DE1008782B - Zweidrahtverstaerkerstation aus zwei ueber Gabelschaltungen miteinander verbundenen Einzelverstaerkern - Google Patents
Zweidrahtverstaerkerstation aus zwei ueber Gabelschaltungen miteinander verbundenen EinzelverstaerkernInfo
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04B—TRANSMISSION
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- H04B3/02—Details
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Description
DEUTSCHES
Für reflexionsfrei verstärkende Zweidrahtverstärkerstationen
sind zwei Prinzipschaltungen bekannt. Bei der ersten Schaltung werden zwei Verstärker
mit Hilfe von zwei Gabelschaltungen so verbunden, daß in jeder Übertragungsrichtung ein
Verstärker liegt. In Fig. 1 ist eine derartige Schaltung dargestellt. Durch die Kabelscheinwiderstands-Nachbildungen
wird eine Selbsterregung der Verstärker verhindert.
Die zweite bekannte Schaltung besteht aus zwei negativen Widerständen, die durch Umwandlungseinrichtungen
(Konventer) erzeugt werden und zu einem Kreuzglied zusammengefügt sind. Sie ist in
Fig. 2 dargestellt. Ein besonderer Vorteil dieser Schaltung gegenüber der in Fig. 1 dargestellten be- 1S
steht darin, daß mit ihr Gleichströme, z. B. des Mikrophons, und kräftige Signalströme für Ruf- und
Wahlzwecke übertragen werden können. Von Nachteil ist, daß sie im Gegensatz zu der Schaltung nach Fig. 1
nur übertragungs- und widerstandssymmetrisch auf- a0
zubauen sind.
Je nach den gestellten Übertragungsbedingungen wird daher entweder die Zweidrahtverstärkerstation
nach Fig. 1 oder die nach Fig. 2 verwendet werden. Da die Bedingungen vom Eiusatzfall abhängen, ist es
notwendig, ixHde Stationen ständig verfügbar zu haben und wahlweise einzuschalten. Aus betrieblichen
und fertigungstechnischen Gründen ist es jedoch unzweckmäßig, zwei verschiedene Stationen einsatzbereit
zu halten, da dies praktisch den doppelten Aufwand bedeutet.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin, diesen doppelten Aufwand zu vermeiden.
Erfindungsgemäß wird daher innerhalb der Zweidrahtverstärkerstation
mit richtungsgetrennten Verstärkern
eine solche Umschaltung vorgenommen, daß ein Zweidrahtverstärker mit zwei negativen Widerständen
in Kreuzgliedschaltung entsteht.
Dabei wird aus je einer Gabel und einem Einzclverstärker
ein Wandler (Konverter) für einen Nachbildwiderstand gebildet. Einer der beiden Verstärker
wird umgepolt, und die entstehenden negativen Widerstände werden zu einem Kreuzglied zusammengeschaltet.
Die Nachbildwiderstände können umschaltbar ausgeführt werden, so daß für jeden Einzelfall
die entsprechenden Widerstände zur Verfügung stehen.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß sich die Schaltung nach Fig. 1 unter der Voraussetzung,
daß in beiden Richtungen gleiche Verstärkung und gleiche Nachbildwiderstände vorhanden sind, in
eine äquivalent«.· Kreuzgliedschaltung umwandeln läßt. An Hand der in Fig. 1 und 2 eingetragenen
Energieflüssc ist die Äquivalenz nachweisbar.
Fig. 1 zeigt einen Zweidrahtverstärker mit zwei
über Gabelschaltungen miteinander
verbundenen Einzelrverstärkern
Anmelder:
Standard Elektrik Aktiengesellschaft,
Stuttgar t-Zuff enhaus en,
Hellmuth-Hirth-Str. 42
Stuttgar t-Zuff enhaus en,
Hellmuth-Hirth-Str. 42
Dipl.-Ing. Theodor Grewe, Stuttgart -Weil im Dorf,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Einzelverstärkern V1, V2, die je einer Übertragungsrichtung
zugeordnet sind. Tritt eine Welle an dem Klemmenpaar 1-2 ein, so wird diese in der Gabel G1
aufgespalten und je zur Hälfte dem oberen Verstärkereingang (Klemmenpaar 5-6) und dem unteren
Verstärkerausgang (Klemmenpaar 7-8) zugeführt. Die aus dem oberen Verstärkerausgang (Klemmenpaar
13-14) austretende Welle wird in der zweiten Gabel G2 nochmals gespalten und fließt je zur Hälfte
in die abgehende Leitung (Klemmenpaar 9-10) und in die Weilenwiderstandsnachbildung Z des Kabels
(Klemmenpaar 11-12).
Fig. 2 zeigt einen Zweidrahtverstärker mit zwei negativen Widerständen. Die negativen Widerstände
treten an den Klemmenpaaren 1-2 und 9-10 auf. Tritt an den Klemmen 17-18 eine Welle ein, so wird
diese in der Gabel G3 gespalten. Die beiden Teilleistungen
fließen über die Klemmen 1-2 in die Gabel G1 und über die Klemmen 9-10 in die Gabel G2.
Die über die Klemmen 5-6 und 15-16 zu den Verstärkereingängen fließenden Wellen treten nach erfolgter
Verstärkung über die Klemmen 7-8 und 13-14 wieder in die Gabeln G1 und G2 ein. Dort erfolgt
nochmals eine Aufspaltung der Wellen. Die über die Klemmen 1-2 und 9-10 in die Gabel G3 eintretenden
Teilwellen addieren sich in solcher Weise, daß sich die Energien in der Gegenrichtung aufheben und in
der Richtung der über das Klemmenpaar 17-18 eintretenden
Wellen addieren. Der reflexionsfreie Abfluß der in die Gabel G.; von oben und unten eintretenden
Energien läßt sich an Hand der Fig. 3 a und 3 b erläutern.
Tn Fig. 3 a ist die Gabel G3 mit den Strom- und
Spannungspfeilen für die ankommende Welle dargestellt.
Bei Speisung von rechts würde an den
709 510'363 a
Klemmen 1-2 eine umgekehrt gepolte Spannung auftreten, während die Spannung zwischen den beiden
Leitungsadern (Klemmenpaar 9-10) unverändert bleiben würde.
Fig. 3 b zeigt die Spannungs- und Strompfaile der an den Klemmen 1-2 und 9-10 eintretenden verstärkten
Wellen. Die Spannung an den Klemmen 1-2 hat wegen der Umpolung der oberen Verstärkerausgangsleitung
{Fig. 2) gegenphasige Richtung gegenüber der Eingangsteil welle (Fig. 3 a; Klemmen
1-2), während die Spannungen an den Klemmen 9-10 in beiden Fig. 3 a und 3 b gleichphasig sind. Die an
den Klemmen 9-10 (Fig. 3 b) in die Gabel G3 eintretende
Teilwellc bewirkt nun an den. Klemmen 17-18 und 19-20 gleichphasige Spannungen, während
die an den Klemmen 1-2 eintretende Welle gegenphasige Spannungen hervorruft, so daß sich die
Energieflüsse, die der Eingangswelle entgegenlaufen, aufheben, während sich die in Richtung der Eingangswelle
laufenden Teilenergien addieren.
Die in Fig. 2 im Prinzip dargestellten drei Gabeln sind gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung
mit Hilfe der beiden Gabelübertrager der Fig. 1 zu realisieren. Zu diesem Zweck wird an der Primärwicklung
eines Gabelübertragers eine Mittelanzapfung angebracht. In Fig. 4a und 4b ist die Anschaltung
der Gabelübertrager an die Verstärker für beide Betriebsfälle dargestellt. Die Mittelanzapfung 1" des
Übertragers U1 wird bei der Schaltung nach Fig. 4b
an die Klemme 9 des Übertragers U1, angeschlossen.
Die eine Ausgangsklemme des Verstärkers V1 wird über die Klemme 8 mit seiner Eingangsklemme 6
verbunden. Die andere Ausgangsklemme wird über die Klemme 7 und die Sekundärwicklung des Übertragers
U1 mit seiner Eingangsklemme 5 verbunden.
Analog dazu wird der Verstärker V2 an den Übertrager
U2 geschaltet, jedoch werden in diesem Falle
die Ausgangsklemmen nicht vertauscht.
Zur Vermeidung eines Kurzschlusses bei der Übertragung von Gleichstrom wird ein zusätzlicher Kondensator
C1 in die Schaltung eingefügt.
Eine ebenso1 einfache Umschaltung ist möglich, wenn die beiden Gabelschaltungen aus je zwei
Differentialübertragern bestehen.
Häufig ist es notwendig, den Verstärkern Filter vor- oder nachzuschalten, die das Übertragungsband
durchlassen und die übrigen Frequenzen sperren. Für die Anwendung der Erfindung müssen diese Filter
gleiche Übertragungseigenschaften haben.
Claims (5)
1. Zweidrahtverstärkerstation aus zwei Einzelverstärkern,
die über Gabelschaltungen miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß Verstärker und Gabelschaltungen derart umschaltbar
sind, daß wahlweise eine Zweidrahtverstärkerstation mit richtungsgetrennten Verstärkern
oder eine solche mit zwei negativen Widerständen in Kreuzgliedschaltung entsteht.
2. Zwoidrahtverstärkerstation nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Umschaltung
aus je einer Gabel und einem Einzelverstärker ein Wandler (Konverter) für einen Nachbildwiderstand
gebildet und einer der Verstärker an seinem Ausgang umgepolt wird und daß die beiden dadurch
entstehenden negativen Widerstände zu einem Kreuzglied zusammengeschaltet werden.
3. Zweidrahtverstärker nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Primärwicklung
des einen Gabelübertragers (U1) mit einer Mittelanzapfung
versehen ibt und daß der an diesem Übertrager (U1) bei der Umschaltung entstehende
negative Widerstand den Längszweig des Kreuzgliedes bildet, während der andere negative Widerstand
als Ouerzweig des Kreuzgliedes an die Mittelanzapfung des ersten Übertragers (^1) gelegt wird.
4. Zweidrahtverstärkerstation nach Anspruch 1 und 2 und/oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß
den Verstärkern je ein Durchlaßfilter für das Übertagungsband mit untereinander übereinstimmenden
Übertragungseigenschaften vor- oder nachgeschaltet ist.
5. Zweidrahtverstärker nach Anspruch 1 und einem oder mehreren der übrigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß in die Kreuzgliedschaltung ein Kondensator (C1) quer zur Leitung
eingefügt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709 510/363 a 5.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST11563A DE1008782B (de) | 1956-08-18 | 1956-08-18 | Zweidrahtverstaerkerstation aus zwei ueber Gabelschaltungen miteinander verbundenen Einzelverstaerkern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST11563A DE1008782B (de) | 1956-08-18 | 1956-08-18 | Zweidrahtverstaerkerstation aus zwei ueber Gabelschaltungen miteinander verbundenen Einzelverstaerkern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1008782B true DE1008782B (de) | 1957-05-23 |
Family
ID=7455438
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEST11563A Pending DE1008782B (de) | 1956-08-18 | 1956-08-18 | Zweidrahtverstaerkerstation aus zwei ueber Gabelschaltungen miteinander verbundenen Einzelverstaerkern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1008782B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1277357B (de) * | 1966-01-31 | 1968-09-12 | Int Standard Electric Corp | Zweiwegverstaerker nach dem Prinzip der negativen Leitung |
-
1956
- 1956-08-18 DE DEST11563A patent/DE1008782B/de active Pending
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1277357B (de) * | 1966-01-31 | 1968-09-12 | Int Standard Electric Corp | Zweiwegverstaerker nach dem Prinzip der negativen Leitung |
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