DE10033961A1 - Verfahren zur Abtrennung leichter Olefine von Paraffinen - Google Patents
Verfahren zur Abtrennung leichter Olefine von ParaffinenInfo
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Abstract
Verfahren zur Abtrennung leichter Olefine von Paraffinen, die in Mischungen enthalten sind, welche gegebenenfalls auch Wasserstoff enthalten, umfassend, dass man die Mischungen in Kontakt mit einer wässrigen Lösung einer oder mehrerer Silberverbindungen, bevorzugt Silbernitrat, und einer oder mehrerer Eisen(III)-Verbindungen, bevorzugt Eisen(III)-nitrat, bringt.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Abtrennung leichter
Olefine mit 2 bis 5 Kohlenstoffatomen von Paraffinen. Insbesondere können
leichte Olefine und Paraffine in Strömen vorliegen, die aus Ethylen/Propylen-
Produktionsanlagen herstammen, entweder herkömmlichen (Dampfcracken von
gasförmigen Beschickungen, Sekundärströme aus FCC für die Erzeugung von
Brenn- oder Treibstoffen) oder innovativen (katalytische Dehydrierung von
Ethan/Propan).
Das Abtrennverfahren von Olefinen durch die reversible Bildung von Π-Kom
plexen mit Metallsalzen und insbesondere mit Kupfer(I)- und Silber(I)-Salzen ist
seit langer Zeit bekannt: einige Anwendungen gehen zurück auf die vierziger
Jahre, wohingegen die Abtrennung von Ethylen mit Silberfluoroborat mehr oder
weniger in den sechziger Jahren durchgeführt wurde. Seitdem sind verschiedene
industrielle Anwendungen entwickelt worden, die hauptsächlich die Verwendung
von Lösungen von Kupfersalzen (z. B. CO-Abtrennung) bevorzugt haben.
Einer der Gründe, aus denen die Verwendung von Lösungen von Ag+ auf
dem Gebiet der Abtrennung von Olefinen via Absorption nicht erfolgreich war,
obwohl Silberlösungen eine hohe Transportkapazität für Olefine aufweisen (min
destens doppelt so viel wie Lösungen von Cu(I) bei gleicher Konzentration), ist
die Instabilität der Lösung, was insbesondere in Anwesenheit einer reduzierenden
Umgebung offenkundig ist. In der Tat geht das Ag+-Ion in reduzierenden Atmo
sphären eine Reduktionsreaktion zum Metall Ag ein: Ag+ + e- → Ag.
Das erzeugte Silbermetall trennt sich teilchenförmig aus der Lösung ab, was
die Olefin-Transportkapazität der Absorptionslösung verringert.
Die Lösung, die normalerweise für die Überwindung der Instabilität von
Silberlösungen vorgeschlagen wird, ist der Zusatz von Wasserstoffperoxid,
welches in einer sauren Umgebung in der Lage ist, Ag-Metall zu Ag+-Ion zu
oxidieren (wieder aufzulösen), was die anfängliche Transportkapazität der Lösung
wiederherstellt.
Die Verwendung von H2O2 ist nicht ohne Nachteile, unter denen der
wichtigste die Kosten des Reagens sowie seine thermische Instabilität sind.
Verfahren zur Gewinnung von Olefinen auf der Basis der Bildung von Π-
Komplexen mit Metallen, die kommerzialisiert worden sind, sind auf sehr wenige
Beispiele beschränkt ("Separation and Purification Technology", N. N. Li, J. M.
Calo - M. Decker. Inc., 1992): unter anderen die Abtrennung von Ethylen mit
einer Lösung aus Kupfernitrat/Ethanolamin, welche, eingeführt während des
Zweiten Weltkriegs, nur für eine kurze Zeitspanne in Betrieb war.
In den fünfziger Jahren entwickelte Hoechst ein Verfahren zur Gewinnung
von Ethylen über Absorption unter Verwendung einer konzentrierten wässrigen
Lösung von Ag-Fluoroborat und Fluorborsäure (US-2,913,505). Dieses Verfahren
durchlief Pilotanlagen-Niveau und demonstrative Schritte, ohne, auf Grund eines
nicht zufriedenstellenden wirtschaftlichen Ergebnisses, eine letztendliche
Kommerzialisierung zu erreichen.
Die Aktivität, die von Hoechst betrieben wurde, veranschaulichte die Haupt
probleme, die mit der Verwendung einer Silberlösung verbunden sind, bei denen
es sich um die Bildung von Ag-Acetyliden (im trockenen Zustand explosiv), die
Reduktion des Ag+-Ions mit destabilisierenden Auswirkungen auf die
Verfahrenslösung und die beträchtlich korrodierende Natur von Fluoroborat
handelt, welches die Verwendung von wertvollen und deshalb kostspieligen
Metallmaterialien für die Anlagenkonstruktion erfordert.
Union Carbide experimentierte auf Pilotanlagen-Niveau mit der Gewinnung
von Ethylen mittels einer wässrigen Lösung von Ag+-nitrat, wobei die Lösung
durch die Verwendung von Wasserstoffperoxid und Salpetersäure stabilisiert
wurde. Silberpermanganat wird der Lösung ebenfalls zugesetzt, um das mögliche
Acetylen zu oxidieren, das in dem zu behandelnden Strom enthalten ist.
Zusätzlich zu diesen sind auch andere Verfahren vorgeschlagen worden,
die nicht speziell Ethylen betreffen, sondern allgemeiner die Abtrennung von
Olefinen aus Paraffinen. Diese umfassen die Verwendung sowohl wässriger als
auch nicht-wässriger Lösungsmittel, denen Salze, verschiedene Arten von Säuren
zugesetzt wurden (US 3 347 948 A; US 4 132 744 A; US 2 449 793 A; US 3 189 658 A)
oder richten sich auf die Verwendung alternativer Verfahren zur
Verbesserung des Kontakts zwischen gelöstem Stoff und Lösungsmittel, wie
Flüssig/Flüssig-Extraktion oder mit Ag+ funktionalisierter Membranen (US
3 758 603 A; US 3 758 605 A; US 3 770 842 A; US 3 844 735 A; US 3 801 664 A).
Das traditionelle Abtrennungsverfahrensschema umfasst im wesentlichen
zwei Stufen: eine Absorptionsstufe und eine Austreibungsstufe.
Der Strom, der leichte Olefine und Paraffine enthält, wird in eine
Absorptionssäule eingespeist, in der die Olefine durch ein spezielles Absorbens
(z. B. AgNO3 + H2O2) absorbiert werden. Ein Strom, der die Paraffine und
Wasserstoff enthält, verlässt den Kopf dieser Säule und wird zu einer
Abtrennungsstufe gefördert, wohingegen ein Strom, der aus dem Absorbens und
Olefinen besteht, den Sumpf verlässt und seinerseits in eine Stripperkolonne
eingespeist wird, um die Olefine von dem Absorbens abzutrennen, welches zu der
Absorptionssäule zurückgeführt wird.
Es wurde überraschend gefunden, dass durch den Zusatz einer Eisen(III)-
Verbindung (Fe3+) zu der absorbierenden Lösung, die aus einem Silbersalz
besteht, anstelle von Wasserstoffperoxid als Stabilisator der Silberlösung in einer
reduzierenden Umgebung die Nachteile, die mit der Verwendung von Wasser
stoffperoxid in Beziehung stehen, beseitigt werden.
Es wurde beobachtet, dass in einer reduzierenden Atmosphäre die Reaktion
des Eisen(III)-Ions zum Eisen(II)-Ion
Fe3+ + e- → Fe2+
bezüglich der Reduktionsreaktion von Ag+ vorherrschend wird; auf diese Weise
bleibt die Konzentration an Silberionen unverändert, ebenso die
Transporteigenschaften der Lösung.
Der Vorteil der Verwendung von Eisen(III)-Salzen liegt insbesondere in der
Tatsache begründet, dass die Eisen(II)-Ionen, die durch die Reduktionsreaktion
erzeugt werden, in Anwesenheit von Luft zu Eisen(III)-Ionen reoxidiert werden
können; dementsprechend kann durch Bereitstellen eines
Lufteinblasungsvorganges stromab der Desorptionssäule die Absorptions/-Desorp
tions-Lösung regeneriert werden, bevor sie in den Absorber eintritt.
Die Anwesenheit von Eisen(III)-Salzen verleiht darüber hinaus der Lösung
selbst bei hohen Temperaturen Stabilitätseigenschaften, so dass der Stripper
unter Bedingungen nahe atmosphärischen Bedingungen mit einem klaren Gewinn
bezüglich der Gesamtwirtschaftlichkeit der bisher vorgeschlagenen Verfahren
(Hoechst und Union Carbide) betrieben werden kann, welche den Stripper bei
unteratmosphärischem Druck verwenden.
Das Verfahren der vorliegenden Erfindung für die Abtrennung leichter
Olefine von Paraffinen, die in Mischungen enthalten sind, welche gegebenenfalls
auch Wasserstoff enthalten, umfasst im wesentlichen, dass man diese
Mischungen in Kontakt mit einer wässrigen Lösung einer oder mehrerer
Silberverbindungen, vorzugsweise eines Silbersalzes, bevorzugter Silbernitrat,
und einer oder mehrerer Eisen(III)-Verbindungen, bevorzugt eines Eisen(III)-
Salzes, bevorzugter Eisen(III)-nitrat, bringt.
In der wässrigen Lösung liegt die Silberverbindung in einer Konzentration
vorzugsweise im Bereich von 0,1 bis 6 M, bevorzugter 1 bis 3 M vor, wohingegen
die Eisen(III)-Verbindung in einer Konzentration vorzugsweise im Bereich von 0,1
bis 4 M, bevorzugter 0,5 bis 2 M, vorliegt.
Spezieller kann das Verfahren unter Verwendung verschiedener Arten von
Schemata durchgeführt werden, welche nachstehend beschrieben werden.
Ein Verfahren mit einem Schema, das zu den traditionellen analog ist,
umfasst im wesentlichen zwei Stufen:
- - man unterzieht die Mischung von leichten Olefinen und Paraffinen einer Ab sorption, wodurch die leichten Olefine durch ein Absorbens absorbiert werden, das aus der wässrigen Lösung einer oder mehrerer Verbindungen von Silber und einer oder mehrerer Eisen(III)-Verbindungen, wie oben beschrieben, besteht, wobei man einen Strom, der die Paraffine enthält, und einen Strom erhält, der das Absorbens und absorbierte leichte Olefine enthält;
- - man unterzieht den Strom, der das Absorbens und die absorbierten leichten Olefine enthält, einer Austreibung, wodurch die absorbierten leichten Olefine von dem Absorbens abgetrennt werden, welches zu der Absorptionsstufe zurückgeführt wird.
Es wird bevorzugt, in der Absorptionsstufe bei Temperaturen im Bereich von
30°C bis 50°C und Drücken im Bereich von 7 bis 50 atm zu arbeiten, wohingegen
es in der Austreibungsstufe bevorzugt wird, bei Temperaturen im Bereich von
60°C bis 120°C und bei Drücken im Bereich von 0,2 bis 2 atm zu arbeiten.
Ein erläuterndes Schema des Zweistufen-Verfahrens für die Abtrennung
leichter Olefine von Paraffinen wird in Fig. 1 bereitgestellt.
Der Strom, der leichte Olefine und Paraffine enthält (1), wird in eine Ab
sorptionssäule (A) eingespeist, in der die Olefine durch die absorbierende Lösung
(2) absorbiert werden, welche aus einem oder mehreren Silbersalzen und einem
oder mehreren Eisen(III)-Salzen besteht. Ein Strom (3), der Paraffine enthält,
verlässt den Kopf dieser Säule und wird zu anschließenden
Verarbeitungsvorgängen gefördert, und ein Strom (4), der aus dem Absorbens
und Olefinen besteht, verlässt den Sumpf und wird seinerseits in eine
Stripperkolonne (S) eingespeist, um die Olefine (5) von dem Absorbens (6)
abzutrennen. Ein Teil der Absorbenslösung (7) wird seitlich aus dem Stripper
entfernt und mittels der Pumpe (P2) zu einem Regenerathersteller (R) gefördert,
in welchen Luft (8) in einer Menge eingeblasen wird, die erforderlich ist, um den
Teil von Eisen(II)-Ionen (Fe2+), welcher durch die reduzierende Einwirkung des
Wasserstoffs auf Eisen(III)-Ionen (Fe3+) erzeugt worden ist, zur reoxidieren. Die
reoxidierte Lösung (9) und der Sumpfstrom des Strippers (6) werden mittels der
Pumpe (P1) zu der Absorptionssäule (A) zurückgeführt.
Ein zweites Verfahren kann als Alternative zum ersten im wesentlichen
mittels der folgenden zwei Stufen durchgeführt werden:
- - man unterzieht die Mischung von leichten Olefinen und Paraffinen, nachdem sie zumindest teilweise verflüssigt worden ist, einer Absorption, wodurch die leichten Olefine durch ein Absorbens absorbiert werden, das aus der wässrigen Lösung einer oder mehrerer Silberverbindungen und einer oder mehrerer Eisen(III)-Verbindungen, wie oben beschrieben, besteht, wodurch man am Kopf einen Strom, der die Paraffine und mögliche inerte Produkte enthält und zu einer anschließenden Fraktionierungsstüfe gefördert wird, und am Sumpf einen Strom erhält, der das Absorbens und absorbierte leichte Olefine enthält;
- - man unterzieht den Strom, der das Absorbens und die absorbierten leichten Olefine enthält, einer Austreibung, wodurch die absorbierten leichten Olefine von dem Absorbens abgetrennt werden, welches zu der Absorptionsstufe zurückgeführt wird.
Die Betriebsbedingungen der Verfahrensstufen entsprechen im
wesentlichen den Temperatur- und Druckbereichen, die für das oben
beschriebene Verfahren angegeben worden sind.
Ein allgemeines erläuterndes Schema dieses alternativen Abtrennungs
verfahrens ist in Fig. 2 bereitgestellt.
Der Strom, der leichte Olefine und Paraffine enthält (I), wird, nachdem er in
(K) komprimiert worden ist und zumindest teilweise in (L) verflüssigt worden ist, in
eine Absorptionssäule (A) eingespeist, in der die Olefine von der
Absorbenslösung (3) absorbiert werden, welche aus einem oder mehreren
Silbersalzen und einem oder mehreren Eisen(III)-Salzen besteht. Ein Strom (4),
der Paraffine und inerte Produkte enthält, verlässt den Kopf dieser Säule und wird
zu einer anschließenden Abtrennungsstufe gefördert, wohingegen ein Strom (5),
der aus dem Absorbens und Olefinen besteht, den Sumpf verlässt und seinerseits
in eine Strippersäule (S) eingespeist wird, um die Olefine (6) von dem Absorbens
(7) abzutrennen. Ein Teil der Absorbenslösung (8) wird seitlich aus dem Stripper
entfernt und mittels der Pumpe (P2) zu einem Regenerathersteller (R) gefördert,
in den Luft (9) in einer Menge eingeblasen wird, die erforderlich ist, um den Teil
der Eisen(II)-Ionen (Fe2+), welcher durch die reduzierende Einwirkung des
Wasserstoffs erzeugt worden ist, zu Eisen(III)-Ionen (Fe3+) zu reoxidieren. Die
reoxidierte Lösung (10) und der Sumpfstrom des Strippers (7) werden mittels der
Pumpe (P1) zu der Absorptionssäule (A) zurückgeführt (3).
Es kann in drittes alternatives Verfahren, das ungeachtet der verwendeten
Absorbenslösung das Problem löst, welches entsteht, wenn hohe Wasserstoff
konzentrationen in den Mischungen vorliegen, verwendet werden.
Dieses vorgeschlagene alternative Verfahren unterscheidet sich dadurch,
dass die Olefin/Paraffin-Trennung in einem Flüssig/Flüssig-Extraktor nach
Abtrennung des Wasserstoffs und anderer möglicher inerter Produkte durch
Absorption der Fraktion von Olefinen und Paraffinen in einem geeigneten
Kohlenwasserstoff durchgeführt wird.
Das Verfahren, das einen weiteren Gegenstand der vorliegenden Erfindung
bildet, für die Abtrennung leichter Olefine von Paraffinen, die in Mischungen ent
halten sind, die Wasserstoff und/oder andere inerte Produkte (N2, CO usw.) ent
halten, ist dadurch gekennzeichnet, dass es die folgenden Stufen umfasst:
- - man unterzieht die Mischung einer Abtrennung durch Absorption in einem geeigneten Kohlenwasserstoff, um den Wasserstoff und/oder andere inerte Produkte von den darin enthaltenen Kohlenwasserstoffen abzutrennen;
- - man unterzieht die Mischung, die von dem Wasserstoff und/oder den anderen inerten Produkten abgetrennt worden ist, einer Flüssig/Flüssig- Extraktion unter Verwendung eines geeigneten Extraktionsmittels, wobei man einen Strom, der die Paraffine und Kohlenwasserstoff-Absorbens enthält, und einen Strom erhält, der die leichten Olefine und Extraktionsmittel enthält;
- - man unterzieht den Strom, der die Paraffine und das Kohlenwasserstoff- Absorbens enthält, einer Regeneration, um einen Strom, der im wesentlichen den Kohlenwasserstoff enthält, der zu der Abtrennungsstufe zurückgeführt wird, und einen Strom zu erhalten, der im wesentlichen Paraffine enthält;
- - man unterzieht den Strom, der leichte Olefine und Extraktionsmittel enthält, einer Regeneration, um einen Strom, der im wesentlichen das Extraktionsmittel enthält, welches zu dem Flüssig/Flüssig-Extraktionsschritt zurückgeführt wird, und einen Strom, der im wesentlichen leichte Olefine enthält, zu erhalten.
Die Stufe der Abtrennung von Wasserstoff von den Kohlenwasserstoffen,
die in der Mischung enthalten sind, kann in einer Absorptionssäule bewirkt
werden, die vorzugsweise bei Temperaturen im Bereich von 30°C bis 50°C und
bei Drücken im Bereich von 7 bis 50 atm betrieben wird.
Das Kohlenwasserstoff-Absorbens, das in dieser Stufe verwendet wird, kann
aus denjenigen ausgewählt werden, die bei Atmosphärendruck einen Siedepunkt
im Bereich von 30 bis 220°C aufweisen. Die vorzugsweise verwendeten
Kohlenwasserstoff-Absorbenzien weisen 3 bis 12 Kohlenstoffatome auf,
insbesondere Naphtha und Propan, allein oder miteinander gemischt.
Die Extraktionsstufe kann in einer Flüssig/Flüssig-Extraktionssäule
durchgeführt werden, welche vorzugsweise bei Temperaturen im Bereich von
30°C bis 70°C und bei Drücken im Bereich von 7 bis 50 atm betrieben wird.
Das Extraktionsmittel kann aus den gleichen wässrigen Lösungen einer
oder mehrerer Verbindungen von Silber und einer oder mehrerer Eisen(III)-Ver
bindungen, wie oben beschrieben, oder irgendeiner Lösung ausgewählt sein,
welche die Olefine reversibel komplexiert, beispielsweise Cuproammoniak-
Lösungen, falls der eingespeiste Strom nicht hohe Mengen an CO enthält.
Die Regenerationsstufe des Kohlenwasserstoff-Absorbens kann in einer
Stripperkolonne bewirkt werden, die vorzugsweise bei Temperaturen im Bereich
von 30°C bis 230°C und bei Drücken im Bereich von 0,5 bis 2 atm betrieben wird.
Die Regenerationsstufe des Extraktionsmittels kann in einer Stripperkolonne
durchgeführt werden, die vorzugsweise bei Temperaturen im Bereich von 60°C
bis 120°C und bei Drücken im Bereich von 0,2 bis 2 atm betrieben wird. Wenn
das Extraktionsmittel eine Lösung ist, die Eisen(III)-Salze enthält, ist ein
Regenerathersteller erforderlich, wie in den Schemata 1 und 2 angezeigt, in dem
der Vorgang der Reoxidation der Eisen(II)-Ionen, die durch die Einwirkung von
Wasserstoff erhalten wurden, zu Eisen(III)-Ionen bewirkt wird.
Ein allgemein veranschaulichendes Schema des oben beschriebenen Ab
trennungsverfahrens ist in Fig. 3 dargestellt.
Die Beschickung (I) wird in die Absorptionssäule (A) eingespeist, in der ein
Kohlenwasserstoff-Absorbens (2), z. B. Naphtha, eingeführt ist. Ein Gasstrom (3),
der Wasserstoff enthält, verlässt den Kopf der Absorptionssäule (A), wohingegen
ein Flüssigkeitsstrom (4), der das schwere Kohlenwasserstoff-Absorbens mit den
absorbierten Verbindungen (Paraffinen und Olefinen) enthält, aus dem Sumpf
erhalten wird und in den unteren Teil einer Extraktionssäule (E) eingespeist wird.
Unter Verwendung eines Extraktionslösungsmittels (5), das in den oberen Teil der
Extraktionssäule (E) eingespeist wird, wird ein Flüssigkeitsstrom (6), der im
wesentlichen das Kohlenwasserstoff-Absorbens und Paraffine enthält, am Kopf,
und ein Flüssigkeitsstrom (7), der im wesentlichen das Extraktionslösungsmittel
und Olefine enthält, aus dem Sumpf erhalten.
Der Strom (7) wird zu einer Regenerationssäule (S) für das Lösungsmittel
gefördert, aus der Olefine (8) am Kopf und das regenerierte
Extraktionslösungsmittel (5) am Sumpf erhalten werden, welches zu der
Extraktionssäule (E) zurückgeführt wird.
Der Flüssigkeitsstrom (6) wird seinerseits in eine Regenerationssäule für
das Absorbens (R) eingespeist, wodurch man Paraffine (9) am Kopf und das
regenerierte Absorbens (2) am Sumpf erhält, welches zu der Absorptionssäule (A)
zurückgeführt wird.
Ein viertes alternatives Verfahren, welches ungeachtet der verwendeten Ab
sorptionslösung das Problem löst, welches entsteht, wenn hohe Wasserstoff
konzentrationen in den aufzutrennenden Mischungen vorliegen, und auch
gestattet, dass die Regenerationsapparatur für das Kohlenwasserstoff-Absorbens
ausgeschaltet wird, kann verwendet werden.
Das Verfahren, ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung, für die
Abtrennung leichter Olefine von Paraffinen, die in Mischungen enthalten sind, die
auch Wasserstoff und/oder andere inerte Produkte (N2, CO usw.) enthalten, ist
dadurch gekennzeichnet, dass es die folgenden Stufen umfasst:
- - man unterzieht die Mischung von leichten Olefinen und Paraffinen, nachdem sie zumindest teilweise verflüssigt worden ist, einer Absorption unter Ver wendung eines Kohlenwasserstoffs, der identisch ist mit dem paraffinischen Kohlenwasserstoff, der in einer größeren Menge in der Mischung enthalten ist, wodurch man inerte Produkte und/oder Wasserstoff am Kopf und einen Strom, der Olefine und auch das Kohlenwasserstoff-Absorbens umfassende Paraffine enthält, am Sumpf erhält;
- - man unterzieht den Sumpfstrom einer Flüssig/Flüssig-Extraktion mittels eines geeigneten Extraktionsmittels, wobei man einen Strom, der im wesentlichen auch das Kohlenwasserstoff-Absorbens umfassende Paraffine enthält, am Kopf und einen Strom, der im wesentlichen Olefine und das Extraktionsmittel enthält, am Sumpf erhält;
- - man unterzieht den Strom, der Olefine und das Extraktionsmittel enthält, einer Austreibung, wodurch die Olefine aus dem Extraktionsmittel abgetrennt werden, welches zu der Flüssig/Flüssig-Extraktionsstufe zurückgeführt wird.
Das Extraktionsmittel kann aus den gleichen wässrigen Lösungen einer
oder mehrerer Silberverbindungen und einer oder mehrerer Eisen(III)-Verbindun
gen, wie oben beschrieben, oder irgendeiner Lösung ausgewählt sein, die
reversibel die Olefine komplexiert, wie beispielsweise Cuproammoniak-Lösungen.
Die Betriebsbedingungen der Verfahrensstufen liegen innerhalb der
Temperatur- und Druckbereiche, die für das zuvor beschriebene Verfahren
angegeben worden sind.
Ein allgemein veranschaulichendes Schema des oben beschriebenen Ab
trennungsverfahrens ist in Fig. 4 bereitgestellt.
Der Strom, der leichte Olefine und Paraffine enthält (1), wird, nachdem er in
(K) komprimiert und in (L) mindestens teilweise verflüssigt worden ist, in eine Ab
sorptionssäule (A) eingespeist, in der die Olefine durch die Absorbenslösung (2)
absorbiert werden, die aus einem Kohlenwasserstoff besteht, der mit dem Paraffin
identisch ist, das in einer größeren Menge in der Ausgangsmischung enthalten
ist. Ein Strom (3), der Wasserstoff und/oder inerte Produkte enthält, verlässt den
Kopf dieser Säule, und ein Strom (4), der aus Olefinen, Paraffinen und dem
gleichen Paraffin-Absorbens besteht, verlässt den Sumpf, wobei er in den unteren
Teil einer Extraktionssäule (E) eingespeist wird. Unter Verwendung eines
Extraktionslösungsmittels (5), das in den oberen Teil der Extraktionssäule (E)
eingespeist wird, werden ein Flüssigkeitsstrom (6), der im wesentlichen Paraffine
und das gleiche Paraffin-Absorbens enthält, am Kopf und ein Flüssigkeitsstrom
(7), der im wesentlichen das Extraktionslösungsmittel und Olefine enthält, aus
dem Sumpf erhalten.
Der Sumpfstrom (7) wird zu einer Stripperkolonne (S) geleitet, aus der
Olefine (8) am Kopf und die regenerierte Extraktionslösung (5) am Sumpf erhalten
werden, welche zu der Extraktionssäule (E) zurückgeführt wird.
Die folgenden drei Beispiele werden für eine bessere Erläuterung der
Erfindung angegeben, beschränken ihren Bereich aber auf keine Weise.
In einer Anlage für die Produktion von 500 000 t/Jahr Ethylen muss das
Produkt aus einem Strom von 13 625 kMol/h Rohgas gewonnen werden, welches
17,1 Mol-% Ethylen, 52,3% Ethan, 22,4% Wasserstoff, 2,5% CO, 3,1% CH4,
0,5% Propan und 2,2% Butan enthält. Mit dem vorgeschlagenen Verfahren, das
in Fig. 1 schematisch dargestellt ist, wird dieser Strom, nachdem er bei 31,4 bar
komprimiert worden ist, in einer Säule, die bei 40°C betrieben wird, mit einem
Flüssigkeitsstrom von 148 000 kMol/h, der aus einer 6 M wässrigen Lösung von
AgNO3 und 1 M Fe(NO3)3 besteht, unter Bildung eines Ag-Olefin-Salzkomplexes
in Kontakt gebracht, welcher den Sumpf der Säule verlässt, wohingegen der
gasförmige Strom ohne die Olefin-Fraktion (11 341 kMol/h mit der folgenden
Zusammensetzung in Mol-%: Ethylen 0,2, Ethan 62,8, H2O 0,2, H2 26,9, CO3, CH4
3,7, Propan 0,6, Butan 2,7) den Kopf verlässt. Da die Salzlösung einen Teil der
paraffinischen Fraktion und der inerten Produkte physikalisch absorbiert, wird
diese Lösung, um die Reinheit des erzeugten Ethylens zu erhöhen, zwei
aufeinanderfolgenden Expansionen (bei 15 bar und 65°C und bei 7 bar und 90°C)
unterzogen, deren Dampfphase komprimiert wird, um sie zu der Absorptionssäule
zu fördern, wohingegen die Flüssigkeitsphase weiter auf 0,9 bar entspannt wird,
bevor sie zu der Regenerationssäule gefördert wird. Der gasförmige Strom, der
den Kopf dieser Säule verlässt, weist eine Fließgeschwindigkeit von 2631 kMol/h
auf und besteht aus Ethylen mit einer sehr hohen Reinheit (< 99,99%), das mit
Wasser gesättigt ist. Die regenerierte Salzlösung verlässt den Sumpf der Säule
und wird mittels einer Pumpe zum Kopf der Absorptionssäule gefördert, um ihren
Zyklus wieder in Gang zu setzen; ein Teil dieser Lösung wird, bevor er wieder in
den Zyklus eintritt, zu einem System gefördert, in das Luft eingeblasen wird, um
den Teil an Eisen(II)-Ionen zu reoxidieren, welcher durch die reduzierende Ein
wirkung von Wasserstoff gebildet worden ist.
23,4 kMol/h Ethylen sollen aus einem Strom von 284,2 kMol/h, welcher die
folgende Zusammensetzung in Mol-% aufweist: Ethylen 8,71, Ethan 51,07, H2O
0,39, N2 0,23, CO 0,52, CO2 2,14, CH4 32,83, Propan 1,27, Propylen 2,84, unter
Verwendung des in Fig. 1 beschriebenen Verfahrensschemas gewonnen
werden. Nach Beseitigung des CO2-Gehalts, das in diesem Fall eine
unerwünschte Verbindung im Strom des erzeugten Ethylens ist, durch Waschen
mit Alkali wird das Gas bei 16 bar komprimiert und dann in den Sumpf einer Säule
eingespeist, in der es im Gegenstrom mit einem Strom von 3100 kMol/h einer 4 M
wässrigen AgNO3-Lösung in Kontakt kommt. Diese Säule wird bei 16 bar, 40°C
betrieben, und ein Strom verlässt ihren Kopf, dessen Fließgeschwindigkeit 248,3 kMol/h
beträgt und eine Zusammensetzung in Mol-%: Ethylen 0,55, Ethan 58,46,
H2 0,44, N2 0,27, CO 0,60, CO2 0,00, CH4 37,58, Propan 1,46, Propylen 0,18, H2O
0,46, aufweist; die AgNO3-Lösung, die den Ag-Olefin-Komplex enthält, verlässt
den Sumpf der Säule, und nach einer ersten Expansion bei einem Druck von 1,5
bar, um die physikalisch absorbierten Paraffine und inerten Produkte zu
entfernen, die dann wieder komprimiert werden, um wieder in die
Absorptionssäule eingespeist zu werden, wird er auf 90°C vorerwärmt und zum
Kopf der Regenerationssäule gefördert, welche bei 0,7 bar betrieben wird. Das
Gas, das den Kopf des Regenerators verlässt, wird abgekühlt und komprimiert,
um das Sättigungswasser zu entfernen, und wird als Produkt zu den
anschließenden Verarbeitungsvorgängen gefördert. Seine Menge beträgt 31,1 kMol/h,
und seine Zusammensetzung beträgt in Mol-%: Ethylen 75,14,
Ethan 24,47, N2 0,27, CO < 0,01, CH4 < 0,01, Propylen 0,18, H2O 0,16. Die
regenerierte Lösung wird, nachdem sie auf 40°C abgekühlt worden ist, wieder zu
dem Kopf der Absorptionssäule gepumpt.
2232 kMol Ethylen sollen unter Verwendung des Verfahrensschemas von
Fig. 3 aus einem Strom von 17 393 kMol/h eines Gases gewonnen werden, das
die folgende Zusammensetzung in Mol-% aufweist: Ethan 40,54, H2 19,61, Ethylen
13,08, CH4 25,65, Propan 0,01, Propylen 0,06, Butan 0,01, Buten 0,11, höhere
Olefine 0,06, CO 0,87. Dieses Gas wird, nachdem es bei 35 bar komprimiert
worden ist, zum Sumpf einer Absorptionssäule gefördert, in der es im Gegenstrom
auf einen Strom von 7640 m3/h "jungfräulichem Naphtha" trifft. Ein Gas, das im
wesentlichen aus der Fraktion von Inertgasen besteht, die in der Beschickung
enthalten sind, verlässt den Kopf der Säule, genauer ist die molare prozentuale
Zusammensetzung dieses Gases die folgende: Ethan 1,67, H2 93,35, Ethylen
0,56, CH4 2,19, CO 2,23. Der mit olefinischen und paraffinischen
Kohlenwasserstoffen beladene Naphthastrom verlässt den Sumpf und wird zum
Sumpf einer Flüssig/Flüssig-Extraktionssäule gefördert, in der er mit 2880 m3/h
Extraktionsflüssigkeit, die aus einer 6 M wässrigen AgNO3-Lösung besteht, die
am Kopf der Säule eingespeist wird, in Kontakt gebracht wird. Zwei flüssige
Phasen verlassen die Säule, genauer verlässt die Extraktionslösung, die mit
Olefinen in Form eines Ag/Olefin-Komplexes beladen ist, den Sumpf, wohingegen
das lediglich mit der paraffinischen Fraktion beladene Naphtha den Kopf verlässt.
Die Extraktionslösung tritt, nachdem sie bei 0,7 bar entspannt worden ist, in den
Kopf der Regenerationssäule ein, aus der die folgenden Produkte austreten: vom
Kopf der Produktstrom (2271 kMol/h Gas mit der folgenden molaren prozentualen
Zusammensetzung: Ethylen 98,28, Propylen 0,47, Buten 0,83, höhere Olefine
0,42); aus dem Sumpf die regenerierte Extraktionslösung, die mittels einer Pumpe
zum Kopf der Extraktionssäule gefördert wird, um den Extraktionszyklus erneut in
Gang zu setzen. Das Naphtha, das nur mit der paraffinischen Fraktion beladen
ist, wird seinerseits zu einer Säule gefördert, die bei einem Druck betrieben wird,
der etwas höher als Atmosphärendruck ist (1,3 bar) und in der das Austreiben der
absorbierten Kohlenwasserstoffe stattfindet, welche den Kopf verlassen (12 362 kMol/h
Gas mit der folgenden Zusammensetzung: Ethan 56,66, H2 6,76, Ethylen
0,22, CH4 35,60, Propan 0,02, Butan 0,01, CO 0,72). Das regenerierte Naphtha
wird dann gepumpt, um zum Kopf der Absorptionssäule gefördert zu werden und
anschließend den Absorptionszyklus wieder in Gang zu setzen.
Claims (13)
1. Verfahren zur Abtrennung leichter Olefine von Paraffinen, welche in
Mischungen enthalten sind, die gegebenenfalls Wasserstoff enthalten,
umfassend, dass man die Mischungen mit einer wässrigen Lösung einer
oder mehrerer Silberverbindungen und einer oder mehrerer Eisen(III)-
Verbindungen in Kontakt bringt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, in dem die Silberverbindung ein Salz ist.
3. Verfahren nach Anspruch 2, in dem das Silbersalz Silbernitrat ist.
4. Verfahren nach Anspruch 1, in dem die Eisen(III)-Verbindung ein Salz ist.
5. Verfahren nach Anspruch 1, in dem das Eisen(III)-Salz Eisen(III)-nitrat ist.
6. Verfahren nach Anspruch 1, in dem die Silberverbindung in der wässrigen
Lösung in einer Konzentration im Bereich von 0,1 bis 6 M vorliegt und die
Eisen(III)-Verbindung in einer Konzentration im Bereich von 0,1 bis 4 M
vorliegt.
7. Verfahren nach Anspruch 6, in dem die Silberverbindung in einer
Konzentration im Bereich von 1 bis 3 M vorliegt und die Eisen(III)-
Verbindung in einer Konzentration im Bereich von 0,5 bis 2 M vorliegt.
8. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, das im
wesentlichen zwei Stufen umfasst:
- - man unterzieht die Mischung von leichten Olefinen und Paraffinen einer Absorption, wodurch die leichten Olefine durch ein Absorbens absorbiert werden, das aus der wässrigen Lösung einer oder mehrerer Silberverbindungen und einer oder mehrerer Eisen(III)-Verbindungen besteht, wobei man einen Strom, der Paraffine enthält, und einen Strom erhält, der das Absorbens und absorbierte leichte Olefine enthält;
- - man unterzieht den Strom, der das Absorbens und die absorbierten leichten Olefine enthält, einer Austreibung, wodurch die absorbierten leichten Olefine von dem Absorbens abgetrennt werden, welches in die Absorptionsstufe zurückgeführt wird.
9. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, das im
wesentlichen zwei Stufen umfasst:
- - man unterzieht die Mischung von leichten Olefinen und Paraffinen, nachdem sie zumindest teilweise verflüssigt worden ist, einer Absorption, wodurch die leichten Olefine durch ein Absorbens absorbiert werden, welches aus der wässrigen Lösung einer oder mehrerer Silberverbindungen und einer oder mehrerer Eisen(III)- Verbindungen besteht, wobei man am Kopf einen Strom, der Paraffine und inerte Produkte enthält und der zu einer anschließenden Fraktionierungsstufe gefördert wird, und am Sumpf einen Strom erhält, der das Absorbens und absorbierte leichte Olefine enthält;
- - man unterzieht den Strom, der das Absorbens und die absorbierten leichten Olefine enthält, einer Austreibung, wodurch die absorbierten leichten Olefine von dem Absorbens abgetrennt werden, welches zu der Absorptionsstufe zurückgeführt wird.
10. Verfahren zur Abtrennung leichter Olefine von Paraffinen, welche in
Mischungen enthalten sind, die auch Wasserstoff und/oder andere inerte
Produkte enthalten, dadurch gekennzeichnet, dass es die folgenden Stufen
umfasst:
- - man unterzieht die Mischung einer Auftrennung durch Absorption in einem geeigneten Kohlenwasserstoff, um den Wasserstoff und/oder die anderen inerten Produkte von den darin enthaltenen Kohlenwasserstoffen abzutrennen;
- - man unterzieht die Mischung, die von dem Wasserstoff und/oder den anderen inerten Produkten abgetrennt worden ist, einer Flüssig/Flüssig-Extraktion unter Verwendung eines geeigneten Extraktionsmittels, wobei man einen Strom, der Paraffine und das Kohlenwasserstoff-Absorbens enthält, und einen Strom erhält, der die leichten Olefine und das Extraktionsmittel enthält;
- - man unterzieht den Strom, der Paraffine und Kohlenwasserstoff-Ab sorbens enthält, einer Regeneration, um einen Strom, der im wesentlichen den Kohlenwasserstoff enthält, welcher zu der Abtrennungsstufe zurückgeführt wird, und einen Strom, der im wesentlichen Paraffine enthält, zu erhalten.
- - man unterzieht den Strom, der leichte Olefine und das Extraktionsmittel enthält, einer Regeneration, um einen Strom, der im wesentlichen das Extraktionsmittel, das zu der Flüssig/Flüssig- Extraktionsstufe zurückgeführt wird, und einen Strom, der im wesentlichen leichte Olefine enthält, zu erhalten.
11. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, in dem die
Mischungen auch Wasserstoff enthalten, dadurch gekennzeichnet, dass es
die folgenden Stufen umfasst:
- - man unterzieht die Mischung einer Auftrennung mittels eines Kohlen wasserstoff-Absorbens, um den Wasserstoff von den darin enthaltenen Kohlenwasserstoffen abzutrennen;
- - man unterzieht die Mischung, die von dem Wasserstoff abgetrennt worden ist, einer Flüssig/Flüssig-Extraktion unter Verwendung eines Extraktionsmittels, das aus der wässrigen Lösung einer oder mehrerer Silberverbindungen und einer oder mehrerer Eisen(III)-Verbindungen besteht, wobei man einen Strom, der Paraffine und das Kohlenwasser stoff-Absorbens enthält, und einen Strom erhält, der leichte Olefine und das Extraktionsmittel enthält;
- - man unterzieht den Strom, der Paraffine und Kohlenwasserstoff-Ab sorbens enthält, einer Regeneration, um einen Strom, der im wesent hohen das Kohlenwasserstoff-Absorbens enthält, welches zu der Ab trennungsstufe zurückgeführt wird, und einen Strom, der im wesentlichen Paraffine enthält, zu erhalten;
- - man unterzieht den Strom, der leichte Olefine und das Extraktionsmittel enthält, einer Regeneration, um einen Strom, der im wesentlichen das Extraktionsmittel enthält, welches zu der Extraktionsstufe zurückgeführt wird, und eine Strom, der im wesentlichen leichte Olefine enthält, zu erhalten.
12. Verfahren für die Abtrennung leichter Olefine von Paraffinen, die in
Mischungen enthalten sind, welche auch Wasserstoff und/oder andere
inerte Produkte enthalten, dadurch gekennzeichnet, dass es die folgenden
Stufen umfasst:
- - man unterzieht die Mischung von leichten Olefinen und Paraffinen, nachdem sie zumindest teilweise verflüssigt worden ist, einer Absorption mittels eines Kohlenwasserstoffs, der identisch mit dem paraffinischen Kohlenwasserstoff ist, der in einer größeren Menge in der Mischung enthalten ist, wobei man am Kopf inerte Produkte und/oder Wasserstoff und am Sumpf einen Strom erhält, der Olefine und auch das Kohlenwasserstoff-Absorbens umfassende Paraffine enthält;
- - man unterzieht den Sumpfstrom einer Flüssig/Flüssig-Extraktion unter Verwendung eines geeigneten Extraktionsmittels, wobei man am Kopf im wesentlichen das Kohlenwasserstoff-Absorbens umfassende Paraffine und am Sumpf einen Strom erhält, der im wesentlichen Olefine und das Extraktionsmittel enthält;
- - man unterzieht den Strom, der Olefine und das Extraktionsmittel enthält, einer Austreibung, wodurch die Olefine von dem Extraktionsmittel abgetrennt werden, welches zu dem Flüssig/Flüssig- Extraktionsschritt zurückgeführt wird.
13. Verfahren zur Abtrennung leichter Olefine nach den Ansprüchen 1 bis 7, da
durch gekennzeichnet, dass es die folgenden Stufen umfasst:
- - man unterzieht die Mischung von leichten Olefinen und Paraffinen, nachdem sie zumindest teilweise verflüssigt worden ist, einer Absorption mittels eines Kohlenwasserstoffes, der identisch mit dem paraffinischen Kohlenwasserstoff ist, der in einer größeren Menge in der Mischung enthalten ist, wobei man am Kopf inerte Produkte und/oder Wasserstoff und am Sumpf einen Strom erhält, der Olefine und auch das Kohlenwasserstoff-Absorbens umfassende Paraffine enthält;
- - man unterzieht den Sumpfstrom einer Flüssig/Flüssig-Extraktion unter Verwendung eines Extraktionsmittels, das aus der wässrigen Lösung einer oder mehrerer Silberverbindungen und einer oder mehrerer Eisen(III)-Verbindungen besteht, wobei man am Kopf einen Strom, der im wesentlichen Paraffine enthält, und am Sumpf einen Strom erhält, der im wesentlichen Olefine und das Extraktionsmittel enthält;
- - man unterzieht den Strom, der Olefine und das Extraktionsmittel enthält, einer Austreibung, wodurch die Olefine von dem Extraktionsmittel abgetrennt werden, welches zu der Flüssig/Flüssig- Extraktionsstufe zurückgeführt wird.
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