DE3002739C2 - Wasserundurchlässige Baukonstruktion - Google Patents
Wasserundurchlässige BaukonstruktionInfo
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Classifications
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- E04—BUILDING
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- E04H4/0093—Swimming or splash baths or pools made of concrete with walls and floor prefabricated
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Description
Die Erfindung betrifft eine wasserundurchlässige Baukonstruktion für Flüssigkeitsspeicherbecken,
Schwimmbecken oder ähnliche Bauwerke, dessen Seitenwand aus vorgefertigten Stahlbetonplatten besteht,
wobei die Fugen zwischen zwei benachbarten Platten mit Beton ausgegossen und in der Seitenwand
Kanäle vorgesehen sind, die zur Ableitung von eindringender Flüssigkeit miteinander verbunden sind
und mindestens einen Auslaß aufweisen.
Eine Baukonstruktion der vorgenannten Gattung ist bereits bekannt. Diese Baukonstruktion ist jedoch auf
zylindrische Bauwerke, wie beispielsweise Wassertanks, Silos u. dgl. beschränkt. Die vorgefertigten Stahlbetonplatten
sind zur Bildung der Zylinderform des Tanks oder Silos in geringem Winkel zueinander angeordnet
und auf eine Fundamentplatte gestellt, die in Ortbeton hergestellt ist. Die in Zylinderform nebeneinander
gestellten Seitenwandplatten werden durch einen an ihrer Außenseite anliegenden ringförmigen Spanndraht
zusammengehalten (GB 8 94 105).
Diesem bekannten Stand der Technik gegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, bei einer
wasserundurchlässigen Baukonstruktion der eingangjs genannten Gattung unter Aufrechterhaltung der Drainagewirkung die Verbindungskonstruktion zwischen
den Platten so auszubilden, daß sie Bauwerke mit unterschiedlichen Formen und Größen bei weitgehender Ausnutzung von Fertigteilen ermöglicht Dies wird
erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Bodenplatte der Baukonstruktion ebenfalls aus vorgefertigten, mit
kanälen versehenen Stahlbetonplatten besteht und daß die ausgegossenen Fugen zwischen den StahlbetonDlatten der Seitenwand und der Bodenplatte als Stahlbetonrippen ausgebildet sind, die miteinander zu einem
starren Gitterwerk verbunden sind. Hierdurch wird mit einfachen Mitteln eine Baukonstruktion von besonders
hoher Stabilität erhalten, wobei die Platten in ihrem Verbir.dungsbereich eine gewisse Beweglichkeit haben
können. Da nicht nur die Seitenwände, sondern auch die Bodenplatte der Baukonstruktion aus vorgefertigten
Stahlbetonplatten besteht, wird durch die Erfindung eine Baukonstruktion erhalten, die praktisch vollständig
aus vorgefertigten Bauelementen besteht und damit in rationeller Weise hergestellt und aufgebaut werden
kanna Die Kanäle können etwa 50% des Volumens der Bauelemente ausmachen, wodurch Gewicht und Materialaufwand für die Baukonstruktion auf ein Minimum
herabgesetzt ist Dies ist insbesondere für den Transport und die Montage der Baukonstruktion von großer
Bedeutung.
Zweckmäßige weitere Ausgestaltungen der Baukonstruktion sind Gegenstand der Patentansprüche 2 bis 1?.
Die erfindungsgemäße Baukonstruktion ist auch bei der Herstellung unterirdischer oder unter dem Grundwasserspiegel befindlicher Bauwerke, z. B. Tunnel,
verwendbar. Dabei kann auch die Dach- oder Deckenkonstruktion aus den gleichen Bauelementen
bestehen wie die Seitenwände.
In der Zeichnung sind besonders vorteilhafte Ausführun^sbeispiele der Erfindung dargestellt, die im
folgenden näher beschrieben werden.
Es zeigt
F i g. 1 den Randbereich eines Beckens im Vertikalschnitt nach Linie I-l in F i g. 2,
F i g. 2 einen Horizontalschnitt durch die Wand dieses Beckens nach Linie H-II in F i g. 1,
F i g. 2a eine andere Anschlußmöglichkeit der Bodenplatten aneinander im Vertikalschnitt durch zwei
aneinander gesetzte Platten,
F i g. 3 eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Baukonstruktion im Vertikalschnitt durch den
Wandbereich des Becken;; nach Linie HMII in F i g. 4,
F i g. 4 einen Horizontalschnitt durch die Seitenwand nach Linie IV-IV in F i g. 3,
F i g. 5 eine dritte Ausführungsform für ein kleineres Becken im Vertikalschnitt durch den Boden- und
Seitenwandbereich dieser Ausführungsform nach Linie V-V in F i g. 6,
F i g. 6 einen Horizontalschnitt durch die Seitenwand der Ausführungsform gemäß F i g. 5 nach Linie VI-VI in
Fig. 5,
F i g. 7 eine vierte Ausführungsform eines für Wettbewerbe besonders geeigneten Schwimmbeckens
im Vertikalschnitt durch den Boden und die Seitenwand,
F i g. 8 einen abgesetzten Horizontalschnitt durch den Boden und die Seitenwand dieses Beckens nach Linie
VIl-VII in Fig. 7,
F i g. 9 die in F i g. 7 mit VIII bezeichnete Einzelheit in
größerem Maßstab,
F i g. 10 als weitere Ausführungsformen zwei Flüssigkeitsspeicherbecken mit unterschiedlicher Beckemiefe
im Vertikalschnitt,
Fig. 11 einen Horizontalschnitt nach Linie VIII-VIII
in F ig. 10,
F i g. 12 die in F i g. 10 mit XVI bezeichnete Einzelheit in größerem Maßstab,
ίο Fig. 13 die in Fig. 11 mit XVII bezeichnete
Einzelheit in größerem Maßstab,
F i g. 14 eine weitere Ausführungsform eines auf Füße gestellten Beckens im Horizontalschnitt durch die
Beckenseitenwände,
Fig. 15 einen Vertikalschnitt durch das Becken
gemäß F i g. 14 nach Linie X-X in F i g. 14,
Fig. 16 einen Vertikallängsschnitt durch das vorgenannte Becken nach Linie XI-XI in F i g. 14,
F i g. 17 im Querschnitt eine Ausbildung der Verbin
dung zwischen der Bodenplatte des Beckens und einer
Rippe des Gitterwerks,
Fig. 18 einen Querschnitt nauj Linie XII-XII in
F i g. 17 durch die vorgenannte Verbindung und
Fig. 19 einen Vertikalschnitt nach Linie IX-IX in
Fig. 13.
Bei den in F i g. 1 und 2 gezeigten Ausführungsbeispielen sind sowohl die Seitenwand a als auch die
Bodenplatte b des Beckens aus vorgefertigten Stahlbetonplatten 1 ausgeführt, in denen Kreisquerschnitt
aufweisende Kanäle 2 vorgesehen sind. Die Platten 1 sind in Draufsicht rechteckförmig und zumindest in
Richtung der Kanäle 2 — d. h. in Längsrichtung mit Spanndrähten 3 — vorgespannt, wobei jedoch eine
kreuzweise Vorspannung besonders günstig ist
Während die die Seitenwände a bildenden Stahlbetonplatten 1 hochkant angeordnet sind, wobei ihre
Kanäle 2 lotrecht verlaufen, verlaufen die Kanäle 2 der Platten 1 der Bodenplatte b in waagerechter Richtung.
Die die Seitenwände a bildenden Platten sfehen auf
einem kombinierten Streifenfundament 4. Als Fundament für die Bodenplatte b dient eine von dem
Streifenfundament 4 getrennte dünne untere Stahlbetonplatte 5, die auf einer sandigen Kiesschicht 7 ruht
Zwischen letzterer und der Beckenbodenplatte b ist eine
Kunststoffolie 6 vorgesehen, jedoch kann anstelle der
Folie auf die untere Stahlbetonplatte S buch eine
Kunststoffüberzugsschicht aufgetragen sein.
An den Stoßstellen der die Seitenwände a bildenden Stahlbetonplatten 1 ist je eine Stütze 8 angeordnet,
gegen die sich die beiden benachbarten Stahlbetonplatten 1 abstützen. Der untere Teil 8a jeder Stütze 8 ist mit
einem zentralen Hohlraum ausgeführt und der Querschnitt ihres oberen Teiles Sb ist U-förmig. Die Stützen 8
sind in vorgefertigte Fundamentteile 9 auf darin
ausgebildete Rippen 9d eingepaßt die auf Unterbeton
9b ruhen. Die Fundamentteile 9, die Stützen 8 und die Stahlbetonplatten 1 sind durch einen streifenfundamentartigen Betonkörper 9a zu einem einzigen kombinierten
Fundamentblock zusammengefaßt
F i g. 1 zeigt df 3 die Gründung der Stützen 8 und der Seitenwand a von derjenigen der Bodenplatte b des
Beckens getrennt ist so daß diese unterschiedlich belasteten Konstruktionen sich voneinander unabhängig setzen können.
Die bei diesem Ausführungsbeispiel vorhandene Deckenkonstruktion 10 belastet die Stützen 8 nicht, so
daß der auf diesen entlang laufende Stahlbetonbalken 11
im wesentlichen nur durch den auf die Seitenwand
wirkenden Wasserdruck belastet wird. Die von der Deckenkonstruktion 10 kommende Belastung wird über
die Stahlbetonplatten 1 durch das kombinierte Streifenfundament 4 auf den Baugrund übertragen. Außerhalb
der Beckenseitenwände a ist mit Hilfe der an den Stützen befestigten Versteifungsdrähte die Wärmeisolierschicht
12 angeordnet, die aus Schwamrnziegelplatten hergestellt sein kann und zusammen mit der durch
die Beckenwand a eingeschlossenen Luftschicht eine hervorragende Wärmeisolierwirkung gewährleistet.
Zum Sammeln und Ableiten des in die Kanäle 2 der Stahlbetonplatten 1 der Seitenwand a und der
Bodenplatte b einsickernden Wassers dient der in das Fundament 4 eingebettete und zur Wand a parallele
Sammelkanal 13, der zum Beispiel durch ein Kunststoffrohr oder ein Rinnensystem gebildet sein kann. In diese
münden die sich an die Kanäle 2 anschließenden Leitungen 13a und 13i>.
Zwischen dem Streifenfundament 4 und der Bodenplatte b ist eine Bewegungsfuge 14 vorgesehen, in der
eine Kunststoffkittausfüllung 14a vorzufinden ist. Diese ermöglicht zufolge ihrer elastischen Eigenschaften den
Ablauf der von den verschiedenen Senkungen der unterschiedlich belasteten Konstruktionen herrührenden
Bewegungen und gewährleistet hierbei eine vollkommene Wasserabdichtung.
Die Art und Weise des Anschlusses der Stahlbetonplatten 1 aneinander zeigt F i g. 2. Die Platten 1 sind an
ihren Längskanten mit Einschnitten 15£>und Rippen 15a
versehen, so daß zwischen den Platten ein schwalbenschwanzförmiger Zwischenraum 15 entsteht. Diese
Zwischenräume 15 sind mit Beton — vorteilhafterweise kunstharzgebundenem Beton — ausgefüllt, in welchen
je ein Betonstahlstab 16 eingesetzt ist, wodurch eine Stahlbetonrippe 17 gebildet wird und eine wasserdichte
Verbindung der Platten gewährleistet ist.
Die Fugen zwischen den Schmalseiten der Stahlbetonpiatten i der Bodenplatte b mit der Breite csind mit
Beton ausgefüllt, der auch in die in diesen Platten befindlichen Kanäle 2 eindringen kann, wodurch eine
Stahlbetonrippe 2a gebildet wird. Diese Lösung kommt bei geringeren Belastungen der Bodenplatte in Betracht.
Bei größeren Belastungen wird in die Kanäle 2 «in Rohrstück 2b eingesetzt (siehe F i g. 2a), während die
Fuge unterhalb und oberhalb des Rohrstückes mit Kunststoffbeton ausgefüllt wird.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 1 und 2 sind die durch die Stützen 8 abgestützten Stahlbetonplatten
1 in Querrichtung lasttragend, während der obere Stahlbetonbalken 11 nur in geringem Maße belastet ist
Diese Beckenkonstruktion eignet sich zum Beispiel vorzüglich für Trinkwasserspeicher, da hinsichtlich der
Gewährleistung der Wasserundurchlässigkeit diese Abstützungsart die idealste ist
Die in den Fig.3 und 4 dargestellte Konstruktion
stimmt hinsichtlich der Lage der die Seitenwände und den Beckenboden bildenden Stahlbetonplatten 1 mit
derjenigen gemäß den F i g. 1 und 2 überein, so daß in diesen Figuren die gleichen Konstruktionselemente mit
den in F i g. 1 und 2 benutzten Bezugszeichan versehen sind. Die Abweichung des Ausführungsbeispiels gemäß
F i g. 3 und 4 besteht darin, daß die Stahlbetonplatten 1 der Seitenwand als unten und oben eingespannte und in
Längsrichtung lasttragende Konstruktionen angesehen werden können. Im Streifenfundament 4a sind die
Wandplatten einbetoniert, wobei der Sammdkana! in
Form einer Rinne 13c gebildet ist Der am oberen Rand der Platten 1 vorgesehene Stahlbetonbalken 11a ist so
ausgebildet, daß er zum Teil in die Kanäle 2 eingreift. Demgemäß ist hier der Stahlbetonbalken lla belastet.
Als äußere Stützkonstruktion sind hier die in den Stahlbetonbalken lla eingespannten StahlbrMonstützen
8c verwendet, die hier nicht je Stahlbetonplatte I1
sondern in wesentlich größeren Abständen auf Fundamentkörper angeordnet sind. Der besseren Übersichtlichkeit
halber wurde die Deckenkonstruktion nicht dargestellt.
ίο Auch bei dieser Lösung ist die Gründung der
unterschiedlich belasteten Konstruktionen vollkommen voneinander getrennt.
Das Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 3 und F i g. 4 kann z. B. als Schwimmbecken verwendet werden, aber
auch als in die Erde eingesenktes Wasserspeicherbekken.
Beim Ausführungsbeispiel nach F i g. 5 und 6 sind die Seitenwände a aus auf ihre Schmalseite gestellte
Stahlbetonplatte 1 gebildet. Die Ausbildung der Bodenplatte υ isi wie diejenige bei der. Beispielen
gemäß Fig. 1 bis 4. In der Seilenwand a haben demgemäß die Kanäle 2 im wesentlichen eine
waagerechte Lage, wobei sie mit einem geringen, z. B. 1%igen Gefälle verlaufen, um einen Ablauf des
Sickerwassers zu gewährleisten. Aus diesem Grunde müssen bei dieser Ausführung in den Stützen 8c auch
senkrechte Sammelrohre 13e zum Sammeln des durchsickernden Wassers angeordnet sein, die an den im
FundanWmkörper 4d vorgesehenen Sammelkanal 13c/
angeschlossen sind. Aus den Kanälen 2 der Bodenplatte b wird das durchsickernde Wasser durch die Leitungen
\3g über die Sammelleitungen i3f abgeleitet, die
ebenfalls an den Sammelkanal VSd angeschlossen sind. Der besseren Übersichtlichkeit halber sind die aus
Kunststoffrohren gefertigten Leitungen 13e, i3fund i3g in die Richtung der Wasserableitung anzeigende Pfeile
aufweisenden unterbrochenen Linien dargestellt
Die Bodenplatte b ruht auf der Stahlbetonplatte 5, die Seitenwände a auf dem Streifenfundament 4b. Die
Stahlbetonplatten 1 der Seitenwand a sind an einen T-Querschnitt aufweisenden Stützen 8e angeschlossen.
Die Gründungen der verschiedene Belastungen aufweisenden Konstruktionen sind auch in diesem Falle
voneinander getrennt. Dieses Ausführungsbeispiel
•»5 weicht von den vorgehenden dadurch ab, daß es nicht
abgedeckt ist und keinen Stahlbetonbalken besitzt. Sie kann in erster Linie als Schwimmbecken verwendet
werden.
Im Sinne der Erfindung kann auch ein mit einer Segmentsseitenwand, einem sich an die Erdböschung
abstützenden schrägen Abschnitt und einer waagerechten Bodenplatte ausgeführtes Becken ausgebildet
werden, das zur Hälfte in das Erdreich eingesenkt ist, insbesondere ein solches Becken bei Wasserspeichern
größerer Ausdehnung verwendet werden kann. Sowohl die Seitenwände als auch die Bodenplatte werden hier
ebenfalls aus quaderförmigen vorgefertigten Stahlbetonplatten 1 hergestellt im sonstigen sind die Detaillösungen
mit den bereits beschriebenen identisch.
Das in F i g. 7 bis 9 gezeigte Becken hat mittelgroße
Abmessungen (Tiefe 2,0—3,0 m) und kann für Sportwettbewerbe
eingesetzt werden. Die Seitenwände a und die Bodenplatte b des Beckens sind ebenfalls aus
Stahlbetonplatten 1 aufgebaut in denen in deren Längsrichtung Kanäle 20 verlaufen. Diese sind im
Querschnitt vieleckfönnig und das bedeutet, wodurch das Volumen der Kanäle in diesen Platten größer ist und
eine Materialeinsparung eintritt In den Seitenwänden b
erstrecken sich die Kanäle 20 waagerecht. In jeder senkrechten Fuge zwischen je zwei Stahlbetonplatten 1
stützt eine Stahlbetonstütze 80 die benachbarten Stahlbetonplatten 1 ab, die daher in Längsrichtung
lasttragend s;nd. Die gleiche Lage weisen auch die s
Spanndrähte 3 auf. die in den Stegen der Platten liegen können (s. insbesondere F i g. 9).
Die Seitenwände b haben zwei übereinanderliegende Rechen von Stahlbetonplatten 1. Die Platten der unteren
Reihe sind dicker und daher tragfähiger, so daß im Becken ein umlaufender Treppenabsatz 22 entsteht.
Daß die Platten I auf ihren schmalen Längsseiten liegen, hat den Vorteil, daß in den Seitenwänden b weniger
Fugen vorkommen als wenn die Platten mit senkrecht verlaufenden Kanälen 2 verlegt werden, so daß auch die
Gefahr der Wasserdurchlässigkeit geringer wird.
Die Stahlbetonstutzen 80 sind in ihrem Querschnitt T-förmig. Sie dienen zum Teil zur Abstützung der
benachbarten Platten 1, zum Teil reichen sie in die Fuge zwischen je zwei Stahlbetonplatten 1 hinein. Ihre
Innenfläche ist bündig mit der Innenfläche der Seitenwandplatten, während ihre Außenfläche in
Fortsetzung der Außenkante des Streifenfundaments 40 verläuft (F i g. 8). Das Streifenfundament 40 ist hier von
der Bodenplatte nicht getrennt. Möglichkeiten für eine derartige Konstruktion bieten sich im Falle von
günstigen Bodenverhältnissen, was zweckdienlicherweise auch durch einen Austausch des Bodens erreicht
werden kann, an. Die äußeren Stahlbetonplatten 1 der Bodenplatte sind an die Innenseite des Streifenfundamems 40 angeschlossen, das auch den unteren
Stahlbetonbalken bildet, der durch die Stützen 80
versteift wird. Der Schenkel 80a der Stütze reicht in die eine Breite c aufweisende Fuge zwischen je zwei
benachbarten Stahlbetonplatten 1 der Bodenplatte b hinein (Fig.8) und geht durch das auch als Basiskranz
funktionierende Streifenfundament 40 hindurch. In der Bodenplatte b laufen quer zur Längsrichtung der Kanäle
2 Stahibetonrippen 2a, deren Beton beim Betonieren auf beiden Seiten auch in die Kanäle 2 der Platten 1
hineinfließt wie das in Fig.8 gut sichtbar ist. Die Gründung ist ansonsten gleich der gemäß Fig. 1, d.h„
daß unter der Bodenplatte b und dem Streifenfundament 40 eine Stahlbetonplatte 5 und unter dieser eine
sandige Kiesschicht 7 liegt. Zwischen der Stahlbetonplatte 5 und der Bodenplatte b ist eine Kunststoffolie
vorgesehen.
In der Seitenwand und in der Bodenplatte sind die Kanäle 2 in einer Linie angeordnet Die benachbarten
Kanäle sind auch hier durch in den Beton der Rippen 2a bzw. der Stützen 80 eingebettete Rohrstücke 2b
verbunden (F i g. 8). In den Stützen 80 laufen senkrechte Sammelrohre 13 e, in welche die Rohrstücke 2b münden.
An das durch die Rohrstücke 2b, die Kanäle 2 und die Sammelrohre 13e gebildete Kanalsystem sdiließen sich
die aus einem oder mehreren Stützen 80 austretenden Lüftungsrohre 23 an. Das Kanalsystem der Bodenplatte
b ist durch die im Streifenfundament 40 vorgesehenen Lüftungsrohre 24 mit der äußeren Atmosphäre verbunden. .
Die in den vorgefertigten Stahlbetonplatten 1 verlaufenden obersten Kanäle 20 sind als Rinnen 27 an
den oberen Plattenrändern ausgeführt. Dazu sind die obersten Stege der Stahlbetonplatten 1 stellenweise,
z. B. alle 3—4 m, auf einem höchstens 40 cm langen
Abschnitt mit Durchbrüchen 25 versehen (Fig.7). Haben die Kanäle einen Kreisquerschnitt, ist diese
Abänderung nicht erforderlich. Im Falle des Beispiels
gemäß F i g. 7 ist jedoch ein in den obersten Kanälen 20
durchgehend entlanglaufendes, z. B. aus Kunststoff gefertigtes Rohr 26 vorgesehen. Das durch die
Durchbrüche 25 in die Rinne 27 gelangende Wasser kann mittels eines nicht dargestellten Rohranschlusses
in einen Ausgleichsbehälter geleitet werden, der mit dem Becken zusammenbebaut werden kann. Die durch
die Durchbrüche gebildeten öffnungen sind mit einem nicht dargestellten Gitter abgedeckt.
Muß wegen betrieblichen Anforderungen entlang der Außenseite der Beckenwände ein Gang ausgebaut
werden, so kann diese Aufgabe verhältnismäßig einfach gelöst werden.
Bei einem in das Erdreich eingesenkten Becken wird hierzu die Stahlbetonplatte 5 über das Streifenfundament 40 hinaus betoniert (F i g. 7). Die dabei entstehende ausladende Platte 5a bildet den Boden des
Kontrollganges 28. Von dem Außenrand der Platte 5a geht die stabilisierte Erdböschung 29 aus, an deren
oberem Ende ein Stahlbetonbalken 21 entlangläuft. Auf dem oberen Ende der Stützen 80 ist der diese Pfeiler
zusammenhaltende weitere Stahlbetonbalken 11 vorgesehen. Auf den Balken 11 und 21 stützt sich die Decke 10
ab, die einerseits den Kontrollgang 28 abdeckt und andererseits neben dem Becken als Gang dient. Die
Decke 10 kann ebenfalls aus den gleichen Stahlbetonplatten 20 wie die Bodenplatte b bzw. die Wände a
bestehen.
Bei einem auf dem Erdboden aufgebauten Schwimmbecken ergibt sich unter dem Gang eine Höhe von etwa
2,6 m, so daß neben den Seitenwänden Ankleide- und Sozialräume sowie für Maschinen- und Gerätekammern
ausgebildet werden können.
In die waagerechte Fuge in den Seitenwänden a ist
außen ein Schaumgummiband 30 eingelegt, während innen eine Betonausfüllung 31 vorgesehen ist, die
gleichzeitig den Treppenabsatz 22 bildet und in welcher der in Längsrichtung entlanglaufende Betonstahl 32
eingelegt ist. Die an den Plattenrändern verlaufenden Rippen 33 und 34 begrenzen die Betonausfüllung 31.
Das Schaumgummiband 30 wird durch die oberen Stahlbetonplatten 1 zusammengedrückt, wodurch seine
Dichte und Wasserundurchlässigkeit steigt. Anstelle des Schaumgummibandes kann auch ein Bleiblechstreifen
verwendet werden.
In F i g. 10 bis 13 sind Speicherbecken größerer Tiefe dargestellt, bei denen die Stahlbetonplatten 1 der
Seitenwände a ebenfalls liegend, d. h. in Längsrichtung Easttragend angeordnet sind und waagerecht verlaufende Kanäle 2 haben. Auf der linken und der rechten Seite
der Fig. 10 und 11 sind voneinander abweichende
Ausführungsvarianten zu sehen. Bei der linksseitigen Variante sind in den senkrechten Fugen zwischen je
zwei Seitenwandstahlbetonplatten außen je eine Stahlbetonstütze 35,80 angeordnet, die unten im Streifenfundament 40 gelagert und oben durch einen kranzförmigen Balken 11 zusammengefaßt sind. Die Bodenplatte b
ist auch hier nicht von dem Fundament 40 getrennt Abweichend ist jedoch hier die Anordnung eines
zwischenliegenden Kranzbalkens 112, der mit den
Stützen 80, dem oberen Kranzbalken 11 und dem Streifenfundament 40 zusammen ein Stahlbetongitterwerk bildet, das die Seitenwände a und die Bodenplatte
b rahmenartig umfaßt Der Zwischenkranz und bzw. oder die Stützen können auch aus vorgefertigten
Stahlbeton- oder Stahlbaiken bestehen, der obere Kranz und das Streifenfundament müssen jedoch aus
Ortbeton gefertigt werden.
Die unteren — waagerecht nach innen ragenden — Teile der Stützen 80 greifen in die Bodenplatte b hinein,
wodurch die Stützen in der Bodenplatte eingespannt sind und die auf den am meisten belasteten Basiskranz
entfallende Belastung vermindert wird. Diese Konstruktion wird zweckmäßigerweise verwendet, wenn das
Becken auf einem gut belastbaren, ein gleichmäßiges Einsinken gewährleistenden Boden errichtet wird und
seine Wandt höchstens 3—4 Platten (3,0—4,0 m) hoch
sind.
Da das auf der linksseitig von Fig. 10 und 11
sichtbare Becken zur Belüftung von Abwasser dient, sind an jede zweite senkrechte Fuge der Seitenwand a
nach innen reichende Leitwände 36 angeschlossen, die den Strömungsweg des Wassers im Becken verlängern.
Anstelle der Leitwände 36 — oder neben diesen — können sich über die gesamte Breite des Beckens
erstreckende Trennwände 38 eingebaut werden, deren Bauelemente in die Stahlbetonrippen 2a der Bodenplatte
b eingebettet bzw ihre in die Fugen eingesetzten
Stahlbewehrungen in die Teile 80a der Stützen 80 sowie in die Stahlbetonrippen 2a der Bodenplatte b eingespannt
werden müssen (siehe F i g. 8).
Fig. 12 zeigt die waagerechte Fungendichtungsausführung
beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 10. Die einander gegenüberliegenden schmalen Längsseiten der
Stahlbetonplatten 1 sind sägezahnförmig ausgebildet und mit Rippen 33 und 34 versehen. Auf der äußeren
wasserabgewandten Seite ist zwischen den Rippen 34 auch hier ein Schaumgummiband 30 oder Bleiblechstreifen
vorgesehen, während von der anderen Seite ein Gummiseil 37 in die Fuge eingetrieben und der zwischen
dem Gummiseil und der inneren Wandoberfläche befindliche Raum hiernach mit Ortbeton zur Bildung
einer Stahlbetonrippe 17 ausgefüllt wird. Diese Lösung erhöht die Wasserundurchlässigkeit.
Die auf der rechten Seite von Fig. 10 und 11 zu
sehende Beckenkonstruktion eignet sich für eine Errichtung auf unsicherem, z. B. lehmigem Boden, wo
ein ungleichmäßiges Einsinken zu erwarten ist oder für Beckenseitenwände mit mehr als vier übereinander
liegenden Wandplatten. Hier sind die Gründungen der unterschiedliche BelaiCungen erfahrenden Seitenwände
a und Bodenplatte b voneinander durch eine mit Kunststoffkitt ausgefüllte Bewegungsfuge 14 getrennt,
wie das im Falle der Becken gemäß F i g. 1 und 5 der Fall ist. Die aus vorgefertigten Stahlbetonplatten 1 aufgebaute
Seitenwand und Bodenplatte sind hier ebenfalls durch äußeres Gitterwerk versteift welches jedoch
nicht aus Ortbeton, sondern zum Teil aus Stahlbalken besteht Das Streifenfundament 4 des Beckens kann wie
dasjenige gemäß F i g. 1 und 2 ausgeführt sein und als unterer Kranzbalken wirken, während der obere
Kranzbalken ebenfalls aus Stahlbeton hergestellt ist Die Zwischenstützen 39 und Eckstützen 39a können
z. B. aus U- und bzw. oder I-Pfrofilstahlträgern
bestehen. Der Zwischenkranzbalken Hb ist ebenfalls aus Stahl. Die Stützen 39 und 39a sind unten in das
Streifenfundament 4 und oben in den Kranzbalken 11 eingespannt Das Becken ist mit einer Deckenkonstruktion
10 abgedeckt
Wie sich aus F i g. 13 (Detail XVII) ergibt, weisen die
Stützen 39 jeweils zwei U-förmige Stahlträger 41 auf, die mit einem ihrer Schenkel unter Zwischenfügung
eines Gummibandes 30 auf den die Seitenwand b bildenden Platten 1 anliegen, in denen die Kanäle 20 mii
den in ihnen angeordneten Verbindungs^ohren 26 im
wesentlichen waagerecht verlaufen. Die Stahlträger 41 sind mit Hilfe von Gurten 42a, 42i>und Spannschrauben
43 an das Gummiband angepreßt, wodurch die Wasserundunhlässigkeit und eine Montagebefestigung
der Platten 1 gewährleistet wird. Die Wasserundurchlässigkeit der Fuge kann dadurch erhöht werden, daß
man unter das Gummiband 30 von außen eine elastische Kittdichtung in die Fuge einbringt und den durch die
Stahlträger 41 teilweise abgegrenzten Raum mit Ortbeton 44 ausfüllt.
ίο In die breite Fuge der Seitenwand sowie in den Lagerund
Deckenbalken mit der Breite c kann die innere Trennwand 45 konstruktiv eingebaut werden. Die
Decke 10 und die Seitenwände b sowie die Innenwände 45 übertragen ihre Belastung über die Fundamentbalken
4 auf den Baugrund unabhängig von der Bodenplatte b. Die Gefällerichtung der Kanäle 20 in den Seitenwinden
a bzw. in der Bodenplatte b ist in Fig. 13 mit den Pfeilen e bezeichnet. Das Gefälle kann zum Beispiel ca.
1% betragen.
Die Bewegung des Beckens gemäß F i g. 10 und 11 ist in Fig. 19 veranschaulicht, die den Querschnitt nach
Linie IX-IX in Fig. 13 darstellt und unterschiedliche Stahlbetonplatten 1 sowie zwei verschiedene Bewegungsfugenformen
zeigt (s. auch F i g. 9 und 12). In beide
Bewegungsfugen 14 sind Gummiseile 37 eingetrieben und der darüber befindliche Spalt ist mit wasserdichtem
Mörtel 46 ausgegossen. Das eingetriebene Gummiseil 37 ermöglicht eine Bewegung und verhindert zusammen
mit dem Mörtelausguß ein Durchsickern des Wassers.
Fig. 14 bis 16 zeigen geringere Grundfläche aufweisendes,
auf zwei zueinander parallele Säulenreihen gestellte Becken. Die in den Fig. 15 und 16 sichtbaren
linksseitigen Säulen 47 sind in vorgefertigte Stahlbetonfundamente 48 eingesetzt, die rechtsseitigen Säulen 47
hingegen an Stahlbetonfundamentkörper 49 angeschlossen. Die Säulen 47 jeder Reihe ruhen auf einem
gemeinsamen Stahlbeton-Streifen 50. Am oberen Ende der Säulen 47 jeder Säulenreihe erstreckt sich ein
Hauptbalken 51,52.
Bei dem auf Säulen stehenden Becken kann sowohl seine Gründung als auch seine gesamte darüber
befindliche Konstruktion aus vorgefertigten Bauelementen bestehen. Erdarbeiten sind nur an den Stellen
der Fundamente erforderlich. Es können zwei oder
-»5 mehr Säulenreihen vorgesehen sein.
In Fig. 17 ist eine Säule 47 und ein mit Konsole versehener längslaufender Stahlbetonbalken 52 sowie
der Anschlußknotenpunkt der Bodenplatte b in größerem Maßstab zu sehen. Die beiden benachbarten
Stahlbetonplatten 1 liegen auf dem Balken 52 auf. Zwischen ihnen ist eine die Breite c aufweisende Fuge
vorhanden, in welche die Bewehrungsstäbe 53 der Säule 47 hineinragen, die auch durch den Balken 52
hindurchgeführt sind. Durch Ausbetonieren dieser Fuge ist der Stahlbetonbalken 2a gebildet dessen Beton auch
in die Kanäle 2 der Stahlbetonplatten 1 hineindringt und die Betonkerne 2d bildet In die Betonkerne 2d
hineinreichende Stahleinlagen 54 sind in die Balken 2a eingebettet Auf die Oberseite des Balkens 52 ist
zwischen Gummibändern 30 oder Bleiblechstreifen wasserdichter Kunststoffmörtel 55 aufgetragen, wodurch
unter dem Druck der Stahlbetonplatten 1 eine vollständige Wasserundurchlässigkeit gewährleistet
wird.
Zwischen den Längsrändern der benachbarten Stahlbetonplatten 1 ist eine Fuge mit der Breite /
vorhanden, die zur Bildung einer Stahlbetonrippe 2c mit Kunststoffbeton und darin eingebetteter Bewehrung 56
Όν. ;e mit ei.,em Gummiband 30 oder einem Bleiblechstivifen
ausgefüllt ist. Die Abmessung / ist wesentlich kleiner als die Abmessung c(Fig. 17). In der linksseitig
gezeigten Stahlbetonplatte 1 sind die Kanalverbindungen durch Kunststoffrohre 2b, in der rechtsseitig
gezeigten Stahlbetonplatte 1 durch Freiräume 2f gebildet.
Das in Fig. 14 bis 16 gezeigte Becken kann im
übrigen konstruktionsmäßig mit dem Becken gemäß F i g. 7 bis 9 identisch sein. Für gleiche Konstruktionsteile
sind dieselben Bezugszahlen verwendet. Die zwischen den Stahlbetonplatten 1 vorliegenden waagerechten
Fugen können sowohl in den Seitenwänden a als auch in der Bodenplatte b wie in Fig.9 oder Fig. 12
abgedichtet sein. Abhängig davon, ob in den Platten Kanäle 2 nvt Kreisquerschnitt oder mit Vieleckquerschnitt
vorgesehen sind.
Die Auflagerung des Beckens auf Säulen hat den Vorteil, daß die wasserabgewandte Seite der Beckenwände
keinen Bodenkontakt hat, und somit nicht von Bodenfeuchtigkeit beaufschlagt wird. Zu den nahe
dieser w?«serabgewandten Seite liegenden Betonbewehrungsstäben
gelangt weder von außen noch von innen Feuchtigkeit, weil diese durch die Kanäle 20
abgeleitet wird.
In der Decke und in den Seitenwänden der Becken nach F i g. 7 bis 19 sind gespannte Drähte 3 nur auf der
wasserabgewandten Seite vorhanden. Das eingesickerte Wasser läuft durch die Kanäle 20 in der Stahlbetonplatte
1 ab, bevor es zu den Spanndrähten kommen könnte, d. h. daß deren Umgebung trocken bleibt.
Die Erfindung bezieht sich nicht nur auf Wasserspeicherbecken, sondern auf sämtliche Bauwerke, deren
Wände und bzw. oder Decken bzw. Bodenplatten flüssigkeitsundurchlässig sein sollen.
Die Erfindung kann daher auch bei Tunnelbauten, auf Grundwasser errichteten Ingenieurbauten, z. B. Schleusenkammern
usw. verwendet werden. Mit der erfindungsgemäßen Baukonstruktion können sowohl im
Querschnitt als auch im Grundriß bogenförmige Bauwerke errichtet werden, da die vorgefertigten
Stahlbetonplatten beliebige Form, auch Bogenform aufweisen können.
Das erfindungsgemäße Bauwerk kann z. B. auch als ein Unterpflastertunnel oder ein ähnliches Bauwerk mit
geschlossenem Profil ausgeführt werden. Zur Herstellung von solchen Bauwerken kann auch die Schlitzwandtechnologie
angewandt werden. Dabei können in der Trasse der senkrechten Wände des Bauwerks in
Arbeitsgruben längslaufenden Hauptbalken betoniert und in diese, noch vor Verfestigung des Betons, die
vorgefertigten mit Kanälen versehenen Stahlbetonplatten so eingesetzt werden, daß die Kanäle in im
wesentlichen senkrechter Stellung bleiben. Die Fugen zwischen den vorgefertigten Stahlbetonplatten werden
mit Beton bzw. Stahlbeton ausgefüllt Dadurch werden in den Wänden Stahlbetonstützen ausgebildet, deren
Armierung oben aus der Wand herausragt und in die auf den Wänden entlanglaufenden Stahlbetonbalken eingespannt
wird. Werden die Säulen bzw. Stützen ir, den parallel zueinander verlaufenden Wänden einander
gegenüberliegend ausgebildet, so können sie mit ebenfalls aus Stahlbeton gefertigten Querbalken verbunden
werden, so daß rahmenartige Konstruktionen entstehen. Nach der Entwässerung kann die Bodenplatte
sowohl aus Stahlbeton als auch aus Stal.lbetonplatten
mit Kanälen gebildet werden. Auch die Deckenplatte kann aus Stahlbeton oder Stahlbetonplatten mit
ίο Kanälen bestehen.
Wird die Bodenplatte aus vorgefertigten Kanäle aufweisenden Stahlbetonplatten gefertigt, so ist es
zweckmäßig, auch in der Bodenplatte Stahlbeton-Querbalken an den Stellen vorzusehen, wo in den
Plattenhohlräumen ausgebildet Stützenpaare vorhanden sind. Der Ortbeton der Balken dringt auch hier in
die Hohlräume der Platten ein und kann auch bewehrt werden, z. B. auf die in F i g. 17 gezeigte Weise. Dadurch
wird die Starrheit der Konstruktion weiter erhöht. Muß mit einem bedeutenden äußeren Wasserdruck gerechnet
werden, der von unten auf die Bodenplatte einwirkt, so ist es zweckdienlich, die Bodenplatte aus zwei Lagen
von vorgefertigten Stahlbetonplatten mit Kanälen herzustellen, zwischen welchen eine wasserundurchlässige
Mörtelschicht angeordnet ist. Auch in diesem Falle können in der Bodenplatte in Querrichtung zur
Versteifung dienende Lagerbalken ausgebildet werden, deren Höhe eine zweifache Plattenstärke hat, wobei die
in die Kanäle einfließenden, eventuell bewehrten, Ortbetonkerne an je zwei Stellen in verschiedenen
Höhen entstehen. Die zweilagigen Bodenplatten können jedoch auch so angeordnet werden, daß die Kanäle
in den einzelnen Lagen zueinander senkrecht verlaufen. Mit zwei Plattenlagen kann erreicht werden, daß der
Wasserdruck durch Eindringen in die Kanäle der unteren Lage bereits weitgehend vermindert wird und
aus den Kanälen der oberen Lage die eventuell eingedrungene kleine Wassermenge leicht abgeleitet
werden kann.
Insbesondere bei Becken geringerer Höhe, wo die Kanäle in den Seitenwänden waagerecht verlaufen, sind
aus der Wandebene herausragende Stützen nicht unbedingt erforderlich. Vielmehr können hier die
Stützen in der Wand selbst in Wandbreite ausgebildet sein. In diesem Falle ist es zweckdiu.lich, die
Fugenbreite größer als üblich zu wählen. Dabei dringt der Ortbeton der Stütze beiderseits in die einander
gegenüberliegenden Hohlräume ein, wobei analog zu Fig. 17 in den in die Hohlräume hineinreichenden
Betonkernen Bewehrungsstähle angeordnet werden können. Die senkrechte Stützenbewehrung ist auf der
unter Zugspannung stehenden Wandseite, d. h. z. B. bei Flüssigkeitsspeicherbecken auf der wasserabgewandten
Seite anzuordnen. In einer Linie mit den Stützen sind in der Bodenplatte zweckdienlicherweise sich an die
Stützen anschließende, die gleiche Breite wie diese aufweisende Stahlbeton-Lagerbalken anzufertigen, wodurch
sich die mehrfach erwähnten U-förmigen Verstärkerkonstruktionen ergeben.
Hierzu 9 Blatt Zeichnungen
Claims (19)
1. Wasserundurchlässige Baukonstruktion für Flüssigkeitsspeicherbecken, Schwimmbecken oder
ähnliche Bauwerke, dessen Seitenwand aus vorgefertigten Stahlbetonplatten besteht, wobei die Fugen
zwischen zwei benachbarten Platten mit Beton ausgegossen und in der Seitenwand Kanäle vorgesehen
sind, die zur Ableitung von eindringender Flüssigkeit miteinander verbunden sind und mindestens
einen Auslaß aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenplatte (b) ebenfalls
aus vorgefertigten, mit Kanälen (2, 20) versehenen Stahlbetonplatten (1) besteht und daß
die ausgegossenen Fugen zwischen den Stahlbetonplatten (1) der Seitenwand (a) und der Bodenplatte
(b) als Stahlbetonrippen (2a, 2c, 17) ausgebildet sind,
die miteinander zu einem starren Gitterwerk verbunden and.
2. Baukonstruktion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Platten (1) und
den Rippen Bewegungsfugen (14) vorgesehen sind.
3. Baukonstruktion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Seitenwände (a)
bildenden Platten (1) entlang ihrer lotrechten Kanten an Stützen (8, &c) abgestützt und die Kanäle
(2) in der Wand (a) im wesentlichen lotrecht angeordnet sind.
4. Baukonstruktion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Seitenwände (a)
bildenden Platten (1) unten und oben abgestützt und die Kanäle (2) in dtr Warcj (a) im wesentlichen
lotrecht angeordnet sirrJ.
5. Baukonstruktion nach A .sprach 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Seitenwände (a)
bildenden Platten (1) übereinander angeordnet sind, und die Kanäle (2, 20) im wesentlichen waagerecht
verlaufen.
6. Baukonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanäle (20)
mit belüfteten Dunstableitungsrohren (23) verbunden sind.
7. Baukonstruktion nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Seitenwände (a) und die Stützen (8) auf vorgefertigten Fundamentteilen (9) ruhen und der Bereich über
den Fundamentteilen (9) zu einem die Rippe zwischen Seitenwand (a) und Bodenplatte (b)
bildenden Fundamentbalken (4) ausbetoniert ist {Fig. 1).
8. Baukonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 7. dadurch gekennzeichnet, daß die sich
senkrecht zu den Kanälen (2, 20) erstreckenden Rippen {2a) mit rohrförmigen Ansätzen (2b) in die
Kanäle (2. 20) benachbarter Platten (1) eingreifen (F ig. 2a).
9. Baukonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
aneinanderliegenden Flächen von übereinander &o angeordneten Platten (1) mindestens eine elastische
Dichtung an der der anstehenden Flüssigkeit abgewandten Seite der Rippe angeordnet ist.
10. Baukonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der oberste &5
waagerechte Kanal (2, 20) der die Seitenwände (a) bildenden Platten (1) als oben offene Überlaufrinne
ausgebildet ist (F i g. 7).
11. Baukonstruktion nach einem der Ansprüche 3 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die die Platten
(1) der Seitenwand (a) haltenden Stützen (39) aus Stahlträgern (41) bestehen, deren unteres und oberes
Ende in Stahlbetonbalken (ti, 4) verankert sind (F ig. 11,13).
12. Baukonstruktion nach Anspruch 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stützen (39) aus einander gegenüberliegenden U-Profilen bestehen, die unter
Zwischenschaltung einer elastischen Dichtung an der Außenseite zweier benachbarter Platten (1)
angeordnet sind, und daß der zwischen den U-Profilen befindliche Raum zusammen mit der
zwischen den Platten (1) befindlichen Rippe ausbetoniert ist (F i g. 13).
13. Baukonstruktion nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet, daß das untere Ende der Stütze (39) mit einem im wesentlichen waagerechten
Teil (4IaJ in eine Rippe (2a; der Bodenplatte (b)
hineinragt (F ig. 10).
14. Baukonstruktion nach den Ansprüchen 11 bis
13, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem unteren und oberen Stahlbetonbalken (11,4) ein die
Stützen (39) verbindender Balken (Wb) angeordnet ist (F ig. 10).
15. Baukonstruktion nach einem der Ansprüche 1
bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Bauwerk auf
Säulen (47) angeordnet ist, und seine Bodenplatte (b) auf auf den Säulen (47) angeordneten Hauptbalken
(51,52) ruht (Fig. 15).
16. Baukonstruktion nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptbalken (51, 52) mit
einer Rippe (2a) verbunden ist (F i g. 17).
17. Baukonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwand
(a) des als Tunnel ausgebildeten Bauwerkes in einem mittels Stützflüssigkeit abgestützten Baugraben
errichtet ist.
18. Baukonstruktion nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung des Tunnels als
Deckenplatte mit Kanälen ausgeführt ist.
19. Baukonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die die
Seitenwand des Bauwerks bildenden Platten im lotrechten Querschnitt gekrümmt sind.
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