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DE10017201A1 - Chemoindikator zur Kontrolle der Dampfsterilisation - Google Patents

Chemoindikator zur Kontrolle der Dampfsterilisation

Info

Publication number
DE10017201A1
DE10017201A1 DE2000117201 DE10017201A DE10017201A1 DE 10017201 A1 DE10017201 A1 DE 10017201A1 DE 2000117201 DE2000117201 DE 2000117201 DE 10017201 A DE10017201 A DE 10017201A DE 10017201 A1 DE10017201 A1 DE 10017201A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
disodium salt
indicator
salt dihydrate
acid disodium
chemo
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE2000117201
Other languages
English (en)
Inventor
Reinhold Pfeiffer
Siegfried Hauptmann
Wolfgang Wildfuehr
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from DE1998146325 external-priority patent/DE19846325B4/de
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE2000117201 priority Critical patent/DE10017201A1/de
Publication of DE10017201A1 publication Critical patent/DE10017201A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N31/00Investigating or analysing non-biological materials by the use of the chemical methods specified in the subgroup; Apparatus specially adapted for such methods
    • G01N31/22Investigating or analysing non-biological materials by the use of the chemical methods specified in the subgroup; Apparatus specially adapted for such methods using chemical indicators
    • G01N31/226Investigating or analysing non-biological materials by the use of the chemical methods specified in the subgroup; Apparatus specially adapted for such methods using chemical indicators for investigating the degree of sterilisation
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L2/00Methods or apparatus for disinfecting or sterilising materials or objects other than foodstuffs or contact lenses; Accessories therefor
    • A61L2/26Accessories or devices or components used for biocidal treatment
    • A61L2/28Devices for testing the effectiveness or completeness of sterilisation, e.g. indicators which change colour

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Abstract

Die Erfindung betrifft einen Chemoindikator zur Kontrolle der Dampfsterilisation, bei der ein zu sterilisierender Gegenstand Dämpfen, insbesondere Formaldehyd-Wasser-Dämpfen, ausgesetzt wird und wobei der Indikator ein Trägermaterial aufweist, auf dem eine Substanz aufgetragen ist, die im Ergebnis chemischer Reaktionen während des Sterilisationsverfahrens mindestens einen Farbumschlag vollzieht, der eine Aussage zur vorliegenden Phase des Sterilisationsverfahrens ermöglicht, wobei die Indikatorsubstanz gemäß DE 198 46 325.1 aus einer wässrigen Chromotropsäure-Dinatriumsalz-Dihydrat-Lösung besteht. Es wird die Aufgabe gelöst, einen solchen Indikator zu schaffen, der eindeutige Farbabstufungen ergibt und eine gute Farbbeständigkeit aufweist. Hierfür wird vorgeschlagen, daß der Chromotropsäure-Dinatriumsalz-Dihydrat-Lösung mindestens eine der folgenden Substanzen zugegeben wird: Aminocarbonsäuren, Peptide, Acetate, Ester, Salze von Hydroxycarbonsäuren.

Description

Diese Erfindung betrifft einen Chemoindikator zur Kontrolle der Dampfsterilisation gemäß der Patentanmeldung DE 198 46 325.1.
Für die Sterilisation von Geräten und Materialien sind verschieden­ artige Verfahren und Vorrichtungen bekannt, bei denen die zu steri­ lisierenden Gegenstände überwiegend mit Dampf beaufschlagt werden. Unabhängig vom konkreten Einsatzfall ist insbesondere in medizini­ schen Einrichtungen, in pharmazeutischen Unternehmen und in der Le­ bensmittelindustrie eine Prüfung der biologischen Wirksamkeit des Sterilisationsprozesses notwendig. Auf Grundlage gesetzlicher Rege­ lungen sind in periodischen Abständen mikrobiologische Kontrollen gefordert. Dabei werden Testkeime in Form von Bioindikatoren oder in anderer geeigneter Form dem zu überprüfenden Verfahren ausge­ setzt. Die anschließende Auswertung erfolgt überwiegend in Labors. Aufgrund der biologischen Wirkungsweise wird allerdings erst nach einer längeren Einwirkungszeit eine Aussage zur Sterilität der be­ handelten Gegenstände möglich. Die Auswertung dauert annähernd eine Woche. Diese Methode ist zwar exakt, aber Zeit- und kostenintensiv. Der Anwender ist deshalb interessiert, zwischen den periodisch vor­ geschriebenen Prüfungen selbst eine schnelle und kostengünstige Kontrolle zu realisieren. Für eine solche Eigenkontrolle beim An­ wender sind die Bioindikatoren nicht geeignet. Deshalb werden vom Anwender Indikatoren gefordert, die eine sofortige Aussage über den Verfahrenserfolg ermöglichen. Hierfür können Chemoindikatoren ver­ wendet werden, die im Ergebnis chemischer Reaktionen einen Farbum­ schlag ergeben. Demzufolge wird auf Grundlage einer optisch sofort erkennbaren Veränderung eine schnelle Aussage zum Sterilisations­ prozeß möglich.
DE 30 37 118 A1 beschreibt einen Chemoindikator zur Kontrolle des Abschlusses eines Sterilisationsverfahrens. Der zu sterilisierende Gegenstand wird Dämpfen, insbesondere Formaldehyddämpfen ausge­ setzt. Der Indikator besteht aus einem Trägermaterial, auf dem eine Mischung aus mindestens einer Aminosäure und einem pH-Indikator aufgetragen ist. Diese Substanz verändert im Ergebnis chemischer Reaktionen während des Sterilisationsverfahrens ihre Farbe. Die Formaldehydsterilisation, also eine Sterilisation unter Einfluß ei­ nes Formaldehyd-Wasserdampf-Gemisches, erfolgt bei unterschiedli­ chen Temperaturen in einem Bereich von 50°C bis 80°C, so daß auch der verwendete Indikator in diesem Bereich einen Farbumschlag voll­ ziehen muß. Der Nachteil des Chemoindikators gemäß DE 30 37 118 A1 besteht darin, daß der Farbumschlag in nur einer Farbstufe erfolgt. Somit sind keine Rückschlüsse auf die Absterbekurve von biologi­ schen Testkeimen möglich.
Bei Anwendung des Chemoindikators zur Kontrolle der Dampfsterilisa­ tion gemäß der Hauptanmeldung DE 198 46 325.1 wird ein zu sterili­ sierender Gegenstand Dämpfen, insbesondere Formaldehyd-Wasser-Dämp­ fen ausgesetzt. Dieser Chemoindikator weist ein Trägermaterial auf, auf dem eine Substanz aufgetragen ist, die im Ergebnis chemischer Reaktionen während des Sterilisationsverfahrens mindestens einen Farbumschlag vollzieht, der eine Aussage zur vorliegenden Phase des Sterilisationsverfahrens ermöglicht, wobei die Indikatorsubstanz aus einer wässrigen Chromotropsäure-Dinatriumsalz-Dihydrat- Lösung besteht, der Gelatine oder ein Pulverkleber zugegeben wird. Dieser Chemoindikator ermöglicht infolge exakter Farbabstufungen eindeutige Aussagen zum Erfolg der Dampfsterilisation. Die Kontrol­ le des durchgeführten Verfahrens kann sofort und nachweisbar doku­ mentiert werden. Eine mangelhafte Durchführung des Sterilisations­ verfahrens, z. B. infolge einer Überladung des Sterilisationsappara­ tes mit zu sterilisierendem Gut, ist unmittelbar erkennbar. Demzu­ folge werden wesentliche Anforderungen aus krankenhaus-, lebensmit­ tel- und produktionshygienischer Sicht gewährleistet. Neben dem bevorzugten Anwendungsfall der Eigenkontrolle durch den Anwender kann auch bei eventuellen späteren Konfliktfällen eine Nachweisfüh­ rung über die erreichte Produkt- und Dienstleistungssicherheit re­ alisiert werden.
Der Chemoindikator gemäß der Hauptanmeldung DE 198 46 325.1 hat sich grundsätzlich bewährt. Es hat sich jedoch gezeigt, daß es für ausgewählte Anwendungen wünschenswert ist, der als Nachweisreagenz verwendeten Chromotropsäure-Dinatriumsalz-Dihydrat-Lösung an­ dere Substanzen zuzugeben. Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, den Chemoindikator durch Zugabe entsprechender Substanzen weiter auszubilden.
Diese Aufgabe wird gelöst, indem der Chromotropsäure-Dinatrium­ salz-Dihydrat-Lösung mindestens eine der folgenden Substanzen zugegeben wird:
Aminocarbonsäuren
Peptide
Acetate
Ester
Salze von Hydroxycarbonsäuren
Der erfindungsgemäße Chemoindikator ist zur Kontrolle von Dampfste­ rilisationen geeignet, wobei das bevorzugte Anwendungsgebiet die Sterilisation mittels Formaldehyd-Wasserdampf-Gemisch ist. Diese Sterilisation erfolgt in einem Temperaturbereich von 50°C bis 80°C, so daß auch der Chemoindikator bei dieser Temperatur einen Farbum­ schlag vollziehen muß. Der Indikator weist ein Trägermaterial auf, auf das die eigentliche Indikatorsubstanz aufgetragen wird. Als Trägermaterial kann Karton oder diffusionsfähiges Material verwen­ det werden.
Die Substanz ergibt im Ergebnis chemischer Reaktionen während des Sterilisationsverfahrens einen Farbumschlag, der als Parameter der erreichten Sterilisationsphase ausgewertet wird. Die Indikatorsub­ stanz besteht aus einer wässrigen Chromotropsäure-Dinatriumsalz- Dihydrat-Lösung. Dieser Lösung wird eine Substanz zugegeben, z. B. Aminocarbonsäuren und/oder Peptide und/oder Acetate und/oder Ester und/oder Salze von Hydroxycarbonsäuren. Die somit erreichte Mi­ schung stellt die Indikatorsubstanz dar. Der Formaldehydnachweis wird unter Verwendung der Indikatorsubstanz durch Farbstoffbildung erreicht. Nach Anwendung im Formaldehydsterilisator muß eine vorbe­ stimmte Färbung als Parameter einer ordnungsgemäß durchgeführten Sterilisation erkennbar sein. Die Farbstoffbildung wird beeinflußt von der Menge Chromotropsäure in Verbindung mit den zugegebenen Substanzen. Diese Farbstoffbildung ist abhängig von der Konzentra­ tion des Formaldehyds und wird außerdem von der Temperatur und der Einwirkzeit beeinflußt. Der gebildete Farbstoff läßt quantitative Rückschlüsse auf den Formaldehydeinfluß bei exakt festgelegten Tem­ peraturen und somit auf die Einwirkzeit und den Sterilisationser­ folg zu. Die Farbstoffbildung ist eine irreversible Reaktion, so daß bei sorgfältiger Lagerung eine relativ lange Farbkonstanz er­ reicht wird.

Claims (1)

  1. Chemoindikator zur Kontrolle der Dampfsterilisation, bei der ein zu sterilisierender Gegenstand Dämpfen, insbesondere Formaldehyd- Wasser-Dämpfen ausgesetzt wird und wobei der Indikator ein Träger­ material aufweist, auf dem eine Substanz aufgetragen ist, die im Ergebnis chemischer Reaktionen während des Sterilisationsverfahrens mindestens einen Farbumschlag vollzieht, der eine Aussage zur vor­ liegenden Phase des Sterilisationsverfahrens ermöglicht, wobei die Indikatorsubstanz gemäß DE 198 46 325.1 aus einer wässrigen Chromo­ tropsäure-Dinatriumsalz-Dihydrat-Lösung besteht, dadurch gekennzeichnet, daß der Chromotropsäure-Dinatriumsalz-Dihydrat-Lösung Amino­ carbonsäuren und/oder Peptide und/oder Acetate und/oder Ester und/ oder Salze von Hydroxycarbonsäuren zugegeben werden.
DE2000117201 1998-10-08 2000-04-06 Chemoindikator zur Kontrolle der Dampfsterilisation Withdrawn DE10017201A1 (de)

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