DE10045100A1 - Vollflächige, strömungsstabile, temporäre Befestigung von Werbebanner, insbesondere an Außenhüllen von Luftschiffen - Google Patents
Vollflächige, strömungsstabile, temporäre Befestigung von Werbebanner, insbesondere an Außenhüllen von LuftschiffenInfo
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Abstract
Werbebanner, -folien und dgl. an Flächen, insbesondere an Außenhüllen von Luftschiffen, werden so vollflächig und strömungsstabil angebracht, dass ein schnelles und einfaches Auswechseln ohne größere und zeitaufwendige Änderungsarbeiten an den eigentlichen Werbeträgerflächen vorgenommen werden müssen. DOLLAR A Dies wird erzielt durch eine auf der Werbeträgerfläche dauerhaft fest aufgeklebte flexible Matte aus Kunststoff oder dgl., die mit Luftkanälen versehen ist, in denen ein genügend hoher und gleichmäßig stabiler Unterdruck gegenüber dem Außenluftdruck erzeugt wird. Die auf der Kanalmatte aufgelegte Folie mit den entsprechenden Werbeaufdrucken (Werbebanner) werden damit strömungsstabil und flatterfrei vollflächig befestigt und können trotzdem z. B. am Ankerplatz eines Luftschiffes mittels besonderer Vorrichtungen sehr schnell und einfach ausgewechselt werden. DOLLAR A Alternative Problemlösungen sehen die vollflächige Befestigung von Werbebanner unter Zwischenschaltung von sich ineinander verhakender Faserenden, ähnlich eines sog. "Klettverschlusses" vor, wobei die Montage und Demontage über eine gegenpolige elektrostatische Aufladungen des Werbebanners und der Kanalmatte unterstüzt wird. Die genannten Befestigungsverfahren können auch miteinander kombiniert eingesetzt werden.
Description
Luftschiffe werden heute zumeist ausschließlich als Werbeträger
betrieben. Hierzu ist es aber erforderlich, dass die Außenhülle
wetterfest und dauerhaft mit den entsprechenden Werbeschriften
und -bildern. versehen werden. Das Anbringen der Werbung auf
die Außenhüllen derartiger Luftfahrzeuge ist arbeits-, bzw. zeitin
tensiv und dadurch sehr kostenaufwendig. Dies bedingt wiederum,
dass derartige Werbeträger nur von Großunternehmen genutzt
werden können, die den Werbeträger über einen längeren Zeitraum
hinweg mit gleichlautenden Werbeaussagen über verschiedene
Regionen betreiben lassen und auch bezahlen können.
Der Einsatz von Luftschiffen als Werbeträger wird aber vermehrt
ergänzt durch die gleichzeitige Nutzung für Passagierfahrten, insbe
sondere über hierzu besonders geignete, jedoch meist entfernungs
mäßig begrenzte, aber für den Flug-Tourismus geeignete Land
schaften.
Die Kombination beider Marktsegmente Werbung und Flug-Touris
mus, macht eine Änderung der bisherigen Anbringung von Werbe
aussagen auf der Außenhülle der Luftschiffe notwendig.
Da Passagierfahrten, besonders mit sog. Klein-Luftschiffen in der
Hauptsache meist nur stundenweise, also zeitlich und auch regional
sehr gegrenzt in oft wiederholten Zyklen durchgeführt werden,
müssen die entsprechenden Werbeaufschriften und -bilder auch
für die regional agierende Unternehmen kostengünstig auch über
rel. kurze Einsatzzeiten nutzbar sein.
Ein schnelles und einfaches Auswechseln der Werbebanner unter
gleichzeitiger Beachtung der erforderlichen Sicherheiten, ist somit
unbedingte Voraussetzung für einen wirtschaftlichen Kombina
tionsbetrieb von derartigen Klein-Luftschiffen mit Werbung und
Passagierfahrten. Der Werbeträgerwechsel wird am Ankerplatz,
z. B. während eines Passagierwechsels mittels besonderer Vorrich
tung vorgenommen.
Die derzeitig bekannten Befestigungsarten über punktkonzentrierte
Anbindungen der Werbebanner-Ränder an die Außenhülle des
Luftschiffes sind nicht nur umständlich von Hand z. B. über Gummi
zügen oder dergl. auszuführen, sondern diese neigen auch zum Ab
reißen durch Material-Überbeanspruchungen an den Kraftein
leitungspunkten. Besonders bei erhöhten Fahrgeschwindigkeiten
ist so eine sichere und damit zulassungsfähige Befestigung nicht
darstellbar.
Außerdem kann das Wechseln der Werbebanner nur an windge
schützten Orten, z. B. in einer geeigneten Werfthalle durchgeführt
werden, da das Luftschiff am Ankermast bekanntermaßen durch
Windeinflüsse nicht ohne irgendwelche Eigenbewegungen zum Bo
den gehalten werden kann und so die Arbeiter auf den erforder
lichen Arbeitsbühnen beim Werbeträgerwechsel erheblich gefähr
det sind.
Die erfindungsgemäße Neuerung ist in Fig. 1-5 schematisch darge
stellt. Sie ermöglicht es großflächige Folien mit Werbeaufdrucken
vollflächig fahr- bzw. betriebssicher auf die Außenhülle eines
Luftschiffes anzubringen und sie auch gleichzeitig wieder, schnell
und einfach am Ankerplatz über eine besondere Vorrichtung gegen
neue Werbebanner auszuwechseln.
Die erfindungsgemäße Befestigung von Werbebanner ist selbst
verständlich nicht nur auf Luftschiffe begrenzt, sondern kann
ebenfalls auf sonstige stationäre plane oder gewölbte Flächen
angewendet werden.
Fig. 1. zeigt schematisch einen Querschnittabschnitt der erfin
dungsgemäßen Werbebanner-Befestigung. Hierbei ist mit 1 z. B. die
gasdichte Ballonhülle eines Luftschiffes gekennzeichnet. Die an der
Außenseite angebrachte flexible Matte 2 aus leichtem, geschlossen
porigem Hart-Schaumstoff oder dergl., ist fest mit der Ballonhülle 1
über die Zwischenschicht 3 vollflächig verklebt bzw. darauf auf
vulkanisiert.
Die Matte 2 weist offene Kanäle 6 auf, wobei auch eingeschlossene
Kanäle mit nach Außen führenden Bohrungen vorstellbar sind. In
diesen Kanälen 6 wird mittels Vakuumpumpen ein Unterdruck er
zeugt, sobald die Werbebannerfolie 4 mit Werbeaufdrucken 5 auf
die Kanalmatte 2 aufliegt.
Die Dicke und Steifigkeit des Werbebannermaterials ist abgestimmt
auf die Kanalabstände A untereinander sowie auch der jeweiligen
Kanalbreite B, um so ein Einsaugen der Folie 4/5 in die Kanäle 6 zu
verhindern, da dadurch ein gleichmäßige Aufrechterhalten eines
Unterdruckes über die gesamte Fläche verhindert würde.
Mit 7 ist ein umlaufender Dichtstreifen aus besonders elastisch ab
gestimmten Gummi-, bzw. Kunststoffmaterial bezeichnet.
In Fig. 2 ist die Anordnung der Kanalmatten 2 in einer Draufsicht,
ohne die Auflage eines Werbebanners dargestellt. Es wird ersicht
lich, daß die Kanalmatten 2 in einzelne Felder aufgeteilt unterein
ander und/oder nebeneinander angeordnet werden können. Die
Raster der Kanäle 6 sind vorteilhaft auf den Kanalmatten 2 noch
mals abschnittsweise unterteilt über Rohre 8 und Ventile 9 mit
dem Luftunterdruck beaufschlagbar, je nachdem die Werbebanner
folie 4/5 das jeweilige Kanalfeld beim Anbringen oder Abheben
abgedeckt hat. Die Rohre 8 führen zur zentralen Vakuumpumpe die
mit VP bezeichnet ist.
Die Aufrechterhaltung des Luftunterdruckes im Fahrbetrieb kann
alternativ auch über besonders an der Luftschiff-Außenhülle ange
ordnete Injektordüsen, die mit I bezeichnet sind, erzielt oder
unterstützt werden. Mit WL ist hier die an der Außenhülle vorbei
streichende Luftstömung gekennzeichnet.
Fig. 3 verdeutlicht schematisch die Montage- bzw. Demontagevor
richtung für die Werbebanner 4/5 bei einem frei über dem Boden
schwebenden, am Ankermast befestigten Luftschiffes. Der Luft
schiffkörper 1 ist im Querschnitt dargestellt, wobei Gitterträger 10
den Luftschiffkörper 1 halbkreisförmig umfassen. Die Gitter
träger 10 sind mit Fahrwerk 12 über Radsätze 13 kreisförmig um
den Ankerpunkt am Bug des Luftschiffes je nach Windeinwirkung
frei beweglich.
Schutz vor Beschädigungen des Luftschiffkörpers wird über
Polsterelemente und/oder Saugnäpfe 11 erzielt.
Der Werbebanner 4/5 ist auf einer motorisch angetriebenen
Trägerrolle 15 aufgewickelt und wird zwischen zwei Gitterträger
10 in Umfangsrichtung des Luftschiffkörpers nach oben, bzw.
nach unten geführt. Hierbei rollt die Werbebannerfolie ab und legt
sich an den Luftschiffkörper, bzw. den darauf angebrachten Kanal
matten 2 an. Sie wird dabei unter abschnittsweiser Beaufschlagung
der einzelnen abgedeckten Kanalfelder durch den Luftunterdruck
fest angesaugt. Mit 14 ist eine mit den Antrieben der Rolle 15
verbundene Arbeitsbühnenkonstruktion für das Bedienungsper
sonal bezeichnet.
In Fig. 4 ist die Anordnung der beiden Gitterträger 10 in Längs
richtung des Luftschiffes 1 dargestellt. Die Gitterträger 10 sind
über Fahrwerkskonstruktion 12 miteinander verbunden. Die Breite
der Werbebanner-Rolle 15 bestimmt das Maß des Abstandes bei
der Gitterträger 10 untereinander. Die Werbeschriften/-Bilder
können selbstverständlich auch das Mehrfache der Rollenbreite betragen,
wenn sie in Luftschiff-Längsachse nebeneinander aufge
bracht werden.
Die Arbeitsbühne 14 ist über Verbindungsgestänge 17 konstruktiv
mit den beiden Rollen-Antrieben 16 so verbunden, dass das Be
dienpersonal den Montage- bzw. Demontagevorgang der Werbe
bannerfolie beobachten und entsprechend steuern können. Mit 18
ist ein bereits an der Luftschiffhülle aufgebrachter Abschnitt einer
Werbebannerfolie bezeichnet.
Fig. 5 zeigt eine Zusatzeinrichtung zwecks Absicherung einer evtl.
Ablösung der Werbebannerfolie 4/5 durch die Luftströmung WL
während des Fahrbetriebes.
Mit 19 ist ein Profil aus Metall oder Kunststoff bezeichnet, dass entspre
chend dem Umfang der Luftschiffhülle 1 gebogen ist und über aufge
klebte Schrauben 20 und Muttern, bzw. besondere Klemmelemente 21
fest mit der Luftschiffhülle verbunden werden kann. Mit 22 ist eine
Zwischenlage aus elastischem Material gekennzeichnet, die an Profil 19
fest verklebt, oder in entsprechenden Nuten gehalten ist. Diese weiche
und elastische Zwischenlage 22 verhindert eine Beschädigung der Luft
schiffhülle 1. Die Bohrungen für die Befestigungsschrauben 20 im
Profil 19 sind in Umfangrichtung vorteilhaft als Langloch ausgebildet
um so die Ausdehnungsdifferenzen zwischen elastischer Luftschiffhülle 1
und Profil 19 besser auszugleich. und dadurch eine Beschädigung der
Luftschiffhülle zu verhindern.
Claims (10)
1. Befestigung von Werbebanner an Flächen, insbesondere an Luft
schiffen gekennzeichnet dadurch, daß eine Trägerfolie 4 mit Auf
drucken (Schriften/Bilder) 5 über eine flächig aufgeklebte Kanal
matte 2 mittels dem in den Kanälen 6 erzeugten Luft-Unterdruck voll
flächig angesaugt wird.
2. Befestigung von Werbebanner nach Anspruch 1 gekennzeichnet
dadurch, daß der Luft-Unterdruck in der Kanalmatte 2 in einzelne
zuschaltbare Felder aufgeteilt und dadurch ein abschnittsweises An
saugen, bzw. Entfernen der Werbebanner-Folie 4/5 von der
Kanalmatte 2 ermöglicht wird.
3. Befestigung von Werbebanner nach Anspruch 1, gekennzeichnet
dadurch, daß die einzelnen Unterdruck-Kanalfelder mit umlaufenden
Dichtstreifen 7 aus Weichgummi oder dergl. begrenzt sind.
4. Befestigung von Werbebanner nach Anspruch 1, gekennzeichnet
dadurch, daß das Anlegen und Demontieren der Werbebannerfolie 4/5
mittels jeweils gegenpolig elektrostatischer Aufladung und/oder
aufgebrachter sog. "Klettband"-Flächen ausgeführt oder auch nur
teilweise unterstützt wird.
5. Befestigung von Werbebanner nach Anspruch 1, gekennzeichnet
dadurch, daß zur Unterstützung des permanenten Luftunterdruckes
während des Fahrbetriebes an der Außenhaut des Luftschiffes
angeordnete Injektordüsen (I) mit herangezogen werden.
6. Befestigung von Werbebanner nach Anspruch 1, gekennzeichnet
dadurch, daß die Werbebannerfolien auf Trägerrollen 15 auf und
abgewickelt und auch eingelagert werden, die dann bei Montage bzw.
Demontage zwischen 2 Gitterträger 10 über synchron laufende
Antriebe 16 am Werbeträgerkörper, insbesondere dem Umfang eines
Luftschiffkörpers 1 entlang geführt werden.
7. Befestigung von Werbebanner nach Anspruch 1, gekennzeichnet
dadurch, daß die beiden Montagegerüste bzw. Gitterträger 10 auf
einer gemeinsamen Plattform 12 befestigt sind und über Fahrwerke
13 den Eigenbewegungen des Luftschiffes um den Ankermast herum
folgen können.
8. Befestigung von Werbebanner nach Anspruch 1, gekennzeichnet
dadurch, daß zwischen Gitterträger 10 und Luftschiffhülle 1 Saug
näpfe und/oder Pufferelemente 11 angeordnet sind.
9. Befestigung von Werbebanner nach Anspruch 1, gekennzeichnet
dadurch, daß zwischen beiden Gitterträger 10 eine Arbeitsbühne 14
am Antriebssystem 16 befestigt ist.
10. Befestigung von Werbebanner nach Anspruch 1, gekennzeichnet
dadurch, daß Kanalmatte 2 und die darauf aufliegende Werbebanner
folie 4/5 in Fahrtrichtung über ein Formprofil 19 mit Dichtpuffer 22
gegen Ablösen durch den Fahrtwind zusätzlich gesichert ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000145100 DE10045100A1 (de) | 2000-09-12 | 2000-09-12 | Vollflächige, strömungsstabile, temporäre Befestigung von Werbebanner, insbesondere an Außenhüllen von Luftschiffen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000145100 DE10045100A1 (de) | 2000-09-12 | 2000-09-12 | Vollflächige, strömungsstabile, temporäre Befestigung von Werbebanner, insbesondere an Außenhüllen von Luftschiffen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10045100A1 true DE10045100A1 (de) | 2002-03-28 |
Family
ID=7655946
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE2000145100 Withdrawn DE10045100A1 (de) | 2000-09-12 | 2000-09-12 | Vollflächige, strömungsstabile, temporäre Befestigung von Werbebanner, insbesondere an Außenhüllen von Luftschiffen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10045100A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6872268B2 (en) | 2002-06-11 | 2005-03-29 | 3M Innovative Properties Company | Method of conforming an adherent film to a substrate by application of vacuum |
| DE102022121448A1 (de) * | 2022-08-24 | 2024-02-29 | Tennagels Medientechnik GmbH | Anzeigevorrichtung und hinterleuchtetes Werbebanner |
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2000
- 2000-09-12 DE DE2000145100 patent/DE10045100A1/de not_active Withdrawn
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