DE1003329B - Schutzschalter, insbesondere Beruehrungsschutzschalter - Google Patents
Schutzschalter, insbesondere BeruehrungsschutzschalterInfo
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- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H15/00—Switches having rectilinearly-movable operating part or parts adapted for actuation in opposite directions, e.g. slide switch
- H01H15/02—Details
- H01H15/06—Movable parts; Contacts mounted thereon
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H71/00—Details of the protective switches or relays covered by groups H01H73/00 - H01H83/00
- H01H71/02—Housings; Casings; Bases; Mountings
Landscapes
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Description
Schutzschalter werden im allgemeinen auf einem Isoliersockel aufgebaut, der den Schalter mit dem
Schaltschloß und die Auslöse- und Prüfeinrichtung sowie die Anschlußklemmen enthält Um einen Überschlag
beim Schaltvorgang zu vermeiden, sind Trennwände oder Schaltkammern im Sockel vorgesehen. Es
ist bekannt, die Schaltkammern, mittels feuerfestem Material auszukleiden, da der Isolierstoff den Einwirkungen
des beim Schalten entstehenden. Lichtbogens nicht gewachsen ist. Bei einer bekannten Anordnung
werden die Schaltkammern des Isolierstoffsockels durch Platten aus Asbest abgedeckt. Diese Art der
Abdeckung ist recht umständlich und eignet sich nur für größere Schalter. Ein anderer bekannter Schalter
verwendet als Schaltkammern Einsätze aus keramischem
Material, die in Kammern des Isolierstoffgehäuses eingelegt werden. Das keramische Material
weist bekanntlich ein großes Schwindmaß auf, so daß ein genaues Zusammenpassen der keramischen. Einsätze
in die Kammern des Isolierstoffsockels schwer zu erzielen ist.
Eine andere bekannte Art von Schaltern verwendet einteilige Sockel aus keramischem Material. Derartige
Sockel können aus Herstellungsgründen nicht mit Schaltkammern ausgestattet sein. Zumindest ist eine
Abdeckplatte notwendig, wobei die aufeinanderruhetir
den Teile bearbeitet werden müssen. Ein solches Verfahren ist sehr teuer in der Herstellung.
Die gleiche Schwierigkeit tritt auch bei einem Schaltergehäuse auf, das aus mehreren Teilen zusammengesetzt
ist. Hier handelt es sich lediglich um einen Schutz vor äußeren Einwirkungen, wie Staub
usw. Sofern diese Teile aus keramischem Material hergestellt sind, ist eine teure Bearbeitung der aufeinanderruhenden
Flächen dieser Teile erforderlich.
Die vorliegende Erfindung beseitigt die Schwierigkeiten
der bekannten Ausführungen durch einen neuartigen Aufbau des Gehäuses. Gemäß der Erfindung
ist der Sockel des Schalters mit dem Schaltschloß, der Auslöse- und Prüfeinrichtung und den Anschlußklemmen
auf einem frei tragenden Gehäuse aus feuerfestem, beispielsweise keramischem Material aufgebaut,
wobei das Gehäuse in zwei getrennten Gehäuseteilen Schaltkammern für ein zwischen ihnen
längs verschieblich gelagertes Schaltglied eines Schiebeschalters bildet. Die Kontaktbrücken, des beweglichen
Schaltgliedes sind jeweils durch Trennwände der Gehäuseteile voneinander getrennt:. Da die
keramischen Gehäuseteile keine Berührung miteinander haben,, so entfällt eine Bearbeitung ihrer Außenflächen.
Hierdurch können die Herstellungskosten für den Schalter niedrig gehalten, werden.
Bei einem vorteilhaften, Ausführungsbeispiel der Erfindung setzt sich das Gehäuse aus keramischem
Schutzschalter,
insbesondere Berührungsschutzschalter
insbesondere Berührungsschutzschalter
Anmelder:
Gebr. Berker und Fa. Albrecht Jung,
Schalksmühle (Westf.)
Schalksmühle (Westf.)
Wilhelm Becker, Hagen (Westf.),
und Werner Brüntrup, Hagen (Westf.),
sind als Erfinder genannt worden
Material aus zwei einander gegenüberliegenden Gehäuseteilen
zusammen, zwischen, denen das bewegliche Schaltglied des Schalters gelagert ist. Die keramischen
Gehäuseteile und das Schaltglied sind auf einer Grundplatte, die aus Isolierstoff bestehen kann, angeordnet. Zur Befestigung des Sockels mit den, keramischen
Gehäuseteilen und der Grundplatte dienen drei Schrauben. Bei dieser Anordnung sind die einzelnen
Teile des Schalters leicht zugänglich und können, auf
einfache Weise montiert bzw. ausgewechselt werden.
Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Schutzschalters
besteht in seinen geringen Abmessungen, welche neben dem grundsätzlichen Aufbau noch durch
folgende Maßnahmen günstig beeinflußt werden,. Die Anschlußklemmen ragen mit ihren Verlängerungen
von oben, in die Schaltkammern des keramischen, Gehäuses hinein. Das Schaltschloß zum Antrieb des
Schalters ist in einem Hohlraum des Sockels untergebracht und durch Trennwände von, den Anschlußklemmen
abgeteilt. Eine Platte aus Isolierstoff deckt den, Sockel nach oben ab, wobei die Auslöse- und
Prüfeinrichtung an; der Unterseite der Platte befestigt
sind. Die Anschlußklemmen für die Netz- und Verbraucherleitungen und die Schutzerde- und Hilfserdeleitung
sind auf beiden Seiten des Sockels in. gleicher Höhe angeordnet und durch Isolierwände voneinander
getrennt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht des Schutzschalters mit aufgeschnittener Abdeckhaube,
Fig. 2 den Schutzschalter nach. Fig. 1 im Grundriß ohne Abdeckhaube,
Fig. 3 einen Schnitt durch die keramischen, Gehäuseteile nach der Linie I-I der Fig. 1,
Fig. 4 einen Schnitt durch den Schutzschalter nach der Linie II-II der Fig. 3.
609 837/554
Der Schutzschalter baut sich nach Fig. 1 und 2 auf einer Grundplatte 1 auf, in der die keramischen Gehäuseteile
2, 3 angeordnet sind. Auf den Gehäuseteilen 2, 3 ruht der Sockel 4, der von einer Platte 5
abgedeckt ist. Im Innern des Sockels 4 befinden sich das Schaltschloß für den Antrieb des Schalters und
die Auslöse- und Prüfeinrichtung, die in der Zeichnung nicht dargestellt sind. Durch eine Öffnung der
Platte 5 ist die Achse 6 mit dem Knebel 7 für die Betätigung des Schaltschlosses geführt. Seitlich an dem
Sockel 4 befinden sich die Anschlußklemmen 8, 9, 10, 11, 12 bzw. 13, 14, 15, 16, 17. Die einzelnen Klemmen
sind durch Isolierwände 18., 19 des Sockels 4 voneinander
getrennt. Während die keramischen Gehäuseteile 2, 3 den Sockel 4 tragen, ist das bewegliche
Schaltglied 20 des Schalters längs verschieblich zwischen ihnen gelagert. Eine Abdeckhaube 21 umschließt
alle Teile des Schalters.
An den, in gleicher Höhe nebeneinander angeordneten Klemmen 9, 10, 11, 12 bzw. 14, 15, 16, 17 sind die
Netz- bzw. Verbraucherleitungen angeschlossen, während die Klemmen 8 bzw. 13 für den Anschluß der
Hilfserde- bzw. der Schutzschaltungsleitung dienen. Für die Befestigung des Schalters sind öffnungen 22
in Füßen 23 der Grundplatte 1 vorgesehen. Der Zusammenhalt der Teile 1, 2, 3, 4 wird durch Schrauben
24, 25, 26 gewährleistet (Fig. 3).
Bei einem Schaltvorgang bewegt sich gemäß Fig. 3 das längs verschiebliche Schaltglied 20 mit seinen
Kontaktbrücken 27, 28, 29, 30 in den Schaltkammern 31 bis 34 bzw. 35 bis 38 der keramischen Gehäuseteile
2, 3. Das Schaltglied 20 ist rechts in der Ausschaltstellung, links in der Einschaltstellung dargestellt.
Von den Klemmen 9 bis 12 und 14 bis 17 führen Kontaktschienen. durch Schlitze der keramischen Gehäuseteile
2, 3 in deren Schaltkammern und endigen dort in. ortsfesten Kontaktlappen. Dies ist in Fig. 4
für die Klemmen 12, 17 mit den zugehörigen Kontaktschieneni39,
40 dargestellt. Letztere führen von oben durch Schlitze 41, 42 in die Schaltkammern 38, 34, wo
sie mit der Kontaktbrücke 30 des Schaltgliedes 20 zusammenarbeiten,. In gleicher Weise ist die Anordnung
für die Klemmen 9, 10, 11 bzw. 14, 15, 16 getroffen,
Die Klemme 8 für die Hilfserdeleitung und die Klemme 13 für die Schutzerdeleitung stehen mit der
an der Platte 5 befestigten Prüfeinrichtung 43 in Verbindung,
zu der noch eine in der Zeichnung nicht dargestellte Prüftaste gehört. Die Auslöseeinrichtung 44
ist ebenfalls an der Platte 5 hängend befestigt. Diese Befestigung hat den Vorteil, daß die Prüfeinrichtung
43 und die Auslöseeinrichtung 44 als gemeinsames Bauteil zusammen mit der Platte 5 abgenommen werden
können.
Durch Drehen der Antriebsachse 6 mittels des Knebels 7 erfolgt die Bewegung des Schaltgliedes 20
in die Einschaltstellung. Über das Schaltschloß 45 wird die Drehbewegung dem über einem Zapfen 46 mechanisch
gekuppelten Schaltglied 20 mitgeteilt.
Claims (8)
1. Elektrischer Schutzschalter, insbesondere Berührungsschutzschalter,
dadurch gekennzeichnet, daß der Sockel (4) des Schalters mit dem Schaltschloß (45), der Auslöse- und Prüfeinrichtung
(44, 43) und den Anschlußklemmen (8 bis 17) auf einem frei tragenden Gehäuse aus feuerfestem,
beispielsweise keramischem Material aufgebaut ist, wobei das Gehäuse in zwei getrennten Gehäuseteilen
(2, 3), die Schaltkammern (31 bis 38) für
ein zwischen ihnen längs verschieblich gelagertes Schaltglied (20) eines Schiebeschalters bildet.
2. Elektrischer Schutzschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktbrücken
(27 bis 30) des beweglichen Schaltgliedes (20) durch Trennwände der Gehäuseteile (2, 3) voneinander
getrennt sind.
3. Elektrischer Schutzschalter nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die keramischen
Gehäuseteile (2, 3) und das Schaltglied (20) auf einer Grundplatte (1) angeordnet sind.
4. Elektrischer Schutzschalter nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Sockel (4)
und die keramischen Gehäuseteile (2, 3) durch Schrauben (24, 25, 26) mit der Grundplatte (1)
verbunden sind.
5. Elektrischer Schutzschalter nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlußklemmen
(9 bis 12 bzw. 14 bis 17) des Sockels (4) mit ihren Verlängerungen (40, 39) von oben
in die Schaltkammern (31 bis 34 und 35 bis 38) der keramischen Gehäuseteile (2, 3) hineinragen.
6. Elektrischer Schutzschalter nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltschloß
(45) in einen Hohlraum des Sockels (4) untergebracht und durch Trennwände von den Anschlußklemmen
(8 bis 17) abgeteilt ist.
7. Elektrischer Schutzschalter nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Sockel (4)
durch eine Platte (5) abgedeckt ist, an der die Auslöseeinrichtung (44) und die Prüfeinrichtung
(43) befestigt sind.
8. Elektrischer Schutzschalter nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlußklemmen
für die Netz- und Verbraucherleitungen (9 bis 12 und 14 bis 17) sowie für die Schutzerdeleitung
(13) und die Hilfserdeleitung (8) auf beiden Seiten des Sockels (4) in gleicher Höhe angeordnet
und durch Isolierwände (10, 11) voneinander getrennt sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 676 420, 694 485.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 609 837/354 2.57
Priority Applications (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL206044D NL206044A (de) | 1955-04-25 | ||
| BE547304D BE547304A (de) | 1955-04-25 | ||
| NL102657D NL102657C (de) | 1955-04-25 | ||
| DEB35475A DE1003329B (de) | 1955-04-25 | 1955-04-25 | Schutzschalter, insbesondere Beruehrungsschutzschalter |
| CH344765D CH344765A (de) | 1955-04-25 | 1956-04-23 | Schutzschalter |
| FR1147866D FR1147866A (fr) | 1955-04-25 | 1956-04-23 | Interrupteur de sécurité |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB35475A DE1003329B (de) | 1955-04-25 | 1955-04-25 | Schutzschalter, insbesondere Beruehrungsschutzschalter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1003329B true DE1003329B (de) | 1957-02-28 |
Family
ID=6964607
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB35475A Pending DE1003329B (de) | 1955-04-25 | 1955-04-25 | Schutzschalter, insbesondere Beruehrungsschutzschalter |
Country Status (5)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE547304A (de) |
| CH (1) | CH344765A (de) |
| DE (1) | DE1003329B (de) |
| FR (1) | FR1147866A (de) |
| NL (2) | NL102657C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1061422B (de) * | 1958-07-14 | 1959-07-16 | Wilhelm Becker | Fehlerstrom-Schutzschalter |
| DE1063259B (de) * | 1958-01-31 | 1959-08-13 | Siemens Ag | Fehlerstromschutzschalter |
| DE1075203B (de) * | 1958-02-10 | 1960-02-11 | Busch-Jacger Dürener Metallwerkc Aktiengesellschaft, Lüdenscheid | Trennschutzschalter |
Citations (2)
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| DE676420C (de) * | 1936-10-31 | 1939-06-05 | Aeg | Elektrischer Mehrfachschalter mit Schubschaltstange |
| DE694485C (de) * | 1937-02-17 | 1940-08-02 | Aeg | Druckschalter mit einem die festen Kontakte haltenden und die beweglichen Kontakte umhuellenden Isolierkoerper |
-
0
- BE BE547304D patent/BE547304A/xx unknown
- NL NL206044D patent/NL206044A/xx unknown
- NL NL102657D patent/NL102657C/xx active
-
1955
- 1955-04-25 DE DEB35475A patent/DE1003329B/de active Pending
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- 1956-04-23 FR FR1147866D patent/FR1147866A/fr not_active Expired
- 1956-04-23 CH CH344765D patent/CH344765A/de unknown
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Also Published As
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|---|---|
| NL206044A (de) | |
| CH344765A (de) | 1960-02-29 |
| BE547304A (de) | |
| FR1147866A (fr) | 1957-12-02 |
| NL102657C (de) |
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