DE10021184C2 - Feststofftransportrohr - Google Patents
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Description
Rohre zum Transport von Feststoffen, wie beispielsweise Sande, Kiese oder
Beton, werden derart zu einem Rohrstrang zusammengefügt, dass jedes
einzelne Feststofftransportrohr (nachfolgend kurz Rohr genannt) quer aus
dem Rohrstrang entfernt und ein neues Rohr wieder eingesetzt werden
kann, ohne dass der Rohrstrang in Längsrichtung auseinander gezogen
werden muss. Ein Austausch von Rohren ist im vorliegenden Fall deshalb
relativ häufig erforderlich, weil die Rohre aufgrund des abrasiven Transport
guts innenseitig einer hohen Verschleißbeanspruchung unterliegen, die sich
insbesondere im Übergangsbereich zweier aufeinanderfolgender Rohre
bemerkbar macht.
Bislang werden die in Rede stehenden Rohre mit endseitigen Kupplungs
bunden versehen, welche am Außenumfang umlaufende Nuten aufweisen.
In die Nuten der Kupplungsbunde zweier aneinander stoßender Rohre wer
den dann im Querschnitt U- oder trapezförmige Spannschalen gelegt, die
über Spann- oder Schraubmittel aneinandergezogen werden und auf diese
Weise die beiden Rohre zug- und druckfest aneinander koppeln. In diese
Kopplungsbereiche können bei Bedarf Dichtelemente integriert sein.
Die Verbindung der Kupplungsbunde mit einem einlagigen, innenseitig ge
härteten Mittelabschnitt eines Rohrs erfolgt z. B. dadurch, dass die Kupp
lungsbunde mit einem bestimmten Betrag über die Enden des Mittelab
schnitts geschoben werden und dann eine Kehlnaht zwischen die äußeren
Oberfläche der Enden und die angrenzenden Stirnflächen der Kupplungs
bunde geschweißt wird. Zu diesem Zweck weisen die Kupplungsbunde an
den dem Mittelabschnitt zugewandten Enden innere Absätze auf, über wel
che die Kupplungsbunde am Mittelabschnitt lageorientiert werden
(DE 195 00 951 A1).
Die Herstellung eines solchen Rohrs erfolgt bislang dadurch, dass die unge
härteten Mittelabschnitte mit einem Übermaß von längeren Rohren abgeteilt
und dann gehärtet werden. Nach dem Härten werden die Mittelabschnitte
auf Fixlängen gefertigt. Danach werden die Kupplungsbunde angeschweißt,
womit nicht nur ein vergleichsweise hoher Arbeitsaufwand verbunden ist,
sondern auch häufig eine Veränderung des Härtegefüges des Mittelab
schnitts durch die Schweißnaht einhergeht. Diese Veränderung stellt eine
Schwachstelle im inneren Verschleißbereich eines Rohrs dar mit der Folge,
dass gerade an den einem Verschleiß verstärkt ausgesetzten Enden (insbe
sondere durch Abwinklungen der Rohre gegeneinander) eine zusätzliche
Beanspruchung eintritt und diese Rohre dann nach kurzer Einsatzzeit ausge
tauscht werden müssen.
Darüberhinaus sind Rohre bekannt, bei denen die Kupplungsbunde unmit
telbar in axialer Verlängerung an jeden Mittelabschnitt angesetzt und durch
umlaufende V-Nähte mit dem Mittelabschnitt verschweißt werden. Solche
Rohre werden in der Regel nach dem Anschweißen der Kupplungsbunde
gehärtet, was dann mit einem vergleichsweise hohen Aufwand aufgrund der
meist unterschiedlichen Wanddicken im Bereich der Mittelabschnitte und der
Kupplungsbunde einhergeht (DE 197 35 335 A1).
Ferner zählt durch die DE-PS 180 938 eine Rohrkupplung mit zwei
Anschlussstücken zum Stand der Technik, bei welcher eine Muffe auf ein
erstes Anschlussstück geschraubt wird. An dem anderen Ende ist die Muffe
mit einem Innenkonus versehen, in den ein Außenkonus des zweiten
Anschlussstücks greift. Die beiden Anschlussstücke werden dann mit Hilfe
von Klinken aneinander gezogen, die an der schwenkbar Muffe festgelegt
sind. Im Innern der Muffe ist mindestens ein Dichtungsring vorgesehen, der
beim Aufschrauben auf das erste Anschlussstück an der Stirnseite dieses
Anschlussstücks zur Anlage gelangt.
Der Erfindung liegt - ausgehend vom Stand der Technik - die Aufgabe
zugrunde, ein Feststofftransportrohr zu schaffen, welches hinsichtlich seines
Aufbaus dem Wunsch nach einer verlängerten Standzeit bei dennoch einfa
cher Herstellung, leichter Montage und problemlosem Austausch entgegen
kommt.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht nach der Erfindung in den Merkmalen
des Anspruchs 1.
Kern der Erfindung ist das Zusammenfügen der Kupplungsbunde mit dem
Mittelabschnitt eines Feststofftransportrohrs (nachfolgend kurz Rohr ge
nannt) durch Verschraubung. Hiermit ist der große Vorteil verbunden, dass
bei der Verbindung der Kupplungsbunde mit dem Mittelabschnitt keine
Wärme mehr aufgebracht wird, so dass auch die vorab einsatzfertig herge
stellten Mittelabschnitte und Kupplungsbunde bezüglich der inneren Ver
schleißschichten keinen nachteiligen Einflüssen mehr ausgesetzt sind. Viel
mehr können Kupplungsbunde und Mittelabschnitte komplett für sich gefer
tigt und dann durch Verschraubung zusammengesetzt werden. Bei Bedarf
kann in die Gewindeverbindung noch ein geeigneter Kleber zur Abdichtung
und zur Sicherung der Gewindeverbindung eingebracht werden.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform wird in den Merkmalen des
Anspruchs 2 erblickt. Danach besteht der Mittelabschnitt aus einem nicht
härtbaren druckfesten Stahlrohr, z. B. St 37, das von der Innenseite her über
eine definierte Dicke aufgekohlt ist und danach gehärtet wird. Dabei wird ein
radial außen liegender, genügend dicker Wandbereich von der Aufkohlung
und Härtung nicht beeinflusst, so dass der Mittelabschnitt insgesamt den
dynamischen und mechanischen Belastungen standhält, denen ein Rohr
ausgesetzt sein kann.
Druckfeste nicht härtbare Stahlrohre kann man als Mittelabschnitte sinn
vollerweise nicht mit Kupplungsbunden härten, sondern sie werden in Über
länge ohne die Kupplungsbunde gehärtet und dann auf genaue Passlänge
abgeteilt. Nach dem Härten ist es aber unmöglich, ohne Härteverlust auf der
Innenseite Kupplungsbunde an diese Stahlrohre anzuschweißen. Das gilt
auch, wenn die Innenseite gekühlt wird. Es gäbe zwar die Möglichkeit, an die
Stahlrohre Kupplungsbunde anzukleben, was jedoch mit großen technischen
Schwierigkeiten verbunden ist, insbesondere bei Rohrsträngen, die hohen
Drücken unterliegen. Bei dem erfindungsgemäßen Rohr können nunmehr in
die weiche nicht aufgekohlte Außenschicht des gehärteten Mittelabschnitts
außen Gewinde eingeschnitten und dann die Kupplungsbunde auf diese
Gewinde geschraubt werden.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Grund
gedankens besteht in den Merkmalen des Anspruchs 3. Danach sind die
Kupplungsbunde an den ihren Stirnseiten abgewandten Enden mit Innenge
winden und der Mittelabschnitt an seinen Enden mit Außengewinden verse
hen. Die Innen- und Außengewinde können an nicht gehärteten Schichten
hergestellt werden und sind somit problemlos zu fertigen. Hierbei stellt es
sich als besonders vorteilhaft heraus, dass für die Innengewinde an den
Kupplungsbunden nur radial kurz bemessene Flansche über kurze Teilab
schnitte der Kupplungsbunde bereitgestellt werden müssen. Das heißt, der
Materialeinsatz für die Kupplungsbunde kann merklich gesenkt werden.
Eine andere, ebenso zweckmäßige Ausführungsform der Erfindung besteht
in den Merkmalen des Anspruchs 4. Danach sind die Verschleißschichten in
den Kupplungsbunden durch mindestens innenseitig harte Ringe gebildet.
Diese Ringe können sich von den Stirnseiten der Kupplungsbunde aus bis
hin zu den Gewinden erstrecken. Die Stirnseiten der Ringe und der Kupp
lungsbunde verlaufen dann in denselben Querebenen. Der Innendurchmes
ser der Ringe kann etwas kleiner als der Innendurchmesser des Mittelab
schnitts bemessen sein, um den höheren Verschleißbeanspruchungen am
Übergang zwischen zwei Rohren Rechnung zu tragen. Die harten Innenflä
chen können durch ein Härteverfahren erzeugt werden. Die Ringe können
aber auch durchgehärtet sein. Ferner ist eine Auftragsschweißung denkbar.
Die Ringe können ferner Gussqualität aufweisen.
Die Ringe können überdies im Bereich der Stirnseiten der Kupplungsbunde
eine größere Wanddicke haben als im Bereich der Mittelabschnitte. Auch
hierdurch wird den höheren Verschleißbeanspruchungen am Kupplungsspalt
zweier Rohre Rechnung getragen.
Ferner ist es möglich, zwei Ringe hintereinander in die Kupplungsbunde ein
zugliedern, wobei ein in der Länge kürzer bemessener Ring unmittelbar an
den Kupplungsspalt angrenzt und einen höheren Verschleißwiderstand auf
weist als der benachbarte Ring, der dann an das Innengewinde grenzt. Auch
hierbei kann eine stufenweise Verringerung der Innendurchmesser, ausge
hend vom Mittelabschnitt, über den angrenzenden Ring und den stirnseitig
der Kupplungsbunde gekammerten Ring vorgesehen sein.
Die im Anspruch 5 gekennzeichnete Ausführungsform sieht Kupplungsbunde
vor, die an den ihren Stirnseiten abgewandten Enden mit Innengewinden
und der Mittelabschnitt im Abstand von seinen Stirnseiten mit Außengewin
den versehen sind. Hierbei können sich die Enden des Mittelabschnitts über
die Außengewinde hinaus bis zu den Stirnseiten der Kupplungsbunde
erstrecken. Die Stirnseiten der Kupplungsbunde und des Mittelabschnitts
liegen dann in denselben Querebenen. Die Verschleißschichten im Bereich
des Kupplungsbunds werden bei dieser Bauart durch eine innenseitige Här
tung des Mittelabschnitts gebildet.
Die Enden des Mittelabschnitts können aber auch in einem Bereich zwi
schen den Stirnseiten der Kupplungsbunde und den Außengewinden enden.
Zwischen den Stirnseiten des Mittelabschnitts und der Kupplungsbunde
werden dann Verschleißringe eingesetzt. Deren Innendurchmesser ist be
vorzugt kleiner als der Innendurchmesser des Mittelabschnitts gestaltet. Der
Außendurchmesser der Verschleißringe ist etwas größer als der Außen
durchmesser der Enden des Mittelabschnitts bemessen. Dadurch ist eine
Kammerung der Verschleißringe in den Kupplungsbunden möglich.
In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Grundge
dankens sind nach Anspruch 6 zwischen die Kupplungsbunde und den Mit
telabschnitt Dichtungen integriert. Diese Dichtungen verhindern mit Sicher
heit ein Austreten von flüssigen Bestandteilen der zu transportierenden
Feststoffe, wie Sande, Kiese oder Beton.
Die Dichtungen können in verschiedenster Weise zwischen die Kupplungs
bunde und den Mittelabschnitt eingegliedert werden. Eine bevorzugte Aus
führungsform wird in den Merkmalen des Anspruchs 7 gesehen. Danach
sind die Dichtungen in Form von O-Ringen in innere Nuten der Kupplungs
bunde eingelegt und stützen sich an zylindrischen Außenflächen endseitig
des Mittelabschnitts ab, die vor den Außengewinden ausgebildet sind. Bei
dieser Ausführungsform ist es möglich, dass die Verschleißschichten in den
Kupplungsbunden direkt an die Stirnseiten des Mittelabschnitts angrenzen.
Vorstellbar ist aber auch, dass die Kupplungsbunde mit zur Längsachse vor
springenden inneren Radialstegen zwischen die Verschleißschichten und die
Stirnseiten des Mittelabschnitts ragen.
Weitere Ausführungsformen der Dichtringe sind im Anspruch 8 gekenn
zeichnet. Hierbei können die Dichtungen in Ringform einen U-förmigen
Querschnitt haben. Die Schenkel sind dann zur Längsachse der Rohre gerichtet.
Ferner sind ringförmige Flachdichtungen denkbar. In beiden Fällen
können diese Dichtungen wiederum unmittelbar zwischen die Stirnseiten des
Mittelabschnitts und den in den Kupplungsbunden ausgebildeten Ver
schleißschichten angeordnet sein oder es ragen innere Radialstege von den
Kupplungsbunden zwischen die Verschleißschichten und den Mittelab
schnitt, so dass dann die Dichtungen zwischen den Stirnseiten des Mittelab
schnitts und den Radialstegen zu liegen kommen.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in den Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 im vertikalen Längsschnitt einen Kupplungsbereich zwischen zwei
Rohren;
Fig. 2 im vertikalen Längsschnitt im auseinander gezogenen Zustand
den Endabschnitt eines der Rohre gemäß Fig. 1;
Fig. 3 im vertikalen Längsschnitt den Endabschnitt eines Rohrs gemäß
einer weiteren Ausführungsform;
Fig. 4 im vertikalen Längsschnitt den Endabschnitt eines Rohrs gemäß
einer dritten Ausführungsform;
Fig. 5 im vertikalen Längsschnitt den Endabschnitt eines Rohrs gemäß
einer vierten Ausführungsform;
Fig. 6 im vertikalen Längsschnitt den Endabschnitt eines Rohrs gemäß
einer fünften Ausführungsform und
Fig.7 bis 12 im Querschnitt in vergrößerter Darstellung den Verbindungsbe
reich zwischen einem Kupplungsbund und einem Mittelabschnitt
in sechs Ausführungsformen.
Mit 1 ist in der Fig. 1 ein Rohrstrang zum Transport von Feststoffen be
zeichnet, der sich aus einer Vielzahl von lösbar aneinander gesetzten Roh
ren 2 zusammensetzt. Ein Kupplungsbereich 3 zweier Rohre 2 ist in der
Fig. 1 dargestellt.
Wie bei gemeinsamer Betrachtung der Fig. 1 und 2 zu erkennen ist, setzt
sich jedes Rohr 2 aus einem Mittelabschnitt 4 und zwei an die Enden 5 des
Mittelabschnitts 4 geschraubten Kupplungsbunden 6 zusammen. Der Mit
telabschnitt 4 kann geradlinig ausgebildet oder bogenförmig gekrümmt sein.
Aufgrund des Sachverhalts, dass die Rohre 2 dem Transport von Feststof
fen, wie beispielsweise Sande, Kiese oder Beton, dienen, sind die Mittelab
schnitte 4 innenseitig gehärtet. Die gehärtete Innenschicht IS ist in der Fig.
2 mit verstärkter Strichdicke veranschaulicht. Endseitig der weicheren
(zeichnerisch nicht darstellbaren) Außenschicht sind Außengewinde 7 vor
gesehen.
Jeder Mittelabschnitt 4 wird aus einem zunächst nicht härtbaren druckfesten
Stahlrohr, z. B. St 37, hergestellt. Dieses wird von der Innenseite her über
eine definierte Wanddicke aufgekohlt und danach gehärtet. Dadurch ver
bleibt radial außen ein genügend dicker Wandbereich, der von der Aufkoh
lung und Härtung nicht beeinflusst wird und folglich mit den Außengewinden
7 versehen werden kann.
Die Kupplungsbunde 6, welche jeweils über ein an den Enden 20 liegendes
Innengewinde 8 mit einem Außengewinde 7 des Mittelabschnitts 4 ver
schraubt werden, weisen eine umlaufende mittige Nut 9 auf. Diese Nuten 9
dienen dem Eingriff der Schenkel 10 von zwei halbkreisförmigen, im Quer
schnitt trapezförmigen Spannschalen 11, die über nicht näher dargestellte
Spannmittel aneinander gezogen werden und auf diese Weise zwei aufein
ander folgende Rohre 2 über den Kupplungsspalt 12 hinweg zug- und
druckfest verbinden. In den Kupplungsbereich 3 können Dichtelemente in
tegriert sein.
Die in der Regel ungehärteten Kupplungsbunde 6 weisen eine innere Ver
schleißschicht 13 auf, die beim Ausführungsbeispiel der Fig. 1 und 2 je
weils aus einem Ring gebildet ist. Diese Verschleißschichten 13 sind min
destens innenseitig gehärtet. Sie besitzen, wie insbesondere aus der Fig. 1
zu sehen ist, einen kleineren Durchmesser D als der Durchmesser D1 der
Mittelabschnitte 4 der Rohre 2. Hierdurch wird der stärkeren Verschleißbe
anspruchung der Kupplungsbunde 6 im Bereich des Kupplungsspalts 12
Rechnung getragen.
Beim Verschleiß eines Rohrs 2 ist es lediglich erforderlich, die Spannschalen
11 endseitig des Rohrs 2 voneinander zu lösen und vom Rohrstrang 1 zu
entfernen. Anschließend kann das Rohr 2 für sich aus dem kompletten
Rohrstrang 1 quer in Richtung des Pfeils PF entfernt und ein neues Rohr 2
eingesetzt werden. Hierfür braucht der Rohrstrang 1 nicht in Längsrichtung
auseinander gezogen zu werden. Nach dem Einfügen eines neuen Rohrs 2
werden die Spannschalen 11 wieder über ihre Schenkel 10 in die Nuten 9
eingesetzt und miteinander verspannt. Der Rohrstrang 1 ist dann wieder be
triebsbereit.
Wie die Fig. 1 und 2 erkennen lassen, erstrecken sich die Verschleiß
schichten 13 zwischen den Innengewinden 8 und den Stirnseiten 14 der
Kupplungsbunde 6. Die Stirnseiten 14 der Kupplungsbunde 6 und die Stirn
seiten 15 der Verschleißschichten 13 liegen somit in ein und derselben
Querebene.
Die Ausführungsform der Fig. 3 eines Rohrs 2a zum Feststofftransport un
terscheidet sich von derjenigen der Fig. 1 und 2 darin, dass das stirnsei
tige Ende 16 der ebenfalls aus einem Ring gebildeten Verschleißschicht 13a
im Kupplungsbund 6a in der Wanddicke größer ist als der Bereich 17, der an
den Mittelabschnitt 4 grenzt. Entsprechend ist dann auch der Kupplungs
bund 6a endseitig stärker ausgenommen. Auf diese Weise kann den Ver
schleißbeanspruchungen eines Rohrs 2a benachbart eines Kupplungsspalts
12 noch besser Rechnung getragen werden. Ansonsten entspricht die Aus
führungsform der Fig. 3 derjenigen der Fig. 1 und 2.
Im Falle der Ausführungsform der Fig. 4 eines Rohrs 2b zum Feststoff
transport werden die Verschleißschichten 13b, 13b1 innenseitig eines
Kupplungsbunds 6b durch zwei nebeneinander liegende Ringe gebildet. Die
benachbart des Mittelabschnitts 4 liegende Verschleißschicht 13b1 ist breiter
als die endseitig des Rohrs 2b liegende Verschleißschicht 13b bemessen.
Die Innendurchmesser der Verschleißschichten 13b, 13b1 sind zu dem In
nendurchmesser des Mittelabschnitts 4 gestuft, wobei die äußere Ver
schleißschicht 13b den kleinsten Innendurchmesser aufweist. Hierbei ist die
Härte der Verschleißschichten 13b, 13b1 ebenfalls gestuft, so dass den Ver
schleißbeanspruchungen endseitig eines Rohrs 2b auch hierdurch gezielter
Rechnung getragen werden kann. Ansonsten entspricht die Ausführungs
form der Fig. 4 derjenigen der Fig. 1 und 2.
Die Festlegung der aus Ringen gebildeten Verschleißschichten 13, 13a, 13b,
13b1 der Ausführungsformen der Fig. 1 bis 4 in den Kupplungsbunden 6,
6a, 6b kann durch Klemmen oder Kleben erfolgen. Bei der Ausführungsform
der Fig. 4 ist jedoch zu erkennen, dass der innere stirnseitige Randbereich
18 des Kupplungsbunds 6b über die Stirnseite 19 der Verschleißschicht 13b
gedrückt ist und auf diese Weise die Verschleißschichten 13b, 13b1 im
Kupplungsbund 6b festgelegt sind. Vor der Montage der Mittelabschnitte 4
mit den Kupplungsbunden 6, 6a, 6b liegen die Verschleißschichten 13, 13a,
13b, 13b1 an den durch die Innengewinde 8 gebildeten Stufen.
Die Fig. 5 veranschaulicht eine Ausführungsform eines Rohrs 2c zum Fest
stofftransport, bei welcher die Stirnseiten 21 des Mittelabschnitts 4a in einer
Querebene mit den Stirnseiten 14 der Kupplungsbunde 6c liegen. Entspre
chend sind auch die im Bereich der Kupplungsbunde 6c liegenden Ver
schleißschichten 13c dann durch die gehärteten inneren Schichten des Mit
telabschnitts 4a gebildet.
Zur Verschraubung der Kupplungsbunde 6c mit dem Mittelabschnitt 4a sind
nunmehr im Abstand von den Stirnseiten 21 des Mittelabschnitts 4a Außen
gewinde 7 vorgesehen, die mit den Innengewinden 8 der Kupplungsbunde
6c verschraubt werden können.
Ansonsten entspricht die Ausführungsform der Fig. 5 derjenigen der
Fig. 1 und 2, so dass auch die entsprechenden Erläuterungen gelten.
Die Ausführungsform eines Rohrs 2d zum Feststofftransport gemäß Fig. 6
besitzt ebenfalls einen innenseitig gehärteten Mittelabschnitt 4b, dessen
Stirnseiten 22 über die Außengewinde 7 vorragen. Sie enden jedoch im Ab
stand von den Stirnseiten 14 der Kupplungsbunde 6d. Die Abschnitte zwi
schen den Stirnseiten 14 der Kupplungsbunde 6d und den Stirnseiten 22
des Mittelabschnitts 4b werden durch ringförmige Verschleißschichten 13d
ausgefüllt. Der Innendurchmesser D2 der Verschleißschichten 13d ist kleiner
als der Innendurchmesser D1 des Mittelabschnitts 4b bemessen. Außerdem
ist zu erkennen, dass der Außendurchmesser AD der Verschleißschichten
13d größer als der Außendurchmesser AD1 der über die Außengewinde 7
verbundenen und mit einer inneren gehärteten Verschleißschicht 13d1 ver
sehene Enden 23 des Mittelabschnitts 4b sind, so dass die Verschleiß
schichten 13d in den Kupplungsbunden 6d gekammert sind. Zur weiteren
Festlegung der Verschleißschichten 13d können die inneren stirnseitigen
Randbereiche 18 der Kupplungsbunde 6d, wie bei der Ausführungsform der
Fig. 4, nach innen umgebördelt sein.
In den Fig. 7 bis 12 sind verschiedene Dichtungen zwischen einem
Kupplungsbund 6 und dem Mittelabschnitt 4, beispielsweise gemäß der
Ausführungsform der Fig. 1, veranschaulicht.
Gemäß Fig. 7 ist eine Dichtung 24 in Form eines O-Rings in eine innere
Nute 25 des Kupplungsbunds 6 eingelegt. Sie stützt sich andererseits an
einer zylindrischen Außenfläche 26 endseitig des Mittelabschnitts 4 ab, die
von der Stirnseite 27 des Mittelabschnitts 4 aus gesehen vor dem Außenge
winde 7 des Mittelabschnitts 4 und dem Innengewinde 8 des Kupplungs
bunds 6 ausgebildet ist. Die Stirnseite 27 des Mittelabschnitts 4 kontaktiert
hierbei unmittelbar die innere Verschleißschicht 13 im Kupplungsbund 6.
Die Ausführungsform gemäß Fig. 8 unterscheidet sich von derjenigen der
Fig. 7 lediglich dadurch, dass der Kupplungsbund 6 mit einem inneren Ra
dialsteg 28 zwischen den Mittelabschnitt 4 und die Verschleißschicht 13 des
Kupplungsbunds 6 fasst. Hierbei stützt sich also der Mittelabschnitt 4 mit
seiner Stirnseite 27 an diesem Radialsteg 28 ab. Ansonsten entspricht die
Ausführungsform der Fig. 8 derjenigen der Fig. 7, das heißt, es ist eine
Dichtung 24 in Form eines O-Rings in eine innere Nute 25 des Kupplungs
bunds 6 eingelegt und diese stützt sich an einer zylindrischen Außenfläche
26 endseitig des Mittelabschnitts 4 vor dem Außengewinde 7 ab.
Die Fig. 9 und 10 zeigen eine Ausführungsform einer Dichtung 24a in
Form eines U-förmigen Profils. Die Schenkel 29 der Dichtung 24a sind zur
Längsachse des Rohrs 2 gerichtet.
Nach Fig. 9 ist die Dichtung 24a zwischen der Stirnseite 27 des Mittelab
schnitts 4 und der im Kupplungsbund 6 befindlichen Verschleißschicht 13
angeordnet.
Bei der Ausführungsform der Fig. 10 fasst der Kupplungsbund 6 mit einem
inneren Radialsteg 28 zwischen die Verschleißschicht 13 und den Mittelab
schnitt 4, so dass die Dichtung 24a zwischen der Stirnseite 27 des Mittelab
schnitts 4 und dem Radialsteg 28 zu liegen kommt.
Die in den Fig. 11 und 12 dargestellte Bauart einer Dichtung 24b ent
spricht prinzipiell derjenigen der Fig. 9 und 10, lediglich mit dem Unter
schied, dass statt des U-förmigen Profils 24a dort ringförmige Flachdichtun
gen zum Einsatz gelangen. Eine nochmalige Erläuterung erübrigt sich somit.
1
Rohrstrang
2
Rohre v.
1
2
a Rohr
2
b Rohr
2
c Rohr
2
d Rohr
3
Kupplungsbereich v.
2
,
2
a-d
4
Mittelabschnitt v.
2
,
2
a,
2
b
4
a Mittelabschnitt v.
2
c
4
b Mittelabschnitt v.
2
d
5
Enden v.
4
6
Kupplungsbunde
6
a Kupplungsbunde v.
2
a
6
b Kupplungsbunde v.
2
b
6
c Kupplungsbunde v.
2
c
6
d Kupplungsbunde v.
2
d
7
Außengewinde an
5
8
Innengewinde an
6
,
6
a-d
9
Nut an
6
,
6
a-d
10
Schenkel v.
11
11
Spannschalen
12
Kupplungsnut
13
Verschleißschicht in
6
13
a Verschleißschicht v.
6
a
13
b Verschleißschicht v.
6
b
13
b1 Verschleißschicht v.
6
b
13
c Verschleißschicht v.
6
c
13
d Verschleißschicht v.
6
d
13
d1 Verschleißschicht v.
6
d
14
Stirnseiten v.
6
,
6
a,
6
b,
6
c,
6
d
15
Stirnseiten v.
13
16
Enden von
13
a
17
Bereich v.
13
a
18
Randbereich v.
6
b
19
Stirnseite v.
13
b
20
Enden v.
6
,
6
a,
6
b,
6
c,
6
d
21
Stirnseiten v.
4
a
22
Stirnseiten v.
4
b
23
Enden v.
4
b
24
Dichtung
24
a Dichtung
24
b Dichtung
25
Nute in
6
26
zylindrische Außenfläche
27
Stirnseite v.
4
28
Radialsteg an
6
29
Schenkel v.
24
a
AD Außendurchmesser
D Innendurchmesser v.
AD Außendurchmesser
D Innendurchmesser v.
13
D1 Innendurchmesser v.
4
D2 Innendurchmesser v.
13
d
PF Pfeil
PF Pfeil
Claims (8)
1. Feststofftransportrohr, das an den Enden (5, 23) ei
nes einlagigen, innenseitig gehärteten Mittelabschnitts
(4, 4a, 4b) Kupplungsbunde (6, 6a-d) und im Bereich
der Kupplungsbunde (6, 6a-d) innere Verschleiß
schichten ((13, 13a, 13b, 13b1, 13d, 13d1)) aufweist,
wobei die Kupplungsbunde (6, 6a-d) mit dem Mittel
abschnitt (4, 4a, 4b) verschraubt sind.
2. Feststofftransportrohr nach Anspruch 1, bei wel
chem der Mittelabschnitt (4, 4a, 4b) aus einem nicht
härtbaren druckfesten Stahlrohr besteht, das von der
Innenseite her über eine definierte Wanddicke aufge
kohlt und danach gehärtet ist.
3. Feststofftransportrohr nach Anspruch 1 oder 2, bei
welchem die Kupplungsbunde (6, 6a, 6b) an den ihren
Stirnseiten (14) abgewandten Enden (20) mit Innenge
winden (8) und der Mittelabschnitt (4) an seinen Enden
(5) mit Außengewinden (7) versehen sind.
4. Feststofftransportrohr nach einem der Ansprüche 1
bis 3, bei welchem die Verschleißschichten (13, 13a,
13b, 13b1, 13d, 13d1) in den Kupplungsbunden (6, 6a,
6b) durch mindestens innenseitig harte Ringe gebildet
sind.
5. Feststofftransportrohr nach Anspruch 1 oder 2, bei
welchem die Kupplungsbunde (6c, 6d) an den ihren
Stirnseiten (14) abgewandten Enden (20) mit Innenge
winden (8) und der Mittelabschnitt (4a, 4b) im Abstand
von seinen Stirnseiten (21, 22) mit Außengewinden (7)
versehen sind,
6. Feststofftransportrohr nach einem der Ansprüche 1
bis 5, bei welchem zwischen die Kupplungsbunde (6,
6a-d) und den Mittelabschnitt (4, 4a, 4b) Dichtungen
(24, 24a, 24b) integriert sind.
7. Feststofftransportrohr nach Anspruch 6, bei wel
chem die Dichtungen (24) in Form von O-Ringen in in
nere Nuten (25) der Kupplungsbunde (6, 6a-d) einge
legt sind und sich an zylindrischen Außenflächen (26)
endseitig des Mittelabschnitts (4, 4a, 4b) abstützen, die
vor den Außengewinden (7) ausgebildet sind.
8. Feststofftransportrohr nach Anspruch 6, bei wel
chem die Dichtungen (24a, 24b) in Form von U-förmi
gen Profilen oder ringförmigen Flachdichtungen zwi
schen die Stirnseiten (27) des Mittelabschnitts (4, 4a,
4b) und den Verschleißschichten ((13, 13a, 13b, 13b1,
13d, 13d1)) oder zwischen die Stirnseiten (27) des Mit
telabschnitts (4, 4a, 4b) und von den Kupplungsbunden
(6, 6a, 6b) zwischen die Verschleißschichten ((13, 13a,
13b, 13b1, 13d, 13d1)) und den Mittelabschnitt (4, 4a,
4b) vorspringenden inneren Radialstegen (28) einge
bettet sind.
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