-
Die Erfindung betrifft eine Steuervorrichtung für eine Brennkraftmaschine,
und bezieht sich insbesondere auf eine Steuervorrichtung zum Steuern
der Drehzahl einer Brennkraftmaschine während einer Phase nach dem
Starten der Brennkraftmaschine (nachstehend bedeutet "Nachstartphase" eine Zeitspanne,
die unmittelbar auf das Starten der Maschine bzw. des Motors folgt,
und sich im Einzelnen ausgehend von der anfänglichen Zündung von Motorkraftstoff bis
dann, wenn die Brennkraftmaschine in einen stabilen Leerlaufzustand
eintritt, erstreckt).
-
Zur Verringerung der Luftverschmutzung wurden
und werden verschiedene Fahrzeugtechnologien entwickelt, um Emissionen
zu reduzieren. In dieser Hinsicht werden Verbesserungen bei der Emissionssteuerung
während
einer Zeitspanne nach dem Starten einer Brennkraftmaschine zunehmend wichtig,
und wird nunmehr verlangt, daß während, einer
Nachstartphase einer Brennkraftmaschine die Brennkraftmaschine mit
guter Genauigkeit und ohne Schwankungen gesteuert wird. Insbesondere
wird stark verlangt, daß die
Motordrehzahl während
der Nachstartphase mit guter Genauigkeit auf eine beabsichtigte
Art und Weise gesteuert wird, weil die Motordrehzahl während der
Nachstartphase eine große und
direkte Auswirkung auf die Emissionsqualität hat.
-
Eine verwandte Brennkraftmaschinentechnologie,
die das Drosselklappenöffnungsausmaß so steuert,
daß die
Motordrehzahl einen Sollwert entsprechend der Motortemperatur erreicht,
ist zum Beispiel in der japanischen offengelegten Patentanmeldung
Nr. SHO 62-3139 offenbart.
-
Die Verbrennung in einer Brennkraftmaschine
wird jedoch nicht nur durch die Motortemperatur beeinflußt, sondern
auch durch verschiedene Umgebungsbedingungen (beispielsweise den
Luftdruck, die Temperatur, die Feuchtigkeit, usw.), Unterschiede zwischen
einzelnen Motoren, die Eigenschaften eines verwendeten Kraftstoffs,
und dergleichen. Die Auswirkungen solcher Faktoren sind während des Startens
und während
der Nachstartphase besonders groß. Zum Beispiel variieren die
Eigenschaften eines Kraftstoffs in Abhängigkeit von Rohölquellen, Raffineriefirmen
(und Einrichtungen einer einzelnen Firma), Jahreszeiten der Raffinierung
(ein schwerer Kraftstoff enthält
reduzierte flüchtige
Komponenten für
eine Sommersaison, und ein leichter Kraftstoff enthält erhöhte flüchtige Komponenten
für eine
Wintersaison), und dergleichen.
-
9 ist
ein Diagramm, das unterschiedliche Muster von Änderungen in der Motordrehzahl während der
Nachstartphase zeigt, die durch unterschiedliche Kraftstoffeigenschaften
verursacht werden, wobei eine durchgezogene Linie einen leichten Kraftstoff
angibt, der vermehrt flüchtige
Komponenten enthält,
und eine durchbrochene Linie einen schweren Kraftstoff angibt, der
verringert flüchtige Komponenten
enthält.
Wie in 9 gezeigt ist,
wird die Motordrehzahl während
der Nachstartphase beträchtlich
nur durch die Kraftstoffeigenschaften beeinflußt wird. Verschiedene andere
Auswirkungen werden auch durch andere Faktoren wie vorstehend erwähnt verursacht.
Ferner wird auch dann, wenn optimale Werte nach einem großen Ausmaß von Studien
festgelegt werden, ein Aussetzen der Brennkraftmaschine gegenüber einer
Bedingung außerhalb
des Entwurfsbedingungsbereichs wahrscheinlich in einer Verschlechterung
der Verbrennung und einer Verringerung der Emissionsqualität resultieren.
-
Die Druckschrift
US 5 163 408 offenbart eine Steuervorrichtung
und ein Steuerverfahren einer Brennkraftmaschine, wie in dem O-berbegriff des Patentanspruchs
1 bzw. 4 angegeben ist.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Steuervorrichtung und ein Steuerverfahren bereitzustellen, die in
der Lage sind, die Drehzahl einer Brennkraftmaschine während der
Nachstartphase mit guter Genauigkeit so zu steuern, daß die Nachstartdrehzahl
einem Solländerungsmuster
folgt, ohne durch Unterschiede zwischen einzelnen Brennkraftmaschinen,
Umgebungsbedingungen, Eigenschaften eines verwendeten Kraftstoffs
usw. beeinflußt
zu werden.
-
Diese Aufgabe wird durch eine Steuervorrichtung
einer Brennkraftmaschine wie in Patentanspruch 1 definiert, und
alternativ durch ein Steuerverfahren einer Brennkraftmaschine wie
in Patentanspruch 4 definiert, gelöst.
-
Die vorstehenden und weitere Ziele,
Merkmale und Vorteile der Erfindung sind der nachfolgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsbeispiele unter
Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen entnehmbar, worin gleiche Bezugszeichen dazu verwendet
werden, gleiche Elemente darzustellen, und worin:
-
1 eine
vereinfachte Darstellung eines Hardware-Aufbaus ist, der bevorzugten
Ausführungsbeispielen
der Erfindung gemeinsam ist;
-
2A ein
Ablaufdiagramm ist, das einen Steuerbetriebsablauf gemäß einem
ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung darstellt;
-
2B ein
Diagramm ist, das die Steuerung gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel
darstellt;
-
3 ein
Ablaufdiagramm ist, das einen Steuerbetriebsablauf gemäß einer
ersten Modifikation des ersten Ausführungsbeispiels darstellt;
-
4 ein
Ablaufdiagramm ist, das einen Steuerbetriebsablauf gemäß einer
zweiten Modifikation des ersten Ausführungsbeispiels darstellt;
-
5A ein
Ablaufdiagramm ist, das einen Steuerbetriebsablauf gemäß einem
zweiten Ausführungsbeispiel
der Erfindung darstellt;
-
5B ein
Diagramm ist, das die Steuerung gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel
darstellt;
-
6A ein
Ablaufdiagramm ist, das einen Steuerbetriebsablauf gemäß einem
dritten Ausführungsbeispiel
der Erfindung darstellt;
-
6B ein
Diagramm ist, das die Steuerung gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel
darstellt;
-
7A, 7B und 7B Diagramme sind, die jeweils einen
Empfindlichkeitskoeffizienten der Ansaugluftmenge, einen Empfindlichkeitskoeffizienten des
Zündzeitpunkts,
und einen Empfindlichkeitskoeffizienten der Menge eingespritzten
Kraftstoffs zeigen, welches Steuerparameter sind, die in einer Steuerung
gemäß einem
vierten Ausführungsbeispiel
der Erfindung verwendet werden;
-
8 ein
Ablaufdiagramm ist, das einen Steuerbetriebsablauf gemäß dem vierten
Ausführungsbeispiel
darstellt; und
-
9 ein
Diagramm ist, das verschiedene Änderungsmuster
der Drehzahl während
der Nachstartphase aufgrund verschiedener Kraftstoffeigenschaften
gemäß einem
verwandten Stand der Technik zeigt.
-
Nachstehend werden ein bevorzugtes
Ausführungsbeispiel
der Erfindung und nicht beanspruchte Beispiele, die zum Verständnis der
Erfindung nützlich
sind, unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben.
-
1 ist
eine vereinfachte Darstellung eines Hardware-Aufbaus, der dem bevorzugten
Ausführungsbeispiel
und nachstehend beschriebenen Beispielen gemeinsam ist. Bezugnehmend
auf 1 weist eine Brennkraftmaschine 1 eine
elektronisch gesteuerte Drosselklappe 3, die in einem Abschnitt eines
Ansaugkanals 2 angeordnet ist, der sich stromab eines (nicht
gezeigten) Luftfilters erstreckt. Ein Drosselklappenventil 3a der
elektronisch gesteuerten Drosselklappe 3 wird durch einen
Drosselklappenmotor 3b in der Öffnungs- und der Schließrichtung angetrieben.
Wenn ein Öffnungsausmaß-Anweisungswert
von einer Motorsteuereinheit (ECU) 10 der elektronisch
gesteuerten Drosselklappe 3 zugeführt wird, treibt der Drosselklappenmotor 3b das Drosselklappenventil 3a an,
um das angewiesene Ausmaß der Öffnung in
Antwort auf den Anweisungswert zu erreichen.
-
Das Ausmaß der Öffnung des Drosselklappenventils 3a wird über einen
Bereich zwischen einem vollständig
geschlossenen Zustand, der in 1 durch
eine durchgezogene Linie angezeigt wird, und einen voll geöffneten
Zustand, der in 1 durch
eine durchbrochene Linie angezeigt wird, gesteuert. Das Öffnungsausmaß des Drosselklappenventils 3a wird
durch einen Drosselklappenöffnungssensor 4 erfaßt. Das
angewiesene Ausmaß der Öffnung des
Drosselklappenventils 3a wird in Übereinstimmung mit einem Anzeigesignal
für das
Ausmaß des
Niederdrückens
eines Beschleunigungspedals (Beschleunigungsvorgang-Ausmaßsignal)
von einem Sen
15 für
das Niederdrücken
eines Beschleunigungspedals 14, der zum Erfassen des Ausmaßes des
Niederdrückens
des Beschleunigungspedals 14 an Beschleunigungspedal angebracht
ist, ermittelt.
-
Obwohl der Ansaugluftmengenstrom
(die Ansaugluftmenge) während
des Leerlaufs der Brennkraftmaschine, auf die sich die Erfindung
bezieht (nachstehend beschrieben), unter Verwendung der elektronisch
gesteuerten Drosselklappe 3 ausreichend gesteuert werden
kann, kann die Steuerung des Ansaugluftmengenstroms während des
Leerlaufs, auf die sich die Erfindung bezieht, auch unter Verwendung
eines Leerlaufdrehzahl-Steuerventils (nachstehend als "ISCV" bezeichnet) 5 erfolgen,
das in einem Nebenschlußkanal
in der Umgebung des Drosselklappenventils 3a bereitgestellt
ist, wie in 1 gezeigt
ist.
-
Ein Luftdrucksensor 18 ist
in einem Abschnitt des Ansaugkanals 2 bereitgestellt, der
sich stromauf der elektronisch gesteuerten Drosselklappe 3 erstreckt.
Ein Überdruck-
bzw. Saugtank 6 zum Verhindern von Ansaugpulsieren in der
Brennkraftmaschine ist stromab der elektronisch gesteuerten Drosselklappe 3 bereitgestellt.
Ein Drucksensor 7 ist in dem Saugtank 6 zum Erfassen
des Drucks der Ansaugluft bereitgestellt.
-
Stromab des Saugtanks 6 sind
Kraftstoffeinspritzventile 8 zum Zuführen von unter Druck stehendem
Kraftstoff aus einem Kraftstoffzufuhrsystem in entsprechende Zylinderansaugports
angeordnet. Die Zündung
des Motorkraftstoffs erfolgt durch eine Zündeinrichtung 27,
die eine elektrische Entladung aus Zündkerzen 29 über die
Verwendung einer Zündspule 28 auf
der Grundlage von Signalen von der ECU 10 bewirkt.
-
Ein Wassertemperatursensor 11 zum
Erfassen der Temperatur von Kühlwasser
der Brennkraftmaschine 1 ist in einem in einem Zylinderblock
der Brennkraftmaschine 1 ausgebildeten Kühlwasserkanal 9 bereitgestellt.
Der Wassertemperatursensor 11 erzeugt ein analoges Spannungssignal
entsprechend der Temperatur von Kühlwasser. Ein Abgaskanal 12 ist
mit einem (nicht gezeigten) Dreiwege-Katalysator zum gleichzeitigen Entfernen
dreier schädlicher
Komponenten, d. h. HC, CO und NOx, aus dem Abgas versehen. Ein O2-Sensor 13,
welcher eine Art von Luft-Kraftstoff-Sensor ist, ist in einem Abschnitt des
Abgaskanals 12 bereitgestellt, der sich stromauf des Katalysators
erstreckt. Der O2-Sensor 13 erzeugt ein elektrisches Signal
entsprechend der Konzentration von Sauerstoffkomponenten in dem
Abgas. Die Signale von den verschiedenen Sensoren werden der ECU 10 zugeführt.
-
Die ECU 10 nimmt auch die
Eingabe eines Zündschlüssel-Positionssignals
(das eine Zusatzgeräteposition,
eine Ein-Position, eine Anlaßposition und
dergleichen) von einem mit einer Batterie 16 verbundenen
Zündschalter 17,
die Eingabe eines Oberer Totpunkt-Mittensignals TDC und ein bei jedem vorbestimmten
Winkel erzeugtes Kurbelwinkelsignal CA, welche von einem Kurbelwinkel-Positionssensor 21 ausgegeben
werden, der benachbart zu einem Zeitsteuerrotor 24 bereitgestellt
ist, der fest mit einem mit einem Ende einer Kurbelwelle verbundenen
Kurbelwellen-Zeitsteuerriemen verbunden oder mit diesem zusammen
ausgebildet ist, und die Eingabe der Schmiermitteltemperatur von
einem Öltemperatursensor 22 entgegen.
Ein mit dem anderen Ende der Kurbelwelle verbundenes Ringrad bzw.
Ritzel 23 wird durch einen Anlasser 19 während des
Anlassens der Brennkraftmaschine 1 in Rotation versetzt.
-
Wenn die Brennkraftmaschine 1 zu
arbeiten beginnt, wird die ECU 10 mit Energie versorgt,
um Programme zu aktivieren. Die ECU 10 empfängt dann
Ausgangssignale der verschiedenen Sensoren und steuert den Drosselklappenantriebsmotor 3b, das
ISCV 5, die Kraftstoffeinspritzventile 8, den
Zeitsteuerrotor 24, und andere Aktuatoren. Zu diesem Zweck
besitzt die ECU 10 A/D-Umsetzer zum Umwandeln analoger
Signale von den verschiedenen Sensoren in digitale Signale, eine
Eingangs-/Ausgangs-Schnittstelle 101 zur Eingabe von Signalen von
den verschiedenen Sensoren und Ausgabe von Ansteuersignalen an die
verschiedenen Aktuatoren, eine CPU 102, Speichereinrichtungen,
wie beispielsweise ein ROM 103, ein RAM 104 und
dergleichen, einen Taktgeber 105, und dergleichen. Diese
Komponenten der ECU 10 sind durch einen Bus 106 miteinander
verbunden.
-
Die Erfassung der Motordrehzahl Ne,
welche bei der Erfindung besonders wichtig ist, wird nachstehend
beschrieben.
-
Die Motordrehzahl Ne wird durch Messen
eines Intervalls (einer Zeit) zwischen vorbestimmten Kurbelwinkelsignalen
CA ermittelt. Der Zeitsteuerrotor 24 weist Signalzähne 25 auf,
die im wesent lichen in Abständen
von jeweils 10 Grad angeordnet sind (wobei ein Abschnitt 26,
an dem zwei Zähne
ausgenommen sind, zum Erfassen der Mitte des oberen Totpunkts ausgebildet
ist). Daher beträgt
die Gesamtanzahl von Signalzähnen
des Zeitsteuerrotors 24 vierunddreißig. Der Kurbelwinkelpositionssensor 21 wird
durch einen elektromagnetischen Aufnehmer gebildet, und gibt ein
Kurbelrotationssignal nach jeder Drehung um 10 Grad aus.
-
Steuerungen gemäß dem Ausführungsbeispiel der Erfindung
und die für
das Verständnis
der Erfindung nützlichen
Beispiele mit dem vorstehend beschriebenen Hardware-Aufbau werden
nachstehend beschrieben.
-
Um die Drehzahl des Motors zu stabilisieren, wird
ein Index ausgewählt,
der eine Änderung
in der Drehzahl angibt, und wird eine Steuerung so durchgeführt, daß eine Schwankung
des Werts des Index unterdrückt
wird. Der gesteuerte Index kann zum Beispiel ein beliebiger der
folgenden drei Indizes sein:
-
- (1) die Spitzen-Motordrehzahl während der
Nachstartphase;
- (2) der Mittelwert der Anstiegsrate der Motordrehzahl während der
Nachstartphase; und
- (3) die Zeit, die die Motordrehzahl benötigt, um eine vorbestimmte
Drehzahl während
der Nachstartphase zu erreichen.
-
Als ein Steuerparameter zum Unterdrücken der
Schwankung des gesteuerten Index wie vorstehend erwähnt können die
folgenden drei Parameter in Betracht gezogen werden.
-
- (a) der Ansaugluftstrom (die Ansaugluftmenge);
- (b) der Zündzeitpunkt;
und
- (c) die eingespritzte Kraftstoffmenge.
-
Das Ausführungsbeispiel und die Beispiele, die
nachstehend beschrieben werden sind: Ein erstes, nicht Teil der
Erfindung bildendes Beispiel, das den gesteuerten Index (1)
+ den Steuerparameter (a) verwendet; eine erste Modifikation des
ersten, nicht Teil der Erfindung bildenden Beispiels, das den gesteuerten
Index (1) + den Steuerparameter (b) verwendet; eine zweite
Modifikation des ersten, nicht Teil der Erfin dung bildenden Beispiels,
das den gesteuerten Index (1) und den Steuerparameter (c)
verwendet; ein zweites, nicht Teil der Erfindung bildendes Beispiel,
das den gesteuerten Index (2) und den Steuerparameter (a)
verwendet; ein Ausführungsbeispiel,
das den gesteuerten Index (3) und den Steuerparameter (a)
verwendet; und ein drittes, nicht Teil der Erfindung bildendes Beispiel,
das den gesteuerten Index (1) und die Steuerparameter (a),
(b) und (c) verwendet.
-
Erstes, nicht Teil der Erfindung
bildendes Beispiel Die ECU 10 lernt (speichert, aktualisiert) eine
Nachstartphasen-Spitzenmotordrehzahl
und vergleicht den gelernten Wert mit einem (in der ECU 10 gespeicherten)
Sollwert, der in Übereinstimmung mit
der Motortemperatur vorbestimmt ist. Die ECU 10 ermittelt
den Wert des Ansaugluftstroms (Anweisungswert) für das nächste Starten so, daß die nächste Nachstartphasen-Spitzenmotordrehzahl gleich
dem Sollwert wird.
-
2A ist
ein Ablaufdiagramm, das einen in dem ersten Ausführungsbeispiel durchgeführten Steuerbetriebsablauf
darstellt. In Schritt 101 ermittelt die ECU 10,
ob sich die Brennkraftmaschine 1 in dem Leerlauf zustand
befindet, auf der Grundlage eines Signals von dem Drosselklappen-Öffnungssensor 4 oder
dem Sensor 15 für
das Niederdrücken
des Beschleunigungspedals. In Schritt 102 ermittelt die
ECU 10, ob innerhalb einer vorbestimmten, auf das Starten
des Motors folgenden Einstellzeit noch Zeit verbleibt, auf der Grundlage
einer durch einen Zeitgeber gemessenen Zeit, der gleichzeitig mit
dem Starten des Motors anläuft.
Falls in beiden Schritten 101 und 102 eine bejahende Ermittlung
erfolgt, schreitet der Prozeß zu
Schritt 103 fort. In Schritt 103 berechnet die
ECU 10 einen gegenwärtigen
tatsächlichen Nachstartphasen-Spitzenmotordrehzahlwert
gnepk. Nachfolgende liest in Schritt 104 die ECU 10 einen Nachstartphasen-Spitzenmotordrehzahl-Sollwert tnepk
aus einer Tabelle. Darauffolgend berechnet in Schritt 105 die
ECU einen Ansaugluftstrom QST, der für das nächste Starten des Motors verwendet
wird, durch Multiplizieren des für
das gegenwärtige
Starten verwendeten Ansaugluftstroms QST mit einem Verhältnis zwischen
dem tatsächlichen
Nachstartphasen-Spitzenmotordrehzahlwert gnepk und dem Nachstartphasen-Spitzenmotordrehzahl-Sollwert tnepk,
d. h. tnepk/gnepk. In Schritt 106 endet der Prozeß.
-
Falls in Schritt 101 oder 102 eine
negative bzw. verneinende Ermittlung erfolgt, endet der Prozeß unmittelbar. 2B ist ein Diagramm, das
das Konzept der Steuerung in Übereinstimmung
mit dem ersten, nicht Teil der Erfindung bildenden Beispiel darstellt.
-
In dem Diagramm von 2B ist die tatsächliche Motordrehzahl während der
Nachstartphase durch eine durchgezogene Linie angegeben, und sind
die Motordrehzahl-Sollwerte während
der Nachstartphase durch eine durchbrochene Linie angegeben. Die
Motordrehzahl steigt nach dem Starten vorübergehend an und erreicht dann
eine Leerlaufdrehzahl. Der tatsächliche
Nachstartphasen-Spitzenmotordrehzahlwert
gnepk ist zu diesem Zeitpunkt niedriger als der Spitzenmotordrehzahl-Sollwert
tnepk. Daher wird während
der nächsten
Nachstartphase der Luftstrom zu dem Motor so gesteuert, daß die Motordrehzahl
zum Zeitpunkt der Spitzenmotordrehzahl gleich dem Spitzenmotordrehzahl-Sollwert
wird. Genauer ausgedrückt
werden während
des nächsten Startens
des Motors die elektronisch gesteuerte Drosselklappe 3 oder
das ISCV 5 so gesteuert, daß der in Schritt 105 ermittelte
Ansaugluftstrom QST bereitgestellt wird, und daß die Motordrehzahl während der
Nachstartphase gleich dem Sollwert wird.
-
In dem ersten, nicht Teil der Erfindung
bildenden Beispiel wird der Ansaugluftstrom so korrigiert, daß die Spitzenmotordrehzahl
während
der Nachstartphase gleich dem Sollwert wird, wie vorstehend beschrieben
wurde. Infolgedessen schwankt die Nachstartphasen-Motordrehzahlcharakteristik
nicht, so daß die
Emissionsqualität
stabil wird.
-
Erste Modifikation des ersten, nicht
Teil der Erfindung bildenden Beispiels Die ECU 10 lernt
(speichert, aktualisiert) eine Nachstartphasen-Spitzenmotordrehzahl und vergleicht
den gelernten Wert mit einem (in der ECU 10 gespeicherten)
Sollwert, der in Übereinstimmung mit
der Motortemperatur vorbestimmt ist. Die ECU 10 ermittelt
den Wert des Zündzeitpunkts
(Anweisungswert) für
das nächste
Starten so, daß die
nächste
Nachstartphasen-Spitzenmotordrehzahl gleich dem Sollwert wird.
-
3 ist
ein Ablaufdiagramm, das einen Steuerbetriebsablauf in Übereinstimmung
mit der ersten Modifikation des ersten, nicht Teil der Erfindung
bildenden Beispiels darstellt. Die Schritte 111, 112, 113, 114 sind
dieselben wie die Schritte 101, 102, 103, 104 in dem in 2 gezeigten ersten, nicht Teil
der Erfindung bildenden Beispiel. In Schritt 115 in 3 berechnet die ECU 10 einen
Zündzeitpunkt IAST,
der für
das nächste
Starten des Motors verwendet wird, durch Multiplizieren des für das gegenwärtige Starten
verwendeten Zündzeitpunkts
mit einem Verhältnis
zwischen dem tatsächlichen
Nachstartphasen-Spitzenmotordrehzahlwert gnepk und dem Nachstartphasen-Spitzenmotordrehzahl-Sollwert tnepk, d.
h. tnepk/gnepk. In Schritt 116 endet der Prozeß.
-
Während
des nächsten
Startens des Motors gibt die ECU 10 eine Anweisung so an
die Zündeinrichtung 27 aus,
daß der
in Schritt 115 ermittelte Zündzeitpunkt IAST erreicht wird.
-
In der ersten Modifikation des ersten
Ausführungsbeispiels
wird der Zündzeitpunkt
so korrigiert, daß die
Spitzenmotordrehzahl während
der Nachstartphase gleich dem Sollwert wird, wie vorstehend beschrieben
wurde. Infolgedessen variiert die Nachstartphasen-Motordrehzahlcharakteristik
nicht, so daß die
Emissionsqualität
stabil wird.
-
Zweite Modifikation des ersten, nicht
Teil der Erfindung bildenden Beispiels Die ECU 10 lernt
(speichert, aktualisiert) eine Nachstartphasen-Spitzenmotordrehzahl gnepk und vergleicht
den gelernten Wert mit einem (in der ECU 10 gespeicherten)
Sollwert, der in Übereinstimmung
mit der Motortemperatur vorbestimmt ist. Die ECU 10 ermittelt
den Wert der eingespritzten Kraftstoffmenge (Anweisungswert) für das nächste Starten
so, daß die
nächste
Nachstartphasen-Spitzenmotordrehzahl gleich dem Sollwert wird.
-
4 ist
ein Ablaufdiagramm, das einen Steuerbetriebsablauf in Übereinstimmung
mit der zweiten Modifikation des ersten, nicht Teil der Erfindung
bildenden Beispiels darstellt. Die Schritte 121, 122, 123, 124 sind
dieselben wie die Schritte 101, 102, 103, 104 in dem in 2 gezeigten ersten, nicht Teil
der Erfindung bildenden Beispiel. In Schritt 125 in 4 berechnet die ECU 10 eine
eingespritzte Kraftstoffmenge TRUST, die für das nächste Starten des Motors verwendet
wird, durch Multiplizieren der für das
gegenwärtige
Starten verwendeten Menge eingespritzten Kraftstoffs mit dem Verhältnis zwischen dem
tatsächlichen
Nachstartphasen-Spitzenmotordrehzahlwert gnepk und dem Nachstartphasen-Spitzenmotordrehzahl-Sollwert
tnepk, d. h. tnepk/ gnepk.
-
Während
des nächsten
Startens des Motors gibt die ECU 10 eine Anweisung so an
die Kraftstoffeinspritzventile 8 aus, daß die in
Schritt 125 ermittelte eingespritzte Kraftstoffmenge TAUST
erreicht wird.
-
In der zweiten Modifikation des ersten,
nicht Teil der Erfindung bildenden Ausführungsbeispiels wird die eingespritzte
Kraftstoffmenge so korrigiert, daß die Spitzenmotordrehzahl
während
der Nachstartphase gleich dem Sollwert wird, wie vorstehend beschrieben
wurde. Infolgedessen variiert die Nachstartphasen-Motordrehzahlcharakteristik
nicht, so daß die
Emissionsqualität
stabil wird.
-
Zweites, nicht Teil der Erfindung
bildendes Beispiel Die ECU 10 lernt (speichert, aktualisiert)
einen Nachstartphasen-Motordrehzahl-Anstiegsratenmittelwert und
vergleicht den gelernten Wert mit einem (in der ECU 10 gespeicherten)
Sollwert, der in Übereinstimmung
mit der Motortemperatur vorbestimmt ist. Die ECU 10 ermittelt
den Wert des Ansaugluftstroms (Anweisungswert) für das nächste Starten so, daß die nächste Nachstartphasen-Spitzenmotordrehzahl
gleich dem Sollwert wird.
-
5A ist
ein Ablaufdiagramm, das einen Steuerbetriebsablauf in Übereinstimmung
mit dem zweiten, nicht Teil der Erfindung bildenden Beispiels darstellt.
Die Schritte 201, 202 sind die selben wie die Schritte 101, 102 in
dem in 2A gezeigten
ersten, nicht Teil der Erfindung bildenden Beispiel.
-
In Schritt 203 berechnet die ECU 10 den
gegenwärtigen
tatsächlichen
Nachstartphasen-Motordrehzahl-Anstiegsraten-Mittelwert gdlnesm.
Darauffolgend liest die ECU 10 in Schritt 204 einen Nachstartphasen-Motordrehzahl-Anstiegsraten-Sollmittelwert
tdlnesm aus einer Tabelle. Danach berechnet die ECU 10 in
Schritt 205 einen für
das nächste
Starten des Motors verwendeten Ansaugluftstrom QST durch Multiplizieren
des für
das gegenwärtige
Starten verwendeten Ansaugluftstroms QST mit einem Verhältnis zwischen
dem tatsächlichen
Nachstartphasen-Motordrehzahl-Anstiegsraten-Mittelwert gdlnesm und
dem Nachstartphasen-Motordrehzahl-Anstiegsraten-Sollmittelwert tdlnesm,
d. h. tdlnesm/ gdlnesm. In Schritt 206 endet der Prozeß.
-
In dem zweiten, nicht Teil der Erfindung
bildenden Beispiel wird der Ansaugluftstrom so korrigiert, daß der Nachstartphasen-Motordrehzahl-Anstiegsraten-Mittelwert
gleich dem Sollwert wird, wie vorstehend beschrieben wurde. Infolgedessen
variiert die Nachstartphasen-Motordrehzahlcharakteristik nicht,
so daß die
Emissionsqualität
stabil wird.
-
5B ist
ein Diagramm, das das Konzept der Steuerung in Übereinstimmung mit dem zweiten, nicht
Teil der Erfindung bildenden Beispiel darstellt. In dem Diagramm
von 5B ist die tatsächliche
Motordrehzahl während
der Nachstartphase durch eine durchgezogene Linie angegeben, und
sind die Motordrehzahl-Sollwerte während der Nachstartphase durch
eine durchbrochene Linie angegeben. Die Motordrehzahl steigt nach
den Starten vorübergehend an
und erreicht dann eine Leerlaufdrehzahl, wie auch in 2B angegeben ist. Der Motordrehzahl-Anstiegsraten-Mittelwert
gdlnesm wird als ein Mittelwert von Anstiegsraten bestimmt, die
nach jeweils vorbestimmten kurzen Zeiten innerhalb einer vorbestimmten
Zeitspanne t1-t2 nach dem Starten ermittelt werden. Wie in 5B angegeben ist, ist der
tatsächliche
Motordrehzahl-Anstiegsraten-Mittelwert
gdlnesm niedriger als der Soll-Mittelwert tdlnesm. Daher wird während der
nächsten
Nachstartphase die Motordrehzahl so gesteuert, daß die Motordrehzahl-Anstiegsrate
gleich dem Sollwert tdlnesm wird.
-
Im Einzelnen werden während des
nächsten Startens
des Motors die elektronisch gesteuerte Drosselklappe 3 oder
das ISCV 5 so gesteuert, daß der in Schritt 205 ermittelte
Ansaugluftstrom QST bereitgestellt wird, und wird die Motordrehzahl
während der
Nachstartphase gleich dem Sollwert. Es ist darüber hinaus möglich, Modifikationen
des zweiten, nicht Teil der Erfindung bildenden Beispiels ähnlich zu
denen des ersten, nicht Teil der Erfindung bildenden Beispiels bereitzustellen.
Zum Beispiel kann die Steuervorrichtung für die Brennkraftmaschine des zweiten,
nicht Teil der Erfindung bildenden Beispiels auch so aufgebaut sein,
daß der
Zündzeitpunkt
oder die Menge eingespritzten Kraftstoffs so gesteuert wird, daß der Nachstartphasen-Motordrehzahl-Anstiegsraten-Mittelwert
gleich dem Soll-Mittelwert wird. Eine detaillierte Beschreibung
solcher Modifikationen des zweiten, nicht Teil der Erfindung bildenden Beispiels
ist weggelassen.
-
AUSFÜHRUNGSBEISPIEL
-
Die ECU 10 lernt (speichert,
aktualisiert) eine Zeit zum Erreichen einer vorbestimmten Nachstartphasen-Motordrehzahl
(d. h. die Zeit, die der Motor benötigt, um eine vorbestimmte
Drehzahl während der
Nachstartphase zu erreichen) gtrps und vergleicht den gelernten
Wert mit einem (in der ECU 10 gespeicherten) Sollwert,
der in Übereinstimmung
mit der Motortemperatur vorbestimmt ist. Die ECU 10 ermittelt
den Wert des Ansaugluftstroms (Anweisungswert) für das nächste Starten durch Korrigieren
des Werts für
das gegenwärtige
Starten so, daß die nächste Nachstartphasen-Spitzenmotordrehzahl gleich
dem Sollwert wird.
-
6A ist
ein Ablaufdiagramm, das einen Steuerbetriebsablauf gemäß dem Ausführungsbeispiel
darstellt. Die Schritte 301, 302 sind dieselben wie die Schritte
101, 102 in dem in 2A gezeigten ersten,
nicht Teil der Erfindung bildenden Beispiel. In Schritt 303 berechnet
die ECU 10 einen gegenwärtigen
tatsächlichen
Nachstartphasen-vorbestimmte Motordrehzahl-Erreichungszeitwert gtrps.
Darauffolgend liest die ECU 10 in Schritt 304 einen Nachstartphasen-vorbestimmte
Motordrehzahl-Erreichungszeit-Sollwert ttrps aus einer Tabelle.
Danach berechnet die ECU 10 in Schritt 305 einen für das nächste Starten
des Motors verwendeten Ansaugluftstrom QST durch Multiplizieren
des für
das gegenwärtige Starten
verwendeten Ansaugluftstroms QST mit einem Verhältnis zwischen dem tatsächlichen
Nachstartphasen-vorbestimmte Motordrehzahl-Erreichungszeitwert gtrps
und dem Nachstartphasen-vorbestimmte Motordrehzahl-Erreichungszeit-Sollwert ttrps,
d. h. ttrps/gtrps. In Schritt 306 endet der Prozeß.
-
In dem Ausführungsbeispiel wird der Ansaugluftstrom
so korrigiert, daß die
Zeit zum Erreichen einer vorbestimmten Nachstartphasen-Motordrehzahl
gleich dem Sollwert wird, wie vorstehend beschrieben wurde. Infolgedessen
variiert die Nachstartphasen-Motordrehzahlcharakteristik
nicht, so daß die
Emissionsqualität
stabil wird.
-
6B ist
ein Diagramm, das das Konzept der Steuerung in Übereinstimmung mit dem Ausführungsbeispiel
darstellt.
-
In dem Diagramm von 6B ist die tatsächliche Motordrehzahl während der
Nachstartphase durch eine durchgezogene Linie angegeben, und sind
die Motordrehzahl-Sollwerte während
der Nachstartphase durch eine durchbrochene Linie angegeben. Die
Motordrehzahl steigt nach den Starten vorübergehend an und erreicht dann
eine Leerlaufdrehzahl, wie auch in 2B angegeben
ist. Die Zeit, die die Motordrehzahl benötigt, um die vorbestimmte Motordrehzahl
NE zu erreichen, wird durch den Taktgeber 105 gemessen.
Wie in 6B angegeben
ist, ist die Nachstartphasenvorbestimmte Motordrehzahl-Erreichungszeit
gtrps niedriger als der Soll-Zeitwert ttrps. Daher wird während der
nächsten
Nachstartphase die Motordrehzahl so gesteuert, daß die Nachstartphasen-vorbestimmte
Motordrehzahl-Erreichungszeit auf den Soll-Zeitwert ttrps verringert wird.
-
Im Einzelnen werden während des
nächsten Startens
des Motors die elektronisch gesteuerte Drosselklappe 3 oder
das ISCV 5 so gesteuert, daß der in Schritt 205 ermittelte
Ansaugluftstrom QST bereitgestellt wird, und wird die Motordrehzahl
während der
Nachstartphase gleich der vorbestimmten Motordrehzahl bei dem Soll-Zeitwert.
Es ist darüber
hinaus möglich,
Modifikationen des Ausführungsbeispiels ähnlich zu
denen des ersten, nicht Teil der Erfindung bildenden Beispiels bereitzustellen.
Zum Beispiel kann die Steuervorrichtung für die Brennkraftmaschine des
Ausführungsbeispiels
auch so aufgebaut sein, daß der
Zündzeitpunkt
o der die Menge eingespritzten Kraftstoffs so gesteuert wird, daß der Nachstartphasen-Motordrehzahl
die vorbestimmte Motordrehzahl bei dem Soll-Zeitwert bzw. in der
Sollzeit erreicht. Eine detaillierte Beschreibung solcher Modifikationen
des Ausführungsbeispiels
ist weggelassen.
-
Drittes, nicht Teil der Erfindung
bildendes Beispiel Die ECU 10 korrigiert den Ansaugluftstrom, den
Zündzeitpunkt
und die Menge eingespritzten Kraftstoffs so, daß die Nachstartphasen-Spitzenmotordrehzahl
gleich dem Sollwert wird, und ändert
diese Parameter in Übereinstimmung
mit Bedingungen. Die Empfindlichkeitskoeffizienten des Ansaugluftstroms,
des Zündzeitpunkts,
und der Menge eingespritzten Kraftstoffs in Übereinstimmung mit dem Verhältnis zwischen
dem tatsächlichen
Nachstartphasen-Spitzenmotordrehzahlwert
gnepk und dem Nachstartphasen-Spitzenmotordrehzahl-Sollwert tnepk,
d. h. tnepk/gnepk, werden im voraus bestimmt und in Tabellen gespeichert.
Geeignete Werte werden aus den Tabellen der Empfindlichkeitskoeffizienten
zur Verwendung in der Steuerung gelesen.
-
Die 7A, 7B und 7C zeigen Tabellen, die jeweils die Empfindlichkeitskoeffizienten
A, B und C des Ansaugluftstroms, des Zündzeitpunkts und der Menge
eingespritzten Kraftstoffs gegenüber
dem Verhältnis
tnepk/gnepk auf der horizontalen Achse zeigen. Die Empfindlichkeitskoeffizienten
A, 8 und C sind in der ECU 10 vorgespeichert.
-
Der Zähler und der Nenner von tnepk/gnepk sind
ein Sollwert bzw. ein tatsächlicher
Wert. Ein Wert von tnepk/gnepk größer als 1 (in Richtung der
rechten Seite entlang der horizontalen Achse) bedeutet, daß die tatsächliche
Motordrehzahl niedriger ist als der Sollwert. Ein Wert von tnepk/gnepk
kleiner als 1 (in Richtung der linken Seite entlang der horizontalen Achse)
bedeutet, daß die
tatsächliche
Motordrehzahl höher
ist als der Sollwert. Wie in 7A gezeigt
ist, ist der Empfindlichkeitskoeffizient des Ansaugluftstroms so
festgelegt, daß er
zunimmt, wenn das Verhältnis
tnepk/gnepk abnimmt, d. h. wenn die tatsächliche Motordrehzahl größer wird
als der Sollwert. Wie in den 7B und 7C gezeigt ist, sind der
Empfindlichkeitskoeffizient B des Zündzeitpunkts und der Empfindlichkeitskoeffizient
C der Menge ein gespritzten Kraftstoffs so festgelegt, daß sie zunehmen, wenn
das Verhältnis
tnepk/gnepk zunimmt, d. h. wenn die tatsächliche Motordrehzahl kleiner
wird als der Sollwert. Die Gründe
hierfür
werden nachstehend beschrieben.
-
Es ist häufig der Fall, daß eine Abnahme
in der Motordrehzahl während
der Nachstartphase des Motors durch eine Magerverschiebung des Luft-Kraftstoff-Verhältnisses
verursacht wird. Zum Beispiel wird dann, wenn ein schwerer Kraftstoff
verwendet wird, die Kraftstoffzerstäubung manches Mal schlecht,
so daß sich
Kraftstoff an Wandungsoberflächen
eines Ansaugports oder dergleichen abscheidet und daher nicht die
gesamte eingespritzte Kraftstoffmenge in den Brennraum eingeleitet
wird. In einem solchen Fall verschiebt sich das Luft-Kraftstoff-Verhältnis auf
die Kraftstoff-Magerseite, so daß die Motordrehzahl abnimmt.
Falls in diesem Fall der Ansaugluftstrom erhöht wird, um das Motordrehmoment zu
vergrößern, nimmt
das Vakuumniveau in der Ansaugleitung ab, so daß sich die Qualität der Kraftstoffzerstäubung weiter
verschlechtert. Das heißt, man
kann nicht einfach durch die Steuerung auf der Grundlage des Ansaugluftstroms
mit dieser Situation zurechtkommen. In dieser Situation wird daher
die auf dem Ansaugluftstrom basierende Steuerung eingeschränkt, und
wird eine Steuerung auf der Grundlage des Zündzeitpunkts und der Menge
eingespritzten Kraftstoffs erweitert (d. h. die Beitragsraten des Zündzeitpunkts
und der Menge eingespritzten Kraftstoffs zu der Steuerung werden
erhöht).
-
8 ist
ein Ablaufdiagramm, das einen Steuerbetriebsablauf in Übereinstimmung
mit dem dritten, nicht Teil der Erfindung bildenden Beispiel darstellt.
-
Die Schritte 401 – 404 in 8 sind dieselben wie die Schritte 101
bis 104 in dem ersten, nicht Teil der Erfindung bildenden Beispiel.
In Schritt 405 werden die Empfindlichkeitskoeffizienten A, B und
C für den
Ansaugluftstrom, den Zündzeitpunkt
und die Menge eingespritzten Kraftstoffs in Übereinstimmung mit dem Verhältnis tnepk/gnepk
aus den jeweils in den 7A, 7B und 8C angegebenen Tabellen gelesen.
-
In Schritt 406 wird der nächste Nachstartphasen-Ansaugluftstrom
QST durch Multiplizieren des gegenwärtigen Nachstartphasen-An saugluftstroms QST
mit dem Verhältnis
tnepk/gnepk und dem Empfindlichkeitskoeffizienten A ermittelt. In
Schritt 407 wird der nächste
Nachstartphasen-Zündzeitpunkt IAST
durch Multiplizieren des gegenwärtigen
Nachstartphasen-Zündzeitpunkts
IAST mit dem Verhältnis tnepk/gnepk
und dem Empfindlichkeitskoeffizienten B ermittelt. In Schritt 408
wird die nächste
Nachstartphasenmenge eingespritzten Kraftstoffs TAUST durch Multiplizieren
der gegenwärtigen
Nachstartphasenmenge eingespritzten Kraftstoffs TAUST mit dem Verhältnis tnepk/gnepk
und dem Empfindlichkeitskoeffizienten C ermittelt.
-
In dem dritten, nicht Teil der Erfindung
bildenden Beispiel werden der Ansaugluftstrom, der Zündzeitpunkt
und die Menge eingespritzten Kraftstoffs in einer geeigneten Kombination
in Übereinstimmung der
Situation so korrigiert, daß die
Nachstartphasen-Spitzenmotordrehzahl gleich dem Sollwert wird. Infolgedessen
schwankt die Nachstartphasen-Motordrehzahlcharakteristik nicht,
so daß die
Emissionsqualität
stabil wird.
-
Während
die Erfindung unter Bezugnahme auf das, was gegenwärtig als
bevorzugte Ausführungsbeispiele
derselben betrachtet wird, beschrieben wurde, ist klar, daß die Erfindung
nicht auf die offenbarten Ausführungsbeispiele
oder Anordnungen beschränkt
ist.
-
In einer Steuervorrichtung wird ein
tatsächlicher
Spitzenmotordrehzahlwert gnekp während
einer gegenwärtigen
Nachstartphase eines Motors berechnet (Schritt 103). Ein Nachstartphasen-Spitzenmotordrehzahl-Sollwert
tnepk wird aus einer Tabelle gelesen (Schritt 104). Ein Ansaugluftstrom
QST, der für das
nächste
Starten verwendet wird, wird durch Multiplizieren des Ansaugluftstroms
QST, der für
das gegenwärtige
Starten verwendet wird, mit dem Verhältnis zwischen dem tatsächlichen
Spitzenmotordrehzahlwert gnekp und dem Nachstartphasen-Spitzenmotordrehzahl-Sollwert tnepk, d.
h. tnepk/gnepk, ermittelt (Schritt 105). Die Steuervorrichtung ist
daher in der Lage, die Motordrehzahl während der Nachstartphase mit
guter Genauigkeit zu steuern.