DE525203C - Schaltungsanordnung fuer eine Fernkonferenzanlage mit mehr als zwei Fernmeldeleitungen - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer eine Fernkonferenzanlage mit mehr als zwei FernmeldeleitungenInfo
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- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04M—TELEPHONIC COMMUNICATION
- H04M3/00—Automatic or semi-automatic exchanges
- H04M3/42—Systems providing special services or facilities to subscribers
- H04M3/56—Arrangements for connecting several subscribers to a common circuit, i.e. affording conference facilities
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein elektrisches Fernkonferenz-Übertragungssystem, bei
dem mehr als zwei Fernsprechlinien über Verstärkereinrichtungen derart zusammengeschaltet
werden, daß Signalströme, die auf einer dieser Linien ankommen, verstärkt und
sämtlichen anderen Linien zugeführt werden. Gemäß der Erfindung wird durch die besondere
Art des Zusammenschaltens der Leitungen vermieden, daß die verstärkten Ströme über diejenige Leitung zurückfließen, über die
sie ausgesandt wurden. Auf diese Weise werden störende Rückkopplungs- und Echowirkungen
verhindert.
Gemäß der Erfindung enthält eine solche
Schaltungsanordnung eine Anzahl elektrischer A^erstärkungseinrichtungen, und zwar eine für
jede der miteinander zu verbindenden Fernsprechleitungen. Außerdem sind Schaltetemente
vorhanden, die jeden der Verstärker mit jeder der Leitungen derart verbinden, daß
die über eine Leitung ankommenden Signale entsprechende Signale in allen anderen Leitungen
hervorrufen mit Ausnahme der Leitung, über die die Signale zugeführt werden. In den Abb. 1, 2 und 3 sind einige Ausführungsbeispiele
des Erfindungsgedankens dargestellt.
Die Abb. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem gemäß der Erfindung jeder Leitung
ein Verstärker derart zugeordnet ist, daß die Ausgangskreise der Verstärker mit den zugehörigen
Leitungen und die Eingangskreise mit jeder der Leitungen gekoppelt sind. Die Leitungen
sind in bekannter Weise mit Ausgleichsübertragern abgeschlossen, um die durch die Ankopplung der Ausgangskreise der
Verstärker ermöglichte Rückkopplung zu vermeiden.
In der Abbildung sind 21, 22, 23, 24 die miteinander zu verbindenden Leitungen, die
durch die Ausgleichsübertrager AU abgeschlossen sind. N sind die zugehörigen Nachbildungen,
F21 bis F24 die zugehörigen Verstärker.
Die eine Brückendiagonale (der Abzweig von den Symmetriepunkten) ist über die Transformatoren Tr mit den Eingängen
sämtlicher Verstärker V gekoppelt, ausgenommen den der betreffenden Leitung zugeordneten
Verstärker. Die den Transformatoren Tr zugeführte Spannung kann durch die
Spannungsteilerschaltungen Sp geregelt werden. Sollen η-Leitungen miteinander verbunden
werden, so werden an jede Ausgleichsschaltung »-/-Transformatoren Tr angeschlossen.
Die Primärseiten dieser Transformatoren können dabei in Reihe oder parallel oder
reihen-parallel an die Spannungsteiler Sp angeschlossen werden. Die Sekundärwicklungen
der Transformatoren Tr, die in der Abbildung mit derselben Ziffer bezeichnet sind wie die
zugehörigen Verstärker, sind derart mitein-
ander verbunden und an den Verstärker angeschlossen, daß dieser mit sämtlichen Leitungen,
mit Ausnahme der zugehörigen, gekuppelt ist. Die Ausgänge der Verstärker sind an die
Sekundärwicklungen A21 bis A.2i der Ausgleichsübertrager
Au angeschlossen.
Eine Überwachungseinrichtung Üiv ist ebenfalls
über Transformatoren Tr mit den Eingängen sämtlicher Verstärker gekoppelt, so
ίο daß Signale an die an sämtliche Leitungen
angeschlossenen Teilnehmer gegeben werden können. Durch besondere mit den Ausgleichsübertragern gekoppelte Wicklungen B werden
der überwachungseinrichtung die über die Leitungen ankommenden Signale zugeführt.
Bei den in den Abb. 2 und 3 dargestellten Ausführungsbeispielen erfolgt die Verhinderung
der Rückströme gemäß der Erfindung dadurch, daß die über eine Leitung ankommenden
Signale an den Eingängen sämtlicher Verstärker Potentialdifferenzen erzeugen
und daß an dem Eingang des Verstärkers, der der Leitung zugeordnet ist, über die die Signale ankommen, außerdem eine
gleich große und entgegengesetzte Potentialdifferenz
erzeugt wird.
Dies wird dadurch erreicht, daß die über eine Leitung ankommenden Ströme zwei in
erster Linie aus Induktivitäten bestehenden Kreisen zugeführt werden, von denen der eine
die Eingänge sämtlicher Verstärker erregt und der andere nur den Eingang des der betreffenden
Leitung zugeordneten Verstärkers. In Abb. 2 ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt,
bei dem die beabsichtigte Wirkung mit verhältnismäßig einfachen Mitteln erreicht
wird. Jeder der Leitungen L1, L2, L:!
ist ein Verstärker V1, V2, V3 zugeordnet. Die
Leitungen, die normalerweise mit hier nicht dargestellten Ausgleichsübertragern abgeschlossen
sind, sind mit je einem Transformator 5 gekoppelt. Die Primärwicklungen 8
dieser Transformatoren sind an die eine Brückendiagonale der Ausgleichsübertrager,
gegebenenfalls über Spannungsteiler, angeschlossen. Die Transformatoren 5 sind mit je
zwei einander gleichen Sekundärwicklungen 6 und 7 ausgerüstet. Die Sekundärwicklungen 6
und 7 sind auf der einen Seite miteinander verbunden, so daß sie gewissermaßen in Reihe
liegen. Die gemeinsamen Punkte der Sekundärwicklungen sind durch eine gemeinsame
Leitung 20 miteinander verbunden. Die freien Enden der Sekundärwicklungen 6 sind über
eine Leitung 21 miteinander und mit dem einen Ende der Eingänge 1 der Verstärker
verbunden. Die freien Enden der Sekundärspulen 7 sind au die anderen Pole der Verstärkereingänge
geführt. Die mit 2 bezeichneten Ausgänge der Verstärker sind in bekannter, hier nicht dargestellter Weise mit
den Sekundärwicklungen der Ausgleichsüber^ trager verbunden. Kommt z. B. über die Leitung
L1 ein elektrisches Signal an, so werden in den beiden Sekundärwicklungen 6 und 7
des dieser Leitung zugeordneten Transformators 5 zwei gleich große Spannungen induziert.
Die an den beiden Enden der in Reihe geschalteten Sekundärwicklungen vorhandene
Spannung ist daher null, und der Eingang des an diese Enden angeschlossenen Verstärkers
V1 bleibt unerregt. Die an den Enden der betrachteten Sekundärspule 6 herrschende
Spannung liegt über die Leitungen 20 und 21 an den Enden der Sekundärspulen 6 samtlicher
übrigen Transformatoren 5. Dadurch wird in den Sekundärspulen 7 dieser Transformatoren
ebenfalls eine Potentialdifferenz induziert, die sich mit der an der Spule 6 vorhandenen
addiert und die Eingänge der Verstärker V2 und V3 erregt. Auf diese Weise
werden also über die Verstärker die über eine Leitung ankommenden Signale sämtlichen
anderen Leitungen zugeführt.
Abb. 3 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel, bei dem ebenfalls wie in dem vorhergehenden
jeder Leitung ein Verstärker zugeordnet ist, bei der jedoch noch ein weiterer,
allen Leitungen gemeinsamer Hilfsverstärker H vorgesehen ist. Auch hier sind die Leitungen
L1 bis L8 in der üblichen Weise durch
die Ausgleichsschaltungen 9 abgeschlossen. 11 sind die den Leitungen entsprechenden
Nachbildungen. Die konjugierte Brückendiagonale der Ausgleichsschaltungen ist mit 9i
den Enden der Spannungsteiler 4 verbunden, von denen die Spannungen für die Primärwicklungen
8 der Transformatoren 5 abgenommen werden. Jeder dieser Transformatoren trägt zwei Sekundärwicklungen. Die
Sekundärwicklungen 6 der Transformatoren sind von niedriger Windungszahl und, miteinander
in Reihe geschaltet, an den Eingang 13 des Hilfsverstärkers H gelegt. Das eine
Ende des Ausganges des Hilfsverstärkers ist über eine Leitung 23 mit den Sekundärwicklungen
7 verbunden. Die freien Enden dieser Sekundärspulen sind an den einen Pol des
Einganges der zugehörigen Verstärker geführt. Die anderen Pole der Verstärkereingänge
sind über eine Leitung 24 miteinander und mit dem Ausgang des Hilfsverstärkers verbunden. Die Ausgänge 3 der Verstärker
sind in bekannter Weise an die Sekundärwicklungen der Ausgleichsübertrager gelegt.
Wenn über eine Leitung ein Signalstrom ankommt, so wird über die zugehörige Potentiometerschaltung
eine Spannung an die Primärwicklung des entsprechenden Transformators gelegt. Über die Sekundärwicklung 6
wird der Eingang des Hilfsverstärkers H erregt, der seinerseits Spannung an die Ein-
gänge sämtlicher Verstärker V legt. Der Eingang
des Verstärkers, der derjenigen Leitung zugeordnet ist, über die die Signale ankommen,
erhalt außerdem über die Sekundärwicklung 7 des ihm zugeordneten Transformators
5 eine Spannung, die der vom Ausgang des Hilfsverstärkers gelieferten gleich und
entgegengesetzt ist. Auf diese Weise wird verhindert, daß die ankommenden Ströme
ίο über die zugehörigen Verstärker in die Leitung
zurückfließen können.
Eine Beeinflussung der zu den nicht besprochenen Leitungen gehörenden Verstärker
über die Sekundärspulen 7 infolge der zwisehen den Spulen 6 und 7 vorhandenen Kopplung
ist nicht möglich, da infolge des hohen Eingangswiderstandes des Hilfsverstärkers
durch die Spulen 6 kein Strom fließen kann. Die für die Zusammenschaltung von mehr
als zwei Teilnehmern gemäß der Erfindung angegebenen Mittel sind so eingerichtet, daß sie
für beliebig viele Leitungen brauchbar sind. Es ist möglich, beliebige andere Schaltelemente,
z. B. zur Beeinflussung des Frequenzganges oder des Verstärkungsgrades der Anordnung,
in diese einzuschalten.
Claims (10)
- Patentansprüche:i. Schaltungsanordnung für eine Fernkonferenzanlage mit mehr als zwei Fernmeldeleitungen, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Leitung ein besonderer Verstärker zugeordnet ist, und daß die Verstärker derart (z. B. über Transformatoren oder mit Hilfe von Kompensationsschaltungen') mit den Leitungen gekoppelt sind, daß die über eine Leitung ankommenden Signale an den Eingängen sämtlicher Verstärker eine wirksame Spannung erzeugen mit Ausnahme des der besprochenen Leitung zugeordneten Verstärkers.
- 2. Schaltungsanordnung nach An-Spruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei η miteinander zu verbindenden Leitungen jede Leitung an die Primärseiten von «-/-Transformatoren angeschlossen ist, deren Sekundärseiten an die Eingänge sämtlicher Verstärker führen mit Ausnahme desjenigen Verstärkers, der der mit den betreffenden Transformatoren in \^erbindung stehenden Leitung zugeordnet ist.
- 3. Schaltungsanordnung nach An-Spruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Primärseiten der Transformatoren in Reihe oder parallel oder reihen-parallel angeschlossen sind.
- 4. Schaltungsanordnung nach An-Spruch ι und 2, gekennzeichnet durch eine besondere Überwachungseinrichtung {ÜW), die über «-Transformatoren mit den Eingängen sämtlicher Verstärker gekuppelt ist (Abb. 1).
- 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Brückendiagonale der die Überwachungseinrichtung abschließenden Ausgleichsschaltung mit besonderen Wicklungen (B) der den »-Leitungen zugeordneten Ausgleichsübertragern gekoppelt ist.
- 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Eingang (1) des der besprochenen Leitung zugeordneten Verstärkers gleich große und entgegengesetzte Potentiale erzeugt werden (Abb. 2).
- 7. Schaltungsanordnung nach An-Spruch ι und 5, dadurch gekennzeichnet, daß das an den Verstärker gelegte gleich große und entgegengesetzte Potential über einen Hilfsverstärker (4) zugeführt wird (Abb. 3).
- 8. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Eingang des Hilfsverstärkers mit sämtlichen Leitungen, z. B. über Wicklungen (6), gekoppelt ist.
- 9. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang des Hilfsverstärkers mit den Eingängen sämtlicher Verstärker über mit den Leitungen gekoppelte Wicklungen (7) verbunden ist.
- 10. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine Kopplung zwischen den an den Eingängen der Verstärker und den an dem Eingang des Hilfsverstärkers liegenden Wicklungen (7 und 6) durch den hohen Eingangswiderstand des Hilfsverstärkers verhindert wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB1437328A GB317423A (en) | 1928-05-16 | 1928-05-16 | Improvements in or relating to electric signalling systems |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE525203C true DE525203C (de) | 1931-05-20 |
Family
ID=10040033
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG76428D Expired DE525203C (de) | 1928-05-16 | 1929-05-16 | Schaltungsanordnung fuer eine Fernkonferenzanlage mit mehr als zwei Fernmeldeleitungen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE525203C (de) |
| GB (1) | GB317423A (de) |
-
1928
- 1928-05-16 GB GB1437328A patent/GB317423A/en not_active Expired
-
1929
- 1929-05-16 DE DEG76428D patent/DE525203C/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB317423A (en) | 1929-08-16 |
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