[go: up one dir, main page]

DE932699C - Verfahren zur Herstellung von Polymerisaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Polymerisaten

Info

Publication number
DE932699C
DE932699C DEB21860A DEB0021860A DE932699C DE 932699 C DE932699 C DE 932699C DE B21860 A DEB21860 A DE B21860A DE B0021860 A DEB0021860 A DE B0021860A DE 932699 C DE932699 C DE 932699C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
compounds
quaternary ammonium
vinyl
groups
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB21860A
Other languages
English (en)
Inventor
Robert Dr Gehm
Curt Dr Schuster
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DEB21860A priority Critical patent/DE932699C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE932699C publication Critical patent/DE932699C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F26/00Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by a single or double bond to nitrogen or by a heterocyclic ring containing nitrogen
    • C08F26/06Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by a single or double bond to nitrogen or by a heterocyclic ring containing nitrogen by a heterocyclic ring containing nitrogen

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Polymerisaten Gegenstand des Patents 847 347 ist ein Verfahren zur Herstellung von Polymerisaten, bei welchem quaternäre Ammoniumverbindungen von Vinylverbindungen, gegebenenfalls im Gemisch mit anderen polymerisierbaren Verbindungen, polymerisiert werden.
  • Es wurde nun gefunden, daß man ebenfalls technisch wertvolle Polymerisate erhält, wenn man Verbindungen polymerisiert, die mehrere Vinylgruppen und mehrere quaternäre Ammoniumgruppen im Molekül enthalten, wobei die quaternären Ammoniumgruppen ein cyclisch gebundenes Stickstoffatom besitzen und die Vinylgruppen unmittelbar an Heterocyclen gebunden sind, die diese quaternären Ammoniumgruppen enthalten. Diese polymerisierbaren quaternären Ammoniumverbindungen lassen sich durch Umsetzung von basisch reagierenden Heterocyclen mit einer Vinylgruppe und mindestens einem tertiären Stickstoffatom im Molekül mit Verbindungen, die im Molekül mehrere funktionelle Gruppen enthalten, welche zur Addition an tertiäre Amine unter Bildung quaternärer Ammoniumverbindungen befähigt sind, herstellen. Als Beispiele für geeignete polymerisierbare Verbindungen für das vorliegende Verfahren seien die Umsetzungsprodukte von N- oder C-Vinylimidazolen, Vinylbenzimidazolen, Vinylpyrid.inen und Vinylchinolinen mit Allcylendihalogeniden, Aral.-kylendihalogeniden und Arylsulfonsäureestern von Dioxyalkylenen genannt.
  • Von besonderer technischer Bedeutung ist die Mischpolymerisation der Verbindungen, die mehrere Vinylgruppen und mehrere quaternäre Ammoniumgruppen im Molekül besitzen, mit anderen polymerisierbaren Verbindungen, vorzugsweise solchen, die nur eine polymerisierbareGruppe im Molekül enthalten. Je nach der Menge an mono-und polyfunktionellen polymerisierbaren Verbindungen erhält man mehr oder weniger stark vernetzte Mischpolymerisate, wobei die Monomeren mit mehreren Vinylgruppen als Vernetzungsmittel wirken.
  • Als monofunktionelle polymerisierbare Verbindungen sind für die Mischpolymerisation vorzugsweise quaternäre Ammoniumverbindungen mit einer Vinylgruppe im Molekül geeignet, beispielsweise die Umsetzungsprodukte von Vinylimiclazolen, Vinylbenzimidazolen, Vinylpyridinen u. dgl., mit Alkylhalogeniden, Aralkylhalogeniden, Alkylsulfaten u. dgl. Es sind aber auch andere monofunktionelle polymerisierbare Verbindungen, wie Styrol, Vinylester, Vinyläther und N-Vinylverbindungen, für die Mischpolymerisation brauchbar.
  • Die Mischpolymerisation der Verbindungen, die mehrere quaternäre Ammoniumgruppen und mehrere Vinylgruppen im Molekül enthalten, mit basisch reagierenden Vinylverbindungen, die mindestens ein tertiäres Stickstoffatom im Molekül besitzen, kann auch in der Weise vorgenommen werden, daß man die basischen Vinylverbindungen mit tertiärem Stickstoffatom mit weniger als der äquivalenten Menge einer polyfunktionellen Verbindung, die zur Addition-an tertiäre Amine unter Bildung quaternärer Ammoniumgruppen befähigt ist, umsetzt und das erhaltene Gemisch dann polymerisiert.
  • Für die Durchführung der Polymerisation bzw. Mischpolymerisation kommen die bekannten Polymerisationsverfahren in Betracht, insbesondere die Block-, Lösungs- und Emulsionspolymerisation. Zur Beschleunigung der Polymerisation werden zweckmäßig radikalbildende Katalysatoren, wie Peroxyde oder Azoverbindungen, verwendet.
  • Die neuen Polymerisate oder Mischpolymerisate besitzen in Abhängigkeit von der Wahl und gegebenenfalls dem Mischungsverhältnis der Monomeren verschiedenartige Eigenschaften. Sie stellen in der Regel hydrophile Stoffe dar, die sich zur Veredlung von Textilien verwenden lassen.
  • Die in den nachstehenden Beispielen angegebenen Teile sind Gewichtsteile.
  • Beispiel i a) 94 Teile N-Vinylimidazol werden mit Zoo Teilen Benzol vermischt und mit io2 Teilen Bis-(chlormethyl)-dimethylbenzol versetzt, die ebenfalls in Zoo Teilen Benzol gelöst sind. Das Gemisch wird io Stunden bei 5o bis 6o° gerührt. Innerhalb dieser Zeit scheidet sich ein Teil der gebildeten bisquaternären Ammoniumverbindung ab. Aus der abgetrennten Lösung läßt sich nach dem Abdestillieren des Benzols der Rest der Ammoniumverbindung isolieren. Die Umsetzung verläuft quantitativ, und man erhält 195 Teile der Ammoniumverbindung.
  • b) 94 Teile N-Vinylimidazol werden mit ioo Teilen konzentrierter Salzsäure vermischt, wobei eine klare Lösung entsteht. In diese Lösung werden 42 Teile der unter a) beschriebenen bisquaternären Ammoniumverbindung eingetragen. Nach Zugabe von 3 Teilen 30%igem Wasserstoffperoxyd wird auf 5o° erwärmt und die PolymerisatiOn 3 Stunden bei dieser Temperatur durchgeführt. Man erhält eine bröckelige gelbbraune Masse, die in Wasser zu einer klaren Gallerte quillt, die etwa 9o % Wasser enthält.
  • . Beispie12 94 Teile N-Vinylimidazol werden mit ioo Teilen konzentrierter Salzsäure vermischt und nach Zugabe von 4,2 Teilen der gleichen bisquaternären Ammoniumverbindung wie im Beispiel i polymerisiert. Man erhält Polymerisate, die bei der Quellung in Wasser Gallerten mit einem Wassergehalt von über 95 0l0 liefern.
  • Beispiel 3 Eine Mischung aus 113 Teilen N-Vinylimidazol und 4o Teilen 1, 4-Butandiol-bis-p-toluölsulfonsäureester werden im Wasserbad so lange erwärmt, bis eine Probe des Gemisches in Wasser sich klar löst.
  • Dem erhaltenen Gemisch von nicht umgesetztem Vinylimidazol und dem bisquaternären Bis-vinylimidazolderivatwird i Teil Azoisobuttersäurenitril zugesetzt. Bei gelindem Erwärmen auf dem Wasserbad tritt die Polymerisation ein. Man erhält in quantitativer Ausbeute eine feste, zähe gelbliche Masse, die in Wasser stark quillt. .
  • Beispiel 4 a) 124 Teile N-Vinyl-2-methylolimidazol werden in 125 Teilen Äthanol gelöst und mit der Lösung von io2 Teilen Dichlormethylxylol in 125 Teilen Äthanol vermischt. Nach dem Erwärmen auf dem Wasserbad erhält man im Verlaufe einer Stunde durch Abdampfen des Alkohols das zähflüssige, helle bisquaternäre Ammoniumsalz.
  • b) 4o Teile Vinylpyrrolidon werden mit 15 Teilen Wasser vermischt und 2o Teile der unter a) beschriebenen bisquaternären Ammoniumverbindung eingetragen. Nach Erwärmen auf ungefähr ioo° gibt man 0,2 Teile 3o%iges Wasserstoffperoxyd zu dieser Lösung und erhält nach einer Polymerisationszeit von i Stunde eine hellbraune Gallerte, die in Wasser stark quillt.
  • Beispiel s a) 102 Teile Dichlormethylxylol werden in 25o Teilen Äthanol gelöst und i44 Teile N-Vinylbenzimidazol zugetropft. DieLösung wird i Stunde auf dem Wasserbad erhitzt. Nach Abdestillieren des Lösungsmittels verbleibt das bisquaternäre Ammoniumsalz des N-Vinylbenzimidazols als eine zähflüssige braune Masse, die schlecht kristallisiert.
  • b) 47 Teile N-Vinylimidazol werden mit 5o Teilen konzentrierter Salzsäure vermischt, wobei eine klare Lösung entsteht. In diese Lösung werden 21 Teile der unter a) beschriebenen bisquaternären Ammoniumverbindung eingetragen. Nach Zugabe von 0,3 Teilen Wasserstoffperoxyd wird bei 70° die Polymerisation im Verlauf von 3 Stunden durchgeführt. Man erhält eine gelartige braune Masse, die in Wasser stark quillt.
  • Beispiel 6 55 Teile N-Vinylimidazol werden mit 2o Teilen Trimethylolpropan-tri-p-toluolsulfonsäureester im Autoklav 2o Stunden auf Zoo ° erwärmt. Es bildet sich eine triquaternäre Ammoniumverbindung mit drei Vinylgruppen, die sich zu einem vernetzten gelartigen Mischpolymerisat umsetzt, das in Wasser stark quillt.
  • Beispiel ? a) i o6 Teile a-Vinylpyridin werden mit 125 Teilen Äthanol gemischt und dazu eine Lösung von io2 Teilen Dichlormethylxylol in 125 Teilen Äthanol gegeben. Nach. einstündigem Erwärmen auf dem Wasserbad wird das Lösungsmittel abgedampft. Der wasserlösliche Anteil, eine gelbe zähflüssige Masse, stellt die bisquaternäre Ammoniumverbindung des a-Vinylpyridins dar.
  • b) io Teile der unter a) beschriebenen bisquaternären Ammoniumverbindung und 3o Teile Vinylimidazol werden unter Zusatz von o,3 Teilen 30%igem Wasserstoffperoxyd erhitzt. Nach kurzer Zeit führt die einsetzende Polymerisation zu einer braunen in Wasser quellbaren Gallerte.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Polymerisaten von Vinylverbindungen mit quaternären Ammoniumgruppen im Molekül, dadurch gekennzeichnet, daß man Verbindungen polymerisiert, die mehrere Vinylgruppen und mehrere quaternäre Ammoniumgruppen im Molekül enthalten, wobei die quaternären Ammoniumgruppen ein cyclisch gebundenes Stickstoffatom besitzen und die Vinylgruppen unmittelbar an Heterocyclen ,gebunden sind, die diese quaternären Ammoniumgruppen enthalten.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die Verbindungen mit mehreren Vinylgruppen und mehreren quaternären Ammoniumgruppen im Molekül mit anderen polymerisierbaren Verbindungen mischpolymerisiert.
DEB21860A 1952-09-03 1952-09-03 Verfahren zur Herstellung von Polymerisaten Expired DE932699C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB21860A DE932699C (de) 1952-09-03 1952-09-03 Verfahren zur Herstellung von Polymerisaten

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB21860A DE932699C (de) 1952-09-03 1952-09-03 Verfahren zur Herstellung von Polymerisaten

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE932699C true DE932699C (de) 1955-09-08

Family

ID=6960738

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEB21860A Expired DE932699C (de) 1952-09-03 1952-09-03 Verfahren zur Herstellung von Polymerisaten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE932699C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE757355C (de) Verfahren zur Herstellung von Polymerisationsprodukten
DE69029541T2 (de) Dreiblockcopolymerisate, die mindestens einen Acrylblock enthalten, ein Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung zur Herstellung von elastomeren Erzeugnissen
EP0216089B1 (de) Terpolymerisate
DE19636494C2 (de) Restmonomerarme, aminfreie Polymerisate, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung bei der Herstellung foggingarmer Leder
EP0134995A2 (de) Wasserlösliche Ester von Polymerisaten der Acrylsäure
DE69111697T2 (de) Funktionalisierte sternförmige Polymere.
DE932699C (de) Verfahren zur Herstellung von Polymerisaten
DE915267C (de) Verfahren zur Herstellung von synthetischen, polymeren, wasserunloeslichen Sulfonierungsprodukten
DE112006000410B4 (de) Pfropf-Copolymer und Verfahren zum Herstellen desselben
DE1068013B (de) Verfahren zur Herstellung von konzentrierten wäßrigen Polyacrylsäureamid - Lösungen
DE69003596T2 (de) Verfahren und anionischer Polymerisationskatalysator für (Meth)acrylate.
DE2645128A1 (de) N-substituierte acrylamidine, daraus gebildete copolymere und deren verwendung
DE2208340A1 (de) Polymerisate und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE2348923B2 (de)
DE2324204C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Ionenaustauschern
DE2053243A1 (de) Vernetzte Maleinsaureanhydndmisch polymere, Verfahren zu deren Herstellung und Verwendung
EP0001810B1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Vinylester-Copolymers
EP0001782A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Pfropfmischpolymerisaten
DE971934C (de) Verfahren zur Herstellung von Polymerisaten
DE2528299C2 (de) Polymerisate von Acyloxyalkylmethacrylat und Herstellungsverfahren
EP0167772B1 (de) Verfahren zur Herstellung hochmolekularer Thermoplastharze
DE1091751B (de) Verfahren zur Herstellung von Vinylalkylaether-Polymerisaten
DE656134C (de) Verfahren zum Polymerisieren von Acrylsaeureestern und deren Homologen zu festen Polymerisaten
DE591845C (de) Verfahren zur Herstellung von Polymerisationsprodukten aus Vinylaethern
DE1901286C (de) Verfahren zur Herstellung von Poly mensaten aus Schellack