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DE10103982C2 - Markierungsflüssigkeit - Google Patents

Markierungsflüssigkeit

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DE10103982C2
DE10103982C2 DE10103982A DE10103982A DE10103982C2 DE 10103982 C2 DE10103982 C2 DE 10103982C2 DE 10103982 A DE10103982 A DE 10103982A DE 10103982 A DE10103982 A DE 10103982A DE 10103982 C2 DE10103982 C2 DE 10103982C2
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Description

Die Erfindung betrifft eine Markierungsflüssigkeit und deren Verwendung.
Markierungsflüssigkeiten werden dazu verwendet, Texte bzw. Textstellen durch ihre leuchtende Farbe hervorzuheben. Die Markierungsflüssigkeit wird dabei üblicherweise von einem Auftrags- oder Schreibgerät mit entsprechend ausgebilde­ ter Spitze abgegeben. Üblicherweise enthalten Markierungsflüssigkeiten Tages­ leuchtfarben oder fluoreszierende Farbstoffe, die die Leuchtwirkung auf der Oberfläche des Papiers erzeugen. Die Markierungsflüssigkeit soll dabei beim Überstreichen des geschriebenen Textes diesen zwar hervorheben, aber nicht verändern, insbesondere weder verwischen, noch verfärben.
Es ergeben sich nun Probleme, wenn Markierungsflüssigkeiten auf Wasserbasis verwendet werden, um von einem Tintenstrahldrucker ausgedruckte Texte zu markieren.
Tintenstrahldrucker sind weitverbreitet - ebenso wie das Markieren von Texten und Textstellen mit fluoreszierenden Tinten. Die Tinten, die für den Tintenstrahldruck verwendet werden, basieren auf wässrigen Flüssigkeiten und sind entweder Lösun­ gen wasserlöslicher Farbstoffe oder wässrige Dispersionen von Pigmenten oder ein­ gefärbten Polymerteilchen, die auch als pigmentierte Tinten bezeichnet werden. Die pigmentierten Tinten setzen sich immer mehr durch, weil sie eine bessere Lichtecht­ heit besitzen, als die unter Verwendung von meist wasserlöslichen Farbstoffen her­ gestellten, und zudem feinere Drucke mit höherer Auflösung erlauben. Farbstoff­ basierte Tinten dringen zwar tiefer in das verwendete Papier ein und färben die Fasern intensiver an und haften dadurch auch besser, sie haben aber den Nachteil einer geringeren Lichtechtheit und können außerdem mit sogenannten Tintenkillern, meist Lösungen von Reduktionsmittel und/oder Säuren, gelöscht werden.
In der pigmentierten Tintenstrahldrucktinte sind die für den Druck verwendeten Pigmente mit Stabilisatoren dispergiert, die beim Drucken nach dem Trocknen als Film auf dem Papier zurückbleiben. Wenn nun eine wässrige Flüssigkeit mit dem getrockneten Text in Kontakt kommt, so löst das wässrige Medium die das Pigment stabilisierende Schicht zumindest an, wodurch die Pigmentteilchen verschoben werden können. Dadurch verwischt oder verschmiert der Text. Dieselben Probleme können auch bei mit pigmentierter Tinte geschriebenem Text auftreten.
Die für pigmentierte Tinten als Stabilisatoren verwendeten Polymere sind häufig Homo- und Copolymere auf Basis von Acrylat, Methacrylat und Styrol, sowie Copolymere auf Basis von Styrol und Acrylnitril. Diese Polymerdispersionen haben meist einen basischen oder ganz schwach sauren pH-Wert. Die Stabilisatoren werden daher auch von wässrigen basischen oder ganz schwach sauren Lösungen und auch von neutralem Wasser wieder gelöst.
Die in sogenannten Markern oder Highlightern verwendeten Markierungsmittel sind üblicherweise wässrige Lösungen eines fluoreszierenden Farbstoffes oder Tagesleuchtfarbstoffes, die oft zumindest schwach basisch sind. Pyranin, ein häufig verwendeter Farbstoff mit stark gelber Fluoreszens, leuchtet z. B. am stärksten in einem alkalischen Bereich von pH 8 bis 10.
Wenn man daher einen von einem Tintenstrahldrucker mit pigmentierter Tinte gedruckten Text mit einem eine alkalische Markierungsflüssigkeit enthaltenden Marker überstreicht, wird auch nach dem gänzlichen Trocknen der Tinte der Stabilisator der Tinte wieder angelöst, was zum Verwischen der Schrift durch Verschieben der Pigmentteilchen führt. Dieses Problem tritt auch auf, wenn destilliertes Wasser für die Herstellung der Markierungsflüssigkeit verwendet wird und der pH-Wert in etwa neutral ist.
Eine Lösung des Problems, die sich anzubieten scheint, besteht darin, die Markierungsflüssigkeit im sauren Bereich einzustellen, da dann der Stabilisator, selbst wenn er von dem wässrigen Medium angelöst wird, sofort wieder ausgefällt werden könnte. Die Zugabe von Säure hat sich allerdings in der Praxis nicht als geeignet erwiesen, da einerseits Farbstoffe auf Änderungen des pH-Wertes häufig durch Farbumschläge reagieren und andererseits der Zusatz von Säuren die Markierungsflüssigkeit selbst instabilisiert. Aber auch Markierungstinten mit einem pH- Wert im schwach sauren Bereich bringen keine Verbesserung der Situation, da ihre Acidität geringer ist als die Basizität der Stabilisatoren in den Tintenstrahldrucktinten und diese damit auf dem Papier beim Überstreichen trotzdem nicht spontan ausgefällt werden können.
Die Hersteller von Tintenstrahldrucktinten dahin zu bringen, ihre Produkte an die Bedingungen der Markierungstinten anzupassen, ist ebenfalls kein gangbarer Weg.
Aus dem Dokument EP-A 0 761 783 ist eine Tintenzusammensetzung für einen Drucker bekannt, die ein Pigment enthält. Für die Tintenzusammensetzung ist eine spezielle Kombination von Lösungsmitteln beansprucht, die die Stabilität erhöhen sollen. Zusätzlich kann gegebenenfalls ein Reaktionsmittel verwendet werden, um dass Pigment der Tinte auszufällen. Dieses kann eine kationische Verbindung sein oder auch ein Salz. Weiterhin ist aus WO 00/71629 eine Farbstoffzusammensetzung bekannt, die insbesondere für Kinder geeignet ist. Diese Zusammensetzung soll leicht wieder zu entfernen sein und soll nicht transparent sein. Um "Schwimmfähigkeit" zu erzeugen, wird der Zusammensetzung ein neutrales Additiv zugesetzt, dass verhindern soll, dass sich die mit Färbemitteln beladenen kleinen Polymerteilchen absetzen. Dieses Additiv kann ein anorganisches Salz sein, insbesondere ein Salz mit einem einwertigen Kation.
Aufgabe der Erfindung war es daher, eine Markierungsflüssigkeit bereitzustellen, die auch bei dem Überstreichen von mit Tintenstrahldrucktinte, insbesondere mit pigmentierter Tinte geschriebenem Text, diesen nicht verwischt oder verschmiert und insbesondere den in der Tintenstrahldrucktinten enthaltenen Stabilisator auszufällen vermag, wobei die Markierflüssigkeit gleichzeitig ihre Stabilität behält.
Diese Aufgabe wird gelöst mit einer Markierungsflüssigkeit, wie in Anspruch 1 beansprucht. Die erfindungsgemäße Markierungsflüssigkeit enthält Polyesterteilchen mit mindestens einem Markierungsmittel, ein oder mehrere Salze eines mehrwertigen, insbesondere zwei- oder dreiwertigen Kations und Wasser sowie gegebenenfalls weitere Farbstoffe und Markierungsmittel und gegebenenfalls Feuchthaltemittel und weitere übliche Additive.
Überraschenderweise wurde festgestellt, daß die Verwendung von mit Markie­ rungsmittel beladenen Polyesterteilchen in Kombination mit Salzen auf Basis von mehrwertigen Kationen in wässrigem Medium eine stabile Markierflüssigkeit ergibt, die beim Überstreichen von mit pigmentierter Tintenstrahltinte gedrucktem Text oder mit pigmentierter Tinte geschriebenem Text diesen nicht negativ beeinträchtigt.
Kern der Erfindung ist daher die Kombination aus Polyesterteilchen als Träger oder Stabilisatoren für das Markierungsmittel in Kombination mit Salzen auf Basis mehrwertiger, insbesondere zwei- oder dreiwertiger Kationen. Diese Kombination liefert einerseits eine stabile Markierungsflüssigkeit und führt andererseits beim Überstreichen von gedrucktem Text trotz wässrigem Lösungsmittel nicht zu einem Verschmieren. Mit der erfindungsgemäßen Markierungsflüssigkeit ist es sogar möglich, Dokumente bereits direkt nach dem Drucken zu markieren, ohne daß die Schrift verwischt. Dies war mit den bisher bekannten Markern nicht möglich.
Der eine wesentliche Bestandteil der erfindungsgemäßen Markierungsflüssigkeit sind mit fluorezierenden Farbstoffen oder Tagesleuchtfarben beladene Polyesterteilchen. Es sind viele fluoreszierende und lumineszierende Farbstoffe und Leuchtfarben bekannt, die in den verschiedensten Farben leuchten. Alle diese bekannten Farbstoffe, die üblicherweise in Markern und Highlightern eingesetzt werden, sind hier geeignet. Sie werden im folgenden als "Markierungsmittel" bezeichnet. Die Markierungsmittel werden in der Regel verwendet, indem Polyesterteilchen mit ihnen beladen werden. Derartige beladene Polyesterteilchen sind in Form wässriger eingefärbter Dispersionen im Handel erhältlich. Sie werden hergestellt, indem Polymerisation und Einfärbung in situ erfolgen. Tinten in unterschiedlicher Einfärbung sind durch einfaches Abmischen und Verdünnen handelsüblicher Konzentrate erhältlich. So sind gelbe, blaue oder rote fluoreszierende Polyester­ dispersionen verfügbar, deren Mischung dann weitere Farbtöne ergibt.
Als Polyester kommen unter anderem solche Polyester inbetracht, die aus ein- oder zweibasigen Carbonsäuremonomeren und zwei- bzw. einwertigen Alkoholen aufgebaut sind. Als Carbonsäuremonomere werden insbesondere geradkettige, verzweigte oder alicyclische Monomere mit ein oder zwei Carboxylgruppen, bevorzugt solche mit ein bis acht und insbesondere zwei bis sechs Kohlenstoff­ atomen oder reaktionsfähige Derivate davon in Betracht gezogen. Geeignete Carbonsäuremonomere sind z. B. Cyclohexandicarbonsäure, insbesondere 1,4- und 1,2-Cyclohexandicarbonsäure, sowie Adipinsäure und Bernsteinsäure und die Anhydride davon.
Als Alkohole werden ein-, zwei- oder mehrwertige geradkettige, verzweigte oder alicyclische Alkohole mit ein bis 10, bevorzugt zwei bis acht Kohlenstoffatomen verwendet. Beispiele sind Methanol, Ethanol und Propanol bzw., wenn ein mehrwertiger Alkohol eingesetzt wird, Cyclohexandimethanol, Neopentylglykol, Ethylenglykol, Propylenglykol oder 2-Methyl-1,3-Propandiol. Der Polyester kann außer den genannten Carbonsäureeinheiten und Alkoholeinheiten weitere monofunktionelle Monomere, die insbesondere zum Kettenabbruch eingesetzt werden, enthalten. Beispiele hierfür sind dem Fachmann bekannt.
Der Polyester wird geeigneterweise in Gegenwart des Markierungsmittels polymerisiert, sodaß das Markierungsmittel die Teilchen färbt und auf ihnen haften bleibt und nicht in die flüssige Phase wandert. Dispersionen von solchen mit Markierungsmittel gefärbten Polyestern, die für die erfindungsgemäße Markierungs­ flüssigkeit als Träger des Farbstoffes bzw. des Markierungsmittels in Betracht kommen, sind im Handel erhältlich und ihre Herstellung bedarf hier keiner näheren Erläuterung. Beispiele für geeignete Polyester und damit hergestellte gefärbte Dispersionen finden sich z. B. in US-Patent Nr. 6,169,185, auf das hier bezug genommen wird. Außerdem werden geeignete Dispersionen z. B. von den Firmen Mikuni, Sinloihi und Day-Glo Color Corporation angeboten und vertrieben. Tinten in unterschiedlicher Einfärbung sind in an sich bekannter Weise durch einfaches Abmischen und Verdünnen handelsüblicher Konzentrate erhältlich. Diesen Mischungen können dann noch übliche Additive, die unten beschrieben werden, zugesetzt werden.
Der weitere wesentliche Bestandteil der erfindungsgemäßen Markierflüssigkeit ist ein Salz auf Basis eines mehrwertigen Kations, insbesondere eines zwei- oder dreiwertigen Kations. Es können auch Mischungen von Salzen verschiedener, insbesondere mehrwertiger Kationen eingesetzt werden. Auch Salze von vierwertigen Kationen sind geeignet, allein oder vor allem in Kombination mit weiteren Salzen auf Basis zwei- und/oder dreiwertiger Kationen. Salze der gängigen einwertigen Kationen, wie Natrium, Kalium und Ammonium haben sich als nicht so günstig erwiesen, da sie in der Regel zwar zu einer Ausfällung des Pigmenttinten- Stabilisators führen, gleichzeitig aber auch die gefärbten Polyesterteilchen ausfällen. Salze einwertiger Kationen, die die Polyesterteilchen nicht ausfällen, kommen allerdings für die erfindungsgemäße Markierungsflüssigkeit inbetracht, sind allerdings nicht bevorzugt.
Als besonders geeignet haben sich Salze zwei- und/oder dreiwertiger Kationen erwiesen, vor allem von solchen, die sich von Magnesium, Calcium, Zink, Zinn, Kobalt, Eisen(II), Eisen(III), Aluminium und Titan ableiten.
Das als Gegenion verwendete Anion ist unkritisch und kann z. B. das Anion einer anorganischen oder organischen Säure, z. B. einer Halogensäure, wie Salzsäure, von Schwefelsäure oder Salpetersäure sowie einer ein- oder mehrwertigen Carbonsäure insbesondere mit ein bis 10 Kohlenstoffatomen sein. Besonders bevorzugt als Anionen sind Chloride, Nitrate, Sulfate, Acetate, Citrate und Propionate. Geeignet sind auch Borate und Phosphate. Besonders gute Ergebnisse wurden erzielt mit Magnesiumchlorid, Calciumchlorid, Zinkchlorid, Zinkacetat, Zinknitrat, Zinnchlorid, Eisen-II-Sulfat, Eisen-III-Chlorid, Aluminiumchlorid, Aluminiumacetat, Aluminium­ hydroxidacetat, Titan-IV-Chlorid und anderen.
Die Auswahl des Salzes eines mehrwertigen Kations erfolgt unter anderem auch im Hinblick auf die gewünschte Farbe der Markierungflüssigkeit. Einige der Salze, insbesondere von Eisen, Kobalt und Titan, weisen gelöst eine starke Eigenfarbe auf und können daher nur für ebenfalls stark gefärbte Markierflüssigkeiten verwendet werden. Zinksalze kommen nur bedingt in Betracht, obwohl sie sehr gute Eigenschaften haben, da hier physiologische Bedenken bestehen, wenn die Produkte versehentlich oder mißbräuchlich in Kontakt mit Haut oder Schleimhäuten kommen.
Die Gesamtmenge des Salzes liegt in einem Bereich bis zur Sättigung der Lösung und bevorzugt zwischen 1 und 10 Gew.-%. Unter 1 Gew.-% ist die Wirkung nicht mehr ausreichend, während mehr als 10 Gew.-% keine weitere Verbesserung der Eigenschaften mehr bringen. Besonders bevorzugt liegt die Einsatzmenge zwischen 2 und 8 Gew.-%, insbesondere 3 bis 6 Gew.-%. Die Gewichtsprozentangaben beziehen sich dabei jeweils auf die Gesamtmenge der Markierungsflüssigkeit.
Die erfindungsgemäße Markierungsflüssigkeit kann außer dem bzw. den eingefärb­ ten Polyesterteilchen und dem bzw. den Salzen mehrwertiger Kationen noch weitere für derartige Flüssigkeiten übliche Inhaltsstoffe enthalten.
Das Basismedium der erfindungsgemäßen Markierungsflüssigkeit ist wässrig, so daß Wasser den Hauptteil der Flüssigkeit bildet. Gegebenenfalls können auch in geringerem Anteil wasserlösliche Lösungsmittel enthalten sein, soweit dies zweckdienlich erscheint.
Als Zusatzstoffe kommen insbesondere Feuchthaltemittel bzw. Trocknungsver­ zögerer in Betracht. Hier sind die üblicherweise für Markierungsmittel eingesetzten Mittel zu nennen. Insbesondere geeignet sind Glycerin, Diglycerin, Triglycerin, Diglykol, Sorbit, Mannit, Xylit, Glucose, Fructose, Saccharose, Harnstoff sowie weitere handelsübliche Produkte. Die Feuchthaltemittel werden in den üblicherweise verwendeten Mengen eingesetzt, bevorzugt in einem Anteil von 3 bis 15 Gew.-%.
Die erfindungsgemäße Markierungsflüssigkeit kann in an sich bekannter Weise zur Herstellung von Markern und Highlightern eingesetzt werden. Die damit herge­ stellten Marker sind besonders geeignet zur Markierung von mit wasserlöslicher Tinte gedruckten oder geschriebenen Texten.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist daher die Verwendung der Markierungs­ flüssigkeit zur Herstellung von Markierungsstiften, insbesondere solche zur Markierung von mit pigmentierter Tinte gedruckten und geschriebenen Texten.
Die Erfindung wird noch durch die folgenden Beispiele erläutert, ohne sie darauf zu beschränken. Die in den Beispielen angegebenen Mengen sind jeweils in Gew.-% bezogen auf die Gesamtmenge der Markierungsflüssigkeit angegeben.
Beispiel 1 (Markierungsflüssigkeit gelb fluoreszierend)
Polyesterdispersion, gelb fluoreszierend 70,000
Zinkchlorid 5,000
Glycerin 5,000
Wasser, demineralisiert 20,000
Zur Herstellung wird die Polyesterdispersion in einem geeigneten Behältnis vorgelegt und mit Wasser verdünnt, danach wird das Glycerin langsam zugegeben und dann das Zinkchlorid unter Rühren langsam zugegeben und 15 Minuten nachgerührt.
Beispiel 2 (Markierungsflüssigkeit, rot fluoreszierend)
Polyesterdispersion, rot fluoreszierend 70,000
Aluminiumchlorid 4,000
Sorbitol, 70 Gew.-% in Wasser 8,000
Wasser, demineralisiert 18,000
Die Herstellung erfolgt analog Beispiel 1.
Beispiel 3 (Markierungsflüssigkeit, orange fluoreszierend)
Polyesterdispersion, rot fluoreszierend 25,000
Polyesterdispersion, gelb fluoreszierend 45,000
Magnesiumchlorid 2,500
Aluminiumchlorid 1,500
Sucrose (Rohrzucker) 4,500
Wasser 21,500
Die Herstellung erfolgt analog Beispiel 1.
Beispiel 4 (Markierungsflüssigkeit grün)
Polyesterdispersion, gelb fluoreszierend 41,000
Polyesterdispersion, blau 29,000
Aluminiumhydroxidacetat 2,000
Calciumchlorid 3,500
Triglycerin 5,500
Wasser, demineralisiert 19,000
Die Herstellung erfolgt analog Beispiel 1.
Gegebenenfalls können den fertigen Mischungen noch geeignete Konser­ vierungsmittel zugesetzt werden. Geruchsempfindliche Personen können sich eventuell an dem leichten Essiggeruch von Produkten auf Basis von Acetaten stören. Daher werden die Chloride vorgezogen.
Es empfiehlt sich, die fertigen Ansätze durch ein Tuch zu filtrieren, um eventuelle Festkörper abzutrennen. Die gewonnenen Tinten eignen sich direkt zur Abfüllung in Markiergeräte und können in üblicher Weise weiterverarbeitet werden. Sie zeichnen sich durch niedrige Viskosität und hervorragende Leuchtkraft aus und können auch gut auf frischen Ausdrucken von Tintenstrahldruckern oder auf frischen handschriftlichen Notizen verwendet werden.

Claims (21)

1. Markierungsflüssigkeit enthaltend Polyesterteilchen mit mindestens einem Markierungsmittel, ein oder mehrere Salze eines mehrwertigen Kations und Wasser.
2. Markierungsflüssigkeit nach Anspruch 1, enthaltend weitere Farbstoffe und Markierungsmittel.
3. Markierungsflüssigkeit nach Anspruch 1 oder 2, enthaltend Feuchthaltemit­ tel und weitere übliche Additive.
4. Markierungsflüssigkeit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Polyesterteilchen mit fluoreszierendem Farbstoff beladene Polyesterteilchen sind.
5. Markierungsflüssigkeit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Polyesterteilchen, die mit verschiedenen fluoreszierenden Farbstoffen oder Tagesleuchtfarben beladen sind, enthal­ ten sind.
6. Markierungsflüssigkeit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kombination von fluoreszierenden Farbstoffen enthalten ist.
7. Markierungsflüssigkeit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die gefärbten Polyesterteilchen in Form einer wässrigen Dispersion vorliegen.
8. Markierungsflüssigkeit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Polyesterteilchen durch Konden­ sationsreaktion eines ein- oder mehrwertigen Alkohols mit einer zwei- bzw. einbasigen Säure in Gegenwart des fluoreszierenden Farbstoffs erhalten wurde.
9. Markierungsflüssigkeit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Salz ein Salz eines zwei- oder drei­ wertigen Kations oder eine Mischung davon ist.
10. Markierungsflüssigkeit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Salz ein Salz von Magnesium, Calci­ um, Zink, Zinn, Kobalt, Eisen(II), Eisen(III), Aluminium und/oder Titan ist.
11. Markierungsflüssigkeit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegenion des mehrwertigen Kations von einer anorganischen oder organischen Säure abgeleitet ist.
12. Markierungsflüssigkeit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegenion des mehrwertigen Kations ausgewählt ist aus, Halogeniden, z. B. Chloriden, Nitraten, Sulfaten, gerad­ kettigen, verzweigten oder alicyclischen Alkanen mit ein bis zehn, insbesondere zwei bis vier Kohlenstoffatomen und mit ein, zwei oder drei Car­ boxylgruppen, Phosphaten, Boraten oder Mischungen davon.
13. Markierungsflüssigkeit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mehrwertige Kation Magnesium, Cal­ cium, Zink oder Eisen(II) ist.
14. Markierungsflüssigkeit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kation Aluminium oder Eisen(III) ist.
15. Markierungsflüssigkeit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Salz oder die Mischung der Salze in einem Anteil von 1 bis 10 Gew.-% enthalten ist.
16. Markierungsflüssigkeit nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Salz oder die Mischung der Salze in einem Anteil von 2 bis 8 Gew.-%, bezogen auf die verwendete Markie­ rungsflüssigkeit, enthalten ist.
17. Markierungsflüssigkeit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Feuchthaltemittel Glycerin, Diglycerin, Triglycerin, Diglykol, Sorbit, Mannit, Xylit, Glucose, Fructose und/oder Harnstoff enthalten ist.
18. Markierungsflüssigkeit nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Feuchthaltemittel in einem Anteil von 3 bis 15 Gew.-%, bezogen auf die Markierungsflüssigkeit, enthalten ist.
19. Markierungsflüssigkeit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die das Markierungsmittel tragenden Po­ lyesterteilchen durch Emulsionspolymerisation in Anwesenheit des Markie­ rungsmittels hergestellte Polyesterteilchen sind.
20. Verwendung der Markierungsflüssigkeit nach einem der Ansprüche 1 bis 19 zur Herstellung von Markern und Highlightern.
21. Verwendung der Markierungsflüssigkeit nach einem der Ansprüche 1 bis 19 zum Markieren von mit wässriger pigmentierter Tinte gedruckten oder geschriebenen Texten.
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