DE10013623A1 - Verfahren zur Abdichtung von Fugen in Kellern aus Hohlwänden gegen nichtdrückendes Wasser - Google Patents
Verfahren zur Abdichtung von Fugen in Kellern aus Hohlwänden gegen nichtdrückendes WasserInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E04—BUILDING
- E04B—GENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
- E04B1/00—Constructions in general; Structures which are not restricted either to walls, e.g. partitions, or floors or ceilings or roofs
- E04B1/62—Insulation or other protection; Elements or use of specified material therefor
- E04B1/66—Sealings
- E04B1/68—Sealings of joints, e.g. expansion joints
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-
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Abstract
Das Verfahren zur Abdichtung von Hohlwänden gegen nichtdrückendes Wasser dadurch gekennzeichnet, daß einem horizontalen Fugenband im Wand-/Sohlenanschluß der vertikalen Abdeckung in der senkrechten Stoßfuge höhenversetzt zur Gebäudeaußenseite vorgelagertist.
Description
Die Außenwände eines Kellers müssen grundsätzlich vor Erdfeuchtigkeit oder Wasser geschützt
werden. Eine besondere Bauweise für Kellerwände ist die Bauweise mit Fertigteilen, welche
üblicherweise als Hohlwand oder Dreischichtwand bezeichnet werden. Bei dieser Bauweise kann die
Abdichtung des Bauwerks durch Maßnahmen an der Außenwand, oder durch die wasserun
durchlässige Ausgestaltung des Kernbetons erreicht werden.
Die Beanspruchung der Abdichtung wird durch unterschiedliche Lastfälle definiert. So unterscheiden
sich Abdichtungen gegen nichtdrückendes Wasser gegenüber Abdichtungen gegen drückendes Wasser
in sofern, daß der Keller bei einer Abdichtung gegen drückendes Wasser völlig in Wasser eingetaucht
werden kann, ohne daß sich an der Innenseite Feuchtigkeit zeigen darf, wobei die Abdichtung gegen
nicht drückendes Wasser lediglich von oben am Gebäude herunterfließendes Wasser von der
Gebäudeinnenseite fernhalten muß.
Wobei sich bei der Abdichtung gegen drückendes Wasser mittlerweile mehrere Verfahren bewährt
haben, erfolgt die Abdichtung derartiger Keller gegen nichtdrückendes Wasser heute nahezu
ausschließlich durch das Aufbringen von dichtenden Anstrichen an der Außenseite der Kellerwand.
Die Abdichtung der Wände von der Außenseite kann nicht in einem Zug mit dem Verfüllen der
Hohlwände erfolgen. Ein erneuter Einsatz auf der Baustelle ist erforderlich bei dem zusätzlich die
Witterungsverhältnisse die Verarbeitung der Dichtungsmasse zulassen müssen. So ist z. B. eine
Verarbeitung von Dichtungsmassen bei Frost, oder Regen nur mit besonderen Vorkehrungen möglich.
Nichtdrückendes Wasser z. B. Spritzwasser, wird an der Außenschale der Kellerwand und in den
senkrechten Stoßfugen bis zur Unterkante der Schale abgeleitet. Dies erfolgt vorzugsweise zum
Beispiel
durch Anbringen einer Abdeckung der Fuge an der Innenseite der Außenschale
Vorteil: Bereits in der Platte vormontierbar, vor mechanischer Beschädigung geschützt.
durch Anbringen einer Rinne in der Fuge zwischen den Außenschalen
Vorteil: Bereits beim Stellen der Fertigteile wird die Fuge sowohl optisch, als auch funktional fertiggestellt.
durch Anbringen einer Abdeckung der Fuge an der Außenseite der Außenschale
Vorteil: Bereits beim Stellen der Fertigteile wird die Fuge sowohl optisch, als auch funktional fertiggestellt. Durch Form und Material kann die Fuge optisch frei gestaltet werden.
durch Überspachteln der Fugen an der Außenseite der Außenschale.
Vorteil: Keine Formteile erforderlich. Durch die Wahl des Materials ist die Optik der Fuge frei zu gestalten.
durch eine besondere Formgebung der Außenschalen im Fugenbereich, z. B. als Nut und Feder oder durch gegenläufiges Anschrägen der Außenschalen im Fugenbereich oder durch z. B. L-Versatz der Außenschalen im Fugenbereich.
Vorteil: Keine zusätzlichen Maßnahmen zur Abdeckung der Fuge mehr erforderlich.
durch Anbringen einer Abdeckung der Fuge an der Innenseite der Außenschale
Vorteil: Bereits in der Platte vormontierbar, vor mechanischer Beschädigung geschützt.
durch Anbringen einer Rinne in der Fuge zwischen den Außenschalen
Vorteil: Bereits beim Stellen der Fertigteile wird die Fuge sowohl optisch, als auch funktional fertiggestellt.
durch Anbringen einer Abdeckung der Fuge an der Außenseite der Außenschale
Vorteil: Bereits beim Stellen der Fertigteile wird die Fuge sowohl optisch, als auch funktional fertiggestellt. Durch Form und Material kann die Fuge optisch frei gestaltet werden.
durch Überspachteln der Fugen an der Außenseite der Außenschale.
Vorteil: Keine Formteile erforderlich. Durch die Wahl des Materials ist die Optik der Fuge frei zu gestalten.
durch eine besondere Formgebung der Außenschalen im Fugenbereich, z. B. als Nut und Feder oder durch gegenläufiges Anschrägen der Außenschalen im Fugenbereich oder durch z. B. L-Versatz der Außenschalen im Fugenbereich.
Vorteil: Keine zusätzlichen Maßnahmen zur Abdeckung der Fuge mehr erforderlich.
Sofern Abdeckungen der Fuge benötigt werden, können diese vorzugsweise wie folgt befestigt
werden:
durch Eingießen von Formteilen an der Innen- bzw. der Außenseite der Außenschale.
Vorteil: Keine zusätzlichen Arbeiten auf der Baustelle.
Durch mechanische nachträgliche Befestigung einer Abdeckung der Fuge an der Innen- bzw. Außenseite der Außenschale z. B. durch Nageln, Dübeln, Schießen, Klemmen oder Einstecken in entsprechende Aussparungen.
Vorteil: Alle erforderlichen Maßnahmen sind frei auf der Baustelle durchführbar.
Kleben mit z. B. Epoxidharz, Silikone, Bitumen, mineralische Kleber
Vorteil: Keine mechanische Beschädigung der Platte nötig.
durch Eingießen von Formteilen an der Innen- bzw. der Außenseite der Außenschale.
Vorteil: Keine zusätzlichen Arbeiten auf der Baustelle.
Durch mechanische nachträgliche Befestigung einer Abdeckung der Fuge an der Innen- bzw. Außenseite der Außenschale z. B. durch Nageln, Dübeln, Schießen, Klemmen oder Einstecken in entsprechende Aussparungen.
Vorteil: Alle erforderlichen Maßnahmen sind frei auf der Baustelle durchführbar.
Kleben mit z. B. Epoxidharz, Silikone, Bitumen, mineralische Kleber
Vorteil: Keine mechanische Beschädigung der Platte nötig.
Zur Abdeckung der Fugen können grundsätzlich alle Materialien verwendet werden, vorzugsweise
eignen sich hierfür:
Blech, Holz, Kunststoff. Faserzement,
Spachtelmassen aus z. B. Zement, Bitumen, Silicon, Polyurethan, Kautschuk usw.
Blech, Holz, Kunststoff. Faserzement,
Spachtelmassen aus z. B. Zement, Bitumen, Silicon, Polyurethan, Kautschuk usw.
Die Abdichtung der Horizontalen Fuge zwischen Bodenplatte und Kernbeton des Fertigteils wird
vorzugsweise z. B. wie folgt ausgebildet:
Durch ein Fugensystem z. B.:
PENTAFLEX, Fugenbleche, PVC Fugenbänder, Kautschuk Fugenbänder, Injektionsschläuche, Quellbänder, Betonaufkantungen.
Durch ein Fugensystem z. B.:
PENTAFLEX, Fugenbleche, PVC Fugenbänder, Kautschuk Fugenbänder, Injektionsschläuche, Quellbänder, Betonaufkantungen.
Bei Hohlwänden ist aufgrund der Wasserundurchlässigkeit der Betonschalen das Eindringen von
Wasser in das Bauwerk ausschließlich über die umlaufenden Fugen der einzelnen Fertigteile möglich.
Die senkrechten Fugen zwischen den Fertigteilen werden vorzugsweise mit einer Abdeckung an der
Außenschale in oben beschriebener Art so überdeckt bzw. durch besondere Formgebung der
Außenschale im Fugenbereich, daß am Gebäude abfließendes Wasser an der Abdeckung bzw. an
der Fugenkante nach unten über die Bodenplatte abgeführt wird.
Die waagrechten Fugen zwischen den Fertigteilen und der Bodenplatte werden vorzugsweise mit
einem Fugenband der oben beschriebenen Art, das z. B. 10 cm in den Kernbeton der Hohlwände
hineinragt, so abgedichtet, daß zwischen Bodenplatte und dem Kernbeton der Hohlwände kein Wasser
mehr eindringen kann.
Im Wand-/Sohlenanschluß wird vorzugsweise das von der senkrechten Abdeckung abgeleitete Wasser
automatisch über die Bodenplatte ins Erdreich geführt, da die senkrechte Abdeckung vor dem
horizontalen Fugenband zur Außenseite des Bauwerks angeordnet ist, und bis unter die Oberkante des
horizontalen Fugensystems geführt wird.
Bei dem Verfahren macht es keinen Unterschied, ob die senkrechte Abdeckung der Fuge bereits im
Fertigteilwerk oder erst bei der Montage der Elemente auf der Baustelle eingebaut wird.
Dieses hier beschriebene Abdichtungssystem läßt sich in gleicher Weise für Fertigteilwände aus
Massiv Beton anwenden, sofern in der Unterseite der Fertigteile eine Aussparung für das horizontale
Fugensystem vorgesehen wird.
1
Fuge
2
Abdeckung
3
Außenschale
4
Innenschale
5
Erstes Fertigteil
6
Zweites Fertigteil
7
Fugenband
8
Bodenplatte
9
Bewährung
Fig. 1 zeigt die Vorderansicht Kellerwand/Bodenplatte
Fig. 2 zeigt den Schnitt A-A durch die Kellerwand/Bodenplatte bei
einer beispielhaften Anordnung der Abdeckung zum Fugenband.
Fig. 3 zeigt den Schnitt B-B durch ein Fertigteil mit einer beispielhaften
Anordnung Abdeckung/Fugenblech.
Fig. 4 zeigt verschiedene beispielhafte Anordnungen der Abdeckung.
Fig. 5 zeigt beispielhafte Ausgestaltungen der Fertigteile ohne Abdeckungen.
Claims (4)
1. Verfahren zur Abdichtung von Hohlwänden gegen nichtdrückendes Wasser
dadurch gekennzeichnet, daß
einem horizontalen Fugenband (7) im Wand-/Sohlenanschluß der vertikalen Abdeckung (2)
in der senkrechten Stoßfuge höhenversetzt zur Gebäudeaußenseite vorgelagert ist.
2. Verfahren zur Abdichtung von Hohlwänden nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß
die senkrechten Fugen zwischen den Fertigteilen an der Außenschale (3) abgedeckt werden.
3. Verfahren zur Abdichtung von Hohlwänden nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, daß
die horizontalen Fugen zwischen den Fertigteilen und der Bodenplatte (8) mit einem
Fugensystem abgedichtet werden, welche in den Kernbeton der Hohlwände hineinragt.
4. Verfahren zur Abdichtung von Hohlwänden nach Anspruch 1 oder 2 oder 3 dadurch gekennzeichnet, daß
die Abdeckungen (2) der senkrechten Fugen außerhalb der horizontalen Fugenabdichtung
angeordnet ist, und erst unter deren Oberkante endet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000113623 DE10013623A1 (de) | 2000-03-18 | 2000-03-18 | Verfahren zur Abdichtung von Fugen in Kellern aus Hohlwänden gegen nichtdrückendes Wasser |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE2000113623 DE10013623A1 (de) | 2000-03-18 | 2000-03-18 | Verfahren zur Abdichtung von Fugen in Kellern aus Hohlwänden gegen nichtdrückendes Wasser |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10013623A1 true DE10013623A1 (de) | 2001-09-20 |
Family
ID=7635527
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000113623 Withdrawn DE10013623A1 (de) | 2000-03-18 | 2000-03-18 | Verfahren zur Abdichtung von Fugen in Kellern aus Hohlwänden gegen nichtdrückendes Wasser |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10013623A1 (de) |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE7703332U1 (de) * | 1977-02-03 | 1977-08-18 | Jahn & Bonness Kg, 1000 Berlin | Abdichtstreifen fuer fugen zwischen bauteilen |
| DE4016388A1 (de) * | 1989-05-24 | 1990-11-29 | Willibald Fischer | Schalung |
| DE29710007U1 (de) * | 1997-06-03 | 1997-08-07 | Technische Produkte Handelsgesellschaft mbH, 22335 Hamburg | Stellblech zur Arbeitsfugenabdichtung im Betonbau |
| DE29817227U1 (de) * | 1998-09-25 | 1999-01-07 | Fischer, Gert, 71067 Sindelfingen | Abdichtelement zum Abdichten von Arbeitsfugen |
| DE19935578A1 (de) * | 1998-08-01 | 2000-03-16 | Fischer Gert | Fugenblech zum Abdichten von Arbeitsfugen |
-
2000
- 2000-03-18 DE DE2000113623 patent/DE10013623A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE7703332U1 (de) * | 1977-02-03 | 1977-08-18 | Jahn & Bonness Kg, 1000 Berlin | Abdichtstreifen fuer fugen zwischen bauteilen |
| DE4016388A1 (de) * | 1989-05-24 | 1990-11-29 | Willibald Fischer | Schalung |
| DE29710007U1 (de) * | 1997-06-03 | 1997-08-07 | Technische Produkte Handelsgesellschaft mbH, 22335 Hamburg | Stellblech zur Arbeitsfugenabdichtung im Betonbau |
| DE19935578A1 (de) * | 1998-08-01 | 2000-03-16 | Fischer Gert | Fugenblech zum Abdichten von Arbeitsfugen |
| DE29817227U1 (de) * | 1998-09-25 | 1999-01-07 | Fischer, Gert, 71067 Sindelfingen | Abdichtelement zum Abdichten von Arbeitsfugen |
Non-Patent Citations (3)
| Title |
|---|
| BENZ,G.H.: Verfahren zum Verbinden von Betonfertigteilen mit Fugenbändern aus Thermoplastischem Material. In: Sonderdruck aus H.4/1959, Jg.9, beton, Herstellung, Verwendung * |
| Engineering News Record, 13.8.59, S.95 * |
| Prospekt: Dichte Bauwerke, 1994, contec Bauwerksabdichtungen GmbH * |
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Legal Events
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