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DE1009173B - Verfahren zur Herstellung der Alkalisalze von Celluloseaethercarbonsaeuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung der Alkalisalze von Celluloseaethercarbonsaeuren

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Publication number
DE1009173B
DE1009173B DEP12094A DEP0012094A DE1009173B DE 1009173 B DE1009173 B DE 1009173B DE P12094 A DEP12094 A DE P12094A DE P0012094 A DEP0012094 A DE P0012094A DE 1009173 B DE1009173 B DE 1009173B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
parts
cellulose
etherification
amount
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEP12094A
Other languages
English (en)
Inventor
Osborne Howard Paddison
Roy Walter Sommers
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
EIDP Inc
Original Assignee
EI Du Pont de Nemours and Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by EI Du Pont de Nemours and Co filed Critical EI Du Pont de Nemours and Co
Priority to DEP12094A priority Critical patent/DE1009173B/de
Publication of DE1009173B publication Critical patent/DE1009173B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B11/00Preparation of cellulose ethers
    • C08B11/02Alkyl or cycloalkyl ethers
    • C08B11/04Alkyl or cycloalkyl ethers with substituted hydrocarbon radicals
    • C08B11/10Alkyl or cycloalkyl ethers with substituted hydrocarbon radicals substituted with acid radicals
    • C08B11/12Alkyl or cycloalkyl ethers with substituted hydrocarbon radicals substituted with acid radicals substituted with carboxylic radicals, e.g. carboxymethylcellulose [CMC]

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung der Alkalisalze von Celluloseäthercarbonsäuren Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstelhing der Alkalisalze von Celluloseäthercarbonsäuren, insbesondere des Natriumsalzes von gleichförmig verätherter Celluloseglykolsäure, durch Umsetzen gereinigter Cellulose mit Halogenfettsäuren in Gegenwart von Alkali und Alkoholen mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen.
  • Die Eigenschaften der Alkalisalze von Celluloseglykolsäuren. werden durch den. Verätherungsgrad, die Viskosität der Lösungen, die Gleichförmigkeit der Verätherung der Hydroxylgruppen innerhalb des Cellulosemoleküls und verschiedene andere Faktoren weitgehend beeinflußt. So können die erhaltenen Celluloseäther in Wasser oder nur in alkalischen Flüssigkeiten löslich sein. Ihre Viskosität kann in weiten Grenzen. schwanken, und ihre Lösungen können völlig klar oder trüb sein.
  • Die Löslichkeit der Alkalisalze der Celluloseglykolsäuren hängt vom Grad und der Gleichförmigkeit der Umsetzung ab, wobei man als Verätherungsgrad die mittlere Anzahl der je Anhydrogluco,seeinheit des Cellulosemoleküls eingetretenen Athergruppen bezeichnet. Äther mit einem Verätherungsgrad unter 0,3 sind wasserunlöslich, während sie bei höherem Verätherungsgrad je nach der Gleichförmigkeit der Verätherung mehr oder weniger wasserlöslich sind.
  • Der Verätherungsgrad hängt von der Menge des Verätherungsmittels ab, jedoch ist aus wirtschaftlichen Gründen eine gleichförmige Verätherung erwünscht.
  • Es ist bekannt, daß eine gleichförmige Verteilung der Ausgangsstoffe während der Verätherung der Cellulose einheitlichere Produkte ergiht, die auch bei verhältnismäßig niederem Verätherungsrad vollkommen löslich sind. Bei Anwendung geringer Flüssigkeitsmengen ist eine gleichmäßige Verteilung der Reaktionsteilnehmer jedoch schwer zu erreichen, vor allem, weil die Verätherung exotherm verläuft und die entwickelte Wärme schnell abgeleitet werden muß, so daß die Ansatzmenge nach Größe und Art der Mischvo.rrichtung beschränkt ist.
  • Eine gewisse Wassermenge ist notwendig, um eine Quellung der Cellulose in Gegenwart des Alkalis zu erzielen und das Verätherungsmittel in. die Cellulosefaser zu füh.ren. Erhöht man diese Wassermenge aber über gewisse Grenzen, so fällt der gebildete Äther in Form einer gummiartigen Masse an., die eine weitere Umsetzung hemmt und auch kein genügendes Mischen zuläßt. Man kann die Bildung solcher gummiartiger, zäher Massen zwar durch Zusatz einer größeren Menge Alkohol verzögern, jedoch lösen sich das Verätherungsmittel und das Alkali in der wäßrigen alkoholischen Lösung. Die Reaktionsfähigkeit wird in Maße der Verdünnung aber beträchtlich ge- nlindert. Sie ist bei Verwendung von Isopropanol oder tert. Butylalkohol geringer als bei Äthanol. Ein Ersatz des Alkohols durch unpolare Flüssigkeiten hat sich nicht als brauchbar erwiesen, weil dadutreh das Qitellen des gebildeten Ätbers nicht verhütet wird.
  • Man hat als Reakti.onsmedgium auch Aceton, Dioxan und Ätheralkohole, wie Monoalkylätber des Äthylenglykols oder von Polyglykolen., verwendet. In allen Fällen waren diese Lösungsmittel mit dem Wasser in jedem Verhältnis vollkommen mischbar.
  • Die genannten Nachteile werden nach der Erfindung vermieden. Diese betrifft ein Verfahren zur Herstellung der Alkalisalze von Celluloseäthercarbonsäuren durch Umsetzen gereinigter Cellulose mit Ha,logenfettsäuren in Gegenwart von Alkali und von Alkoholen mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen, das sich dadurch auszeichnet, daß die Umsetzung in einem zweiphasigen, flüssigen Medium aus Wasser, einem mit Wasser mischbaren aliphatischen Alkohol mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen und einem inerten, mit Wasser nicht oder unvollständig mischbaren, organischen Lösungsmittel erfolgt, wolbei die wäßrige Phase so zusammengesetzt ist, daß das Verhältnis der in ihr vorhandenen Wassermenge zur Cellulosemenge zu Beginn der Umsetzung etwa 0,03 :1 bis 3,4 1 beträgt. Das flüssige Medium enthält vorzugsweise Äthanol und Toluol, Xylol oder Benzol.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren gestattet eine gleichförmige Verätherung der Cellulose, Die eine flüssige Phase enthält vorwiegend Wasser und den Alkohol, während die andere Phase im wesentlichen die mit Wasser nicht mischbare- inerte organische Flüssigkeit sowie eine geringe Menge Wasser und der mit Wasser mischbaren Flüssigkeit umfaßt. Natürlich sind in der erstgenannten wäßrigen Phase auch -Spuren der mit Wasser nicht mischbaren Flüssigkeit vorhanden. Die Mengen der in den Phasen vorhandenen Komponenten hängen von den Gesanltmengen der Bestandteile und von den darin gelösten festen Reaktionsteilnehmern ab. Sie können in Binodalkurven. graphisch dargestellt werden.
  • Natriumhydroxyd und monochloressigsaures Natrium sind in. Wasser leicht, in organischen Flüssigkeiten weniger löslich. Daher reicheren sich das Alkali und das Verätherungsmittel in der wäßrigen Phase an. Auch nimmt die Cellulose Wasser ans dem Gemisch auf. Bei einem System aus zwei flüssigen und einer festen. Phase mit drei Komponenten, hei dem die wäßrige Phase fast vollständig von der Cellulose absorbiert wird, werden die in dieser Phase gelösten Reaktionsteilnehmer auf der Cellulose angereichert, so daß diese gleiehförmig veräthert und das Verätherungsinittel weitgehend ausgenutzt wird. Aus den nachfolgenden Beispielen geht hervor, daß hei dem erfindungsgemäßen Verfahren ein Umsetzungsgrad zwischen 70 und 9O0/o erzielt wird, und aus der Klarheit der Lösungen folgt, daß die Verätherung gleichförmig ist.
  • Nach. der Verätherung wird die Flüssigkeit auf mechanischem Wege. z. B. durch Filtrieren oder Schleudern, von den festen An.teilen getrennt. Der feste Celluloseanteil enthält die größere Menge des Wassers und der Salze, während der abgetrennte Teil die organische Phase enthält, die ohne Rektifikation unmittelbar erneut verwendet werden kann. Wenn ein Natriumcelluloseglykolat von technischer Reinheit erzeugt werden. soll. ist daher eine Wiedergewinnung der Lösungsmittel nicht erforderlich. Sollen Äther größerer Reinheit hergestellt werden, so ist nur der Waschalkohol zu rektifizieren.
  • Erfindungsgemäß wird also mittels eines zweiphasigen flüssigen Mediums der gekennzeichneten Zusammensetzung eine wirksamere Verätherung erzielt, wenn. die Phasentrennung bei Anwesenheit der Reaktionsteilnehmer folgenden Bedingungen entspricht: a) Das Verätherungsmittel muß in der wäßrigen Phase leichter löslich sein als in der das mit Wasser nicht mischbare Lösungsmittel enthaltenden.. b) Das Phasenverhältnis des Systems soll eine solche Einstellung der Menge und Zusammensetzung der wäßrigen Phase gestatten, daß die Wassermenge zur Quellung der Cellulose ausreicht, ohne daß Gelierung eintritt. Das bedeutet, daß die wäßrige Phase unter den gewöhnlichen Verhältnissen entweder im Vergleich. zur vorhandenen Gesamtflüssigkeitsmenge gering sein oder daß sie so viel des mit Wasser mischbaren Bestan.dteiles enthalten muß, daß das Gelieren. in geringen Grenzen bleibt. c) Die mit Wasser im wesentlichen nicht mischbare. organische flüssige Phase soll keine größeren Wassermengen, gelöste Reaktionsteilnehmer oder während der Reaktion entstehende Salze enthalten.
  • Ein hoher Umsetzungsgrad wird nur durch eine Konzentration des Wassers und der Reagenzien. auf der Cellulose erzielt. Bei gleichem Verhältnis der Reaktionsteilnehmer steigt der Verätherungsgrad in dem Maße der Verminderung der Wassermenge bis zu einem Punkte, an dem der Wassergehalt oder die Verteilungsmöglichkeit keine Quellung der Alkalicellulose bewirken. Damit eine gleichmäßige Verteilung der Ausgangsstoffe und eine gute Temperaturregelung möglich ist, soll die Gesamtflüssigkeitsmenge sich zur Cellulose zur Erzielung eines genügenden Flüssigkeitsgrades wenigstens wie 4 :1 verhalten.
  • Die obere Grenze der Flüssigkeitsmenge hängt von der Wirksamkeit der Rührvorrichtung und der Wirtschaftlichkeit ab, wobei die Binodalkuyve des Gemisches so auszuwählen ist, daß die wäßrige Phase verhältnismäßig gering ist. In der Praxis ist ein Verhältnis von Flüssigkeitsmenge zur Cellulose von 20 :1 etwa die obere Grenze. Das Verhältnis hängt von der Celluloseart, den angewandten Flüssigkeiten und der Mischvorrichtung ab. Bei Verwendung zerkleinerter Cellulose hat sich ein Verhältnis von etwa 11,25:1 als zweckmäßig erwiesen..
  • Das Gewichtsverhältnis und die Zusammensetzung der wäßrigen Phase soll ohne Rücksicht auf die Gesamtflüssigkeitsmenge bei Beginn der Verätherung innerhalb gewisser Grenzen liegen. Ein Cellulose glykolat wird erhalten, wenn die wäßrige Phase etwa 0,3 bis 3,4 Teile Wasser auf einen Teil trockene Ceilulose cnthält. Alle Gewichtsverhältnisse beziehen sich auf den Beginn der Verätherung und berücksichtigen nicht das Reaktionswasser oder das in der unpolaren Phase enthaltene Wasser.
  • Als organische, mit Wasser mischbare Flüssigketten werden erfindungsgemäß aliphatische Alkohole mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen verwendet, zweckmäßig solche, die wirtschaftlich zur Verfügung stehen, sich leicht entfernen und wiedergewinnen lassen, wie Äthanol oder Isopropanol.
  • Als mit Wasser nicht mischbare, inerte, organische Flüssigkeiten werden zwecksmäßig solche mit einem Siedepunkt über 350 verwendet, wie Benzol, Toluol oder Xylol. Es ist nicht erforderlich, daß der mit Wasser mischbare Alkohol in jedem Verhältnis völlig mischbar, noch daß die unpolare Flüssigkeit mit Wasser völlig unmischbar ist, so daß also darunter auch solche zu verstehen sind, die bei den angewandten Temperaturen mit Wasser im wesentlichen mischbar oder unmischbar sind. Wichtig ist für das erfindungsgemäße Verfallren, daß das Reaktionsmedium zwei flüssige Phasen bildet; z. B. kann auch Methyläthylketon an Stelle eines aromatischen Kohlenwasserstoffes verwendet werden.
  • Bei Änderung des Verhältnisses der Flüssigkeitsmenge zur Cellulose muß das Flüssigkeitsgemisch ganz neu so eingestellt werden, daß das Gewichtsverhältnis und die Zusammensetzung der wäßrigen Schicht zum Cellulosegewicht zu Beginn der Verätherung annähernd konstant sind.
  • Die Celluloseäther sollen durch folgende Ausdrücke gekennzeichnet werden: Der Verätherungsgrad V bezeichnet den Grad der Umsetzung nach dem analytischen Befund, also die durchschnittliche Zahl der in die Anhydroglucoseeinheit des Cellulosemoleküls eingeführten Äthergruppen.
  • Die theoretische Verätherungsmöglichkeit T ist die Anzahl Mole des im Reaktionsgemisch vorhandene Verätherungsmittels je Anhydroglucoseeinheit.
  • Der Umsetzungsgrad U bezeichnet das Verhältnis des tatsächlichen Verätherungsgrades zur theo-Bei schein Verätllerungsmöglichkeit in Hundertteilen.
  • Danach ist also V U = . 100.
  • T Die theoretische Verätherungsmöglichkeit T gibt also das Molverhältnis des Verätherungsmittels zur Cellulose im Reaktionsgemisch wieder, während der Verätherungsgrad V die Äther hinsichtlich ihrer Löslichkeit in Wasser und wäßrigem Alkali kennzeichnet.
  • Alle Mellgenangaben beziehen sich auf Gewichtsmengen.
  • In den folgenden Beispielen ist die Erfindung erläutelrt.
  • Beispiel 1 62,6 Teile durch ein Sieb DIN 0,25 gesiebter, gereinigter Baumwoll-Li.nters mit 4,20/o Feuchtigkeit werden in einem Mischer zu 317,2 Teilen Äthanol von 92,4 Gewichtsprozent und 310,2 Teilen Toluol ge.-geben und vermischt. Dann werden im Verlaufe von etwa 1 Minute 81,1Teile einer wäßrigen. 44,80/oigen Natriumhydroxydlösung zugesetzt, und das Gemisch wird 30 Minuten bei einer Temperatur von 30° quellen gelassen.. Anschließend fügt man 35,4 Teile feste Monochloressigsäure hinzu und hält das Reaktionsgemisch 70 Minuten unter ständigem Durchmischen auf einer Temperatur von 650. Der Alkaliüberschuß wird mittels Eisessig neutralisiert, das Erzeugnis abfiltriert und dreimal mit 650/oigem wäßrigem Äthanol und einmal mit 92,4°/oigem Äthanol gewaschen und getrocknet.
  • Die Analyse des Erzeugnisses zeigt einen Veratherungsgrad V von 0,79. Bei der theoretischen Verätherungsmöglichkeit T von 1,01 ergibt sich ein Umsetzungsgrad U von 78,20/0. DieWasserlöslichkeit ist ausgezeichnet. Es werden völlig klare Lösungen erhalten. Die 10/obige Lösung hat eine Viskosität von 1300 cP.
  • Beispiel 2 62,6Teile Holzzellstoff, durch ein Sieb DIN 0,25 gesiebt, mit einem Wassergehalt von 4,2°/o, werden mit 328 Teilen Äthanol, 304 Teilen Benzol und 7,8 Teilen Wasser vermischt. Dann werden unter ständigem Mischen 65,2 Teile einer 500/oigen wäßrigen Natronlauge zugesetzt, und der Brei wird 30 Minuten bei 300 durchgearbeitet. Anschließend werden 35 Teile feste Monochloressigsäure zugesetzt, und das Gemisch wird bei 650 noch 70 Minuten gerührt. Nach dem Filtrieren, Waschen und Trocknen zeigt das Erzeugnis folgende Daten: V = 0,78, T = 1,0, U = 780/o. Es löst sich in. Wasser. Eine 20/oige Lösung ist völlig klar und hat eine Viskosität von 414,2 cP.
  • Ähnliche Ergebnisse werden erzielt, wenn man Xylol an Stelle des Benzols verwendet.
  • Beispiel 3 1,87 Teile Äthanol (92,40/oig), 434,6 Teile Methyläthylketon, 62,6 Teile gereinigter Holzzellstoff (4,2°/o Feuchtigkeit), 86,4 Teile einer 41,20/oigen wäßrigen Natriumhydroxydlösung und 35 Teile feste Monochloressigsäure werden nach Beispiel 1 verarbeitet und bei 650 2 Stunden veräthert. Die Kennzahlen sind: V = 0.75, T = 1,0, U = 750/o.
  • Beispiel 4 Entsprechend dem Verfahren. des Beispiels 1 werden gereinigter Holzzellstoff und die gleichen Menge an Ausgangsstoffen verwendet; nur wird die Lauge.-menge auf 50,4 Teile einer 500/oigen Lösung un.d die Menge an Monochloressigsäure auf 8,5 Teile vermindert, und es werden 25,5 Teile Wasser zugesetzt.
  • Das Erzeugnis hat folgende Daten: V = 0,19, T = 0,24, U = 780/0. Eine 50/oige Lösung in 70loiger wäßriger Alkalilauge ist bei Raumtemperatur klar.
  • Das ist ein schlagender Beweis für die Fortschritt- lichkeit des erfindungsgemäßen Verfahrens, denn Natriumcelluloseglykolate mit einem niedrigen Verätherungsgrad von 0,19 sind nach den Angaben im Schrifttum gewöhnlich nur in auf unterhalb Raumtemperatur gekühlten wäßrigen Alkalilaugen löslich.
  • Beispiel 5 72,8 Teile gereinigter, durch ein Sieb von DIN 0,25 gesiebter Holzzellstoff mit 50/0 Feuchtigkeit werden mlit 326 Teilen Äthanol (92,40/oig), 302 Teilen Benzol und 11 Teilen Wasser gemischt. Unter weiterem Misch.en werden 65,2 Teile einer 500/oigen wäßrigen Alkalilauge zugesetzt, und der Brei wird 30 Minuten bei 300 gemischt. Dann werden 35 Teile feste Monochloressigsäure zugesetzt, und das Gemisch wird weitere 65 Minuten bei 650 gerührt. Nach dem Neutralisieren, Filtrieren, Waschen mit 650/oigem wäßrigem Äthanol und Trocknen hat das Erzeugnis folgende Daten: V = 0,72, T = 1,00, U = 720/0. Es ist in Wasser löslich. Die 10/obige Lösung ist klar und hat eine Viskosität von 58 cP. Auch die 20/obige wäßrige Lösung ist klar und hat eine Viskosität von 1010 cP.
  • Beispiel 6 451 Teile des aus dem Reaktionsgemisch nach Beispiel 5 erhaltenen Filtrats werden mit 93 Teilen Benzol und 100 Teilen 92,4e/o.igem Äthanol aufgefüllt.
  • Dann werden in die Flüssigkeit 62,8 Teile Holzzedlstoff, der durch ein Sieb DIN 0,25 passiert ist und einen Feuchtigkeitsgehalt von 5 0/& aufweist, eingerührt, darauf 65,2 Teile einer 500/obigen wäßrigen Natronlauge zugesetzt, und die Mischung wird 30 Minuten bei 300 behandelt. Nun werden 35 Teile feste Monochloressigsäure zugesetzt, und der Brei wird 65 Minuten bei 650 gerührt. Nach dem Neutralisieren wird der Brei filtriert, der Rückstand ge waschen und getrocknet. Das Erzeugnis zeigt folgende Kennzahlen: V = 0,72, T = 1,00, U = 720/o. Es ist wasserlöslich und gibt bei 1- und 20/oiger Konzentration klare Lösungen. Die Viskosität der 10/obigen Lösung ist'83, die der 20/obigen Lösung 1260 cP.
  • Beispiel 7 61,5 Teile gereinigter, gesiebter Holzzellstoff (Feuchtigkeitsgehalt 2,2°/o) werden mit 190 Teilen Isopropanol (96,8gewichtsprozentig) und 119,5 Teilen Toluol gemischt. Unter weiterem Mischen werden 40,5 Teile Wasser und 28,25 Teile Natriumhydroxydlflocken zugesetzt, und der Brei wird 25 Minuten bei 300 bearbeitet. Dann werden 31 Teile feste Monochloressigsäure zugesetzt, und das Ganze wird noch 10 Minuten hei 350 gerührt. Nach dieser Alterung wird das Gemisch neutralisiert, filtriert, der Rückstand mit 65°/oigem wäßrigem Äthanol gewaschen und getrocknet. Die Kennzahlen sind: V = 0,75, T = 1,00, = = 750/0. Das Erzeugnis ist in Wasser löslich. Sowohl die 10/obige als auch die 20/oige wäßrige Lösung ist klar. Die erstere hat eine Viskosität von 21,5, die letztere eine solche von 138 cP.
  • Beispiel 8 105,2 Teile gereinigter, gesiebter Holzzellstoff (Feuchtigkeitsgehalt 5 O/o) werden mit 171 Teilen Äthanol von 92,4 Gewichtsprozent und 411 Teilen Tetrachlorkohlenstoff gemischt. Darin werden. 20,4Teile einer wäßrigen Lösung von 17,2 0/0 Natriumhypo-Chlorit, 0,150/0 Natriumhydroxyd und 13,70/0 Natriumchlorid eingerührt, und. der Brei wird bei 35 bis 400 5 Minuten quellen gelassen. Dann werden 49 Teile gekörntes Natriumhydroxyd (970/ein) zugesetzt, und das Gemisch wird 55 Minuten bei 35 bis 380 gerührt.
  • Darauf werden 52,8 Teile kristallisierte Monochloressigsäure hinzugefügt, und das Gemisch wird weitere 60 Minuten bei 600 gerührt. Der Brei wird nun auf 350 abgekühlt, neutralisiert, filtriert und der feste Rückstand mit 650/oigem wäßrigem Äthanol gewaschen und getrocknet. Das Erzeugnis hat folgende Daten: V = 0,75, T = 0,90, U = 83,50/0. Es ist in Wasser klar löslich. Eine zeigt wäßrige Lösung hat eine Viskosität von 358 cP.
  • Beispiel 9 105,2 Teile gereinigter, gesiebter Holzzellstoff (Feuchtigkeitsgehalt 5 O/o) werden mit 171 Teilen Äthanol (92,40/oig) und 411 Teilen Toluol gemischt, dem Gemisch wird eine 17,2 ovo Natriumhypochlorit.
  • 0,15 O/o Natrimnhydroxyd und 13,70/0 Natriumchlorid enthaltende wäßrige Lösung zugesetzt und das breiige Gemisch bei 350 5 Minuten der Quellung überlassen.
  • Dann werden 49 Teile körnigen Natriuinhydroxyds (970/oig) hinzugefügt, und das Gemisch wird bei 35 bis 400 60 Minuten gemischt. Nun werden 32,8 Teile kristalline Monochloressigsäure hinzugefügt, und das Reaktionsgemisch wird 60 Minuten bei 650 gerührt.
  • Darauf wird der Brei auf 350 gekühlt, neutralisiert, filtriert und der Filterrückstand mit 650/oigem wäßrigem Äthanol gewaschen und getrocknet. Das Erzeugnis hat folgende Kennzahlen: V = 0,82, T = 0,90, U = 910/0. In Wasser ergibt es klare Lösungen. Eine 60/obige wäßrige Lösung hat eine Viskosität von 82 cP.
  • Beispiel 10 62,8 Teile gereinigter, gesiebter Holzzellstoff (Feuchtigkeitsgehalt 5 0/o) werden mit einer Mischung von 24,8 Teilen Äthanol (92,40/oig) und 614,8 Teilen Hexan gemischt. Unter weiterem Vermischen werden 65,2 Teile einer 500/oigen Natriumhydroxydlösung zugesetzt, und die breiige Mischung wird bei 30° 30' Minuten de:r Quellung überlassen. Dann werden 35 Teile kristalliner Monochloressigsäure zugesetzt, und das Gemisch wird bei 570 70 Minuten gerührt.
  • Das Reaktionsgemisch wird neutralisiert, filtriert, der Rückstand mit wäßrigem Äthanol gewaschen und getrocknet. Das Erzeugnis hat folgende Daten: V = 0,74, T = 1,00, U = 74 O/o. Es ist wasserlöslich, und die 20/oige Lösung hat ein.e! Viskosität von 1070 cP.

Claims (2)

  1. Im Rahmen der durch die Ansprüche gezogenen Grenzen können auch andere, polare oder unpolare, inerte organische Flüssigkeiten, andere Alkalien und andere geeigilete Verätherungsmittel verwendet werden, ohne daß vom Wesen der Erfindung ahgewichen wird. Wesentlich ist, daß die. Verätherung in dem erfindungsgemäßen flüssigen Zweiphasengemisch vorgenommen wird.
    PATENTANSPRUCHE: 1. Verfahren zur Herstellung der Alkalisalze von Celluloseäthercarhensäuren durch Umsetzen gereinigter Cellulose mit Halogenfettsäuren in Gegenwart von Alkali und von Alkoholen mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung in einem zweiphasigen, flüssigen Medium aus Wasser, einem mit Wasser mischbaren aliphatischen Alkohol mit 2 bis 4 I(ohlenstoffatomen und einem inerten, mit Wasser nicht oder unvollständig mischbaren organischen Lösungsmittel erfolgt, wobei die wäßrige Phase so zusammengesetzt ist, daß das Verhältnis der in ihr vorhandenen Wassermenge zur Cellulosemenge zu Beginn der Umsetzung etwa 0,03 : 1 bis 3,4 : 1 beträgt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, da.durch gekennzeichnet, daß das flüssige Medium Äthanol und einen aromatischen Kohlenwasserstoff enthält.
    In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschn.fteu Nr. 2 517 577. 2553 695.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4460766A (en) * 1981-11-30 1984-07-17 Hoechst Aktiengesellschaft Dispersing auxiliary for preparing cellulose ethers

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