DE10035773A1 - Verschlußkappe für eine Flasche oder dergleichen - Google Patents
Verschlußkappe für eine Flasche oder dergleichenInfo
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- B65D41/32—Caps or cap-like covers with lines of weakness, tearing-strips, tags, or like opening or removal devices, e.g. to facilitate formation of pouring openings
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Abstract
Bei einer Verschlußkappe für eine Flasche oder dergleichen mit einem Behälterhals im Bereich der Ausgießöffnung, wobei die Verschlußkappe auf den Behälterhals aufsetzbar, insbesondere aufschraubbar, ist und eine Originalitätssicherung aufweist, ist vorgesehen, daß der Deckel (9) der Verschlußkappe (7) wenigstens teilweise durch ein manuelles Aufsetzen, insbesondere Aufschrauben, der Verschlußkappe (7) anhebbar ist.
Description
Die Erfindung richtet sich auf eine Verschlußkappe für eine Flasche oder
dergleichen mit einem Behälterhals im Bereich der Ausgießöffnung, wobei
die Verschlußkappe auf den Behälterhals aufsetzbar, insbesondere auf
schraubbar, ist und eine Originalitätssicherung aufweist.
Herkömmlicherweise besteht die Originalitätssicherung in einem soge
nannten Originalitätssicherungsring, der über Abreißstege mit der Unter
kante der Zylinderwand der Verschlußkappe verbunden ist, wobei beim
erstmaligen Aufsetzen der Verschlußkappe der Originalitätssicherungsring
über einen Ringwulst am Flaschenhals gedrückt wird und beim erstmaligen
Aufschrauben der Verschlußkappe die Stege abgerissen werden, weil der
Originalitätssicherungsring durch den Ringwulst zurückgehalten wird. Eine
derartige Verschlußkappe ist beispielsweise aus EP 0 290 720 A1 bekannt.
Ein gravierender Nachteil herkömmlicher derartiger Originalitätsverschlüs
se besteht darin, daß die Stege relativ schwach dimensioniert werden müs
sen, damit sie beim Aufschrauben zuverlässig abreißen und andererseits der
Aufschraubwiderstand nicht zu groß sein darf, so daß auch Kinder, ältere
Leute oder Kranke einen solchen Verschluß problemlos öffnen können.
Dies führt dazu, daß diese Stege bei dem maschinellen Aufschraubvorgang,
der mit hoher Geschwindigkeit und bei hohem Durchsatz durchgeführt
wird, einen Schwachpunkt bilden, so daß Produkte als fehlerhaft ausgeson
dert werden müssen, weil beim Aufschrauben diese Stege schon ganz oder
teilweise abreißen.
Ein weiterer Nachteil herkömmlicher Originalitätsverschlüsse liegt darin,
daß bei manchen Systemen der Originalitätssicherungsring, der nach dem
Öffnen der Verschlußkappe am Flaschenhals verbleibt, den optischen Ein
druck negativ beeinträchtigt. Schließlich ergibt sich noch das Problem, daß
beim Wiederverwenden derartiger Flaschen die Originalitätssicherungsrin
ge erst entfernt werden müssen. Nachteilig ist auch, daß zum Funktionieren
an der Flasche ein Ringwulst, ein sogenannter Transferring, vorgesehen
sein muß.
Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Ver
schlußkappe der eingangs genannten Art, insbesondere für Getränkefla
schen oder pharmazeutische Anwendungen, zu schaffen, die die vorstehend
beschriebenen Nachteile vermeidet und sich optisch ansprechend gestalten
läßt. Darüber hinaus soll es möglich sein, bei wiederaufgeschraubter Ver
schlußkappe durch einen einfachen Blick von oben, also z. B. durch Blick
auf einen Kasten mit darin befindlichen Getränkeflaschen, festzustellen,
welche Flaschen noch voll und unangetastet, und welche bereits gebraucht
bzw. geleert sind.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Deckel der
Verschlußkappe wenigstens teilweise durch ein manuelles Aufsetzen, ins
besondere Aufschrauben, der Verschlußkappe anhebbar ist.
Wenn im Vorstehenden von Aufsetzen die Rede ist, so soll dies sowohl
eine herkömmliche Schraubverschlußkappe umfassen als auch beispiels
weise sogenannte Aufprellverschlüsse, wo ein Aufsetzen sowohl durch eine
axiale Bewegung mit größerer Kraft als auch durch ein Aufschrauben
möglich ist.
Die erfindungsgemäße Ausgestaltung hat den Vorteil, daß die Probleme
vermieden werden, die sich aus dem Zusammenwirken von Originalitätssi
cherungsring und Randwulst ergeben. Dementsprechend ergibt sich kein
Ausschuß in Verbindung mit dem Abreißen der Stege am Originalitätssi
cherungsring. Ein besonderer Vorteil liegt darin, daß bei aufgesetzter Ver
schlußkappe von oben erkennbar ist, daß der zentrale Bereich durch ein
Wiederverschließen angehoben ist, d. h. in einem Getränkekasten kann, rein
optisch mit einem Blick erfaßt werden, wo sich noch eine volle, unangeta
stete Flasche befindet. Dementsprechend entfällt das in der Praxis häufige
Probieren durch Anheben und Suchen nach einer vollen Flasche in einem
schon weitgehend verbrauchten Getränkeflaschenkasten.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß ein zentraler
Bereich des Deckels mit einem Randbereich des Deckels über Stege ver
bunden ist und die Stege beim Aufschrauben dehnbar sind, so daß hier
durch ein teilweises Anheben des Deckels realisierbar ist.
Dabei kann der zentrale Bereich wenigstens einen unten bzw. innen vorste
henden Ansatz aufweisen, der sich beim manuellen Aufsetzen der Ver
schlußkappe am Hals abstützt und den zentralen Bereich relativ zum
Außenrand des Deckels anhebt. Demgegenüber wird dieser zentrale Be
reich beim Aufschrauben mittels eines maschinellen Schraubers, wie er
beispielsweise aus DE 41 31 910 A1 bekannt ist, abgestützt, so daß der An
satz in seiner Gesamtheit in das Innere des Flaschenhalses gedrückt wird
und dementsprechend der zentrale Bereich und der Randbereich eine ko
planare äußere Oberfläche aufweisen.
Günstigerweise stützt sich der Ansatz demgegenüber beim manuellen Auf
schrauben über eine Anschlagschulter an der Stirnfläche des Flaschenhalses
ab, wobei an dem Ansatz innerhalb der Anschlagschulter ein Dichtkonus
ausgebildet sein kann.
Durch diese Ausgestaltung wird erreicht, daß auch dann, wenn beim manu
ellen Wiederverschließen der Ansatz nicht vollständig in das Innere des
Flaschenhalses eintaucht, aufgrund des Dichtkonus trotzdem ein dichter
Verschluß erzielt wird.
Ein weiterer Vorteil dieser Ausgestaltung liegt darin, daß zwischen den
Stegen Durchlaßöffnungen ausgebildet sind, durch welche beim Auf
schrauben Gas austreten kann, welches unter Umständen unter einem höhe
ren Druck steht, so daß ein stoßartiges, spontanes Entweichen von Gas oder
Flüssigkeit vermieden wird. Herkömmlicherweise muß man zur Vermei
dung dieses Effekts in axialer Richtung verlaufende Unterbrechungen der
Gewindegänge vorsehen.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungs
beispiels in Verbindung mit der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen:
Fig. 1 einen schematischen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Ver
schlußkappe nach dem maschinellen Aufsetzen auf einen
Flaschenhals und
Fig. 2 einen Fig. 1 entsprechenden Schnitt nach dem manuellen Entfer
nen und Wiederaufsetzen der Verschlußkappe.
In der Zeichnung ist das Oberteil eines flaschenartigen Behälters 1 darge
stellt, der im Bereich einer Auslaßöffnung 2 einen gegenüber dem Grund
körper 3 verjüngten Hals 4 mit einem Außengewinde 5 aufweist, auf wel
ches das Innengewinde 6 einer erfindungsgemäßen Verschlußkappe 7 auf
schraubbar ist. Das Innengewinde 6 ist an einem zylinderförmigen Teil 8
der Verschlußkappe 7 ausgebildet, welche von einem Deckel 9 abgeschlos
sen wird. Der Deckel 9 umfaßt einen zentralen Bereich Z, welcher über
periphere, voneinander beabstandete Stege 10 mit einem Randabschnitt 11
verbunden ist.
In dem in Fig. 1 dargestellten Zustand ist die Oberseite des zentralen Be
reichs Z und des Randbereichs 11 koplanar. Dies resultiert daraus, daß
beim Spritzen und nach der Entnahme aus der Spritzform diese Oberflä
chen koplanar sind und beim maschinellen Aufschrauben mittels eines ge
strichelt schematisch angedeuteten Schraubwerkzeuges 12 der zentrale Be
reich Z abgestützt und angedrückt wird.
An der Unterseite des zentralen Bereiches Z ist ein Ansatz 13 vorgesehen,
der eine ringförmige Anschlagschulter 14 und darunter einen Dichtko
nusabschnitt 15 aufweist. An der Unterseite des Randbereichs 11 ist ein
ringförmiger Auflaufring 16 ausgebildet.
Dies hat zur Folge, daß nach dem maschinellen Aufschrauben der Randbe
reich 11 mit dem Auflaufring 16 an der Stirnfläche 17 des Halses 4 zur
Anlage kommt, wohingegen der Dichtkonus 15 aufgrund der Abstützung
durch das Schraubwerkzeug 12 an der Oberseite des zentralen Bereiches Z
in das Innere des Halses 4 gedrückt wird, bis die Anschlagschulter 14 an
der Stirnfläche 17 des Halses 4 anliegt, so daß sich die in Fig. 1 dargestellte
Originalverschluß-Positionierung ergibt. Hierbei ragt der Dichtkonus 15
also ohne Dichtfunktion in das Innere des Flaschenhalses, wohingegen die
Dichtung über die Anschlagschulter 14 bewerkstelligt wird.
Wenn der Endverbraucher die Verschlußkappe abschraubt und erneut auf
schraubt, fehlt es an der Unterstützung des zentralen Bereichs Z durch das
Schraubwerkzeug 12, weil der Verbraucher eine Verschlußkappe der in
Betracht stehenden Art im Bereich der Mantelfläche 15' des zylinderförmi
gen Teils 8 ergreift. Dies hat zur Folge, daß der Dichtkonus 15, dessen ra
diale Erstreckung R1 größer ist als der Innendurchmesser D des Halses 4
bzw. der Ausgießöffnung 2, den zentralen Bereich Z nach oben drückt und
hierdurch die Stege 10 belastet und gedehnt werden, so daß der Auflaufring
16 auf der Stirnfläche 17 zur Anlage kommt und hierdurch die Auf
schraubbewegung begrenzt, wobei sich dann der in Fig. 2 dargestellte Auf
schraubzustand nach einer vollständigen oder teilweisen Entleerung des
Behälterinhalts ergibt, in welchem der zentrale Bereich Z deutlich sichtbar
angehoben ist und dementsprechend die vorhergehende Benutzung erken
nen läßt, wobei aufgrund des Dichtkonus 15 aber gleichwohl ein dichter
Wiederverschluß des Behälters 1 erreicht wird.
Claims (6)
1. Verschlußkappe für eine Flasche oder dergleichen mit einem Behälter
hals im Bereich der Ausgießöffnung, wobei die Verschlußkappe auf
den Behälterhals aufsetzbar, insbesondere aufschraubbar, ist und eine
Originalitätssicherung aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der
Deckel (9) der Verschlußkappe (7) wenigstens teilweise durch ein ma
nuelles Aufsetzen, insbesondere Aufschrauben, der Verschlußkappe (7)
anhebbar ist.
2. Verschlußkappe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein
zentraler Bereich (Z) des Deckels (9) mit einem Randbereich (11) des
Deckels (9) über Stege (10) verbunden ist.
3. Verschlußkappe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stege (10) beim Aufschrauben dehnbar sind.
4. Verschlußkappe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
zentrale Bereich (Z) wenigstens einen unten bzw. innen vorstehenden
Ansatz (13) aufweist, der sich beim manuellen Aufsetzen der Ver
schlußkappe (7) am Hals (4) abstützt und den zentralen Bereich (Z) re
lativ zum Außenrand des Deckels (9) anhebt.
5. Verschlußkappe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
Ansatz (13) sich über eine Anschlagschulter (14) abstützt.
6. Verschlußkappe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß an
dem Ansatz (13) innerhalb der Anschlagschulter (14) ein Dichtkonus
(15) ausgebildet ist.
Priority Applications (3)
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|---|---|---|---|
| DE20014675U DE20014675U1 (de) | 2000-07-22 | 2000-07-22 | Verschlußkappe für eine Flasche o.dgl. |
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| EP01117507A EP1174358A3 (de) | 2000-07-22 | 2001-07-20 | Verschlusskappe für eine Flasche oder dergleichen |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE2000135773 DE10035773A1 (de) | 2000-07-22 | 2000-07-22 | Verschlußkappe für eine Flasche oder dergleichen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10035773A1 true DE10035773A1 (de) | 2002-01-31 |
Family
ID=7649882
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE2000135773 Withdrawn DE10035773A1 (de) | 2000-07-22 | 2000-07-22 | Verschlußkappe für eine Flasche oder dergleichen |
Country Status (2)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE10035773A1 (de) |
Families Citing this family (1)
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| JP5191853B2 (ja) * | 2008-09-30 | 2013-05-08 | 株式会社吉野工業所 | ガス抜き容器 |
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- 2001-07-20 EP EP01117507A patent/EP1174358A3/de not_active Withdrawn
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| EP1174358A3 (de) | 2004-01-02 |
| EP1174358A2 (de) | 2002-01-23 |
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