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DE1009809B - Verfahren zur Herstellung von Polyvinylbetainen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Polyvinylbetainen

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Publication number
DE1009809B
DE1009809B DEB33340A DEB0033340A DE1009809B DE 1009809 B DE1009809 B DE 1009809B DE B33340 A DEB33340 A DE B33340A DE B0033340 A DEB0033340 A DE B0033340A DE 1009809 B DE1009809 B DE 1009809B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
betaine
solution
water
vinyl
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB33340A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Curt Schuster
Dr Robert Gehm
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DEB33340A priority Critical patent/DE1009809B/de
Publication of DE1009809B publication Critical patent/DE1009809B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F8/00Chemical modification by after-treatment

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Polyvinylbetainen Das Patent 847 347 schützt ein Verfahren zur Herstellung von Polymerisaten aus quaternären Ammoniumverbindungen von N-Vinylverbindungen, gegebenenfalls im Gemisch mit anderen polymerisierbaren organischen Verbindungen. Es ist weiterhin schon vorgeschlagen worden, N-Vinyl-imidazole oder Gemische dieser mit anderen polymerisierbaren Verbindungen in einem Lösungsmittel zu polymerisieren und die Polymerisate zu quaternären Ammoniumverbindungen umzusetzen. Außerdem ist vorgeschlagen worden, tertiäre Stickstoffatome enthaltende polymerisierbare Verbindungengleichzeitig mit der Peralkylierung ohne Verwendung weiterer Katalysatoren zu polymerisieren.
  • Es wurde nun gefunden, daß man besonders wertvolle amphotere Polyelektrolyte, nämlich Polyvinylbetaine, erhält, wenn man polymerisationsfähige monomere Verbindungen, die mindestens ein tertiäres Stickstoffatom im Molekül haben, oder ihre Polymeren oder Mischpolymerisate aus verschiedenen, tertiäre Stickstoffatome enthaltenden polymerisationsfähigen Verbindungen oder Mischpolymerisate aus tertiäre Stickstoffatome enthaltenden und solche nicht enthaltenden polymerisationsfähigen Verbindungen mit solchen Verbindungen umsetzt, die im Molekül eine quaternierend wirkende und eine anionische oder diese während der Reaktion bildende Gruppe enthalten, und, wenn man vom Monomeren ausgegangen ist, dieses für sich oder im Gemisch mit anderen polyrnerisationsfähigen Verbindungen gleichzeitig mit der Betainbildung oder nachher polymerisiert.
  • Die polymeren Betaine haben, wie die monomeren Betaine, amphoteren Charakter, was sie für eine Reihe von Anwendungsgebieten besonders wertvoll macht. Unter Betainen sind hier, wie im folgenden, die nach der vorliegenden Erfindung erhaltenen Verbindungen mit Betainstruktur zu verstehen.
  • Als tertiäre Stickstoffatome enthaltende polymerisierbare Verbindungen kommen in Betracht: N- oder C-Vinylimidazole, z. B. das N-Vinyl-imidazol, das N-Vinyl-2-methylol-imidazol, ferner N-Vinyl-benzimidazol, N-Vinyl-2-methyl-benzimidazol, 2-Vinyl-pyridin, 4-Vinyl-pyridin, 2-Vinyl-5-äthyl-pyridin, m-Dimethylamino-styrol, Diäthylamino-äthylvinyläther. Auch Vinylester, Acrylester und Allylverbindungen mit mindestens einem tertiären Stickstoffatom können als Ausgangsmaterial verwendet werden.
  • Als Substanzen, die im Molekül eine quaternierend wirkende Gruppe und eine anionische oder eine solche während der Reaktion bildende Gruppe enthalten, Substanzen also, die die Betainbildung herbeiführen, kommen in Betracht: Mineralsäureester von Oxycarbonsäuren, insbesondere die Halogencarbonsäuren, z. B. Monochloressigsäure, oder die Salze dieser Säuren, ferner innere Ester von Oxyalkyl- oder arylsulfonsäuren, z. B. 1, 4-Butansulton oder o-Toluylsulton, außerdem Epoxysäuren, die z. B. nach dem Verfahren des Patents 646 339 umgesetzt werden können.
  • Man kann die Umsetzung so ausführen, daß man zunächst die monomere Betainverbindung herstellt und anschließend polymerisiert. Die Herstellung des monomeren Betains kann in verschiedener Weise erfolgen. Man kann auf die monomere basische Vinylverbindung in Lösung oder ohne Lösungsmittel die betainbildende Komponente einwirken lassen. Man kann ferner in wäßriger Lösung monomere basische Vinylverbindungen oder ihre Salze von anorganischen oder organischen Säuren mit einem Alkalisalz einer betainbildenden Säure umsetzen, wobei man eine wäßrige Lösung des monomeren Vinylbetains neben einem Salz, z. B. Kochsalz, bekommt. Man kann auch bei Verwendung von Alkalisalzen der betainbildenden Säuren in solchen organischen Lösungsmitteln arbeiten, die das entstandene monomere Betain in Lösung halten und das gleichzeitig entstandene anorganische Salz ausfallen lassen. plan erhält auf diese Weise eine von anorganischen Bestandteilen freie Lösung des monomeren Betains. Ein hierfür geeignetes Lösungsmittel ist z. B. Äthylalkohol.
  • Die auf eine der beschriebenen Arten hergestellten Monomeren können anschließend nach den üblichen Methoden polymerisiert werden. Verschiedene monomere Betaine können aber auch zur Herstellung von Mischpolymerisaten untereinander oder. mit Monomeren verwendet werden, die nicht peralkyliert werden können, z. B. mit Acrylnitril, Styrol, Acrylestern, mit polymerisierbaren ungesättigten Säuren, wie Acrylsäure, Fumarsäure, ferner mit anderen basischen Vinylverbindungen oder mit polymerisierbaren quaternären basischen Vinylverbindungen. Auf diese Weise ist es möglich, z. B. den isoelektrischen Punkt, die Härte, Löslichkeit und sonstige Eigenschaften des erhaltenen Polymerisats weitgehend zu verändern. Durch Einpolymerisieren von Divinylverbindungen, wie Divinylbenzol, oder durch Anwendung von Vernetzungskomponenten mit Polyelektrolytcharakter, wie sie in der Patentschrift 932 699 beschrieben sind, erhält man vernetzte Produkte. In manchen Fällen erhält man bei der Umsetzung der monomeren Vinylverbindung mit der betainbildenden Komponente direkt das polymere Betain, z. B. bei der Anwendung von m-Dimethylamino-styrol.
  • Gegenüber den im vorangehenden beschriebenen Möglichkeiten, die Betaine vor oder gleichzeitig mit der Polymerisation herzustellen, kann es auch zweckmäßig sein, fertige tertiäre Stickstoffatome enthaltende Polymerisate bzw. Mischpolymerisate mit der betainbildenden Komponente umzusetzen. Dabei können entweder alle oder es kann nur ein Teil der tertiären Stickstoffatome des Polymerisates in Betaingruppen umgewandelt werden. Diese letzte Maßnahme gestattet zusätzlich weitgehende Variationsmöglichkeit der Eigenschaften des Polyelektrolyten.
  • Die Produkte eignen sich besonders zur Anwendung auf dem Textilgebiet. Ein Mischpolymerisat des Betains aus Vinylimidazol und Chloressigsäure mit ACrylnitril liefert sehr gut, besonders mit sauren Wollfarbstoffen, färbbare Produkte.
  • Die in den Beispielen genannten Teile sind Gewichtsteile. Beispiel 1 Zu 47 Teilen N-Vinyl-imidazol läßt man 68 Teile 1, 4-Butansulton bei 100° unter Umrühren langsam, einfließen. Die Reaktionstemperatur steigt auf 150° an. Das entstandene feste Reaktionsgut wird in Wasser gelöst und mit Kohle entfärbt. Beim Vermischen der Lösung mit Aceton scheiden sich 65 Teile des monomeren Betains als weißes Pulver aus. F. = etwa 250°. Aus der Mutterlauge lassen sich weitere 22 Teile des Produktes gewinnen.
  • Zur Polymerisation werden 20 Teile dieses Betains in 20 Teilen Wasser gelöst und mit 0,2 Teilen Azoisobuttersäuredinitril versetzt. Die Lösung wird auf 90 bis 95° erhitzt. Nach etwa 30 Minuten setzt die Polymerisation ein. Im Verlauf von 2 Stunden erhält man durch weiteres Erwärmen auf 90 bis 95° eine zähe, gelbe, honigähnliche Masse, die sich nicht mit elektrolytfreiem Wasser, wohl aber mit Kochsalzlösung, klar verdünnen läßt.
  • Setzt man dem Polymerisationsansatz vor der Polymerisation etwa 5 Teile Kochsalz zu, so erhält man sofort eine Lösung des Polyvinylbetains, die sich mit elektrolytfreiem Wasser zu einer klaren Lösung verdünnen läßt. Beispiel 2 470 Teile N-Vinyl-imidazol werden in eine Lösung aus 1000 Teilen Wasser, 200 Teilen Natronlauge und 475 Teilen Monochloressigsäure bei 85° eingetragen. Die Temperatur bleibt infolge der einsetzenden Reaktion auf 85°. Nach Ablauf von 30 Minuten werden im Vakuum unter Stickstoff 500 Teile Wasser abdestilliert. Nach dem Abkühlen erhält man 570 Teile eines Gemisches aus Betain und Kochsalz. Durch Einengen der Mutterlauge werden weitere 100 Teile erhalten.
  • Das reine Betain läßt sich durch Extraktion mit absolutem Alkohol als weißes kristallines Pulver vom Zersetzungspunkt 275 bis 280° gewinnen. Aus 100 Teilen Rohprodukt erhält man 45 Teile Betain.
  • Um das polymere Produkt zu erhalten, kann man, ohne das reine Betain zu isolieren, wie folgt verfahren: 94 Teile N-Vinyl-imidazol, 95 Teile Monochloressigsäure, 40 Teile festes Ätznatron und 250 Teile Wasser werden, wie oben beschrieben, umgesetzt. Die erhaltene Lösung wird nach Zugabe von 1 Teil 30°/oigem Wasserstoffsuperoxyd 30 Minuten auf 80 bis 100° erwärmt. Man erhält eine dickflüssige, braune Lösung mit einem pH-Wert = 6. Sie zeigt amphoteren Charakter.
  • Beispiel 3 Die Lösung von 28 Teilen Kaliumhydroxyd in 200 Teilen Äthanol wird mit der Lösung von 48 Teilen lYlonocl-loressigsäure in 50 Teilen Äthanol vereinigt. Der entstehende Kristallbrei wird mit 47 Teilen N-Vinyl-imidazol versetzt und 15 Stunden unter Rühren und Rückflußkühlung erhitzt. Aus der alkoholischen Mutterlauge lassen sich nach Abtrennen des ausgefallenen Kaliumchlorids 18 Teile Betain gewinnen. F. = 272° unter Zersetzung.
  • 50 Teile dieses Batains werden in 100 Teilen Wasser gelöst und mit 4,8 Teilen Acrylsäure versetzt. Nach Zugabe von 0,5 Teilen Azoisobuttersäuredinitril wird auf 90 bis 95° erhitzt. Unter lebhafter Reaktion setzt die Polymerisation ein, die bei 90° im Verlauf von 2 Stunden beendet ist. Man erhält eine braune, zähe Flüssigkeit, die sich beim Verdünnen mit Wasser trübt und beim Zusatz von Natronlauge oder Salzsäure klar löst. Beispiel 4 Die Lösung von 124 Teilen 2-Methylol-N-vinyl-inidazol in 150 Teilen Wasser wird mit einer Lösung von 95Teilen Monochloressigsäure und 40 Teilen festem Ätznatron in 50 Teilen Wasser vermischt. Diese Lösung wird auf 90° erwärmt. Etwa bei dieser Temperatur setzt die schwach exotherme Reaktion ein. Das Reaktionsgut wird 1 Stunde bei 100° gehalten und unter Stickstoff im Vakuum stark eingeengt. Die ausgefallenen Kristalle, 90 Teile, werden mit Alkohol extrahiert. Aus dem Extrakt gewinnt man 67 Teile gut ausgebildete weiße Kristalle vom Schmelzpunkt 218°. Dieses Produkt läßt sich nach einem der oben geschilderten Verfahren polymerisieren.
  • Beispiel 5 14,7 Teile m-Dimethylamino-styrol und 13,6 Teile Butansulton werden mit 100 Teilen Wasser unter lebhaftem Rühren 4 Stunden auf 100° erhitzt. Man erhält ohne Zusatz eines Katalysators eine gelbgrüne, zähe Lösung des Polyvinylbetains, die sich mit Wasser beliebig verdünnen läßt. Beispiel 6 Stellt man aus 50 Teilen Betain (hergestellt aus N-Vinylimidazol mit monochloressigsaurem Natrium) und 6,2 Teilen N-Vinyl-imidazol in 100 Teilen Wasser mit 0,5 Teilen Azoisobuttersäuredinitril als Katalysator ein Mischpolymerisat her, so ist dieses wegen der darin enthaltenen freien tertiären Aminogruppen basisch, und die zähflüssige Masse löst sich klar in Wasser. Beispiel 7 Die Lösung von 24 Teilen Poly-N-vinyl-imidazol in 100 Teilen Wasser wird mit der Lösung von 24 Teilen Monochloressigsäure und 10 Teilen festem Ätznatron in 50 Teilen Wasser vermischt. Diese Lösung wird 3 Stunden auf 100° erhitzt. Die so erhaltene Lösung des Reaktionsproduktes ist amphoter. Sie verhält sich genau sowie eine erst zum Betain umgewandelte und dann polymerisierte Verbindung.
  • Beispiel 8 Wie aus der Fassung des Anspruchs zu ersehen ist, erstreckt sich das Schutzbegehren auf die Herstellung von Polyvinylbetainen und nicht auf das Verspinnen oder Anfärben von Massen, die solche enthalten.
  • In 2000 Teile destilliertes Wasser werden in einem Rührgefäß unter Ausschluß von Luft innerhalb 1 Stunde bei einer Temperatur von 50° eingebracht: 194 Teile Acrylnitril, 6 Teile des Betains aus N-Vinyl-imidazol und monochloressigsaurem Natrium, 4 Teile Triäthanolamin, 4 Teile Kaliumpersulfat. Die Zugabe wird so gewählt, daß die Konzentration des Monomerengemisches in Wasser von Anfang an 4 °/o und die Konzentration des Triäthanolamins und Kaliumpersulfates, bezogen auf das Monomerengemisch, stets 2 "/o beträgt. Der px-Wert wird mit geringen Mengen Schwefelsäure auf 8 gehalten.
  • Das entstehende Mischpolymerisat trübt schon nach 20 Sekunden das Reaktionsgut und bildet mit der wäßrigen Lösung eine gut rührbare, sehr feinkörnige Suspension. Nachdem alles zugegeben ist, also nach 1 Stunde, ist die Umsetzung praktisch beendet. Nach dem Waschen und Trocknen erhält man das feinpulvrige Polymerisat in einer Ausbeute von 160 Teilen.
  • Die Bereicherung der Technik durch die eine Vielzahl von Betaingruppen enthaltenden Polymerisate erweist sich z. B. an Fäden, die durch Verspinnen des z. B. nach Beispiel 8 hergestellten Polymerisats in bekannter Weise aus Dimethylformaniidlösung gewonnen worden sind. Die Fäden weisen nach einer Verstreckung auf 18 °/o Dehnung bei Raumtemperatur eine Festigkeit von 40 bis 45 Rkm, bei 180° noch eine solche von 6 Rkm auf. Die Fäden lassen sich auch praktisch mit allen bekannten Textilfarbstoffen färben, z. B. mit Viktoriaechtviolett 2 R extra (Schultz, Farbstofftabellen, 7. Ausgabe, Bd. I, Nr. 103), Patentblau AE (Schultz, 7, I/807), Azogrenadin S (Schultz, 7, I/105), Säureanthracenbraun R (Schultz, 7, I/145), Chromechtorange R (Schultz, 7, I/567), Alizarindirektblau A. 3 G (Schultz, Farbstofftabellen, 7. Ausgabe, Bd. II, S. 9), PALATIN-Echtgelb GRN (Schultz, 7, II/S. 169), PALA-TIN-Echtrot RK (Schultz, 7, II/S. l69), PALATIN-Echtblau GGN (Schultz, 7, II/S. 168), INDANTHREN-Rotviolett RH Pulver, aus der Küpe gefärbt (Schultz, 7, I/1354), 1, 4, 5-Triamino-anthrachinon, 1-Amino-4-(poxyphenylamino)-anthrachinon,1-Methylamino-4-(p-oxyphenylamino)-anthrachinon, 1, 4-Di-(p-oxyphenylamino)-5, 6-dioxyanthrachinon, mit der komplexen Chromverbindung des Azofarbstoffs aus diazotiertem 1-Oxy-2-amino-l-nitrobenzol und Acetessigsäureanilid, mit der komplexen Chromverbindung des Azofarbstoffs aus diazotiertem 1-Oxy-2-amino-4- bzw. -5-nitrobenzol und 1-Phenyl-3-methylpyrazolon-(5).
  • Das Mischpolymerisat auf 99 Teile Acrylnitril und 1 Teil des Betains aus N-Vinyl-imidazol und Monochloressigsäure läßt sich in Form von Fäden und Folien, insbesondere mit den genannten sauren Farbstoffen, noch wesentlich besser färben als die gleichen geformten Gebilde aus reinem Polyacrylnitril. Beispiel 9 200 Teile eines Mischpolymerisats, hergestellt gemäß Beispiel 8, aber mit 190 Teilen Acrylnitril und 10 Teilen des Betains aus Vinyl-imidazol und Monochloressigsäure, werden zusammen mit 200 Teilen Polyacrylnitril in 1500 Teilen Dimethylformamid gelöst.
  • Aus der Lösung durch Verspinnen in bekannter Weise hergestellte Fäden ähneln solchen aus Polyacrylnitril, sie sind aber besser anfärbbar, z. B. mit den im Beispiel 8 genannten Farbstoffen; ihre Abriebfestigkeit ist größer und ihre elektrostatische Aufladung geringer.
  • Beispiel 10 Die Lösung von 10 Teilen Poly-N-vinyl-imidazol und 18 Teilen des Natriumsalzes der 2-Oxy-3-chlorpropansulfonsäure in 72 Teilen Wasser wird 5 Stunden unter Rückflußkühlung erhitzt. Es bildet sich eine klare, dickflüssige Lösung, aus der beim Verdünnen mit Wasser das polymere Betain quantitativ als zähe, fast weiße Masse ausfällt. Sie ist löslich in Natronlauge, Salzsäure oder Kochsalzlösung.
  • Beispiel 11 Die Lösung von 47 Teilen N-Vinyl-imidazol und 100 Teilen des N atriumsalzes der 2-Oxy-3-chlorpropansulfonsäure in 250 Teilen Wasser wird 2 Stunden unter Rückflußkühlung erwärmt. Dabei bildet sich in der Lösung außer Kochsalz das monomere Sulfobetain der Formel - Durch Zugabe üblicher Polymerisationskatalysatoren zu dem. Reaktionsansatz, z. B. von Peroxyden, Redoxkatalysatoren oder Azoisobuttersäure-dinitril, gewinnt man ein Polybetain, das dem nach Beispiel 10 erhaltenen völlig entspricht. Beispiel 12 190 Teile Monochloressigsäure werden mit 240 Teilen Wasser und 188 Teilen \-Vinyl-imidazol 4 Stunden unter Rückflußkühlung erhitzt. Anschließend wird das in Lösung erhaltene monomere Betain - es hat die Formel und läßt sich als kristallines Produkt vom Schmelzpunkt 209° gewinnen - bei 80° mit 5 Teilen Azoisobuttersäurenitril innerhalb von 2 Stunden polymerisiert. Das erhaltene gelöste Polymerisat ist amphoter. Beispiel 13 9,4 Teile Poly-N-vinyl-imidazol werden in 100 Teilen Wasser gelöst und mit einer Lösung von 10,9 Teilen ß-Chlorpropionsäure in 30 Teilen Wasser versetzt. Diese Lösung wird 3 Stunden unter Rückflußkühlung erhitzt. Man erhält ein Polybetain, dessen Grundmolekül die Formel hat. Es löst sich sowohl in Säuren als auch in Laugen. Beispiel 14 14,5 Teile des wasserunlöslichen Poly-N-vinylbenzimidazols werden in 100 Teilen Wasser, dem 9,5 Teile Monochloressigsäure zugesetzt sind, gelöst und 3 Stunden unter Rückfiußkühlung erhitzt. Man erhält eine Lösung des hochmolekularen Betains, dessen Grundmolekül die Formel hat. In Wasser, Säuren und warmer Natronlauge ist dieses Produkt löslich. Beispiel 15 47 Teile N-Vinyl-imidazol und 5 Teile Divinylbenzol (Isomerengemisch) werden mit- 0,5 Teilen -Azoisobuttersäurenitrü polymerisiert. Man erhält ein vernetztes Produkt, das mit Alkohol und Wasser unter Quellen gewaschen wird.
  • Versetzt man hierauf mit einer Lösung von 94 Teilen Monochloressigsäure in 100 Teilen Wasser und erwärmt längere Zeit auf 90 bis 100°, so erhält man. ein vernetztes hochmolekulares Produkt mit Betaingruppen. Beispiel 16 60 Teile 2-Methyl-S-vinylpyridin werden mit 47 Teilen Monochloressigsäure in 107 Teilen Wasser gelöst und mit 1 Teil Azoisobuttersäuredinitril versetzt. Die Lösung wird 3 Stunden auf 80 bis 100° erwärmt.
  • Man erhält ein dickflüssiges Produkt, das mit Wasser in jedem Verhältnis verdünnbar ist. Das entstandene polymere Betain ist in Säuren und Alkalien, z. B. Ammoniak, löslich.
  • Dem Grundmolekül kommt die Formel

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung hochpolymerer quaternärer. Ammoniumverbindungen durch Umsetzung tertiäre Stickstoffatome enthaltender polymerisierbarer Verbindungen vor oder während der Polymerisation oder tertiäre Stickstoffatome enthaltender Polymerisate mit Ouaternierungsmitteln, dadurch gekennzeichnet, daß man betainbildende Quaternierungsmittel verwendet. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 733 995, 847 347, 904 591; USA.-Patentschriften Nr. 2 540 985, 2 572 560, 2 572 561, 2 654 729; . Karrer, Lehrbuch der organischen Chemie, 1943, S. 315,- oben; Liebigs Annalen der Chemie, 565, S.22, 30 (1949). Hückel, Theoretische Grundlagen der organischen Chemie, 11 (1954), S. 331, 2. Fußnote.
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