DE10113597A1 - Beschlagseinheit für ein Fenster oder eine Tür - Google Patents
Beschlagseinheit für ein Fenster oder eine TürInfo
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Abstract
Eine Beschlageinheit für ein Fenster oder eine Tür umfasst einen zu einem Blendrahmen (2) relativ beweglichen Flügel (1), mittels der der Flügel (1) parallel ausstellbar ist und aus einer parallel ausgestellten Position um eine Drehachse (90) in eine Drehöffnungsstellung verschwenkbar ist, wobei für die parallele Ausstellung des Flügels (1) mindestens eine Kurvenführung (12) im Falz zwischen Blendrahmen (2) und Flügel (1) vorgesehen ist, durch die ein Führungszapfen (7) bewegbar ist. Erfindunggemäß ist auf der Seite der Drehachse des Flügels (1) ein Beschlag (9, 27) zwischen Blendrahmen (2) und Flügel (1) vorgesehen, der mit einem ersten Teil an dem Flügel (1) und einem zweiten Teil an dem Blendrahmen (2) festgelegt ist, und der erste Teil und der zweite Teil zusammenwirken, um eine Drehbewegung des Flügels (1) zu ermöglichen. Durch das erste Teil und das zweite Teil des Beschlages wird somit eine Drehachse im Bereich des zwischen Blendrahmen (2) und Flügel (1) angeordenten Beschlages gebildet, so dass im geschlossenen Zustand kein Beschlagteil über den Flügel (1) hinaus in den Innenraum hervorsteht, was die Optik und die Wärmeleitung nachteilig beeinflussen würde.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Beschlagseinheit für ein Fenster oder eine
Tür mit einem zu einem Blendrahmen relativ beweglichen Flügel, mittels der der
Flügel parallel ausstellbar ist und aus einer parallel ausgestellten Position um eine
Drehachse in eine Drehöffnungsstellung verschwenkbar ist, wobei für die Paralle
lausstellung des Fensterflügels mindestens eine Kurvenführung im Falz zwischen
Blendrahmen und Flügel vorgesehen ist, durch die ein Führungszapfen bewegbar
ist.
Es gibt Fenster und Türen mit Drehkippbeschlägen, die zur Teilbelüftung um eine
in der Scheibenebene liegende, horizontale Achse gekippt werden können. Es ent
steht ein keilförmiger Öffnungsschlitz, so dass sich im oberen Bereich ein breiter,
maximal lüftender Öffnungsquerschnitt und unten gar kein Lüftungsquerschnitt er
gibt. Eine gleichmäßige und effektive Be- und Entlüftung über das Fenster ist nicht
gegeben. Einem Maximum von Abluft steht ein Minimum von Zuluft entgegen. Der
Mangel von Zuluft wird aus anderen angrenzenden Räumen gesogen. So entsteht
Zugluft.
Solche Fenster und Türen in Lüftungsstellung sind ungenügend vor Einbruch gesi
chert. Lediglich eine an der Griffseite angebrachte untere Arretierung sichert den
Flügel. Auch ist wegen des relativ großen Luftspaltes ein Durchgreifen zum Fen
stergriff möglich.
Beim Kippöffnen sowie bei Drehöffnen ergeben sich aufgrund der Konstruktion
(Falzluft 12 mm) und Betätigungen (Verriegelung, Kippen und Drehöffnen auf nur
ca. 30 mm großen Verschiebeweg des Gestänges) erhöhte Abnutzungen in den Be
schlagteilen. Dieses führt zu Erschwernissen bei der Bedienung und zu Schließpro
blemen des Flügels. Beim schlagartigen Öffnen des Flügels in Kippstellung treten
hohe Kräfte auf und fuhren zum Verschleiß.
Die Montage der Beschlagteile an Flügel und Rahmen ist sehr aufwendig. So sind
Fräsarbeiten zur Aufnahme des oberen Scherenlagers erforderlich u. die Montage
der Drehlager an Flügel und Rahmen hat sehr präzise zu erfolgen, um die Funktion
des Flügels über längerer Zeit zu gewährleisten. Aus dem Falzbereich nach außen
verlegte Drehlager sind ungenügend stabil und umlaufende Dichtungen müssen in
diesen Bereichen entfernt werden. Bei den üblichen Drehkippfenster sind die Dreh
lager außen sichtbar angebracht. Dadurch ist die Optik am Fenster sehr gestört.
Aus der DE 198 25 071 A1 ist ein Verstellmechanismus für Fenster oder Türen be
kannt, bei dem ein paralleles Ausstellen zur Belüftung mit einem umlaufenden
Spalt und ein Verschwenken eines Flügels eines Fensters möglich ist. Zum Aus
stellen des Flügels sind Führungselemente mit horizontalen Gleitführung und einer
Kurvenführung vorgesehen, in die ein bewegbarer Zapfen eingreift. Durch Bewe
gung des Zapfens in der Kurvenführung wird ein paralleles Ausstellen des Flügels
relativ zum Blendrahmen erreicht. Wenn der Zapfen eine maximale Ausstellpositi
on erreicht hat, erfolgt an der Seite der Drehachse des Flügels eine Arretierung zwi
schen dem Flügel und einem Scharnierteil und an der gegenüberliegenden Seite
wird der Zapfen aus der Kurvenführung zum Drehöffnen des Flügels frei gegeben.
Dadurch kann der Flügel mittels des Scharnierteiles geöffnet werden, wobei die
Drehachse des am Blendrahmen festgelegten Scharnierteiles außerhalb des Flügels
liegt. Nachteilig bei diesem Verstellmechanismus ist, dass das Scharnierteil über
den Flügel hervorsteht und daher optisch sichtbar ist. Außerdem ergeben sich beim
Drehöffnen des Flügels durch den längeren Hebel zur Drehachse hin größere He
belkräfte, weshalb das Scharnierteil zur Aufnahme größerer Kräfte auch größer di
mensioniert sein muß. Die Montage des Scharnierteiles mit der Kurvenführung und
der reibungsbehafteten Gleitführung muß zudem relativ präzise erfolgen, was auf
wendig ist. Durch das hervorstehende Scharnierteil wird ferner der Wärmeaus
tausch zwischen dem Innenraum und dem Falz nachteilig erhöht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Beschlagseinheit für ein Fenster
oder eine Tür zu schaffen, welche die oben genannten Nachteile vermeidet und mit
einfachen Mitteln ein paralleles Ausstellen und ein Drehöffnen eines Flügels er
möglicht, wobei die Beschlagsteile zwischen dem Flügel und dem Blendrahmen
verdeckt angeordnet sein sollen.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß bei einer gattungsgemäßen Beschlagseinheit
dadurch gelöst, dass auf der Seite der Drehachse des Flügels ein Beschlag zwischen
Blendrahmen und Flügel vorgesehen ist, der mit einem ersten Teil an dem Flügel
und einem zweiten Teil an dem Blendrahmen festgelegt ist, und der erste Teil und
der zweite Teil zusammenwirken, um eine Drehbewegung des Flügels zu ermögli
chen. Durch das erste Teil und das zweite Teil des Beschlages wird somit eine
Drehachse im Bereich des zwischen Blendrahmen und Flügel angeordneten Be
schlages gebildet, so dass im geschlossenen Zustand kein Beschlagsteil über den
Flügel hinaus in den Innenraum hervorsteht, was die Optik und die Wärmeleitung
nachteilig beeinflußt. Eine umlaufende Dichtung zwischen Blendrahmen und Flügel
braucht daher nicht unterbrochen zu werden. Zudem läßt sich der Aufbau einer er
findungsgemäßen Beschlagseinheit mit nur wenigen Bauteilen einfach gestalten.
Das parallele Ausstellen des Flügels bedeutet dabei eine Bewegung quer zur Ebene
des Flügels bzw. einer in dem Flügel angeordneten Fensterscheibe. Zur Belüftung
entsteht dadurch umlaufend am Fenster ein gleichmäßiger Luftdurchgang, so dass
die Be- und Entlüftung an jeder Stelle des Umfangs des Fensters in gleicher Inten
sität stattfindet. Der Raum wird daher effektiv mit hohem Luftwechsel gelüftet.
Zugluft aus anderen Räumen wird vermindert, weil Zuluft und Abluft in gleichem
Maße stattfindet.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung verläuft die Drehachse
des Flügels durch den ersten Teil oder den zweiten Teil des Beschlags, insbeson
dere kann die Drehachse des Flügels die Achse eines Führungszapfens in der Steu
erkurve schneiden. Die unmittelbare Kraftabtragung über die Scharnierteile sorgt
dabei für möglichst geringe Hebelkräfte bei geöffnetem Flügel.
Um die Funktion des parallelen Ausstellens und des Öffnens mit nur wenigen Be
schlagteilen realisieren zu können, bilden an der Seite der Drehachse des Flügels
angeordnete Führungszapfen den ersten Teil des Beschlages und jeweils eine Kur
venführung für den Führungszapfen den zweiten Teil des Beschlages, wobei der
Führungszapfen in der Kurvenführung scharnierartig eine Drehachse für den Flü
gels ausbildet. Der Führungszapfen dient somit als Antrieb für ein im wesentlichen
horizontales Ausstellen des Flügels als auch als ein Anschlag bei einem Drehöffnen
des Flügels. Für das Drehöffnen des Flügels ist vorzugsweise an der Seite der Dreh
achse des Flügels mindestens eine Steuerkurve vorgesehen, die in der parallel aus
gestellten Position des Flügels eine Öffnung zum Aus- und Einschwenken des Füh
rungszapfens aufweist. Die Einbruchsicherheit wird dadurch erhöht, dass - ebenso
wie in der verriegelten und verschlossenen Position - der Flügel auch in den Lüf
tungsstellungen in den Drehlagern sowie in allen Verschiebe- und Verrastungsstel
lungen Führungszapfen verriegelt und gesichert ist.
Die Vorsehung einer entsprechenden Kurvenführung hat auch den Vorteil, dass sich
durch Verdrehen des Griffes, (oder entsprechende Bewegung einer Motorik) bei pa
ralleler Verschiebung des Flügels über den gesamten Öffnungsbereich stufenlos li
near verschiedene Lüftungspositionen einstellen lassen, so dass der Raum mehr
oder weniger belüftet werden kann ohne das zusätzlich am Fenster montierte sicht
bare Einrichtungen angebracht werden müssen. Die einzelnen Lüftungspositionen
können sich vorteilhaft durch Rasten im Griff erreichen lassen.
Durch eine gleichmäßige Kurvengestaltung mit den Verschiebe und Verrastungs
elementen, bei welcher der Austritt zum Drehöffnen am Ende der Kurve liegt, ist
eine kontinuierliche harmonische Bewegung in einer Richtung von der Verra
stungsposition bis hin zur maximalen Belüftung bzw. Drehöffnungsposition gege
ben. (kein Rauf- und Runterschalten).
Um eine besonders gute Führung des Führungszapfens zu erhalten, ist dieser vor
zugsweise auf einem Halbkreisbogen im Nutgrund der Kurvenführung bewegbar,
wobei durch einen weiteren seitlichen Halbkreisbogen auch die Drehachse des
Flügels gebildet ist. Damit der Führungszapfen mit geringer Reibung in der Kur
venführung bewegbar ist, sind der Führungszapfen an der Stirnseite kugelförmig
und die Kurvenführung im Nutgrund korrespondierend kugelförmig ausgebildet.
Vorzugsweise weist der Führungszapfen einen verdickten Kopfabschnitt auf und
ist unverlierbar in der Kurvenführung aufgenommen. Hierfür kann der Führungs
zapfen endseitig eine Kugelform aufweisen, hinterschnitten oder im Durchmesser
zurückgesetzt sein, und die Nutöffnung der Kurvenführung eine verengten Nut
querschnitt ausbilden, so dass der Führungszapfen im wesentlichen jeweils nur in
eine Richtung bewegbar ist.
Um den Flügel auch in einer ausgestellten Position gegen Einbruch zu sichern,
nimmt die Kurvenführung in der Ausstell-Endposition des Flügels einen vertikalen
Verlauf, und weist eine zur Frontseite des Flügels gewandte Austrittsöffnung für
den Führungszapfen auf. Dadurch kann der Verwender wählen, ob er den Flügel
zur Drehöffnung freigeben will oder nur den maximalen umlaufenden Lüftungs
spalt bereitstellen will.
Vorzugsweise weist die Kurvenführung eine vertikale Achsbohrung und der Füh
rungszapfen einen vertikal nach oben gerichteten Scharnierzapfen auf, der in Ein
griff mit der Achsbohrung der Kurvenführung bringbar ist, so dass der Scharnier
zapfen eine Drehachse für den Flügel ausbilden kann.
Vorzugsweise ist bei drehgeöffnetem Flügel die Betätigung des Beschlages durch
Eingreifen der Führungszapfen in eine Kurvenführungsöffnung blockiert.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist auf der Seite der Dreh
achse des Flügels ein Bolzen vorgesehen, der in einer Längsnut eines Bauteils be
wegbar ist, und der Bolzen in der ausgestellten Position des Flügels an einem Ende
der Längsnut anliegt und ein Drehlager für den Flügel bildet. Dieses Drehlager läßt
sich besonders vorteilhaft an der oberen Drehseite des Flügels einsetzen, da durch
die Hebelwirkung hier besonders große Zugkräfte auftreten können, die durch die
ses Drehlager abgetragen werden können.
Vorzugsweise ist zur horizontalen Führung des Flügels mindestens ein Stützlager
vorgesehen, das einen Hebel aufweist, der am Blendrahmen um eine Achse
schwenkbar ist und am Flügelrahmen angelenkt ist. Dieser Hebel kann die Ge
wichtskräfte des Flügels auf einfache Weise auf den Blendrahmen abtragen, wobei
die für Gleitführungen üblichen Reibkräfte vermieden werden. Die durch den Hebel
bedingte geringfügige Schwenkbewegung des Flügels ist dabei kein konstruktiver
Nachteil. Durch die spezielle Verschiebung des Flügels auf einem Kreisbogen mit
tels Stützschwenkhebel können im Falzbereich trotz vorhandener geringer Bautiefe
im Falz maximale Öffnungsweiten für den Flügel erreicht werden. Die Gewichts
belastungen auf die Beschläge ist bei der parallelen Verschiebung geringer als bei
der Kippbetätigung eines Drehkippfensters. Dieses Schwenkstützlager hat gleich
zeitig die Funktion eines Flügelhebers, welche den Flügel anhebt bevor dieser mit
dem Stift in die Kurve des Verschiebe- und Verrastungselements eingreift. Durch
den integrierten Flügelheber ergeben sich Handlingvorteile, Verschleißminderung
und Drehlager können leichter konstruiert werden. Am Rahmen sind dagegen, wie
es sonst üblich ist, keine Freifräsungen zur Aufnahme des oberen Scherenlagers er
forderlich und kein Drehlager braucht am Flügel und außen am Rahmen ange
schraubt werden. Drehlager und Stützstift (Hebel) können bereits im Lieferzustand
fest am Schubstangenbeschlag bzw. Stahlband vormontiert sein. Bei der Montage
des Drehschwenklagers und des Drehstützlagers im Falzbereich an den Ecken des
unteren Rahmens werden die Last des Flügels und die entstehenden Kräfte über die
am Schubstangenbeschlag befestigte Buchse und Stützstift direkt auf den unteren
Rahmen übertragen.
Bevorzugt sind zwei voneinander beabstandete Stützlager vorgesehen, wobei das
auf der Seite der Drehachse des Flügels angeordnete Stützlager ein am Hebel an
geordnetes Scharniergelenk zur Ausbildung der Drehachse des Flügels aufweist.
Dabei kann ein Scharnierbolzen vorgesehen sein, der mit einem am Flügel festge
legten Aufnahme im dauernden Eingriff steht, so dass der Flügel im unteren Be
reich durch den Scharnierbolzen drehbar abgestützt ist.
Vorzugsweise ist das auf der abgewandten Seite der Drehachse des Flügels liegen
de Stützlager für die Parallelausstellung des Fensterflügels federbelastet zum Flü
gel hin ausgebildet und gibt in der ausgestellten Position des Flügels einen Stütz
bolzen des Flügels frei. Verschleißmindernd ist das Stützlager an der dem Drehla
ger abgekehrten Seite, welches den Flügel in jeder Position der Bewegung von der
Verrastungsposition bis zur Drehöffnungsposition sicher stützt. Hier werden auch
die Kräfte abgefangen, welche bei der Verschiebung des Flügels entstehen.
Um bei der horizontalen Ausstellbewegung des Flügels die Vertikalbewegung auf
grund der Drehbewegung des Hebels zu minimieren, sind die Hebel so angeordnet,
dass sich der Schwenkbereich von der geschlossenen Position zu der maximal par
allel ausgestellten Position des Flügels erstreckt und die Drehachse des Hebels et
wa mittig zu den beiden Positionen angeordnet ist. Dadurch wird der Flügel von
der geschlossenen Position zunächst geringfügig bis zur Mitte hin angehoben und
dann zu der maximalen Ausstellposition wieder leicht abgesenkt.
Neben der Abstützung des Flügels durch Hebel kann alternativ oder zusätzlich
zumindest auf der Seite der Drehachse des Flügels ein Stützlager mit einem Bolzen
vorgesehen sein, der auf einer in einer horizontalen Führung verschiebbar ange
ordnet ist. Vorzugsweise weist die Führung für den Bolzen eine Nut auf, bei der
das Nutende zum Flügel hin gerichtet einen Anschlag für den Bolzen ausbildet und
der am Nutende anliegende Bolzen eine Scharnierachse für den Flügel bildet. Da
durch läßt sich auf einfache Weise die Abstützung des Flügels mit der Ausbildung
einer Drehachse kombinieren.
Um ein Ausheben des Flügels im geöffneten oder geschlossenen Zustand zu er
schweren ist die Nut zur Aufnahme des Bolzens vorzugsweise hinterschnitten.
Zur Verminderung der Reibung beim Ausstellen des Flügels kann der Bolzen
stirnseitig mit einer sich abwälzenden Kugel ausgestattet sein.
Alle Beschlagteile der Beschlagseinheit sind zwischen Blendrahmen und Flügel
leicht zu justieren und zu verschrauben. Insbesondere auch dann, wenn am Rahmen
eine angeformte Profilkante vorgesehen ist.
Von großer Bedeutung ist es, dass alle Beschlagteile, dieses sind Drehlager, Stütz
stifte, Schwenkdrehelemente, Schwenkstützelement, das obere Stützelement und
mögliche Drehsicherungen innenliegend im Falz untergebracht sind und daher die
Optik am Fenster nicht stören. Eine Profilkante am Rahmen verdeckt einen Bereich
der Beschläge auch in den verschiedenen Lüftungsstellungen des Flügels. Sehr von
Vorteil ist der Einsatz von Bauteilen (bestehend aus Dreh-, Verschiebe- und Verrie
gelungsteil) in einer Baueinheit. Es werden pro Fenster nur wenige Einheiten davon
benötigt.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand von mehreren Ausführungsbeispielen mit
Bezug auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein schematisch dargestelltes erstes Ausführungsbeispiel einer erfin
dungsgemäßen Beschlagseinheit an einem Flügel;
Fig. 2 eine perspektivische Detailansicht einer in Fig. 1 gezeigten Kurvenfüh
rung;
Fig. 3 eine geschnittene Draufsicht auf einen Teil eines in Fig. 1 gezeigten aus
gestellten Flügels;
Fig. 4A eine perspektivische Ansicht eines Stützlagers auf der Seite der Drehach
se des Flügels der Beschlagseinheit der Fig. 1;
Fig. 4B eine perspektivische Ansicht eines Stützlagers auf der der Drehachse des
Flügels abgewandten Seite der Beschlagseinheit der Fig. 1;
Fig. 5 eine Vorderansicht eines kombinierten Stützlagers mit einer Kurvenfüh
rung;
Fig. 6A eine Vorderansicht eine Betätigungsgriffes für die Beschlagseinheit der
Fig. 1;
Fig. 6B eine Seitenansicht des Betätigungsgriffes gemäß Fig. 6A;
Fig. 7 eine geschnittene Draufsicht auf einen Teil eines ausgestellten Flügels
mit einem Beschlag gemäß einer weiteren Ausführungsform;
Fig. 8 eine Draufsicht auf eine weitere Variante eines Beschlages gemäß der
Fig. 7;
Fig. 9 ein schematisch dargestelltes zweites Ausführungsbeispiel einer erfin
dungsgemäßen Beschlagseinheit an einem Flügel;
Fig. 10 eine geschnittene Draufsicht auf einen Teil eines ausgestellten Flügels
mit einem Beschlag gemäß einer weiteren Ausführungsform;
Fig. 11 eine Schnittansicht des Beschlages der Fig. 10 entlang der Linie A-B;
Fig. 12 eine Schnittansicht des Beschlages der Fig. 10 entlang der Linie C-D;
Fig. 13 eine schematische Ansicht einer Kurvenführung für eine erfindungsge
mäße Beschlagseinheit;
Fig. 14 eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform eines Be
schlages für eine erfindungsgemäßen Beschlagseinheit;
Fig. 15 eine Schnittansicht des Beschlages der Fig. 14 entlang der Linie A-B;
Fig. 16 eine schematische Seitenansicht der auf der Seite der Drehachse des Flü
gels angeordneten Beschläge einer erfindungsgemäßen Beschlagseinheit
gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel;
Fig. 17 eine Vorderansicht der in Fig. 16 gezeigten Beschläge;
Fig. 18 eine Draufsicht auf einen in Fig. 16 gezeigten Beschlag;
Fig. 19 eine Draufsicht auf einen in Fig. 16 gezeigten Beschlag;
Fig. 20 eine schematische Seitenansicht eines Teils der auf der Seite der Dreh
achse des Flügels angeordneten Beschläge gemäß einem vierten Ausfüh
rungsbeispiel;
Fig. 21 eine Vorderansicht der in Fig. 20 gezeigten Beschläge;
Fig. 22 eine Draufsicht auf einen in Fig. 20 gezeigten Beschlag;
Fig. 23 eine frontale Detailansicht eines zu Fig. 21 modifizierten Stützlagers;
Fig. 24A eine frontale Detailansicht eines zu Fig. 21 modifizierten Stützlagers;
Fig. 24B eine Draufsicht auf das in Fig. 24A gezeigte Stützlager;
Fig. 25 eine Seitenansicht eines auf der der Drehachse des Flügels abgewandten
Seite angeordneten Stützlagers;
Fig. 26 eine Vorderansicht des in Fig. 25 gezeigten Stützlagers;
Fig. 27 eine schematische Draufsicht auf den Bereich der Drehachse eines mit
einer erfindungsgemäßen Beschlagseinheit montierten Flügels im ge
schlossenen Zustand;
Fig. 28 eine Draufsicht auf den Bereich der Drehachse gemäß Fig. 27 mit geöff
netem Flügel;
Fig. 29 eine Seitenansicht eines Teils eines Beschlages mit einer Kurvenfüh
rung;
Fig. 30 eine Seitenansicht einer Kurvenführung gemäß einer modifizierten Aus
führungsform, und
Fig. 31 eine geschnittene Draufsicht auf einen zu Fig. 30 modifizieren Beschlag
mit einer Kurvenführung.
In Fig. 1 ist schematisch ein Flügel 1 in Vorderansicht gezeigt, der mit einer erfin
dungsgemäßen Beschlagseinheit an einem Blendrahmen 2 gehalten ist. Die am
Blendrahmen 2 befestigten Beschlagsteile sind zur besseren Übersicht perspekti
visch dargestellt. Der Flügel 1 kann als Fenster oder Tür ausgebildet sein.
Am Flügel 1 ist ein durch Verschraubung montiertes umlaufendes Stahlband bzw.
ein Schubstangenbeschlag 3 vorgesehen. An diesem sind zum Zwecke der Monta
gevereinfachung bereits zwei Lagerbuchsen 4 und ein Stützstift 5 fest angeordnet.
An einem gestrichelt gezeichneten Schaltgestänge 6 sind Stifte 7 befestigt. Durch
die Bewegung eines Griffes 8 bewegen sich die Stifte 7 in vertikale Richtung hin
und her und bewirken wahlweise eine Entriegelung, Verriegelung oder Verschie
bung des Flügels 1 in eine Lüftungs- oder Drehöffnungsposition. Am Rahmen 2
sind an der dem Griff 8 abgekehrten Seite zwei Drehschwenklager 9 montiert. Die
se bewirken, dass der Flügel 1 sowohl in Lüftungsposition als auch beim Drehöff
nen stets gehalten und geführt ist. Die Drehschwenklager 9 weisen einen vertikal
nach oben hervorstehenden Achsbolzen 90 auf, der jeweils in eine Lagerbuchse 4
einfügbar ist. Der Achsbolzen 90 ist über eine Achse 93 drehbar an einem Stützstift
91 angelenkt, der wiederum über eine Achse 92 an einem Beschlagskörper 94 dreh
bar gehalten ist. Der Beschlagskörper 94 ist an dem hier nicht näher dargestellten
Blendrahmen 2 befestigt. Bei Bewegung des Flügels 1 in die Lüftungsstellung und
zurück bewegt sich der Flügel 1 auf einen Kreisbogensegment. Der Flügel 1 wird
dabei gering angehoben und gesenkt.
An der Griffseite des Rahmens 2 ist ein Stützschwenklager 10 vorgesehen. Das
Stützschwenklager 10 umfasst einen Hebel 16 der um eine Achse 95 drehbar an ei
nem am Rahmen 2 festgelegten Beschlagskörper 97 montiert ist. Nach oben ist eine
Aufnahme 96 für den Stützstift 5 vorgesehen, die nach vorne hin geöffnet ist, um
den Flügel 2 mit dem Stützstift 5 aufschwenken zu lassen.
Wahlweise können auch mehrere am Rahmen 2 verteilte Stützschwenklager 10 ein
gesetzt werden. Diese stützen den Flügel 1 ab und entlasten die Drehschwenklager
9. Der durch die Hebel 16 gebildete Kreisbogen ist gleich dem durch Stützstift 91
gebildeten Kreisbogen.
Beidseitig am Rahmen 2 sind Verschiebe- und Verriegelungselemente 11 mit einer
Kurvenführung vorgesehen. Durch die Bewegung der Stifte 7 in Kurven 12 bewegt
sich der Flügel 1 wahlweise in die beabsichtigten Positionen, wobei ein manuelles
oder automatisches Bewegen des Flügels 1 möglich ist. Die Kurve 12 kann auch so
ausgebildet sein, das der Flügel 1 von Hand gekippt wird. In der Auslegung der
Kurve 12 ist das Anheben und Senken des Flügels berücksichtigt. Mit (x) ist der
maximale Verschiebeweg bezeichnet.
In Fig. 2 ist ein an dem Rahmen 2 montiertes Verschiebe- und Verriegelungsele
ment 11 gezeigt. Für die Drehöffnung hat die Kurve 12 eine Austrittsöffnung 13
damit der Stift 7 die Kurve verlassen kann. Der aus der Kurve 12 ausschwenkende
Stift 7 wird durch eine am Verschiebe- und Verriegelungselement 11 angeformte
Kurve 14 gestützt und sichert den Flügel beim Drehöffnen.
In Fig. 3 ist eine Draufsicht auf die Scharnierbeschläge am ausgestellten Flügel 1
gezeigt. Ersichtlich ist der umlaufende Lüftungsquerschnitt zwischen Dichtungen
98 und dem Flügel 1 bzw. Rahmen 2. Die Luftführung ist durch Pfeile angedeutet.
In der Darstellung ist der Beschlagbereich mit dem Verschiebe- und Verriegelungs
element 11 und dem Drehschwenklager 9 gestrichelt dargestellt. Alle Beschlagteile
sind innenliegend im Falz zwischen Rahmen 2 und Flügel 1 gezeichnet. Das Stahl
band 3 und das Schaltgestänge 6 mit dem Stift 7 sind im Flügel 1 montiert. Mit x ist
der maximale Verschiebeweg gekennzeichnet.
In Fig. 4A eine perspektivische Ansicht eines modifizierten Stützlagers 15 auf der
Seite der Drehachse des Flügels 1 gezeigt. Das Stützlager 15 umfaßt einen
Schwenkarm 24, an dem ein nach oben hervorstehender Achsbolzen 26 angelenkt
ist. Zur Begrenzung des Schwenkbewegung des Schwenkarmes 24 weist das Stütz
lager zwei gegenüberliegende Anschläge 25 auf. Eine Drehachse 99 des Schwenk
armes 24 ist mittig zwischen den Anschlägen 25 angeordnet, um die vertikale Be
wegung des Flügels 1 gering zu halten. An dem Stützlager 15 ist eine Kurvenfüh
rung 12 mit einer Öffnung 13 ausgespart, die für einen Flügel mit linksseitiger
Drehachse vorgesehen ist.
Von Vorteil ist es, dass man nur ein Beschlagsteil durch das Stützlager 15 und nicht
zwei Beschlagsteile benötigt. Die Teilekosten werden reduziert und der Monta
geaufwand ist wesentlich geringer. Für die Montage eines Fensters werden zwei
Stützlager 15 benötigt. In Fig. 4B ist ein oben beschriebener Hebel 16 gezeigt, der
ergänzend zur Lastabtragung bei der Horizontalbewegung am Rahmen 2 montiert
werden kann.
Die Ansicht der Fig. 5 zeigt ein weiteres Stützschwenklager 35, das an der der
Drehachse des Flügels 2 abgewandten Seite am Rahmen 2 montierbar ist. Das
Stützschwenklager 35 umfaßt einen Hebel 16 mit einer Aufnahme für den Stützstift
5. Ferner ist an dem Stützschwenklager 35 eine Kurvenführung 12 zur Führung ei
nes Stiftes 7 vorgesehen. Der Hebel 16, der Stift 7 und der Stützstift 5 sind in Posi
tion Flügel 1 geschlossen und verrastet eingezeichnet. Durch eine Vergrößerung des
Schwenkbereiches um den Winkel y nach vorne wird erreicht, dass der Flügel 1
auch in der ausgestellten Position noch durch den Hebel 16 gehalten ist und erst
durch ein weitere Bewegung beim Drehöffnen freigegeben wird. Das Stützschwen
klager 35 hat dabei zusätzlich die Funktion eines Flügelhebers, das den Flügel 1
vom Drehöffnen zurück in die Drehöffnungsposition anhebt und sicher in den
Stützarm 16 des Stützschwenklagers übergibt. Der Bereich welcher der Flügel 1
anhebt ist mit z bezeichnet. Der Hebel 16 kann nach vorne hin federbelastet sein,
um ein Verklemmen des Flügels 1 zu vermeiden.
Die entsprechenden Positionen des Stiftes 7 (welcher den Flügel verschiebt und
verrastet) sind mit A, B, C und D angegeben. A ist die Position Flügel geschlossen
und verrastet, B ist die Position bei halber Lüftung, C zeigt die maximale gesicherte
Lüftungsposition und D die Position aus die der Flügel 1 drehgeöffnet werden kann,
wobei der Stift 7 durch die Öffnung 13 ausgeschwenkt werden kann. Zwischen Po
sition A und C kann jede beliebige Lüftung eingestellt werden.
In Fig. 6A und B ist ein am Flügel 1 montierter Griff 8 gezeigt. Der Griff 8 kann die
in Fig. 5 beschriebenen Positionen A, B, C, D dazugehörenden Griffstellungen ein
nehmen.
Fig. 7 zeigt einen weiteren Beschlag mit Drehsicherung 17, welche den Flügel 1
während des Drehöffnens sichert. Die Drehsicherung 17 ist im Falzbereich einge
baut und besteht aus einem am Rahmen 2 angebauten Führungsblech 18 und ein am
Flügel 1 montierte Halterung 19. Wird der Flügel 1 in Lüftungsposition gebracht
(wie gezeichnet), so wird ein Nocken 20 durch eine Aussparung hinter dem Füh
rungsblech 18 fixiert. Wird nun der Flügel 1 drehgeöffnet so verrastet der Nocke 20
sich hinter dem Führungsblech 18 und stützt den Flügel 1 bei der Drehbewegung.
Eine Drehachse D des Flügels 1 und die Drehrichtung sind eingezeichnet.
Am Rahmen 2 ist eine Profilkante 21 vorgesehen. Diese verdeckt in Lüftungsposi
tion einen Teil der Beschlage und ist eine Hilfe beim Justieren der Beschläge.
In Fig. 8 ist eine Variante einer Drehsicherung 17* ähnlich zu der in Fig. 7 gezeig
ten Drehsicherung dargestellt. Hier besteht das Führungsteil aus einem am Rahmen
2 montiertem Bolzen mit einer Ringführung 22 und einem am Flügel 1 befestigtem
Gleitführungsstück 23. Ein am Gleitführungsstück 23 angeformter Nocken 20 hin
terfährt bei der Drehbewegung des Flügels die Ringführung 22 innen und das ange
paßte Gleitführungsstück 23 bewegt sich an der Außenkontur der Ringführung 22.
So ist der Flügel 1 in jeder Drehposition gesichert. Vorteilhaft ist es, wenn das
Gleitführungsstück 23 direkt an der am Stahlband montierten Buchse 4 angeformt
ist.
In Fig. 9 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Be
schlagseinheit ähnlich der in Fig. 1 gezeigten dargestellt. Die Beschlagseinheit um
fasst ein oberes Stützelement 27. Dieses besteht aus einer am Stahlband 3 ange
brachten Buchse 28 in welcher ein Stift 29 eingebracht ist. Der Stift 29 läßt sich zur
Montage verschieben, einrasten oder befestigen. Am Rahmen 2 ist ein Führungs-
und Lagerstück 30 mit einem Langloch 31 montiert. Während der Lüftungsverstel
lung des Flügels 1 und beim Drehöffnen wird der Flügel 1 oben an der Drehlager
seite durch das Stützelement 27 gehalten, geführt, und drehgelagert.
In Fig. 9 ist eine mögliche Kombination von Beschlagsteilen gezeigt, welche im
Falz zwischen Flügel 1 und Rahmen 2 untergebracht sind. Hier ist, an der dem Griff
8 abgekehrten Seite (Drehlagerseite), ein Drehschwenklager 9 am unteren Eck des
Rahmen 2 montiert. Im oberen Eck an der Drehlagerseite ist ein oberes Stützele
ment 27 angebaut. An der Griffseite ist am unteren Eck des Rahmens ein Stütz
schwenklager 10 montiert. Der Flügel 1 schwenkt bei der Verstellung des Flügels 1
auf dem Drehschwenklager 9 und dem Stützschwenklager 10, wie dies schon bei
dem vorangegangenen Ausführungsbeispiel beschrieben ist.
Die Verrastungs- und Verschiebeelemente 11, welche an beiden Seiten des Rah
mens 2 montiert sind, haben eine Kurvengestaltung bei denen die Öffnung 13 zum
Drehöffnen am Ende der Kurve 12 liegt. Dadurch wird erreicht, dass der Flügel 1
genügend Abstand erreicht, um diesen Drehöffnen zu können. Durch die schräge
Ausgestaltung der Kurve 12 wird ein gleichmäßiges paralleles Ausstellen des Flü
gels 1 erreicht. Die Verschiebe- und Verrastungselemente 11 sind für links und
rechts am Rahmen 2 baugleich. Diese werden nur jeweils um die Achse gedreht.
In Fig. 10 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Beschlages einer erfindungs
gemäßen Beschlagseinheit gezeigt. An dem Flügel 1 ist ein am Stahlband 3 festge
legter Bolzen 40 montiert. Der Bolzen 40 ist in eine am Rahmen 2 festgelegten
Buchse 50 in Eingriff bringbar. In Fig. 10 befindet sich der Flügel 1 in der maxi
malen Ausstellposition. Aus dieser Position läßt sich der Flügel 1 um eine Achse 41
des Bolzens 40 verschwenken.
Fig. 11 zeigt einen Schnitt durch die Darstellung von Fig. 10 entlang der Linie A-B.
Die Pfeilrichtung zeigt die Bewegungsrichtungen des Stahlbandes 3 und des Bol
zens 40 an. Die Drehachse 41, auf welcher sich der Flügel 1 verschwenken läßt, ist
eingezeichnet. An der Unterseite des Bolzens 40 ist ein Verrastungsteil 46 vorgese
hen. Am Rahmen 2 ist eine Kralle 47 befestigt, an welche sich das Verrastungsteil
46 verriegelt in der Schließposition des Flügels 1.
Fig. 12 zeigt einen Schnitt durch die Darstellung von Fig. 10 in der Achse C-D.
Hier sind der Bolzen 40 mit angeformtem Verrastungsteil 46, die Buchse 50 und die
am Rahmen montierte Kralle 47 ersichtlich. Die Verriegelungsachse bzw. die Posi
tion der Bolzenachse 41 in der geschlossenen Position des Flügels 2 ist mit A, die
Drehöffnungsposition bzw. die Position der Bolzenachse 41 in ausgestellter Positi
on des Flügels 1 ist mit B gekennzeichnet. Der Verstellweg des Flügels 1 ist mit x
eingezeichnet.
In Fig. 13 ist eine Kurve 12 zum parallelen Ausstellen des Flügels 1 gezeigt, die für
den Einsatz des in Fig. 10 bis 12 gezeigten Beschlages einsetzbar ist. In der Kurve
12 ist ein Stift 7 geführt, der am Schaltgestänge befestigt ist. Durch Bewegung des
Stiftes 7 wird der Flügel 1 im wesentlichen parallel nach vorne ausgestellt. Die
Kurve 12 umfasst einen Kurvenbereich y, welcher Senkrecht (vertikal) verläuft, so
dass in diesem Bereich der Flügel 1 nicht weiter horizontal ausgestellt wird, wo
durch die Koppelung von Bolzen 40 mit der Buchse 50 ermöglicht wird. Die Ver
riegelungsachse ist mit A angegeben, die Drehöffnungsposition mit B und der Ver
stellweg des Flügels mit x.
In den Fig. 14 und 15 ist eine weitere Ausführungsform eines Beschlages 60 für ei
ne erfindungsgemäße Beschlagseinheit gezeigt. Der Beschlag 60 umfasst eine Kur
venführung 12 die einen schrägen Abschnitt zum parallelen Ausstellen des Flügels
1 und einen vertikalen Abschnitt 61 aufweist. In der Kurvenführung 12 ist ein Bol
zen 63 geführt, der mit Stahlband 3 bzw. einer Schubstange verbunden ist. Durch
Betätigung eines Griffes 8 wird das Stahlband 3 vertikal zusammen mit dem Bolzen
63 bewegt. Der Beschlag 60 weist eine obere vertikale Achsbohrung 62 auf, die zur
Aufnahme eines Lagerzapfens 64 dient. Der Lagerzapfen 64 ist an dem Bolzen 63
festgelegt. Ferner ist an dem Beschlag 60 eine seitliche Öffnung 65 ausgebildet, in
die der Bolzen 63 verschwenkt werden kann.
Um den Flügel 1 parallel auszustellen wird der Bolzen 63 zunächst bis zu dem ver
tikalen Abschnitt 61 bewegt. Bei einer weiteren Bewegung des Bolzen 63 entlang
des Abschnittes 61 wird der Flügel 61 nicht weiter ausgestellt aber für das Drehöff
nen freigegeben. Dabei greift der Lagerzapfen 64 in die Achsbohrung 62 ein und
der Bolzen 63 wird auf die Höhe der Öffnung 65 bewegt. In der oberen Position ist
der Flügel um den Lagerzapfen 64 verschwenkbar und der Bolzen 63 kann in die
Öffnung 65 eingeschwenkt werden. In der drehgeöffneten Position kann der Griff 8
nicht mehr betätigt werden, da der Bolzen in der Öffnung 65 gegen Verschieben ge
sichert ist.
Zur Montage des Beschlages 60 am Rahmen 2 sind noch Bohrungen 66 für Schrau
ben vorgesehen.
In Fig. 16 ist eine schematische Seitenansicht der auf der Seite der Drehachse des
Flügels 1 angeordneten Beschläge einer erfindungsgemäßen Beschlagseinheit ge
mäß einem dritten Ausführungsbeispiel gezeigt, wobei die Blickrichtung zu dem
Rahmen 2 gerichtet ist. Am oberen Ende ist ein oberes Stützlager 121, in der Mitte
zwei Verschiebe- und Verriegelungseinrichtungen 118 und unten eine Stützein
richtung in Form eines Drehschwenklagers 119. Die genannten einzelnen Beschläge
sind im Falz zwischen Flügel 1 und Rahmen 2 angeordnet.
Das Stützlager 121 umfasst eine am Rahmen 2 festgelegte Lageraufnahme 109 mit
einer länglichen Aussparung 140, in der ein Lagerbolzen 110 verschiebbar aufge
nommen ist.
Die Verschiebe- und Verriegelungseinrichtungen 118 umfassen ein Kurvenführung
113 mit einem anfänglichen vertikalen Abschnitt 143, einem schrägen Abschnitt
141 und einer sich an den schrägen Abschnitt 141 anschließenden seitlichen Öff
nung 142. In der Kurvenführung 113 ist ein Bolzen 105 aufgenommen.
Das Drehschwenklager 119 umfasst eine am Flügel 1 festgelegte Drehlagerbuchse
106, in der ein Bolzen 144 aufgenommen ist. Der Bolzen 144 ist über eine Achse
145 an einem Stützstift 114 angelenkt. Der Stützstift 114 ist um eine etwa mittig
zum maximalen Ausstellweg x angeordnete Achse 146 drehbar. Zur Begrenzung
der Schwenkbewegung des Stützstiftes 114 sind Anschläge 122 an dem Dreh
schwenklager 119 ausgebildet. Das Drehschwenklager 119 ist über Bohrungen 147
mit dem Rahmen 2 verschraubbar.
Durch Bewegung der Bolzen 105 mittels eines Griffes 8 oder einem motorischem
Antrieb wird die Achse des Bolzens 144 von einer Verriegelungsposition A bis zu
einer Drehöffnungsposition D innerhalb des Falzes bewegt.
In Fig. 17 sind die in Fig. 16 gezeigten Beschlagteile in der Vorderansicht gezeigt.
Der Bolzen 105 hat stirnseitig die Form einer halben Kugel, um in der Endstellung
zusammen mit der Kurvenführung 113 eine Drehachse mit Zentriereinrichtung zu
bilden. Die Bolzen 105 sind dabei an einem Stahlband 104 befestigt, dass innerhalb
des Flügels 1 bewegbar ist.
Fig. 18 zeigt eine Draufsicht auf das Stützlager 121 mit dem Lagerbolzen 110 in
dem Langloch 140.
Fig. 19 zeigt eine Draufsicht auf das Stützlager 119 mit dem Lagerbolzen 144 in der
mittleren Position.
In den Fig. 20 und 21 sind am Flügel 1 und Rahmen 2 angeordnete Beschlagsteile
gemäß einer weiteren Ausführungsform ähnlich wie in Fig. 16 und 17 dargestellt.
Die gezeigte Kurvenführung 113 mit dem Bozen 105 entspricht dabei der oben be
schriebenen Kurvenführung 113.
Im unteren Bereich des Flügels 1 ist jedoch ein entlang der Linie F-F in Fig. 22 ge
schnitten dargestelltes modifiziertes Stützlager 116 vorgesehen, dass einen Bolzen
112 umfasst, der an einer am Flügel 1 festgelegten Lagerbuchse 108 aufgenommen
ist. Der Bozen 112 ist bodenseitig in einem Führungselement 117 abgestützt, dass
Seitenwände 129 zur seitlichen Führung des Bolzens 112 aufweist. Der Bolzen 112
ist in Fig. 20 in unterschiedlichen Verschiebepositionen gezeigt.
Fig. 22 zeigt eine Draufsicht auf das in Fig. 20 und 21 dargestellte Stützlager 116,
welches ein Ausstellen des Flügels 1 um die Strecke x zuläßt. Wie gut zu erkennen
ist, befindet sich die Drehachse des Flügels 1 in sämtlichen Verschiebepositionen
des Bolzens 112 innerhalb eines Falzes 115 zwischen Flügel 1 und Rahmen 2.
In Fig. 23 ist ein Stützlager 152 gemäß einer modifizierten Ausführungsform darge
stellt. Das Stützlager 152 weist eine hinterschnittene Nut auf, in der ein Lagerbol
zen 150 mit einem verdickten Fußabschnitt 151 aufgenommen ist. Dadurch ist der
Lagerbolzen 150 unverlierbar in dem Stützlager 152 aufgenommen. Der verdickte
Abschnitt kann aus einem reibungsarmen Material, beispielsweise Metall, ausgebil
det sein.
In den Fig. 24A und 24B ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Stützlagers 153
gezeigt, dass eine Nut 154 zur Abstützung eines Lagerbolzens 155 aufweist. Der
Lagerbolzen 155 weist bodenseitig einen Abschnitt 156 mit vermindertem Durch
messer auf, der in einen Gleitschuh 157 aus reibungsarmen Material eingefügt ist.
Die Fig. 25 und 26 zeigen ein auf der der Drehachse des Flügels 1 abgewandten
Seite angeordnetes Stützlager 120 mit einem am Rahmen 2 festlegbaren Beschlag
teil 123, an dem ein Hebel 124 ähnlich wie bei den vorangegangenen Ausführungs
beispielen angelenkt ist. An der Oberseite des Hebels 124 ist eine Aufnahme für ei
nen Stützstift 160 vorgesehen, der fest mit dem Flügel 1 verbunden ist. Wenn der
Hebel 124 aus der maximalen Ausstellposition B des Flügels 1 noch um den Win
kel y verschwenkt wird, gibt die Aufnahme des Hebels 124 den Stützstift 160 zum
Öffnen des Flügels 1 frei. Der Hebel 124 ist zu der freigebenden Position hin vor
gespannt, um beim Schließen des Flügels 1 ein Verklemmen zu vermeiden.
In Fig. 27 ist eine Draufsicht auf den Bereich der Drehachse eines mit einer erfin
dungsgemäßen Beschlagseinheit montierten Flügels 1 in der geschlossenen Position
gezeigt, in der die Drehachse auf der Linie A angeordnet ist.
In Fig. 28 ist eine Draufsicht auf den Bereich der Drehachse gemäß Fig. 27 mit ge
öffnetem Flügel 1 gezeigt, wobei sich die Drehachse auf der versetzten Linie D be
findet.
Fig. 29 zeigt einen Teil eines Beschlages 170 mit einer Kurvenführung 171. In der
Kurvenführung 171 ist ein Bolzen 172 aufgenommen, der endseitig die Form einer
halben Kugel aufweist, so dass die Kugeloberfläche eine Drehachse für den Flügel
1 bildet. In Fig. 29 ist der Flügel 1 in der drehgeöffneten Position gezeigt.
In Fig. 30 ist eine modifizierte Ausführungsform eines Beschlages 177 gezeigt. Der
Beschlag 177 umfasst eine Kurvenführung 175, in der ein Bolzen 176 geführt ist.
Der Bolzen 176 ist in der ausgestellten Position des Flügels 1 beim Drehöffnen an
einem Bogen 173 geführt, so dass eine Drehachse 174 des Flügels 1 innerhalb des
Beschlages 177 definiert wird.
In Fig. 31 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Kurvenführung 180, darge
stellt, in der ein Bolzen 181 aufgenommen ist. Der Bolzen 181 weist einen kugel
förmigen Kopfabschnitt 182 mit einem verjüngtem Hals 183 auf. Der verjüngte
Hals 183 kann bei entsprechender Ausbildung der Kurvenführung 180 mit einer
hinterschnittenen Nut ausgenutzt werden, um den Bolzen 181 unverlierbar zu füh
ren und ein Absicherung auch gegen ein Herausziehen des Bolzens 181 zu errei
chen.
Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele begrenzt. Die
einzelnen gezeigten Beschläge und Beschlagsteile können zur Bildung einer Dreh
achse für den Flügel einzeln eingesetzt werden oder auf beliebige Weise miteinan
der kombiniert werden. Der Fachmann kann die Position der Beschläge zwischen
Flügel und Blendrahmen frei wählen. Es muß lediglich gewährleistet sein, dass die
beim Ausstellen und Drehöffnen des Flügels auftretenden Kräfte abgeleitet werden
können und der Flügel sicher gehalten ist.
Claims (27)
1. Beschlagseinheit für ein Fenster oder eine Tür mit einem zu einem Blendrah
men (2) relativ beweglichen Flügel (1), mittels der der Flügel (1) parallel aus
stellbar ist und aus einer parallel ausgestellten Position um eine Drehachse (D,
40, 64, 90, 112, 144, 150, 155, 174) in eine Drehöffnungsstellung verschwenk
bar ist, wobei für die parallele Ausstellung des Flügels (1) mindestens eine
Kurvenführung (12, 113, 171, 175, 180) im Falz zwischen Blendrahmen und
Flügel vorgesehen ist, durch die ein Führungszapfen (7, 63, 105, 172, 176,
181) bewegbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
auf der Seite der Drehachse des Flügels (1) ein Beschlag (9, 15, 17, 17*, 27,
40, 50, 60, 116, 119, 121, 170, 177, 180) zwischen Blendrahmen (2) und
Flügel (1) vorgesehen ist, der mit einem ersten Teil an dem Flügel und einem
zweiten Teil an dem Blendrahmen festgelegt ist, und der erste Teil und der
zweite Teil zusammenwirken, um eine Drehbewegung des Flügels (1) zu er
möglichen.
2. Beschlagseinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die
Drehachse (D, 40, 64, 90, 112, 144, 150, 155, 174) des Flügels (1) durch den er
sten Teil oder den zweiten Teil des Beschlags (9, 15, 17, 17*, 27, 40, 50, 60,
116, 119, 121, 170, 177, 180) verläuft.
3. Beschlagseinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die Drehachse des Flügels (1) die Achse des Führungszapfens (7, 63, 105, 172,
176, 181) in der Kurvenführung (12, 113, 171, 175, 180) schneidet.
4. Beschlagseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, dass der oder die an der Seite der Drehachse des Flügels (1)
angeordneten Führungszapfen (7, 63, 105, 172, 176, 181) den ersten Teil des
Beschlages bilden und jeweils eine Kurvenführung (12, 113, 171, 175, 180) für
den Führungszapfen den zweiten Teil des Beschlages bildet und der Füh
rungszapfen in der Kurvenführung scharnierartig eine Drehachse für den
Flügels ausbildet.
5. Beschlagseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, dass an der Seite der Drehachse des Flügels (1) mindestens
eine Kurvenführung (12, 113, 171, 175, 180) vorgesehen ist, die in der parallel
ausgestellten Position des Flügels eine Öffnung (13, 65, 142) zum Aus- und
Einschwenken des Führungszapfens (7, 63, 105, 172, 176, 181) aufweist.
6. Beschlagseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, dass der Führungszapfen (105, 172, 176) sich in der ausge
stellten Position des Flügels (1) auf einem Kreisbogen im Nutgrund der Kur
venführung (118, 170, 177) bewegbar ist und durch den Kreisbogen die
Drehachse des Flügels (1) gebildet ist.
7. Beschlagseinheit nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Füh
rungszapfen (105, 172, 176, 181) an der Stirnseite kugelförmig ausgeformt
ist.
8. Beschlagseinheit nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass
die Kurvenführung (118, 170, 177, 180) im Nutgrund halbkreisförmig ausge
bildet ist.
9. Beschlagseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, dass der Führungszapfen (181) einen verdickten Kopfab
schnitt (182) aufweist und unverlierbar in der Kurvenführung (180) aufge
nommen ist.
10. Beschlagseinheit nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Füh
rungszapfen (181) endseitig eine Kugelform aufweist und der Führungszap
fen (181) hinterschnitten oder im Durchmesser zurückgesetzt ist und die
Nutöffnung der Kurvenführung (180) eine verengte Nut bildet, die hinter
schnitten ist.
11. Beschlagseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, dass die Kurvenführung (12) in der Ausstell-Endposition des
Flügels (1) einen vertikalen Verlauf nimmt, eine zur Frontseite des Flügels
(1) gewandte Austrittsöffnung (65) für den Führungszapfen (63) und eine
vertikale Achsbohrung (62) aufweist.
12. Beschlagseinheit nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der
Führungszapfen (63) einen vertikal nach oben gerichteten Scharnierzapfen
(64) aufweist, der in Eingriff mit der Achsbohrung (62) der Kurvenführung
(12) bringbar ist.
13. Beschlagseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, dass bei drehgeöffnetem Flügel (1) die Betätigung des Be
schlages durch Eingreifen der Führungszapfen in eine Kurvenführungsöff
nung (13, 65, 142) blockiert ist.
14. Beschlagseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, dass auf der Seite der Drehachse des Flügels (1) ein Bolzen
(29, 110, 112, 150, 155) vorgesehen ist, der in einer Längsnut (31, 140, 154)
eines Beschlages bewegbar ist, und der Bolzen (29, 110, 112, 150, 155) in
der ausgestellten Position des Flügels (1) an einem Ende der Längsnut (31,
140, 154) anliegt und ein Drehlager für den Flügel (1) bildet.
15. Beschlagseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, dass mindestens ein Stützlager (9, 10, 15, 119, 120) zur hori
zontalen Führung des Flügels (1) vorgesehen ist, das einen Hebel (16, 24, 91,
114, 124) aufweist, der am Blendrahmen (2) um eine Achse schwenkbar ist
und am Flügel (1) angelenkt ist.
16. Beschlagseinheit nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass zwei
voneinander beabstandete Stützlager (9, 10, 15, 119) vorgesehen sind, und
das auf der Seite der Drehachse des Flügels (1) angeordnete Stützlager ein
am Hebel (91, 114) angeordnetes Scharniergelenk zur Ausbildung der Dreh
achse des Flügels (1) aufweist.
17. Beschlagseinheit nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass an der
Drehachse des Flügels (1) angeordnete Stützlager einen am Hebel (91, 114)
angelenkten Scharnierbolzen (4, 106) aufweist, der mit einem am Flügel (1)
festgelegten Aufnahme im dauernden Eingriff steht.
18. Beschlagseinheit nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass
das auf der abgewandten Seite der Drehachse des Flügels (1) liegende Stütz
lager (10, 120) für die Parallelausstellung des Fensterflügels federbelastet
zum Flügel (1) hin ausgebildet ist und in der ausgestellten Position des Flü
gels (1) einen Stützbolzen (5, 160) des Flügels (1) freigibt.
19. Beschlagseinheit nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Hebel (16, 24, 91, 114, 124)so angeordnet sind, dass sich
der Schwenkbereich von der geschlossenen Position zu der maximal parallel
ausgestellten Position des Flügels (1) erstreckt und die Drehachse des Hebels
etwa mittig zu den beiden Positionen angeordnet ist.
20. Beschlagseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, dass zumindest auf der Seite der Drehachse des Flügels (1)
ein Stützlager (117, 152, 153) mit einem Bolzen (112, 150, 155) vorgesehen
ist, der auf einer in einer horizontalen Führung verschiebbar angeordnet ist.
21. Beschlagseinheit nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die
Führung für den Bolzen (112, 150, 155) eine Nut aufweist, bei der das Nu
tende zum Flügel hin gerichtet einen Anschlag für den Bolzen ausbildet und
der am Nutende anliegende Bolzen (112, 150, 155) eine Scharnierachse für
den Flügel (1) bildet.
22. Beschlagseinheit nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, dass
die Nut (154) zur Aufnahme des Bolzens (150, 155) hinterschnitten ist.
23. Beschlagseinheit nach einem der Ansprüche 20 bis 22, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Nut zur Aufnahme des Bolzens im Nutgrund halbkreis
förmig ausgebildet ist und der Bolzen stirnseitig kugelförmig ausgebildet ist.
24. Beschlagseinheit nach einem der Ansprüche 20 bis 23, dadurch gekenn
zeichnet, dass der Bolzen stirnseitig mit einer sich abwälzenden Kugel aus
gestattet ist.
25. Beschlagseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, dass zur Betätigung der Beschlagseinheit ein an dem Flügel
(1) angeordneter umlaufender Schubstangenbeschlag vorgesehen ist.
26. Fenster oder Tür, mit einem zu öffnenden Flügel und einem feststehenden
Blendrahmen, dadurch gekennzeichnet, dass der Flügel (1) mittels einer
Beschlagseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche an dem Blen
drahmen gehalten ist.
27. Fenster oder Tür nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass zusätz
lich zur dem parallelen Ausstellen des Flügels (1) die Beschlagseinheit ein
Kippen des Flügels (1) ermöglicht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10113597A DE10113597A1 (de) | 2000-03-22 | 2001-03-20 | Beschlagseinheit für ein Fenster oder eine Tür |
Applications Claiming Priority (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10014285 | 2000-03-22 | ||
| DE10051965 | 2000-10-20 | ||
| DE10052598 | 2000-10-24 | ||
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