 42 im Steuerdruckraum 50 wirkenden
Druck das Einspritzventilglied 24 in seiner Schließstellung
gehalten wird.
Wenn der Piezoaktor 78 von der Steuereinrichtung 20
angesteuert wird, so vergrößert sich dessen Länge und durch
den Kolben 80 wird Hydraulikvolumen aus dem Arbeitsraum 82
über den Kanal 83 in den Arbeitsraum 72 verdrängt, wo der
Druck ansteigt, bis die von diesem auf den Steuerkolben 70
ausgeübte Kraft zusammen mit der Kraft der Feder 64 die
Vorspannung der Rückstellfeder 76 überwinden kann und das
Steuerventilglied 54 vom Schließkolben 42 weg bewegt wird.
Durch das Steuerventilglied 54 wird dabei die Mündung 47 des
Kanals 46 im Schließkolben 42 geöffnet, so daß sich zwischen
der Dichtfläche 55 des Steuerventilglieds 54 und der Mündung
47 des Kanals 46 ein Spalt ergibt, durch den aus dem
Steuerdruckraum 50 Kraftstoff durch den Kanal 46 abströmen
kann. Der Druck im Steuerdruckraum 50 fällt dadurch ab, so
daß das Einspritzventilglied 24 gegen den reduzierten Druck
im Steuerdruckraum 50 und gegen die Kraft der Schließfeder
40 durch den im Druckraum 34 auf dessen Druckschulter 36
wirkenden Druck in Öffnungsrichtung 38 bewegt wird und die
Einspritzöffnungen 26 freigibt. Der Schließkolben 42 bewegt
sich hierbei zusammen mit dem Einspritzventilglied 24 in
dessen Öffnungsrichtung 38, wodurch der Spalt zwischen der
Dichtfläche 55 des Steuerventilglieds 54 und der Mündung 47
des Kanals 46 wieder verringert ist. Hierdurch ergibt sich
am Spalt zwischen der Dichtfläche 55 des Steuerventilglieds
54 und der Mündung 47 des Kanals 46 eine stärkere
Drosselwirkung, wodurch der Druck im Steuerdruckraum 50
wieder ansteigt, da weniger Kraftstoff aus dem
Steuerdruckraum 50 abströmen kann. Der Schließkolben 42
folgt somit der Position des Steuerventilglieds 54, wobei
der Spalt zwischen der Dichtfläche 55 des Steuerventilglieds
54 und der Mündung 47 des Kanals 46 an der Stirnseite des
Schließkolbens 42 sich derart einstellt, daß sich das System
des Steuerventils 18 im Gleichgewicht befindet. Wie bereits
vorstehend angegeben kann der Schließkolben 42 einstückig
mit dem Einspritzventilglied 24 ausgebildet sein oder als
separates Bauteil, das mit dem Einspritzventilglied 24
verbunden ist. Eine Kopplung zwischen dem Schließkolben 42
und dem Einspritzventilglied 24 wird auch durch den im
Steuerdruckraum 50 herrschenden Druck bewirkt, durch den der
Schließkolben 42 gegen das Einspritzventilglied 24 gepresst
wird. Wäre der Spalt zwischen der Dichtfläche 55 und der
Mündung 47 des Kanals 46 zu klein, so erhöht sich der Druck
im Steuerdruckraum 50 und der Schließkolben 42 bewegt sich
vöm Steuerventilglied 54 weg. Wäre der Spalt zwischen der
Dichtfläche 55 und der Mündung 47 des Kanals 46 zu groß, so
fällt der Druck im Steuerdruckraum 50 ab und der
Schließkolben 42 bewegt sich zum Steuerventilglied 54 hin.
Der Öffnungshub des Einspritzventilglieds 24 kann durch
entsprechende Stellung des Steuerventilglieds 54 stufenlos
begrenzt werden.
Durch den Druck im Steuerdruckraum 50 ergibt sich keine
Kraft auf das Steuerventilglied 54, da dessen
Querschnittsfläche im Steuerdruckraum 50 gleich der
Querschnittsfläche der Mündung 47 des Kanals 46 des
Schließkolbens 42 ist. Das Steuerventilglied 54 ist somit
kraftausgeglichen. Für eine Bewegung des Steuerventilglieds
54, die durch die vom Piezoaktor 78 bewirkte Änderung des
Drucks im Arbeitsraum 72 hervorgerufen wird, ist somit nur
eine geringe auf das Steuerventilglied 54 wirkende Kraft
erforderlich. Der Piezoaktor 78 sowie die hydraulische
Übersetzung können daher mit geringen Abmessungen ausgeführt
werden.
Durch entsprechende Änsteuerung des Piezoaktors 78 des
Steuerventils 18 über die Steuereinrichtung 20 kann der
Zeitpunkt der Öffnung, die Dauer der Öffnung und die Größe
des Öffnungshubs des Kraftstoffeinspritzventils 16 bestimmt
werden. Es kann damit beispielsweise eine Voreinspritzung
realisiert werden, indem das Kraftstoffeinspritzventil
zunächst nur kurzzeitig und/oder mit geringem Öffnungshub
geöffnet wird für die Voreinspritzung, danach geschlossen
wird und anschließend für die Haupteinspritzung für längere
Zeit und/oder mit größerem Öffnungshub geöffnet wird. Es
kann auch ein bestimmter Verlauf der Einspritzung erzielt
werden, bei der beispielsweise das Kraftstoffeinspritzventil
zunächst nur mit einem geringen Öffnungshub geöffnet wird
und anschließend mit einem größeren Öffnungshub geöffnet
wird. Es kann auch ein beliebiger anderer Verlauf der
Einspritzung erzielt werden.
Claims (5)
1. Kraftstoffeinspritzventil für Brennkraftmaschinen,
insbesondere als Bestandteil eines
Speicherkraftstoffeinspritzsystems, mit einem axial
verschiebbar geführten Einspritzventilglied (24), durch das
wenigstens eine Einspritzöffnung (26) gesteuert wird und das
eine einen Druckraum (34) begrenzenden Druckschulter (36)
aufweist, wobei dem Druckraum (36) unter Druck stehender
Kraftstoff von einer Kraftstoffhochdruckquelle (10; 14)
zugeführt wird, durch den das Einspritzventilglied (24)
entgegen einer Schließkraft zur Öffnung der wenigstens einen
Einspritzöffnung (26) von einem Ventilsitz (30) abhebbar
ist, und mit einem die Bewegung des Einspritzventilglieds
(24) beeinflussenden Steuerventil (18), das ein von einem
Piezoaktor (78) betätigtes Steuerventilglied (54) aufweist,
das den in einem mit einer Druckquelle (10; 14) verbundenen
Steuerdruckraum (50) herrschenden Druck steuert, der das
Einspritzventilglied (24) zumindest mittelbar in seiner
Schließrichtung beaufschlagt, wobei durch das
Steuerventilglied (54) der Steuerdruckraum (50) mit einem
Entlastungsraum (12) verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Steuerventil (18) einen auf das Einspritzventilglied
(24) wirkenden Schließkolben (42) aufweist, der den
Steuerdruckraum (50) begrenzt, daß im Schließkolben (42) ein
Kanal (46) zur Verbindung des Steuerdruckraums (50) mit dem
Entlastungsraum (12) ausgebildet ist, und daß das
Steuerventilglied (54) mit der Mündung (47) des Kanals (46)
am Schließkolben (42) als Ventilsitz zum Öffnen und
Schließen des Kanals (46) zusammenwirkt, wobei die
Querschnittsfläche des Steuerventilglieds (54) im
Steuerdruckraum (50) zumindest annähernd gleich groß ist wie
die Querschnittsfläche der Mündung (47) des Kanals (46).
2. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Steuerventilglied (54) einen
Steuerkolben (70) aufweist, der einen Arbeitsraum (72)
begrenzt, daß der Druck im Arbeitsraum (72) durch den
Piezoaktor (78) beeinflußt ist und das Steuerventilglied
(54) über den Steuerkolben (70) durch den im Arbeitsraum
(72) herrschenden Druck gegen die Kraft einer vorgespannten
Rückstellfeder (76) zum Schließkolben (42) hin gedrückt
wird.
3. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß am Steuerventilglied (54) eine der
Rückstellfeder (76) entgegenwirkende vorgespannte Feder (64)
angreift, wobei die Vorspannung der Rückstellfeder (76)
größer ist als die Vorspannung der Feder (64).
4. Kraftstoffeinspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal (46) im
Steuerdruckraum (50) an der Stirnseite des Schließkolbens
(42) mündet und daß das Steuerventilglied (54) zumindest
annähernd koaxial zum Schließkolben (42) angeordnet ist.
5. Kraftstoffeinspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schließkolben (42) in
einer im Durchmesser gestuften Bohrung (44) eines
Gehäuseteils (48) des Steuerventils (18) angeordnet ist,
wobei der Schließkolben (42) in einem im Durchmesser
kleineren, den Steuerdruckraum (50) begrenzenden
Bohrungsabschnitt (44b) verschiebbar geführt ist und der
Kanal (46) zur Verbindung mit dem Entlastungsraum (12) in
einem im Durchmesser größeren Bohrungsabschnitt (44a)
mündet.
Priority Applications (7)
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