DE10038807A1 - Kofferraum für ein Kraftfahrzeug mit einem Netz zum Positionieren von Ladegut - Google Patents
Kofferraum für ein Kraftfahrzeug mit einem Netz zum Positionieren von LadegutInfo
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Abstract
Ein Netz (2) zum Positionieren von Ladegut in einem Kofferraum eines Kraftfahrzeugs ist erfindungsgemäß dadurch besonders einfach in diesen gegebenenfalls in unterschiedlichen Höhen einbaubar, daß es mit einem es umschließenden starren Rahmen (3) einen Netzeinsatz (1) bildet, dessen Rahmen (3) vorzugsweise einen Stützrahmen (8) bildende Stützen an Wänden und/oder Boden (6) des Kofferraums zugeordnet sind.
Description
Die Erfindung betrifft einen Kofferraum gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Wie aus der Beschreibungseinleitung der DE 299 11 871 U1 hervorgeht, ist es bekannt,
in einem PKW-Kofferraum in die Ladefläche Verzurr- oder Verankerungsösen
einzulassen, die zum Anschlagen von Gepäcknetzhaken dienen und so ausgelegt sind,
daß sie über die Oberfläche des Ladebodens nicht vorstehen, solange sie nicht belegt
sind. Dazu dienen gegen Federkraft schwenkbare Ösen, die in einer Ruhestellung mit
der Oberfläche des Ladebodens bündig verlaufen, dagegen in ihrer Betriebsstellung aus
dieser Fläche herausragen. In diese Ösen können Gepäcknetzhaken eingehakt werden,
so daß nach Anbringung eines Gepäcknetzes Ladegut, das in der Regel auf dem Lade-
oder Kofferraumboden abgelegt ist, durch das Netz gleichsam niedergehalten und
dadurch positioniert wird. Diese Anbringung des Netzes durch eine Vielzahl individueller
Haken- Öse-Verbindungen ist insbesondere deshalb mühsam, weil man von einer
Heckklappen- oder Hecktüröffnung her weit in den Kofferraum hineingreifen muß;
zusätzliche Schwierigkeiten entstehen dann, wenn, wie häufig der Fall, das
Fahrzeugheck verschmutzt ist.
Schwierigkeiten macht die bekannte Konstruktion mit einer Vielzahl einzelner Öse-
Haken-Verbindungen auch dann, wenn man das Netz nicht nur zum Abdecken von auf
dem Kofferraumboden abgelegtem Ladegut einsetzen will, sondern in einer höheren
Ebene als Träger für relativ leichtes Ladegut. Infolge der nur örtlichen Festlegung der
Netzränder an den Seitenwänden des Kofferraums ergibt sich bei der üblicherweise sehr
ungleichmäßigen bzw. unsymmetrischen Anordnung der verschiedenen Bestandteile des
Ladeguts eine sehr schwammige Aufhängung desselben, die insbesondere bei
Fahrbahnstößen zu Bewegungen und Verlagerungen des Ladeguts führen kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemäßen Kofferraum zu
schaffen, bei dem das definierte Netz sehr einfach in Position gebracht werden kann und
sowohl als Ladegutabdeckung als auch als Ladegutaufnahme verwendbar ist.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe besteht in den kennzeichnenden
Merkmalen des Hauptanspruchs, vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung beschreiben
die Unteransprüche.
Ein wesentliches Merkmal der Erfindung besteht also darin, daß das Netz randseitig von
einem starren Rahmen umschlossen ist, in dem es gleichsam kontinuierlich über seine
Ränder eingefaßt, gegebenenfalls - bei elastischen Netzen - auch eingespannt ist, wobei
dieser Rahmen dann mit einem Griff auf Stützen am Fahrzeugaufbau abgesetzt oder
abgelegt werden kann. Damit erübrigen sich also viele Handgriffe zum Herstellen örtlich
konzentrierter Befestigungen des Netzes (Haken und Ösen beim diskutierten Stand der
Technik), und der Rahmen stellt gleichsam starre Ränder des Netzes dar, die auch bei
unsymmetrischer Belastung des Netzes örtlich nicht nachgeben, so daß eine
schwammige Lagerung des Ladeguts in dem Netz vermieden ist.
Der so aus Netz und Rahmen gebildete Netzeinsatz kann aber auch zum Niederhalten
von Ladegut, das auf dem Kofferraumboden abgestellt ist, dienen, wenn die ihm
zugeordneten, vorzugsweise einen Stützrahmen bildenden Stützen nahe dem
Kofferraumboden oder an demselben angeordnet sind; sie dienen zur Aufnahme des
Netzeinsatzes. Legt man das Netz so aus, daß es bei Aufliegen auf dem freien, d. h.
unbeladenen Kofferraumboden bündig mit der Oberseite des Rahmens und des
Stützrahmens abschließt, so erhält man in Fällen, in denen der Netzeinsatz zwar
bodenseitig untergebracht ist, aber nicht zum Niederhalten von Ladegut dient, eine
ebene Ladefläche.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung
erläutert, deren Figuren folgendes zeigen:
Fig. 1 perspektivisch von hinten (bezogen auf das Fahrzeug) den Netzeinsatz,
Fig. 2 perspektivisch von hinten den Kofferraum eines PKW's,
Fig. 3 die in Fig. 2 bei III angedeutete Einzelheit,
Fig. 4 die Einzelheit IV in Fig. 2,
Fig. 5 perspektivisch von hinten einen Stützrahmen, der zugleich den Rahmen einer
Hutablage bildet,
Fig. 6 einen Längsschnitt (bezüglich der Richtungen im Fahrzeug) durch den
Schwenkbefestigungsbereich des Deckels einer Hutablage und
Fig. 7 einen Querschnitt (bezogen auf das Fahrzeug) durch eine rechte Partie des
Kofferraumbodens mit darüber angeordnetem Netzeinsatz.
Betrachtet man zunächst Fig. 1, so besteht der allgemein mit 1 bezeichnete Netzeinsatz
im wesentlichen aus dem vorzugsweise elastischen Netz 2 und dem starren Rahmen 3,
an dem die Ränder des Netzes 2 gleichsam eingefaßt oder eingespannt sind. Im Verlauf
seiner hinteren Kante trägt der Rahmen 3 die beiden koaxial verlaufenden
Schwenkzapfen 4 und 5, denen am Kofferraumboden 6 (siehe Fig. 2) nach oben offene
Schwenkaufnahmen 7 zugeordnet sind, so daß der Netzeinsatz 1 nicht nur durch
Bewegungen in senkrechter Richtung in den ihn umgebenden bodenfesten Stützrahmen
8 eingesetzt bzw. aus ihm und dann aus dem Kofferraum herausgenommen werden
kann, sondern auch um die durch die Zapfen 4 und 5 gegebene Schwenkachse hoch-
und herabgeschwenkt werden kann.
Gemäß Fig. 4 kann der Netzeinsatz 1 durch Niederhalter 9 in seiner bodennahen
Position lösbar fixiert werden.
In dem hier angenommenen Einsatzfall sind die Seitenwände des Kraftfahrzeugs im
Bereich des Kofferraums gewölbt. Daher sind zwischen diesen Seitenwänden bzw. ihren
Verkleidungen einerseits und den Seitenschenkeln des Stützrahmens 8 andererseits
Füllstücke 10 und 11 untergebracht, deren nach oben weisende Flächen gemäß Fig. 7
in einer Ebene verlaufen. Die Packungsdichte des Netzes 2 ist so gewählt, daß bei auf
dem Kofferraumboden 6 aufliegendem Netz 2 auch die obere Seite oder Fläche des
Netzes 2 in dieser Ebene verläuft, so daß die Teile 2, 3, 8, 10 und 11 eine - gegenüber
dem Kofferraumboden 6 etwas erhöhte - ebene Ladefläche definieren.
Betrachtet man nun nochmals Fig. 2, so erkennt man als oberen Abschluß des
Kofferraums eine Hutablage 12, die außer dem oberen Deckel 13, der bei 14 und 15 in
an sich bekannter Weise in Schwenkverbindung mit der Verschlußklappe oder Haube 16
steht, wiederum einen starren Rahmen 17 enthält. Dieser Rahmen 17, der permanent
oder lösbar an Seitenwänden des Fahrzeugs festgelegt ist, dient sowohl zum Tragen des
demgemäß sehr leicht ausführbaren Hutablagedeckels 13 als auch als Stützrahmen für
den wiederum mit 1 bezeichneten Netzeinsatz, der das Netz 2 in dem Rahmen 3
aufweist. Der Stützrahmen oder Hutablagerahmen 17 ist wiederum so ausgebildet bzw.
dimensioniert, daß er den Rahmen 3 des Netzeinsatzes 1 umgibt und abstützt. Nach
Entfernen des Deckels 13 der Hutablage, zumindest nach Verschwenken desselben um
eine vordere querverlaufende Schwenkachse, kann demgemäß im Bedarfsfall der
Netzeinsatz 1 aus dem hutablagenseitigen Stützrahmen 17 herausgenommen und
beispielsweise in bereits beschriebener Weise am Kofferraumboden 6, d. h. mittels des
unteren Stützrahmens 8, positioniert werden.
Der hutablagenseitige Stützrahmen 17 weist, wie Fig. 5 zeigt, vordere und hintere
Querschnittseinschnürungen 18 bzw. 19 auf, die zum Angriff von Federklammern 20
(Fig. 6) an der Unterseite des Hutablagendeckels 13 ausgelegt sind. Demgemäß ist es
möglich, den Deckel 13 entweder um die durch die Einschnürungen 18 gebildete
Schwenkachse zu schwenken (beispielsweise durch Öffnen der Haube 16 über die Züge
14 und 15) oder den Deckel 13 durch Bewegung nach oben zu entfernen. Eine andere
Möglichkeit besteht darin, den Deckel 13 vom Fahrgastraum her um eine Schwenkachse
hochzuschwenken, die durch die Einschnürungen 19 des oberen hutablagenseitigen
Stützrahmens 17 definiert ist.
Der Stützrahmen 17 kann, wie bereits ausgeführt, entweder bleibend oder lösbar mit
Seitenwänden des Kofferraums verbunden sein. In Fig. 5 sind zu diesem Zweck in
Richtung auf die Seitenwände weisende Zapfen 21 an dem oberen Stützrahmen 17
vorgesehen.
Mit der Erfindung ist demgemäß ein gattungsgemäßer Kofferraum geschaffen, der die
Möglichkeit bietet, mit einem einzigen Handgriff ein Netz zum Positionieren von Ladegut
an unterschiedlichen Stellen des Kofferraums anzuordnen.
Claims (9)
1. Kofferraum für ein Kraftfahrzeug mit einem Kofferraumboden (6), Seitenwänden,
Verschlußklappe (16), einem Netz (2) zum Positionieren von Ladegut und Mitteln
zum lösbaren Befestigen des Netzes, dadurch gekennzeichnet, daß das Netz (2)
von einem starren Rahmen (3) umschlossen ist und mit diesem einen Netzeinsatz
(1) bildet, dem an den Seitenwänden und/oder am Kofferraumboden (6) Stützen (17,
8) zu seiner lösbaren Befestigung in horizontaler Ausrichtung zugeordnet sind.
2. Kofferraum nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützen einen zur
Aufnahme des Netzeinsatzes (1) ausgelegten Stützrahmen (8) bilden.
3. Kofferraum nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützen (8)
mit koaxialen Stiften (4, 5) am Netzeinsatz (1) zumindest ein Schwenklager (bei 7)
für diesen bilden.
4. Kofferraum nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß den
Stützen (8) Niederhalter (9) für den Netzeinsatz (1) zugeordnet sind, deren Wirkung
von Hand aufhebbar ist.
5. Kofferraum nach Anspruch 2 oder nach Anspruch 2 und Anspruch 3 oder 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Stützrahmen (8) am Kofferraumboden (6) festgelegt ist.
6. Kofferraum nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch eine solche Auslegung des
Netzes (2), daß bei freiem Aufliegen des Netzes (2) auf dem Kofferraumboden (6)
seine Oberseite zumindest ungefähr bündig mit den Oberseiten von Rahmen (3) und
Stützrahmen (8) verläuft.
7. Kofferraum nach Anspruch 2 oder nach Anspruch 2 und Anspruch 3 oder 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Stützrahmen (17) einen Bestandteil einer Hutablage (12)
bildet, die ferner einen von dem Stützrahmen (17) zumindest für
Schwenkbewegungen lösbar getragenen Deckel (13) enthält, und daß der
Stützrahmen (17) an den Seitenwänden gehalten ist.
8. Kofferraum nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (13)
Federklammern (20) zu seiner lösbaren Befestigung am Stützrahmen (17) trägt.
9. Kofferraum nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (13)
mit der Verschlußklappe (16) in Schwenkverbindung zwecks Freigabe des
Netzeinsatzes (1) beim Öffnen der Verschlußklappe (16) steht und an einer dieser
abgekehrten Kante mit dem Stützrahmen (17) schwenkverbunden (18, 20) ist.
Priority Applications (1)
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Publications (1)
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ID=7651812
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