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DE1165340B - Sicherheitsvorrichtung zum Verhindern des Anspringens umsteuerbarer Brennkraftmaschinen in falscher Drehrichtung - Google Patents

Sicherheitsvorrichtung zum Verhindern des Anspringens umsteuerbarer Brennkraftmaschinen in falscher Drehrichtung

Info

Publication number
DE1165340B
DE1165340B DEM41185A DEM0041185A DE1165340B DE 1165340 B DE1165340 B DE 1165340B DE M41185 A DEM41185 A DE M41185A DE M0041185 A DEM0041185 A DE M0041185A DE 1165340 B DE1165340 B DE 1165340B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
valve
shut
starting
control
reversing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM41185A
Other languages
English (en)
Inventor
Friedrich Henninger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Caterpillar Energy Solutions GmbH
Original Assignee
Motoren Werke Mannheim AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Motoren Werke Mannheim AG filed Critical Motoren Werke Mannheim AG
Priority to DEM41185A priority Critical patent/DE1165340B/de
Priority to BE589729A priority patent/BE589729A/fr
Publication of DE1165340B publication Critical patent/DE1165340B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L13/00Modifications of valve-gear to facilitate reversing, braking, starting, changing compression ratio, or other specific operations
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L2760/00Control of valve gear to facilitate reversing, starting, braking of four stroke engines
    • F01L2760/002Control of valve gear to facilitate reversing, starting, braking of four stroke engines for reversing or starting four stroke engines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Control Of Throttle Valves Provided In The Intake System Or In The Exhaust System (AREA)

Description

  • Sicherheitsvorrichtung zum Verhindern des Anspringens umsteuerbarer Brennkraftmaschinen in falscher Drehrichtung Die Erfindung bezieht sich auf eine Sicherheitsvorrichtung zum Verhindern des Anspringens umsteuerbarer luftverdichtender Einspritz-Brennkraftmaschi nen in falscher Drehrichtung nach einem Umsteuervorgang, bei welchen die Umsteuerung mit Hilfe von Umsteuerventilen bewirkt wird, ein die Zufuhr von Anlaßluft zu den Maschinenzylindern beherrrschendes Anlaßluftventil über eine Steuerluftleitung mit Hilfe eines oder mehrerer Anlaßsteuerventde betätigt wird, ferner bei Einleiten des Umsteuervorgangs durch Öffnen eines Umsteuerventils die Regelstange der Einspritzpumpe in Nullförderstellung verriegelt wird und ein drehzahlabhängiges Steuerorgan erst bei Stillstand der Maschine oder bei einer für den Umsteuervorgang ungefährlich geringen Drehzahl den Weg zu den Maschinenzylindern öffnet und die Verriegelung der Einspritzpumpe wieder löst.
  • Sicherheitsvorrichtungen der vorgenannten Art haben den Nachteil, daß die Brennkraftmaschine beim Anlassen in der neuen Drehrichtung nur die verhältnismäßig niedrige Drehzahl erreichen kann, auf die das drehzahlabhängige Steuerorgan eingestellt ist, wodurch das Zünden des eingespritzten Brennstoffes unter Umständen in Frage gestellt sein kann. Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Vermeidung dieses Nachteiles.
  • Diese Aufgabe wird an einer Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in der Steuerluftleitung zwischen Anlaßsteuerventil und Anlaßluftventil ein Absperrorgan. angeordnet ist, welches mit Hilfe des drehzahlabhängigen Steuerorgans geöffnet wird und danach in geöffneter Stellung durch eine Verriegelung gehalten wird, welche beim Verschieben der Einspritzpumpen-Regelstange in Nullförderstellung gelöst wird.
  • Durch diese Maßnahmen wird eine ungewollte Unterbrechung des Anlaßvorganges in der neuen Drehrichtung gegen Ende desselben beim Wiederansteigen der Drehzahl verhindert, da das drehzahlabhängige Steuerorgan in diesem Betriebszustand keinen Einfluß mehr auf das Absperrorgan hat.
  • Eine einfache und zweckmäßige Ausführung der Sicherheitsvorrichtung, bei der das drehzahlabhängige Steuerorgan aus einem von der Brennkraftmaschine angetriebenen Fliehkraftregler besteht, mit dessen Muffe eine Absperrvorrichtung verbunden ist, die durch die Fliehkräfte der Fliehgewichte des Fliehkraftreglers bei einer bestimmten unter der Maschinenhöchstdrehzahl liegenden Drehzahl geöffnet wird, die durch die Spannung einer den Fliehkräften entgegen wirkenden Feder einstellbar ist, ergibt sich dadurch, daß bei geöffneter Absperrvorrichtung beim Öffnen des AnlaßsteuervenWes Anlaßdruckluft auf den Kolben eines Betätigungszylinders einwirkt, der das Absperrorgan öffnet sowie die Verriegelung der Einspritzpumpe löst, wobei die aus der Nullförderstellung in Richtung Vollaststellung verschobene Regelstange die Verriegelung des Absperrorganes verursacht.
  • Eine Rückführung der Sicherheitsvorrichtung in die Bereitschaftsstellung wird zweckmäßig dadurch erreicht, daß der Betätigungszylinder doppelt wirkend ausgebildet ist, wobei die Kolbenseite, die der mit Anlaßdruckluft beaufschlagten Seite abgewandt ist, beim öffnen eines Umsteuerventiles mit Druckluft beaufschlagt wird, wodurch die Sperrklinke des Absperrorganes gelöst wird, worauf dieses schließt.
  • Ein Steuerschieber, der durch einen Fliehkraftregler betätigt wird, ist im Zusammenhang mit einer pneumatischen Steuervorrichtung bekannt geworden, die den Beginn der Brennstoffeinspritzung drehzahlabhängig beim Anlassen mit Druckluft steuert. An der einen Stirnseite des Schiebers greifen die Fliehgewichte, an der anderen .Stirnseite eine einstellbare Feder an. Es ist außerordentlich schwierig, einen derartigen Schieber so herzustellen, daß er gegen den Steuerluftdruck abdichtet. Im Gegensatz dazu werden diese Schwierigkeiten gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung dadurch vermieden, daß die Muffe des Fliehkraftreglers das Ventil der Absperrvorrichtung bildet, das mit einem als Dichtfläche ausgebildeten ersten mittleren Absatz mit einer Gegenfläche des Ventilgehäuses ein erstes Absperrventil bildet, das eine Leitung zwischen dem Anlaßsteuerventil und dem Betätigungszylinder öffnet bzw. unterbricht, wobei an der einen Stirnseite der Muffe eine einstellbare Feder und cn der anderen Stirnseite die Fliehgewichte in an sieh bekannter Weise angreifen.
  • Die Entlüftung des Betätigungszylinders wird dabei zweckmäßig dadurch bewirkt, daß die Muffe mit einem zweiten mittleren Absatz und einer zweiten Gegenfläche des Ventilgehäuses ein zweites Absperrventil bildet, das eine Verbindung zwischen dem Betätigungszylinder und der Außenluft beherrscht und das geschlossen ist, wenn das erste Absperrventil geöffnet ist sowie umgekehrt.
  • Im Hinblick darauf, daß der hohe Anlaßluftdruck, auch wenn er nur auf sehr kleinen Flächen lastet, sehr große Kräfte auf die Muffe ausüben kann, die wiederum einen sehr aufwendigen Fliehkraftregler mit großem Arbeitsvermögen bedingen würden, ist es zweckmäßig, daß der mittlere zylindrische Teil der Muffe im Ventilgehäuse annähernd dichtend geführt ist, wobei der Durchmesser dieser Führung dem Wirkdurchmesser der Dichtfläche des ersten Absperrventilen entspricht, so daß keine Axialkräfte durch die im Ventilgehäuse befindliche Druckluft in der Schließstellung des ersten Absperrventilen auf die Muffe ausgeübt werden.
  • Luftverluste über die lediglich annähernd dichte Führung der Muffe können dadurch verhindert werden, daß das zweite Absperrventil zugleich die äußere Abdichtung der zylindrischen Führung der Muffe in Öffnungsstellung des ersten Absperrventilen bewirkt.
  • In der Zeichnung ist die Erfindung in schematischer Form an einem Beispiel dargestellt.
  • F i g. 1 zeigt einen Gesamtschaltplan, F i g. 2 einen Verschiebezylinder für die Brennkraftmaschinen-Steuerwelle im Schnitt.
  • Als Beispiel ist eine pneumatische Fernbedienungsanlage für eine umsteuerbare Dieselmaschine zum Antrieb von Schiffen gewählt.
  • Auf der Kommandobrücke oder auf einem an anderer Stelle in einiger Entfernung von der Maschine eingebauten Bedienungsstand befinden sich ein Ventil2 für Umsteuern und Anlassen in Drehrichtung »Voraus«, ein Ventil 1 für Umsteuern und Anlassen in Drehrichtung »Zurück« und das Stopventil 3. Die Ventile können, wie dargestellt, in einem gemeinsamen Gehäuse 4 untergebracht sein, welches einen mit Druckluft versorgten Raum 5 enthält. Die Ventile 1, 2, 3 können an Stelle der dargestellten Einzelbetätigung durch Druckknöpfe auch mit Hilfe einer Nokkenwelle, an der ein Hebel befestigt ist, betätigt werden. Jedes Ventil besteht aus einem Ventilkegel la, 2a, 3a, einer Druckfeder 1b, 2b, 3b, welche den Kegel auf seinem Sitz hält, dem hohlen Druckknopf 1c, 2c, 3c und der Feder 1d, 2d, 3d, die den Druckknopf in die Ruhestellung bringt, in der die von dem betreffenden Ventil beherrschte Leitung entlüftet ist.
  • Alle übrigen Teile sind an der Maschine selbst angebaut. Von dem Ventil 2 führt die Leitung 6 zu dem Raum 7 des Betätigungszylinders 8, in dem der Kolben 9 gleitet, der von den Federn 10 und 11 bei entlüfteten Räumen 7 und 12 in die gezeigte Mittelstellung gebracht wird: Den anderen Raum 12 des Zylinders 8 verbindet die Leitung 13 mit dem Ventil 1. Mit dem Kolben 9 ist die Kolbenstange 14 verbunden, in deren Kulisse 15 der Umsteuerhebel 16 angreift und die durch die Führung 17 geführt ist. Der Hebel 16 kann die Stellungen V (Voraus) und Z (Zurück) sowie die dargestellte Mittelstellung einnehmen. Mit dem Umsteuerhebel 16 in Drehrichtung fest, in Achsrichtung des Nockens verschiebbar verbunden ist der Mehrfachnocken 18, der Einzelnocken 18a für Umsteuern »Voraus«, 18b für Umsteuern »Zurück, 18c für Anlassen »Voraus« und 18d für Anlassen »Zurück« aufweist. Der Nocken 18 ist drehbar auf einer Verlängerung 19 der Steuerwelle 20 befestigt und gegen Längsverschiebung durch die Wellenbunde 21 und 22 gesichert, so daß er jeder Längsverschiebung der Steuerwelle 20 folgt (F i g. 2). Der Umsteuerhebel 16 gleitet in einer Nut 23 des Mehrfachnockens 18, so daß er der Längsbewegung des Nokkens nicht folgt. Der Einzelnocken 18a befindet sich in Stellung »Zurück« der Steuerwelle 20 in einer Lage, in der er beim Verdrehen des Umsteuerhebels 16 im Uhrzeigersinn oder beim Niederdrücken des Knopfes 2c das Umsteuerventil 24 für Umsteuern »Voraus« öffnen kann. Der Einzelnocken 18b befindet sich in Stellung »Voraus« der Steuerwelle 20 im Eingriffsbereich des Umsteuerventiles 25 für Umsteuern »Zurück«. Der Einzelnocken 18c befindet sich in Stellung »Voraus« der Steuerwelle 20 im Eingriffsbereich des Anlaßsteuerventiles 26. Der Einzelnocken 18d befindet sich in Stellung »Zurück« der Steuerwelle 20 im Eingriffsbereich des Anlaßventiles 26. Die Ventile 24, 25, 26 enthalten die Ventilkegel 24a, 25a und 26a sowie die Druckfedern 24b, 25b und 26b, welche die Ventilkegel auf ihrem Sitz halten. Zu den Umsteuerventilen 24 und 25 führt die von dem Druckminderventi127 kommende Leitung 28, in der ein Druck von etwa 8 kg/cm2 herrscht. Zum Druckminderventil 27 führt der Zweig 29a der Hochdruckluftleitung 29 und zum Anlaßsteuerventil 26 der Zweig 29b derselben Leitung, während die Leitung 29 selbst mit dem Anlaßluftventil 30 verbunden ist. Das Anlaßluftventil30 enthält das Kolbenventil 30a. In den Raum 30b über dem Kegel 30c des Kolbenventilen 30a mündet die Leitung 29. Das Anlaßluftventil 30 ist durch die Leitung 31 mit den nicht dargestellten auf den Maschinenzylindern sitzenden Anlaßventilen verbunden. In den Raum 34d über dem Kolben 30e führt die von dem Absperrorgan 50 kommende Leitung 32 c. Vom Umsteuerveniil 24 führt die Leitung 33 mit ihrem Zweig 33 a zu dem Ölzylinder 35a. Vom Umsteuerventil 25 führt die Leitung 34 mit ihrem Zweig 34a zu dem Ölzylinder 35b des Verschiebezylinders 35. Die Ölzylinder 35a, 35b stehen mit den Räumen 35c und 35d vor und hinter dem Verschiebekolben 35e in Verbindung, der auf der Steuerwellenverlängerung 19 befestigt ist. Die Steuerwellenverlängerung 19 ist mit der Steuerwelle 20, gegenüber derselben drehbar, in Achsrichtung jedoch fest verbunden. Von deni Druckminderventil 27 führt die Leitung 36 über das Absperrventil 37 zu dem Raum 5 des Gehäuses 4. Von dem Stopventil 3 führt die Leitung 38 zu der Öffnung 39b des Doppelrückschlagventiles 39, in dem der Ventilkolben 39a gleitet und entweder die Öffnung 39b oder die Öffnung 39c mit der Öffnung 39d verbindet. Die Zweige 33b und 34b der Leitungen 33 und 34 sind an die Öffnungen 40c und 40b des Doppelrückschiagventiles 40 angeschlossen, in dem der Ventilkolben 40a gleitet und entweder die Öffnung 40b oder die Öffnung 40c mit der Öffnung 40d verbindet. Die öffnung 40d ist über die Leitung 41 mit der Öffnung 39c des Doppelrückschlagventiles 39 verbunden. Von der Öffnung 39d des Doppelrückschlagventiles 39 führt die Leitung 42 zu dem Betätigungszylinder 46, in dem der Kolben 46a gleitet. Der Kolben 46a ist mit Hilfe der Kolbenstange 46b und des Bundes 46c über den Winkelhebel 47 in der Lage, die Regelstange 45 der Kraftstoffeinspritzpumpe in Nullförderrichtung zu verschieben. An dem Winkelhebel 47 befindet sich die Raste 47 b, in die die Klinke 48 mit ihrer Rolle 48a unter der Wirkung der Feder 49 einrasten kann, wenn die Regelstange 45 in Nullförderstellung steht. An der Kolbenstange 46b befindet sich der Teller 46d, der die Klinke 48 wieder aus dem Bereich der Raste 47b bringt. An dem Winkelhebel 47 befindet sich der bogenförmige Vorsprung 47a, der die Klinke 48 beim Anlassen und während des Betriebes in einer Lage hält, in der das Absperrorgan 50 geöffnet ist. Das Absperrorgan 50 enthält den Ventilkegel 50a und die Druckfeder 50b. Es verbindet in geöffnetem Zustand den Raum 30d über die Leitungen 32, 32b und 32c mit dem Anlaßsteuerventil 26 oder entlüftet ihn in geschlossenem Zustand ins Freie. In die vom Anlaßsteuerventil 26 zu der Kolbenoberseite 46e des Kolbens 46a führenden Leitungen 32, 32a und 32d ist das drehzahlabhängige Steuerorgan 51 eingeschaltet. Es besteht aus dem Fliehkraftregler 52 mit dem Gewichtshalter 52a und den Fliehgewichten 52b. Der Gewichtshalter 52a ist auf der Welle 53 befestigt, die in nicht dargestellter Weise von der Dieselmaschine angetrieben wird. Die Fliehgewichte 52b übertragen die bei schneller Drehung der Welle 53 entstehenden Fliehkräfte über das Drucklager 54 auf die Muffe 55, die in dem Ventilgehäuse 56 mit ihrem mittleren zylindrischen Teil 55a annähernd dichtend geführt ist. An dem mittleren Teil 55a befindet sich ein Absatz 55b, der zusammen mit einer durch den Gummiring 1 6a gebildeten Geg e nfläche des Gehäuses 56 ein erstes Absperrventil bildet, das die Verbindung zwischen den Leitungen 32a und 32d öffnet und schließt. Auf die eine Stirnseite 55c der Muffe 55 wirkt die Kraft der Feder 57, die durch die Schraube 58 einstellbar ist. Dieser Federkraft entgegen wirken die an der anderen .Stirnseite 55d angreifenden Fliehkräfte. Auf dem mittleren Teil 55a der Muffe 55 befindet sich ein zweiter Absatz 55e, der zusammen mit einer durch den Gummiring 56b dargestellten Gegenfläche des Gehäuses 56 ein zweites Absperrventil bildet, das die Entlüftungsbohrung 55f beherrscht. Wenn das erste Absperrventil geöffnet ist, ist das zweite Absperrventil geschlossen und umgekehrt.
  • Die Wirkungsweise der Vorrichtung soll an Hand eines Umsteuervorganges beschrieben werden.
  • In der Zeichnung (F i g. 2) ist die Steuerwelle 20 in .Stellung »Voraus« dargestellt. Wird der Druckknopf 1c niedergedrückt, so wird der Raum 12 des Betätigungszylinders 8 über die Leitung 13 mit Druckluft beaufschlagt, und der Umsteuerhebel16 geht in die Stellung Z. Der Umsteuerhebel 16 kann auch von Hand in diese Stellung gelegt werden. Dadurch wird der Mehrfachnocken 18 entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht und der Einzelnocken 18b öffnet das Umsteuerventil25, welches den Ölzylinder 35b über die Leitung 34 und den Zweig 34a beaufschlagt. Gleichzeitig strömt Druckluft über den Zweig 34 b zu der Öffnung 40b des Doppelrückschlagventiles 40, drückt den Ventilkolben 40a auf die Öffnung 40c, wodurch der Druckluft der Weg zur Öffnung 40d freigegeben ist, wobei die Druckluft über die Leitung 41 zur Öffnung 39c des Doppelrückschlagventiles 39 strömt, dort den Ventilkolben 39a auf die Öffnung 39b preßt, die Öffnung 39d somit freilegt und über die Leitung 42 die Kolbenseite 46f des Betätigungszylinders 46 beaufschlagt. Der Kolben 46a geht in seine obere Stellung und verschiebt mit Hilfe der Kolbenstange 46b und des Winkelhebels 47 die Regelstange 45 in Nullförderstellung, wobei die Rolle 48a an der Raste 47b einrastet und wodurch die Drehzahl der Maschine sinkt. Inzwischen ist die Steuerwelle nach links gewandert, wobei der Einzelnocken 18b kurz vor Erreichen der linken Endlage außer Eingriff des Ventilkegels 25a gekommen ist; während der Einzelnocken 18d das Anlaßsteuerventil 26 geöffnet hat. Es sei angenommen, daß die Drehzahl der Maschine infolge der Turbinenwirkung der Schiffsschraube noch so hoch sei, daß ein sicheres Umsteuern ausgeschlossen ist. In diesem Falle pressen die Fliehgewichte 52b den Absatz 55b auf den Gummiring 56a, so daß die Verbindung zwischen den Leitungen 32, 32a und der Leitung 32d -abgesperrt ist. Der Kolben 46a bleibt in seiner oberen Stellung und das Absperrorgan 50 bleibt geschlossen. An der Muffe 55 greifen lediglich die Fliehkräfte und die Kraft der Feder 57 an, da der Durchmesser des mittleren Teiles 55a der Muffe 55 dem Wirkdurchmesser der Dichtstelle zwischen dem Absatz 55b und dem Gummiring 56a gleicht. Die Kolbenseite 46e ist über Oie Leitung 32d und die Entlüftungsbohrung 55f ins Freie entlüftet, da der Absatz 55e von dem Gummiring 56b abgehoben ist. Sinkt die Drehzahl auf einen für das Umsteuern ungefährlichen Wert, so überwindet die Kraft der Feder 57 die von den Fliehgewichten ausgeübten Kräfte und hebt den Absatz 55 von dem Gummiring 56a ab. Nun lastet der Druck der Anlaßluft auf der Muffe 55 und preßt sie mit ihrem Absatz 55e gegen den Gummiring 56b, wodurch die Entlüftungsbohrung 55f gegenüber der Außenluft abgesperrt wird. Die Seite 46e des Kolbens 46a wird. unter Druck gesetzt, die Kolbenstange 46b geht nach unten, die Klinke 48 klinkt auf dem kreisbogenförmigen Vorsprung 47a ein und hält das Absperrorgan 50 in geöffneter Stellung. Die Verriegelung der Rolle 48a mit der Raste 47b wird gelöst und die Regelstange dem Einfiuß des nicht dargestellten Drehzahlreglers freigegeben, der sie in Stellung für volle Einspritzmenge bringt. Von dem geöffneten Anlaßster.erventil26 strömt Druckluft hohen Druckes über die Leitungen 32, 32b und 32c zu dem Anlaßluftventil 30, öffnet dieses, wodurch die Maschinenzylinder Druckluft erhalten. Dadurch wird die Maschine abgebremst und in Drehrichtung »Zurück« angelassen. Wird der Druckknopf 1c bzw. der Umsteuerhebe116 losgelassen, so kehrt letzterer unter der Wirkung der Feder 10 bzw. weil die Kammer 12 entlüftet ist, in die Mittellage zurück. Dadurch gerät der Einzelnokken 18d außer Eingriff des Anlaßsteuerventiles 26, dieses und das Anlaßluftventil 30 schließen, und die Anlaßluftzufuhr hört auf, so daß die Maschine normal arbeitet. Inzwischen ist die Drehzahl der Maschine auf den Normalbetrag gestiegen, auf dem Absatz 55b lastet kein Druck mehr, da das Anlaßsteuerventi126 geschlossen ist, so daß die von den Fliehgewichten 52b ausgeübte Kraft die Kraft der Feder 57 überwindet und den Absatz 55b auf den Gummiring 56a preßt. Dadurch wird die Kolbenseite 46e entlastet, das Absperrorgan 50 bleibt aber so lange geöffnet, bis ein neuer Umsteuervorgang auftritt oder bis die Maschine durch Verschieben der Regelstange 45 in Nullförderstellung abgestellt wird, was ein Schließen des Ventiles 50 zur Folge hat. Beim Umsteuern von »Zurück« auf »Voraus« läuft sinngemäß der gleiche Vorgang ab mit dem Unterschied, daß in diesem Falle das Ventil 2 sowie die Einzelnocken 18a und 18c in Tätigkeit treten und daß der Raum 7, der Ölzylinder 35a und der Raum 35c des Verschiebezylinders 35 beaufschlagt werden.
  • Beim Niederdrücken des Knopfes 3c strömt Druckluft über das Ventil 3 durch die Leitung 38 zu dem Doppelrückschlagventi139, drückt dort den Ventilkolben 39¢ auf die Öffnung 39c, der dadurch die Öffnungen 39b und 39d verbindet, so daß die Druckluft zu dem Betätigungszylinder 46 strömen kann. Die Regelstange 45 wird dadurch, wie bereits vorher beschrieben, -in Nullförderstellung gebracht. Wird der Knopf 3c losgelassen, so wird die beschriebene Leitungsverbindung entlüftet, wobei die Regelstange 45 in Nullförderstellung eingetastet bleibt, bis die Maschine wieder angelassen wird.

Claims (1)

  1. Patentansprüche: 1. Sicherheitsvorrichtung zum Verhindern des Ansprixagens umsteuerbarer luftverdichtenderEinspritz Brennkraftmaschinen in falscher Drehrichtung nach einem Umsteuervorgang, bei welchen die Umsteuerung mit Hilfe von Umsteuerventilen bewirkt wird, ein die Zufuhr von Anlaßluft zu den Maschinenzylindern beherrschendes Anlaßluftventil über eine Steuerluftleitung mit Hilfe eines oder mehrerer Anlaßsteuerventile betätigt wird, ferner bei Einleiten des Umsteuervorganges durch Öffnen ,eines Umsteuerventils die Regelstaiage der Einspritzpumpe in Nullförderstellung verriegelt wird und ein drehzahlabhängiges Steuerorgan erst bei Stillstand der Maschine oder bei einer für den Umsteuervorgang ungefährlich geringen Drehzahl den Weg zu den Maschinenzylindern öffnet und die Verriegelung der Einspritzpumpe wieder löst, d a d u r c h gekennzeichnet, daß in der Steuerluftleitung (32, 32b, 32c) zwischen Anlaßsteuerventil (26) und Anlaßluftventil (30) ein Absperrorgan (50) angeordnet ist, welches mit Hilfe des drehzahlabhängigen Steuerorgans (51) geöffnet wird und danach in geöffneter Stellung durch eine Verriegelung (47, 48) gehalten wird, welche beim Verschieben der Einspritzpumpenregelstange (45) in Nullförderstellung gelöst wird. ?. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 1, bei der das drehzahlabhängige Steuerorgan aus einem von der Brennkraftmaschine angetriebenen Fliehkraftregler besteht, mit dessen Muffe eine Absperrvorrichtung verbunden ist, die durch die Fliehkräfte der Fliehgcwichte des Fliehkraftregiers bei einer bestimmten, unter der Maschinenhöchstdrehzahl liegenden Drehzahl geöffnet wird, die durch die Spannung einer den Fliehkräften entgegenwirkenden Feder einstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß bei geöffneter Absperrvorrichtung (55b, 56a) beim Öffnen des i Anlaßsteuerventils (26) Anlaßdruck auf den Kolben (46 a) eines Betätigungszylinders (46) einwirkt, der das Absperrorgan (50) öffnet sowie die Verriegelung (47b) der Einspritzpumpen-Regel-Stange (45) löst, wobei die aus der Nullförderstellung in Richtung Vollaststellung verschobene Einspritzpumpenregelstange die Verriegelung des Absperrorgans (50) verursacht. 3. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Betätigungszylinder(46) doPpeltwirkend ist, wobei die Kolbenseite (46f), die der mit Anlaßdruckluft beaufschlagten Seite (46.e) abgewandt ist, 'beim Öffnen eines Umsteuerventils (24, 25) mit'Druckluft beaufschlagt wird, wodurch .die Sperrklinke .(48) des Absperrorgans (50) gelöst wird, worauf dieses schließt. 4. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch .gekennzeichnet, daß die Muffe (55) des Fliehkraftreglers (52) das Ventil der Absperrvorrichtung bildet, das mit einem als Dichtfläche ausgebildeten ersten mittleren Absatz (55 b) mit .einer Gegenfläche .des Verrtilgshäuses (56) ein erstes Absperrventil bildet, das eine Leitung (32, 32a, 32d) zwischen dem Anlaßsteuerventil (2e und dem Betätigungszylinder (46) öffnet bzw. unterbricht, wobei an der einen Stirnseite(55r) der Muffe (55) eine einstellbare Feder (5'7) und analer anderen Stirnseite (55d) die Fliehgewichte (52b) in an sich bekannter Weise angreifen. 5. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Muffe (55) mit einem zweiten mittleren Absatz (55e) und einer zweiten Gegenfläche des Ventilgehäuses (56) ein zweites Absperrventil bildet, das eine Verbindung (55f, 32d) zwischen dem Betätigungszylinder (46) und der Außenluft beherrscht und das geschlossen ist, wenn das erste Absperrventil geöffnet ist sowie umgekehrt. 6. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 2, 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der mittlere zylindrische Teil (55 a) der Muffe (55) im Ventilgehäuse (56) annähernd dichtend geführt ist, wobei der Durchmesser dieser Führung dem Wirkdurchmesser der Dichtfläche (55b, 56a) des ersten Absperrventils entspricht. 7. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Absperrventil (55 e, 56 b) zugleich die äußere Abdichtung der zylindrischen Führung der Muffe (55) in Öffnungsstellung des ersten Absperrventils (55b; 56a) bewirkt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 1002 21.8, 1007 206= MTZ (Motortechnische Zeitschrift), 1958, S. 373; MWM-Nachrichten, 1956, Heft 2, S. 10. In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsche Patente Nr. 1060 188, 1086 084.
DEM41185A 1959-04-16 1959-04-16 Sicherheitsvorrichtung zum Verhindern des Anspringens umsteuerbarer Brennkraftmaschinen in falscher Drehrichtung Pending DE1165340B (de)

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BE589729A BE589729A (fr) 1959-04-16 1960-04-14 Dispositif de sécurité pour moteurs diesel réversibles.

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