DE10018820A1 - I-Träger aus Holzwerkstoff - Google Patents
I-Träger aus HolzwerkstoffInfo
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- E04C—STRUCTURAL ELEMENTS; BUILDING MATERIALS
- E04C3/00—Structural elongated elements designed for load-supporting
- E04C3/02—Joists; Girders, trusses, or trusslike structures, e.g. prefabricated; Lintels; Transoms; Braces
- E04C3/12—Joists; Girders, trusses, or trusslike structures, e.g. prefabricated; Lintels; Transoms; Braces of wood, e.g. with reinforcements, with tensioning members
- E04C3/14—Joists; Girders, trusses, or trusslike structures, e.g. prefabricated; Lintels; Transoms; Braces of wood, e.g. with reinforcements, with tensioning members with substantially solid, i.e. unapertured, web
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Abstract
Ein I-Träger aus Holzwerkstoff, bestehend aus einem Steg (1), an dessen jedem Ende ein rechtwinklig hierzu verlaufender Gurt (2, 3) angebracht ist, zeichnet sich dadurch aus, dass jeder Gurt (2, 3) aus einer mindestens einlagigen OSB-Holzfaserplatte besteht, wobei die Mehrzahl der einzelnen Strands an mindestens einer Stelle von benachbarten Strands überlappt werden.
Description
Die Erfindung betrifft einen I-Träger aus Holzwerkstoff beste
hend aus einem Steg, an dessen jedem Ende ein rechtwinklig hier
zu verlaufender Gurt angebracht ist.
Ein solcher Träger ist beispielsweise aus der DE 19 72 885 A1
bekannt. Er wird als Deckenschalungs-Träger verwendet. Zur An
passung an die jeweilige Raumgröße bzw. die Grundrisse der ein
zuschalenden Decke ist dieser Träger teleskopierbar ausgebildet.
Hierzu wird ein zweiteiliger Steg verwendet, in dessen sich aus
bildenden Hohlraum das Teleskopteil einsteckbar ist.
Der bekannte Träger ist konstruktiv sehr aufwendig gestaltet.
Wird der Träger teleskopiert kann in dem teleskopierten Bereich
nur der Teleskop-Steg Kräfte übertragen. Gurte sind in dem tele
skopierten Teil nicht vorhanden, so dass der Träger insgesamt
einen Festigkeitssprung aufweist. Die Gesamtfestigkeit wird be
stimmt durch den teleskopierten Steg, was zu einer gefährlichen
Unterdimensionierung führen kann, wenn der I-Träger auf der Bau
stelle zum Einsatz kommt, ohne dass zuvor die Statik berechnet
wurde.
Von dieser Problemstellung ausgehend soll ein gattungsgemäßer
I-Träger so verbessert werden, dass er konstruktiv einfach auf
gebaut und somit kostengünstig herstellbar ist und mit einfachen
Mitteln auf der Baustelle auf die notwendige Länge zugeschnitten
werden kann.
Die Problemlösung erfolgt dadurch, dass jeder Gurt aus einer
mindestens einlagigen OSB-Holzfaserplatte besteht, wobei die
Mehrzahl der einzelnen Strands an mindestens einer Stelle von
benachbarten Strands überlappt werden.
Durch diese Ausbildung können die Gurte zunächst als Platten
hergestellt und aus diesen in dem notwendigen Format herausge
schnitten werden. Dadurch, dass sich die Mehrzahl der einzelnen
Strands an mindestens einer Stelle überlappt, wird eine hohe
Festigkeit und Zähigkeit der Gurte erreicht. Die Gurte werden
mit dem Steg in herkömmlicher Technologie verklebt. Es können
also I-Träger in beliebiger Länge vorgefertigt werden, die auf
der Baustelle mit einfachen Mitteln auf die passende Länge zu
recht gesägt werden können.
Vorzugsweise ist der Verlauf des Rohdichteprofils über die Stär
ke der Gurte im wesentlichen parabelförmig, wobei die geringste
Dichte in der Gurtmitte vorliegt. Durch diese Ausbildung ist
eine einfache Anpassung der Dichte an die Belastung des Trägers
möglich.
Zur Erhöhung der Stabilität sind die Strands vorzugsweise in
einem Winkel von 0° bis 60° zueinander ausgerichtet.
Insbesondere vorteilhaft ist es, wenn die Gurte aus einer 3-
oder 5-lagigen OSB bestehen. Die Festigkeit des Trägers in Zug-
und Schubrichtung kann dadurch erhöht werden. Vorzugsweise sind
die Gurte mit dem Steg verleimt.
Die Länge des I-Trägers ist praktisch unbegrenzt, wenn die Gurte
mehrteilig ausgebildet sind.
Vorzugsweise beträgt die Dichte der Gurte 550 bis 800 kg/m3. Die
Strands weisen vorzugsweise eine Länge von 70 bis 200 mm, eine
Breite von 6 bis 30 mm und eine Dicke von 0,3 bis 2,5 mm auf.
Die Strands können mittels eines Amino- und/oder
phenoplastischen Klebstoffs verklebt sein. Auch eine Verklebung
mittels eines polymeren MDI ist möglich.
Die Herstellkosten des I-Trägers werden deutlich reduziert, wenn
auch der Steg aus einer mindestens einlagigen OSB ausgebildet
ist.
Mit Hilfe einer Zeichnung soll ein Ausführungsbeispiel der Er
findung nachfolgend näher erläutert werden. Es zeigt:
Fig. 1 - die Ansicht eines I-Trägers;
Fig. 2 - den Verlauf der Rohdichte über der Dicke im Gurt;
Fig. 3 - den Schnitt entlang der Linie III-III nach Fig. 1;
Fig. 4 - die Orientierung der Strands in einem Teilschnitt ge
mäß Schnittlinie IV-IV nach Fig. 1.
Der I-Träger besteht aus dem Steg 1 und den in Längsrichtung
parallel zueinander verlaufenden Gurten 2, 3. Die Gurte 2, 3
bestehen aus einer mindestens einlagigen, vorzugsweise 3- oder
5-lagigen OSB-Holzfaserplatte. Der Steg 1 kann ebenfalls aus
einer ein- oder mehrlagigen OSB-Holzfaserplatte oder aus einer
Span- oder anderen Faserplatte bestehen. An den Verbindungsflä
chen ist der Steg 1 angefast. Der Winkel der Fase beträgt zwi
schen 5° und 12°. Die Gurte 2, 3 sind mit einer der Profilierung
des Stegs entsprechenden, hier nicht näher bezeichneten Nut ver
sehen. Die Nut weist eine Tiefe zwischen 10% bis 55% der Dicke
D des Gurtes 2, 3 auf. Mit handelsüblichen Klebstoffen sind die
Gurte 2, 3 mit dem Steg 1 verklebt.
Wie Fig. 2 zeigt, ist der Verlauf der Rohdichte über der Dicke
D eines Gurtes 2, 3 parabelförmig ausgebildet, wobei die nied
rigste Rohdichte im mittleren Bereich der Gurte 2, 3 vorgesehen
ist. Die Strands 4 sind, wie Fig. 4 zeigt, nicht parallel zu
einander angeordnet, sondern bilden einen Winkel von 0° bis 60°.
An mindestens einer Stelle wird die Mehrzahl der Strands 4 von
benachbarten Strands 4 überlappt. Je höher der Überlappungsgrad
und je größer die Anzahl der Überlappungsstellen ist, umso grö
ßer ist die Stabilität der Gurte 2, 3.
Die Herstellung der Gurte 2, 3 erfolgt nach üblicher Technik auf
einem Transportband, auf das die Strands 4 im wesentlichen mit
der Flachseite aufgelegt werden. Die weiteren Strands 4 werden
mit der Flachseite dazu parallel aufgestreut, bis die erforder
liche Plattendicke erreicht ist. Durch einen Flachpressvorgang
wird das Dichteprofil ausgebildet.
Claims (11)
1. I-Träger aus Holzwerkstoff bestehend aus einem Steg (1), an
dessen jedem Ende ein rechtwinklig hierzu verlaufender Gurt
(2, 3) angebracht ist, dadurch gekennzeichnet, dass jeder
Gurt (2, 3) aus einer mindestens einlagigen OSB-Holzfaser
platte besteht, wobei die Mehrzahl der einzelnen Strands
(4) an mindestens einer Stelle von benachbarten Strands (4)
überlappt werden.
2. I-Träger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass je
der Gurt (2, 3) aus einer 3- oder 5-lagigen OSB besteht.
3. I-Träger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass der Verlauf des Rohdichteprofils über die Stärke der
Gurte (2, 3) im wesentlichen parabelförmig verläuft, wobei
die geringste Dichte in der Gurtmitte vorliegt.
4. I-Träger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die Strands (4) in einem Winkel von 0° bis 60° zuein
ander ausgerichtet sind.
5. I-Träger nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, dass die Gurte (2, 3) mehrtei
lig ausgebildet sind.
6. I-Träger nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichte der Gurte (2,
3) 550 bis 800 kg/m3 beträgt.
7. I-Träger nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, dass die Strands (4) eine Län
ge von 70 bis 200 mm, eine Breite von 6 bis 30 mm und eine
Dicke von 0,3 bis 2,5 mm aufweisen.
8. I-Träger nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, dass die Strands (4) mittels
eines Amino- und/oder phenoplastischen Klebstoffs verklebt
sind.
9. I-Träger nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Strands (4) mittels eines
polymeren MDI verklebt sind.
10. I-Träger nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, dass der Steg (1) aus einer
mindestens einlagigen OSB-Holzfaserplatte besteht.
11. I-Träger nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, dass die Gurte (2, 3) mit dem
Steg (1) verleimt sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000118820 DE10018820A1 (de) | 2000-04-15 | 2000-04-15 | I-Träger aus Holzwerkstoff |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000118820 DE10018820A1 (de) | 2000-04-15 | 2000-04-15 | I-Träger aus Holzwerkstoff |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10018820A1 true DE10018820A1 (de) | 2001-10-25 |
Family
ID=7638932
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000118820 Withdrawn DE10018820A1 (de) | 2000-04-15 | 2000-04-15 | I-Träger aus Holzwerkstoff |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10018820A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1199140A3 (de) * | 2000-10-20 | 2004-10-06 | Finarco S.A. | Holzverbundbalken und Herstellungsverfahren |
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-
2000
- 2000-04-15 DE DE2000118820 patent/DE10018820A1/de not_active Withdrawn
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Legal Events
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