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DE1002218B - Fernbedienungsanlage fuer umsteuerbare Brennkraftmaschinen, insbesondere Dieselmaschinen, zum Antrieb von Schiffen - Google Patents

Fernbedienungsanlage fuer umsteuerbare Brennkraftmaschinen, insbesondere Dieselmaschinen, zum Antrieb von Schiffen

Info

Publication number
DE1002218B
DE1002218B DEM27851A DEM0027851A DE1002218B DE 1002218 B DE1002218 B DE 1002218B DE M27851 A DEM27851 A DE M27851A DE M0027851 A DEM0027851 A DE M0027851A DE 1002218 B DE1002218 B DE 1002218B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
valve
starting
compressed air
remote control
line
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM27851A
Other languages
English (en)
Inventor
Walter Benz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Caterpillar Energy Solutions GmbH
Original Assignee
Motoren Werke Mannheim AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Motoren Werke Mannheim AG filed Critical Motoren Werke Mannheim AG
Priority to DEM27851A priority Critical patent/DE1002218B/de
Publication of DE1002218B publication Critical patent/DE1002218B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63HMARINE PROPULSION OR STEERING
    • B63H21/00Use of propulsion power plant or units on vessels
    • B63H21/22Use of propulsion power plant or units on vessels the propulsion power units being controlled from exterior of engine room, e.g. from navigation bridge; Arrangements of order telegraphs
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63HMARINE PROPULSION OR STEERING
    • B63H23/00Transmitting power from propulsion power plant to propulsive elements
    • B63H23/02Transmitting power from propulsion power plant to propulsive elements with mechanical gearing
    • B63H23/08Transmitting power from propulsion power plant to propulsive elements with mechanical gearing with provision for reversing drive
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02DCONTROLLING COMBUSTION ENGINES
    • F02D27/00Controlling engines characterised by their being reversible

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Valve Device For Special Equipments (AREA)

Description

  • Fernbedienungsanlage für umsteuerbare Brennkraftmaschinen, insbesondere Dieselmaschinen, zum Antrieb von Schiffen Die Erfindung bezieht sich auf Fernbedienungsanlagen für umsteuerbare Brennkraftmaschinen, insbesondere Dieselmaschinen, zum Antrieb von Schiffen, bei denen Druckluft als Steuermittel verwendet wird. Die Verwendung von Druckluft hat an sich große Vorzüge, wie beispielsweise handliche Übertragungs-und Steuermöglichkeit und relativ weitgehende Unempfindlichkeit gegen Temperatureinflüsse.
  • Druckluftbetätigte Fernbedienungsanlagen haben sich aber bisher nur in geringem Umfang einführen können, da die bekanntgewordenen Ausführungen noch gewisse Mängel aufweisen. Es sind Anlagen bekanntgeworden, bei denen jede Betätigung, beispielsweise Anlassen, Umsteuern in zwei Richtungen, Stopp, sowie Rückmeldung der Umsteuerung durch ein Betätigungsventil, eine Verbindungsleitung und ein Betätigungsorgan bedient wird. Die Folge davon ist, daß eine große Zahl von Druckluftleitungen zur Kommandobrücke geführt werden muß. Diese Vielzahl von Leitungen ist schlecht unterzubringen und kann Anlaß zu Störungen geben.
  • Man hat schon versucht, bei druckluftbetätigten Fernbedienungsanlagen die Zahl der Leitungen dadurch zu vermindern, daß die phasengleiche Bewegung von Steuerglied und Betätigungsorgan durch Veränderung des Druckes in der Verbindungsleitung bewirkt wird. Auf diese Weise ist aber die Phasengleichheit der Bewegungen stark von der Dichtigkeit der Leitungen abhängig und daher Störungen ausgesetzt. Außerdem weisen die bekannten Einrichtungen den Nachteil auf, daß es nicht möglich ist, eine einmal eingeleitete Umsteuerbewegung während ihrer Durchführung rückgängig zu machen, da durch das Einleiten des Umsteuervorganges eine Blockierung einsetzt, die erst dann wieder aufgehoben wird, wenn die Steuerwelle in ihre neue Lage gekommen ist, was im allgemeinen einige Zeit dauert.
  • Demgegenüber besteht die Aufgabe der Erfindung darin, die Anzahl der notwendigen Steuerleitungen auf ein Mindestmaß zu verringern, ohne daß die vorstehend beschriebenen Nachteile in Kauf genommen werden müssen.
  • Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß beim Öffnen eines der für Anlassen in Drehrichtung »voraus« und Anlassen in Drehrichtung »zurück« je einmal vorhandenen Betätigungsventils ein Kolben eines Relaisventils dasselbe öffnend beaufschlagt wird, wodurch Druckluft auf einen Verschiebezylinder im Sinne einer Verschiebung der Motorsteuerwelle in die zu der gewünschten Anlaßrichtung gehörenden Lage zur Einwirkung kommt, wobei die von dem geöffneten Betätigungsventil kommende Druckluft gleichzeitig die Auslösevorrichtung der Steuerwellenblockierung löst und wobei ferner ein auf der Motorsteuerwelle sitzender Nocken in den Endlagen der Motorsteuerwelle ein weiteres, zu der gewünschten Anlaßrichtung gehörendes, von einem der Relaisventile mit Druckluft versorgtes Betätigungsventil öffnet, das Druckluft auf den Kolben des Hauptanlaßventils dasselbe öffnend leitet.
  • Es sind schon druckluftbetätigte Fernbedienungsanlagen für umsteuerbare Brennkraftmaschinen bekanntgeworden, bei denen ein mit der Steuerwellenverschiebung gekuppeltes Absperrorgan die Verbindung zwischen dem Hauptanlaßventil und den Betätigungsventilen für das Anlassen beherrscht, doch kann diese Einrichtung nicht die vorteilhafte Wirkung des Anmeldungsgegenstandes ausüben. Diese besteht außer der Vermeidung der eingangs erwähnten Nachteile noch darin, daß eine besondere Stellung »Umsteuern« entfallen kann. Es ist daher möglich, durch einfaches Niederdrücken des zu der gewünschten Drehrichtung gehörigen Knopfes den Umsteuervorgang und das Anlassen in der neuen Drehrichtung mit einem Handgriff zu bewerkstelligen. Die bekannte Anlage läßt diese Vereinfachung nicht zu. Es ist dort vielmehr notwendig, das Verschieben der Steuerwelle abzuwarten, bis auf Anlassen weitergeschaltet werden kann, was einige Übung und Erfahrung voraussetzt. Außerdem ist die erfindungsgemäße Anlage einfacher als die bekannte.
  • Der Notwendigkeit, die Maschinen sowohl vom Maschinenraum aus als auch von der Kommandobrücke aus bedienen zu müssen, wird gemäß der Erfindung dadurch Rechnung getragen, daß die vorerwähnten Anlaßventile, die mit einem Stoppventil zu einem Steuergerät zusammengefaßt sind, je einmal an der Maschine und einmal auf der Kommandobrücke angebracht sind und über ein Doppelrückschlagventil mit den zugehörigen Betätigungsorganen verbunden sind, so daß die Maschinenmanöver von beiden Stellen aus durchgeführt werden können.
  • Dabei werden alle Betätigungen, ausgenommen das Beaufschlagen der Maschine und eines Betätigungszylinders mit Anlaßluft sowie die Verschiebung der Steuerwelle, mit Druckluft von niedrigem Druck (d bis 8 kg/cm2) durchgeführt. Hierdurch wird erreicht, daß die langen, zu der Kommandobrücke führenden Verbindungsleitungen nur unter niedrigem Druck stehen und bei ein- und ausfahrbaren Steuerständen, gegebenenfalls auch als Schlauchverbindungen, durchgeführt werden können. Durch diese Maßnahme wird außerdem auch die Gefahr von Undichtigkeiten und Luftverlusten stark herabgesetzt. Die Zusammenfassung von je einem Ventil für Anlassen voraus, einem Stoppventil und einem Ventil für Anlassen zurück in einem Steuergerät ergibt eine besonders einfache Bedienungsweise, so daß es möglich ist, die Maschine durch den Schiffsführer bedienen zu lassen, ohne dessen Aufmerksamkeit -besonders bei Nacht - in unzulässiger Weise von der Beobachtung der Umgebung abzulenken.
  • Man hat schon vorgeschlagen, das Hauptanlaßventil und zwei Umsteuerventile auf der Kommandobrücke anzubringen. Dieser Vorschlag ergibt die Notwendigkeit, Leitungen für Anlaßluft (35 kg/cm2), die nur als starre Leitungen ausgeführt werden können, zur Brücke zu führen und eine Umschaltvorrichtung für die Bedienung vom Maschinenraum aus vorzusehen. Die Betätigung dieser Umschaltvorrichtung erfordert eine gewisse Zeit, was sich im Gefahrenfall ungünstig auswirken kann. Außerdem erfordert die bekannte Vorrichtung eine Vielzahl von Leitungsverbindungen, die Fehlerquellen darstellen, während beim Erfindungsgegenstand derartige Verbindungen auf ein Mindestmaß reduziert sind.
  • In der Zeichnung ist die Erfindung in schematischer Form dargestellt. Die strichpunktiert umrahmten Teile befinden sich auf der Kommandobrücke des Schiffes, die übrigen Teile sind an der Maschine angebaut oder befinden sich in nächster Nähe derselben.
  • In dem Steuergerät 1 sind das Anlaßventil 2 für Anlassen voraus, das Stoppventil 3 und das Anlaßventil 4 für Anlassen zurück untergebracht. Die Ventile werden von Druckknöpfen 5, 6 und 7 beim Niederdrücken derselben geöffnet, so daß Druckluft aus dem Raum 8 in die zu den einzelnen Betätigungsorganen führenden Leitungen 9, 10 und 11 strömen kann. Das Steuergerät 1 wird durch die Leitung 12 mit Druckluft versorgt, welche. ihrerseits aus der Anlaßluftleitung 13 über ein Druckminderventil 14 gespeist wird. Beim Loslassen der Druckknöpfe 5, 6 und 7 kehren diese unter der Einwirkung von Federn 15 in ihre alte Lage zurück. Die Ventile 2, 3 und 4 werden von Federn 16 dichtend auf ihren Sitz gedrückt. Die Druckknöpfe 5, 6 und 7 heben sich in der Ruhestellung von den Ventilen 2, 3 und 4 ab, so daß Luft aus den Leitungen 9, 10 und 11 durch die Bohrungen 17 entweichen kann.
  • Das Steuergerät 1 ist auf der Kommandobrücke angebracht, während das Steuergerät 18 in der Nähe der Maschine, vorzugsweise im Maschinenraum, angeordnet ist. Von dem Anlaßventil 2 des Steuergerätes 1 führt die Leitung 9 zu dem Doppelrückschlagventil 19, das durch die Leitung 20 mit dem Anlaßventil 2 des Steuergerätes 18 verbunden ist. Von dem Anlaßventil 4 des Steuergerätes 1 führt die Leitung 11 zu dem Doppelrückschlagventil 21, welches durch die Leitung 22 mit dem Anlaßventil 4 des Steuergerätes 18 verbunden ist. Von dem Stoppventil 3 des Steuergerätes 1 führt die Leitung 10 zu dem Doppelrückschlagventil 23, welches durch die Leitung 24 mit dem Stoppventil 3 des Steuergerätes 18 verbunden ist.
  • Der Innenaufbau der verwendeten Doppelrückschlagventile ist am Beispiel des Rückschlagventils 25 veranschaulicht. Im Innern des Doppelrückschlagventils befindet sich ein Dichtkörper 26, der in der Bohrung 27 frei beweglich ist. Die beiden wechselweise beaufschlagten Zuleitungen, beispielsweise die Leitungen 11 und 22, führen in Bohrungen 28 und 29; die ventilsitzartig ausgebildet sind. An den Innenraum 27 schließt sich die Mittelbohrung 30 an. Von der Mittelbohrung 30 des Doppelrückschlagventils 23 führt eine Leitung 31 zu dem Doppelrückschlagventil 32, dessen Mittelbohrung 30 mit dem Betätigungszylinder 33 verbunden ist. Von der Mittelbohrung 30 des Doppelrückschlagventils 21 führt die Leitung 34 zu dem Relaisventil 35. Von der Mittelbohrung 30 des Doppelrückschlagventils 19 führt die Leitung 36 zu dem Relaisventil 37. Von den Leitungen 34 und 36 führen Zuleitungen 38 und 39 zu den Bohrungen 28 und 29 des Doppelrückschlagventils 25. Die Relaisventile 35 und 37 sind durch die Leitung 39a mit der Anlaßluftleitung 13 verbunden. Die Leitungen 40 und 41 stellen eine Verbindung zwischen den Relaisventilen 35 und 37 und dem Umsteuerzylinder 42 dar. Die Mittelbohrung 30 des Doppelrückschlagventils 25 ist durch die Leitung 43 mit dem Betätigungszylinder 44 zur Steuerwellenblockierung 45 verbunden. Die Steuerwellenblockierung 45 greift in einen Nocken 46, der auf der Steuerwelle 47 sitzt. Auf der Steuerwelle 47 befindet sich ein weiterer Nocken 48, der mit Ventilen 49 und 50 zusammenarbeitet. Die Räume 51 der Ventile 49 und 50 sind durch die Leitungen 52 und 53 mit den Leitungen 40 und 41 verbunden. Die Ventile 49 und 50 werden über Stößel 54 durch den Nocken 48 angehoben. Wenn der Nocken 48 aus dem Bereich eines der Stößel 54 gerät, der unter der Einwirkung der Feder 55 in seine alte Lage zurückkehrt, werden die Leitungen 56 und 57 durch die Bohrungen 58 entlüftet. Die Leitungen 56 und 57 sind mit dem Doppelrückschlagventil 59 verbunden, dessen Mittelbohrung 30 über die Leitung 60 mit dem Zylinderraum 61 des Betätigungskolbens 62 zum Anlaßlufthauptventil 63 Verbindung hat. Der Raum 64 des Hauptanlaßluftventils 63 steht über die Leitung 65 mit der Anlaßluftleitung 13 in Verbindung. Von dem Raum 66 des Hauptanlaßluftventils 63 führt die Leitung 67 zu den nicht dargestellten Anlaßventilen der ebenfalls nicht gezeigten Dieselmaschine. Von der Leitung 67 zweigt die Leitung 68 zu dem Betätigungszylinder 69 ab. Die Betätigungszylinder 33 und 69 sind so hintereinandergeschaltet, daß jeder Zylinder die Regutlierstange 70 der nicht dargestellten Einspritzpumpen auf Nullförderung bzw. halbe Förderung stellen kann. Auf der Steuerwelle 47 befindet sich der Nocken 71, welcher über den Stößel 72 das Ventil 73 öffnen kann. Bei geöffnetem Ventil 73 kann Druckluft aus der Speiseleitung 12 über die Leitung 74, 75 und das Doppelrückschlagventil32 zu dem Betätigungszylinder 33 strömen. An die Leitung 75 ist die Verbindung 76 zu einer nicht dargestellten, auf das Schwungrad wirkenden Bremseinrichtung angeschlossen. In der Nähe des Steuergerätes 1 bzw. 18, oder mit ihm verbanden, ist das Feinregelventil 78 bzw. 77 angeordnet. Das Feinregelventil 78 erhält aus der Leitung 12 über die Leitung 79 Druckluft. Das Feinregelventil 77 erhält aus der Leitung 74 über die Leitung 80 gleichfalls Druckluft. Die Feinregelventile 78 und 77 sind durch die Leitungen 82 und 81 mit dem Doppelrückschlagventil 83 verbunden, dessen Mittelbohrung 30 über die Leitung 84 mit dem pneumatischen Regler 85 verbunden ist.
  • Die Wirkungsweise der Einrichtung wird nachstehend an einzelnen Schaltvorgängen beschrieben. 1. Anlassen voraus: Es sei angenommen, daß die erfindungsgemäße Anlage sich in der gezeichneten Stellung befindet. Wenn der Druckknopf 5 des Steuergerätes 1 niedergedrückt wird, wird das Ventil 2 entgegen der Wirkung der Feder 16 geöffnet. Aus dem durch die Leitung 12 gespeisten Raum 8 strömt Druckluft durch die Leitung 9 zum Doppelrückschlagventil 19, dessen Dichtkörper 26 in die linke Endlage geht und damit den Weg zur Leitung 36 freigibt. Die Druckluft gelangt auf den Kolben 86 des Relaisventils 37 und drückt ihn entgegen der Wirkung der Feder 87 nach unten. Dadurch wird das Relaisventil entgegen der Wirkung der Feder 88 geöffnet, so daß Druckluft von hoher Spannung (30 kg/cm2) durch die Leitung 41 in den Ölbehälter 89 gelangen kann. Der Öldruck wirkt auf den Kolben 90 und versucht die Steuerwelle 47 nach links zu schieben. Da diese aber bereits in ihrer linken Endlage angelangt ist, tritt keine Wirkung an dieser Stelle ein, sondern die Druckluft strömt aus der Leitung 41 durch die Leitung 52 in den Raum 51 des Ventils 49. Dieses ist durch den Nocken 48 über den Stößel 54 geöffnet und gibt damit der Druckluft den Weg über die Leitung 56 und das Doppelrückschlagventil 59 in den Zylinderraum 61 des Hauptanlaßventils 63 frei. Hierdurch wird der Kolben 62 entgegen der Wirkung der Feder 91 nach rechts geschoben und damit das Ventil 63 geöffnet. Die Anlaßluft kann dann aus dem Raum 64 in den Raum 66 strömen und wird durch die Leitung 67 den nicht dargestellten Anlaßventilen der Dieselmaschine zugeleitet. Diese bewirken, zusammen mit einem auf der Steuerwelle sitzenden, ebenfalls nicht dargestellten Anlaßluftverteiler, daß die Maschine in Drehung versetzt. wird. Aus der Leitung 67 gelangt über die Verbindung 68 Druckluft in den Zylinderraum 102 des Betätigungszylinders 69, der die Regelstangen 70 der Einspritzpumpen in Stellung halbe Förderung bringt. Wird der Druckknopf 5 wieder losgelassen, so kehrt er unter der Wirkung der Feder 15 in seine Ausgangslage zurück und entlüftet über die Bohrung 17 die Leitung 9. Dadurch geht der Kolben 86 unter der Wirkung der Feder 87 in seine Ausgangslage zurück und entlüftet die Leitung 41 durch die Bohrung 92, da er sieh von dem von der Feder 88 in Schließlage gedrückten Ventil 37 abgehoben hat. Zusammen mit der Leitung 41 werden die Leitungen 52, 56 und 60 und damit auch der Zylinderraum 61 entlüftet, wodurch das Hauptanlaßventil 63 wieder schließt. Der Anlaßvorgang ist damit beendet. Der Betätigungszylinder 69 geht unter der Wirkung der Feder 103 in seine Ausgangsstellung zurück und gibt die Regelstangen 70 unter der Einwirkung des Reglers 85 frei.
  • 2. Umsteuern und Anlassen rückwärts: Wird der Druckknopf 7 des Steuergerätes 1 niedergedrückt, so wird das Ventil 4 entgegen der Feder 16 geöffnet, und es kann Druckluft aus der Leitung 12 in den Raum 8 und von dort in die Leitung 11 strömen. Der Dichtkörper 26 des Doppelrückschlagventils 21 geht in seine linke Lage und gibt den Weg zu der Leitung 34 frei. Gleichfalls wird die Leitung 38 beaufschlagt. Der Dichtkörper 26 des Doppelrückschlagventils 25 geht in die rechte Endlage und gibt den Weg zur Leitung 43 frei. Hierdurch wird der Zylinderraum 93 des Betätigungszylinders 44 mit Druckluft beaufschlagt, so daß die Blockierung 45 nach oben außer Eingriff des Nockens 46 gebracht wird. Die Blockierung der Steuerwelle 47 ist dadurch gelöst.
  • Die Luft aus der Leitung 34 beaufschlagt den Kolben 86 des Relaisventils 35, welcher entgegen der Wirkung der Feder 87 nach unten geht und das Relaisventil 35 entgegen der Kraft der Feder 88 öffnet. Dadurch kann Luft aus der Leitung 39a in die Leitung 40 fließen und beaufschlagt den Ölzylinder 94. Der vermehrte Öldruck wirkt auf den Kolben 90, und dieser verschiebt die Steuerwelle 47 nach rechts. Dadurch kann der Nocken 71 den Stößel 72 verschieben, welcher das Ventil 73 öffnet. Aus der mit der Speiseleitung 12 verbundenen Leitung 74 gelangt Druckluft durch die Leitung 75 zum Doppelrückschlagventil 32, dessen Dichtkörper 26 in die rechte Endlage geht. Hierdurch wird der Zylinderraum des Betätigungszylinders 33 beaufschlagt, der die Regelstange 70 der nicht dargestellten Einspritzpumpen in Stellung Nullförderung bringt. Ist die Steuerwelle 47 in die gewünschte Endlage gelangt, so geht der Stößel 72 unter der Wirkung der Feder 96 in die Ruhelage zurück. Das Ventil 73 wird durch die Feder 97 auf seinen Sitz gedrückt, und die Leitung 75 wird durch die Bohrung 98 entlüftet. Hierdurch geht der Kolben 99 des Betätigungszylinders 33 unter der Einwirkung der Feder 100 in seine Ruhelage zurück, so daß der Regler 85 die Regelstangen 70 in Stellung Vollförderung bringen kann. Gleichzeitig ist der Nocken 48 unter den Stößel 54 des Ventils 50 gelangt und hebt diesen empor. Hierdurch wird das Ventil 50 angehoben, so daß Druckluft durch die Leitung 53 in den Raum 51 und von dort in die Leitung 57 strömen kann. Der Dichtkörper 26. des Doppelrückschlagventils 59 geht in die linke Endlage und gibt den Weg zur Leitung 60 frei, welche den Raum 61 des Hauptanlaßluftventils 63 beaufschlagt. Das Anlassen der Maschine geschieht dann in der oben beschriebenen Weise, nur mit dem Unterschied, daß die Drehrichtung entgegengesetzt ist, da der nicht dargestellte Anlaßluftverteiler auf der Steuerwelle mit einem für Rückwärtsanlaß ausgebildeten, ebenfalls nicht gezeigten Nocken in Verbindung gekommen ist. Wird der Druckknopf 7 wieder losgelassen, so schließen sich die Ventile 4, 35 und 63 in der vorstehend beschriebenen Weise und entlüften die zugehörigen Leitungen 11, 34, 38, 40, 43, 53, 57, 60 und 67, womit der Anlaßvorgang beendet ist. Die Steuerwellenblockierung 45 wird durch Feder 101 wieder in Eingriff mit dem Nocken 46 gebracht, wodurch die Steuerwelle 47 in ihrer Lage blockiert ist. Der Betätigungszylinder 69 geht, wie oben beschrieben, in seine Ruhelage zurück und gibt die Regelstangen 70 der Einspritzpumpen frei.
  • 3. Stillsetzen der Maschine: Wird der Druckknopf 6 niedergedrückt, so öffnet er das Ventil 3, so daß Druckluft aus der Leitung 12 in den Raum 8 und von diesem durch die Leitung 10 zum Doppelrückschl.agventil 23 strömen kann. Der Dichtkörper 26 des Doppelrückschlagventils 23 geht in seine linke Endlage und gibt der Druckluft den Weg zur Leitung 31 frei. Der Dichtkörper 26 des Doppelrückschlagventils 32 geht ebenfalls in seine linke Endlage und läßt die Luft in den Zylinderraum 95 des Betätigungszylinders 33 strömen,. wodurch dieser die Regelstangen 70 der Einspritzpumpen in Stellung Nullförderung bringt. Wird der Druckknopf 6 wieder losgelassen, so geht er durch die Wirkung der Feder 15 in die Ausgangslage zurück und entlüftet die Leitung 10 über die Bohrung 17. Gleichfalls wird die Leitung 31 und der Zylinderraum 95 des Betätigungszylinders 33 entlüftet. Die Feder 100 bringt denselben wieder in Ruhelage, so daß der Regler 85 die Regelstangen 70 in Stellung volle Förderung bringen kann.
  • Aus der schematischen Darstellung ist unischwer zu erkennen, daß, wenn die Druckknöpfe 5, 6 und 7 des Steuergerätes 18 betätigt werden, der gleiche Vorgang, wie eben beschrieben, abläuft, wobei lediglich de Dichtkörper 26 der Doppelrückschlagventile 19, 21 und 23 eine andere Lage einnehmen. Mittels der Fe:inregelventile 78 oder 77 kann der Druck in den Leitungen 81, 82 und 84 geregelt werden. Hierdurch verändert sich die den nicht dargestellten Fliehgewichten des Reglers 85 entgegenwirkende Kraft, so daß die Maschine eine andere Drehzahl einnimmt. Die Betätigung kann hier wiederum über die Vermittlung des Doppelrückschlagventils 83, entweder von der Kommandobrücke aus oder von der Maschine aus, vorgenommen werden.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Fernbedienungsanlage für umsteuerbare Brennkraftmaschinen, insbesondere Dieselmaschinen, zum Antrieb von Schiffen, bei der Druckluft als Steuermittel verwendet wird, dadurch gekennzeichnet, daß beim Öffnen eines der für Anlassen in Drehrichtung »voraus« und Anlassen in Drehrichtung »zurück« je einmal vorhandenen Betätigungsventils (2, 4) ein Kolben (86) eines Relaisventils (35, 37) dasselbe öffnend beaufschlagt wird, wodurch Druckluft auf einen Verschiebezylinder (42) im Sinne einer Verschiebung der Motorsteuerwelle in die zu der gewünschten Anlaßrichtung gehörende Lage zur Einwirkung kommt, wobei die von dem geöffneten Betätigungsventil (2, 4) kommende Druckluft gleichzeitig die Auslösevorrichtung (44) der Steuerwellenblockierung löst und wobei ferner ein auf der Motorsteuerwelle sitzender Nocken (48) in den Endlagen der Motorsteuerwelle ein weiteres, zu der gewünschten Anlaßrichtung gehörendes, von einem der Relaisventile (35, 37) mit Druckluft versorgtes Betätigungsventil (49, 50) öffnet, das Druckluft auf den Kolben (62) des Hauptanlaßventils (63) dasselbe öffnend leitet.
  2. 2. Fernbedienungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungsventile (2, 4) für das Anlassen für beide Drehrichtungen je einmal auf der Kommandobrücke und je einmal an der Maschine angebracht sind und über zwei Doppelrückschlagventile (19, 21) mit den Umsteuer- und Anlaßorganen (42, 63) verbunden sind, so daß die Maschinenmanöver von beiden Stellen aus durchgeführt werden können.
  3. 3. Fernbedienungsanlage nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungsventile (2, 4) für das Anlassen in beiden Drehrichtungen mit einem Stoppventil (3) in einem die Strömungswege für die Druckluft enthaltenden Gehäuse (1, 18) zusammengefaßt sind.
  4. 4. Fernbedienungsanlage nach Anspruch 1 bis 3, dadurch. gekennzeichnet, daß das Stoppventil (3) über zwei Doppelrückschlagventile (23, 32) mit einem Betätigungszylinder (33) verbunden ist, der bei Beaufschlagung mit Druckluft die Regelstangen (70) der Einspritzpumpen auf Nullförderung stellt.
  5. 5. Fernbedienungsanlage nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Nocken (71) auf der Steuerwelle (47) während der Verschiebung derselben ein Ventil (73) öffnet, das einen Betätigungszylinder (33) beaufschlagt, der die Regelstangen (70) der Einspritzpumpen auf Nullförderung stellt.
  6. 6. Fernbedienungsanlage nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei geöffnetem Hauptanlaßluftventil (63) ein Betätigungszylinder (69) beaufschlagt wird, der die Regelstangen (70) der Einspritzpumpen auf halbe Förderung stellt.
  7. 7. Fernbedienungsanlage nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß mit Ausnahme der Beaufschlagung der Maschine und des Betätigungszylinders (69) mit Anlaßluft sowie der @'erschiebung der Steuerwelle (47) alle Betätigungen mit Druckluft von niedrigem Druck (4 bis 8 kg/cm2) ausgeführt werden, wobei die Übertragung auf das Hochdrucksystem durch an sich bekannte Relaisventile (35, 37) geschieht. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 610 460; USA.-Patentschriften Nr. 2 540 765, 2 -182 301, 2 383 278, 2 366 020.
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