DE10026622A1 - Treiberschaltung - Google Patents
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Abstract
Gemäß der Erfindung weist eine Treiberschaltung einen DMOS-Transistor (2) mit einer Drain-Elektrode, die mit den Eingängen von Inverterschaltungen (6, 22) verbunden ist, sowie einen DMOS-Transistor (3) mit einer Drain-Elektrode auf, die mit den Eingängen von Inverterschaltungen (7, 23) verbunden ist. Die Ausgänge der Inverterschaltungen (6, 7) sind jeweils mit dem Eingang von NAND-Schaltungen (8, 9) verbunden. Die Ausgänge der NAND-Schaltungen (8, 9) sind jeweils mit dem ersten Eingang von NOR-Schaltungen (11, 12) verbunden. Die Inverterschaltungen (22, 23) sind derart gewählt, daß die niedrigere der Betriebs-Schwellenspannungen der Inverterschaltungen (22, 23) höher ist als die höhere der Betriebs-Schwellenspannungen der Inverterschaltungen (6, 7). Die Ausgänge der Inverterschaltungen (22, 23) sind mit dem ersten und dem zweiten Eingang einer UND-Schaltung (10) verbunden, die einen mit den zweiten Eingängen der NOR-Schaltungen (11, 12) verbundenen Ausgang aufweist. Die Treiberschaltung kann eine Fehlfunktion aufgrund eines dv/dt-Einschwing- bzw. Übergangssignals selbst dann vermeiden, wenn Schwankungen in der Betriebs-Schwellenspannung zwischen den Inverterschaltungen vorhanden sind.
Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Treiberschal
tung und im spezielleren auf eine Leistungsvorrichtungs-Trei
berschaltung, die eine Schutzschaltung zum Verhindern einer
Fehlfunktion aufweist, die aus einem dv/dt-Einschwing- bzw.
Übergangssignal resultiert.
Fig. 4 zeigt ein Schaltungsdiagramm einer Leistungsvorrich
tungs-Treiberschaltung 200 des einschlägigen Standes der
Technik zur Verwendung in einer integrierten Schaltung mit
hoher Spannung (Hochspannungs-IC oder HVIC) und dergleichen.
Eine Treiberschaltung HD für eine Leistungsvorrichtung mit
hohem Potential weist eine Schutzschaltung 130 zwischen
Inverterschaltungen 106, 107 und einer RS-Fliflopschaltung
113 auf, um eine Fehlfunktion zu verhindern, die aufgrund
eines dv/dt-Übergangssignals entsteht.
In Anbetracht der Tatsache, daß eine dv/dt-Einschwing- bzw.
Stoßspannung, die gleichzeitig an DMOS-Transistoren 102 und
103 erzeugt wird, zu einem gleichzeitigen Spannungsabfall an
Widerständen 104 und 105 führt, hat die Schutzschaltung 130
die Funktion, den Betrieb der RS-Flipflopschaltung 113 durch
Anlegen eines "L"-Signals (low potential oder Niedrigpoten
tial-Signals) sowohl an einen Setzeingang S also auch an
einen Rücksetzeingang R der RS-Flipflopschaltung 113 zu mas
kieren, wenn beide Inverterschaltungen 106 und 107 ein "H"-
Signal (high potential oder Hochpotential-Signal) abgeben.
Die Schutzschaltung 130 beinhaltet NAND-Schaltungen 108 und
109, die mit den Ausgängen der Inverterschaltungen 106 bzw.
107 verbunden sind, eine UND-Schaltung 110 mit einem mit dem
Ausgang der Inverterschaltung 106 verbundenen ersten Eingang
und einem mit dem Ausgang der Inverterschaltung 107 verbunde
nen zweiten Eingang, eine NOR-Schaltung 111 mit einem mit dem
Ausgang der NAND-Schaltung 108 verbundenen ersten Eingang und
mit einem mit dem Ausgang der UND-Schaltung 110 verbundenen
zweiten Eingang, sowie eine NOR-Schaltung 112 mit einem mit
dem Ausgang der NAND-Schaltung 109 verbundenen ersten Eingang
und mit einem mit dem Ausgang der UND-Schaltung 110 verbunde
nen zweiten Eingang. Die Ausgänge der NOR-Schaltungen 111 und
112 sind mit dem Setzeinang S bzw. dem Rücksetzeingang R der
RS-Flipflopschaltung 113 verbunden.
Weitere Komponenten, deren Beschreibung an dieser Stelle weg
gelassen wird, werden nachfolgend in Verbindung mit den
bevorzugten Ausführungsbeispielen der vorliegenden Erfindung
ausführlich erläutert.
Fig. 5 zeigt ein Zeitsteuerungsdiagramm zur Erläuterung der
Arbeitsweise der Schutzschaltung 130. In Fig. 5 sind die
Betriebs-Schwellenspannungen Vth106 und Vth107 der jeweiligen
Inverterschaltungen 106 und 107 aufgrund von Herstellungs
schwankungen mit folgender Beziehung zueinander dargestellt:
Vth106 < Vth107.
Es sei angenommen, daß von dem Ausgang Q der RS-Flipflop
schaltung 113 das "L"-Signal (das Signal mit niedrigem Poten
tial) abgegeben wird, bevor die Entstehung des dv/dt-Über
gangssignals erfolgt. Ein Problem bei der Leistungsvorrich
tungs-Treiberschaltung gemäß dem Stand der Technik wird nun
unter Bezugnahme auf die Fig. 4 und 5 beschrieben.
Bei der Treiberschaltung HD für eine Leistungsvorrichtung mit
hohem Potential wird ein schnelles dv/dt-Übergangssignal auf
einer von einem Verbindungspunkt N1 zu den Anoden von Dioden
120 und 121 verlaufenden Leitung in Abhängigkeit von einem
Schaltzustand einer Halbbrücken-Leistungsvorrichtung 152
erzeugt.
Aufgrund des Vorhandenseins einer parasitären Kapazität C
zwischen Drain und Source der DMOS-Transistoren 102 und 103
wird die dv/dt-Einschwing- bzw. Übergangsspannung, die sich
als Produkt C . dv/dt aus der parasitären Kapazität C und dem
dv/dt-Übergangssignal ergibt, gleichzeitig an den DMOS-Tran
sistoren 102 und 103 erzeugt.
Die Erzeugung einer solchen dv/dt-Einschwing- bzw. Übergangs
spannung verursacht gleichzeitig einen Spannungsabfall an den
Widerständen 104 und 105, was dazu führt, daß die in Fig. 5
mit NA1 und NA2 bezeichneten Spannungen an die Inverterschal
tungen 106 bzw. 107 angelegt werden.
Dies ist äquivalent zu der Beaufschlagung der Inverterschal
tungen 106 bzw. 107 mit "L"-Signalen zum Zeitpunkt t1. Die
Inverterschaltungen 106 und 107 invertieren die angelegten
"L"-Signale, so daß sie zu dem Zeitpunkt t1 "H"-Signale abge
ben, die in Fig. 5 mit NB und NC bezeichnet sind.
Die den jeweiligen Inverterschaltungen 106 und 107 zugeführ
ten Eingangsspannungswerte steigen mit der Zeit an. Wenn
diese Eingangsspannungswerte die Betriebs-Schwellenspannungen
Vth106 und Vth107 der Inverterschaltungen 106 bzw. 107 über
schreiten (wobei dies äquivalent mit der Beaufschlagung der
Inverterschaltungen 106 bzw. 107 mit "H"-Signalen ist), dann
invertieren die Inverterschaltungen 106 und 107 die zugeführ
ten "H"-Signale, so daß sie jeweils "L"-Signale an ihren Aus
gängen abgeben.
Aufgrund der Beziehung Vth106 < Vth107 ist das von der Inver
terschaltung 106 abgegebene "L"-Signal gegenüber dem von der
Inverterschaltung 107 abgegebenen "L"-Signal verzögert.
Die NAND-Schaltungen 108 und 109 geben invertierte Versionen
der Ausgangssignale von den Inverterschaltungen 106 und 107
ab, wie sie in Fig. 5 mit ND bzw. NE bezeichnet sind. Die
UND-Schaltung 110 gibt während der Zeitdauer (zwischen den
Zeitpunkten t1 und t2), in der beide Inverterschaltungen 106
und 107 das "H"-Signal abgeben, ein "H"-Signal ab, das in
Fig. 5 mit NF bezeichnet ist.
Die NOR-Schaltung 111 erhält das "H"-Signal von der NAND-
Schaltung 108 vor dem Zeitpunkt t1, das "H"-Signal von der
UND-Schaltung 110 zwischen den Zeitpunkten t1 und t2 und das
"H"-Signal von der NAND-Schaltung 108 nach dem Zeitpunkt t3.
Die NOR-Schaltung 111 erhält jedoch das "H"-Signal weder von
der NAND-Schaltung 108 noch von der UND-Schaltung 110 zwi
schen den Zeitpunkten t2 und t3.
Dies führt dazu, daß an den Setzeingang S der RS-Flipflop
schaltung 113 zwischen den Zeitpunkten t2 und t3 ein "H"-
Signal angelegt wird, wie es in Fig. 5 mit S bezeichnet ist.
Als Ergebnis hiervon gibt der Ausgang Q der RS-Flipflopschal
tung 113 nach dem Zeitpunkt t2 ein in Fig. 5 mit Q bezeichne
tes "H"-Signal ab, so daß eine Fehlfunktion entsteht.
Eine solche Fehlfunktion ergibt sich nicht nur aus der Diffe
renz in den Betriebs-Schwellenspannungen zwischen den Inver
terschaltungen 106 und 107, sondern auch aus einer Differenz
der parasitären Kapazitäten zwischen den DMOS-Transistoren
102 und 103, einer Differenz zwischen den Widerstandswerten
der Widerstände 104 und 105 und dergleichen und läßt sich bei
der Herstellung nicht vermeiden.
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher in der
Angabe einer Leistungsvorrichtungs-Treiberschaltung, die in
der Lage ist, eine Fehlfunktion als Ergebnis eines dv/dt-
Übergangssignals selbst dann in geeigneter Weise zu
vermeiden, wenn aufgrund von Herstellungsschwankungen eine
Differenz in den Betriebs-Schwellenspannungen zwischen den
Inverterschaltungen vorhanden ist.
Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch eine Treiber
schaltung, wie sie im Anspruch 1 angegeben ist.
Gemäß einem ersten Gesichtspunkt schafft die Erfindung eine
Treiberschaltung, die folgendes aufweist: eine Logikschal
tung, die mit einer ersten und einer zweiten Signalleitung
verbunden ist, zum Erzeugen eines Logiksignals zum Treiben
einer Schaltung in einer nachfolgenden Stufe auf der Basis
eines ersten Potentials auf der ersten Signalleitung und
eines zweiten Potentials auf der zweiten Signalleitung; und
eine Schutzschaltung, die unabhängig von der Logikschaltung
mit der ersten und der zweiten Signalleitung verbunden ist,
wobei die Schutzschaltung einen Schutzvorgang ausführt, um zu
verhindern, daß die Logikschaltung das Logiksignal verändert,
wenn sowohl das erste als auch das zweite Potential sich in
Übergangszuständen befinden.
Gemäß dem ersten Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung ist
die Schutzschaltung unabhängig von der Logikschaltung mit der
ersten und der zweiten Signalleitung verbunden. Wenn ein
dv/dt-Übergangssignal erzeugt wird, so daß sowohl das erste
als auch das zweite Potential stoßartigen Übergangszuständen
ausgesetzt werden, ist die Schutzschaltung in der Lage, den
Schutzvorgang für eine längere Zeitdauer auszuführen, als die
Logikschaltung die Übergangszustände detektiert.
Die Treiberschaltung kann somit eine Fehlfunktion als Ergeb
nis der dv/dt-Übergangsspannung in geeigneter Weise vermei
den, wenn aufgrund von Herstellungsschwankungen eine Änderung
bzw. Differenz in den Kennlinien der die Logikschaltung bil
denden Vorrichtungen auftritt.
Gemäß einem zweiten Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung
beinhaltet die Logikschaltung in der Treiberschaltung vorzugsweise
eine erste Vorrichtung, die mit der ersten Signal
leitung zum Unterscheiden von Logikwerten mit dem ersten
Potential verbunden ist, sowie eine zweite Vorrichtung, die
mit der zweiten Signalleitung zum Unterscheiden von Logikwer
ten mit dem zweiten Potential verbunden ist.
Die Schutzschaltung beinhaltet eine dritte Vorrichtung, die
mit der ersten Signalleitung zum Unterscheiden von Logikwer
ten mit dem ersten Potential verbunden ist, sowie eine vierte
Vorrichtung, die mit der zweiten Signalleitung zum Unter
scheiden von Logikwerten mit dem zweiten Potential verbunden
ist.
Gemäß dem zweiten Gesichtspunkt der vorliegenden. Erfindung
können die Betriebs-Schwellenspannungen der ersten, zweiten,
dritten und vierten Vorrichtung derart eingestellt werden,
daß die niedrigere der Betriebs-Schwellenspannungen der drit
ten und der vierten Vorrichtung höher ist als die höhere der
Betriebs-Schwellenspannungen der ersten und der zweiten Vor
richtung.
Wenn eine dv/dt-Übergangsspannung erzeugt wird und dadurch
sowohl das erste als auch das zweite Potential zu Übergängen
von hoch nach niedrig veranlaßt werden, kann die Schutzschal
tung den Schutzvorgang für eine längere Zeitdauer ausführen,
als die Logikschaltung die Übergangszustände feststellt.
Gemäß einem dritten Gesichtspunkt ist bei der genannten Trei
berschaltung vorzugsweise die niedrigere der Betriebs-Schwel
lenspannungen der dritten und der vierten Vorrichtung höher
als die höhere der Betriebs-Schwellenspannungen der ersten
und der zweiten Vorrichtung.
Wenn gemäß dem dritten Gesichtspunkt der vorliegenden Erfin
dung das erste und das zweite Potential Übergängen von hoch
nach niedrig ausgesetzt werden, stellen die dritte und die
vierte Vorrichtung die Übergänge früher fest als die erste
und die zweite Vorrichtung. Somit kann die Schutzschaltung
den Schutzvorgang beginnen, bevor die Logikschaltung die
Übergangszustände feststellt.
Wenn das erste und das zweite Potential einen Übergang von
niedrig nach hoch erfahren, stellen ferner die dritte und die
vierte Vorrichtung die Übergangszustände später fest als die
erste und die zweite Vorrichtung. Die Schutzschaltung kann
somit den Schutzvorgang für eine vorbestimmte Zeitdauer fort
setzen, nachdem die Logikschaltung die Erfassung der Über
gangszustände abgeschlossen hat.
Gemäß einem vierten Gesichtspunkt weisen bei der genannten
Treiberschaltung die Logikschaltung und die Schutzschaltung
vorzugsweise folgendes auf: einen ersten, zweiten, dritten
und vierten Inverter, die als erste, zweite, dritte bzw.
vierte Vorrichtung dienen; einen fünften Inverter, der mit
einem Ausgang der ersten Vorrichtung verbunden ist; eine
erste NOR-Schaltung, von der ein erster Eingangsanschluß mit
einem Ausgang des fünften Inverters verbunden ist; einen
sechsten Inverter, der mit einem Ausgang der zweiten Vorrich
tung verbunden ist; eine zweite NOR-Schaltung, von der ein
erster Eingangsanschluß mit einem Ausgang des sechsten hnver
ters verbunden ist; ein Flipflop, von dem ein erster Ein
gangsanschluß mit einem Ausgang der ersten NOR-Schaltung ver
bunden ist und ein zweiter Eingangsanschluß mit einem Ausgang
der zweiten NOR-Schaltung verbunden ist; und eine UND-Schal
tung, von der ein erster Eingangsanschluß mit einem Ausgang
der dritten Vorrichtung verbunden ist, ein zweiter Eingangs
anschluß mit einem Ausgang der vierten Vorrichtung verbunden
ist und ein Ausgangsanschluß mit einem zweiten Eingangs
anschluß der ersten NOR-Schaltung sowie einem zweiten Ein
gangsanschluß der zweiten NOR-Schaltung verbunden ist.
Gemäß dem vierten Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung
können die Logikschaltung und die Schutzschaltung eine einfache
Schaltungskonfiguration unter Verwendung von logischen
Gattern aufweisen.
Gemäß einem fünften Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung
weist eine Treiberschaltung folgendes auf: eine Logikschal
tung zum Erzeugen eines Logiksignals zum Treiben einer Schal
tung in einer nachfolgenden Stufe auf der Basis eines ersten
Potentials auf einer ersten Signalleitung und eines zweiten
Potentials auf einer zweiten Signalleitung; und eine Schutz
schaltung zum Detektieren des Auftretens von Übergangszustän
den sowohl des ersten als auch des zweiten Potentials für
eine längere Zeitdauer als die Logikschaltung die Übergangs
zustände detektiert, um eine Schutzoperation auszuführen,
damit verhindert wird, daß die Logikschaltung das Logiksignal
während dieser Zeitdauer verändert.
Gemäß dem fünften Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung
kann dann, wenn eine dv/dt-Übergangsspannung erzeugt wird,
die sowohl das erste als auch das zweite Potential zu Über
gängen veranlaßt, die Schutzschaltung den Schutzvorgang für
eine längere Zeitdauer ausführen als die Logikschaltung die
Übergangszustände feststellt.
Die Treiberschaltung gemäß dem fünften Gesichtspunkt ist
somit in der Lage, eine Fehlfunktion in geeigneter Weise zu
vermeiden, die aus der dv/dt-Übergangsspannung resultiert,
wenn aufgrund von Herstellungsschwankungen Schwankungen in
den Kennlinien zwischen den die Logikschaltung bildenden Vor
richtungen auftreten.
Die Erfindung und Weiterbildungen der Erfindung werden im
folgenden anhand der zeichnerischen Darstellungen eines
bevorzugten Ausführungsbeispiels noch näher erläutert. In den
Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 ein Schaltungsdiagramm einer Leistungsvorrichtungs-
Treiberschaltung gemäß einem bevorzugten Ausfüh
rungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;
Fig. 2 ein Zeitsteuerungsdiagramm zur Erläuterung eines
Pegelverschiebungsvorgangs einer Hochpotential-Lei
stungsvorrichtungs-Treiberschaltung;
Fig. 3 ein Zeitsteuerungsdiagramm zur Erläuterung einer
Arbeitsweise der Hochpotential-Leistungsvorrich
tungs-Treiberschaltung, wenn ein dv/dt-Übergangs
signal erzeugt wird;
Fig. 4 ein Schaltungsdiagramm einer Leistungsvorrichtungs-
Treiberschaltung gemäß dem Stand der Technik; und
Fig. 5 ein Zeitsteuerungsdiagramm zur Erläuterung der
Arbeitsweise einer Schutzschaltung gemäß dem Stand
der Technik.
Fig. 1 zeigt ein Schaltungsdiagramm einer Leistungsvorrich
tungs-Treiberschaltung 100 gemäß einem bevorzugten Ausfüh
rungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Leistungsvorrich
tungen 50 und 51, wie z. B. Bipolar-Transistoren mit isolier
tem Gate (IGBTs), sind zwischen einer Stromversorgung 54 und
Masse GND in Reihe geschaltet, so daß sie eine Halbbrücken-
Leistungsvorrichtung 52 bilden. Freilaufdioden 55 und 56 sind
in Sperr-Richtung in Parallelschaltung zu den Leistungsvor
richtungen 50 bzw. 51 angeordnet. Eine Last 53, wie z. B. ein
Motor, ist mit einem Verbindungspunkt N1 der Leistungsvor
richtungen 50 und 51 verbunden.
Bei der Leistungsvorrichtung 50 handelt es sich um eine Vor
richtung, die das Potential an dem Verbindungspunkt N1 als
Bezugspotential zur Ausführung eines Umschaltvorgangs zwi
schen dem Bezugspotential und einem von der Stromversorgung
54 zugeführten Stromversorgungspotential VDD verwendet, wobei
diese Vorrichtung als Leistungsvorrichtung mit hohem Poten
tial bezeichnet wird.
Bei der Leistungsvorrichtung 51 handelt es sich um eine Vor
richtung, die das Massepotential GND als Bezugspotential zur
Ausführung eines Umschaltvorgangs zwischen dem Bezugspoten
tial und einem Potential an dem Verbindungspunkt N1 verwen
det, wobei diese Vorrichtung als Leistungsvorrichtung mit
niedrigem Potential bezeichnet wird.
Die in Fig. 1 gezeigte Leistungsvorrichtungs-Treiberschal
tung 100 weist somit eine Hochpotential-Leistungsvorrich
tungs-Treiberschaltung HD und eine Niedrigpotential-Lei
stungsvorrichtungs-Treiberschaltung LD auf, wobei vorliegend
jedoch eine Beschreibung der Niedrigpotential-Leistungsvor
richtungs-Treiberschaltung weggelassen ist.
Nachfolgend wird die Konstruktion der Hochpotential-Lei
stungsvorrichtungs-Treiberschaltung HD ausführlich erläutert.
Eine Impulserzeugungsschaltung 1 weist einen Eingang, der mit
einem nicht gezeigten Mikrocomputer oder dergleichen verbun
den ist, einen ersten Ausgang, der mit einer Gate-Elektrode
eines doppelt diffundierten MOS-(DMOS-)Transistors 2 verbun
den ist, sowie einen zweiten Ausgang auf, der mit einer Gate-
Elektrode eines DMOS-Transistors 3 verbunden ist.
Bei den DMOS-Transistoren 2 und 3 handelt es sich um Feldef
fekttransistoren mit hoher Durchbruchspannung, wobei diese
auch als Pegelverschiebungs-Transistoren bezeichnet werden.
Die Source-Elektroden der DMOS-Transistoren 2 und 3 sind mit
Masse GND verbunden. Die Drain-Elektroden der DMOS-Transisto
ren 2 und 3 sind mit ersten Enden von Widerständen 4 und 5
sowie mit den Eingängen von Inverterschaltungen 6 bzw. 7 ver
bunden.
Ferner sind die Drain-Elektroden der DMOS-Tranistoren 2 und 3
mit den Eingängen der Inverterschaltungen 22 bzw. 23 verbunden.
Die zweiten Enden der Widerstände 4 und 5 sind mit der
Anode einer Stromversorgung 19 verbunden. Signalleitungen, in
denen die Widerstände 4 und 5 angeordnet sind, werden in der
vorliegenden Beschreibung als "erste Signalleitung" bzw.
"zweite Signalleitung" bezeichnet.
Die Ausgänge der Inverterschaltungen 6 und 7 sind mit den
Eingängen von NAND-Schaltungen 8 bzw. 9 verbunden. Jede der
NAND-Schaltungen 8 und 9 weist einen ersten und einen zweiten
Eingang auf, die miteinander kurzgeschlossen sind, so daß sie
als Inverterschaltung wirken. Die Ausgänge der NAND-Schaltun
gen 8 und 9 sind mit ersten Eingängen von NOR-Schaltungen 11
bzw. 12 verbunden.
Die Inverterschaltungen 22 und 23 sind derart gewählt, daß
die niedrigere der Betriebs-Schwellenspannungen der Inverter
schaltungen 22 und 23 höher ist als die höhere der Betriebs-
Schwellenspannungen der Inverterschaltungen 6 und 7. Die Aus
gänge der Inverterschaltungen 22 und 23 sind mit dem ersten
bzw. zweiten Eingang einer UND-Schaltung 10 verbunden.
Die UND-Schaltung 10 weist einen mit den zweiten Eingängen
der NOR-Schaltungen 11 und 12 verbundenen Ausgang auf. Eine
Logikschaltung, die die Inverterschaltungen 22, 23, die NAND-
Schaltungen 8, 9 sowie die UND-Schaltung 10 und die NOR-
Schaltungen 11, 12 aufweist, wirkt als Schutzschaltung 30 zum
Verhindern einer Fehlfunktion, die aus einem dv/dt-Übergangs
signal resultiert.
Bei den Inverterschaltungen 6 und 7 handelt es sich um
Vorrichtungen zum Auslösen bzw. Aktivieren einer
Logikschaltung, die die Inverterschaltungen 6, 7 und eine RS-
Flipflopschaltung 13 aufweist, und zwar zum Starten und
Beenden eines Vorgangs, wobei diese Inverterschaltungen die
Funktion haben, zwischen den Logikwerten der Potentiale der
ersten bzw. der zweiten Signalleitung zu unterscheiden.
Bei den Inverterschaltungen 22 und 23 handelt es sich um Vor
richtungen zum Auslösen bzw. Aktivieren der Schutzschaltung
30 zum Starten und Beenden eines Schutzvorgangs, wobei diese
Inverterschaltungen die Funktion haben, zwischen den Logik
werten der Potentiale der ersten bzw. der zweiten Signallei
tung zu unterscheiden.
Die Ausgänge der NOR-Schaltungen 11 und 12 sind mit einem
Setzeingang S bzw. einem Rücksetzeingang R der RS-Flipflop
schaltung 13 verbunden. Der Ausgang Q der RS-Flipflopschal
tung 13 ist mit dem Eingang einer Inverterschaltung 14 ver
bunden. Der Ausgang der Inverterschaltung 14 ist mit einer
Gate-Elektrode eines pMOS-Transistors 15 und einer Gate-Elek
trode eines nMOS-Transistors 16 verbunden.
Der pMOS-Transistor 15 weist eine mit der Anode der Stromver
sorgung 19 verbundene Drain-Elektrode sowie eine mit einem
ersten Ende eines Widerstands 17 verbundene Source-Elektrode
auf. Ein zweites Ende des Widerstands 17 ist mit einem ersten
Ende eines Widerstands 18 sowie mit einer Basis-Elektrode der
Leistungsvorrichtung 50 verbunden.
Ein zweites Ende des Widerstands 18 ist mit der Drain-Elek
trode des nMOS-Tranistors 16 verbunden, dessen Source-Elek
trode mit der Kathode der Stromversorgung 19 verbunden ist.
Die Source-Elektrode des nMOS-Transistors 16 ist mit den
Anoden von Dioden 20 und 21 verbunden. Die Kathoden der Dio
den 20 und 21 sind mit den Drain-Elektroden der DMOS-Transi
storen 2 bzw. 3 verbunden.
Fig. 2 zeigt ein Zeitsteuerungsdiagramm zur Erläuterung eines
Pegelverschiebungsvorgangs der Treiberschaltung HD. Die
Arbeitsweise der Treiberschaltung HD wird unter Bezugnahme
auf die Fig. 1 und 2 beschrieben.
Als erstes wird der Vorgang des Einschaltens der Leistungs
vorrichtung 50 unter Bezugnahme auf den Zeitraum zwischen den
in Fig. 2 gezeigten Zeitpunkten t1 und t2 beschrieben. Die
Impulserzeugungsschaltung 1 erzeugt ein "H"-Signal als EIN-
Signal und ein "L"-Signal als AUS-Signal, und zwar auf der
Basis eines von außen an die Hoch-Seite angelegten Eingangs
signals.
Das EIN-Signal und das AUS-Signal werden an die Gate-Elektro
den der DMOS-Transistoren 2 bzw. 3 angelegt, um den DMOS-
Transistor 2 einzuschalten und den DMOS-Transistor 3 auszu
schalten. Das Einschalten des DMOS-Transistors 2 erzeugt
einen Spannungsabfall an dem Widerstand 4, so daß den Inver
terschaltungen 6 und 22 ein "L"-Signal zugeführt wird.
Da andererseits kein Spannungsabfall an dem mit dem DMOS-
Transistor 3 verbundenen Widerstand 5 auftritt, wird den
Inverterschaltungen 7 und 23 ein "H"-Signal zugeführt. Die
Inverterschaltungen 6 und 22 geben somit ein "H"-Signal an
ihrem Ausgang ab, während die Inverterschaltungen 7 und 23
ein "L"-Signal an ihrem Ausgang abgeben.
Das von der Inverterschaltung 6 abgegebene "H"-Signal wird
von der NAND-Schaltung 8 in ein "L"-Signal invertiert. Das
von der Inverterschaltung 7 abgegebene "L"-Signal wird von
der NAND-Schaltung 9 in ein "H"-Signal invertiert. Die UND-
Schaltung 10 erhält das "H"-Signal von der Inverterschaltung
22 und das "L"-Signal von der Inverterschaltung 23, um ein
"L"-Signal abzugeben.
Die NOR-Schaltung 11 erhält das "L"-Signal von der NAND-
Schaltung 8 und das "L"-Signal von der UND-Schaltung 10, um
ein "H"-Signal abzugeben. Die NOR-Schaltung 12 erhält das
"H"-Signal von der NAND-Schaltung 9 und das "L"-Signal von
der UND-Schaltung 10, um ein "L"-Signal abzugeben.
Die RS-Flipflopschaltung 13 erhält an ihrem Setzeingang S das
"H"-Signal von der NOR-Schaltung 11 und an ihrem Rücksetzein
gang R das "L"-Signal von der NOR-Schaltung 12, um an ihrem
Ausgang Q ein "H"-Signal zu liefern. Dieses "H"-Signal wird
von der Inverterschaltung 14 in ein "L"-Signal invertiert,
das wiederum den Gate-Elektroden des pMOS-Transistors 15 und
des nMOS-Transistors 16 zugeführt wird.
Dadurch werden der pMOS-Tranistor 15 eingeschaltet und der
nMOS-Transistor 16 ausgeschaltet, so daß die Stromversorgung
19 dazu veranlaßt wird, der Basis-Elektrode der Leistungsvor
richtung 50 ein "H"-Signal zuzuführen, um dadurch die Lei
stungsvorrichtung 50 einzuschalten. Infolgedessen wird der
Last 53 Strom von der Stromversorgung 54 zugeführt.
Als nächstes wird auf den Zeitraum zwischen den in Fig. 2
gezeigten Zeitpunkten t2 und t3 Bezug genommen; wenn der
DMOS-Transistor 2 an der Abfallsflanke eines Impulses des
EIN-Signals ausgeschaltet wird, kommt es zu keinem Spannungs
abfall an dem Widerstand 4. Anschließend wird der Inverter
schaltung 6 ein "H"-Signal zugeführt. Somit gibt die Inver
terschaltung 6 ein "L"-Signal ab, die NAND-Schaltung 8 gibt
ein "H"-Signal ab, und die NOR-Schaltung 11 gibt ein "L"-
Signal ab.
Infolgedessen wird der RS-Flipflopschaltung 13 sowohl an
ihrem Setzeingang S als auch an ihrem Rücksetzeingang R ein
"L"-Signal zugeführt, so daß sie ihren vorherigen Zustand an
ihrem Ausgang Q beibehält. Mit anderen Worten, es gibt der
Ausgang Q der RS-Flipflopschaltung 13 weiterhin das "H"-
Signal ab.
Nachfolgend wird der Vorgang zum Ausschalten der Leistungs
vorrichtung 50 unter Bezugnahme auf den Zeitraum zwischen den
in Fig. 2 gezeigten Zeitpunkten t3 und t4 beschrieben. Die
Impulserzeugungsschaltung 1 erzeugt ein "L"-Signal als EIN-
Signal und ein "H"-Signal als AUS-Signal. Dadurch werden der
DMOS-Transistor 2 ausgeschaltet und der DMOS-Transistor 3
eingeschaltet.
Das Ausschalten des DMOS-Transistors 2 führt dazu, daß den
Inverterschaltungen 6 und 22 ein "H"-Signal zugeführt wird.
Das Einschalten des DMOS-Transistors 3 führt dazu, daß den
Inverterschaltungen 7 und 23 ein "L"-Signal zugeführt wird.
Die Inverterschaltungen 6 und 22 geben somit ein "L"-Signal
an ihrem Ausgang ab, während die Inverterschaltungen 7 und 23
ein "H"-Signal an ihrem Ausgang abgeben.
Das von der Inverterschaltung 6 abgegebene "L"-Signal wird
von der NAND-Schaltung 8 in ein "H"-Signal invertiert. Das
von der Inverterschaltung 7 abgegebene "H"-Signal wird von
der NAND-Schaltung 9 in ein "L"-Signal invertiert. Die UND-
Schaltung 10 erhält das "L"-Signal von der Inverterschaltung
22 und das "H"-Signal von der Inverterschaltung 23, um ein
"L"-Signal abzugeben.
Die NOR-Schaltung 11 erhält das "H"-Signal von der NAND-
Schaltung 8 und das "L"-Signal von der UND-Schaltung 10, um
ein "L"-Signal abzugeben. Die NOR-Schaltung 12 erhält das
"L"-Signal von der NAND-Schaltung 9 und das "L"-Signal von
der UND-Schaltung 10, um ein "H"-Signal abzugeben.
Die RS-Flipflopschaltung 13 erhält an ihrem Setzeingang S das
"L"-Signal von der NOR-Schaltung 11 und an ihrem Rücksetzein
gang R das "H"-Signal von der NOR-Schaltung 12, um an ihrem
Ausgang Q ein "L"-Signal zu liefern. Dieses "L"-Signal wird
von der Inverterschaltung 14 in ein "H"-Signal invertiert,
das wiederum den Gate-Elektroden des pMOS-Transistors 15 und
des nMOS-Transistors 16 zugeführt wird. Dadurch werden der
pMOS-Tranistor 15 ausgeschaltet und der nMOS-Transistor 16
eingeschaltet, so daß die Leistungsvorrichtung 50 ausgeschal
tet wird.
Wenn unter Bezugnahme auf den in Fig. 2 dargestellten Zeit
punkt t4 sowie danach der DMOS-Transistor 3 bei der Abfalls
flanke eines Impulses des AUS-Signals ausgeschaltet wird,
wird der RS-Flipflopschaltung 13 sowohl an ihrem Setzeingang
S als auch an ihrem Rücksetzeingang R das "L"-Signal zuge
führt, so daß sie ihren vorherigen Zustand an ihrem Ausgang Q
beibehält, in ähnlicher Weise wie bei dem Vorgang, wie er
zwischen den Zeitpunkten t2 und t3 ausgeführt wird. Mit ande
ren Worten, es gibt der Ausgang Q der RS-Flipflopschaltung 13
weiterhin das "L"-Signal ab.
Fig. 3 zeigt ein Zeitsteuerungsdiagramm zur Erläuterung der
Arbeitsweise der Treiberschaltung HD, wenn das dv/dt-Über
gangssignal auf einer Leitung (die im folgenden mit dem Buch
staben L bezeichnet wird) erzeugt wird, die sich von dem Ver
bindungspunkt N1 zu den Anoden der Dioden 20 und 21
erstreckt.
In Fig. 3 weisen die Betriebs-Schwellenspannungen Vth6, Vth7,
Vth22 und Vth23 der jeweiligen Inverterschaltungen 6, 7, 22
und 23 die nachfolgende Beziehung zueinander auf: Vth6 < Vth7
< Vth22 < Vth23. Dabei wird davon ausgegangen, daß vor der
Erzeugung des dv/dt-Übergangssignals das "L"-Signal von dem
Ausgang Q der RS-Flipflopschaltung 13 abgegeben wird.
Bei Erzeugung des dv/dt-Übergangssignals auf der Leitung L
wird eine dv/dt-Übergangsspannung gleichzeitig an dem DMOS-
Transistoren 2 und 3 erzeugt. Die Erzeugung einer solchen
dv/dt-Übergangsspannung verursacht gleichzeitig einen Span
nungsabfall an den Widerständen 4 und 5, was dazu führt, daß
ein in Fig. 3 mit NA1 bezeichnete Spannung an die Inverter
schaltungen 6 und 22 angelegt wird und eine in Fig. 3 mit NA2
bezeichnete Spannung an die Inverterschaltungen 7 und 23
angelegt wird.
Dies ist äquivalent zu der gleichzeitigen Anlegung von "L"-
Signalen an die Inverterschaltungen 6, 7, 22 bzw. 23 zum
Zeitpunkt t1. Die Inverterschaltungen 6, 7, 22 und 23 inver
tieren die angelegten "L"-Signale, um an ihren Ausgängen zum
Zeitpunkt t1 "H"-Signale abzugeben, die in Fig. 3 mit NB, NC,
ND bzw. NE bezeichnet sind.
Die vier Inverterschaltungen 6, 7, 22 und 23 detektieren
gleichzeitig die Potentialübergänge auf den Signalleitungen,
die aus dem Spannungsabfall an den Widerständen 4 und 5
resultieren, wie dies vorstehend beschrieben wurde. Streng
genommen detektieren die Inverterschaltungen 23, 22, 7 und 6
die Übergänge jedoch in der soeben genannten Reihenfolge, und
zwar in Abhängigkeit von der Differenz in der Betriebs-
Schwellenspannung.
Die den jeweiligen Inverterschaltungen 6, 7, 22 und 23 zuge
führten Eingangsspannungswerte steigen mit der Zeit an. Wenn
diese Eingangsspannungswerte die Betriebs-Schwellenspannungen
der Inverterschaltungen 6, 7, 22 bzw. 23 überschreiten (wobei
dies äquivalent mit der Beaufschlagung der Inverterschaltun
gen 6, 7, 22 bzw. 23 mit "H"-Signalen ist), invertieren die
Inverterschaltungen 6, 7, 22 und 23 die zugeführten "H"-
Signale, so daß sie jeweils "L"-Signale abgeben.
Aufgrund der Beziehung Vth6 < Vth7 < Vth22 < Vth23 nehmen
zeitliche Verzögerungen bei der Abgabe der "L"-Signale von
den Inverterschaltungen 6, 7, 22 und 23 in der geannten Rei
henfolge zu.
Die NAND-Schaltungen 8 und 9 geben invertierte Versionen der
Ausgangssignale von den Inverterschaltungen 6 und 7 ab, wie
sie in Fig. 3 mit NF bzw. NG bezeichnet sind. Die UND-Schal
tung 10 gibt das in Fig. 3 mit NH bezeichnete "H"-Signal wäh
rend des Zeitraums (zwischen den Zeitpunkten t1 und t4) ab,
in dem beide Inverterschaltungen 22 und 23 das "H"-Signal an
ihrem Ausgang abgeben.
Die NOR-Schaltung 11 erhält das "H"-Signal von der NAND-
Schaltung 8 vor dem Zeitpunkt t1, das "H"-Signal von der UND-
Schaltung 10 zwischen den Zeitpunkten t1 und t2, die "H"-
Signale sowohl von der NAND-Schaltung 8 als auch von der UND-
Schaltung 10 zwischen den Zeitpunkten t2 und t4, und das "H"-
Signal von der NAND-Schaltung 8 nach dem Zeitpunkt t4. Infolgedessen
liegt an dem Setzeingang S der RS-Flipflopschaltung
13 stets das "L"-Signal an, wie es in Fig. 3 mit S bezeichnet
ist.
In ähnlicher Weise erhält die NOR-Schaltung 12 das "H"-Signal
von der NAND-Schaltung 9 vor dem Zeitpunkt t1, das "H"-Signal
von der UND-Schaltung 10 zwischen den Zeitpunkten t1 und t3,
die "H"-Signale sowohl von der NAND-Schaltung 9 als auch von
der UND-Schaltung 10 zwischen den Zeitpunkten t3 und t4, und
das "H"-Signal von der NAND-Schaltung 9 nach dem Zeitpunkt
t4. Infolgedessen liegt an dem Rücksetzeingang R der RS-Flip
flopschaltung 13 stets das "L"-Signal an, wie es in Fig. 3
mit R bezeichnet ist.
Da somit stets das "L"-Signal sowohl an dem Setzeingang S als
auch an dem Rücksetzeingang R der RS-Flipflopschaltung 13
anliegt, behält der Ausgang Q der RS-Flipflopschaltung 13
seinen vorherigen Zustand (d. h. im vorliegenden Fall den "L"-
Signal-Ausgangszustand) bei.
Wie vorstehend beschrieben ist, kann die Treiberschaltung HD
für eine Leistungsvorrichtung mit hohem Potential gemäß dem
bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung
eine Fehlfunktion aufgrund des auf der Leitung L erzeugten
dv/dt-Übergangssignals selbst dann in geeigneter Weise ver
meiden, wenn die Betriebs-Schwellenspannungen Vth6 und Vth7
der Inverterschaltungen 6 und 7 aufgrund von Herstellungs
schwankungen voneinander verschieden sind, so daß erfindungs
gemäß eine zuverlässige Pegelverschiebungsvorrichtung angege
ben wird.
Claims (5)
1. Treiberschaltung,
gekennzeichnet durch
eine Logikschaltung (6, 7, 13), die mit einer ersten und
einer zweiten Signalleitung verbunden ist, zum Erzeugen eines Logiksignals zum Treiben einer Schaltung in einer nachfolgenden Stufe auf der Basis eines ersten Poten tials auf der ersten Signalleitung und eines zweiten Potentials auf der zweiten Signalleitung;
und durch eine Schutzschaltung (30), die unabhängig von der Logikschaltung mit der ersten und der zweiten Signalleitung verbunden ist, wobei die Schutzschaltung (30) eine Schutzoperation ausführt, um zu verhindern, daß die Logikschaltung das Logiksignal verändert, wenn sowohl das erste als auch das zweite Potential Über gangszuständen unterliegen.
eine Logikschaltung (6, 7, 13), die mit einer ersten und
einer zweiten Signalleitung verbunden ist, zum Erzeugen eines Logiksignals zum Treiben einer Schaltung in einer nachfolgenden Stufe auf der Basis eines ersten Poten tials auf der ersten Signalleitung und eines zweiten Potentials auf der zweiten Signalleitung;
und durch eine Schutzschaltung (30), die unabhängig von der Logikschaltung mit der ersten und der zweiten Signalleitung verbunden ist, wobei die Schutzschaltung (30) eine Schutzoperation ausführt, um zu verhindern, daß die Logikschaltung das Logiksignal verändert, wenn sowohl das erste als auch das zweite Potential Über gangszuständen unterliegen.
2. Treiberschaltung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Logikschaltung (6, 7, 13) eine erste Vorrichtung (6), die mit der ersten Signalleitung zum Unterscheiden von Logikwerten mit dem ersten Potential verbunden ist, sowie eine zweite Vorrichtung (7) aufweist, die mit der zweiten Signalleitung zum Unterscheiden von Logikwerten mit dem zweiten Potential verbunden ist,
und daß die Schutzschaltung (30) eine dritte Vorrichtung (22) aufweist, die mit der ersten Signalleitung zum Unterscheiden von Logikwerten mit dem ersten Potential verbunden ist, sowie eine vierte Vorrichtung (23) auf weist, die mit der zweiten Signalleitung zum Unterschei den von Logikwerten mit dem zweiten Potential verbunden ist.
daß die Logikschaltung (6, 7, 13) eine erste Vorrichtung (6), die mit der ersten Signalleitung zum Unterscheiden von Logikwerten mit dem ersten Potential verbunden ist, sowie eine zweite Vorrichtung (7) aufweist, die mit der zweiten Signalleitung zum Unterscheiden von Logikwerten mit dem zweiten Potential verbunden ist,
und daß die Schutzschaltung (30) eine dritte Vorrichtung (22) aufweist, die mit der ersten Signalleitung zum Unterscheiden von Logikwerten mit dem ersten Potential verbunden ist, sowie eine vierte Vorrichtung (23) auf weist, die mit der zweiten Signalleitung zum Unterschei den von Logikwerten mit dem zweiten Potential verbunden ist.
3. Treiberschaltung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die niedrigere der Betriebs-Schwellenspannungen der
dritten und der vierten Vorrichtung (22, 23) höher ist
als die höhere der Betriebs-Schwellenspannungen der
ersten und der zweiten Vorrichtung (6, 7).
4. Treiberschaltung nach einem der vorausgehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Logikschaltung (6, 7, 13) und die Schutzschal tung (30) folgendes aufweisen:
einen ersten, zweiten, dritten und vierten Inverter (6, 7, 22, 23), die als erste, zweite, dritte bzw. vierte Vorrichtung dienen;
einen fünften Inverter (8), der mit einem Ausgang der ersten Vorrichtung (6) verbunden ist;
eine erste NOR-Schaltung (11), von der ein erster Ein gangsanschluß mit einem Ausgang des fünften Inverters (8) verbunden ist;
einen sechsten Inverter (9), der mit einem Ausgang der zweiten Vorrichtung (8) verbunden ist;
eine zweite NOR-Schaltung (12), von der ein erster Ein gangsanschluß mit einem Ausgang des sechsten Inverters (9) verbunden ist;
ein Flipflop (13), von dem ein erster Eingangsanschluß mit einem Ausgang der ersten NOR-Schaltung (11) verbun den ist und ein zweiter Eingangsanschluß mit einem Aus gang der zweiten NOR-Schaltung (12) verbunden ist; und
eine UND-Schaltung (10), von der ein erster Eingangsan schluß mit einem Ausgang der dritten Vorrichtung (22) verbunden ist, ein zweiter Eingangsanschluß mit einem Ausgang der vierten Vorrichtung (23) verbunden ist und ein Ausgangsanschluß mit einem zweiten Eingangsanschluß der ersten NOR-Schaltung (11) sowie mit einem zweiten Eingangsanschluß der zweiten NOR-Schaltung (12) verbun den ist.
daß die Logikschaltung (6, 7, 13) und die Schutzschal tung (30) folgendes aufweisen:
einen ersten, zweiten, dritten und vierten Inverter (6, 7, 22, 23), die als erste, zweite, dritte bzw. vierte Vorrichtung dienen;
einen fünften Inverter (8), der mit einem Ausgang der ersten Vorrichtung (6) verbunden ist;
eine erste NOR-Schaltung (11), von der ein erster Ein gangsanschluß mit einem Ausgang des fünften Inverters (8) verbunden ist;
einen sechsten Inverter (9), der mit einem Ausgang der zweiten Vorrichtung (8) verbunden ist;
eine zweite NOR-Schaltung (12), von der ein erster Ein gangsanschluß mit einem Ausgang des sechsten Inverters (9) verbunden ist;
ein Flipflop (13), von dem ein erster Eingangsanschluß mit einem Ausgang der ersten NOR-Schaltung (11) verbun den ist und ein zweiter Eingangsanschluß mit einem Aus gang der zweiten NOR-Schaltung (12) verbunden ist; und
eine UND-Schaltung (10), von der ein erster Eingangsan schluß mit einem Ausgang der dritten Vorrichtung (22) verbunden ist, ein zweiter Eingangsanschluß mit einem Ausgang der vierten Vorrichtung (23) verbunden ist und ein Ausgangsanschluß mit einem zweiten Eingangsanschluß der ersten NOR-Schaltung (11) sowie mit einem zweiten Eingangsanschluß der zweiten NOR-Schaltung (12) verbun den ist.
5. Treiberschaltung,
gekennzeichnet durch:
eine Logikschaltung (6, 7, 13) zum Erzeugen eines Logik signals zum Treiben einer Schaltung in einer nachfolgen den Stufe auf der Basis eines ersten Potentials auf einer ersten Signalleitung und eines zweiten Potentials auf einer zweiten Signalleitung; und
eine Schutzschaltung (30) zum Detektieren des Auftretens von Übergangszuständen sowohl des ersten als auch des zweiten Potentials für eine längere Zeitdauer als die Logikschaltung (6, 7, 13) die Übergangszustände detek tiert, um eine Schutzoperation auszuführen, damit verhindert wird, daß die Logikschaltung (6, 7, 13) das Logiksignal während dieser Zeitdauer verändert.
eine Logikschaltung (6, 7, 13) zum Erzeugen eines Logik signals zum Treiben einer Schaltung in einer nachfolgen den Stufe auf der Basis eines ersten Potentials auf einer ersten Signalleitung und eines zweiten Potentials auf einer zweiten Signalleitung; und
eine Schutzschaltung (30) zum Detektieren des Auftretens von Übergangszuständen sowohl des ersten als auch des zweiten Potentials für eine längere Zeitdauer als die Logikschaltung (6, 7, 13) die Übergangszustände detek tiert, um eine Schutzoperation auszuführen, damit verhindert wird, daß die Logikschaltung (6, 7, 13) das Logiksignal während dieser Zeitdauer verändert.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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