DE10109819A1 - Motormomentabgabesteuersystem - Google Patents
MotormomentabgabesteuersystemInfo
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Abstract
Ein Motormomentabgabesteuersystem für Kraftfahrzeuge ist so ausgelegt, dass es ein Soll-Motormoment um einen vorbestimmten Betrag größer als ein ausgelegtes Motormoment festlegt, das ohne Berücksichtigung von Erhöhungen des gegenwärtigen Motormoments bestimmt wird, die durch verschiedene Faktoren wie zum Beispiel eine Änderung des Motorherstellungsprozesses, Alterung und/oder eine Änderung der Umgebungsbedingungen hervorgerufen werden, wobei der vorbestimmte Betrag auf der Grundlage dieser faktoren bestimmt wird, wodurch eine Abgabe eines maximal möglichen Moments durch den Motor bei nahezu voller Beschleunigung ermöglicht ist, die durch den Fahrer gefordert wird, was zu einem Anstieg der Ansprechrate bei Beschleunigung führt.
Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich im Allgemeinen auf ein
Motormomentabgabesteuersystem für Kraftfahrzeuge, das zum
Steuern eines Verbrennungsmotors so ausgelegt ist, dass dieser
eine obere Grenze einer gegenwärtigen Momentabgabe zumindest bei
voller Beschleunigung erzeugt.
Es ist ein Momentbedarfsteuersystem eines modernen elektrisch
gesteuerten Kraftfahrzeugmotorsteuersystems bekannt. Das
Momentbedarfsteuersystem ist so ausgelegt, dass es den durch
einen Fahrer geforderten Beschleunigungsgrad (d. h. ein
Motormoment) als Funktion einer Beschleunigungspedalstellung und
einer Motordrehzahl bestimmt, um die Drosselstellung, die
Kraftstoffeinspritzmenge und den Zündzeitpunkt zum Einrichten
des Fahrverhaltens zu steuern, um so eine höhere Ansprechrate
auf eine Beschleunigungspedalbeanspruchung des Fahrers zu
erreichen. Zum Beispiel lehrt die Japanische Erste
Patentoffenlegungsschrift Nr. 10-141103 ein übliches
Momentbedarfsteuersystem, bei dem das beim vollständigen
Niederdrücken des Beschleunigungspedals geforderte Motormoment
als ein maximal ausgelegtes Motormoment bestimmt wird.
Im Allgemeinen ist ein gegenwärtig von dem Motor abgegebenes
maximales Moment unvermeidlich Änderungen unterworfen, die durch
Änderungen der Herstellungsprozesse, Alterung und/oder
Änderungen der Umgebungszustände auftreten. In einigen Fällen
wird ein gegenwärtiges maximales Abgabemoment höher als eine
obere Grenze des ausgelegten Motormoments. Insbesondere kann ein
bei der Auslegung des Motors bestimmtes maximales Motormoment
nicht identisch mit einer oberen Grenze des gegenwärtig durch
den Motor abgegebenen Moments sein. Dies kann ein maximales
Motormoment bewirken, das gegenwärtig nicht abgegeben werden
soll, selbst wenn die Drossel vollständig geöffnet ist. Es ist
somit bei dem Momentbedarfsteuersystem schwierig, an die
mögliche Grenze der Momentbedarfsteuerung zu gehen.
Es ist daher eine hauptsächliche Aufgabe der Erfindung, die
Nachteile des Stands der Technik zu vermeiden.
Es ist ein anderer Gesichtspunkt der Erfindung, ein
Motormomentabgabesteuersystem vorzusehen, das einen Motor so
steuert, dass ein maximal mögliches Moment zumindest bei
annähernd voller Beschleunigung abgegeben wird, die durch einen
Fahrer gefordert wird.
Gemäß einem Aspekt der Erfindung ist ein
Motormomentabgabesteuergerät zum Steuern einer Momentabgabe von
einem Verbrennungsmotor vorgesehen, das folgendes aufweist: (a)
eine Bedarfsmotormoment-Bestimmungsschaltung, die ein
Referenzbedarf-Motormoment bestimmt, das einer ausgelegten
Momentabgabe des Motors entspricht, als eine Funktion einer
Stellung einer durch einen Fahrer betätigten
Beschleunigungsvorrichtung des Motors; (b) eine
Korrekturschaltung, die das durch die Bedarfsmotormoment-
Bestimmungsschaltung bestimmte Referenzbedarf-Motormoment
korrigiert, um eine Soll-Motormomentabgabe zu bestimmen, die
größer ist als ein Maximalwert der ausgelegten Momentabgabe
zumindest in einem Vollbeschleunigungsbereich, in dem der Fahrer
eine volle Beschleunigung von dem Motor fordert; und (c) eine
Motorsteuerschaltung, die einen Betrieb des Motors so steuert,
dass eine gegenwärtige Momentabgabe des Motors mit der Soll-
Motormomentabgabe übereinstimmt, die durch die
Korrekturschaltung bestimmt ist.
Bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung bestimmt die
Bedarfsmotormoment-Bestimmungsschaltung das Referenzbedarf-
Motormoment als Funktion der Stellung der
Beschleunigungsvorrichtung und einer Drehzahl des Motors. Die
Korrekturschaltung erhöht das durch die Bedarfsmotormoment-
Bestimmungsschaltung bestimmte Referenzbedarf-Motormoment um
einen vorbestimmten Betrag über die ausgelegte Momentabgabe des
Motors, um die Soll-Motormomentabgabe vorzusehen, wenn die
Stellung der Beschleunigungsvorrichtung größer ist als ein
gegebener Referenzwert in einer Beschleunigungsrichtung des
Motors, und sie bestimmt einen Wert der abzugebenden ausgelegten
Momentabgabe des Motors als Funktion der gegenwärtigen Drehzahl
des Motors und der Stellung der Beschleunigungsvorrichtung als
die Soll-Motormomentabgabe, wenn die Stellung der
Beschleunigungsvorrichtung geringer ist als der gegebene
Referenzwert.
Die Korrekturschaltung erhöht die Soll-Motormomentabgabe
allmählich als eine Funktion der Stellung der
Beschleunigungsvorrichtung, wenn die Stellung der
Beschleunigungsvorrichtung in einen oberen Bereich eintritt, der
größer ist als der gegebene Referenzwert.
Des weiteren ist eine Motordrehzahlbestimmungsschaltung
vorgesehen, die eine Drehzahl des Motors bestimmt. Die
Korrekturschaltung erhöht das durch die Bedarfsmotormoment-
Bestimmungsschaltung bestimmte Referenzbedarf-Motormoment um
einen Betrag, der größer als oder gleich wie eine Differenz
zwischen einem Maximalwert der ausgelegten Momentabgabe, die
durch den Motor bei der durch die
Motordrehzahlbestimmungsschaltung bestimmten Motordrehzahl zu
erzeugen ist, und einer oberen Grenze einer gegenwärtigen
Momentabgabe des Motors bei der Motordrehzahl ist, die durch
Fehler bei Herstellungsprozessen des Motors auftritt.
Wenn eine Änderungsrate der Stellung der
Beschleunigungsvorrichtung in einer Verzögerungsrichtung des
Motors größer ist als ein gegebener Wert, bestimmt die
Korrekturschaltung einen Maximalwert der ausgelegten
Momentabgabe, die durch den Motor bei der Motordrehzahl als die
Soll-Motormomentabgabe zu erzeugen ist.
Die vorliegende Erfindung wird aus der nachfolgenden
detaillierten Beschreibung und den beigefügten Zeichnungen der
bevorzugten Ausführungsbeispiele der Erfindung klarer
verständlich, die jedoch die Erfindung nicht auf die speziellen
Ausführungsbeispiele beschränken, sondern ausschließlich zur
Erläuterung und zum Verständnis dienen.
Fig. 1 zeigt eine Blockabbildung eines
Motormomentabgabesteuersystems gemäß der Erfindung;
Fig. 2 zeigt eine Flusskarte eines durch das System gemäß der
Fig. 1 ausgeführten Momentbedarfsteuerprogramms;
Fig. 3(a) zeigt eine Abbildung, die beim Bestimmung einer Soll-
Momentabgabe verwendet wird; und
Fig. 3(b) zeigt eine graphische Darstellung einer Beziehung
zwischen einem Maximalwert eines ausgelegten Momentes eines
Motors und eines Bedarfsmoments (d. h. ein Soll-Moment), wenn die
Stellung einer Beschleunigungsvorrichtung innerhalb eines
Beschleunigungsbereiches nahe der vollen Beschleunigung ist.
Unter Bezugnahme auf die Zeichnungen ist insbesondere in der
Fig. 1 ein Motormomentabgabesteuersystem gemäß der Erfindung
gezeigt, das beim Steuern einer Momentabgabe eines
Verbrennungsmotors für Kraftfahrzeuge verwendet werden kann,
wobei gleiche Bezugszeichen die gleichen Bauteile in
verschiedenen Ansichten bezeichnen.
Ein Luftreiniger 13 ist an einem stromaufwärtigsten Abschnitt
eines Einlassrohrs 12 eines Verbrennungsmotors 11 angebracht.
Eine Luftdurchsatzmessvorrichtung 14 ist in dem Einlassrohr 12
stromabwärts von dem Luftreiniger 13 angebracht, die die Menge
der durch das Einlassrohr 12 strömenden Luft misst und ein
entsprechendes Signal zu einer elektrischen Steuereinheit (ECU)
27 abgibt. Ein Drosselventil 15 und ein Drosselstellungssensor
16 sind in oder an dem Einlassrohr 12 stromabwärts von der
Luftdurchsatzmessvorrichtung 14 angeordnet. Das Drosselventil 15
wird durch einen (nicht gezeigten) Elektromotor betätigt. Der
Drosselstellungssensor 16 misst die Stellung des Drosselventils
15, die dessen Öffnungsgrad angibt, und er gibt ein
entsprechendes Signal zu der ECU 27 ab.
Ein Auffangbehälter 17 ist in dem Einlassrohr 12 stromabwärts
von dem Drosselventil 15 angeordnet. An dem Auffangbehälter 17
ist ein Einlassluftdrucksensor 18 angebracht, der den Druck in
dem Einlassrohr 12 misst und ein entsprechendes Signal zu der
ECU 27 abgibt. Der Auffangbehälter 17 ist durch einen
Einlasskrümmer 19 mit jedem Zylinder des Motors 11 verbunden.
Eine Kraftstoffeinspritzvorrichtung 20 ist nahe einem
Einlassanschluss des Einlasskrümmers 19 angebracht und in einem
der Zylinder des Motors 11 geführt.
Ein katalytischer Wandler 22 wie zum Beispiel ein 3-Wege-
katalytischer-Wandler ist in einem Abgasrohr 21 des Motors 11
angebracht, der in den Abgasen enthaltenes CO, HC und NOx in
unschädlichere Produkte umwandelt. Ein Luft-Kraftstoff-
Verhältnis-Sensor (oder ein Sauerstoffsensor) 23 ist
stromaufwärts von dem katalytischen Wandler 22 angebracht, der
ein Signal entsprechend einem Luft-Kraftstoff-Verhältnis des
Abgases zu der ECU 27 abgibt. An einem Zylinderblock des Motors
11 sind ein Kühlmitteltemperatursensor 24 und ein
Kurbelwinkelsensor 25 angeordnet. Der Kühlmitteltemperatursensor
24 misst die Temperatur eines Kühlmittels des Motors 11 und gibt
ein entsprechendes Signal an die ECU 27 ab. Der
Kurbelwinkelsensor 25 misst den Winkel einer Kurbelwelle und
gibt ein entsprechendes Signal zu der ECU 27 zum Bestimmen der
Drehzahl des Motors 11 ab. Ein
Beschleunigungsvorrichtungsstellungssensor 26 ist in dem System
vorgesehen, der die Stellung des durch einen Fahrer
niedergedrückten Beschleunigungspedals misst, und er gibt ein
entsprechendes Signal zu der ECU 27 ab.
Die ECU 27 besteht aus einem Mikrocomputer, der ein in einem ROM
gespeichertes Momentbedarfsteuerprogramm gemäß der Fig. 2
ausführt, um die Kraftstoffeinspritzmenge und die Stellung des
Drosselventils 15 zu steuern.
Ein durch einen Verbrennungsmotor gegenwärtig erzeugtes
maximales Moment kann aufgrund verschiedener Faktoren wie zum
Beispiel eine Änderung des Motorherstellungsprozesses, Alterung
und eine Änderung der Umgebungsbedingungen höher sein als ein
bei der Auslegung des Motors bestimmtes maximales Abgabemoment.
Um zu ermöglichen, dass der Motor 11 ein maximales Moment
zumindest bei voller Beschleunigung abgibt, die durch den Fahrer
gefordert wird, ist das Motormomentabgabesteuersystem dieses
Ausführungsbeispieles so gestaltet, dass es gemäß der Fig. 3(a)
das durch den Fahrer geforderte Motormoment (d. h. ein Soll-
Motormoment) bestimmt, indem ein als Funktion der Stellung des
Beschleunigungspedals 26 und der Motordrehzahl bestimmtes
Referenzbedarf-Motormoment um einen Betrag erhöht wird, der auf
der Grundlage eines Bedarfsmotormomentkorrekturwerts in einem
Bereich bestimmt wird, bei dem die Stellung des
Beschleunigungspedals 26 größer ist als ein vorbestimmter
Referenzwert Aps in einer Beschleunigungsrichtung. Dies führt
gemäß der Fig. 3(b) zu einer Erhöhung des Bedarfsmotormoments
über einen Maximalwert des als Funktion einer gegenwärtigen
Motordrehzahl bestimmten ausgelegten Motorabgabemoments
innerhalb eines Beschleunigungsvorrichtungsstellungsbereiches,
der größer als der Referenzwert Aps ist. In einem Bereich, bei
dem die Stellung des Beschleunigungspedals 26 geringer ist als
der Referenzwert Aps, bestimmt das Motormomentabgabesteuersystem
das Referenzbedarf-Motormoment, das als Funktion der Stellung
des Beschleunigungspedals 26 und der Motordrehzahl als das durch
den Fahrer geforderte Motorabgabemoment berechnet wird. Es ist
zu beachten, dass das Referenzbedarf-Motormoment ein maximales
Motormoment ist, das bei der Auslegung so bestimmt werden kann,
dass es durch den Motor 11 auf der Grundlage einer gegenwärtigen
Motordrehzahl und einer Stellung des Beschleunigungspedals 26
abzugeben ist.
Die Fig. 2 zeigt das vorstehend beschriebene
Momentbedarfsteuerprogramm zum Steuern der
Kraftstoffeinspritzmenge und der Stellung des Drosselventils 15
zum Erzeugen eines maximalen Motormoments, wenn dies durch den
Fahrer gefordert wird.
Nach dem Eintreten in das Programm schreitet die Routine zu
einem Schritt 101, bei dem die ECU 27 die Stellung des
Beschleunigungspedals auf der Grundlage eines von dem
Beschleunigungsvorrichtungsstellungssensor 26 abgegebenen
Signals bestimmt, das in Prozent (%) angegeben wird (0% = keine
Pedalbeanspruchung, 100% = volle Beschleunigung), und die
Frequenz eines von dem Kurbelwinkelsensor 25 abgegebenen
Pulssignals überwacht, um die Drehzahl Ne des Motors 11 zu
bestimmen.
Die Routine schreitet zu einem Schritt 102 weiter, bei dem das
Referenzbedarf-Motormoment bei Betrachtung der in der Fig. 3(a)
gezeigten Momentabbildung als Funktion der
Beschleunigungsvorrichtungsstellung und der Motordrehzahl Ne
bestimmt wird, die in Schritt 101 hergeleitet werden. Es ist zu
beachten, dass das in der Fig. 3(a) abgebildete Referenzbedarf-
Motormoment ein ausgelegtes Moment ist, das zur Abgabe durch den
Motor 11 als Funktion der Beschleunigungsvorrichtungsstellung
und der Motordrehzahl Ne bestimmt sein kann. Eine niedrigste
Referenzbedarf-Motormomentkurve wird verwendet, wenn die
Motordrehzahl Ne 1000 U/min beträgt (1 U/min = 1 Umdrehung/60 s).
Eine höchste Referenzbedarf-Motormomentkurve wird verwendet,
wenn die Motordrehzahl Ne 6000 U/min beträgt. Wenn die
Motordrehzahl Ne zwischen 1000 U/min (die niedrigste
Momentkurve) und 2000 U/min (die zweitniedrigste Momentkurve)
liegt, wird unter Verwendung dieser Momentkurven interpoliert.
Das Referenzbedarf-Motormoment kann auch unter Verwendung eines
zusätzlichen Parameters wie zum Beispiel die Geschwindigkeit des
Fahrzeugs bestimmt werden, an dem der Motor 11 angebracht ist.
Die Routine schreitet zu einem Schritt 103 weiter, bei dem
bestimmt wird, ob die bei dem Schritt 101 hergeleitete
Beschleunigungsvorrichtungsstellung größer als oder gleich wie
der vorbestimmte Referenzwert Aps ist oder nicht, um zu
bestimmen, ob die Beschleunigungsvorrichtungsstellung innerhalb
eines Bedarfsmotormomenterhöhungsbereiches liegt oder nicht. Die
untere Grenze des Bedarfsmotormomenterhöhungsbereiches, d. h. der
Referenzwert Aps, ist aus einem Bereich vorbestimmt, bei dem
sich die Momentkurve kaum ändert, zum Beispiel ein Bereich von
60 bis 90% der Beschleunigungspedalstellung. Wenn bei dem
Schritt 103 die Antwort JA erhalten wird, d. h. dass die
Beschleunigungspedalstellung innerhalb des
Bedarfsmotormomenterhöhungsbereiches liegt, schreitet die
Routine dann zu einem Schritt 104 weiter, bei dem die Größe,
durch die das Referenzbedarf-Motormoment erhöht werden soll
(nachfolgend als ein Momenterhöhungskorrekturwert bezeichnet),
bei Betrachtung einer Abbildung als eine Funktion der
Beschleunigungspedalstellung bestimmt wird. Der
Momenterhöhungskorrekturwert kann auch auf der Grundlage eines
zusätzlichen Parameters wie zum Beispiel die Motordrehzahl Ne
bestimmt werden.
Wie dies eindeutig in der Fig. 3(a) gezeigt ist, erhöht sich der
Momenterhöhungskorrekturwert in einem Abschnitt des
Bedarfsmotormomenterhöhungsbereiches zwischen der unteren Grenze
(d. h. dem Referenzwert Aps) und nahe 85% der
Beschleunigungspedalstellung allmählich, wenn sich die
Beanspruchung des Beschleunigungspedals erhöht, um eine schnelle
Änderung der Motorabgabe zu vermeiden, die zu einen
unerwünschten Stoß führen würde, wenn die Pedalbeanspruchung den
Referenzwert Aps überschreitet, wodurch das Fahrgefühl
beeinträchtigt wird. Im übrigen Abschnitt des
Bedarfsmotormomenterhöhungsbereiches zwischen 85% bis 100% der
Beschleunigungspedalstellung ist das Referenzbedarf-Motormoment
im Wesentlichen konstant. Zum Vermeiden einer übermäßigen
Änderung des Referenzbedarf-Motormoments wird der
Momenterhöhungskorrekturwert in diesem oberen Bereich auf eine
Differenz oder mehr zwischen einem Maximalwert des ausgelegten
Moments des Motors 11, der zur Abgabe bei der in dem Schritt 101
hergeleiteten Motordrehzahl Ne bestimmt ist, und einem maximal
möglichen Moment des Motors 11 festgelegt, das zur gegenwärtigen
Abgabe bei der in dem Schritt 101 hergeleiteten Motordrehzahl Ne
bestimmt werden kann, das durch gegebene Faktoren wie zum
Beispiel eine Änderung der Herstellungsprozesse, Alterung und
eine Änderung der Umgebungsbedingungen des Motors 11 bestimmt
wird.
Nach dem Schritt 104 schreitet die Routine zu einem Schritt 105
weiter, bei dem das in dem Schritt 102 hergeleitete
Referenzbedarf-Motormoment durch den in dem Schritt 104
hergeleiteten Momenterhöhungskorrekturwert erhöht wird, um so
ein Soll-Motormoment zu bestimmen. Insbesondere in dem unteren
Abschnitt des Bedarfsmotormomenterhöhungsbereiches zwischen dem
Referenzwert Aps und nahe 85% erhöht sich das Soll-Motormoment
allmählich, wenn sich die Pedalbeanspruchung erhöht. In dem
oberen Abschnitt von 85% bis 100% wird das Soll-Motormoment an
der oberen Grenze eines Momentes gehalten, das durch den Motor
11 bei der in dem Schritt 101 bestimmten Motordrehzahl Ne
gegenwärtig abgegeben werden kann, oder es ist auf ein
geringfügig höheres Niveau als die obere Grenze.
In einem niedrigeren Bereich als der Referenzwert Aps wird der
Momenterhöhungskorrekturwert auf (0) festgelegt unter der
Annahme, dass der Fahrer gewöhnlich eine gemäßigte
Beschleunigung oder Verzögerung fordert. Falls die bei dem
Schritt 103 erhaltene Antwort NEIN ist, schreitet die Routine
somit direkt zu dem Schritt 105, bei dem das Referenzbedarf-
Motormoment als das Soll-Motormoment bestimmt wird.
Nachdem das Soll-Motormoment bestimmt ist, schreitet die Routine
zu Schritten 106 und 109 weiter. Bei dem Schritt 106 wird eine
Soll-Einlassluftmenge auf der Grundlage des Soll-Motormoments
und der Motordrehzahl Ne bestimmt, indem eine (nicht gezeigte)
Abbildung betrachtet wird, die bei üblichen Motorsteuersystemen
verwendet wird.
Die Routine schreitet zu einem Schritt 107 weiter, bei dem ein
Drosselsteuersignal auf der Grundlage der Soll-Einlassluftmenge
und der Motordrehzahl vorgesehen wird. Die Routine schreitet zu
einem Schritt 108 weiter, bei dem das Drosselsteuersignal zu
einem Elektromotor eines elektronischen Drosselsteuersystems
abgegeben wird, um die Stellung des Drosselventils 15 in eine
Soll-Stellung zu bringen.
Bei dem Schritt 109 wird ein Soll-Luft-Kraftstoff-Verhältnis
einer dem Motor 11 zuzuführenden Mischung auf der Grundlage des
Soll-Motormoments und der Motordrehzahl Ne bestimmt, indem eine
(nicht gezeigte) Abbildung betrachtet wird, die bei üblichen
Luft-Kraftstoff-Steuersystemen verwendet wird. Die Routine
schreitet zu einem Schritt 110 weiter, bei dem die zur
Einspritzung in den Motor 11 erforderliche Kraftstoffmenge auf
der Grundlage der Soll-Einlassluftmenge und des Soll-Luft-
Kraftstoff-Verhältnisses bestimmt wird. Die Routine schreitet zu
einem Schritt 111 weiter, bei dem die bei dem Schritt 110
hergeleitete Kraftstoffmenge durch gegebene
Korrekturkoeffizienten multipliziert wird, wie zum Beispiel
einen Kühlmitteltemperaturabhängigkeitskorrektur-,
Regelungskorrektur- und Lernkorrekturkoeffizienten, um eine in
den Motor 11 einzuspritzende Soll-Kraftstoffmenge zu bestimmen.
Die Routine schreitet zu einem Schritt 112 weiter, bei dem ein
Einspritzsteuerpuls, dessen Breite eine Funktion der Soll-
Kraftstoffmenge ist, zu der Kraftstoffeinspritzvorrichtung 20
für jeden Zylinder des Motors 11 bei jedem Einlasshub abgegeben
wird.
Wie dies aus der vorstehenden Beschreibung ersichtlich ist, ist
das Motormomentabgabesteuersystem dieses Ausführungsbeispieles
so ausgelegt, dass ein Soll-Motormoment festgelegt wird, das um
einen vorbestimmten Betrag größer als ein ausgelegtes
Motormoment ist, welches ohne Berücksichtigung einer durch
verschiedene Faktoren wie zum Beispiel eine Änderung des
Motorherstellungsprozesses, Alterung und/oder eine Änderung der
Umgebungsbedingungen hervorgerufenen Erhöhung des gegenwärtigen
Motormoments bestimmt wird, wobei der vorbestimmte Betrag auf
diese Faktoren beruht, wodurch eine Abgabe eines maximal
möglichen Moments nahe der vollen Beschleunigung des Motors
ermöglicht ist, die durch den Fahrer gefordert wird, was zu
einem Anstieg der Ansprechrate bei der Beschleunigung führt.
Das Motormomentabgabesteuersystem dieses Ausführungsbeispieles
bewirkt, dass das Referenzbedarf-Motormoment weiter erhöht wird,
um ein Soll-Motormoment innerhalb des
Bedarfsmotormomenterhöhungsbereiches über der
Referenzbeschleunigungsvorrichtungsstellung Aps zu bestimmen,
selbst wenn der Fahrer das Beschleunigungspedal löst, um das
Fahrzeug zu verzögern, jedoch kann alternativ bestimmt werden,
dass der Fahrer eine Verschiebung von einer Beschleunigung zu
einer Konstantgeschwindigkeitsfahrweise oder Verzögerung oder
von einer Konstantgeschwindigkeitsfahrweise zu einer Verzögerung
fordert, wenn eine Änderungsrate der
Beschleunigungsvorrichtungsstellung zur Verzögerung größer ist
als ein gegebenes Niveau, und das Korrigieren des
Referenzbedarf-Motormoments wird beendet, woraus eine schnelle
Reduzierung des Motormoments bei der Verzögerung resultiert.
Das Motorabgabesteuersystem dieses Ausführungsbeispiels kann
alternativ bewirken, dass sich das Referenzbedarf-Motormoment
innerhalb des Bedarfsmotormomenterhöhungsbereiches nur dann
erhöht, wenn eine Änderungsrate der
Beschleunigungsvorrichtungsstellung zur Beschleunigung größer
ist als ein gegebenes Niveau oder innerhalb eines
Gesamtbeschleunigungsbereichs liegt.
Das Motormomentabgabesteuersystem für Kraftfahrzeuge ist so
ausgelegt, dass es das Soll-Motormoment um den vorbestimmten
Betrag größer als das ausgelegte Motormoment festlegt, das ohne
Berücksichtigung der Erhöhungen des gegenwärtigen Motormoments
bestimmt wird, die durch verschiedene Faktoren wie zum Beispiel
die Änderung des Motorherstellungsprozesses, Alterung und/oder
der Änderung der Umgebungsbedingungen hervorgerufen werden,
wobei der vorbestimmte Betrag auf der Grundlage dieser Faktoren
bestimmt wird, wodurch eine Abgabe des maximal möglichen Moments
durch den Motor bei nahezu voller Beschleunigung ermöglicht ist,
die durch den Fahrer gefordert wird, was zu dem Anstieg der
Ansprechrate bei Beschleunigung führt.
Während die vorliegende Erfindung zu ihrem besseren Verständnis
mit den bevorzugten Ausführungsbeispielen offenbart wurde,
sollte klar sein, dass die Erfindung in verschiedener Weise
ausgeführt werden kann, ohne die Prinzipien der Erfindung zu
verlassen. Daher sollte die Erfindung so verstanden werden, dass
sie alle möglichen Ausführungsbeispiele und Abwandlungen zu den
gezeigten Ausführungsbeispielen beinhaltet, die ohne ein
Verlassen von den Prinzipien der Erfindung ausgeführt werden
können, die in den angehängten Ansprüchen dargelegt sind.
Claims (5)
1. Motormomentabgabesteuergerät zum Steuern eines von einem
Verbrennungsmotor abgegebenen Momentes mit:
einer Bedarfsmotormoment-Bestimmungsschaltung, die ein Referenzbedarf-Motormoment bestimmt, das einer ausgelegten Momentabgabe des Motor entspricht, als eine Funktion einer Stellung einer durch einen Motorbetätiger betätigten Beschleunigungsvorrichtung des Motors;
einer Korrekturschaltung, die das durch die Bedarfsmotormoment-Bestimmungsschaltung bestimmte Referenzbedarf-Motormoment korrigiert, um eine Soll- Motormomentabgabe zu bestimmen, die größer als ein Maximalwert der ausgelegten Momentabgabe zumindest in einem Vollbeschleunigungsbereich ist, in dem der Motorbetätiger eine volle Beschleunigung von dem Motor fordert; und
einer Motorsteuerschaltung, die einen Betrieb des Motors so steuert, dass eine gegenwärtige Momentabgabe des Motors mit der Soll-Motormomentabgabe übereinstimmt, die durch die Korrekturschaltung bestimmt ist.
einer Bedarfsmotormoment-Bestimmungsschaltung, die ein Referenzbedarf-Motormoment bestimmt, das einer ausgelegten Momentabgabe des Motor entspricht, als eine Funktion einer Stellung einer durch einen Motorbetätiger betätigten Beschleunigungsvorrichtung des Motors;
einer Korrekturschaltung, die das durch die Bedarfsmotormoment-Bestimmungsschaltung bestimmte Referenzbedarf-Motormoment korrigiert, um eine Soll- Motormomentabgabe zu bestimmen, die größer als ein Maximalwert der ausgelegten Momentabgabe zumindest in einem Vollbeschleunigungsbereich ist, in dem der Motorbetätiger eine volle Beschleunigung von dem Motor fordert; und
einer Motorsteuerschaltung, die einen Betrieb des Motors so steuert, dass eine gegenwärtige Momentabgabe des Motors mit der Soll-Motormomentabgabe übereinstimmt, die durch die Korrekturschaltung bestimmt ist.
2. Motormomentabgabesteuergerät gemäß Anspruch 1,
wobei die Bedarfsmotormoment-Bestimmungsschaltung das
Referenzbedarf-Motormoment als Funktion der Stellung der
Beschleunigungsvorrichtung und einer Drehzahl des Motors
bestimmt, und die Korrekturschaltung das durch die
Bedarfsmotormoment-Bestimmungsschaltung bestimmte
Referenzbedarf-Motormoment um einen vorbestimmten Betrag über
die ausgelegte Momentabgabe des Motors erhöht, um die Soll-
Motormomentabgabe vorzusehen, wenn die Stellung der
Beschleunigungsvorrichtung größer ist als ein gegebener
Referenzwert in einer Beschleunigungsrichtung des Motors, und
einen Wert der abzugebenden ausgelegten Momentabgabe des Motors
als Funktion der gegenwärtigen Motordrehzahl und der Stellung
der Beschleunigungsvorrichtung als die Soll-Motormomentabgabe
bestimmt, wenn die Stellung der Beschleunigungsvorrichtung
geringer ist als der gegebene Referenzwert.
3. Motormomentabgabesteuergerät gemäß Anspruch 2,
wobei die Korrekturschaltung die Soll-Motormomentabgabe als
Funktion der Stellung der Beschleunigungsvorrichtung allmählich
erhöht, wenn die Stellung der Beschleunigungsvorrichtung in
einen oberen Bereich eintritt, der größer ist als der gegebene
Referenzwert.
4. Motormomentabgabesteuergerät gemäß einem der Ansprüche 1
bis 3,
das des weiteren eine Motordrehzahlbestimmungsschaltung
aufweist, die eine Drehzahl des Motors bestimmt, und wobei die
Korrekturschaltung das durch die Bedarfsmotormoment-
Bestimmungsschaltung bestimmte Referenzbedarf-Motormoment um
einen Betrag erhöht, der größer als oder gleich wie eine
Differenz zwischen einem Maximalwert der durch den Motor zu
erzeugenden ausgelegten Momentabgabe bei der durch die
Motordrehzahlbestimmungsschaltung bestimmten Motordrehzahl und
einer oberen Grenze einer gegenwärtigen Momentabgabe des Motors
bei der Motordrehzahl ist, die durch Fehler der
Herstellungsprozesse des Motors auftritt.
5. Motormomentabgabesteuergerät gemäß einem der Ansprüche 1
bis 4,
wobei die Korrekturschaltung einen Maximalwert der durch den
Motor zu erzeugenden ausgelegten Momentabgabe bei der
Motordrehzahl als die Soll-Motormomentabgabe bestimmt, wenn eine
Änderungsrate der Stellung der Beschleunigungsvorrichtung in
einer Verzögerungsrichtung des Motors größer ist als ein
gegebener Wert.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP2000061795A JP2001248487A (ja) | 2000-03-02 | 2000-03-02 | 内燃機関の制御装置 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10109819A1 true DE10109819A1 (de) | 2001-09-06 |
Family
ID=18581887
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2001109819 Withdrawn DE10109819A1 (de) | 2000-03-02 | 2001-03-01 | Motormomentabgabesteuersystem |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JP2001248487A (de) |
| DE (1) | DE10109819A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102007051252B4 (de) * | 2007-10-26 | 2021-03-18 | Robert Bosch Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zur Reduzierung des Antriebsmoments bei kurzzeitigen Momenten reduzierenden Eingriffen |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JP2006307797A (ja) * | 2005-05-02 | 2006-11-09 | Yamaha Motor Co Ltd | 鞍乗型車両のエンジン制御装置及びエンジン制御方法 |
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-
2000
- 2000-03-02 JP JP2000061795A patent/JP2001248487A/ja active Pending
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2001
- 2001-03-01 DE DE2001109819 patent/DE10109819A1/de not_active Withdrawn
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102007051252B4 (de) * | 2007-10-26 | 2021-03-18 | Robert Bosch Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zur Reduzierung des Antriebsmoments bei kurzzeitigen Momenten reduzierenden Eingriffen |
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| Publication number | Publication date |
|---|---|
| JP2001248487A (ja) | 2001-09-14 |
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